Dienstag, 30. November 2010

Gebratene Shiitake-Pilze

Ich mag Shiitake und freue mich besonders, wenn ich irgendwo nicht nur die getrockneten, sondern frische bekomme.

In letzter Zeit passiert das immer häufiger, die lokalen Bioläden haben sie oft im Sortiment. Manchmal schon etwas schimmlig und weich oder runzlig, manchmal angenehm knackig-frisch. Wenn letzteres der Fall ist, greife ich zu.

Hier eine ganz einfache Idee, was man damit anstellen kann:

Ich habe die Shiitake-Pilze in Scheiben geschnitten, mit Frühlingszwiebeln, Knoblauch, einem Hauch Ingwer und Sojasauce angebraten und serviert.

Das ist ein netter kleiner Imbiss oder ein Gericht auf einer asiatischen Tafel, das gut mit frischen-gemüsigen und stärker gewürzten Speisen harmoniert.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Gebratene Shiitake mit Frühlingszwiebeln
Kategorien:Gemüse, Pilz, Gebraten
Menge:1 Kleines Gericht

Zutaten

1HandvollFrische Shiitake-Pilze
EtwasErdnussöl
1Knoblauchzehe
1klein.Stück Ingwer
2Frühlingszwiebeln
Pfeffer, Salz
1SpritzerSojasauce

Quelle

selbst improvisiert
Erfasst *RK* 24.10.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Frühlingzwiebel in Röllchen schneiden, Knoblauch und Ingwer hacken. Pilze putzen und in dekorative Scheiben schneiden.

Erdnussöl in einer Pfanne oder einem Wok erhitzen, Pilze darin unter Rühren anbraten. Knoblauch, Ingwer und das Weiße der Frühlingszwiebeln dazu geben. Zusammen anbraten, bis das Ganze wunderbar riecht und gut angebraten ist, ohne zu viel Farbe zu bekommen. Das Grüne der Frühlingszwiebeln dazu geben, würzen und alles gut verrühren.

Wer mag, kann noch etwas Chili (frisch oder getrocknet, gehackt) dazu geben.

Die Pilze passen gut als Begleitung zu ein paar weiteren asiatisch inspirierten Gerichten - oder auch zu einer Scheibe Vollkornbrot.

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Freitag, 26. November 2010

Nachgemacht: Schieböcker

Wie Katja vom Blog Kaffeebohne habe ich in meiner elektronischen Rezeptverwaltung einen Ordner "Ausprobieren". Dahin wandern die Rezepte, die ich unbedingt einmal nachkochen oder nachbacken möchte.

Und manchmal, wenn ich überlege, was ich die nächsten Tage so zubereiten möchte, schaue ich in diesen Ordner und lasse nach Zutaten suchen oder lasse mich einfach so inspirieren. Die Aloo Tikki kürzlich fanden sich darin - oder auch dieser Brotaufstrich, den Steph schon länger einmal zubereitet hatte.

Der Schieböcker stammt wohl aus dem Erzgebirge - ich habe ihn dort noch nie gesehen oder gar gegessen. Dafür gab's ihn hier bei uns, und zwar schon im September, deshalb mit einem Foto der noch sattgrünen Spielwiese:

Mir hat das Rezept ganz gut gefallen: Es ist einfach zuzubereiten und der Käse ist schön würzig. Sowohl mein Harzer als auch der Camembert waren etwas reif, daher war das Ergebnis auch sehr geschmackvoll und es roch in der Küche ziemlich nach Stinkerkäse. Aber im September konnte man ja noch gut und lange lüften. :-)

So für zwischendurch als würziger Brotaufstrich mit Charakter und zu einem guten Sauerteigbrot ist das echt eine super Abwechslung.

Mein Mitesser war nicht so begeistert, aber meinen Geschmack hat der Schieböcker getroffen. Danke für den Tipp, Steph! :-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Schieböcker - eine erzgebirgische Käsespezialität
Kategorien:Aufstrich, Käse
Menge:1 Rezept

Zutaten

1Harzer Roller (ca. 200 Gramm)
1/2Camembert (ca. 125 Gramm inkl. Rand)
80mlBier
40GrammButter
Salz, Pfeffer
Kümmel
HWER MAG
1Essl.Röstzwiebeln
Paprikapulver

Quelle

nach Kuriositätenladen, s.u.
Erfasst *RK* 25.12.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Harzer Roller in Stückchen schneiden. Camembert vom Edelschimmel befreien und ebenfalls klein schneiden.

Eine beschichtete Pfanne auf den Herd stellen und darin bei relativ geringer Hitze Butter schmelzen und Bier dazugeben. Die Butter darf dabei nicht braun werden.

Anschließend den gewürfelten Harzer Käse und den Camembert dazugeben. Und ab jetzt heißt es rühren, rühren, rühren - sonst setzt die Masse an. Das Rühren kann schon ca. 5-10 Minuten dauern. Es riecht dabei ziemlich nach altem Käse in der Küche - also gut lüften. :-)

Der Käse wird dabei dickflüssig und darf keine Klumpen mehr haben. Gegebenfalls noch einen kleinen Schluck Bier zugeben, wenn der Käse zu fest wird (das hängt vom Reifegrad des Käses ab). Je nach Geschmack kann man den Käse eher weich oder auch fester (länger gerührt) zubereiten.

Nun die Käsemasse leicht salzen, gut pfeffern und nach Geschmack Kümmel und/oder Röstzwiebel dazugeben. Alles nochmal gut umrühren, in eine Schüssel oder ein Glas geben und für mindestens 1 Nacht im Kühlschrank lagern.

Wer mag, kann vor dem Servieren noch etwas gemahlenen Paprika drüber geben.

Am Besten schmeckt der Schieböcker zu einem kräftigen, rustikalen Brot. Dazu ein paar Zwiebelringe und Gewürzgurken servieren....und möglichst noch ein kühles Bier!

Quellen: http://kuriositaetenladen.blogspot.com/2008/12/schiebckerder-stinkerkse-aus-dem.html und wie bei Steph: http://www. chefkoch. de/rezepte/ 1177021223890115/ Schieboecker.html

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Dienstag, 23. November 2010

Rotweinkuchen

Heute gibt's ich einen richtig herbstlichen Kuchen. Auch wieder ein Klassiker, der vom Gärtner der Spielwiese seit langem mal wieder gewünscht war. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Kuchen noch gar nicht auf dem Blog ist. Höchste Zeit, dies nachzuholen!

Es ist ein lockerer schokoladiger Rührteig mit Rotwein und gehackten Mandeln im Teig. Einfach zu machen, unkompliziert, gut.

Das Rezept geistert schon seit Jahrzehnten herum, ich denke, fast jeder hat ihn schon gegessen und/oder hat vielleicht sein eigenes Rezept. Mein Mitesser mag ihn gerne mit einem Rotwein-Zuckerguss - aber irgendwie war der Kuchen diesmal so schnell aufgegessen, dass die Zeit dafür nicht reichte. ;-)

Der Kuchen schmeckt super, ich mag ihn auch sehr gerne und mein Gärtner wünscht sich schon wieder den nächsten. :-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Rotweinkuchen
Kategorien:Backen, Kuchen, Rührteig, Mandel, Wein
Menge:1 Kastenform 30 x 11 cm (ca. 20 Kuchenstücke)

Zutaten

HFÜR DIE FORM
EtwasButter
Mehl
HRÜHRTEIG
250GrammWeiche Butter (oder Margarine)
75-125GrammZucker
1Essl.Vanillezucker
4Eier (Größe M)
2Essl.Rum
250GrammMehl**
3gestr. TLKakao (ungezuckert)
1Teel.Gemahlener Zimt
3Teel.Backpulver
150GrammSchokolade, gehackt
100GrammMandeln, abgezogen und gehackt*
125mlRotwein
HGUSS (WER MAG)
100-150GrammPuderzucker
3-5Essl.Rotwein; ca.

Quelle

nach Dr. Oetker Buch Modetorten, etwas abgewandelt
Erfasst *RK* 12.09.2004 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Form mit etwas Butter einfetten und mit Mehl bestäuben. Beiseite stellen. Je nach Backofen (s.u.) vorheizen.

Weiche Butter mit einem Handrührgerät oder in einer Küchenmaschine auf höchster Stufe rühren, bis die Butter weißlich-cremig ist. Nach und nach Zucker und Vanillezucker unterrühren und so lange weiter rühren, bis es nicht mehr knirscht und die Masse schön voluminös ist. Die Eier und den Rum nach und nach unterrühren, dabei jeweils so lange rühren, bis eine gebundene Masse entstanden ist.

Mehl mit Backpulver, Kakao und Zimt mischen, sieben und auf niederer Stufe portionsweise abwechseln mit den Schokokrümeln und den Mandeln unterrühren. Rotwein vorsichtig unterrühren. Die Masse sollte von der Konsistenz her nicht zu fest und nicht zu flüssig sein - Rührteig ist optimal, wenn er schwer reißend vom Rührer fällt. Evtl. noch etwas Rotwein zugeben.

Den Teig in die Form geben, grob glatt streichen und auf dem Rost in den Backofen schieben.

Ober-/Unterhitze etwa 180°C (vorgeheizt), Umluft ca. 160°C (nicht vorgeheizt), Gas Stufe 2-3 (nicht vorgeheizt).

Die Backzeit beträgt je nach Backofen ca. 60-75 Minuten. Den Kuchen nach dem Backen aus dem Ofen herausnehmen, 10 Minuten ruhen lassen, dann aus der Form lösen und auf einen Kuchenrost stürzen. Erkalten lassen.

Wer mag, kann aus fein gesiebtem Puderzucker und Rotwein einen Guss rühren und diesen auf den Kuchen geben. Nochmal trocknen lassen, fertig.

* Für die Mandeln am besten am Vortag Mandeln mit kochendem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen und dann die Haut entfernen. Trocknen lassen. Mit einem Messer lassen sie sich gut hacken.

** Es eignet sich z.B. Weizenmehl Type 405. Ich habe 80 Gramm frisch gemahlenes Getreide unter 405er Mehl gemischt verwendet.

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Hier noch ein Kuchenstück auf meinem Teller.

Wobei es die Sahne gar nicht braucht, sieht zwar hübsch aus, aber vom Geschmack her ist sie nicht nötig. Der Kuchen ist so schon ziemlich perfekt.

Samstag, 20. November 2010

Nachgemacht: Kürbis-Gnocchi

Vor gut einem Jahr hatte ich bei Mestolo ein Rezept für Kürbis-Gnocchi gesehen, das so super aussah, dass es sofort in meinen Ausprobieren-Ordner gewandert ist. Diesen Herbst kam ich endlich dazu, das Rezept nachzukochen.

Die Gnocchi sind wirklich schnell gemacht:

Erst lässt man den Kürbis im Backofen garen, das geht schnell, da er vorher gewürfelt wird. Die Würfel werden püriert (ich war mir sicher, wir hätten eine Kartoffelpresse, die war aber nicht da - ich denke, sie fiel einer Entrümpelungsaktion zum Opfer, ich hatte sie zuvor noch nie gebraucht! - die Moulinette tat's auch), mit Mehl und Eigelb vermischt, mit Muskat und Pfeffer abgeschmeckt, geformt und gekocht.

Ich mag ganz gerne die Kissen-Form bei Gnocchi, das spart das Riffeln mit der Gabel und geht schneller. :-)

Außerdem finde ich, dass Salbei und Walnüsse super zu Kürbis passen, da aber noch Rosmarin da war, habe ich den auch noch rein. Das nächste Mal würde ich nur Salbei nehmen.

Die Knödelchen haben uns gut geschmeckt. Wir haben noch Parmesan darüber gerieben und sie so genossen. Ein klein wenig kompakt waren sie, nicht ganz so fluffig wie die Pastinaken-Gnocchi oder Nicky's 15-Minuten-Gnocchi (super Video dazu hier!), aber auch klasse.

Ein Dank geht an Mestolo fürs Rezept, die gibt's bestimmt wieder.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Kürbis-Gnocchi mit Walnüssen
Kategorien:Teigware, Knödel, Kürbis, Walnuss, Herbst
Menge:2 Personen

Zutaten

1Hokkaido-Kürbis (ca. 700-750 Gramm komplett)
2Eigelb
125GrammMehl
Muskatnuss
Salz
1HandvollWalnuss-Kerne
5Salbeiblätter
1ZweigRosmarin
1Essl.Butter
1Essl.Olivenöl
Salzwasser
Parmesan, frisch gerieben

Quelle

etwas abgewandelt nach Mestolo
Erfasst *RK* 08.11.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Den Kürbis putzen und in Würfel schneiden. Auf einem eingeölten Backblech bei 200°C ca. 25 Minuten garen lassen. Der Vorteil des im Ofen gegarten Kürbis ist, dass sich der Kürbis nicht mit Wasser vollzieht und man weniger Mehl benötigt - so werden die Knödelchen lockerer.

Anschließend mit einer Kartoffelpresse oder in einem Blitzhacker o.ä. pürieren.

Das Kürbispüree mit dem Eigelb, etwas Salz und Muskatnuss würzen und unter Hinzugabe des Mehls zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Das geht gut mit den Händen.

Aus dem Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1,5 cm dicke Rollen formen und von diesen dann ungefähr 2 cm lange Gnocchi schneiden. Ich mag diese kleinen "Kissen" und lasse sie so; wer die typische Gnocchi- Form mag, kann die Knödelchen noch einzeln mit einer Gabel riffeln.

Die Rosmarinzweige entnadeln, den Salbei grob hacken. Die Walnusskerne ebenfalls grob hacken. In einer Pfanne Butter und Olivenöl zusammen mit dem Salbei, dem Rosmarin und den Walnüssen vorsichtig erhitzen.

Die Gnocchi in kochendem Salzwasser garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Gut abtropfen lassen und auf einem Teller mit der Salbei- Rosmarin-Walnuss- Butter anrichten, noch etwas Muskat darüber reiben und servieren.

Anmerkung Barbara: Die Gnocchi sind lecker, schmecken angenehm nach Kürbis. Ich mag sie mit etwas frisch geriebenem Parmesan. Sie sind mir allerdings nicht so locker gelungen, sondern waren ein wenig kompakt - vielleicht war auch nur zu viel Zeit vergangen, bis sie endlich vom Aufkochen über die Pfanne, das Tischdecken, Fotografieren usw. auf dem Teller waren. ;-)

Quelle: http://mestolo.com/2009/10/05/kurbis-gnocchi-mit-walnussenund-rosmarin/

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Donnerstag, 18. November 2010

Bananen-Milchshake

Heute gibt es mal wieder einen schnellen Klassiker auf dem Blog.

Für mich ein perfektes Frühstück, wenn es mal schnell gehen soll, ich Power brauche und keine Zeit oder keinen Appetit für mehr habe.

Das Grundrezept geht einfach: Man püriert Bananen mit Milch - fertig.

Man kann aber auch super variieren und improvisieren - ein paar Ideen stehen unten im Rezept.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Bananen-Milchshake
Kategorien:Getränke, Milchmix, Banane, Frühstück
Menge:2 Personen

Zutaten

2Bananen
400-500mlKalte Milch

Quelle

Standardrezept
Erfasst *RK* 29.05.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Bananen schälen und in einen Becher geben. Mit Milch aufgießen und mit einem Mixer gut pürieren, so dass alles gut vermengt ist und ein leichter Schaum entsteht. Sofort servieren.

Man kann prima variieren. Hier ein paar Ideen:

Orangensaft oder Espresso dazugeben, Himbeeren oder Erdbeeren mit durchmixen, statt Milch Joghurt, Buttermilch, Kefir oder Mandelmilch, evtl. etwas Kokosmilch dazu oder Ananassaft. Amerikanischer und im Sommer super schmeckt eine Kugel Vanilleeis oder Bananeneis mit durchgemixt. Der Phantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt.

Etwas klassischer und auch richtig gut schmeckt ein Hauch Vanillemark im Shake, frisch ausgekratzt, oder (wenn die Bananen weniger süß sind) Vanillezucker darin.

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Ein paar weitere Shakes und Smoothies auf dem Blog, die optimal für ein schnelles Frühstück oder als Zwischenmahlzeit geeignet sind:

Montag, 15. November 2010

Nusskuchen

Hier ist ein Kuchen, den ich schon seit Ewigkeiten einmal verbloggen wollte. Es ist ein richtiger Klassiker, den ich seit meiner Jugend immer mal wieder mache - nichts weltbewegendes, ein ehrlicher Haselnusskuchen, der gut schmeckt, angenehm nach Nuss, und der sich sowohl als Frühstückskuchen als auch für den Nachmittagskaffee oder sogar als Teil einer großen Kaffeetafel eignet.

Basis ist ein ganz normaler Rührteig, der mit frisch gemahlenen Haselnüssen (ich verwende dafür einen Blitzhacker) und etwas Rum ergänzt wird - fertig.

Das Rezept ergibt die perfekte Menge für eine kleine Napfkuchenform, man isst also nicht allzu lange daran. Perfekt. :-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Nusskuchen (Klassischer Haselnusskuchen)
Kategorien:Backen, Kuchen, Rührteig, Haselnuss, Grundezept
Menge:1 Kleiner Kuchen (Gugelhupf- oder Napfkuchenform 20 cm Ø)

Zutaten

HZUM EINFETTEN DER FORM
EtwasButter
EtwasMehl oder Semmelbrösel
HKUCHEN
200GrammButter (oder Margarine), zimmerwarm
150GrammZucker
1Essl.Vanillezucker
3Eier
200GrammMehl
50GrammSpeisestärke
2Teel.Backpulver
100GrammHaselnüsse, frisch gemahlen
2Essl.Rum
HGLASUR - WER MAG
150GrammPuderzucker
3Essl.Rum
1-2Essl.Wasser; ca
HODER
EtwasPuderzucker

Quelle

überliefertes Standardrezept, am PC erfasst 22.02.1995
Erfasst *RK* 24.10.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Eine Gugelhupf-Form oder eine Napfkuchenform (20 cm Ø) mit etwas Butter einfetten und mit etwas Mehl oder Semmelbröseln bestäuben. Den Backofen vorheizen (Ober/Unterhitze 180°C, Umluft 160°C, Gas Stufe 3).

Butter in der Küchenmaschine oder mit den Schneebesen eines Handrührgeräts schaumig rühren. Zucker und Vanillezucker dazu geben und die Masse so lange rühren, bis sie weiß-schaumig-cremig ist und der Zucker nicht mehr knirscht. Nun die Eier eins nach dem anderen unterrühren, dabei jeweils ca. 30 Sekunden rühren, bis die Masse sich verbunden hat.

Mehl mit Speisestärke und Backpulver mischen, sieben und vorsichtig unter die Teigmasse heben. Rum und die gemahlenen Nüsse auf den Teig geben und kurz verrühren, so dass alles gut vermischt ist. Der Teig sollte von der Konsistenz her so sein, dass er schwer reißend vom Löffel fällt, also nicht zu fest und nicht zu locker. Evtl. mit mehr Flüssigkeit nachjustieren.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und in der Mitte des Backofens ca. 50-60 Minuten backen. Je nach Backofen unterscheidet sich das etwas - nach 50 Minuten mal schauen, mit einem Holzstäbchen (Zahnstocher) reinpieksen, wenn kein Teig daran haftet, ist der Kuchen fertig, sonst noch ein paar Minuten im Backofen lassen. Falls der Kuchen zu dunkel werden sollte, mit Alufolie abdecken.

Die Form aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten stehen lassen, dann auf einen Gitterrost stürzen und dort abkühlen lassen.

Man kann den Kuchen einfach so essen oder mit Puderzucker bestreut servieren.

Alternativ schmeckt er auch mit einem Rum-Zuckerguss: Dafür Rum und Puderzucker mit etwas Wasser zusammen gut verrühren und diesen Guss auf den Kuchen geben.

Tipp: Der Kuchen schmeckt auch super mit Walnüssen statt Haselnüssen, oder mit einer Nussmischung.

Ohne Guss lässt sich der Kuchen auch einfrieren.

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Wer mag, kann noch Sahne dazu servieren oder ihn mit einem Guss versehen. Ich mag ihn einfach so.

Samstag, 13. November 2010

Neu-Rugendorfer Gulasch

... klingt doch fast so gut wie Alt-Wiener Gulasch, oder?! :-)

Und das gab's in einer vegetarischen Variante bei Bettina, die in ihrem Blog Gusto & Aroma in einer Geschwindigkeit kocht, bäckt und zaubert, dass einem Hören und Sehen vergeht. Zudem betreibt sie (wie ich) noch einen Reiseblog und hat ihre letzte Reise fast live verbloggt. Beide Blogs sind absolut lesenswert!

Ein Bericht über Bettinas ersten Versuch mit Seitan hat mich gefesselt und daran erinnert, dass ich auch schon ewig einmal ausprobieren wollte, diesen selbst herzustellen. Ich kenne Seitan als
面筋 (miàn jīn) aus der chinesischen Küche und mag ihn eigentlich ganz gerne.

Letzten Sonntag war es dann so weit - ich musste den Kopf frei kriegen und dafür eignen sich Kochaktionen, bei denen viel gemanscht und gewerkelt wird, immer besonders gut. Ich habe mich ziemlich an die Vorgehensweise von Bettina gehalten, habe Seitan produziert, parallel einen paprika-säuerlichen Gulasch-Sud, in dem der Seitan dann kleingewürfelt ziehen durfte.

Da ich die Woche über unterwegs war, gab's das Gulasch dann schon am Montag, also mit Seitan, der nur knappe 24 Stunden geruht hatte. Er hatte eigentlich keine besonders fleischähnliche Konsistenz, da hätte er wohl noch länger ruhen müssen. Von der Konsistenz war er würfelig, eher wie angebratenes Hackfleisch.

Da die Würfel dann doch weniger aufgingen als erwartet und ich sie zu klein geschnitten habe, ist es ein vegetarisches Mini-Gulasch geworden. Außerdem hatte ich viele Zutaten nicht und habe ziemlich improvisiert. So kam ich auf den Namen. ;-)

Meinem Mitesser war das ganze etwas zu säuerlich (ich hatte eine ganze Zitrone drin...) und vom Geschmack der Masse drum herum etwas zu unausgewogen. Er mochte die Pilze mit der Zucchini, die ich als Beilage mit etwas Knoblauch angebraten hatte, lieber. Mir hat's aber super geschmeckt.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Seitan und vegetarisches Gulasch
Kategorien:Teigware, Seitan, Gemüse
Menge:2 Personen

Zutaten

HSEITAN
500GrammMehl
350GrammWasser; ca.
Warmes und kaltes Wasser
HPAPRIKA-GULASCH-SUD
1Ltr.Gemüsebrühe o.ä.
1Essl.Öl
1Zwiebel, kleingehackt
2Knoblauchzehen, gehackt
2Essl.Tomatenmark
1/2Bio-Zitrone, in dünnen Spalten
3Lorbeerblätter
1Essl.Schwarze Pfefferkörner
2geh. ELPaprikapulver, edelsüß
1geh. TLPaprikapulver, scharf
1/2Teel.Rotweinessig
1Essl.Majoran
1/2Teel.Zucker
HGULASCH
1groß.Zwiebel, fein gewürfelt
1Essl.Butterschmalz
2groß.Tomaten, gewürfelt
1Knoblauchzehe, gepresst
1SchussPortwein
1/2Teel.Kümmel
1Teel.Majoran
EtwasSalz
2-4Essl.Saure Sahne
HNUDELN
250GrammNudeln
Salzwasser

Quelle

nach Gusto & Aroma, etwas abgewandelt
Erfasst *RK* 09.11.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Für den Seitan das Mehl mit dem kalten Wasser in eine Schüssel geben. 5-10 Minuten lang kräftig mit den Händen oder einer Küchenmaschine kneten. Der Teig sollte schön elastisch und dabei relativ fest sein.

Nun gießt man so viel lauwarmes Wasser darüber, dass er vollständig bedeckt ist und lässt ihn 30 Minuten quellen.

Die Zeit nutzt man am Besten, um gleich den Sud herzustellen: Wichtig ist, dass man diesen überwürzt, denn der Seitan nimmt viel Geschmack auf. Zunächst das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin anbraten. Die Gemüsebrühe zugießen und kurz vor den Siedepunkt erhitzen. Das Tomatenmark unterrühren und alle übrigen Gewürze zugeben. Vom Herd nehmen und beiseite stellen.

Wenn der Teig fertig geruht hat, knetet man ihn im Wasser kräftig mit den Händen durch. Dabei beginnt der Teig zu zerfallen und das Wasser wird stark milchig-weiß. Diese "Milch" gießt man nun durch ein feinmaschiges Sieb ab - am besten in eine Schüssel, damit man den Inhalt die Toilette runterspülen kann, so vermeidet man Verstopfungen im Abflussrohr! Den Mehlteig gibt man wieder in die Schüssel, und gibt erneut Wasser darüber. Diesmal nimmt man aber warmes Wasser. Nach ein paar Minuten Ruhen-Lassen knetet man den Teig wieder, gießt das milchige Wasser wieder ab, gibt ihn wieder in die Schüssel, und gibt nun kaltes Wasser darüber. Dieses Spiel geht nun 5-10 Durchgänge so weiter, immer abwechselnd mit kaltem und warmen Wasser. Durch das warme Wasser lassen sich die Ballaststoffe herauswaschen, durch das kalte Wasser zieht sich der Teig zusammen und wird kompakter. Der letzte Durchgang sollte daher immer mit kaltem Wasser durchgeführt werden.

Wenn statt dem milchig-weißem Wasser nur noch eine ganz leicht milchige, fast klare Flüssigkeit vorhanden ist und die Masse eine schwammartige, gummiball-ähnliche Konsistenz hat, kann man das Wasser wieder abgießen und den Teig kräftig durchkneten und das Wasser herauspressen. Wichtig ist, dass man beim Zerreiben mit den Fingern keine rauen stärkehaltigen Stückchen mehr spüren kann, dann ist er fertig.

Je nach späterem Verwendungszweck schneidet man den Seitan nun in mundgerechte Stücke, für das Gulasch z.B. in gröbere Würfel.

Die Würfel legt man in die vorbereitete Brühe und lässt sie aufkochen. 5-10 Minuten kräftig kochen lassen, dann kann man die Hitze auf ein Minimum reduzieren, und köchelt den Seitan noch eine halbe Stunde weiter. Dabei vergrößern die Teilchen ihr Volumen erheblich, wie ein Schwamm.

Jetzt kann man die Seitan-Stücke in luftdicht verschließbare Gefäße, z.B. Einmachgläser, füllen. Soviel Sud darüber füllen, dass sie vollständig bedeckt sind. Verschließen und im Kühlschrank lagern. Vor dem Verzehr 2 Tage ruhen lassen, in dieser Zeit wird der Seitan noch fester und bekommt eine fleischähnliche Konsistenz. Insgesamt hält er sich mindestens 1 Woche fest verschlossen im Kühlschrank.

Zubereitung des vegetarischen Gulaschs:

Den Seitan abtropfen lassen und abtupfen, vom Sud etwa ein Glas abnehmen und beiseite stellen.

Das Butterschmalz in einem Topf zerlassen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Seitanwürfel zugeben und mitbraten, dann die zwei Paprikapulver-Sorten zufügen, kurz unterrühren und sofort mit dem Essig und der Tomate ablöschen, damit nichts bitter wird. Die übrigen Gewürze zufügen, den Portwein und das vorher abgenommene Glas Sud vom Seitan zugießen und zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten garen. Abschmecken.

Währenddessen die Nudeln kochen. Nudeln mit Gulasch zusammen auf Teller verteilen und jeweils mit einem Klecks Sauerrahm servieren.

Quellen: http://www.gustoaroma.at/2010/11/ selbstgemachterseitanmitwurziger-paprika-bruhe/ und http://www. gustoaroma.at/ 2010/11/ vegetarisches-alt-wiener-gulasch-mit-seitan/

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Danke, Bettina, für die Anregung, die vielen Selbstversuche und den Anstupser dazu, dass ich erstmals selbst mit Seitan experimentiert habe. Einen nächsten Versuch wird es sicher geben, dann aber chinesisch gewürzt. :-)

Donnerstag, 11. November 2010

Sellerie mit Sesam und Koriander

Knackiges Gemüse könnte ich immer essen!

Vor kurzem hatte ich frischen knackigen Stangensellerie bekommen, Koriander war noch da und ich hatte irgendwie Appetit auf Sesam.

So entstand dieses einfache, aber leckere Gericht:



















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Pfannengerührter Sellerie mit Sesam und Koriander
Kategorien:Gemüse, Staudensellerie, Sesam, China, Schnell
Menge:1 bis 2 Personen

Zutaten

2-3StangenSellerie (mit einigen Blättern)
1Knoblauchzehe; gehackt
1/2Teel.Ingwer; gehackt
EtwasErdnussöl (oder anderes Öl, das sich für hohe
-- Temperaturen eignet)
1-2Teel.Tahini (Sesampaste)
1Essl.Sojasauce
1Essl.Frischer Koriander; gehackt

Quelle

eigene Improvisation
Erfasst *RK* 17.10.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Selleriestangen waschen, der Länge nach halbieren und in Stücke schneiden. Einige der schönen grünen Blätter hacken und beiseite stellen. Knoblauch und Ingwer hacken. Koriander hacken.

Erdnussöl in einer Pfanne oder in einem Wok erhitzen, Selleriestücke dazu geben und unter Rühren braten. Knoblauch und Ingwer dazu geben und ein paar Minuten unter Rühren weiter braten, bis das Gemüse durch ist, aber noch etwas Biss hat. Sellerieblätter, Sesampaste und Sojasauce unterrühren und vom Herd nehmen. Den gehackten Koriander darunter heben und servieren.

Wer mag, kann noch einige Sesamkörner (evtl. leicht angeröstet) darüber streuen.

Dazu passen 1-2 weitere asiatische Gerichte und ohne Salz gekochter Reis.

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Dienstag, 9. November 2010

Kürbissuppe mit Koriandersahne

Herbstzeit ist Kürbiszeit. :-)

Besonders gerne mag ich die Hokkaido-Kürbisse, die man inzwischen fast überall in guter Qualität bekommt. Sie sind ganz praktisch, weil man sie nicht schälen muss, sondern fast komplett verwenden kann, außerdem sind sie so klein, dass ein Exemplar perfekt für 2 Personen reicht.

Stiel und Kerne entfernen (geht gut mit einem Löffel), hacken, aufköcheln, pürieren - fertig ist eine leckere Suppe. Diesmal hatte ich frischen Koriander bekommen, der passt natürlich auch super:

Damit wir satt wurden, gab's Croûtons dazu - das zusammen ist eine super schnelle Mahlzeit, die Power für den Nachmittag gibt.

Da das Gericht so schnell zuzubereiten ist und eine geniale Herbst-Hauptmahlzeit darstellt, darf es bei Mipi's Dauerevent Cucina Rapida mitmachen.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Kürbissuppe mit Koriandersahne und Vollkornbrot-Knoblauch-Croûtons
Kategorien:Suppe, Creme, Kürbis, Herbst
Menge:2 bis 6 Personen*

Zutaten

HFÜR DIE CROUTONS*
2-3ScheibenVollkornbrot
2-3Knoblauchzehen
EtwasChili-Knoblauch-Olivenöl
HFÜR DIE SUPPE
1Hokkaidokürbis
2-3Schalotten (oder 1 Zwiebel)
2-3Essl.Olivenöl; ca.
1SchussSherry
Gemüsebrühe, Rinderfond, Wildfond, Wasser, o.ä
1Rote Chilischote (getrocknet oder frisch)
HZUM ABSCHMECKEN
1SchussSahne oder Kochsahne
1HauchMuskat
1/2Teel.Salz
1-2Mandarinen (oder Limetten, dann kein Essig)
1SchussHimbeeressig oder Zitronensaft; evtl.
HFÜR DIE KORIANDERSAHNE
1Essl.Frischer Koriander; gehackt
EtwasGeschlagene Sahne

Quelle

eigene Improvisation
Erfasst *RK* 20.10.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

* Mit den Vollkorncroûtons ist eignet sich die Suppe als warme Hauptmahlzeit für 2-3 Personen. Als Vorsuppe reicht sie für mehr Personen, dann evtl. die Croûtons weg lassen.

Für die Croûtons das Vollkornbrot in Würfel schneiden, den Knoblach fein hacken (oder in Scheiben schneiden, je nach Geschmack). Das Öl einer beschichteten Pfanne erhitzen, die Brotwürfel dazu geben und bei mittlerer Hitze leicht anrösten lassen. Knoblauch dazu geben und mitbrutzeln, aber darauf achten, dass er nicht anbrennt. Beiseite stellen.

Für die Suppe den Kürbis waschen, in Stücke schneiden. Schalotten würfeln. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Schalottenwürfel dazu geben und etwas anbrutzeln. Kürbisstücke dazu geben, gut rühren und etwas Farbe nehmen lassen. Mit Sherry ablöschen und mit Brühe, Fond oder Wasser aufgießen.

Die Chilischote hacken und dazu geben. Wer mag, kann jetzt auch schon die Stiele vom Koriander dazu geben. Alles zusammen köcheln lassen, bis die Kürbisstücke weich sind. Pürieren. (Wer es nicht so scharf mag, entfernt vor dem Pürieren die Chilischote)

Die Suppe mit Sahne, Gewürzen, dem Saft der Mandarinen und evtl. einem Schuss Essig oder Zitronensaft abschmecken.

Sahne halbsteif oder steif schlagen. Korianderblätter hacken. Wer mag, kann die Blätter unter die Sahne heben.

Suppe in Teller verteilen, Sahne, Korianderblätter und Croûtons darüber geben und servieren.

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Sonntag, 7. November 2010

Pastasotto mit Fenchel

Wir hatten zwei wunderschöne Fenchelknollen bekommen - und ich wollte etwas anderes als sie immer nur in der Pfanne anzubraten oder zu füllen. Da wir Lust auf Pasta hatten, habe ich kurz in einigen Kochbüchern nach einer Inspiration gesucht. Dabei fiel mein Blick auf ein Buch, das ich kurz zuvor als Rezensionsexemplar erhalten hatte: Austro Pasta heißt es und ich wurde darin fündig.

Dabei fiel mir ein Schwachpunkt des Buchs auf: Es gibt ein Inhaltsverzeichnis und ein alphabetisches Rezeptregister, aber keinen Index nach den Hauptzutaten der Rezepte. So brauchte ich eine Weile, bis meine müden Augen im Wust der 250 Rezepte schließlich eines mit Fenchel gefunden hatten.

Die Neuerscheinung von Toni Mörwald, dem kürzlich verstorbenen Christoph Wagner und Jörg Wörther wurde zum Rezensieren an einige Blogger geschickt. Ich hatte erst gezögert, dann aber doch zugesagt, da ich sowohl die österreichische Küche als auch Pasta mag und es interessant aussah. Gespannt bin ich auf die sicherlich unterschiedlichen Meinungen dazu und ob sich das Buch durch diese Art von SEO mehr verkauft. Ich hätte auch im Buchhandel danach gegriffen, weil es auf den ersten Blick gut aussieht: Dick, gebunden, fröhlich-orange mit 9 Tellern vorne drauf und der Titel klingt auch interessant: Ich mag ganz gerne, was die Österreicher so kochen und wenn da steht "250 raffiniert einfache Rezepte" klingt das erst mal nach genauer Anschauen.

Das Foto vom Buchtitel wird dann variiert mit anderen 9 Gerichten und ist jeweils das Deckblatt für die einzelnen Kapitel: kalte, warme (das mit Abstand größte Kapitel) und süße Austro Pasta. Davor eine kleine Pasta-Geschichte, -Kunde, -Grundregeln u.ä., dahinter Grundrezepte, die Info, welches Rezept von welchem Autor stammt und die Register. Austro Pasta heißt es, weil es in unserem Nachbarland eine lange Tradition von Gerichten aus Mehl, Wasser und Ei gibt, deren Vielfalt mit der italienischen Pasta leicht mithalten kann - meinen die Autoren. Sie verwenden für die Gerichte viele typisch österreichische Produkte und Zutaten, die - zumindest wohl in Österreich - gut erhältlich und meist bezahlbar sind. Ein Glosar fehlt leider: Vor allem mein Mitkoch hat sich darüber gewundert; trotz meiner häufigen Besuche bei österreichischen Blogs brauche auch ich bei einigen Begriffen das Internet, um zu recherchieren, was damit gemeint ist. Die Zubereitungstexte sind kurz gehalten, die Rezepte leider nicht durchgängig bebildert, die Fotos jedoch durch die Bank weg mundwässernd und appetitanregend.

Genau wie Robert gefällt mir die Kreativität einiger Rezepte - neben Klassikern (Grenadiermarsch oder Mohnnudeln) viele Kombinationen, auf die ich so nie gekommen wäre, die aber spannend und gut klingen: Fleckerl mit glacierten Topinambur und schwarz geräuchertem Schinken etwa, Spaghetti auf Zwiebel-Honig-Chili-Sugo, Steirische Kernölnockerl oder Spiralnudeln mit Wagramer Nusssauce - ein Gericht, das eingelegte schwarze Walnüsse enthält.

Eine Gebrauchsanweisung erklärt, dass die Rezepte für sechs kleine Häppchen-Portionen konzipiert sind - oder auch als Ein-Gang-Menü für zwei serviert werden können. Man soll kreativ sein und variieren. Nun ja, das musste ich...

Das Rezept mit dem Namen Nudellinsen-Risotto mit Fenchel und burgenländischem Safran gefiel mir nämlich und erinnerte mich sofort daran, dass ich ja schon seit Ewigkeiten einmal ein Pastasotto zubereiten wollte!

Risoni bzw. Kritharaki, diese kleinen reisförmigen Nüdelchen hatte ich erst kürzlich gekauft, Fenchel war ja da, aber dann hörte es auch schon auf. Gelbe Paprika hatten wir keine, dafür Gemüsesaft und österreichischen Weißwein [sic!], außerdem wusste ich bisher noch gar nicht, dass es im Burgenland Safran gibt - wir hatten spanischen (glaube ich).

Also wurde es doch wieder eine ziemliche Improvisiererei. Von der Pastasotto-Queen Katia wusste ich zudem, dass man dabei kräftig rühren muss, da die Nudeln schneller als Reis ankleben. Aber sie lösen sich auch leicht.

Irgendwann fiel mir auf, dass mir statt einer Fenchelscheibe als Deko lieber mehr Fenchel gefallen würde und ich habe den zweiten Fenchel auch noch gescheibelt und angebraten. Das war eine gute Entscheidung, so waren nachher Nudeln und Gemüse ausgewogen.

Hier das Rezept:

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Pastasotto mit Fenchel
Kategorien:Teigware, Nudel, Gerührt, Fenchel
Menge:2 bis 3 Personen

Zutaten

2Fenchelknollen
1Essl.Butter
2Essl.Olivenöl
270GrammRisoni bzw. Orzo oder Kritharaki (Nudeln in
-- Reisform)
250mlWeißwein (wir hatten grünen Veltliner)
500mlGemüsesaft
250mlKarottensaft
EinigeSafranfäden (wer hat und mag)
Weißer Pfeffer, Salz
1Essl.Olivenöl oder Butter

Quelle

abgeändert nach einer Idee aus dem Buch Austro Pasta
von Toni Mörwald, Christoph Wagner, Jörg Wörther.
Löwenzahn-Verlag.
Erfasst *RK* 04.11.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Eine der Fenchelknollen klein würfeln, die zweite in Scheiben schneiden.

Die Fenchelwürfel in Butter und einem Esslöffel Olivenöl anbrutzeln, bis sie etwas Farbe bekommen. Gemüse- und Karottensaft zusammen in einen Topf geben und erhitzen. Risoni zu den Fenchelwürfeln dazu geben und unterrühren. Mit Weißwein ablöschen und gut verrühren. Nun wie bei einem Risotto häufig rühren und immer wieder schöpflöffelweise von der Flüssigkeit (die erwärmten Gemüsesäfte) dazugeben, sobald die Nudeln beginnen, anzukleben und die Flüssigkeit eingekocht ist.

Es dauert ca. 20 bis 30 Minuten, bis die Nudeln gar sind. Das hängt etwas von dem persönlichen Empfinden, der Temperatur der Flüssigkeit, dem Herd, usw. ab - einfach immer mal probieren.

Währenddessen in einer separaten beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen und die Fenchelscheiben bei mittlerer Hitze anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Gegen Ende der Garzeit des Pastasottos die Safranfäden unterrühren, damit sich der Safran bei der Wärme auflösen kann. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ganz am Schluss einen Schuss Olivenöl und/oder Butter unterrühren.

Pastasotto auf vorgewärmte Teller verteilen und mit den angebratenen Fenchelscheiben belegt servieren.

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Mein Mitesser hat sich übrigens noch Parmesan darüber gerieben und war vom Pastasotto total begeistert.








Da mein Rezept doch deutlich vom Original im Buch abweicht, hier das Originalrezept:

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Nudellinsen-Risotto mit Fenchel und burgenländischem Safran
Kategorien:Teigware, Nudel, Fenchel
Menge:6 Kleine Häppchen-Portionen (oder für 2 Personen)

Zutaten

270GrammNudellinsen (Risoni)
750mlGelber Paprikasaft, gepresst aus gelben
-- Paprikaschoten
140GrammFenchel, kleinwürfelig geschnitten
20GrammButter
6Fenchelscheiben zum Garnieren
Weißer Pfeffer, Salz
1SpritzerZitronensaft
1Teel.Rapsöl
2Teel.Olivenöl
1Teel.Mohnöl

Quelle

Buch Austro Pasta von Toni Mörwald, Christoph Wagner,
Jörg Wörther. Löwenzahn-Verlag.
Erfasst *RK* 04.11.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Fenchelwürfel in Butter goldig braten. Nudellinsen dazugeben und mit dem gelben Paprikasaft - wie einen Risotto - bei ständigem Rühren köcheln, würzen. Safranfäden dazu geben. Zuletzt die drei Öle unterrühren.

Fenchelscheiben beidseitig in einer Teflonpfanne goldig braten und auf die angerichteten Nudellinsen setzen.

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Das Gericht hat uns gut geschmeckt, auch wenn es dann doch anders war als das Original. Ein Dank an den Verlag für das Buch.

Donnerstag, 4. November 2010

Rosenkohl mit Feta

Nein, bei uns liegt noch kein Schnee! Aber so langsam geht es wieder los mit der winterlichen Rosenkohlzeit. Rosenkohl ist schön knackig grün und lässt sich vielseitig zubereiten. Hier auf dem Blog habe ich schon einige Rezepte mit Rosenkohl vorgestellt.

Ich mag Rosenkohl gerne in Scheiben geschnitten und angebraten. Mit roten Zwiebeln und Feta zusammen zu Nudeln gab's ihn letzten Winter bei Kochfrosch. Kathi hatte die Idee von Anne, dort gab's den Rosenkohl ohne Nudeln, und Juliane fand's als Pastasauce auch ein bisschen trocken.

Mir war nicht nach Nudeln, also gab's auch hier einfach Rosenkohl angebraten mit Feta und roten Zwiebeln. Mit den Gewürzen habe ich etwas experimentiert und war von Kreuzkümmel und einem Hauch Garam Masala sehr angetan.

Dazu etwas selbstgebackenes Baguette - perfekt.

Und weil es so schön winterlich ist, ein Foto von letztem März:




















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Gebratener Rosenkohl mit roter Zwiebel und Feta
Kategorien:Gemüse, Rosenkohl, Schafkäse, Schnell
Menge:2 Personen als vegetarisches Hauptgericht

Zutaten

500GrammRosenkohl
1Rote Zwiebel
1/2Knoblauchzehe
Olivenöl
Wasser
1SchussSherry, Brühe o.ä.; evtl.
1Essl.Pinienkerne
200GrammFeta (Schafkäse)
Kreuzkümmel
1Messersp.Garam Masala
Salz, Pfeffer

Quelle

nach einer Idee von Annes Food, gefunden bei Kochfrosch
Erfasst *RK* 15.03.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Rosenkohl rüsten, d.h. waschen, äußere Blätter und Strünke abschneiden sowie alle Blätter, die nicht so schön oder verfärbt sind. In dünne Scheiben schneiden (jedes Köhlchen in ca. 4-5 Scheiben, je nach Größe). Zwiebel in Ringe schneiden.

Olivenöl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen und Rosenkohl und Zwiebel darin anbraten. Mit etwas Wasser ablöschen, so dass das Gemüse nicht nur im Fett brät, sondern auch etwas dünsten kann. Wer mag, kann hier mit einem Schuss Alkohol (Sherry, Portwein, Pastis, o.ä.) oder Brühe variieren.

Separat Pinienkerne in einer Pfanne anbraten, so dass sie leicht Farbe nehmen, aber nicht verbrennen. Beiseite stellen.

Wenn das Gemüse etwas gegart ist, aber immer noch Biss hat und das Wasser verdampft ist, wieder einen Schuss Öl zufügen, so dass Röstaromen entstehen. Mit Kreuzkümmel, Garam Masala, wenig Salz (der Käse ist salzig) und Pfeffer würzen.

Feta in Würfel schneiden und unterheben. Er schmilzt dabei. Pinienkerne dazu geben und servieren.

Dazu passt etwas Brot, z.B. frisch gebackenes Baguette.

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Hier noch ein Foto auf meinem Teller. Zum Nachkochen empfohlen. Danke, Kathi! :-)

Weitere Vorschläge für die Rosenkohlsaison:
Bei Sammelhamster gab's im Frühjahr Rosenkohl mit Feta im Backofen zubereitet und mit Balsamico und Kürbiskernöl - das muss ich auch mal probieren.

Montag, 1. November 2010

Apfel-Amaretto-Torte

Zurzeit gibt es wieder frische Äpfel aus eigener Ernte. Ganz sicher ungespritzt, dafür optisch nicht preisverdächtig, aber geschmackvoll. Ich habe keine Ahnung, was es für eine Sorte ist.

Die Äpfel hängen am Baum oder liegen auf dem Boden und eignen sich super als kleiner Imbiss, zweites Frühstück, für frischen Apfelsaft, getrocknete Apfelringe, Apfelmus oder als Kuchenzutat.

Diesmal bin ich beim Schmökern in diversen Backbüchern bei einem Rezept hängen geblieben, das ich vor vielen Jahren schon einmal gebacken hatte. Es ist fast schon vorweihnachtlich mit Mandeln und Zimt im Teig und schmeckt damit anders als die typischen Apfelkuchen.

Ein Rührteig wird mit Apfelschnitzen belegt, darauf kommt ein Baiser mit gehäuteten, gemahlenen Mandeln und Zimt, das wird zusammen gebacken. Nach dem Abkühlen kommt Sahne auf den Kuchen. Die Sahne muss sein, sie ist ein guter neutraler Ausgleich zu dem geschmackvoll-zimtigen-luftigen Baiser.

Insgesamt sehr ausgewogen und zum Nachbacken empfohlen!

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Apfel-Amaretto-Torte
Kategorien:Backen, Kuchen, Rührteig, Baiser, Apfel
Menge:1 Kuchen (Springform mit 26 cm Durchmesser)

Zutaten

HFÜR DIE FORM
EtwasButter
10GrammAbgezogene gemahlene Mandeln
-- und/oder
EtwasMehl
HFÜR DEN RÜHRTEIG
100GrammWeiche Butter
70-100GrammZucker*
1Essl.Vanillezucker
2Eier
150GrammWeizenmehl
1Teel.Backpulver
1Teel.Gemahlener Zimt
2-3Essl.Rum und/oder Ameretto
HFÜR DEN APFEL-BELAG
2-4Äpfel (ca. 400-600 Gramm)*
HFÜR DIE BAISERMASSE
4Eiweiß
1PriseSalz
100-200GrammPuderzucker, gesiebt*
200GrammAbgezogene, gemahlene Mandeln
2Teel.Zimt
2Essl.Amaretto
HZUM BESTREICHEN UND ALS DEKORATION
400mlSahne
2Pack.Sahnesteif; evtl.
Gemahlener Zimt
Ein paarGetrocknete Apfelringe
-- oder
Zuckerperlen in unterschiedlicher Größe

Quelle

nach Dr. Oetker Buch Modetorten
Erfasst *RK* 31.10.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Am Vortag die Mandeln mit kochendem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen und dann schälen. Das geht ganz einfach mit den Händen - die Mandelhaut flutscht quasi von den Mandeln weg. Trocknen lassen. Am Folgetag fein mahlen (das geht z.B. gut mit einem Blitzhacker, ich benutze dafür eine alte Moulinette).

Den Boden einer Springform mit Butter einfetten und mit Mandeln und/ oder Mehl bestreuen. Beiseite stellen.

Für den Rührteig Butter auf höchster Stufe schaumig rühren. Nach und nach Zucker und Vanillezucker unterrühren und so lange weiter rühren, bis eine gebundene Masse entstanden ist. Ein Ei nach dem anderen unterrühren, jedes Ei knapp 1/2 Minute. Mehl, Backpulver und Zimt mischen, sieben und abwechselnd mit dem Rum und/oder Amaretto auf mittlerer Stufe vorsichtig unterrühren. Die Masse sollte von der Konsistenz so sein, dass sie schwer reißend vom Rührer fällt - evtl. mehr Flüssigkeit zugeben.

Den Teig in die vorbereitete Springform füllen und glattstreichen. Das geht gut mit einer Teigkarte.

Wer zum Backen Ober-/Unterhitze nutzen möchte, sollte jetzt den Backofen auf 180°C vorheizen.

Für die Baisermasse Eiweiß mit Salz in einer ganz sauberen, fettfreien Schüssel zu sehr steifem Eischnee schlagen.

Währenddessen für den Belag die Äpfel schälen, vierteln oder achteln, entkernen und den Teig damit belegen.

Puderzucker unter weiterem schnellen Rühren bzw. Schlagen in den Eischnee einstreuen und so lange rühren, bis er sich gelöst hat und eine glänzende, schnittfeste Baisermasse entstanden ist. Mandeln, Zimt und Amaretto vorsichtig unterheben (nicht rühren, sonst fällt die Masse zusammen!). Die Baisermasse auf die Äpfel geben und glattstreichen.

Die Backform auf dem Rost in den Backofen (2. Schiene von unten, der Kuchen sollte ungefähr in der Mitte des Backofens sein) schieben. Etwa 45 Minuten backen bei Ober-/Unterhitze 180°C (vorgeheizt), Umluft 160°C (nicht vorgeheizt), Gas Stufe 2-3 (nicht vorgeheizt). Den Kuchen evtl. nach ca. 25 Minuten mit Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.

Den gebackenen Kuchen aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Sahne (wer mag, mit Sahnesteif) steif schlagen, den Tortenrand dünn damit damit bestreichen, die restliche Sahne auf die Oberfläche streichen und leichte Dellen in die Oberfläche drücken.

Die Torte kühl stellen und kurz vor dem Servieren mit Zimt bestäuben und mit Apfelringen und/oder Zuckerperlen dekorieren.

Anmerkungen:

* Je nachdem, wie süß man Kuchen mag, kann man die Zucker- und Puderzuckermenge auswählen - die hintere Menge (also nach dem -) ist die Menge des Originalrezepts, das mir deutlich zu süß ist.
* Das nächste Mal würde ich mehr Äpfel nehmen, im Original sind es 2 Äpfel mit 400 Gramm, mit mehr schmeckt es besser. Ich habe die Äpfel geachtelt, ich denke, sie schmecken auch grob gewürfelt sehr gut.

Varianten:

* Man kann auch Mandeln mit Haut verwenden und diese frisch mahlen; das gibt einen etwas weniger feinen, aber auch sehr guten Geschmack.
* Ebenso eignen sich Haselnüsse statt der Mandeln, oder eine Nussmischung.

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