Donnerstag, 29. September 2011

Auberginenkaviar

Auch der September ging irgendwie total schnell rum... Höchste Zeit also für einen Beitrag für Sus, die als aktuelles Gemüse die Aubergine entdeckt und diese zum Event-Thema im Gärtner-Blog erkoren hat.

Ein Gericht zu finden war gar nicht so einfach. Mit Auberginen geht's mir nämlich genau wie Zorra: Ich liebe Auberginen!

Eigentlich finden sich immer ein bis zwei Exemplar in unserer Speisekammer. Oft landen unsere Auberginen dann gescheibelt in der Pfanne, werden zu Pasta, Ratatouille oder Pizzabelag verarbeitet, oder die Auberginen werden gefüllt oder asiatisch zubereitet. Ich sehe gerade, dass ich bisher wenige orientalisch-arabische Rezepte auf dem Blog habe, in Baba Ghanoush könnte ich baden. Bushcook hat gerade ein Rezept dafür veröffentlicht, lecker! Mit dem Anbauen von Auberginen in unserem Garten hatte ich bisher kein Glück; dafür braucht man in unseren Breiten wohl doch ein Gewächshaus.

Für den Event wollte ich etwas richtig auberginiges machen, das Auberginen, Melanzani, Eierfrüchte in den Vordergrund stellt. Also habe ich mich für gewürfelte, gebackene, leicht zermanschte Auberginen entschieden, die man im Mittelmeerraum ab und zu als Vorspeise bekommt, in dieser Version mit Basilikum etwas italienisch angehaucht und durch das Grün auch hübscher, finde ich. Etwas nobler als ich das im vorigen Satz getan habe, nennt sich das dann Auberginenkaviar.

Und wenn man ein Stativ verwendet, kriegt man draußen sogar um 19:20 Uhr noch ein halbwegs scharfes Foto hin, ohne Blitz. :-)

Hier ein paar Fotos der Zubereitung:

Robert geht es wie mir, er mag bei Auberginenkaviar weniger Püree und mehr Konsistenz. Bei Katia findet sich ein Rezept für eine französische Variante, zermanscht und mit Tomatensalat bedeckt. Liest sich beides auch sehr gut. Nachtrag: Ich sehe gerade, in Evis Kyche gab's vor ein paar Tagen auch Auberginenkaviar, auch mit Basilikum. Und bei sammelhamster Noémi mit Kapern.

Hier mein Rezept:

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Auberginenkaviar mit Basilikum
Kategorien:Vorspeise, Warm, Aubergine, Italien
Menge:2 Personen

Zutaten

1groß.Aubergine
Olivenöl
Salz
1Knoblauchzehe
Schwarzer Pfeffer, Chili
1/2Zitrone; etwas vom Saft
-- oder
1SchussBalsamico
1-2Essl.Basiliumblätter; gehackt
EinigeBasilikumblätter als Deko

Quelle

so ähnlich mal gegessen
Erfasst *RK* 29.09.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Backofen auf 180-200°C vorheizen. Währenddessen die Aubergine waschen, das Ende abschneiden und die Aubergine erst in Scheiben, dann Streifen und in Würfelchen schneiden. In eine ofenfeste Form geben, etwas Olivenöl darüber gießen und etwas Salz darüber streuen. Alles gut vermischen und in den Backofen geben.

So lange backen, bis die Würfelchen weich sind, dabei ca. jede 10 Minuten umrühren. Die Zeit ist abhängig von der Größe der Würfel und davon, ob man sie eher in einer größeren Form nebeneinander oder in einer kleineren Form übereinander gart. Im Normalfall dauert es ca. 30-40 Minuten. Die letzten ca. 10 Minuten die Knoblauchzehe (ganz, mit Schale) mit in den Backofen geben.

Die ofenfeste Form aus dem Backofen nehmen. Die Knoblauchzehe schälen und hacken, unter die Auberginenwürfel geben. Pfeffer dazu geben und alles zusammen mit Hilfe einer Gabel etwas zerdrücken, so dass man ein wenig Mus erhält. Je nach persönlichem Geschmack eher weniger, um eine würfelige Konsistenz zu haben, oder mehr, falls man es musiger möchte. Mit etwas mehr Olivenöl, Salz, Pfeffer, Chili, Zitronensaft und/oder Balsamico und den Basilikumblättern abschmecken. Mit Basilikumblättern dekorieren und anrichten.

Der Auberginenkaviar eignet sich als lauwarme Vorspeise und schmeckt z.B. gut auf ein Brot oder als Teil einer mediterranen Vorspeisenplatte.

=====


Der Mitkoch war begeistert, ich mag diese Art der Zubereitung auch sehr gerne. Auch am Tag danach kalt, einfach als kleinen Imbiss aufs Brot. Wunderbar auberginig. :-)

Meine Lieblingsrezepte mit Aubergine sind jedoch diese:

Das Rezept für Auberginenkaviar ist mein Beitrag für den aktuellen Blog-Event im Gärtner-Blog, ausgerichtet von Sus:

Garten-Koch-Event September 2011: Aubergine [30.09.2011]

Dienstag, 27. September 2011

Holunderlikör

Auf der Spielwiese wird nicht nur gegessen, sondern natürlich auch viel getrunken - nicht nur Wasser. Dafür habe ich eine eigene Kategorie, die sinnigerweise Getränke heißt.

Darin tummelt sich so ziemlich alles, vom Frühstücks-Milkshake über Wildkräuter-Limonaden und einige hochprozentige Drinks bis hin zu meinem Rezept für Nusslikör, das zu einem der beliebtesten hier im Blog gehört. Selbstgemachte Liköre mag ich allgemein sehr gerne - man kann prima variieren, verwertet hochwertige Nahrungsmittel aus dem eigenen Garten oder der Natur und erhält ein wohlschmeckendes selbstgemachtes Getränk.

Als Basis nimmt man Alkohol, Zucker, eine Hauptzutat und Gewürze. Das Prinzip ist immer ähnlich, man kann prima selber variieren. Im Normalfall arbeite ich ohne Rezept, daher schmecken meine Liköre auch jedes Mal etwas anders...

Mein Rezept für Holunderbeerlikör habe ich jetzt mal aufgeschrieben. Ich mache davon immer nur eine kleine Menge, weil das Abzupfen der Beeren etwas mühsam ist und ich selten Lust auf Mammutaktionen habe. Bevor der Likör weggesüffelt ist, habe ich gestern noch schnell ein paar Fotos davon gemacht.

Holunder ist übrigens sehr gesund: Die Beeren wirken als Radikalfänger, sind entzündungshemmend, schmerzlindernd und stärken das Immunsystem. Seit Jahrhunderten werden Holunderbeeren auch gegen grippale Infekte, Erkältungen und Fieber eingesetzt. Eher als Saft, mit heißem Wasser und Honig aufgegossen. - Aber der Likör wirkt sicher auch. :*)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Holunderlikör
Kategorien:Getränke, Likör, Holunder
Menge:1 Rezept

Zutaten

1Schüssel Holunderbeeren

EtwasWasser
70-100GrammZucker; ca.
HGEWÜRZE*
2Nelken
1/2Vanilleschote (ausgeschabt, z.B. ein Rest)
1Sternanis
1ScheibeZitrone
2cmZimtrinde
1StückIngwer
HALKOHOL
400-500mlWodka
HZUCKERSIRUP ZUR ABRUNDUNG, EVTL.**
50GrammZucker
50mlWasser

Quelle

eigene Vorgehensweise nach verschiedenen Quellen
Erfasst *RK* 04.09.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Holunderbeeren mit Hilfe einer Gabel oder einfach mit den Fingern (Handschuhe tragen!) von den Stielen trennen. Zusammen mit etwas Wasser und dem Zucker in einen Topf geben. Gewürze zufügen und alles zusammen ca. 15 Minuten vorsichtig köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren; die Beeren sollten nicht anbrennen, evtl. Wasser nachgießen.

Die Masse und durch ein Sieb (oder ein Mulltuch) in eine Schüssel abseihen, so dass man Saft erhält. Abkühlen lassen.

Mit dem Alkohol vermischen und verschlossen einige Tage stehen lassen.

Abschmecken und in Flaschen umgießen. Der Likör ist fertig, schmeckt aber umso besser, wenn er noch ein paar Wochen stehen darf.

** Mir war meine letzte Version zu wenig süß, ich hatte daher noch Zuckersirup zubereitet und auch etwas mehr Wodka genommen. Für den Zuckersirup köchelt man Wasser und Zucker zusammen auf, rührt gut dabei und lässt es köcheln, bis man Sirup hat. Abkühlen lassen und so viel vom Sirup (und Wodka) unter den Likör rühren, bis der Likör so richtig gut und ausgewogen schmeckt. (Das ist natürlich Geschmackssache - der eine mag es mehr nach Holunder, dem anderen ist es zu intensiv...)

Tipps:

* Was die Gewürze angeht, ist man ziemlich flexibel. Wer es puristischer mag, nimmt nur die Beeren oder etwas Nelken und Zitrone zur Geschmacksabrundung.

Man kann auch mit Orangensaft geschmacklich abrunden, einfach zu dem Wasser am Anfang geben.

Statt Wodka kann man auch anderen hochprozentigen Schnaps nehmen.

=====


Hier habe ich noch ein Foto der Flasche auf einem abgesägten Stamm unseres Holunders.

In vielen ländlichen Regionen haben die Menschen Holunder ums Haus herum gepflanzt, als Heilpflanze und Beschützer. Holunder wird viel Gutes nachgesagt. Nicht nur kulinarisch - aber auch kulinarisch. :-)

Donnerstag, 22. September 2011

Zuckerschoten mit Tofu und Erdnüssen

Hier wieder eine Improvisation aus der Kategorie "schauen, was es frisches zu kaufen gibt, kombinieren mit dem, was noch daheim ist und sehen, was rauskommt". :-)

Die Zuckerschoten sahen zum Anbeißen aus, gelbe Paprika waren noch da, dazu Tofu - und irgendwie dachte ich, dass Erdnüsse gut dazu passen könnten.

Haben sie. War lecker und darf auf den Blog, damit ich das Gericht vielleicht mal wieder mache. (Sonst vergisst man sowas ja...)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Zuckerschoten und Paprika mit Tofu und Erdnüssen
Kategorien:Gemüse, Zuckerschote, Tofu, China
Menge:1 Rezept

Zutaten

Erdnussöl zum Braten
2Knoblauchzehen
1-2Essl.Ingwer; gehackt
1klein.Würfel bzw. Packung Tofu
2-3HandvollZuckerschoten
2Gelbe Spitzpaprika
2-3Essl.Sojasauce; ca. (Menge nach Geschmack)
1Essl.Sambal Oelek und/oder Chili-Bohnenpaste (La
-- Douban Jiang)
1Essl.Hoisinsauce
1HandvollGeröstete, gesalzene Erdnüsse (aus der Dose)*

Quelle

spontan improvisiert
Erfasst *RK* 04.08.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Knoblauch und Ingwer schälen und grob hacken. Tofu in Würfel schneiden und mit kochendem Wasser überbrühen. Kurz ziehen lassen, dann das Wasser abschütten. Paprika in Stücke schneiden. Wer mag, kann die Zuckerschoten halbieren.

Wok oder eine große Pfanne erhitzen. Öl hinzugeben und die Tofuwürfel anbraten. Regelmäßig wenden, so dass sie überall etwas Farbe und Kruste bekommen. Tofuwürfel zur Seite schieben, evtl. noch etwas Öl hinzugeben. Erst die Paprikastücke hinzugeben und bei großer Hitze unter Rühren anbraten, kurz danach Ingwer, Knoblauch und die Zuckerschoten dazu geben. Alles unter Rühren braten, so dass alles gegart wird, aber noch Biss und Farbe behält. Die Erdnüsse dazu geben und auch erhitzen.

Mit Chilipaste, Hoisinsauce und Sojasauce würzen und mit Reis servieren.

* Wenn man welche bekommt, kann man natürlich auch frische Erdnüsse verwenden. Diese dann kurz in etwas Öl anrösten.

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Hier noch ein Schnappschuss vom Tisch, auf dem ersichtlich ist, was es an jenem Abend noch gab. (Wie meistens: Draufklicken oder rechte Maustaste vergrößert das Foto.)

Das weiße oben ist der Reiskocher, im weißen Schüsselchen in der Mitte eine kleine Portion yuxiang qiezi (inzwischen hat auch Nata ihre Vorliebe für unsere chinesischen Auberginen mit Fischgeschmack entdeckt!) und links Tomate mit Ei.

Die drei Gerichte haben gut zusammen gepasst - ein leckeres, umkompliziertes Abendessen.

Dienstag, 20. September 2011

Bewegte Bilder

Vor einem Monat hatte ich ja ein Wochenende in Köln verbracht und in diesem Bericht von dem Fachinger-Event mit Frank Buchholz berichtet. Inzwischen ist einiges an Zeit vergangen, der Alltag hat uns alle wieder und die Erinnerung an den schönen Koch-Sonntag fing an zu verblassen.

Da passt es super, dass mich gestern Abend die Mail der PR-Agentur mit dem Link zum Video erreicht hat. Wir durften vor einiger Zeit schon reinspechten und es freigeben oder um Änderungen bitten, aber jetzt ist es für alle öffentlich auf youtube zum Anschauen!

Eine klasse Erinnerung - ein Film ist doch wieder etwas anderes als Fotos und Berichte. :-)



Ich finde, die Stimmung kommt super rüber. Das gemeinsame Kochen hatten Staatl. Fachingen, die PR Agentur Ketchum PLEON, der Betreiber der Malzfabrik sowie Frank Buchholz und sein Team klasse organisiert. Danke noch einmal dafür. Es hat Spaß gemacht.

Danke auch nochmal meinen Mitbloggern für das gemeinsame Erlebnis: Nata, Juliane, Zorra, Peter und Marie. Es war toll, Euch zu treffen!

Ich hoffe, das Video ist nicht nur für uns Erinnerung, sondern für Euch Inspiration und es gefällt Euch!

Sonntag, 18. September 2011

Knusprige Vanillewaffeln

In letzter Zeit schießen neue Blogs ja wie Pilze aus der Erde - manche bleiben, viele verschwinden wieder. Da ist es schön, dass es auch Konstanten gibt: Zorras Kochtopf z.B. ist einer, den ich seit Jahren verfolge.

Dass der auch 1x umrühren bitte genannte Blog jetzt schon 7 (!!!) Jahre alt wird, ist eine Leistung in dieser schnelllebigen virtuellen Welt. Gratulation zu diesem Blog-Geburtstag, liebe Zorra!

Von mir gibt's als Süßes diesmal eine Vanillewaffel für Dich!

Die Waffel schmeckte superlecker mit etwas Puderzucker, Quark und Mangopüree. Das passt auch ideal in die Vertiefungen. Dazu eine Tasse Tee - optimal auch als Brunch.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Knusprige Vanillewaffeln
Kategorien:Backen, Waffel
Menge:5 Große Waffeln

Zutaten

100GrammButter
20-25GrammZucker
1Essl.Vanillezucker*
1PriseSalz
3Eier
150GrammMehl
1Teel.Backpulver
125-150mlMilch
1-3Teel.Rum (ersatzweise Saft, Milch oder eine Mischung
-- aus 1 Spritzer Vanilleessenz und Milch)

Quelle

nach Bedienungsanleitung Krups Waffeleisen; etwas

angepasst
Erfasst *RK* 14.08.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Butter schaumig rühren, Zucker, Vanillezucker und Salz dazu geben und schaumig rühren, bis sich die Kristalle einigermaßen aufgelöst haben. Eier unterrühren.

Waffeleisen nach Bedienungsanleitung vorheizen. (Bei mir heißt das, den Thermostat auf Position 6 stellen.)

Mehl mit Backpulver mischen und nach und nach abwechselnd mit der Milch unterrühren. Am Schluss den Rum unterheben.

Den Teig portionsweise in die Kuhlen des Waffeleisens geben und die Waffeln jeweils ca. 4 Minuten backen.

Mit Puderzucker bestreut servieren.

Dazu passt Fruchtkompott, Fruchtsauce, frische Früchte, Quark, Sahne oder ähnliches.

* Vanillezucker mache ich immer selber: Entweder Zucker mit gemahlener Vanille mischen und/oder ausgekratzte Vanilleschoten zu Zucker in ein Glas geben und eine Zeitlang stehen lassen.

=====


Und klar, ein Waffelfoto auf der Spielwiese gibt's auch noch:

Damit bekommen Zorra und ihr Blog Süßes von mir.

Kuchen, Muffins, Eis - irgendetwas, was Zorra so schmecken könnte ist gewünscht für diesen Blitz-Blog-Event: Einfach süss muss es sein.

Ich bin ja auch so ein Süßschnabel und sehr gespannt, was so alles an Süßem zusammen kommt.





Und da heute Sonntag ist, geht der Beitrag auch noch an die Initiative sonntagssüß, die diesmal von Julie von mat & mi ausgerichtet wird.

Donnerstag, 15. September 2011

Quarkmousse zu Obstsalat

Ich mag Desserts, die fruchtig schmecken - und ich mag Cremes, Mousses usw. Eine ideale Kombination dieser beiden Vorlieben ist Quarkmousse mit frischen Früchten (am besten rote Früchte, z.B. frische Erdbeeren) oder mit Obstsalat.

Die Quarkmousse mache ich eigentlich seit Ewigkeiten - ohne Rezept, einfach aus dem Handgelenk, auch in großen Mengen für Partys. Kürzlich habe ich aufgeschrieben, was ich ungefähr verwende und ein Foto geschossen. Hier also eines meiner Lieblings-Desserts:

Ich habe diesmal Holunderblütensirup für die Süße und den Geschmack verwendet. Anderer heller Sirup, z.B. mit Ingwer und Minze eignet sich genauso gut, der entsprechende Geschmack kommt ganz fein durch.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Quarkmousse mit frischem Obstsalat
Kategorien:Süßspeise, Kalt, Quark, Obst
Menge:1 Rezept für 4-8 Portionen

Zutaten

HQUARKMOUSSE
4BlätterGelatine
2Essl.Sahne oder Milch
1Teel.Zucker
400-500GrammQuark*
2-3Essl.Holunderblütensirup, Agavendicksaft oder anderer
-- heller Sirup
1/2Zitrone; den Saft
100-150GrammSahne
HOBSTSALAT*
2Kiwis
1klein.Ananas
2-3Pfirsiche
1Banane
1/2Honigmelone
3HandvollRote Trauben
1/2Zitrone; den Saft
1SchussMaraschino
1SchussHolunderblütensirup
HDEKO

Ein paarBlatt Pfefferminze (oder Zitronenmelisse)

Quelle

mein Standardrezept
Erfasst *RK* 04.09.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Für die Quarkmousse die Gelatine nach Packungsanweisung in kaltem Wasser einweichen. Quark, Sirup und Zitronensaft glattrühren.

Sahne oder Milch in einem Topf erwärmen und den Zucker gut darunter rühren, so dass er sich etwas auflöst. Weiche Gelatineblätter auspressen und unter die warme Sahne oder Milch rühren - die Gelatine sollte sich darin auflösen.

Einen Teil der Quarkmasse unter die Gelatinemasse heben, dann diese quarkige Gelatinemasse unter den Rest der Quarkmasse heben. Im Kühlschrank ca. 30 Minuten kalt stellen.

Sahne steif schlagen und unter die leicht angezogene Quarkmasse heben. Für ein paar Stunden oder über Nacht gut durchkühlen.*

Für den Obstsalat die Früchte waschen, schälen, in mundgerechte Stücke schneiden und in eine große Schüssel geben. Den Zitronensaft über die Bananenscheiben träufeln, damit diese sich möglichst wenig braun verfärben. Das Obst mit Maraschino und Sirup übergießen und alles vorsichtig unterheben.

Zum Anrichten etwas Obstsalat in ein Schüsselchen oder auf einen Teller geben, mit Hilfe eines Löffels oder eines Eiskugelportionierers aus der Quarkmousse Nocken oder Kugeln formen und darüber drapieren. Mit grünen aromatischen Blättchen verzieren und servieren.

Tipps:

* Wenn man Magerquark verwendet, eher mehr Sahne nehmen, bei fetterem Quark reicht weniger. Mit der Menge an Quark und Sahne kann man etwas variieren.
* Was den Obstsalat angeht, verwendet man am besten das Obst, das gerade Saison hat oder verfügbar ist. Schön ist es, verschiedene Farben und Konsistenzen zu kombinieren.
* Wenn's schnell gehen muss, kann man die Quarkmousse auch im Tiefkühlgerät kühl und fest werden lassen.

=====


Wer mag, kann statt Sirup oder Dicksaft auch einfach mehr Zucker oder Puderzucker verwenden. Dann darauf schauen, dass er sich gut auflöst.

Hier noch ein kleines Foto vom frischen Obstsalat am Vorabend. Ich hatte den Nachtisch für einen Grillabend zubereitet; das Foto oben entstand aus den Resten am nächsten Morgen. Da sah das Obst dann nicht mehr ganz so perfekt aus. :-)

Dienstag, 13. September 2011

Bunte Blech-Pizza

Bei uns gibt's viel zu selten selbstgemachte Pizza!

Bewundernswert, wie z.B. bei sammelhamsters fast jede Woche Pizza auf den Tisch kommt. Wir gehen ab und zu Pizza essen, aber die letzten Male waren alle etwas enttäuschend. Wenn ich nachts mehrmals aufwache, weil ich vor lauter ausgetrocknetem Mund dringend etwas trinken muss, dann spricht das nicht für eine gute Gastronomie, sondern für zu viel Salz und ich willgarnichtwissenwas im Essen...

Also gab's bei uns mal wieder hausgemachte Pizza. Wir machen meist ein ganzes Blech, eventuelle Reste schmecken kalt oder wieder aufgewärmt auch am nächsten Tag oder lassen sich sogar als Reiseproviant mitnehmen.

Basis war diesmal ein normaler Hefeteig, wie ich ihn hier schon ähnlich gebloggt hatte.

Die Brotbackmaschine ist schon länger kaputt und wurde nicht ersetzt. Hefeteig kann man auch ganz bequem in der Küchenmaschine, mit einem Handrührer oder sogar nur mit etwas Handarbeit und einer guten Armmuskulatur herstellen. :-)

Als Belag hatten wir eine Menge Gemüse, u.a. auch Auberginen, die wir doch lieber vorher mit etwas Öl angebrutzelt haben. Unten drunter kam noch etwas Schinken, darüber Mozzarellakügelchen und Emmentaler, den der Mitkoch so gerne mag.

Wenn man 3 Stunden vor dem Pizza-Appetit dran denkt, den Teig zuzubereiten, dann hat man so mit wenig Aufwand eine leckere Pizza, von der man weiß, was drin ist und die mir deutlich besser schmeckt als Tiefkühl-Pizza und auch besser als die einiger Pizzerias in der Gegend...

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Bunte Blech-Pizza
Kategorien:Backen, Pizza, Hefeteig
Menge:1 Backblech

Zutaten

HHEFETEIG FÜR PIZZA
150mlWasser
3Essl.Olivenöl
200GrammMehl Type 405
100GrammVollkornmehl (frisch gemahlen; ich nehme meist
-- Weizen oder Dinkel oder mische beide)
1Teel.Salz
1/2Teel.Zucker
1Pack.Trockenhefe (oder 1/2 Würfel frische Hefe)
HPIZZAIOLA (TOMATENSAUCE)
2-3Knoblauchzehen
1Zwiebel oder Schalotte
2Essl.Olivenöl
1Essl.Kräuter; getrocknet oder frisch, z.B. Oregano,
-- Thymian, Rosmarin, Majoran, usw.
1DoseStückige Tomaten*
Pfeffer, Salz
HBELAG**
Gemischtes Gemüse und Pilze, z.B. Auberginen,
-- Karotten, Pastinaken, Paprika, Tomaten,
-- Champignons, Rucola, Zucchini, Broccoli
2-3ScheibenSchinken; wer mag
Ein paarBlätter Oregano
2-3HandvollMozzarella und/oder Emmentaler o.ä.
EtwasOlivenöl oder mit Chili gewürztes Olivenöl

Quelle

mein Standardrezept
Erfasst *RK* 24.08.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Lauwarmes Wasser und Olivenöl in eine Schüssel geben, Mehl in die Schüssel des Brotbackautomaten geben, dann Mehl darüber geben. Salz, Zucker und Trockenhefe dazu geben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts gut durchmengen lassen, so dass ein schöner Hefeteig entsteht.

Bei Zimmertemperatur ca. 2 Stunden gehen lassen, bis sich das Teigvolumen deutlich vergrößert hat.

Währenddessen ein Blech mit Öl einpinseln und Pizzaiola und den Belag vorbereiten.

Für die Tomatensauce Knoblauch und Zwiebel schälen, würfeln und mit dem Öl in einem Topf vorsichtig andünsten, sie sollten nicht braun werden. Mit den Tomaten ablöschen. Kräuter und Salz, Pfeffer dazu geben und die Sauce ein Weilchen (wenn's schnell gehen soll, reichen 5 Minuten, in Italien lässt man sich über eine Stunde Zeit) vor sich hin köcheln lassen.

Den aufgegangenen Teig vorsichtig aus der Schüssel nehmen, ausrollen und auf das Backblech geben. Nochmal 20-30 Minuten gehen lassen.

Währenddessen den Belag vorbereiten: Gemüse waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Falls man Auberginen verwendet, diese vorher mit etwas Öl in einer Pfanne anbraten.

Backofen vorheizen: Ober- und Unterhitze 200-250°C, Umluft ca. 200-220°C.

Tomatensauce auf den Hefeteig geben und verteilen. Frischen Oregano darüber streuen. Schinken in Stücke reißen und darauf legen. Gemüse bunt gemischt auf der Fläche verteilen. Am Schluss den Käse darüber streuen und etwas Würzöl darüber träufeln. Das Blech in die Mitte des Backofens stellen und die Pizza ca. 20-25 Minuten backen.

Tipps und Anmerkungen:

Dieses Rezept enthält relativ viel frisch gemahlenes Getreide und hat daher etwas "Biss". Wer das nicht so mag, nimmt 300 Gramm "normales" Mehl Type 405 oder 550.

Der Hefeteig lässt sich leicht herstellen und ist mir bisher immer gelungen. Er ist etwas kompakt und fester von der Konsistenz und gelingt im normalen Backofen recht gut. Man kann ihn nicht mit Pfannenpizzaboden oder Pizza vom heißen Stein oder Pizzaofen vergleichen. Ich mag ihn gerne.

* Statt Dosentomaten kann man natürlich auch frische verwenden: Dafür Tomaten waschen, kreuzweise einritzen, dabei den Stielansatz entfernen. In kochendem Wasser kurz blanchieren, die Haut entfernen und die Tomaten in Stücke schneiden.

** Man ist hier natürlich sehr flexibel und kann fast alles variieren, worauf man gerade Lust hat.

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Hier ein Detail, an dem man erkennen kann, wie der Teig ungefähr rauskommt. Er ist schön knusprig, sehr lecker.

Seit längerem will ich schon den Spezialteig von Marla ausprobieren, den Deichrunner Eva vor kurzem wieder so appetitlich beschrieben und fotografiert hat, dass mir das Wasser im Munde zusammen lief. Jener Teig erfordert aber etwas mehr Planung, weil man ihn 1-2 Tage vor dem Backen vorbereiten muss. Am Pizzabacktag geht's dann dafür schneller. :-)

Sonntag, 11. September 2011

Zwetschgen mit Nutella-Sahne

Vor kurzem habe ich den Event initiative sonntagssüß entdeckt. "Für Kuchenpicker, Kekskrümler und Cremekoster" ist der Untertitel und - ja - ich fühle mich angesprochen. ;-)

Von mir gibt's am heutigen Sonntag etwas ganz einfaches aus der Kategorie Cremekoster.

Habt Ihr schon mal Schlagsahne mit Nutella gemischt? - Je nach Lust und Laune kann man beide Zutaten kürzer oder länger unterheben und hat so entweder eine marmorierte Creme oder eine einheitlich nougatsahnefarbene. Als fruchtige Komponente kommen Zwetschgen dazu, entweder roh wie links im Schüsselchen oder (noch besser) kurz erwärmt oder richtig als Kompott gekocht, wie im rechten Schüsselchen. Super einfach und genial lecker!

Wer Zwetschgen lieber als Kuchen mag: Hier ist mein Lieblingsrezept für Zwetschgen-Streusel-Kuchen - mit massig Streuseln. :-)

Diesmal sammelt Katrin von lingonsmak die Sonntagssüß-Fotos. Ihren Blog kannte ich bisher nicht (es gibt ja massig gute Blogs - viel mehr als ich Zeit zum Lesen habe!) und ich bin gleich über ein paar Fotos zu Stockholm gestolpert.

Morgen früh muss ich ganz früh los, um genau in diese Stadt zu fliegen. Ich habe ja das Glück, ab und zu beruflich dort hin zu "dürfen", und genieße es, in meiner freien Zeit auch ein wenig Stadtluft zu schnuppern. Und wenn's nur ein Abendspaziergang an einem Wochentag zwischen 22 und 23 Uhr im tiefsten Winter ist - auch das ist schon passiert; man hat die Stadt dann fast alleine... Meine Berichte und Impressionen zu Stockholm gibt's vor allem in meinem Reiseblog. Vor gut 3 Jahren hatte ich auch hier auf der Spielwiese mal darüber berichtet.

Fotos der letzten süßen Sonntage könnt Ihr hier sehen. Mehr Infos zum Dauer-Event gibt's hier.

Samstag, 10. September 2011

Blogger-Treffen in Würzburg

Jetzt steht der Termin:

Am Samstag, dem 29. Oktober 2011 treffen sich interessierte Food-Blogger, Franken und Freunde in Würzburg. Wer kommen möchte, kann sich bis zum 17.09. bei sammelhamster unter diesem Link melden. Alle Details findet Ihr ebenfalls bei ihr.

Ich selbst habe an jenem Tag leider keine Zeit, bin mir aber sicher, dass ich durch viele Fotos und Berichte danach erfahre, wie toll es war. :-)

Freitag, 9. September 2011

Nektarinen-Nuss-Müsli

Ich verstehe ja gar nicht, was Arthurs Tochter hat - in meinem Rezeptregister gibt es einige Rezepte mit N... ;-)

Blog-Event LXXI - Rezepte mit N (Einsendeschluss 15. September 2011)

Naja, nicht ganz so viele wie mit Buchstaben, bei denen man das gar nicht erwarten würde: R zum Beispiel, oder P, G, W oder B. Aber mit N gibt's auch einige.

Und mit N fiel mir auch spontan einiges ein, was ich machen wollte: Nachbarins Nusskuchen zum Beispiel - ein Rezept, das schon ewig auf meiner Nachbackliste steht. Oder die schönen schwäbischen Nonnenfürzle, die ich noch nie selbst gemacht habe und immer schon mal ausprobieren wollte. Oder Nougat-Pralinen. Oder neukaledonische Kokosmuscheln (okay, die habe ich jetzt erfunden, klingen aber richtig gut). Oder...

Manchmal kommt es anders und daher gibt's von mir etwas ganz einfaches, ein Nektarinen-Nuss-Nüsli als leckerer Start in den Tag.

Ooops, Müsli natürlich, aber mit Nektarinen und Nüssen ist es trotzdem ganz im Sinne des Events, der noch bis zum 15. des Monats auf Zorras Kochtopf stattfindet.

Eine Doppel-N quasi. Für mehr hat's nicht gereicht, aber ich hoffe mal, dass Arthurs Tochter auch mit 2 N's zufrieden ist. :-)

Dabei fällt mir auf: Einmal im Jahr gibt's bei mir auf dem Blog Müsli. Im normalen Leben zum Glück häufiger, man kann auch super damit variieren und irgendwie schmeckt fast jede Version gut.

Die hier war besonders fruchtig-nussig, daher darf das mein Beitrag sein.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Nektarinen-Nuss-Müsli
Kategorien:Frühstück, Getreide, Obst, Nektarine, Sommer
Menge:2 Personen

Zutaten

5-6Essl.Getreide (z.B. 6-Korn-Mischung)
EtwasWasser oder Joghurt
3Essl.Haselnüsse
1-2Nektarinen, ca. (Menge nach Geschmack)
1-2BecherJoghurt (ersatzweise Milch, Kefir, o.ä.)

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 07.09.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Am Vorabend Getreide in einer Getreidemühle grob schroten. Mit soviel Wasser oder Joghurt bedecken, dass das Getreideschrot bedeckt ist. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am Morgen das aufgequollene Getreide in Schüsselchen verteilen.

Nüsse hacken. Nektarinen waschen und in Stücke schneiden. Beides auf das Getreide geben. Den Joghurt darüber gießen, evtl. mit Milch o.ä. verdünnen und mehr oder weniger unterheben oder umrühren. Fertig.

Tipp: Man kann hier prima variieren und z.B. auch Bananenstücke oder Rosinen unterheben.

=====


Ich hatte übrigens weißfleischige Nektarinen; die hatte ich zum ersten Mal gesehen und gleich eingepackt. Schmeckt etwas ähnlich wie weißfleischige Pfirsiche.

Mittwoch, 7. September 2011

Römersalat mit Apfel und Gorgonzola

Römersalat esse ich gerne, weil der so schön knackig ist, fester und kräftiger als die meisten anderen Salatsorten und irgendwie mehr Aroma hat. Inzwischen ist er hier im Sommer ganz gut erhältlich. Er heißt je nach Region auch Romanasalat oder Lattich. Weitere Informationen und ein Foto finden sich hier.

Ein Klassiker ist der amerikanische Caesar's Salad, den es bei mir immer wieder mal gibt. Ich mag die Kombination aus cremig-würziger Salatsauce, den Parmesanstäben und dem Salat. Das Rezept habe ich vor drei Jahren schon verbloggt, es findet sich hier.

Diesmal war mir nach etwas anderem - irgendwie hatte ich Appetit auf Gorgonzola. Ein aromatischer Apfel lag auch noch herum und passte perfekt dazu!

Ein einfaches, aber leckeres Mittagessen, vor allem wenn es mal angenehm sommerlich warm ist.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Römersalat mit Apfel und Gorgonzola
Kategorien:Salat, Kalt, Römersalat, Apfel
Menge:2 bis 3 Personen als sommerliches Hauptgericht

Zutaten

2Mini-Romanasalatköpfe (Römersalat)
1Apfel
100GrammGorgonzola; ca.
HDRESSING
1Schalotte
2Essl.Apfelessig; ca.
1Teel.Meerrettich
1Teel.Senf
Salz, Pfeffer, Chili
4-6Essl.Öl; ca.

Quelle

nach dem Blick in den Kühlschrank spontan an einem
Sommertag erfunden
Erfasst *RK* 29.08.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Römersalat putzen und in Streifen schneiden. Apfel in Scheiben, dann in Stücke schneiden. Gorgonzola würfeln. Alles zusammen in eine geräumige Salatschüssel geben.

Schalotte schälen und fein würfeln. Mit Essig, Meerrettich, Senf und den Gewürzen in eine kleine Rührschüssel geben und alles gut verrühren. (Evtl. einen Schneebesen dazu verwenden.) Das Öl dazu geben und alles weiter verrühren, so dass sich eine leichte Bindung ergibt.

Die Salatsauce über den Salat geben, unterheben und servieren. Wer mag, isst etwas frisches Brot dazu.

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Sonntag, 4. September 2011

Murks: Rosa Macarons

Ich finde es ja immer bewundernswert, wenn bei manchen Leuten und auf manchen Blogs alles immer perfekt funktioniert. Alles, aber auch wirklich alles gelingt super, schmeckt sensationell gut, wird hochgelobt und ist zudem fast professionell fotografiert.

Einiges wird sogar mehrmals produziert und verbessert, bis es dann perfekt ist und veröffentlicht wird. Der Zeitaufwand und die Leidenschaft dahinter sind bewundernswert, ist es doch bei den meisten ein Hobby und nicht Gelderwerb. Manchmal komme ich mir trotzdem vor, wie wenn ich statt Food-Blogs teure Kochbücher wälze. Respekt!

Bei mir läuft der Alltag weniger perfekt ab... In meinem Leben gibt's immer Auf und Ab's, und in der Küche genauso. Manchmal gelingt etwas wirklich erstaunlich gut und wird wunderbar. Und manchmal geht es auch richtig schief.

Dass ich etwas wegwerfen muss, passiert zum Glück selten. Ich erinnere mich an eine Portion Yuxiang Qiezi, die direkt vom Wok in den Mülleimer wanderte, dann natürlich verkohlte Knoblauchstücke oder Zwiebeln, schwarzen Toast, lätschig-labberige Bratkartoffeln oder aufgewärmte weiche Pasta, die nur der Hunger reintreibt.

Auf meinem Blog heißt Misslungenes Murks und findet sich immer mal wieder. Schließlich muss ja nicht jeder die selben Fehler machen wie ich und z.B. Konditorceme mit Sahne mischen oder ein nicht funktionierendes Rezept aus einem Muffins-Kochbuch nachbacken.

Also gibt's auch heute wieder Murks... Nur zwei Macarons sahen so gut aus wie auf dem oberen Foto, mit Füßchen und halbwegs glatter Haut. Der Rest blieb sitzen, bekam stattdessen kräftige Risse und sah aus wie die Kekse hinten im Bild:

Mein erster Versuch mit Macarons hatte ja erstaunlicherweise gut geklappt - und war vielleicht doch Anfängerglück... ;-)

Ich nehme Euch also wieder die Illusion, dass Macarons immer und einfach gelingen. Ich schätze, in diesem Fall hatte ich etwas zu wenig Eiweiß, die Konsistenz war wahrscheinlich zu dick. Es kann aber auch etwas anderes sein, wer weiß...

Trotzdem hier das Rezept. Das letzte Mal hatte es ja funktioniert, und bei Anne klappt es auch.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Rosa Macarons mit Holunder-Heidelbeer-Ganache
Kategorien:Backen, Gebäck, Baiser, Mandel, Beeren
Menge:2 Bleche, ca. 25 Macarons

Zutaten

HMACARONS
3Eiweiß (Größe M)
2Teel.Vanillezucker
110Mandeln
175GrammPuderzucker
1Messersp.Speisefarbe rot und violett; evtl.
HHOLUNDER-HEIDELBEER-GANACHE
30GrammSahne
150GrammWeiße Schokolade oder Kuvertüre
1SchussCassis-Likör
1Teel.Holunder-Heidelbeer-Konfitüre; am besten durch
-- ein Sieb gestrichen

Quelle

Grundrezept für Macarons nach Annes Food, etwas angepasst
Ganache eigenes Rezept
Erfasst *RK* 14.08.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Mandeln am Vortag mit kochendem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen und pellen. Über Nacht trocknen lassen.

Am nächsten Tag die Eiweiß aus dem Kühlschrank nehmen, so dass sie langsam Zimmertemperatur bekommen. Einen Spritzbeutel mit der runden Lochtülle versehen; ich stelle den Beutel in ein Weizenbierglas. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Wer mag, kann als Muster mit Hilfe eines runden Ausstechers und eines Bleistifts auf die Rückseite der Backbleche je ca. 24 Kreise zeichnen.

Die Mandeln zusammen mit dem Puderzucker portionsweise sehr fein mahlen (z.B. in einer Moulinette). Mit Hilfe eines Löffels durch ein feines Sieb passieren, so dass man feinen Puder erhält. Beiseite stellen.

Eiweiß steif schlagen. Den Vanillezucker dazugeben und weiter schlagen, bis ein wunderschöner stichfester glänzender Eischnee entstanden ist.

Wer mag, kann jetzt etwas Farbe zum Mandel-Zucker-Puder geben und etwas unterrühren.

Einen Teil des Mandel-Zucker-Puders unter das Eiweiß rühren. Ich habe dazu einfach die Küchenmaschine kurz laufen lassen. Wenn die Masse gerade untergerührt ist, in zwei bis drei weiteren Schüben den Rest des Puders unterrühren. Nicht zu lange rühren: Wer sich unsicher ist, nimmt lieber einen Löffel oder einen Teigspachtel und hebt die Masse vorsichtig unter. Die Eiweiß-Mandel-Zuckermasse bekommt durch das Fett der Mandeln eine etwas breiige Konsistenz.

Die Baiser-Mandel-Masse in den Spritzbeutel füllen und Kreise (oder Eier oder Herzchen, usw.) auf die Backbleche spritzen. Darauf achten, dass nachher immer zwei gleich große und gleich geformte Teile zusammen passen sollten, also etwas auf die Form und Größe achten.

Die Bleche 30-40 Minuten ruhen lassen.

Währenddessen die Ganache zubereiten: Sahne und weiße Schokolade zusammen vorsichtig erwärmen (das geht im Wasserbad, im Backofen bei 50°C Umluft oder ganz vorsichtig in einem Topf auf der Herdplatte) und gut durchrühren, so dass eine homogene Masse entsteht. Nun die Konfitüre unterrühren. Beiseite stellen.

Die Macarons für 12-15 Minuten im auf 140°C Umluft vorgeheizten Backofen backen.

Nach dem Backen die Bleche aus dem Ofen nehmen. Nach ca. 8-10 Minuten die Macarons vom Blech entfernen und mit Hilfe eines Messers jeweils etwas von der Ganache auf ein Macaron streichen, ein halbwegs passendes zweites darauf setzen und leicht gegendrehen, so dass die Füllung gut mit den Mandel-Baisers verbunden ist.

Die Macarons halten sich ein paar Tage. Sie sollten kühl aufbewahrt werden.

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Bevor ich wieder Macarons ausprobiere, schaue ich mir dann doch noch die Liste der Macarons-Tipps und Fehler bei Aurélie durch und ein paar Videos, um die Konsistenz der Eiweiß-Mandel-Masse im Kopf zu haben, bevor ich los lege. :-)

Im Gegensatz zu verkohlten Knoblauchscheiben haben diese misslungenen Mandelbaisers mit Ganache-Füllung aber den Vorteil, dass man sie essen kann.

Sie schmecken sogar recht gut, sehen aber halt total daneben aus... Murks eben.

Freitag, 2. September 2011

Sauerkirsch-Eis

Der diesjährige Sommer war letzte Woche - falls es jemand zufällig versäumt hat. ;-)

Naja, er war etwas unterbrochen von Sturm, Regen und Gewitter, aber zwischendurch war es schön warm. Perfekt also für Eis!

Ich habe aus tiefgekühlten Sauerkirschen und Joghurt eine neue Sorte kreiert, die äußerst lecker war. Schön fruchtig und erfrischend. Ein weiterer Vorteil war, dass es schnell ging: Die Mittagspause vor einer Woche reichte locker aus für Zubereitung und sofortigen Genuss - also optimal.

Inzwischen haben wir Frühnebel und es herbstelt langsam. Eis kann man aber trotzdem essen. :-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Schnelles Sauerkirsch-Joghurt-Eis
Kategorien:Süßspeise, Eis, Sauerkirsche, Quark
Menge:1 Rezept

Zutaten

250GrammSauerkirschen; entsteint (evtl. tiefgekühlt)
200-250GrammJoghurt*
50GrammSaure Sahne
120-150GrammSahne
1-2Essl.Cassis, Kirschlikör, Amarenakirschsirup, o.ä
Puderzucker

Quelle

selbst improvisiert
Erfasst *RK* 26.08.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Joghurt und saure Sahne mischen, die Sauerkirschen dazu geben und alles gut durchmixen. Likör oder Sirup darunter mischen udn mit Puderzucker nachsüßen. Dabei darauf achten, dass das gefrorene Eis nachher weniger süß schmecken wird - also "etwas zu süß" abschmecken.

Sahne steif schlagen und unterheben. Alles zusammen in die Eismaschine füllen und gefrieren lassen.

Alternativ in das Tiefkühlgerät stellen und innerhalb von ca. 5 Std. gefrieren lassen, dabei ab und zu umrühren.

Tipp: Richtig lecker schmeckt auch Sauerkirsch-Quark-Eis. Dafür 200 g Quark cremig rühren, die saure Sahne weglassen und 200 g geschlagene Sahne nehmen.

* Am besten einen etwas fetten Joghurt, z.B. griechischen nehmen. Alternativ normalen Joghurt etwas abtropfen lassen.

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