Samstag, 12. Mai 2012

Ausflug: Peterleinstein

Nachdem mein letzter Ausflugsbericht recht gut angenommen wurde, geht es nun weiter. Am 1. Mai war hier nämlich schönstes sonniges Ausflugswetter, wahrscheinlich weil ich noch einiges abzuarbeiten hatte... Trotzdem war Zeit genug für einen kleinen Spaziergang und etwas Bewegung an frischer Luft. :-)

Diesmal lag der Schwerpunkt auf Wald und schöner Natur mit einem geologischen Highlight. Der Magnetberg des Frankenwalds namens Peterleinstein oder auch Peterlesstein war unser Ziel.

Der sog. geschützte Landschaftsbestandteil gehört zu den größten noch vorhandenen Serpentinitvorkommen Deutschlands.

Dieser Stein hat eine schillernde Oberfläche, die an eine Schlange erinnert, auf Latein serpens, daher der Name.

Serpentinit wurde früher nicht nur zur Herstellung von Schotter u.ä. genutzt, sondern auch als Wärmestein, Heilstein und zur Schmuckherstellung verwendet. So lässt sich der Name des Gipfels auf die "Patterla" genannten Perlen der Rosenkränze zurückführen, die früher aus dem Gestein hergestellt wurden.




Wir sind dafür zu einem Parkplatz zwischen Kupferberg und Marktleugast im östlichen Landkreis Kulmbach gefahren, direkt an der B 289.



Von dort folgten wir dem gut ausgeschilderten Wanderweg KU 22.

Eine große Infotafel (die Fotos werden größer, wenn man draufklickt; die Infotafel ist unten zudem verlinkt) ist dort aufgestellt, so dass man sich mit den Besonderheiten vertraut machen kann. Daneben gibt es eine große Karte mit verschiedenen Wanderwegen der Region.

Tipp für Familien: Am Parkplatz beginnt z.B. auch ein sehenswerter Naturlehrpfad sowie ein kinderwagenfreundlicher Spazierweg rund um den Spiegelteich.

Der Aufstieg ist wunderschön und erinnerte mich irgendwie von der Vegetation her an Südtirol. Vielleicht lag's auch daran, dass es so schön warm war. Es ist natürlich alles viel kleinräumiger, nicht so weitläufig.

Aber gute Schuhe und eine gewisse Trittsicherheit sind trotzdem notwendig!




Der Gipfel (Foto ganz oben) ist 589 oder 593 m hoch, je nachdem, welcher Quelle man Glauben schenkt. Wenn das Wetter passt, hat man durch die Bäume hindurch eine tolle Umsicht, u.a. bis zum Fichtelgebirge. Das folgende Foto ist in der Nähe des Gipfels aufgenommen, dort kann man auf dem Stein schön sitzen oder ein wenig die interessante Natur betrachten. 

Im Serpentinit kommt Magneteisen vor, was dazu führt, dass ein normaler Kompass hier nicht mehr funktioniert; die Nadel tanzt. Mit GPS heutzutage ist das kein Problem mehr, außerdem sind die Wege zum Glück gut ausgeschildert.

Auf dem Weg vom Peterleinstein bergab haben wir Farne gesehen, die ich beim Fotografieren jedoch übel verwackelt habe.

Es gibt zwei Arten Serpentinfarne, die hier wachsen und die sehr selten sind. Hier der (sehr undeutlich zu erkennen, ich weiß...) braungrüne Streifenfarn.

Der Weg geht dann noch eine Weile weiter durch die schönen Wälder des Frankenwalds, durch Felder und Natur.

Ab und zu sieht man Dörfer in der Nähe und kleine Ortschaften in der Ferne. Malerisch.


Interessant auch die verschiedenen Weiher und Teiche, an denen man vorbeikommt.


Ein empfehlenswerter Ausflug, eine schöne kleine Wanderung. Kann ich wirklich empfehlen! 

Hier noch einmal der Weg 22 vom Schild abfotografiert mit weiteren Informationen.Auch hier macht Draufklicken größer und lesbarer.









Zum Weiterlesen:

Kommentare:

  1. bei mir kommen solche berichte auch gut an. besonders mag ich das weiherbild. herzliche gruesse von karine

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  2. Schöner Bericht, da kann man im Geiste mitwandern ... mehr davon ;o)

    Liebe Grüße ins WE
    Kerstin

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  3. @ Schnick Schnack Schnuck: Ich lese auch gerne solche Berichte. Wobei ich sagen muss, sie sind zeitaufwändiger als kurz ein Rezept hinzukritzeln. Sooo oft wird's das also nicht geben. ;-)

    @ Karine: Das Weiherbild gefällt mir auch. War echt schön dort. Herzliche Grüße nach Yunnan - Deine Fotos und Berichte gefallen mir auch immer so gut, wobei sie für die meisten natürlich viel exotischer sind.

    @ Kerstin: Ich bin mal gespannt, ob sich viele Nicht-Foodblogger hierher verirren und das als Tipp zum Nachwandern nehmen. :-)

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