Mittwoch, 29. Februar 2012

Zusammenfassung der Rezepte für die tollen Tage

Wow, ich bin immer noch ganz platt. Mit so viel Resonanz auf das Kurz-Event hätte ich nicht gerechnet.

Rezepte für Fasching, Fasnet, Karneval waren gefragt, gerne auch regionale oder internationale. Es sind 47 Rezepte zusammen gekommen, wenn ich mich nicht verzählt habe. Vielen Dank dafür!

Eine Menge Variationen von Krapfen, Berlinern, Fettgebäck natürlich, die alle unterschiedlich geformt, gefüllt und zubereitet sind. Amerikaner sind ebenfalls einige dabei, weitere süße Leckereien und natürlich auch Herzhaftes zur Stärkung zwischendurch oder für das Katerfrühstück am Aschermittwoch.

Das Lesen all der Beiträge hat mir Spaß gemacht und ich denke, auch Euch werden die Links neben einer Sammlung erprobter Rezepte auch vieles über Faschingsgepflogenheiten in unterschiedlichen Regionen und die Einstellung der Teilnehmer zu den tollen Tagen nahe bringen.

Rezepte für die tollen Tage

Total interessant finde ich, dass extrem viele Faschingsverweigerer und Karnevalssmuffel mitgemacht haben. Mir selbst geht es ja auch nicht anders: Ich genieße es, zu dieser Zeit überall Krapfen (bei uns in der Region sind sie mit Hiffenmark aus Hagebutten gefüllt, das mag ich echt am liebsten!) und anderes Faschingsgebäck zu bekommen, aber das war's dann auch schon...

Was Foodblogger angeht, bin ich mit dieser Einstellung anscheinend nicht allein. Wie sollte es anders sein: Kulinarisch mögen wir die 5. Jahreszeit. ;-)

Hier Eure Rezepte für die tollen Tage, nach Eingang der Kommentare sortiert:

Freitag, 24. Februar 2012

Gefüllte Lotoswurzeln

Immer wieder versuche ich mehr oder weniger erfolgreich, Gerichte, die ich irgendwo gegessen habe, aus der Erinnerung nachzukochen. Selten frage ich nach dem Rezept oder der Zubereitung, also ist es meist ein Ausprobieren und Herantasten.

So auch bei diesem Gericht, das ich erstmals im Sommer 1990 in der Nähe des Bahnhofs der zentralchinesischen Stadt Wuhan gegessen habe. Dort liefen auch Hühner herum, und überhaupt war es dort recht idyllisch und ich schätze, wir mussten einige Stunden Zeit tot schlagen, bis der Zug kam und verbrachten die damit, uns etwas zum Essen zu suchen.

Also probierten wir etwas, das wir nicht so richtig identifizieren konnten und bisher nirgends anders gesehen hatten. Es war total lecker und später erfuhr ich, dass es sich um Lotoswurzeln handelte.

Kennt Ihr die? Ich bin immer ganz begeistert, wenn ich außerhalb Asiens welche finde und kann dafür die Chinatowns in London und New York (daher stammt das Foto links) empfehlen.

Wer in China ist, bestellt ǒu (藕); damit lässt sich auch super der dritte Ton üben. :-)

Hier kriege ich zumindest tiefgekühlte - das ist bei weitem nicht dasselbe, aber besser als nichts. Die weißen Scheiben sind fest und haben eine gewisse knackige Konsistenz sowie einen relativ neutralen, aber angenehmen Geschmack.

Oft werden sie gesüßt zubereitet serviert oder auch mit anderem Gemüse gemischt. Ich wollte aber wieder einmal die mit Hackfleisch gefüllte und frittierte Variante ausprobieren und habe improvisiert.

Das Ergebnis trifft das Original noch nicht so ganz, aber es geht schon in die Richtung - und ist ein guter Ersatz, wenn man gerade weit weg von China ist.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Gefüllte Lotoswurzeln
Kategorien:Gemüse, Lotos, Schwein, Frittiert, China
Menge:1 Rezept

Zutaten

150GrammSchweinehackfleisch; ca.
1Ei
1-2Essl.Paniermehl; evtl. frisch gemahlen (oder Panko)
Salz, schwarzer Pfeffer
Sojasauce
Sambal Oelek
EtwasSichuanpfeffer; gemörsert (wer mag)
20ScheibenLotoswurzel; ca.
Erdnussöl; zum Fritieren

Quelle

in Wuhan (China) so ähnlich gegessen
Erfasst *RK* 15.01.2012 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Das Hackfleisch sollte relativ fein sein, also am besten selbst durch den Fleischwolf drücken oder (wie ich) einen Blitzhacker verwenden.

Hackfleisch mit Gewürzen, Ei und Paniermehl mischen.

Die Lotoswurzeln nebeneinander auf eine Platte geben. Jeweils zwei relativ gleich große und ähnlich geformte Scheiben sortieren und nebeneinander legen.

Die Hackmasse auf die Hälfte der Scheiben verteilen und gut feststreichen. Darauf achten, dass etwas der Hackfleischmasse in die Löcher der Lotoswurzelscheiben drückt; so halten sie besser zusammen und fallen beim Fritieren nicht auseinander.

Die jeweils zweite Scheibe aufsetzen und die Bratlinge gut zusammen drücken.

Öl im Wok oder einem Topf erhitzen und die gefüllten Lotoswurzeln portionsweise frittieren. Auf Küchenkrepp geben, um sie etwas zu entfetten.

=====


Ich war seitdem übrigens wieder in Wuhan. Die gefüllten Lotoswurzeln sind in der Stadt immer noch zu kriegen und schmecken noch genauso lecker!

Dienstag, 21. Februar 2012

Broccoli-Pastete aus Blätterteig

Wenn's schnell gehen muss, greife ich gerne zu fertigem Blätterteig und fülle diesen mit Gemüse. Während das Werk dann im Backofen vor sich hin brutzelt, kann man andere dringende Dinge erledigen. Oder die Küche aufräumen. Praktisch.

So auch das Rezept für diese Broccoli-Pastete, die ich früher recht oft gemacht habe. Die letzten Jahre hatte ich sie irgendwie vergessen.

Sie ist nicht spektakulär, aber ganz okay und hat den Vorteil, dass man ein paar Tage davon essen kann.

Die Zubereitung ist einfach:

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Broccoli-Pastete
Kategorien:Backen, Pikant, Broccoli
Menge:1 Kastenform (25 x 11 cm) oder eine runde Pie-Form

Zutaten

EtwasFett zum Ausfetten der Form
150GrammBlätterteig (TK)
500GrammBroccoli
HGUSS
2Eier
50mlSahne
50mlSaure Sahne
Chili
Weißer Pfeffer
Evtl. etwas Salz und/oder Kümmel
1Essl.Speck, in Würfel geschnitten (oder Schinken)
1HandvollEmmentaler, frisch gerieben (oder Greyerzer)
HZUM BESTREICHEN
EtwasSahne

Quelle

ziemlich abgewandelt nach einem Rezept von
Annemarie Wildeisen: Eier und Käse. Rezepte für den
Alltag. AT Verlag 1987
Erfasst *RK* 28.02.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Blätterteig auftauen lassen. Kastenform einfetten.

Einen Topf mit Wasser aufsetzen und das Wasser zum Kochen bringen. Währenddessen den Broccoli waschen und in mundgerechte Stücke teilen, dabei den Strunk in kleinere Stücke, die Röschen in größere Portionen schneiden. Der Strunk ist härter, die Röschen weicher - so werden sie einigermaßen gleichmäßig gar. Die Broccolistücke ins kochende Wasser geben und knapp weich kochen. Abgießen (das Broccoliwasser eignet sich übrigens gut als Getränk oder Basis für eine Suppe) und sofort mit eiskaltem Wasser oder Eiswürfelwasser nachspülen, so dass das Grün des Gemüses halbwegs erhalten bleibt.

Backofen auf 180°C Umluft (200°C Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Gut zwei Drittel des Blätterteigs auswellen und die Form damit auskleiden.

Die Zutaten für den Guss verrühren. Den abgetropften Broccoli unter den Guss heben. Die Broccoli-Guss-Masse in die Kastenform geben.

Aus dem restlichen Blätterteig einen Deckel auswellen und die Form damit abdecken. Die Teigstücke vom Rand und vom Deckel gut zusammen drücken. Mit einem Rest Sahne oder saure Sahne bestreichen.

Im Backofen für ca. 45-60 Minuten backen. Falls die Oberfläche dunkel wird, mit Alufolie abdecken. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und aus der Form stürzen.

Schmeckt einfach so oder auch am nächsten Tag, z.B. mit frisch gekochter Tomatensauce dazu.

=====


Hier noch ein Detail.

Broccoli-Pastete oder Broccoli-Pie schmeckt (mir) auch kalt und am Tag danach. Auch sehr lecker mit einer schnell gemachten Tomatensauce. Diese hatte ich kräftig mit Harissa abgeschmeckt, das passte gut.

Den Speck könnte man sicher auch weg lassen; wenn's kalt ist, finde ich ihn aber recht gut. Durch den Eier-Sahne-Käse-Guss ist das Ganze sowieso recht gehaltvoll und macht satt.

Das Rezept stammt aus einem älteren Kochbuch von Annemarie Wildeisen. Es nennt sich "Eier und Käse, Rezepte für den Alltag", ist gebunden und stellt auf 72 Seiten verschiedenste Rezepte mit Eiern und Käse vor.

Nach vier Seiten rund um Ei und Käse mit Produktinformationen kommen Rezepte für Suppen, Soufflés, Quiches, Flans, usw., gefolgt von Gerichten mit Gemüse, Gratins und Aufläufen und Eier- und Käsespezialitäten aus aller Welt wie z.B. Calzone Caruso, französische Zwiebel-Quiche oder amerikanischer Kartoffel-Mais-Pie.

Das Kochbuch habe ich vor Ewigkeiten von meiner Großmutter geschenkt bekommen, glaube ich zumindest. Es erschien 1987 im AT-Verlag und das war auch das Jahr, in dem ich zum Studium von Zuhause fort zog. Ich schätze, meine Oma hoffte damit, dass ich mich nicht nur von Mensa-Essen und Fertigfraß ernähre. ;-)

Ich hatte damals wirklich öfter daraus gekocht, vor allem diese Pastete. Jetzt hatte ich sie schon seit Jahren nicht mehr gemacht und das Buch schon fast vergessen.

Mein Beitrag für den regelmässigen monatlichen Blog-Event DKduW - Dein Kochbuch das unbekannte Wesen, den Foodfreak ausrichtet.

Freitag, 17. Februar 2012

Kurz-Blog-Event: Rezepte für die tollen Tage mit Verlosung

Heute starte ich ein Kurz-Blog-Event, bei dem es etwas zu gewinnen gibt. So kurz ist es, weil das Thema nächste Woche vorbei ist, und was es zu gewinnen gibt, steht weiter unten.

Rezepte für die tollen TageRezepte für die tollen Tage sind gefragt. - Was gibt es bei Euch in dieser fünften Jahreszeit? Was haben vielleicht Eure Großmütter gebacken und Ihr holt das Rezept aus der Schublade? Krapfen, Berliner, Pfannkuchen, Fasnetsküchle, oder gar internationale Rezepte wie meine Semlor gestern? Gibt es bei Euch herzhafte Blätterteigschnecken, Frikadellen oder Bowle für eine Party, Sitzung oder den Umzug? Womit erholt Ihr Euch am Aschermittwoch? Bloody Mary oder Katerfrühstück? Ich bin gespannt. :-)

Zu gewinnen gibt es 5 Preise:
Teilnehmen dürfen Rezepte, die zum Thema passen und zwischen 13.02. und 26.02.2012 auf Eurem Blog veröffentlicht sind oder werden. Schön wäre für uns alle natürlich ein selbstgeschossenes Foto dazu. Die Preise können leider nur innerhalb Europas verschickt werden, also solltet Ihr hier zu Hause sein oder eine Empfangsadresse haben. Verlinkt auf diesen Beitrag (wer mag, kann sich auch einen der Banner mitnehmen) und kommentiert bitte direkt hier.

Ich werde danach eine Zusammenfassung mit allen Beiträgen samt Links und Fotos schreiben und die Preise verlosen.

Ein Dank geht an die Sponsoren des Events, an Braun für den Stabmixer (organisiert von der PR-Agentur Ketchum Pleon) und an die marmite verlags AG in der Schweiz. Wie einige andere Blogger auch hatte ich vor längerer Zeit Anfragen auf dem Tisch, diese Gewinne zu verlosen. Ende letzten Jahres brach dann eine Epidemie von Blog-Events los und riss seitdem eigentlich auch nicht wieder ab, so dass ich die Entscheidung erst einmal beiseite gelegt hatte.

Solche Blog-Events sind mit viel Arbeit verbunden (ich weiß, wovon ich spreche; nach den aphrodisischen Gaumenfreuden bei Zorra hatte ich hier die Küchenfenster-Ausblicke und 2 Jahre lang mit die Events im Gärtnerblog durchgeführt). - Auf der anderen Seite habe ich mit diesen Preisen die Chance, fünf Blogger (die ja doch zum großen Teil ohne kommerzielle Interessen die Allgemeinheit mit erprobten Rezepten und Geschichten erfreuen) glücklich zu machen. Also doch. :-)

Ein weiteres Abo der Marmite werde ich selber behalten (falls ich darf, da frage ich nochmal nach), einen Stabmixer zum Testen habe ich ausgeschlagen. Für Euch zur Info und weil ich für Transparenz auch innerhalb der Foodblogger-Welt bin.

Ich freue mich auf Eure Beiträge! :-)

Hier sind die Bannercodes zum Mitnehmen:

Hochformat 130 x 250

Rezepte für die tollen Tage



Querformat 400 x 90

Rezepte für die tollen Tage



Querformat 500 x 112 (verkleinert dargestellt)

Rezepte für die tollen Tage

Donnerstag, 16. Februar 2012

Schwedische Semlor (Semla)

Ursprünglich ein klassisches Faschingsdienstags-Gebäck, bekommt man Semlor in Schweden nun fast die ganze Zeit zwischen Weihnachten und Ostern. Die Schaufenster der Konditoreien sind zurzeit voll getürmt mit semlor, auch Supermärkte bieten die sahnigen Gebäckstücke an.

Singular ist "semla", im Plural dann "-or". Im Prinzip sind es Hefeteigbrötchen, die kräftig mit Kardamom gewürzt sind. Diese werden aufgeschnitten und ausgehöhlt. Das Innere zerkrümelt und mit Mandelpaste vermischt ergibt die Füllung, darüber kommt viel Sahne und dann der Deckel (entweder so, wie er ist, oder als Dreieck geschnitten) und etwas Puderzucker.

Früher, als man sich vor der Fastenzeit noch etwas Speck anfuttern musste, war das sicherlich eine gute Möglichkeit dafür. Im protestantischen Schweden ging die Tradition der Fastenzeit etwas verloren, die semlor jedoch blieben.

Zum Glück, denn ich mag sie! Diese angenehme Kombination aus Kardamomduft, leckerstem Marzipan und cremiger Sahne zergeht auf der Zunge.

Und wenn man danach Schnee schippt - gestern hat es 15 cm Pappschnee hingehauen! - werden die Kalorien auch sinnvoll verwendet. ;-)

Hier mein Rezept:

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Schwedische Semlor (Semla)
Kategorien:Backen, Kleingebäck, Hefeteig, Fasching, Schweden
Menge:10 bis 12 Semlor

Zutaten

HMANDELMASSE
200-300GrammMandeln
2-4Essl.Puderzucker; ca.
100-150mlMilch
HBRÖTCHEN
500GrammMehl
1Teel.Backpulver
2Pack.Trockenhefe (oder 1 Würfel Hefe)
1geh. TLKardamom; gemahlen
1PriseSalz
85GrammButter
250mlMilch
75GrammZucker
1Ei
HZUM BESTREICHEN
1Ei
EtwasWasser
HAUSSERDEM
Schlagsahne
EtwasVanillezucker; evtl.
Puderzucker

Quelle

verschiedene Quellen, u.a. Dagmar "A cat in the kitchen"
Erfasst *RK* 15.02.2012 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Mandeln mit kochendem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen und das Wasser wieder abgießen. Die Mandeln schälen: Das geht ganz einfach mit den Händen, die Mandelhaut flutscht quasi von den Mandeln weg. Die Mandeln trocknen lassen.

Mehl, Trockenhefe, Salz, Backpulver und Kardamom in eine Schüssel geben und vermischen. Butter, Milch und Zucker in einen Topf geben und erhitzen, so dass die Butter schmilzt. Wieder abkühlen lassen, bis die Masse nur noch gut lauwarm ist. Das Ei zugeben und unterrühren. Diese Masse sollte jetzt ca. Körpertemperatur haben.

Die Butter-Milch-Zucker-Ei-Masse unter die Mehlmasse rühren. Das geht mit kräftigen Armen von Hand oder mit einer Küchenmaschine. Einen glatten Teig rühren und diesen an einer warmen Stelle, mit einem Handtuch oder Frischhaltefolie abgedeckt, ca. 1-2 Stunden gehen lassen, bis er sich sichtlich vergrößert hat.

Zwei Bleche mit Backtrennpapier belegen.

Nochmal durchkneten und in 10-12 Stücke teilen. Die Stücke einzeln in die Hand nehmen und etwas durchkneten, dabei Bälle formen, die so rund wie möglich sind. Die Hefebrötchen auf die Bleche verteilen und noch einmal 30 Minuten gehen lassen.

Das Ei mit etwas Wasser verquirlen und die Brötchen mit Hilfe eines Pinsels damit bestreichen. Den Ofen auf 180°C Umluft (200°C Ober-/ Unterhitze) stellen, kurz vorheizen und die Brötchen dann für ca. 8 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitterrost abkühlen lassen.

Für die Mandelmasse Puderzucker in einen Mixer oder Blitzhacker (ich nehme eine Moulinette, das funktioniert perfekt) geben und kurz durchmixen, so dass er bröselig ist. Mandeln dazugeben und alles gut durchhacken, so dass man eine feine, marzipanähnliche Masse hat. Die Milch erhitzen und die Mandel-Puderzucker-Masse unterrühren.

Für die Zubereitung eines Semla oben einen kleinen Deckel abschneiden und beiseite legen. Das Unterteil mit Hilfe eines kleinen Löffels aushöhlen und in eine kleine Schüssel bröseln. Die Brösel mit ca. einem Esslöffel der Mandelmasse mischen und als Füllung wieder zurück in das Brötchen drücken. Sahne steif schlagen (wer mag, gibt etwas Vanillezucker dazu) und darauf spritzen. Mit dem Deckel abdecken und mit Puderzucker bestäuben.

Tipp: Die Brötchen lassen sich ohne Füllung gut einfrieren.

=====


Dazu passt natürlich am besten stilgerecht (schwedischer) Kaffee.


Wer sich die Anatomie eines Semla im Detail anschauen möchte, wird aktuell auch bei Anne fündig, die semlor am liebsten in Stockholmer Konditoreien isst. Sie hat auch auf das Rezept von Dagmar verwiesen, das ich mit als Basis für meine Kreation verwendet habe.

Dienstag, 14. Februar 2012

Gemüsesticks mit Joghurt-Kräuter-Dip

Fast ist er schon wieder vorbei, der aktuelle Blog-Event in Zorras Kochtopf: Diesmal durfte Heike das Thema wählen und sie hat sich für Tunken entschieden.

Zu Tunken, Saucen, Dips, Salsa, usw. habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Ich mag es überhaupt nicht, Croissants in Kaffee oder gebutterte Laugenbrezeln in heiße Milch zu ditschen, oder ähnliches. Da schüttelt's mich richtig. Auf der anderen Seite darf bei mir alles in Saucen schwimmen (bei mir gibt's Sauce mit Pasta, nicht andersrum) und ich liebe es, Jiaozi in Sojasauce-Essig-Knoblauch-Ingwer-Tunke zu tauchen, Gemüse zu dippen oder Gemüse- oder Getreidepuffer mit Dips zu ertränken.

Mit dem Thema Tunken ist Heike bei mir also an der richtigen Adresse. :-)

Besonders für unterwegs, als kleiner Snack zwischendurch oder auch als leichtes gesundes Mittagessen mag ich gerne Gemüsesticks mit Dip. Dabei ist man wunderbar flexibel und kann verwenden, was man gerade frisch bekommt.

Bei meinem heutigen Rezept kommt der Clou durch frisch geriebene Zitronenschale. Das bringt Frische rein und riecht wunderbar.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Zitroniger Joghurt-Kräuter-Dip zu knackigen Gemüsesticks
Kategorien:Snack, Pikant, Sauce, Gemüse
Menge:1 bis 2 Personen

Zutaten

HGEMÜSESTICKS
2Karotten
1/4Knollensellerie
1/2Grüne und gelbe Paprika
HJOGHURT-KRÄUTER-DIP
100-150GrammJoghurt
50-100GrammSchmand
1-2Getrocknete Tomaten; grob gehackt
1-2Essl.Frische oder TK-Kräuter, z.B. Petersilie,
-- Basilikum, Schnittlauch, Selleriegrün,
-- Borretsch, Dill, o.ä.
Salz, Pfeffer, Chili
1/2Teel.Zitronenzeste; frisch von einer unbehandelten
-- Zitrone gerieben

Quelle

Bewährtes Standardrezept
Erfasst *RK* 14.02.2012 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Gemüse waschen, bei Bedarf schälen und in Sticks schneiden.

Die Zutaten für den Dip zusammen in einen Blitzhacker geben und pürieren oder mit dem Pürierstab kurz durchmixen. Alternativ kann man die Kräuter und die getrocknete Tomate mit einem Messer sehr fein hacken und mit den anderen Zutaten in einer Schüssel verrühren.

Abschmecken und zusammen servieren.

Tipp: Der Dip lässt sich auch gut transportieren, z.B. in einem Schraubglas oder einem Plastikgefäß. Das Gemüse separat dazu packen und beides zusammen unterwegs als Snack genießen.

Variationen: Hier kann man wunderbar variieren, sowohl bei den Gemüsesorten als auch beim Dip. Es eignen sich Stangensellerie, Gurke, Kohlrabi, Radieschen oder auch Mairüben. Der Dip lässt sich mit Frischkäse, Quark, Pesto und verschiedenen Gewürzen variieren.

=====


Wenn der Dip schön sahnig ist, findet er auf der schneebedeckten Spielwiese schnell eine weitere Interessentin. :-)

Mein Beitrag für das aktuelle Event. Den Banner finde ich übrigens wieder super gelungen; großes Lob dafür an Zorra!

Blog-Event LXXIV - Tunken (Einsendeschluss 15. Februar 2012)

Bis morgen habt Ihr noch Zeit, Euch zu dem Thema Gedanken zu machen und darüber zu bloggen.

Sonntag, 12. Februar 2012

Schokolade-Chili-Kuchen

Viel zu lange habe ich nichts mehr gebacken - irgendwie bleibt dafür zurzeit mal wieder zu wenig Zeit; es gibt so viel anderes zu tun...

Gekaufte Süßigkeiten oder gar Kuchen sind kein wirklicher Ersatz, wenn man doch mal Appetit auf Süßes bekommt. Also habe ich doch schnell einen Kuchen gebacken.

Er basiert auf dem schnellsten Kuchenrezept, das ich kenne und das sich als Herrenkuchen schon seit Jahren auf dem Blog und auch bei den Lieblingsrezepten findet.

Ich hatte Appetit auf etwas Schärfe und habe daher mit Chilischoten experimentiert.

Hier die Zubereitungsschritte - es geht wirklich ganz schnell:

Ich verwende gerne die kleinen Bird Eyes, die so schön aromatisch und scharf sind. Davon hatte ich ca. 1/4-1/2 Teelöffel, schätze ich (ich hatte einfach aus dem Streuer kräftig gestreut).

Eine leichte angenehme Schärfe, die perfekt zu der Schokolade passt.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Schokolade-Chili-Kastenkuchen
Kategorien:Backen, Kuchen, Schüttelteig, Schokolade, Schnell
Menge:1 Kuchen (Kastenform 25 x 11 cm)

Zutaten

HZUM AUSBUTTERN DER FORM
EtwasButter
EtwasMehl
HFÜR DEN KUCHEN
200GrammZartbitter- oder Halbbitter-Kuvertüre
100GrammButter
200GrammMehl; Type 405 oder 550
2Teel.Backpulver
100-125GrammBrauner Rohrzucker (ersatzweise weißer Zucker)
1Essl.Vanillezucker
3Eier (Größe M)
EtwasGetrocknete Chili, gehackt oder geschreddert;
-- (Menge abhängig von der Schärfe der Chilis und
-- dem persönlichen Geschmack (ca. 1 Prise bis
-- 1/2 Teelöffel)
1Essl.Vanilleessenz
50mlRum
135mlMilch
HWER MAG: GUSS
Zartbitter- oder Halbbitter-Kuvertüre

Quelle

inspiriert vom Herrenkuchen aus dem Dr. Oetker Buch
Modekuchen Blitzschnell; abgewandelt
Erfasst *RK* 11.02.2012 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Kastenform einbuttern und mit Mehl bestäuben.

50 g Kuvertüre mit Hilfe eines Messers grob hacken und beiseite stellen.

150 g Kuvertüre grob zerkleinern und zusammen mit der Butter in eine kleine Metallschüssel geben. Einen Topf mit Wasser füllen, auf dem Herd erhitzen und die Schüssel darauf geben. Butter und Kuvertüre in diesem Wasserbad schmelzen lassen, verrühren.

Mehl, Backpulver, Zucker und Vanillezucker mischen und in eine Rührschüssel geben. Die Eier dazu geben und kurz verrühren. Gehackte Kuvertüre, Rum und Vanilleessenz hinzufügen und alles ganz kurz unterrühren, entweder mit einem Schneebesen oder der Küchenmaschine.

Chili und Milch zu der Butter-Kuvertüre-Masse geben, umrühren und diese Masse zum Teig geben und nochmal kurz unterrühren.

Den Teig in die Form geben und in der Mitte des Backofens auf einem Rost bei 180°C Ober-/Unterhitze, 160°C Umluft oder Gas Stufe 3 ungefähr 40 Minuten backen.

Den Kuchen aus dem Backofen nehmen und in der Form abkühlen lassen. Nach dem Erkalten auf einen Kuchenrost stürzen.

Wer mag, kann den Kuchen noch mit einem Schokoguss überziehen. Dazu die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen lassen und großzügig über den Kuchen kippen. Trocknen lassen.

=====


Locker, fluffig, süß und scharf - perfekt! :-)

Der Mitesser wünscht sich noch einen dicken Schokoguss drauf - mal sehen, ob ich das noch schaffe, bevor der Kuchen aufgegessen ist. ;-)

Tipp: Wer die klassische Kombination Chili und Schokolade mag, dem empfehle ich bei diesen Temperaturen auch das Rezept für chililastigen selbstgemachten Kakao.


Der Schoko-Chili-Cake ist mein Beitrag zur Initiative Sonntagssüß. Diesmal sammelt Katrin von lingonsmak. Fotos der süßen Sonntage könnt Ihr wie immer hier sehen. Weitere Infos zum Dauer-Event gibt's hier.

Donnerstag, 9. Februar 2012

Fenchelsuppe

Die Temperaturen schwanken zwischen -5 und -20°C - das sind eindeutig Werte, bei denen ich gerne heißen Tee trinke oder Suppe koche.

Kürzlich hatte ich die Idee, dass auch Fenchel ganz gut passierbar und als heiße Suppe genießbar sein könnte. Also habe ich etwas improvisiert, Kartoffeln und Fenchel geköchelt, etwas Zwiebel angebraten, alles passiert und dazu Mandeln und Brot in der Pfanne angebraten und als Zusatz serviert.

Uns hat's sehr lecker geschmeckt - und gewärmt hat es auch. :-)

Übrigens finde ich, dass Anisschnaps immer gut zu Fenchel passt. Daher gab's auch diesmal einen Schuss Pastis dazu.

Hat gut geschmeckt. Das gibt's mal wieder.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Fenchelsuppe
Kategorien:Suppe, Gemüse, Fenchel
Menge:2 Personen als Hauptgericht, ca. 6 als Vorspeise

Zutaten

1Ltr.Wasser oder Gemüsebrühe
1groß.Fenchel
2Kartoffeln
1Zwiebel oder Schalotte
1Essl.Öl, z.B. Olivenöl, Rapsöl o.ä.
1SchussPastis oder Zitronensaft
2-3Essl.Schmand, Crème fraîche o.ä.
Salz, Pfeffer, Chili, Koriander; gemahlen
HTOPPING
EtwasOlivenöl
3ScheibenVollkornbrot, Toast, o.ä
2Essl.Mandeln; gehackt

Quelle

improvisiert
Erfasst *RK* 09.01.2012 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Wasser oder Gemüsebrühe in einem Topf aufkochen. Fenchel waschen und in Stücke schneiden. Das Grüne, falls vorhanden, beiseite legen. Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Beide Gemüsesorten zu der Brühe geben und ca. 15-20 Minuten köcheln lassen.

Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin unter Rühren golden anbraten.

Den Großteil der Zwiebeln zu dem Gemüse in den Topf geben und alles zusammen mit einem Stabmixer gut durchmixen. Mit Pastis und Schmand sowie den Gewürzen abschmecken.

Brot oder Toast kurz toasten und in Stücke schneiden oder würfeln.

Die restlichen Zwiebeln in der Pfanne etwas zur Seite schieben. Öl und Brotstücke zufügen und etwas Farbe nehmen lassen. Die gehackten Mandeln dazugeben und vorsichtig anrösten. Das Fenchelgrün kurz dazugeben und erwärmen.

Die Suppe mit den Brotstücken, Zwiebeln, Mandeln und Fenchelgrün als Topping servieren.

Wer eine Fenchelcremesuppe mag, kann in die Basissuppe mehr Schmand oder Crème fraîche geben und pro Suppenteller beim Servieren einen weiteren Klecks zufügen und leicht unterheben.

=====

Montag, 6. Februar 2012

Nachgemacht: Hibiskusblütensirup

Vor einigen Wochen habe ich bei Cooketteria eine Verwendung für getrocknete Hibiskusblüten entdeckt: Ihr Sirup aus Hibiskusblüten sah schön dunkel aus und erinnerte mich an den leckeren Hibiskusdrink, den ich in Ägypten so gemocht habe.

Bei uns lagerten auch noch einige getrocknete Blüten, also habe ich ihn kürzlich nachinterpretiert. Ehrlich gesagt hatte ich mir einfach die Zutaten, die Cooketteria nahm, angeschaut, etwas weniger genommen und los gelegt, ohne nochmal nachzuschauen, wie sie den Sirup zubereitet hatte. Meine Vorgehensweise war also total anders, das Ergebnis trotzdem lecker. :-)

Übrigens denke ich, dass man wirklich Piment verwenden sollte, Zitrone und Hibiskus als Geschmacksträger waren mir zu einseitig-säuerlich-hibiskussig, der Piment rundete den Geschmack wunderbar ab.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Hibiskusblütensirup
Kategorien:Getränke, Sirup, Limonade, Hibiskus
Menge:350 Ml Sirup; ca.

Zutaten

500GrammWasser
20GrammHibiskusblüten; getrocknet
1ScheibeZitrone
2-3Pimentkörner; angequetscht
180GrammZucker; ca.

Quelle

nach http://cooketteria.blogspot.com/2011/12/sirup-aus-

hibiskusbluten.html, etwas abgewandelt
Erfasst *RK* 21.01.2012 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Wasser zum Kochen bringen, alle Zutaten dazu geben und kurz aufkochen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Einen Deckel aufsetzen, die Herdplatte ausschalten und für einige Stunden ziehen lassen. Wer es weniger säuerlich mag, kann die Zitronenscheibe nach 30 Minuten entfernen.

Kochendes Wasser in eine Flasche geben, so dass diese sterilisiert wird. Kurz stehen lassen, ausgießen. Den Hibiskus-Sirup durch ein sehr feines Sieb mit Hilfe eines Trichters in die Flasche geben und verschließen.

Der Sirup hält sich einige Wochen im Kühlschrank.

Er schmeckt mit Wasser oder Sprudel verdünnt, mit Ingwertee aufgegossen, in Cocktails oder pur über Joghurt, in Milchshakes oder über Früchte oder Eis gegossen.

=====


Ich könnte mir alternativ statt Zitrone auch Ingwerscheiben vorstellen.

Ein Dank geht an Cooketteria für das Rezept!

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