Donnerstag, 29. Oktober 2015

FoodBloggerCamp in Berlin

Auch dieses Jahr war es schwer, es terminlich reinzupacken, aber irgendwie hat es doch geklappt, dass ich beim FoodBloggerCamp teilnehmen konnte. Bisher fand es abwechselnd in Reutlingen und Berlin ohne mich statt. Am 10./11. Oktober verbrachte ich also ein Wochenende in Berlin - und komme jetzt endlich dazu, die Fotos rauszusuchen und ein paar davon auf die Spielwiese zu stellen. Auf meinem Instagram-Account und über andere Medien hatte ich live bereits eine Menge Fotos und Informationen geteilt.

Kochatelier Adlershof, Berlin

Was hat es damit auf sich? Man geht davon aus, dass jeder ein Experte auf einem (Teil-)Gebiet ist und dieses Wissen weitergeben kann; auf der anderen Seite lernt jeder von anderen. Auf dieser Grundidee basieren Barcamps, also eigentlich doch ganz klassische Konferenzen im Sinne des lateinischen "conferre" zusammentragen, zusammenbringen.

FoodBloggerCamp Berlin 2015Beim FoodBloggerCamp ist der Themenschwerpunkt logischerweise auf "Alles rund um Foodblogs" eingegrenzt.

Es gibt im Vorfeld kein Programm, aber doch einige Ideen und Anfragen, so dass die Veranstalter Zutaten besorgen konnten.

FoodBloggerCamp - Begrüßungsrunde
Nach einem Frühstück geht es an die Sessionplanung, bei der Themen vorgestellt und nach Interesse dazu gefragt wird. Daraus entsteht das Tagesprogramm, aus dem jeder wählen kann, wo er sich engagieren oder zuhören möchte. Man kann also selbst Sessions ausrichten, aktiv bei Sessions dabei sein (z.B. mitkochen) oder gemeinsam zu Themen diskutieren oder einfach nur zuhören, alles in unterschiedlichen Räumen bzw. Küchen. Zwischendrin bleibt genug Zeit, um sich mit anderen auszutauschen.

Das war ehrlich gesagt auch der Hauptgrund für mich, daran teil zu nehmen. Es gibt ja einige Blogger, die ich persönlich schon lange kenne oder die ich virtuell kenne, aber noch nie getroffen habe. So waren z.B. Treffen mit Gabi oder Sandra schon längst überfällig. Auch lange Gespräche mit Peggy waren super: Wir haben uns vor 5 Jahren bei einem Event (so lange ist das schon her?!) kennen gelernt und ich durfte diesmal auch spontan bei ihr übernachten, danke nochmal dafür!

Außer Plaudern ist natürlich Kochen, Backen und alles andere angesagt, was Foodblogger so interessiert. Es gibt ja inzwischen viele meist junge Blogger, die mit Business Plan an den Start gehen, sich teure Kameras kaufen, Kurse zu SEO belegen und sehr engagiert ans Werk gehen. Wie kriege ich eine Million Follower in ein paar Monaten, wie komme ich an Kooperationen, Tipps für professionelles Foodstyling, das optimale Zeitmanagement, usw. - auch dazu gab es Sessions.

FoodBloggerCamp Berlin 2015: ImpressionenAm ersten Tag habe ich mich auf praktische Sessions in den Küchen konzentriert, bei Ulrike etwas über Sauerteig gelernt, mit Silvia und vielen anderen portugiesischen Pasteis de Bacalhau gemacht, mich über Slow Cooking bei Gabi und Ulrike informiert, neues zu Macarons von Johanna, Christiane und Katharina erfahren und bei Sonja verschiedene Sorten Kimchi zubereitet.

Oben eine Collage und hier ein paar Impressionen:

FoodBloggerCamp Berlin 2015: Impressionen

FoodBloggerCamp Berlin 2015: Slow Cooker

FoodBloggerCamp Berlin 2015: Cheesecake aus dem Slowcooker

Am zweiten Tag war ich erst bei Peggy und ihrer Wildpflanzen-Session (für die wir auf der Hinfahrt noch Sanddorn organisiert hatten!), dann informierte ich mich über Fotografie (meine Kamera ist kaputt, ich brauche dringend eine neue!), nach dem Mittagessen habe ich veganen schwarzen Sesamkuchen gebacken und habe hier und da reingeschaut und gekostet. Zu essen gab es nämlich auch etwas. ;-)

FoodBloggerCamp Berlin 2015: Impressionen

FoodBloggerCamp Berlin 2015: Wildpflanzen

FoodBloggerCamp Berlin 2015: Wildpflanzen

Interessant fand ich, dass manche Trupps den Eindruck vermittelten, nur für sich selbst zu kochen und wenig zu teilen, aber das war die Ausnahme. Das Aufräumen war natürlich auch so ein Thema, das ist überall so. Schade fand ich, dass doch sehr viel übrig blieb, das wäre mit Planung nicht in dieser Dimension passiert; das ist ein Nachteil des Barcamp-Gedankens und der gewollten Spontaneität. Davon abgesehen hat mir super gefallen. Vielen Dank ans FoodBloggerCamp, an Mella und Jan, die das alles organisieren und danke an das Kochatelier Adlershof und die fleißigen Helfer dort.

FoodBloggerCamp Berlin 2015: Südtiroler Köstlichkeiten

Bedanken möchte ich mich auch bei den Sponsoren, ohne die das zum einen nicht möglich wäre und die uns zu vielen Themen informiert oder mit Produkten versorgt haben: Bio Company, nu3, Amarula, GLS Bank, Barefoot Wine, Lebensbaum, COOKIN, Südtirol, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK), der BioBoden Genossenschaft, Galeria Kaufhof, KptnCook, KüchenAtlas, Plose und GAZI. Ausführliche Informationen zu diesen Partnern findet Ihr hier. Und Berichte von anderen Foodbloggern über das Barcamp werden hier gesammelt.

Und klar: Nach dem Camp ist vor dem Camp! Vielleicht treffen wir uns ja bei einem der nächsten FoodBloggerCamps, wenn es terminlich je wieder bei mir passt. :-)

Dienstag, 27. Oktober 2015

Lauwarmer Salat mit Cima di Rapa und Tomaten

Cima di Rapa zählt in Italien zu den typische Wintergemüsen, er wächst einjährig und ist zurzeit auf Märkten und Supermärkten erhältlich. Am Samstag habe ich im Piemont welchen gekauft, der nach der langen Heimfahrt anfing, die Blätter hängen zu lassen. Also höchste Zeit, etwas damit anzustellen!

So gab es gestern in meiner schnellen - und wie man sieht sonnigen! - Mittagspause einen lauwarmen Salat damit.

Lauwarmer Salat mit Cima di Rapa und Tomaten

Cima di Rapa bekommt man hierzulande manchmal bei türkischen Gemüsehändlern oder kann ihn selbst anbauen. Er riecht nach Kohl und hat einen etwas bitteren Geschmack. Klassisch kennt man ihn zu Orecchiette mit gehackten Sardellenfilets. Und irgendwann hatte ich mal einen Salat damit, in dem auch noch Tomaten waren.

Also habe ich mit dieser Idee improvisiert, Sardelle gehackt, die halb erfrorenen Tomaten aus dem Garten mit verwendet und durch eine vergessene Orange etwas Fruchtigkeit hinein gebracht. Eine gewisse Schärfe schadet nicht, also kräftig Chili dazu. Wer frische hat, nimmt die.

Zubereitung Lauwarmer Salat mit Cima di Rapa und Tomaten

Das Ergebnis war ein kräftig schmeckender Salat, der mal was anderes war. Lecker.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Lauwarmer Salat mit Cima di Rapa und Tomaten
Kategorien: Salat, Warm, Cimadirapa, Italien
Menge: 2 Personen

Zutaten
1Knoblauchzehe
1Schalotte
3-4Essl.Öl
1Cima di Rapa (Stängelkohl, Rübstiel);
-- ersatzweise Mangold
1/2Orange oder Zitrone; Zeste und Saft
4-5Tomaten
1Sardellenfilet; wer mag (in Öl, abgetropft und
-- klein gehackt)
1Essl.Kapern
Salz, Pfeffer, Chili

Quelle

irgendwo mal so ähnlich gegessen; improvisiert
Erfasst *RK* 27.10.2015 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Knoblauch und Schalotte schälen und in Würfel schneiden. Eine Pfanne erhitzen und Öl hinzugeben, die Knoblauch- und Schalottenwürfel zufügen. Cima di Rapa waschen und in Ringe schneiden, die auseinander fallen. Das stielnahe des Gemüses in die Pfanne geben und unter Rühren zusammen mit den Knoblauch- und Schalottenwürfeln etwas brutzeln lassen.

Orangen- oder Zitronenschale und das Grüne der Cima die Rapa mit in die Pfanne geben und warten, bis das Grün etwas zusammen fällt.

Tomaten in Würfel schneiden. Tomatenwürfel, Saft der Zitrusfrucht, gehackte Sardelle, Kapern und die Gewürze in die Pfanne geben, alles kurz durchschwenken und dann von der heißen Herdplatte nehmen.

Auf Salatschüsseln verteilen und lauwarm genießen.

Dazu passt eine Scheibe Weißbrot, Ciabatta o.ä.
=====

Freitag, 9. Oktober 2015

Apfelkuchen mit Mandelguss

Zurzeit habe ich privat und beruflich viel um die Ohren, so dass das Bloggen leidet. Zwar koche, backe und esse ich weiterhin (zu viel, zugegebenermaßen...), aber mir fehlt die richtige Lust, die teils aufwändigen Sachen in Rezeptform zu bringen, die Fotos zusammen zu stellen und etwas dazu zu schreiben.

Das ist schade, weil die Spielwiese ja auch mein eigenes Rezept-Archiv ist. Kürzlich suchte ich nach einem Rezept mit Zucchini, das ich nicht fand, weil ich es nicht verbloggt habe. Und so geht es mir zurzeit öfter...

Apfelkuchen mit Mandelguss
Deshalb gibt's jetzt noch vor dem Wochenende schnell das Rezept für einen Apfelkuchen, den ich vor ein paar Tagen gebacken habe. Auf Instagram war er schon zu sehen.

Der Apfelkuchen war so schnell gemacht und so lecker, dass ich sicher bald wieder das Rezept suche - und jetzt auch finde! :-)

Zubereitung Sahnerührteig für Apfelkuchen mit Mandelguss

Dabei stammt das Rezept aus einem der Modekuchen-Bücher, die bei mir wie auch bei vielen anderen im Regal stehen. Beim Stöbern nach einem etwas anderen Kuchen für die Menge an Äpfeln, die gerade im Garten reif wird, blieb ich bei einem Rezept hängen, das im Original ein Landfrauen-Rezept für eine große Tarteform mit 30-32 cm Durchmesser ist.

So eine große Form habe ich nicht, meine größte hat 28 cm. Da der Teig aber einer dieser lockeren Sahnerührteige ist, ist das kein Problem! Der Kuchen bleibt schön saftig und ist oben knusprig, d.h. der Teig sollte dafür nicht allzu hoch in der Form stehen. Also habe einfach ein paar Esslöffel vom Teig genascht. ;-)

Zubereitung Apfelkuchen mit Mandelguss

Das Rezept kann ich wirklich empfehlen! Man kriegt einiges an Äpfeln unter, der Teig ist super, die knusprigen gehobelten Mandeln geben Pepp, und er ist so einfach und schnell gemacht, dass auch Backanfänger prima damit zurecht kommen sollten. Probiert's mal aus! :-)


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfelkuchen mit Mandelguss
Kategorien: Backen, Kuchen, Sahnerührteig, Apfel
Menge: 1 Kuchenform mit 28-32 cm Durchmesser

Zutaten

H APFELSCHNITZE
5-6Äpfel
1Zitrone; den Saft (Zeste s.u.)
H TEIG
200mlSahne
75GrammZucker
1Essl.Vanillezucker
Zeste von 1/2 Zitrone (Saft s.o.)
3Eier (Größe M)
140-150GrammWeizenmehl Type 405
50-60GrammDinkel; frisch gemahlen*
2gestr. TLBackpulver
H MANDELGUSS
50GrammButter
40-50GrammZucker
2Essl.Milch
40GrammAbgezogene, gehobelte Mandeln

Quelle

nach Dr. Oetker Buch Landfrauen Backen, Heyne Verlag,
etwas abgewandelt
Erfasst *RK* 05.10.2015 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Die Apfelspalten sollten ca. 500-600 g wiegen. Mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze, 180°C Umluft oder Gas Stufe 3 vorheizen. Eine Backform (Obstkuchenform, Tarteform o.ä.) mit 28 cm Durchmesser am Boden einfetten oder mit Backpapier belegen.

Sahne in eine Rührschüssel geben und halb steif schlagen. Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale vermischen und zu der Sahne geben, etwas weiter schlagen, bis der Zucker sich einigermaßen auflöst. Eier nach und nach unterrühren, eins nach dem anderen. Die beiden Mehlsorten und Backpulver verrühren und zu dem Teig geben. Kurz unterrühren.

Wer eine kleinere Backform hat - meine hatte 28 cm - darf nun ein paar Esslöffel des Teigs naschen.:-)

Den großen Rest des Sahnerührteigs in die Form geben und glatt streichen. Die Apfelspalten auf dem Teig verteilen. Dazu am besten einen ca. 1 cm breien Rand nach außen lassen und dann die Spalten dachziegelartig etwas über- und nebeneinander verteilen, von außen nach innen.

Die Backform auf dem Rost in den Backofen schieben und im vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen.

Währenddessen Butter, Zucker und Milch in einen Topf geben, zum Kochen bringen und einmal kurz aufkochen lassen. Die gehobelten Mandeln vorsichtig unterheben.

Den Kuchen nach 15 Minuten aus dem Backofen nehmen und den Mandelguss in Klecksen auf dem Kuchen verteilen. Die Form wieder in den Backofen schieben und weitere 15-20 Minuten backen.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

* Statt der Mischung aus Weizenmehl und frisch gemahlenem Dinkel kann man auch 200 Gramm Weizenmehl Type 405 verwenden; der Kuchen wird dann nicht ganz so rustikal.
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Bei Nadine von Sweet Pie gibt's gerade ein spontanes Blog-Event zum Thema Äpfel. Da passt mein Apfelkuchen-Rezept perfekt. Und ich bin gespannt, was da noch zusammen kommt. Auf meinem Blog sind zwar schon eine Menge Rezepte mit Äpfeln, aber es ist doch immer wieder schön, neue Ideen zu bekommen. Also, Zeigt her Eure Äpfel! :-)

blogevent-zeigther-sweetpie

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