Dienstag, 3. September 2019

Murks: Bananen-Rührei

Es wird mal wieder Zeit zuzugeben, dass in vielen Küchen immer mal wieder Murks passiert! Auch bei mir. :-)

Ich bin, was Kochen angeht, ja Autodidakt ohne wirklich tiefe Kenntnisse aber mit Interesse und Erfahrung. Diese Erfahrung führt dazu, dass mir meist auffällt, wenn Rezepte nicht stimmen können.

Manchmal passiert es aber, dass ich so großes Vertrauen in ein Rezept eines Kochbuchs, einer Zeitschrift oder eines Blogs habe, dass ich es nachkoche, auch wenn es mir etwas komisch vorkommt.

Bananenschmarrn (Murks)

Beispiele dafür gibt's viel mehr als ich hier unter Murks verbloggt habe.

Auch diesmal habe ich mich foppen lassen: Der Brandstätter-Verlag ist eigentlich ein Beispiel für Qualität, was Kochbücher angeht und so war ich ziemlich zuversichtlich, ein perfektes Rezept für übrig gebliebene Bananen und Eier, von denen ich aus Versehen zu viele gekauft hatte, gefunden zu haben.

It's market day von Fabio Haebel heißt das Buch und der Hintergrund ist, dass der Koch interessante Märke in Europa besucht und darüber berichtet. Abgerundet werden die Berichte mit Rezepten von Gerichten, die typisch für diesen Markt sind. Das Rezept für Fabios Bananenschmarrn findet sich beim Bericht über den Wiener Naschmarkt.

Zubereitung Bananenschmarrn (Murks)

Der Autor schreibt darüber, lässt sich von Haya Molcho erklären, wie sich der Markt die letzten Jahre verändert hat, dass inzwischen nicht nur Touristen sondern auch wieder viele junge Wiener dort verweilen. "Der Naschmarkt ist nicht nur zum Einkaufen da, sondern zum Verweilen. Direkt hier sollte man essen und trinken, keine Scheu vor Fragen, wo man was Gutes findet. Man entwickelt schnell einen Blick für gute Stände und für jene, die Touristennepp und Industrie-Antipasti verhökern." Erklärt wird auch, was ein Fluchtachterl ist, und dann kommen die Rezepte. Hayas Melanzani, Linsensuppe und Shakshuka, österreichische Speckknödel und Zwetschgendatschi, ein Rezept für Do-it-yourself-Aprikosensenf und eben Fabios Bananenschmarrn.

Im Schmarrn fehlt eindeutig Mehl, dafür ist viel zu viel Butter drin. Die ersten 50 Gramm Butter kommen zu Erdnussbutter, so bleiben 100 Gramm zum Anbraten übrig. Der Rest ist Banane und Ei, das getrennt aufgeschlagen wird. Mein Foto von den Zubereitungsschritten (drauf klicken vergrößert es) zeigt, dass das so einfach nicht funktioniert.



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Bananenschmarrn (Murks)
Kategorien: Süßspeise, Warm, Banane, Murks
Menge: 4 Personen

Zutaten

2Essl.Erdnussbutter
150GrammButter
4Überreife Bananen
6Eier
Puderzucker

Quelle

Fabio Haebel: It's Market Day
Brandstätter Verlag
Erfasst *RK* 04.08.2019 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Erdnussbutter mit 50 g Butter bei niedriger Temperatur langsam erwärmen, die Bananen zerquetschen bis auf einige Scheiben, die man zurück behält, unter die Erdnussbutter-Mischung rühren. Abkühlen lassen.

Eier trennen. Eigelb unter Erdnuss-Bananen-Masse rühren und das Eiweiß zu Schnee schlagen. Eischnee unter die Hauptmasse heben und in einer Pfanne mit etwas Butter von beiden Seiten goldgelb ausbacken.

In einer zweiten Pfanne ein paar Scheiben Bananen in Butter anbraten.

Den zerzupften Schmarrn mit Puderzucker und gebratenen Bananenscheiben anrichten.
=====

Es schmeckte wie fettes Rührei mit zermanschter Banane und ließ sich leider nicht essen.

Ich schätze mal, die anderen Rezepte sind besser. Das pdf des Buchs liegt schon länger bei mir herum (danke an den Verlag fürs Zusenden!), aber bisher kam ich noch nicht dazu, welche auszuprobieren.

Wenn ich das mache, folgt eine längere Rezension.

Kommentare:

  1. Oje, sowas kenne ich auch nur zu gut! Mein persönliches Highlight war eine Schwarzwälderkirschtorte mit einem Boden, den man auch als Parkett verwenden hätte können ;-)
    Liebe Grüße, Julia

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    Antworten
    1. Hallo Julia,
      hihi, Böden wie Stein hatte ich auch schon. Meist gehen die nicht auf, d.h. ich hab's gemerkt, bevor ich die Torte zusammengesetzt habe. :-)
      Liebe Grüße
      Barbara

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  2. Hallo Barbara,
    ich finde es super, dass du dich auch traust, über nicht so tolle Rezepte zu bloggen. Das geht ja schließlich jedem so, dass auch mal was nicht hitverdächtig ist.
    Gruss,
    Sarah

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