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Sonntag, 5. Juli 2015

Erdbeer-Macarons

Zusammen mit den Gin Tonic Macarons hatte ich gleich eine zweite Sorte Macarons gebacken - ich finde, das lohnt und ist vom Aufwand her überschaubar.

Passend zur Jahreszeit und weil ich gerade frische aromatische Erdbeeren gekauft hatte, gab's Erdbeer-Macarons. Ich habe dazu normale Macarons mit etwas Rot und etwas Orange eingefärbt.

Erdbeer-Macarons mit weißer Erdbeer-Ganache

Als Füllung hatte ich eine Ganache improvisiert: Sahne und weiße Schokolade zusammen geschmolzen, dazu gehackte Erdbeeren, die ich ein wenig abgetropft hatte. Etwas abkühlen, fertig. Bei der kleinen Menge, die man braucht, lohnt es nicht, sie nachher nochmal aufzuschlagen. Fürs Foto oben war sie noch etwas flüssig.

Zubereitung Erdbeer-Macarons

Ein Tipp noch fürs Einfüllen der Macaron-Masse in den Spritzbeutel: Den Spritzbeutel in einen Messbecher, ein hohes Glas o.ä. stellen und befüllen. Das geht ganz einfach, ohne Sauerei, und man braucht keine drei Hände. :-)

Zubereitung Erdbeer-Macarons

Ganache ist mir meist zu süß und nicht fruchtig genug als Füllung für die ohnehin schon süßen Macaronschalen. Da ich ja noch eine zweite Sorte hatte, war's okay, und für Süßschnäbel auch.

Ich persönlich mag leichtere fruchtigere Cremes oder Curds (wie meine Orangen-Macarons) lieber. Nächstes Mal würde ich doch lieber mehr Zeit investieren und eine andere Creme improvisieren.

Erdbeer-Macarons mit weißer Erdbeer-Ganache

Hier mein Rezept für die rosa Erdbeer-Macarons und ein paar Tipps zum Macarons-Backen:


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Erdbeer-Macarons mit weißer Erdbeer-Ganache
Kategorien: Backen, Gebäck, Baiser, Mandel, Erdbeere
Menge: 16 Macarons *

Zutaten
H MACARON-SCHALEN
75GrammMandelmehl oder geschälte gemahlene Mandeln
100GrammPuderzucker
50GrammEiweiß*
1PriseSalz
1HauchRote Speisefarbe
1/2HauchOrange Speisefarbe
H FÜLLUNG
3Reife Erdbeeren
105GrammWeiße Schokolade
40-50mlSahne

Quelle

Macaron-Grundrezept etwas abgewandelt nach Birkmann,
Ganache inspiriert von Johanna mytastylittlebeauties.de
Erfasst *RK* 04.07.2015 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Für die Macaron-Schalen Mandeln und zwei Drittel des Puderzuckers in einem Mixer oder Blitzhacker ganz fein mahlen und anschließend durch ein Sieb in eine Schüssel geben.

Eiweiß mit Salz in einer anderen Schüssel steif schlagen, dann den Rest des Puderzuckers dazugeben und weiterschlagen, bis der Eischnee wunderschön fest ist und glänzt. Die Speisefarben ganz kurz unterrühren. Die Hälfte der Mandel-Puderzucker-Mischung mit Hilfe eines Teigschabers vorsichtig unterheben, dann den Rest der Mandel- Puderzucker-Mischung unterheben, am Schluss kurz etwas schneller durchrühren, so dass sich alles schön vermischt und eine zähflüssige Masse entstanden ist.

Ein Backblech mit Backpapier (wer mag, malt auf die untere Seite Kreise auf) oder einer Macaron-Backmatte belegen. Die Macaron-Masse in Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und 32 ungefähr gleich große runde Tupfen aufs Backpapier oder die Matte spritzen, dabei den Spritzbeutel senkrecht halten. Wer eine Matte verwendet, sollte noch einen kleinen Abstand zum Rand der Kreise lassen, da die Masse noch etwas verläuft.

Von unten mit der flachen Hand ein paar Mal auf das Backblech schlagen oder das Blech auf die Arbeitsfläche aufklopfen, damit noch einige der Luftblasen aus den Macarons verschwinden und sie einigermaßen glatt werden. Das Blech ca. 25 Minuten bei Zimmertemperatur in einem nicht allzu feuchten Raum stehen lassen; so bildet sich eine leichte Haut. Währenddessen den Backofen auf 140°C Umluft vorheizen.

Die Macarons ca. 15 Minuten im Backofen backen. Dabei sollten sich die typischen Füßchen bilden. Die Macarons sind fertig, wenn sie nicht oben knusprig sind und nicht mehr auf den Füßchen schwimmen; lieber etwas zu lang als zu kurz im Ofen lassen. Bei Verwendung der Backmatte evtl. am Schluss noch 5 Minuten Unterhitze geben (Tipp von Johanna).

Das Backpapier oder die Backmatte auf eine kühle Arbeitsplatte ziehen und abkühlen lassen. Vorsichtig lösen.

Für die Füllung, es ist eine Art Ganache, die Erdbeeren zerdrücken und die Flüssigkeit abgießen. Wer mag, streicht sie durch ein Sieb. Sahne und Schokolade im Wasserbad erhitzen und das Erdbeerpüree unterrühren. In den Kühlschrank stellen, bis die Masse zäh ist.

Jeweils eine Portion der Füllung auf eine Macaron-Schale geben (wer mag, nimmt einen Spritzbeutel, ein Löffel geht auch), eine zweite gleich große Schale darüber setzen und leicht drehend leicht andrücken. Durch das Drehen und Drücken gelangt die Füllung an den Rand; nicht zu viel Füllung verwenden, sonst quillt es über. So verfahren, bis alle Macarons gefüllt sind. Noch ein paar Stunden kühl und trocken lagern, damit die Macarons durchziehen können.

Tipps:

* Ich habe die doppelte Menge Macarons gemacht, das lohnt sich: 100 Gramm Eiweiß kommt von ungefähr 3 Eiern. Den Eischnee habe ich geschlagen, Mandeln und Puderzucker gemixt, dann erst alles halbiert (abgewogen!) und mit zwei Farben weiter gearbeitet. Die Macaron- Schalen halten sich ungefüllt zwischen Pergamentpapier in Blechdosen kühl und trocken gelagert ca. 2 Wochen.

** Das Eiweiß abwiegen, dafür kurz in der Schüssel durcheinander mixen, aber nicht steif werden lassen; so lässt es sich besser portionieren und abwiegen.
=====

Dienstag, 23. Juni 2015

Gin Tonic Macarons

Vor ein paar Wochen hat mich eine Mail von einem Versender erreicht, der seit kurzem Gin in ihrem Angebot hat und daher ein Gewinnspiel veranstaltete, bei dem die ersten 100 Einsender je eine Flasche Gin erhielten.

Mit meinem üblichen Gin wollte ich da nicht teilnehmen, also ließ ich mir vom Geschäftsführer einen deutschen Gin empfehlen und mir eine Flasche Ferdinand's Dry Gin zusenden. Der Gin kommt aus dem Saarland, enthält über 30 fein abgestimmte Botanicals aus den Weinbergen und eigenem Anbau sowie etwas Riesling. Spannend! Beim Öffnen der Flasche (der Kork ging meinem Öffnungshelfer dabei kaputt...) breiteten sich wunderbare Aromen aus; ich könnte diesen Gin stundenlang inhalieren!

Schmecken tut er natürlich auch, und zwar richtig gut. Es ist schon immer etwas anderes, wenn man ein fein abgestimmtes mit Liebe hergestelltes Handwerksprodukt oder eine Industrieflasche nimmt. Zum wilden Mixen mit den Gin übertönenden Zutaten wäre er mir zu schade, aber klassisch mit Tonic und einem Schnitz Zitrone oder Limette perfekt.

Gin Tonic Macarons

Das Gewinnspiel ist leider schon vorbei, aber ein ausgefallenes Rezept mit Gin wollte ich dennoch ausprobieren. Ich habe also gehirnt und plötzlich fiel mir ein, dass ich mal wieder Macarons machen könnte - und die irgendwie in Richtung Gin and Tonic...

Im Internet fanden sich zwar englischsprachige Rezepte dafür, aber die waren nicht nach meinem Geschmack, also habe ich selbst improvisiert. Basis war das Grundrezept für Macarons. Die Schalen wollte ich nur leicht aromatisieren und habe dafür Wacholder verwendet. Gin ist ja Wacholderschnaps, also back to the roots.

Da ich meinen Gin Tonic am liebsten mit Zitrone trinke, sollten die Macarons einen Hauch Gelb erhalten; dafür habe ich Kurkumapulver genommen.

Zubereitung Gin Tonic Macarons, Zubereitung Macarons Schritt für Schritt, Rezept Macarons

Tipp: Die Fotos werden größer, wenn man drauf klickt - so sind die Zubereitungsschritte zum Herstellen der Macarons im folgenden Foto etwas besser zu sehen.

Die Backaktion war auch gleich der erste Test für meine Backmatte, die ich bei Johanna vor anderthalb Jahren gewonnen hatte. Irre, wie die Zeit vergeht... Auch dafür nochmal danke!

Mir war das mit dem langwierigen Schälen und Mahlen der Mandeln immer zu blöd. Kürzlich habe ich mir Mandelmehl in Frankreich besorgt, damit spart man sich viel Zeit. Es heißt dort Amandes en poudre. Damit sind die Macaron-Schalen wunderbar geworden.

Gin Tonic Macarons

Für die Füllung habe ich mit Gin und Tonic experimentiert, sie sollte schließlich den Geschmack an die Macarons bringen. Tonic mit Zitronenschale und Gelatine dickt an, Gin dazu und um das Ganze cremig zu machen, etwas Sahne und Quark.

Das Ergebnis war richtig gut, tolle Macarons, die durch die alkoholhaltige Füllung Aroma bekommen und auch nicht zu süß schmecken. Ich bin begeistert!


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Gin Tonic Macarons
Kategorien: Backen, Gebäck, Baiser, Mandel
Menge: 16 Macarons*

Zutaten

H MACARON-SCHALEN
75GrammMandelmehl oder geschälte gemahlene Mandeln
100GrammPuderzucker
3Wacholderbeeren
50GrammEiweiß*
1PriseSalz
1HauchKurkuma
H FÜLLUNG
40-50mlTonic
1Teel.Zucker
2ScheibenGelatine
25mlGin
1/2Teel.Zitronenzesten; gehackt
1-2Essl.Geschlagene sahne
EtwasSahnequark

Quelle

Macaron-Grundrezept etwas abgewandelt nach Birkmann, Gin
Tonic eigene Idee
Erfasst *RK* 23.06.2015 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Für die Macaron-Schalen Mandeln und zwei Drittel des Puderzuckers in einem Mixer oder Blitzhacker ganz fein mahlen und anschließend durch ein Sieb in eine Schüssel geben.

Wacholderbeeren in einem Mörser zerstampfen; sie sollten fast pulverisiert bzw. feinkrümelig sein.

Eiweiß mit Salz steif schlagen, dann den Rest des Puderzuckers dazugeben und weiterschlagen, bis der Eischnee wunderschön fest ist und glänzt. Gemörserte Wacholderbeeren und Kurkuma ganz kurz unterrühren. Die Hälfte der Mandel-Puderzucker-Mischung mit Hilfe eines Teigschabers vorsichtig unterheben, dann den Rest der Mandel- Puderzucker-Mischung unterheben, am Schluss kurz etwas schneller durchrühren, so dass sich alles schön vermischt und eine zähflüssige Masse entstanden ist.

Ein Backblech mit Backpapier (wer mag, malt auf die untere Seite Kreise auf) oder einer Macaron-Backmatte belegen. Die Macaron-Masse in Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und 32 ungefähr gleich große runde Tupfen aufs Backpapier oder die Matte spritzen, dabei den Spritzbeutel senkrecht halten. Wer eine Matte verwendet, sollte noch einen kleinen Abstand zum Rand der Kreise lassen, da die Masse noch etwas verläuft.

Von unten mit der flachen Hand ein paar Mal auf das Backblech schlagen oder das Blech auf die Arbeitsfläche aufklopfen, damit noch einige der Luftblasen aus den Macarons verschwinden und sie einigermaßen glatt werden. Das Blech ca. 25 Minuten bei Zimmertemperatur in einem nicht allzu feuchten Raum stehen lassen; so bildet sich eine leichte Haut. Währenddessen den Backofen auf 140°C Umluft vorheizen.

Die Macarons ca. 15 Minuten im Backofen backen. Dabei sollten sich die typischen Füßchen bilden. Die Macarons sind fertig, wenn sie nicht oben knusprig sind und nicht mehr auf den Füßchen schwimmen; lieber etwas zu lang als zu kurz im Ofen lassen.

Das Backpapier oder die Backmatte auf eine kühle Arbeitsplatte ziehen und abkühlen lassen. Vorsichtig lösen.

Für die Füllung Gelatine 5-8 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Tonic, Zucker und Zitronenzeste in einem Topf erhitzen und vom Herd nehmen. Ausgedrückte Gelatine unterrühren und im Kühlschrank etwas abkühlen lassen. Gin unterrühren. Das Gelee noch etwas abkühlen lassen, dann Sahne und Sahnequark zufügen. Nochmal in den Kühlschrank stellen, bis die Masse zäh ist.

Jeweils einen Tupfen der Füllung auf eine Macaron-Schale geben, eine zweite gleich große Schale darüber setzen und leicht drehend leicht andrücken. Durch das Drehen und Drücken gelangt die Füllung an den Rand; nicht zu viel Füllung verwenden, sonst quillt es über. So verfahren, bis alle Macarons gefüllt sind. Noch ein paar Stunden kühl und trocken lagern, damit die Macarons durchziehen können.

Tipps:

* Ich habe die doppelte Menge Macarons gemacht, das lohnt sich: 100 Gramm Eiweiß kommt von ungefähr 3 Eiern. Den Eischnee habe ich geschlagen, Mandeln und Puderzucker gemixt, dann erst alles halbiert (abgewogen!) und mit zwei Farben weiter gearbeitet. Die Macaron-Schalen halten sich ungefüllt zwischen Pergamentpapier in Blechdosen kühl und trocken gelagert ca. 2 Wochen. Sie lassen sich angeblich sogar einfrieren. Gefüllt nicht auf einem Teller aufbewahren, sonst kleben sie an. Kurzfristig auf einem Holzbrett geht. Sonst am besten in Dosen, und je nach Füllung im Kühlschrank. Kleine Portionen am besten rasch aufessen oder verschenken!

** Das Eiweiß abwiegen, dafür kurz in der Schüssel durcheinander mixen, aber nicht steif werden lassen; so lässt es sich besser teilen, portionieren und abwiegen.
=====

Bisher hatte ich mich immer gescheut, Flaschen übers Internet zu bestellen, weil ich Angst hatte, dass sie beim Transport kaputt gehen. Bei so einer ordentlichen Verpackung passiert das nicht, das war alles ordentlich. Klasse.


Ich danke Vidamo für den ausgezeichneten Gin. Die Flasche neigt sich langsam dem Ende, aber ich weiß ja jetzt, wo ich Nachschub bekomme.

Sonntag, 3. April 2016

Macarons mit Eierlikör-Frischkäse-Füllung

Mir sind die meisten Macarons einfach zu süß: Die Mandelschalen sind an sich durch den vielen Puderzucker schon sehr süß und wenn dann noch eine Schoko-Ganache als Füllung dazu kommt, dann wird es mir zu viel. Ich mag lieber leichte fruchtige Cremes wie z.B. diese mit Orange Curd.

Jetzt in der Osterzeit war mir nach Macarons mit Eierlikör, das passt ja. Und da ich kürzlich bei den Amarula-Cupcakes nach einem Rezept von Katharina Saheicha eine Creme aus Frischkäse, Butter und Eierlikör abgewandelt hatte, kam mir das in den Sinn.

Macarons mit Eierlikör-Frischkäse-FüllungAls ich in der Küche stand, hatte ich natürlich keine Lust, nach dem Rezept zu suchen und habe einfach improvisiert.

Sonntag, 24. April 2011

Französische Macarons (Grundrezept)

Als ich die Blutorangen-Cupcakes gebacken hatte, kam mir in den Sinn, dass ein Fruit Curd eigentlich eine ganz gute Füllung für Macarons darstellen könnte, wenn man gerade keine Lust auf Schokolade oder ähnliches hat. Der Gedanke ließ mich nicht mehr los und gestern habe ich endlich Macarons gebacken!

Macarons mit Orange Curd FüllungDie süßen französischen Mandelbaisers geistern ja schon länger durch Nobel-Pâtisserien und die Blog-Szene, erst im Ausland, inzwischen auch hier. Aurélie hat sogar mal super Videos dazu gedreht und es gibt inzwischen Bücher darüber. Irgendwie schien mir das immer etwas kompliziert.

Als ich letzten Sommer mal meine Mittagspause zusammen mit der sympathischen Anne von Annes Food und ihrem süßen Sohn in einem Café in Stockholm verbrachte, unterhielten wir uns foodblogger-typisch über dies und das und landeten irgendwann beim Thema Macarons. Anne meinte, die seien überhaupt nicht kompliziert. ... Anne hat recht!

Zubereitung Macarons mit Orange Curd FüllungVor einigen Tagen hatte ich mir die Zutaten, die sie nimmt, auf einen Zettel geschrieben und heute damit losgelegt. In Gedanken an die riesigen schwedischen Süßigkeitenläden und die Vorliebe der Nordlichter für Süßes habe ich einen Hauch weniger Zucker verwendet und im Gegensatz zu Anne doch etwas Speisefarbe hinzu gegeben. Eigentlich teile ich auch da ihre Meinung; wenn ich bei normalem Essen so wenig Zusatzstoffe wie möglich möchte, warum dann hier?

Sonntag, 4. September 2011

Murks: Rosa Macarons

Ich finde es ja immer bewundernswert, wenn bei manchen Leuten und auf manchen Blogs alles immer perfekt funktioniert. Alles, aber auch wirklich alles gelingt super, schmeckt sensationell gut, wird hochgelobt und ist zudem fast professionell fotografiert.

Einiges wird sogar mehrmals produziert und verbessert, bis es dann perfekt ist und veröffentlicht wird. Der Zeitaufwand und die Leidenschaft dahinter sind bewundernswert, ist es doch bei den meisten ein Hobby und nicht Gelderwerb. Manchmal komme ich mir trotzdem vor, wie wenn ich statt Food-Blogs teure Kochbücher wälze. Respekt!

Bei mir läuft der Alltag weniger perfekt ab... In meinem Leben gibt's immer Auf und Ab's, und in der Küche genauso. Manchmal gelingt etwas wirklich erstaunlich gut und wird wunderbar. Und manchmal geht es auch richtig schief.

Dass ich etwas wegwerfen muss, passiert zum Glück selten. Ich erinnere mich an eine Portion Yuxiang Qiezi, die direkt vom Wok in den Mülleimer wanderte, dann natürlich verkohlte Knoblauchstücke oder Zwiebeln, schwarzen Toast, lätschig-labberige Bratkartoffeln oder aufgewärmte weiche Pasta, die nur der Hunger reintreibt.

Auf meinem Blog heißt Misslungenes Murks und findet sich immer mal wieder. Schließlich muss ja nicht jeder die selben Fehler machen wie ich und z.B. Konditorceme mit Sahne mischen oder ein nicht funktionierendes Rezept aus einem Muffins-Kochbuch nachbacken.

Also gibt's auch heute wieder Murks... Nur zwei Macarons sahen so gut aus wie auf dem oberen Foto, mit Füßchen und halbwegs glatter Haut. Der Rest blieb sitzen, bekam stattdessen kräftige Risse und sah aus wie die Kekse hinten im Bild:

Mein erster Versuch mit Macarons hatte ja erstaunlicherweise gut geklappt - und war vielleicht doch Anfängerglück... ;-)

Ich nehme Euch also wieder die Illusion, dass Macarons immer und einfach gelingen. Ich schätze, in diesem Fall hatte ich etwas zu wenig Eiweiß, die Konsistenz war wahrscheinlich zu dick. Es kann aber auch etwas anderes sein, wer weiß...

Trotzdem hier das Rezept. Das letzte Mal hatte es ja funktioniert, und bei Anne klappt es auch.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Rosa Macarons mit Holunder-Heidelbeer-Ganache
Kategorien:Backen, Gebäck, Baiser, Mandel, Beeren
Menge:2 Bleche, ca. 25 Macarons

Zutaten

HMACARONS
3Eiweiß (Größe M)
2Teel.Vanillezucker
110Mandeln
175GrammPuderzucker
1Messersp.Speisefarbe rot und violett; evtl.
HHOLUNDER-HEIDELBEER-GANACHE
30GrammSahne
150GrammWeiße Schokolade oder Kuvertüre
1SchussCassis-Likör oder Heidelbeer- oder Holunder-Likör
1Teel.Holunder-Heidelbeer-Konfitüre; am besten durch
-- ein Sieb gestrichen

Quelle

Grundrezept für Macarons nach Annes Food, etwas angepasst
Ganache eigenes Rezept
Erfasst *RK* 14.08.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Mandeln am Vortag mit kochendem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen und pellen. Über Nacht trocknen lassen.

Am nächsten Tag die Eiweiß aus dem Kühlschrank nehmen, so dass sie langsam Zimmertemperatur bekommen. Einen Spritzbeutel mit der runden Lochtülle versehen; ich stelle den Beutel in ein Weizenbierglas. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Wer mag, kann als Muster mit Hilfe eines runden Ausstechers und eines Bleistifts auf die Rückseite der Backbleche je ca. 24 Kreise zeichnen.

Die Mandeln zusammen mit dem Puderzucker portionsweise sehr fein mahlen (z.B. in einer Moulinette). Mit Hilfe eines Löffels durch ein feines Sieb passieren, so dass man feinen Puder erhält. Beiseite stellen.

Eiweiß steif schlagen. Den Vanillezucker dazugeben und weiter schlagen, bis ein wunderschöner stichfester glänzender Eischnee entstanden ist.

Wer mag, kann jetzt etwas Farbe zum Mandel-Zucker-Puder geben und etwas unterrühren.

Einen Teil des Mandel-Zucker-Puders unter das Eiweiß rühren. Ich habe dazu einfach die Küchenmaschine kurz laufen lassen. Wenn die Masse gerade untergerührt ist, in zwei bis drei weiteren Schüben den Rest des Puders unterrühren. Nicht zu lange rühren: Wer sich unsicher ist, nimmt lieber einen Löffel oder einen Teigspachtel und hebt die Masse vorsichtig unter. Die Eiweiß-Mandel-Zuckermasse bekommt durch das Fett der Mandeln eine etwas breiige Konsistenz.

Die Baiser-Mandel-Masse in den Spritzbeutel füllen und Kreise (oder Eier oder Herzchen, usw.) auf die Backbleche spritzen. Darauf achten, dass nachher immer zwei gleich große und gleich geformte Teile zusammen passen sollten, also etwas auf die Form und Größe achten.

Die Bleche 30-40 Minuten ruhen lassen.

Währenddessen die Ganache zubereiten: Sahne und weiße Schokolade zusammen vorsichtig erwärmen (das geht im Wasserbad, im Backofen bei 50°C Umluft oder ganz vorsichtig in einem Topf auf der Herdplatte) und gut durchrühren, so dass eine homogene Masse entsteht. Nun die Konfitüre unterrühren. Beiseite stellen.

Die Macarons für 12-15 Minuten im auf 140°C Umluft vorgeheizten Backofen backen.

Nach dem Backen die Bleche aus dem Ofen nehmen. Nach ca. 8-10 Minuten die Macarons vom Blech entfernen und mit Hilfe eines Messers jeweils etwas von der Ganache auf ein Macaron streichen, ein halbwegs passendes zweites darauf setzen und leicht gegendrehen, so dass die Füllung gut mit den Mandel-Baisers verbunden ist.

Die Macarons halten sich ein paar Tage. Sie sollten kühl aufbewahrt werden.

=====


Bevor ich wieder Macarons ausprobiere, schaue ich mir dann doch noch die Liste der Macarons-Tipps und Fehler bei Aurélie durch und ein paar Videos, um die Konsistenz der Eiweiß-Mandel-Masse im Kopf zu haben, bevor ich los lege. :-)

Im Gegensatz zu verkohlten Knoblauchscheiben haben diese misslungenen Mandelbaisers mit Ganache-Füllung aber den Vorteil, dass man sie essen kann.

Sie schmecken sogar recht gut, sehen aber halt total daneben aus... Murks eben.

Samstag, 28. März 2015

Sammlung Osterrezepte

Gestern hat mich jemand gefragt, ob ich auch erprobte Rezepte zu Ostern auf dem Blog habe. Irgendwie sind das bisher sehr wenige, warum auch immer... Ich habe sie trotzdem als kleine Sammlung zusammen gestellt.  

Update: Inzwischen sind's eine ganze Menge mehr; die Osterrezepte-Sammlung hier wird jedes Jahr aktualisiert. 

Einfach auf das Foto oder auf den Link im Text klicken, so kommt man direkt zum Rezept:

Endlich habe ich das perfekte Rezept für mein Fränkisches Osterbrot gefunden und auf dem Blog. Basis ist ein Hefeteig; mit dem Innen- und Außenleben kann man etwas improvisieren. Mein Favorit steht im Rezept.


Der Klassiker zu Ostern ist Hefezopf, finde ich. Mein klassischer Osterzopf findet sich mit Schritt-für-Schritt-Fotoanleitung sowie Tipps zum Flechten im Beitrag. 


Wie wäre es mit einem österlichen Brunch? Die Eggs Florentine mit englischen Muffins, kann man wunderbar variieren und z.B. auch Eggs Benedict zaubern. Das Rezept für die selbstgemachten Toasties habe ich dazu geschrieben. 


Eines meiner liebsten österliche Rezepte ist dieser Eierlikörpudding, der außerdem schnell geht. Perfekt als leichter Nachtisch. Nur für Erwachsene! 


Süß geht es weiter mit österlichen Macarons, die man nicht nur rund sondern auch eiförmig gestalten kann. Gefüllt mit selbstgemachtem Orange Curd richtig gut! Tipps zum Backen von Macarons sind auch dabei. 


Ein weiteres Rezept für österliche Macarons habe ich auf dem Blog. Das Foto mit meiner alten Kamera zeigt leider nicht, wie gut sie waren: Mit Eierlikör und Frischkäse in der Füllung frühlingshaft-österlich, lecker!


Die Osterhasen-Nester hätte man sicherlich etwas schöner gestalten können. Das Rezept einer Zeitschrift war nicht so einfach nachzubacken, es gibt daher ein paar Verbesserungsvorschläge bei mir.   


Aus Studentenzeiten habe ich dieses Rezept für Schnelle Hörnchen fürs Frühstück. Sie enthalten Hefe und Backpulver und können ohne Wartezeit sofort gebacken werden. Man braucht auch keine Küchenmaschine.


Direkt aus Japan mitgebracht und ausprobiert: Eiformer zum Formen von Häschen aus Eiern. Besonders für Kinder ist das an Ostern ganz lustig. Wie man sie am besten herstellt, steht im Beitrag. 


Und wer eine Menge Eier übrig hat, macht damit modern aufgepeppte frische russische Eier mit Staudensellerie und Sauerampfer. Frisch, frühlingshaft, lecker. 


Im Original heißt dieser Klassiker Aargauer Rüeblitorte, bei mir wird daraus eine eingedeutschte Schweizer Rüblitorte, die man nicht nur zu Ostern sondern das ganze Jahr über backen und essen kann.


Die Mohn-Brioche, nachgebacken von einem anderen Blog war erst Murks, aber versprach gut zu werden. Also habe ich das Rezept optimiert und es wurde richtig locker-fluffig, so wie sie sein soll. 


Zu Ostern gehören Veilchen im Garten! Die kann man auch essen, außerdem duften sie wunderbar. Und als Veilchen-Eclairs machen sie sich gut auf der österlichen Kaffeetafel.


Wenn harte Eier übrig bleiben, füllt man sie ja gerne. Diese Version ist griechisch angehaucht und schneidet nur ein Viertel weg: Gefüllte Eier mit Feta und Oliven auf Lauchbett.


In Frankreich gibt's tolle Backrezepte mit Hefe. Das Rezept für den Buttrigen Hefezopf (Pain au beurre) stammt von dem Blog einer Französin, und ist mir auf Anhieb super gelungen. Ideal fürs Osterfrühstück!


Und weiter geht's in die Schweiz: Nadjas Schweizer Hefezopf wird aus fünf Strängen geflochten und ist nicht allzu süß, so dass er sich als Basis für süßen oder herzhaften Belag eignet. 


Waffeln eignen sich super für ein österliches Brunch-Buffet. Diese Waffeln enthalten Quark und weiße Schokolade im Teig und sind mit Granatapfelkernen dekoriert.


Ein frühlingshaftes Oster-Mittagessen gibt's auch auf dem Blog: Frische Bärlauch-Käsespätzle mit Schweinekotelett. Mit diesem Rezept habe ich meine Aversion gegen Kotelett verloren. Und wer Glück hat, findet das passende Osterbier dazu.


Hübsche Kekse in Frühlingsfarben wie diese zitronigen Kekse mit Baiserhaube sind ideal für eine österliche Kaffeetafel oder einfach so zum Naschen.   


Weiter oben auf der Liste ist die Rüblitorte, hier die Kastenversion dazu, die viele auch gerne zu Ostern mögen: Karotten-Mandel-Kastenkuchen (Rüblicake). Wer mag, ergänzt die Karöttchen durch österliche Figuren.


Nochmal eine Idee für den österlichen Brunch: Diese Bärlauch-Hörnchen aus Quark-Öl-Teig sind super schnell gemacht. Durch das grüne Bärlauchpesto bringen sie den Frühling auf den Tisch!


Ein weiteres herzhaftes Rezept mit Bärlauch: Eingelegter Ziegenkäse mit Bärlauch. Ideal auch als Mitbringsel zu einem Oster-Brunch. 


Eine weitere Idee für Waffeln, die sich zudem sehr gut eignen, wenn man zu viele Bananen gekauft hat: Die Banoffee-Waffeln (Bananen-Waffeln mit Karamellsauce) schmecken himmlisch.


Auch Eierlikör ist typisch für Ostern. Eierlikör-Ganache mit weißer Schokolade eignet sich zum Löffeln, als Brotaufstrich oder zum Füllen von Hohlkugeln für Eierlikör-Trüffel.  


Gut angekommen bei allen Essern war die österliche Aprikosen-Quark-Torte mit einem schokoladig-fruchtigen Rührteig als Basis. Mit der Deko kann man sich nach persönlichem Geschmack austoben.


Oben sind schon Rezepte für Rüeblitorte und Rübli-Kastenkuchen, weil diese süßen Karöttchen als Osterhasen-Anlockfutter irgendwie dazu  gehören. Wer's kleiner mag, hier sind: Rübli-Muffins. Lockere Haselnuss-Karotten-Muffins.



So, ich hoffe, da ist für alle Osterfans etwas dabei. :-)

Donnerstag, 13. März 2008

Paris: Chez Bolli

Paris ist für mich eine der schönsten Städte der Welt. Neben den Sehenswürdigkeiten und wuseligen Menschen natürlich auch vom kulinarischen Aspekt:

Die Märkte, Patisserien, Affineurs, Bistros, Restaurants, usw.... - alles frisch, große Auswahl, appetitlich dekoriert - immer eine Sünde und natürlich eine Reise wert!

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, nach einem Business Trip das Wochenende dran zu hängen.


Neben Ausschlafen und Sightseeing bei sonnigem Frühlingswetter haben wir Katia von Bolli's Kitchen besucht. Wir haben viel gelacht, super eingekauft, gekocht und gegessen - und hatten richtig viel Spaß.

Das war das absolute Highlight unseres Paris-Aufenthalts! :-)

Hier das einzige Foto, auf dem wir beide gemeinsam abgebildet sind - naja, zumindest unsere Hände! ;-)

Die Jakobsmuscheln waren wirklich phantastisch.

Wir hatten frisches Baguette dazu - auf die ganz faule Art: Wir haben es gekauft. Übrigens bei Eric Kayser, dessen Brote ja gerne in verschiedenen Blogs nachgebacken werden. Wir hatten es hier in Paris natürlich leichter, an seine Brote ranzukommen! :-)

Zum Einkaufen waren wir auch bei Katias Fischhändler, der extra aus dem Kühlraum ein paar ganz frische Jakobsmuscheln gezaubert hat. Er hat die Schalen geöffnet und mit dem Finger auf die Muscheln getipst - dabei sind die Burschen zusammengezuckt... frischer geht's nicht!

Neben den Jakobsmuscheln haben wir noch einen wunderschönen Wolfsbarsch (Loup de Mer) gekauft, und zwar einen, der nicht im Netz sondern mit der Angel gefangen wurde. Auf französisch nennt sich das "bar de ligne".



Bei solch einem guten Exemplar braucht es nicht viel an Zubereitung, Katia schildert es genau, eigentlich haben wir ihn nur in den Backofen gepackt, wenig Olivenöl und Salz dazu, das war's. Der Fisch ist fertig, wenn er Flüssigkeit abgibt.

Dazu gab's ein paar kleine Kartöffelchen ("rattes" - ich habe mir welche in den Galeries Lafayette gekauft, die werden dieses Jahr im Garten angebaut) und einen guten Weißwein - lecker!

Zum Dessert hat Katia uns mit einer wunderbaren selbstgebackenen Apfeltarte verwöhnt. Die war echt der Hit.















Noch eine Information für unsere Berliner Freunde: Die Käseplatte in Bolli's Kitchen war richtig toll! ;-) Leider gibt es davon keine Fotos, dafür habe ich eins von Katias Käsehändler.

Zum Glück wohne ich weit entfernt, da würde ich täglich einkaufen...

Und Robert hatte recht: Den Eiffelturm haben wir vor über 20 Jahren einmal beklettert... Diesmal sind wir dann doch mit dem Aufzug hochgefahren.

Ich war schätzungsweise 7 Mal auf dem Eiffelturm - und finde es immer wieder beeindruckend. Diesmal war es ziemlich windig. Aber schön! :-)



Blogs lesen bildet: Neu für mich waren nämlich Macarons, darüber hatte ich bei Véronique gelesen.

In Paris sind diese Macarons omnipräsent: Es gibt sie in allen denkbaren Farben und Geschmacksrichtungen, klein und größer.

In den darauf spezialisierten Läden werden sie liebevoll in kleine hochwertige Schächtelchen verpackt und verkauft.

Ich habe mir beim Bäcker beim Hotel um die Ecke zum Frühstück ein Macaron mit Pistazie gekauft - lecker!

Dazu einen Café, frisch gepressten Orangensaft, ein Croissant, ein Pain au chocolat - lässt sich ein Tag besser beginnen?!

Auch sonst habe ich natürlich in den diversen Patisserien zugeschlagen. Es ist schon beeindruckend, was es hier an Leckereien gibt.


















Das Problem war nur, dass mein Magen sich nicht unendlich dehnen lässt: Man muss sich also genau überlegen, welche Leckerei man kauft und isst... Und ich habe schon so viele neue Ideen und Anregungen für die Patisserie zu Hause.

Klar: Auch eine Platte mit frischen Austern und anderen Meeresbewohnern musste sein.

Dazu ein Glas Champagner - und damit gleich ein neues Foto auf der Über mich Seite von Blogger.

Alles in allem ein wunderschönes verlängertes Wochenende mit vielen neuen Eindrücken, kulinarischen Genüssen und dem Gefühl, in Paris eine neue Freundin zu haben.

Wer mehr lesen möchte: Ein paar weitere Informationen zu Sightseeing, Tipps, usw. finden sich in meinem Reise-Blog.