Das Rezept stammt wieder aus Attila Hildmanns Buch Vegan for fit. Cashew-Pannacotta mit Erdbeersoße nennt sich das bei ihm. Da ja keine Panna drin ist, habe ich es umbenannt.
Außerdem finde ich das deutsche Wort Sülze so grenzwertig und habe Spaß daran, es zu verwenden. Meine Holunderblüten-Panna cotta heißt ja auch so. ;-)
Die Herstellung ist einfach, man rührt die diverse Zutaten zusammen und kocht alles kurz auf.
Für die Bindung wird Agar Agar verwendet, was ich gerade nicht vorrätig hatte und durch Agartine ersetzt habe. Beides muss kurz kochen, damit es die Flüssigkeit bindet und das Dessert sturzfähig wird. Das ist der Unterschied zu Gelatine, die ja aus Haut und Knochen von Tieren besteht und sich bereits in warmen Flüssigkeiten auflöst.
Cashewmus lässt sich auch selber machen, Ravenna hat das hier ausprobiert. Mein Mitesser meinte nämlich, dass die Cashew-Teile etwas crunchy sicher auch gut wären, wenn man zwischendurch mal auf Cashewnussstsücke beißt. Das probiere ich auch mal aus.
Hier mein Rezept für das Cashewnuss-Dessert mit Erdbeersauce und Orangenfilets:
========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
Titel: | Cashew-Sülze mit Erdbeersauce und Orangenfilets |
Kategorien: | Süßspeise, Kalt, Cashewnuss, Erdbeere, Vegan |
Menge: | 3 Portionen |
Zutaten
H | SÜLZE | ||
70 | Gramm | Cashewmus | |
60 | Gramm | Agavendicksaft | |
1 | Prise | Salz | |
2 | Prisen | Gemahlene Vanille | |
280 | ml | Wasser | |
1 | Pack. | Agartine (10 Gramm für 500 ml Flüssigkeit)* | |
H | ERDBEERSAUCE UND ORANGENFILETS | ||
1 | Tasse | Pürierte Erdbeeren (tiefgekühlt und aufgetaut) | |
2 | Teel. | Agavendicksaft | |
1 | Prise | Gemahlene Vanille oder 1 Teel. Vanillesirup | |
1-2 | Orangen; filetiert | ||
H | ALS DEKO, WER HAT UND MAG | ||
Ein paar | Blättchen Minze oder Zitronenmelisse |
Quelle
nach Attila Hildmann: Vegan for fit; abgewandelt |
Erfasst *RK* 04.04.2013 von | |
Barbara Furthmüller |
Zubereitung
Cashewmus, Agavendicksaft, Salz, Vanille und Wasser mit oder in einem Mixer glatt mixen. Die Agartine unterrühren. Alles zusammen in einen kleinen Topf geben und unter Rühren aufkochen. Laut Packungsbeilage sollte es bei mir 2 Minuten kochen.In drei Souffléförmchen verteilen und 2-3 Stunden kühl stellen. Die Masse wird währenddessen schön fest.
Für die Erdbeersauce die pürierten Erdbeeren, den Agavendicksaft und die Vanille mischen. Die Orange filetieren, dazu dick die Schale wegschneiden und dann die einzelnen Filets vorsichtig mit Hilfe eines spitzen Messers herausholen. Wer mag, kann den Rest Saft aus der Orange mit der Hand auspressen und zum Erdbeerpüree geben.
Zum Servieren die Sülze auf Dessertteller stürzen, Orangenfilets darum drapieren und mit der Erdbeersauce übergießen. Wer hat, dekoriert noch mit einem Blättchen Minze oder Zitronenmelisse.
* Im Originalrezept wird 1 Gramm Agar-Agar verwendet und die Masse 20 Sekunden gekocht. Sie kommt danach für eine Stunde ins Tiefkühlgerät.
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Du hast Recht: Sülze klingt grenzwertig ;-)
AntwortenLöschenDas Kochbuch besitze ich seit kurzem auch - bisher steht es aber noch 'ungekocht' im Regal.
Das hört sich ja mal spannend an!
AntwortenLöschenLg, Tanja
Wieder so ein schönes Hildmann-Rezept! Da freu ich mich schon, wenn die Erdbeerzeit kommt, damit ich das ausprobieren kann. Bis dahin habe ich es hoffentlich geschafft, dass ich Cashew-Mus finde.
AntwortenLöschenIch geb Dir auch Recht....Sülze klingt fies...dafür siehts umso leckerer aus, Ich hab noch Mandelmus da, das auf Verwertung wartet...das könnte ich doch....
AntwortenLöschenDas ist ja lustig. Vor Kurzem bin ich diesem Hildmann auch virtuell über dem Weg gelaufen. Hab mir dann auc You Tube ein Rezept angesehen und hab dann sein Petersileienpesto gleich nachgemacht. War aber so lecker wie es aussah. Das ist das zweite Rezept, das ich von Veganern nach Hause gebracht habe (virtuel) Das erste ist die Idee mit Öl statt Butter in cupcakes. Die werden einfach so saftiger, obwohl ich so auf Butter ansonsten stehe. :-) Ich hab schon einmal ein Mandelmilch-Pannacotta gemacht. Sülze verwende ich eigentlich nur für salzige Sachen. Und jetzt entdecke ich seit einem halben Jahr die Sojamilch für die ich mich mehr und mehr wegen dem Lezithin begeistere.
AntwortenLöschenCashewnüsse sind bei mir ohnehin hoch im Kurs im Moment, also speichere ich gleich mal Dein Rezept vom Attila.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch.
Anna
Wow, klingt echt toll. Ich mag das Wort Sülze, fand es im ersten Moment aber in Kombi mit Dessert seltsam. Wo hast Du denn das Cashew-Mus gefunden? Habe ich noch nie entdeckt hier im Bio-Laden... Schönen Sonntag! rike
AntwortenLöschenHallo liebe Barbara,
AntwortenLöschenmmmh ... sieht das appetlich aus!
Hörst Du gerade, wie mein Magen knurrt? Er möchte auch so einen leckeren Nachtisch!
Tolles Rezept und einfach in der Herstellung!
Werde ich unbedingt testen!
Einen relaxten Sonntag wünscht Dir
Anfrieda
Das Buch ist garnicht schlecht, hab schon ein paar rezepte gekocht, deine Sülze würde uns auch schmecken ;)
AntwortenLöschenLG Kerstin
@Ti saluto Ticino: Das Kochbuch macht sich auch gut im Regal, sieht schön aus, fühlt sich beim Durchblättern auch sehr gut an. Aber die Rezepte lohnen auch. ;-)
AntwortenLöschen@Tanja: Danke. :-)
@Turbohausfrau: Bei uns gibt das Nussmus im Bio-Supermarkt. Ich hatte noch tiefgekühlte pürierte Erdbeeren, die so langsam weg mussten, bevor es neue gibt.
@pimpimella: Aber klar, Mandelmus ist bestimmt genauso lecker damit!
@Anna: Petersilienpesto klingt auch gut, während ich kein so großer Fan von Sojamilch bin (das war früher in China der einzige Ersatz für Milch, immer schon gesüßt, bäh!).
@Rike: Unser Bio-Supermarkt hat Cashew-Mus und weitere verschiedene ungesalzene und ungesüßte Muse. Mus und Sülze, eigentlich zwei seltsame Wörter... ;-)
@27Anfrieda: Hoffe, Dir schmeckt es auch!
@Kerstin: Ah, auch ein Fan! Bei mir passiert es ja selten, dass ich mehrere Rezepte aus einem Buch nachkoche, dies war jetzt schon das vierte, glaube ich.