Donnerstag, 7. März 2013

Pilz-Cognac-Sauce zu Putenschnitzel und Nudeln

Jetzt gibt's endlich mal wieder sonnige Spielwiesenfotos! :-)

Nach dem eher trüben Februar (ein paar Rezepte und Fotos schlummern noch auf der Festplatte) werden wir zurzeit von blauem Himmel und Sonnenstrahlen verwöhnt.

Der Testesser hatte Appetit auf Geflügel und meinte, ich solle doch meine leckere Cognac-Sauce dazu machen.

Putenschnitzel mit Pilz-Cognac-Sauce und Tagliatelle
Hm, leckere Cognac-Sauce? Dunkel erinnerte ich mich, dass ich Angebrutzeltes gerne mal mit Cognac ablösche. Also habe ich improvisiert: Wir hatten noch Pilze, außerdem gaben eine Schalotte und eine Frühlingszwiebel sowie grüner Pfeffer Pfiff und Crème fraîche Cremigkeit. Eigentlich ganz einfach.

Zubereitung Putenschnitzel mit Pilz-Cognac-Sauce und Tagliatelle

Es hat dann auch sehr gut geschmeckt. - Und damit ich beim nächsten Mal nicht in den dunklen Gängen meines Gedächtnisses graben muss, um mein Rezept für die leckere Cognac-Cremesauce zu finden, schreibe ich es hier auf.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Putenschnitzel mit Pilz-Cognac-Sauce und Tagliatelle
Kategorien:Geflügel, Pute, Nudel, Pilz
Menge:2 Personen

Zutaten

2Handvoll Braune Champignons
1Zweig Rosmarin
1  Schalotte
1  Frühlingszwiebel
 Etwas Olivenöl und Butterschmalz
2  Putenschnitzel
1Teel. Mehl
2-5Essl. Cognac
1-2Teel. Grüner Pfeffer; wer mag
100Gramm Crème fraîche
   Salz, Pfeffer
250Gramm Tagliatelle
   Salzwasser

Quelle

 improvisiert
 Erfasst *RK* 06.03.2013 von
 Barbara Furthmüller

Zubereitung

Pilze in Scheiben schneiden, mit Rosmarin und etwas Olivenöl in eine beschichtete Pfanne geben und anbraten. Schalotte und das Weiße der Frühlingszwiebel in Würfel bzw. Scheiben schneiden und dazu geben, weiterbraten.

Wasser zum Kochen bringen, Salz hinzufügen und die Nudeln nach Packungsanweisung ca. 8-9 Minuten al dente kochen.

Währenddessen den Inhalt der Pfanne beiseite schieben, Butterschmalz und etwas Olivenöl zufügen. Die Putenschnitzel salzen und mit einem Hauch Mehl bestäuben. In die Pfanne geben und anbraten. Wenden. Pfeffern. Mit Cognac ablöschen und die Crème fraîche unterrühren. Kurz alles zusammen schmurgeln lassen.

Die Nudeln abgießen und unterheben. Das Grüne der Frühlingszwiebel scheibeln und darüber geben.

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Nachtrag: Weil das Rezept echt schnell ging und so lecker war, reiche ich es beim Event Cucina Rapida ein.

Montag, 4. März 2013

Beeren-Quark-Schmand-Torte

Auch ich reiche noch die Geburtstagstorte für Zorra nach - wer so fleißig auf eine neue Blog-Adresse umzieht (ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie kompliziert und zeitaufwändig das ist...) und dann noch Geburtstag hat, verdient nicht nur eine Babypute, sondern natürlich auch eine richtige Torte!!!

Diese hier ist leicht, luftig, beerig, frisch und rosa - also perfekt für das Geburtstagskind, finde ich. :-)

Beeren-Quark-Schmand-Torte
Im Gegensatz zu meiner Standard-Himbeer-Schmand-Torte enthält diese eine Menge Quark und wird damit von Geschmack und Konsistenz ein wenig anders, milder, cremiger.

Basis ist auch hier ein selbstgebackener Biskuitboden (Rezept hier), der am besten am Vortag gebacken wird. Dann lässt er sich nämlich besser schneiden.

Hier die Zubereitungsschritte:

Zubereitung Beeren-Quark-Schmand-Torte

Dekorieren kann man natürlich, wie man will... Ich hatte diesmal eine kreative Ader. Außerdem musste ich überdecken, was eines dieser schnurrenden Wesen heimlich weggenascht hatte...

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Beeren-Quark-Schmand-Torte
Kategorien: Backen, Torte, Biskuit, Beeren, Quark
Menge: 1 Torte (26 cm Durchmesser)

Zutaten

1  Biskuitboden*
H QUARK-SCHMAND-MASSE
500-600Gramm Gemischte Beeren (ich hatte tiefgekühlte)**
6Blätter Gelatine***
500Gramm Quark****
150Gramm Schmand****
125Gramm Zucker; sehr fein
1  Zitrone; Saft davon
300-400Gramm Sahne
1Essl. Vanillezucker
1  Vanilleschote; ausgekratzt (wer mag)
H ZUR DEKORATION
 Einige Schöne Beeren
   Sahne; geschlagen
   Melisse- oder Minzeblättchen; wer mag und hat

Quelle

 eigene Vorgehensweise nach verschiedenen Rezepten
 Erfasst *RK* 10.02.2013 von
 Barbara Furthmüller

Zubereitung

Den Biskuitboden zurecht stellen. Eine Springform oder einen Tortenring darum legen.

Gelatine nach Packungsanweisung 5-10 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Die Hälfte der Beeren in einen Topf geben und erhitzen. Dabei umrühren, etwas vom Zitronensaft dazugeben und weiter erhitzen.

Quark, Schmand, Zucker und den Rest vom Zitronensaft in einer Schüssel cremig rühren.

Die Gelatine ausdrücken und in die heißen Beeren geben. Gut verrühren. Diese Beeren-Gelatine-Mischung in 3-4 Portionen in die Quark-Schmand-Masse rühren. Ca. 30 Minuten kalt stellen.

Sahne mit Vanillezucker und Vanille steifschlagen. Etwas Sahne für die Dekoration zurückbehalten. Sahne vorsichtig unter die Beeren- Quark-Masse heben. Die Beeren, bis auf ein paar für die Dekoration, unterheben.

Die Beeren-Creme auf den Biskuitboden geben und glatt streichen.

Die Torte mindestens 4-5 Stunden kühl stellen.

Vor dem Servieren mit Sahnetuffs, zurückbehaltenen Beeren und evtl. Minze- oder Melisseblättchen verzieren.

* Siehe Rezept Biskuitboden für Obstkuchen oder Torte

** Ich hatte 250 g Beerenmischung und den Rest Himbeeren.

*** Im Hochsommer würde ich 8 Blatt nehmen, damit es sicher hält.

**** Wer keinen Schmand bekommt, kann ihn auch durch Quark ersetzen.

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Eine weitere Torte gibt's bei Zorras Zwillingsschwester im Geiste Pimpi-MEL-la, und zwar hier. Damit haben wir doch eine super Geburtstagsfeier! Herzlichen Glückwunsch und Dir und dem Kochtopf weiterhin alles Gute! :-)

Mittwoch, 27. Februar 2013

Meine Kamera

Zorra hat das Event food-o-grafie wiederbelebt. Eine erste Auflage gab es ab 2008 und ich war mir total sicher, dass ich noch Fotos vom ersten Event irgendwo herumliegen haben müsste.

Ich erinnerte mich auch, dass ich es damals nicht geschafft hatte, wirklich mitzumachen, aber Fotos hatte ich geschossen. - Naja, es war jetzt ganz interessant, die diversen Fotos vom Herbst 2008 anzuschauen, aber die gesuchten habe ich nicht mehr gefunden. :-)

Barbara mit Mango-Dessert beim FotografierenAlso auf ein Neues: Inzwischen habe ich eine andere Kamera. Es ist eine kleine handliche Canon IXUS 80IS, mit der ich eigentlich sehr zufrieden bin. Ich habe sie gekauft, weil ich sie beruflich brauche, vor allem, um zu dokumentieren. Nebenbei mache ich damit Food- und inzwischen auch Urlaubsfotos.

Die Kamera wurde also nicht für Food-Fotografie zugelegt. Warum auch? Ich blogge ja nicht professionell, will auch keinen Bildband herausgeben und wozu sollte ich dafür extra Geld ausgeben? Also nutze ich, was ich habe.

Unübersehbarer Vorteil ist die Größe: Sie passt locker in jede Hosentasche und ich trage sie wirklich häufig mit mir herum. Die IXUS-Linie finde ich zudem vom Design her ansprechend, das war sicher auch ein Kaufgrund. Außerdem war sie nicht teuer.

Meine Kamera und ich im UrlaubSie hat einen 8,0-Megapixel-Sensor und ein 3fach optisches Zoomobjektiv mit Bildstabilisator. Neben Fotos macht sie kleine Videos, was ich auch sehr praktisch finde. Ich hänge sie entweder mit einem beigefügten Kabel an einen Computer oder ich entnehme die Speicherkarte und stecke diese in den Laptop, dann werden die Fotos heruntergeladen.

Früher hatte ich Spiegelreflexkameras mit verschiedenen Objektiven und meist nicht dasjenige dabei, das ich gerade brauchte. Oder es dauerte ewig, bis ich ausgepackt, umgeschraubt, usw. hatte und das Motiv war längst weg. Das 300er Tele war so schwer, dass freigehaltene Fotos meist verwackelten. Daher bin ich zu solch kleinen Digitalkameras übergeschwenkt.

Nachteil: Die Qualität ist natürlich eine ganz andere... Dass meine Fotos meist so hässlich authentisch aussehen, liegt aber natürlich vor allem daran, dass ich kurz draufhalte und fertig. Meine Blogs sind für mich praktisch überall verfügbare Tagebücher, also sollen die Fotos Dokumentation sein, mehr nicht. Ich habe schon lieb gemeinte Tipps und Hinweise und sogar als Rezensionsexemplar das Buch Foodfotografie von Peter Rees bekommen, was ich alles auch gerne gelesen habe - aber nichts hat mich bisher so motiviert, dass ich wirklich Lust bekam, mehr Energie in meine Fotos zu stecken... Das kann sich aber natürlich irgendwann noch ändern.

Macarons fotografiert von Barbara mit ihrer Canon Digital IXUS 80 IS Ein Originalfoto von heute Nachmittag. (Normalerweise würde ich zumindest den rechten Rand wegschneiden.) Motiv auf einen kleinen Tisch gestellt, Kamera eingeschaltet, manueller Modus (den habe ich drin, damit ich nicht aus Versehen blitze), scharfgestellt wird die Mitte des Fotos. Es war wohl ein 1/160stel, wenn ich die EXIF-Informationen richtig lese.

Die Farbe des Deckels links oben passt nicht - meine Augen sehen in Wirklichkeit mehr Rotanteil, auf dem Foto sieht der Karton fast lila aus. Keine Ahnung, woran das liegt.

Für Food-Fotos habe ich die Kamera so eingestellt, dass die Mitte des Bilds scharf gestellt wird, weil die Kamera bei meinen Spielwiesenfotos sonst oft etwas anderes scharf stellen möchte. Für andere Fotos stelle ich um; die Kamera hat eine sog. Face-Detection-Technologie, d.h. sie sucht sich Personen im Foto raus und stellt diese scharf. Lustig finde ich ja den Lächelerkenn-Modus mancher Kameras, die erkennen, wenn jemand lächelt und dann auslösen. Das kann meine nicht (brauche ich aber auch nicht).

Macarons fotografiert mit Makro (Canon IXUS 80 IS)
Hier noch ein Foto mit einem Feature, das ich manchmal ganz gerne nutze: Leicht auszuwählen stellt die Funktion Makro auch das scharf, was sehr nahe ist. Der Hintergrund ist dann etwas unscharf.

food-o-grafie 2013 - #1 Kamera Ausrüstung (Einsendeschluss 28.02.2013)Um Zorras Fragen noch zu beantworten: Die Kamera gibt es nicht mehr, ich würde mir heute eine mit einer etwas kleineren Brennweite kaufen, d.h. mehr Weitwinkel. Für Food-Fotos ist das wahrscheinlich gar nicht so gut, aber im normalen Leben kriegt man einfach mehr drauf.

Inzwischen ist meine liebe Kamera leider etwas verschlissen und ich werde mich bald von ihr trennen. Manchmal kommt halt Sand rein, dann geht sie nicht mehr zu oder lässt sich ein paar Monate lang nicht mehr richtig zoomen. Knirschen tut sie auch. Außerdem ist sie mir schon oft runtergefallen... Und inzwischen hat sie einen üblen Kratzer, den man vor allem sieht, wenn man 3fach zoomt. Ich werde mir also eine neue kaufen müssen.

Damit habe ich mich noch nicht wirklich beschäftigt. Daher ist das Event natürlich interessant.

Montag, 18. Februar 2013

Italienisch-Wiener-Küche in Berlin

Zurzeit überschlagen sich Presseagenturen und Hersteller wieder mit Mails an Foodblogger. Die meisten lese ich gar nicht, weil einfach zu viel reinkommt und ich eigentlich ganz in Ruhe vor mich hinkochen, -backen und darüber bloggen will und fertig.

Manchmal frage ich mich auch, was die Anfragen mit mir und meinem Blog zu tun haben. Massenmails von Praktikanten sind meist als solche erkennbar, und mein Blog qualifiziert mich nicht zur Testerin manch konventioneller Massenware von Industriekonzernen oder gar zu Berichten über Treppenlifte, denke ich.

Da ich kürzlich sowieso beruflich nach Berlin musste, habe ich nach kurzer Überlegung jedoch eine professionell-sympathisch formulierte Einladung zu einem italienischen Abend angenommen.

Sarah Wiener im Interview
"Exklusiver Abend mit traditionsreichen Produkten der italienischen Esskultur" nannte sich das, "neu interpretiert durch die Starköchin Sarah Wiener" und es galt als Branchen-Event anlässlich der Messe Fruit Logistica, die zeitgleich in Berlin stattfand.

Hintergrund für die Aktion ist die Förderung italienischer Obst- und Gemüseprodukte in Deutschland.

Ob die es wirklich nötig hat, habe ich mich kurz gefragt... Die meisten meiner Bekannten (und ich sowieso) mögen italienisches Essen und italienische Produkte. Italien ist der drittgrößte Obst- und Gemüselieferant Deutschlands, nach Spanien und den Niederlanden (und ich schätze mal, China holt hier auf). Das Importvolumen beträgt 5,5 Milliarden Euro und Deutschland ist damit an erster Stelle der Exporte italienischer Agrarprodukte. Noch mehr wird im Land selbst konsumiert.

Italienische ProdukteNeben den bekannten Produkten wie Wein, Tomaten, Olivenöl, Parmesan, Gorgonzola, Campari, Parmaschinken, Salami, usw. kaufe ich auch sehr gerne Obst und Gemüse, das man oft in sehr guter Qualität bekommt. Das Foto stammt aus der Empfangshalle: Da war solch eine Menge an Spezialitäten aufgebaut, dass man sofort Appetit bekam!

Mittwoch, 13. Februar 2013

Gebratene Paprika mit Sichuanpfeffer aus dem Wok

Ich habe noch ein weiteres schnelles Rezept für den Wok.

Das passt ja, noch 2 Tage hat man Zeit für Sandra from-Snuggs-Kitchen, die den aktuellen Event in Zorras Kochtopf ausrichtet, Rezepte nach dem Motto Ran an den Wok abzuliefern.

Diesmal hatte ich eine knackige rote Paprika und eine halbe gelbe.

Gebratene Paprika mit Sichuanpfeffer
Beides zusammen mit einem Hauch Sichuanpfeffer war ein schönes Gemüsegericht.

Zubereitung Gebratene Paprika mit Sichuanpfeffer

Dazu gab's noch zwei weitere Gerichte, damit man etwas Abwechslung hat.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Gebratene Paprika mit Sichuanpfeffer
Kategorien:Gemüse, Paprika, China
Menge:1 Rezept*

Zutaten

2-3Essl. Öl; am besten Erdnussöl
1-2  Rote (und gelbe) Paprika
1Prise Sichuanpfeffer
1Prise Salz
1Prise Zucker

Quelle

 aus China mitgebracht
 Erfasst *RK* 19.01.2013 von
 Barbara Furthmüller

Zubereitung

Paprika halbieren, Strunk und Inneres entfernen, Rest in Streifen, dann in Stücke schneiden, die etwas dreieck-trapezartig aussehen.

Einen Wok oder eine große Pfanne erhitzen, Öl hineingeben und heiß werden lassen. Paprikastücke zugeben und bei starker Hitze unter Rühren ca. 1-2 Minute lang braten. Den Deckel aufsetzen und bei niedriger Temperatur gute 5 Minuten köcheln lassen, dabei immer mal wieder umrühren. Sichuanpfeffer etwas mörsern und nach ca. 3 Minuten dazu geben, weiter garen. Die Paprikastücke sollten einigermaßen durch sein und an einigen Stellen dunkle Stellen aufweisen.

Am Ende der Garzeit Salz und Zucker zufügen und alles nochmal gut verrühren.

* Das Rezept wird zusammen mit Reis und weiteren Gerichten serviert.

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Blog-Event LXXXIV - Ran an den Wok (Einsendeschluss 15. Februar 2013)

Sonntag, 10. Februar 2013

Essen in Shanghai

So, weiter geht's mit ein paar Fotos von meinem Essen, das ich in letzter Zeit fotografiert habe. Da heute in China Neujahr ist und man dort kräftig und vor allem lautstark feiert, habe ich mir ein paar Fotos angeschaut und packe ein paar hier auf das Blog.

Ich war ja Ende letzten Jahres für eine Weile beruflich in Shanghai und habe dort recht viel fotografiert. 

Suzhou - Gefüllte Teigtaschen im ParkDas hier war jetzt gar nicht in Shanghai, sondern 100 km entfernt in Suzhou, das vor allem für seine Gärten weltberühmt ist. Daneben gibt es noch Kanäle, Seide und natürlich etwas zu essen. Im Park nahe der sehenswerten Nordtempel Pagode haben wir diese leckeren kleine Baozi gegessen und Tee dazu getrunken.

Ich finde es ganz interessant, dass ich doch häufiger mein Essen fotografiere, wenn ich unterwegs bin und sowieso viel fotografiere. Ein paar Sehenswürdigkeiten, etwas Dokumentation im Job, und dann halt noch das Essen, wenn die Kamera sowieso schon in der Hosentasche ist. ;-)

Hier ein paar Gerichte eines Abendessens in einem Restaurant in Shanghai:

Shanghai - Abendessen
Schön anzusehen und wunderbar knackig war der eingelegte Rettich, der kalt mit etwas Salatblättern und Chiliröllchen serviert wurde. Rechts daneben Stangensellerie, Karotte und, ich glaube, Bananenblüten, die Sauce ein wenig angedickt, mild, schmackhaft. Unten kleine Fische in einer würzigen Suppe. Rechts superlecker schmeckende gefüllte Kekse mit Cashewnüssen.

Shanghai - Abendessen mit rotem Reis
Hier ein anderes Abendessen, oben roter Reis im Bambustopf, darunter Yams mit Heidelbeersauce (das musste ich mal probieren!), das kalt serviert wurde.

Darunter eine Ente Sichuan-Art scharf gewürzt, und unten gemischtes Gemüse - ich glaube, das waren Zuckerschoten, Lotuswurzeln und dunkle Pilze. Dazu gab's ein Bier.

Ich trinke in chinesischen Restaurants abends meist Bier, weil ich finde, dass das am besten passt. Reis- oder Hirseschnaps muss nicht sein, amerikanische Softdrinks mag ich nicht, da bleibt fast nur Bier.

Hier hatte ich mal ein Glas Heidelbeersaft, den mir eine liebe chinesische Freundin empfohlen hatte. Da waren sogar ein paar Beerchen drin - auch mal was anderes, war gut.

Barbara beim Abendessen in Shanghai

Zum Essen gab's Sashimi, vegetarische Pseudo-Abalone links, Rindfleisch mit Zwiebeln, Hähnchen, Bohnen, usw. - es war eine Menge und richtig lecker. Schön abwechslungsreich.

Inzwischen findet man zumindest in Shanghai alles, was man sich vorstellen kann. Lustig fand ich die Torten, die ich hier in einem Supermarkt fotografiert habe:

Shanghai - Torten im Supermarkt

Es war kurz vor Weihnachten, daher eine französische Bûche de Noël rechts, links daneben eine etwas modernere Torte. Probiert habe ich sie nicht; oft ist mir der Geschmack asiatischer Torten zu süß und flach. Aber sie sehen gut aus. :-)

Und hier ein paar Schnappschüsse meiner Teller in der Kantine:

Shanghai - Kantinenessen
Ihr seht, dass es immer eine ganze Menge Reis gibt. Ich sage zwar immer, dass ich wenig will, aber meist hauen die fürsorglichen Frauen an der Essensausgabe dann doch viel drauf, damit ich auch sicher satt werde.;-)

Hier die in dünne Tofuhaut gehüllte Teigtasche angebissen, sie war mit Fleischmasse gefüllt. Oben nochmal etwas tofumäßiges, dünn wie Nudeln, aber doch mit anderem Geschmack. Daneben eine Art Eierstich, rechts war glaube ich Schweinefleisch süß-sauer, unten rechts Sojabohnensprossen mit grüner Paprika.

Am Schluss trinkt man die Brühe, die diesmal Algen enthielt. Dazu gab's noch einen Becher Joghurt und eine Mandarine, zum Mitnehmen oder gleich essen bzw. trinken (den Joghurt trinkt man).

Recht gesund, finde ich. Und für eine Kantine wirklich gut.

Die Brühe auf dem folgenden Foto enthielt Wachskürbis, auch Wintermelone genannt. Zur Erinnerung: Alle Fotos im Blog werden größer, wenn man drauf klickt!

Shanghai - Kantinenessen
Im Uhrzeigersinn daneben waren glaube ich Süßkartoffeln, dann Sojasprossen, dann geräucherter Speck, unten rechts Hähnchen, Pilze, grüne Paprika, dann der Reis und Spiegeleier.

Hier hatte ich mal auf Suppe verzichtet und von oben im Uhrzeigersinn mariniertes Schweinefleisch mit grünen Chilis zusammen gewokt, dann Karotten, Stangensellerie, Bambus und Fleischfitzel, daneben Rührei mit Speck.

Shanghai - Kantinenessen

Unten braun-geschmorte Auberginen, dann eine Menge Reis und links mein geliebtes grünes Gemüse, 油菜 yóucài, der meist mit chinesischer Senfkohl übersetzt wird.

Sehr gerne bin ich abends zur nächsten Straßenkreuzung gepilgert, dort gab es bei gutem Wetter mehrere fliegende Restaurants. Manche mit gebratenen Nudeln oder Reis, man wählt aus, welche Zutaten man will und der Koch brät. Am liebsten sind mir die verschiedenen Spieße, die man sich zusammenstellt und dem Grillmeister in die Hand drückt. An einem kleinen transportablen Holzkohlegrill wird noch kurz gewürzt und dann gekonnt gebraten. Manchmal kam es zwar vor, dass die Spieße verwechselt wurden, andere Köche hatten bessere Patente, wie sie sich merkten, wer welche Spieße bekommt.

Shanghai - frisch gegrillte Spieße

Verschiedenste Gemüse und Pilze, daneben Fleisch, Garnelen, Innereien, Tintenfisch, Tofu - was das Herz begehrt.

Und wer jetzt denkt, dass ich in China ausschließlich chinesisch esse, der irrt. ;-)

Shanghai - Barbara mit Burger
Es gibt ja auch westliches Essen. Hier esse ich einen Burger mit Schimmelkäse, Zwiebeln und Pommes. Muss auch mal sein. ;-)

Dieses Foto hat übrigens Anneli aufgenommen, die in Shanghai lebt, mein Blog liest und ab und zu hier kommentiert.

Wir kannten uns nur virtuell über die Kommentare, dann über ein paar Mails und haben uns in Shanghai getroffen. Es war ein super Nachmittag und Abend - ich hoffe, wir treffen uns bald wieder! Grüße von hier aus.

Glückliches Chinesisches Neujahr Euch allen!

P.S.: Zu chinesisch Neujahr gibt's klassischerweise Jiaozi. Für mein Rezept hier klicken!

Donnerstag, 7. Februar 2013

Römersalat mit Speck und Pinienkernen

Im Winter habe ich wenig Appetit auf klassische Sommersalate - logisch... Dafür gibt's viel frisches Gemüse aus dem Wok, kurz blanchiert oder auch mal roh.

Eine Alternative sind lauwarme Salate, so wie dieser hier, den ich kürzlich mal mittags improvisiert hatte.

Römersalat mit Speck und Pinienkernen

Speck und Pinienkerne gaben etwas Pfiff zu dem grünen Salat.

Zubereitung Römersalat mit Speck und Pinienkernen

Schön winterlich, mit einer Scheibe Brot dazu war das richtig gut.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Lauwarmer Römersalat mit Speck und Pinienkernen
Kategorien: Salat, Warm, Römersalat, Winter
Menge: 2 Personen

Zutaten

1-2  Mini-Romanasalatköpfe
1  Knoblauchzehe
1  Schalotte
1Essl. Geräucherter Speck; in Scheiben geschnitten
1Essl. Pinienkerne
3-4Essl. Öl
2Essl. Weißweinessig
   Salz, Pfeffer

Quelle

 Erfasst *RK* 03.02.2013 von
 Barbara Furthmüller

Zubereitung

Römersalat waschen und in Scheiben schneiden. Schalotte und Knoblauch schälen und in Scheiben oder Würfel schneiden.

Eine Pfanne erhitzen und den Speck darin anbraten. Pinienkerne dazu geben. Schalotten- und Knoblauchwürfel hinzufügen und alles zusammen anbrutzeln, evtl. etwas Öl dazu geben, damit nichts anbrennt. Die Salatblätter zufügen und kurz zusammenfallen lassen.

Öl, Essig und Gewürze zugeben und abschmecken.

Taugt mit einer Scheibe Brot als Mittagessen.

Tipp: Wer es etwas nobler mag, entfernt Speck und Pinienkerne, lagert sie warm, und brät dann den Rest separat an; so bleibt der Speck knuspriger und die Pinienkerne laufen nicht Gefahr, zu dunkel zu werden.

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Weitere winterlich lauwarme Salate: