Sonntag, 29. November 2009

Mango-Jogurt-Eis

Ich mag Obst ganz gerne. Im Sommer alles, was im Garten wächst, im Winter auch mal exotische Früchte.

Mangos liebe ich, allerdings ist es schwierig, richtig gute, aromatische Früchte zu bekommen. Im Urlaub ist das meist kein Problem - vor allem in Thailand oder Indonesien habe ich schon wunderbare gegessen. Inzwischen wachsen auch in Spanien leckere Exemplare, so dass die Umweltbelastung für Flugmangos etwas geringer ausfallen dürfte, wenn man große Mengen einfliegen würde. Von Spanish Mango habe ich ein Probierpaket bekommen, drei wirklich sonnenverwöhnte Mangos, die uns super geschmeckt haben. Danke dafür!

Letztes Jahr sind wir durch landschaftliche Anbauflächen in Südspanien gefahren - von der Sonne verwöhnt wächst da fast alles an Obst und Gemüse, was man sich so vorstellen kann. Manchmal beneide ich Zorra darum, dass sie dort leben darf. :-)

Rezept Mango-Jogurt-Eis

Egal, wir holen uns die Sonne auf den Tisch - mit leckerem Mango-Eis!

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Mango-Jogurt-Eis
Kategorien:Süßspeise, Eis, Mango, Joghurt
Menge:1 Rezept ergibt gut 1 Liter Eismasse

Zutaten

1groß.Mango - eine reife, aromatische nehmen!!!
Minzeblätter
1-2Limetten
75-100GrammZucker
500GrammJoghurt

Quelle

www.spanishmango.com
Erfasst *RK* 21.11.2009 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Mango schälen und den Kern entfernen. In kleine Würfel schneiden. Minzeblätter klein hacken, Limetten auspressen. Mangowürfel, gehackte Minzeblätter, Limettensaft, Zucker und Joghurt mischen. Alles im Mixer fein pürieren.

Die Mango-Joghurt-Creme in eine Eismaschine geben und gefrieren lassen.

Alternativ im Tiefkühlfach gefrieren lassen: Dazu die Masse bis kurz vor dem Gefrieren kühlen, herausnehmen und zerstoßen oder umrühren, so dass das Eis aufgebrochen wird. Diesen Vorgang zwei bis drei Mal wiederholen. Dies dient dazu, dass die Eismasse etwas cremig wird.

Entweder pur oder mit Keksen, Eiswaffeln, Likör, Rum oder spanischem Brandy servieren.
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Das Eis ist völlig problemlos in der Herstellung - man rührt alles zusammen, püriert kurz (ich habe den Stabmixer verwendet) und friert es ein. Das Ergebnis ist ein cremiges Eis, das wunderbar nach Mango schmeckt.

Heute darf der Nachbarkater mal wieder mit aufs Bild. Er passt farblich gut zum gelben Eis, finde ich. :-)

Donnerstag, 26. November 2009

Pasta mit Rotkohl-Sugo

Als November-Thema im Gärtner-Blog habe ich Rotkohl gewählt.

Rotkohl, Rotkraut, Blaukraut - egal wie man ihn nennt, der Bursche ist gesund, überall erhältlich, billig und lässt sich roh, gebraten oder gekocht verwenden. Ein optimales Herbst- und Wintergemüse also.

Heutzutage scheint er vor allem im Glas vorzukommen: Die Praktikantin jedenfalls, die im Supermarkt die Kasse bediente, musste erst klingeln und bei ihrer Ausbilderin nachfragen, was das denn sei, was ich da aufs Band gelegt hatte...

Ich mag Rotkohl gerne als Salat und weniger als totgekochte 0815-Beilage in Gasthäusern. Für den Event wollte ich etwas anderes probieren und habe länger gesucht. Hängen geblieben bin ich bei einem Rezept, das Rotkohl und Tomaten als Pastasauce kombiniert. Das klang interessant und gestern habe ich das in der Mittagspause schnell gekocht.

Im Originalrezept wird der Kohl erst angebraten, dann 12 Minuten gedünstet, dann 12 Minuten leicht gekocht. Ich finde, es geht deutlich kürzer: Der Kohl wird trotzdem weich und ein kleines bisschen Biss darf er für mich sowieso gerne haben.

Gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Farbe. Der Kohl färbt lila, vom Rot der Tomaten oder der Nudelfarbe bleibt nichts übrig. Hübsch ausgesehen hätten sicherlich noch ein paar grüne frische Kräuter als Farbklecks...

Aber geschmeckt hat es - ich war echt beeindruckt. Der Rotkohl bringt eine leicht süßliche Komponente ins Spiel, die gut mit dem Käse und den Nudeln harmoniert.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Pasta mit Rotkohl-Tomaten-Sugo
Kategorien:Teigware, Nudel, Rotkohl, Tomate
Menge:2 Portionen

Zutaten

1/2Rote Zwiebel
1-2Knoblauchzehen
300GrammRotkohl (1/4 Kopf ca.)
Salz
1DoseTomaten in Stücken
1-2Essl.Olivenöl
2Essl.Portwein oder Rotwein
Oregano, Majoran o.ä.
Pfeffer
Salzwasser
200-250GrammPasta, z.B. Tagliatelle, Penne
2Essl.Parmesan oder Pecorino

Quelle

nach einem Rezept in Gusto 2003
Erfasst *RK* 25.11.2009 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken. Rotkohl fein schneiden oder hobeln.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin goldgelb braten. Knoblauch und Rotkohl zugeben, salzen, unter Rühren anbraten.

Wer mag, kann das Ganze jetzt wie im Originalrezept zugedeckt 12 Minuten dünsten - ich finde, das muss nicht sein.

Mit Portwein ablöschen, die Tomaten dazugeben und für 10-12 Minuten köcheln lassen, bis sich eine dicke Sauce gebildet hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nudeln in Salzwasser bissfest kochen, abseihen und mit dem Sugo vermischen.

Auf Teller verteilen, Käse darüber reiben und genießen.

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Rotkohl lohnt sich also - ein tolles Gemüse. Zu Anbau usw. habe ich interessantes im Gärtner-Blog zusammengestellt.

Dienstag, 24. November 2009

Daim-Walnuss-Torte

Eine Daim-Walnuß-Torte wollte ich seit Ewigkeiten wieder backen. Das Rezept stammt im Original aus einem der Modetorten-Bücher von Dr. Oetker. Die Kombination aus Biskuit, der gehackte Walnüsse enthält, knackig-karamelligen Daims und viel Sahne ist super. Ich hatte die Torte vor Jahren schon gebacken, als Besuch da war, der beim Essen half. Für zwei Personen ist sie zu mächtig...

Aber dafür gibt's ja eine Lösung: Einfach eine kleine Torte backen! Das Rezept habe ich grob halbiert (aus 5 Eiern wurden 2 große) und meine 18 cm-Form gefüllt. Das Törtchen reichte uns locker für einen gemütlichen Sonntagnachmittagskaffee, es blieb sogar noch einiges übrig. Der Aufwand hält sich in Grenzen und das Ergebnis ist wirklich super.

Ich hatte nur diese kleinen Daims. Damit war das Ergebnis etwas schokoladiger und etwas weniger karamellig. Jedes Mal, wenn ich in Schweden bin, bringe ich mir große Riegel mit, weil ich plane, diese Torte zu backen. Irgendwie sind die aber immer schnell weg... ;-)


Da die Torte nur 18 cm groß ist und Walnüsse enthält, passt sie auch wunderbar zu Hedonistins aktuellem Event Kleine Kuchen mit Nüssen.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Kleines Daim-Walnuss-Sahnetörtchen
Kategorien:Backen, Torte, Biskuit, Walnuß, Sahne
Menge:1 Torte mit 18 cm Durchmesser ergibt ca. 8 Stücke

Zutaten

HNUSSBISKUIT
2Eier, Größe L
2Teel.Kaltes Wasser
1Messersp.Salz
50-75GrammZucker
1Essl.Vanillezucker
70GrammMehl
1Teel.Backpulver
50GrammWalnüsse; gehackt
HFÜLLUNG UND DEKORATION
2-3BlätterWeiße Gelatine
300-400mlSchlagsahne
50-60GrammDaim- oder andere Karamell-Schokolade-Riegel
1Essl.Orangen-Limetten-Ingwer-Marmelade (oder normale
-- Orangenmarmelade, Aprikosenkonfitüre o.ä.)
2Essl.Daim; fein gemahlen
2-6Daim Minis
EinigeWalnußkernhälften

Quelle

nach Dr. Oetker Buch: Noch mehr Modetorten,

etwas abgewandelt
Erfasst *RK* 22.11.2009 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Eine Springform mit 18 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen und bereit stellen. Den Rand nicht fetten!

Eier trennen. Eiweiß mit Salz und kaltem Wasser schaumig rühren. Zucker und Vanillezucker dazugeben und weiter schlagen, bis es nicht mehr knirscht. Auf niedrigster Stufe kurz das Eigelb unterheben.

Mehl und Backpulver mischen, sieben und mit einem Schneebesen vorsichtig unterheben. Nicht zu lange vermischen oder gar rühren, sonst entweicht zu viel Luft aus der Masse. Walnüsse unterheben.

Den Teig in die Springform füllen. Die Form auf dem Rost in den Backofen schieben und sofort bei 160°C Umluft (Ober-/Unterhitze: 180°C, Gas Stufe 3) ca. 25 Minuten backen. Stäbchenprobe machen: Wenn man ein Holzstäbchen hineinsticht, sollte kein Teig mehr daran kleben bleiben.

Den Boden aus der Form lösen, auf einen Kuchenrost stürzen, Backpapier abziehen und erkalten lassen.

Den Walnuss-Biskuitboden zweimal waagerecht durchschneiden.

Für die Füllung Gelatine in kaltem Wasser mind. 5 Minuten einweichen. Sahne fast steif schlagen. Gelatine ausdrücken, im Wasserbad (kochendes Wasser in einem Topf, darin eine Schüssel mit den Gelatineblättern) auflösen. Etwas Sahne unter die Gelatine heben und verrühren. Diese Masse unter die Sahne rühren. Dann die Sahne vollkommen steif schlagen.

Die Daim-Riegel mit einem Messer hacken. Gut die Hälfte der Sahne mit den gehackten Daim-Riegeln vermischen. Die Hälfte dieser Daim- Sahne-Masse auf den unteren Boden geben, den zweiten Boden darauflegen, mit der restlichen Daim-Sahne-Masse bestreichen und den dritten Boden darauflegen.

Marmelade durch ein Sieb auf den oberen Boden streichen. Mit den gemahlenen Daims bestreuen, etwas andrücken und die Torte in 8 Stücke teilen.

Die restliche Sahne in einen Spritzbeutel geben. Eine Verzierung auf den oberen Boden spritzen, den Hauptteil der Sahne an den Rand der Torte spritzen. Den Tortenrand mit einem gezackten Spachtel o.ä. verzieren. Die Torte mit halbierten Daim-Minis und Walnusshälften garnieren.

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Schön ist es natürlich, wenn man die Walnusshälften karamellisiert. Dazu war ich für diese kleine Menge dann doch zu faul...

Vor einem Jahr habe ich übrigens eine Mini-Quittentorte gebacken, die auch einen Walnussbiskuit als Basis hatte, allerdings nach einem anderen Rezept.

Entegutallesgut hat vor ein paar Tagen über Teige bzw. Massen philosophiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass es eine Menge mehr gibt als die, die man üblicherweise kennt und nutzt. Ein weites Feld und viel Platz für künftige Backaktionen. :-)

Sonntag, 22. November 2009

Hirsch mit Selleriepüree

Eines meiner Lieblingsgerichte im Herbst schmeckt zwar richtig lecker, sieht aber immer furchtbar aus...

Ich mag die Kombination von Wild mit Rosmarin und einer Rotweinsauce sowie selbst gemachten Püree aus Sellerie und Kartoffeln, in dem noch Stückchen sein dürfen...

Ein Rezept dafür habe ich nicht, es wird improvisiert:

Im Prinzip werden Sellerie und Kartoffeln weich gekocht, mit Sahne und Gewürzen püriert.

Der Hirsch wandert mit Knoblauch, Schalotten und Rosmarin in die Pfanne, darf wieder raus, der Bratensatz wird mit Rotwein abgelöscht, mit Butterflöckchen aufmontiert, Fleisch dazu. Fertig.

Dazu noch irgendein Gemüse - und man hat ein unkompliziertes herbstliches Gericht.

Da ich meine Sauce gerne flüssig mag und der Weg auf die Spielwiese weit ist, sieht es entsprechend aus... ;-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Hirsch mit Sellerie-Kartoffel-Püree und zwiebeliger Rotweinsauce
Kategorien:Fleisch, Wild, Püriert, Sauce, Herbst
Menge:2 bis 3 Personen

Zutaten

HFÜR DAS SELLERIE-KARTOFFEL-PÜREE
1/2Sellerieknolle
3-4Weichkochende Kartoffeln
Wasser oder Brühe
Salz, weißer Pfeffer
EtwasMuskatnuss
EtwasSahne
HFÜR DAS FLEISCH UND DIE SAUCE
EtwasÖl
EtwasButterschmalz
300-500GrammHirsch (Gulasch, Fleischstücke, o.ä.)
1Knoblauchzehe
1Rosmarinzweig
2-3Schalotten
100-200mlRotwein; ca.
EtwasKalte Butter
HFÜR DAS GEMÜSE
EtwasÖl
2Karotten
1Knoblauchzehe
EtwasLauch
1HandvollMangold
Salz, Pfeffer, Chili

Quelle

so ähnlich mal irgendwo gegessen
Erfasst *RK* 21.11.2009 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Für das Püree Sellerie und Kartoffeln in Würfel schneiden. Mit etwas Wasser oder Brühe in einem Topf köcheln, bis alles ziemlich weich ist. Gewürze und Sahne dazu, umrühren. Mit dem Pürierstab pürieren.

Während Sellerie und Kartoffeln kochen, bereitet man den Hirschen zu: Etwas Fett in eine Pfanne geben, Rosmarin, gehackten Knoblauch und gewürfelte Schalotten dazu geben und die Hirschstücke hineinlegen. Brutzeln lassen, so dass der Hirsch eine Kruste bekommt und etwas gart. Fleisch entfernen und warm stellen.

Rotwein (Menge nach Geschmack wer mag kann auch einen Teil Rotwein, einen Teil Wildfond o.ä. nehmen) in die Pfanne geben und die Sauce reduzieren lassen. Butter in Flöckchen unterrühren, so dass die Sauce etwas an Konsistenz gewinnt. Hirsch wieder dazu geben.

Für das Gemüse alles in mundgerechte Stücke schneiden. Karotten, Knoblauch und Lauch in Öl anbraten, Mangold dazugeben, kurz weiterbraten. Würzen.

Das Püree auf einen Teller geben, Fleisch dazu, alles mit Sauce bedecken, etwas frischen Rosmarin als Dekoration dazu legen. Das Gemüse dazu servieren.

Alternativ schmecken auch andere herbstliche Gemüse, z.B. Wirsing, Rosenkohl, Broccoli, o.ä.

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Samstag, 21. November 2009

Unordnung: Gewürze

Zorra hat zwei Beiträge zum Thema Ordnung in der Küche gebloggt und fragt, wie wir unsere Gewürze organisieren. Sie hat ein hübsches Gewürzregal bekommen, das mit den Gläschen echt praktisch aussieht.

Wir haben eine provisorische Küche, in der die Gewürze, die man täglich braucht (Salz, Pfeffer, Chili, Muskat, usw.) zusammen mit Essig, Öl, Sojasauce, u.ä. in zwei Boxen griffbereit nicht allzu weit vom Herd entfernt stehen.

Die Gewürze, die seltener gebraucht werden, sind in der Speisekammer und werden immer mal ausgemistet. Wenn ich das so sehe, ist mal wieder ein Durchgang fällig! ;-)

Lustigerweise finde ich meist mit einem Griff das Gewürz, das ich gerade brauche. Sonst ist der Karton, in dem die Gewürze lagern, ganz praktisch: Wenn ich z.B. indisch koche und viele Gewürze benötige, nehme ich den gesamten Karton rüber in die Küche und suche dort heraus, was ich gerade brauche. Meist wandern die Gewürze dann vom Tütchen direkt in den Mörser.

Die meisten Gewürze sind übrigens ganz, nicht gemahlen, weil ich sie frisch mörsere. Sie sind so weniger schimmelanfällig, länger haltbar - und aromatischer sowieso.

Freitag, 20. November 2009

Quiche Lorraine

Langsam wird es wieder Zeit, in Kochbüchern zu schmökern, die seit längerer Zeit im Regal schlummern...

Diesmal habe ich mir ein Buch aus der Culinaria-Reihe heraus gesucht. Es ist das mit dem Hahn zum Thema Französische Spezialitäten.

Die bekannteste Spezialität Lothringens ist ein herzhafter Kuchen, der schön deftig ist und den ich vor allem im Herbst und Winter mag: Die Quiche Lorraine soll im 16. Jahrhundert von einem Bäcker in Nancy erfunden worden sein. Anfangs nutzte man Brotteig, später Mürbeteig als Basis. Räucherspeck der bäuerlich geprägten Region prägt den Geschmack dieses Lothringer Speckkuchens. Traditionell wird er in einer Form von 18 cm Durchmesser gebacken. Auf den Mürbeteig kommt eine migaine genannte Füllung, die aus Eiern, Creme fraîche und Speck besteht. Im Laufe der Zeit mogelte sich Käse ins Rezept, der ursprünglich nicht dazu gehörte.

Das Rezept ist ganz einfach, allerdings habe ich eine Kuchenform verwendet, die zu hoch war. Der Teig ist reichlich, man kann ihn dicker auswellen. Die Füllung musste ich dann etwas strecken. Wenn man die Quiche in einer normalen Quiche- oder Tarteform bäckt, die einen niedrigeren Rand hat, müsste es passen. Ich habe zusätzlich zwei Mini-Quiches gebacken, die sich auch gut als Fingerfood eignen. Allgemein muss man bedenken, dass die Füllung ziemlich aufgeht.


Das Rezept war völlig unkompliziert, die französische Quiche ist einfach zuzubereiten und lässt Möglichkeiten für Variationen. Sie hat uns sehr gut geschmeckt.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Quiche lorraine - Lothringer Speckkuchen
Kategorien:Backen, Pikant, Mürbeteig, Grundrezept, Frankreich
Menge:1 Form mit 18 cm Durchmesser für 2-4 Personen

Zutaten

150GrammWeizenmehl
Salz, schwarzer Pfeffer
3Eier*
75GrammButter
100-150GrammMagerer Räucherspeck*
Geriebener Käse (nach Belieben)
125mlCreme fraîche*
1PriseMuskatnuss

Quelle

Culinaria: Französische Spezialitäten. Könemann.
Erfasst *RK* 14.11.2009 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Das Mehl in eine Schüssel sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. 1 Prise Salz, 1 Ei und die Butter in kleinen Stückchen zufügen. Zutaten und Mehl miteinander verkneten und den Teig zu einer Kugel formen. Flach drücken und ein zweites Mal zu einer Kugel formen. In Frischhaltefolie wickeln und 2 Stunden in den Kühlschrank legen.

Den Teig etwa 3 mm dünn ausrollen. Eine Tarte- oder Quicheform von 18 cm Durchmesser mit Butter einfetten. Mit dem Teig auskleiden und überstehenden Teig abschneiden. Den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen. Den Backofen auf 220°C vorheizen.

Die Schwarte vom Speck schneiden, alle Knorpel entfernen und den Speck in kleine Würfel schneiden. In einer Pfanne leicht anbräunen. Die restlichen beiden Eier schlagen, Creme fraîche unterrühren und die Masse mit Muskat und Pfeffer würzen, kaum salzen.

Speckwürfel auf dem Teig verteilen (nach Belieben mit geriebenem Käse bestreuen) und mit der Ei-Creme fraîche-Mischung übergießen. Etwa 25 Minuten im Ofen backen. Heiß servieren.

Hinweis: Man kann den Boden vor dem Belegen etwa 10 Minuten oder bis er goldbraun ist blindbacken.

* Anmerkungen Barbara:

Das Rezept ist für eine Tarteform konzipiert. Im Originalrezept steht Tortenform, also eine hohe. Die hatte ich mit Teig ausgekleidet, der dafür locker reicht. Dafür ist die Menge der Füllung dann viel zu gering. Ich habe daher noch ein weiteres Ei und etwas Creme fraîche unter die Masse gehoben, um etwas mehr Füllung zu erhalten. Wenn man das tut, muss man etwas länger backen, ca. 30 Minuten.

Ich hatte nur knapp 100 Gramm Speck, das reichte uns völlig.

Dazu passt Salat.

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Das Buch steht schon lange im Regal. Ich schmökere gerne darin herum, habe aber noch nie etwas daraus gekocht. Daher ist das ein Beitrag für Foodfreaks Event DKduW.

Ich mag an dieser Buchreihe, dass sie Informationen zu den Regionen der Länder bringt. Es sind schöne Bildbände mit wunderbaren Fotos und Berichten, die Lust auf Reisen machen.

Sonntag, 15. November 2009

Kalabresische Olivenölkekse

Olivenöl nehme ich zum Kochen und für Salate. Seit langem schon wollte ich etwas Süßes damit backen. Anlass war jetzt der aktuelle Blog-Event bei Zorra, den diesmal Pamela aka Mestolo ausrichtet.

Ich war leider noch nie bei der Olivenernte in Umbrien oder sonstwo dabei und nutze verschiedene Olivenöle, je nachdem. Meist habe ich ein besseres und ein billigeres, da ich wirklich große Mengen davon verwende und zu geizig bin, 25€ pro Woche für Olivenöl auszugeben. Wichtig ist mir, dass ich mindestens ein eher neutral schmeckendes und ein olivigeres Öl offen habe. Eben habe ich mal geschaut: Von 337 Rezepten auf dem Blog enthalten 90 Olivenöl. Bisher einzig süßes Rezept sind die Kiwi-Muffins.

Auf Kuchen hatte ich keine Lust, eher auf etwas Kleineres. Nach einigem Suchen bin ich beim SWR hängen geblieben. Das Rezept für Kalabresische Olivenölkekse mit Zitronen oder Orange klang interessant.

Mehl, Zucker, Hefe, viel Kakao, etwas Zitrusschale und reichlich Olivenöl werden dazu vermischt. Der Teig muss allerdings 12 Stunden kühl stehen, bevor man Kugeln formt und bäckt.

Damit ich heute backen konnte, habe ich mich gestern Abend kurz vor Mitternacht noch in die Küche gestellt und den Teig zusammen gerührt. Das geht sehr schnell. Heute wurde geformt - das dauerte schon deutlich länger. ;-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Kalabresische Olivenölkekse
Kategorien:Backen, Plätzchen, Keks, Schokolade, Italien
Menge:1 Rezept für ca. 70-80 Kekse auf 2-3 Blechen

Zutaten

300GrammMehl*
150GrammStärke
1Teel.Trockenhefe
60GrammKakaopulver
2Eier
200mlOlivenöl extra vergine
180-250GrammZucker**
1-2Essl.Vanillezucker**
1Messersp.Salz
1Unbehandelte Zitrone oder Orange; geriebene
-- Schale davon
HZUM DEKORIEREN
Puderzucker

Quelle

nach www.swr.de
Erfasst *RK* 15.11.2009 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Mehl, Stärke, Hefe und Kakaopulver vermischen. Eier, Öl, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronen- oder Orangenschale dazugeben und alles zusammenrühren. Es entsteht eine bröselige dunkle Masse.

Diesen Teig 12 Stunden kühl stellen.

Backofen auf 170°C (Umluft 150°C) vorheizen. Aus dem Teig kleine Kugeln formen. Ich habe dafür mit einem Teelöffel die passende Menge abgestochen und zwischen den Handflächen geformt. Das geht etwas schwierig, weil die Masse ziemlich bröselig ist, d.h. man kann keinen Druck aufbauen, sonst fallen die Kugeln auseinander. Es geht aber gut, wenn man von allen Seiten etwas drückt und vorsichtig rollt.

Die Kugeln auf mit Backpapier belegte Bleche geben. Man braucht keinen großen Abstand zu halten; zumindest bei mir sind sie nur leicht aufgegangen.

Die Kekse ca. 15 bis 20 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Die Kalabresischen Olivenölkekse mit Puderzucker bestreuen und servieren. Dazu schmeckt z.B. Espresso.

Information vom SWR zu Backen mit Olivenöl:

Es muss nicht immer Butter sein! Bei fast allen Gebäcksorten kann man herkömmliche gehärtete Fette wie Margarine auch durch Olivenöl ersetzen. Dabei nimmt man 20 bis 25 Prozent weniger Olivenöl als in den Rezepten für Butter oder Margarine vorgeschrieben ist. Wichtig: Kein ganz frisches Olivenöl (das soeben geerntet wurde) verwenden, weil es sonst geschmacklich dominieren könnte.

Anmerkungen Barbara:

Leckere Kekse, die intensiv schokoladig und leicht zitronig schmecken. Sie sind wunderbar mürbe und locker.

* Ich habe 80 Gramm frisch gemahlenen Dinkel und 220 Gramm Weizenmehl Type 405 verwendet.

** Im Original 250 Gramm Zucker. Für mich waren 180 Gramm Zucker und 2 Essl. Vanillezucker genau richtig.

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Hier sieht man noch einen angebissenen Keks. Die Kekse sind wirklich schön locker und mürbe. Ich denke, dass sie sich auch sehr gut als Weihnachtsplätzchen eignen.

Weiß jemand, ob es diese Olivenölkekse in Kalabrien wirklich gibt? Und wie sie dort heißen?

Nachtrag: Die Kekse schmecken wunderbar, wenn sie ein paar Tage in einer Blechdose durchziehen konnten. Sie eignen sich also definitiv als Plätzchen für die Adventszeit.