Sonntag, 13. März 2011

Spaghetti aglio, olio e peperoncino

Diese Woche habe ich aufs Einkaufen verzichtet - nicht aber auf Genuss. Damit bin ich ganz bei Julia von German Abendbrot, die den aktuellen Blog-Event LXV bei Zorra ausrichtet: Verzicht mit Genuss ist das Thema, passend zur Fastenzeit.

Julia interessiert sich dafür, worauf wir verzichten und wie wir das kompensieren.

Hm, ehrlich gesagt halte ich mich nicht daran, klassisch eine Fastenzeit durchzuziehen und habe das noch nie getan. Wenn man wie ich aus einer Region kommt, in der Fleisch an Karfreitag traditionell in Maultaschen versteckt wird (daher auch der Name Herrgottsbscheißerle) verwundert das bestimmt auch niemanden. ;-)

Trotzdem finde ich die Idee gut, ab und zu bewusst auf manchen Luxus oder manche Gewohnheit zu verzichten. Ich mag das auch ohne Anlass und zu dem Zeitpunkt, der mir gerade passt.

Zurzeit ist viel zu tun, daher war der Verzicht auf den Einkauf nicht ganz im Sinne einer Fastenzeit, aber trotzdem ein Beweis dafür, dass man auch ohne frische Zutaten und wenn der Garten noch nichts hergibt, ein leckeres Essen zaubern kann: Nudeln, Olivenöl, Chili und Knoblauch befinden sich immer im Vorrat - das schreit nach einem italienischen Klassiker: Spaghetti aglio, olio e peperoncino.

Diesmal mit Bavette statt Spaghetti und ein paar getrockneten Tomaten sowie einem Rest TK-Meeresfrüchten. Und fast schon aufgegessen. :-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Spaghetti aglio, olio e peperoncino
Kategorien:Teigware, Spaghetti, Knoblauch, Italien
Menge:2 Personen

Zutaten

200-250GrammSpaghetti o.ä. (hell oder Vollkorn)
Wasser
Salz
2-3Essl.Gutes Olivenöl; ca.
3Knoblauchzehen
1Peperoncini, Chilischote o.ä. (frisch oder
-- getrocknet)
Salz, schwarzer Pfeffer

Quelle

Standardrezept
Erfasst *RK* 13.03.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Knoblauch schälen und hacken. Peperoncini bzw. Chilischote waschen, Kerne entfernen und fein hacken. Das Olivenöl in einer großen Pfanne erwärmen und die Knoblauch- und die Peperoncinistückchen darin langsam erhitzen. Je nach persönlichem Geschmack mit wenig oder mit mehr Hitze - entsprechend mild oder knackiger schmeckt das Ergebnis. Nicht zu heiß anbraten, sonst wird es bitter!

Währenddessen das Nudelwasser aufstellen. Sobald das Wasser kocht, Salz hinzufügen. Die Nudeln in sprudelndem Salzwasser kochen, je nach Packungsanweisung und persönlichem Geschmack knapp 9 Minuten. Abgießen.

Die Nudeln in die Pfanne geben und alles etwas vermischen. Wer mag, kann noch mit Salz (grobes Meersalz schmeckt mir gut) und schwarzem Pfeffer würzen. Auf vorgewärmten Tellern servieren.

Die Nudeln werden klassischerweise ohne Käse gegessen.

Als Variante kann man ganz am Anfang gehackte getrocknete Tomaten oder auf dem Teller etwas gehackte glattblättrige Petersilie dazu geben.

=====

Kommentare:

  1. Ein wunderbarer Klassiker der immer und immer und immer geht! Danke für's Mitmachen und das frühlingshafte Bild! Julia

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  2. Das habe ich richtig gerne! Eine eigenwillige "Variante" habe ich mal beim "Italiener" auf Rügen (ich weiß, was für eine Idee...) gegessen: mit ganz vielen gehackten grünen Oliven...

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  3. ha, das mit den Maultaschen...also diese Schwaben, immer ausgefuchst;-)

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  4. Das war aber knapp mit dem Foto :-D
    Ich mag das ja unheimlich gern, gibt es viel zu selten!

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  5. Ja, das ist ein Super-Klassiker! Steht und fällt mit dem Olivenöl, also wie du geschrieben hast, ímmer eine sehr gute Sorte dafür aussuchen :)

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  6. @ Julia: Du bist ja schnell! :-)

    @ Restaurant am Ende des Universums: Das mag fast jeder - immer wieder lecker.

    @ Véronique: Mit grünen Oliven, wow! ;-)

    @ Ellja: Ooops, erwischt - die ausgefuchsten Schwaben. Ich habe ernsthaft länger gebraucht bis ich kapiert hatte, dass Fleisch an Karfreitag anderswo nicht so üblich ist...

    @ sammelhamster: Ehrlich gesagt war's schon aufgegessen und noch ein Rest im Teller drapiert... Aber muss ja keiner wissen. ;-)

    @ torwen: Genau, das ist echt entscheidend. Manchmal gebe ich noch einen kleinen Schuss Öl ganz am Schluss dazu.

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  7. So ist es richtig, mit viel gutem Olivenöl::))

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  8. Das ist eine der besten Fastenspeisen überhaupt. Und ich behaupte mein Italiener kann sie am besten! :D Er macht zum Abschluß immer noch gehackte glatte Petersilie über die Nudeln. Sehr lecker!

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  9. Jaaa, der Klassiker, so gut! - mach ich viel zu selten!!

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  10. so einfach gerichte sind am ende doch meistens die besten, von wegen fasten ;-)

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  11. Die gibt es bei mir sicher ein mal die Woche.

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  12. @ Täglich Freude am Kochen: Genau, das macht echt den Unterschied aus. Daher auch am liebsten selbstgekocht - da weiß man, was drin ist. :-)

    @ anie's delight: Mit der gehackten Petersilie mag ich das auch - wenn ich welche da habe.

    @ Anna: :-)

    @ Bolli's Kitchen: Genau, wir leben gut ohne zu fasten. :-)

    @ homemadedelicousness: Du hast recht, das ist wieder ein Beweis dafür, dass die einfachsten Sachen oft die besten sind.

    @ Tobias: Wow, so oft muss ich das dann doch nicht haben... ;-)

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  13. @ kulinaria katastrophalia: Eben!!! :-)

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  14. a bscheisserle mit den Meeresfruechten ist das schon, oder? ;)

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  15. @ kitchen roach: Ertappt! ;-) Das hatte sich auch gleich gerächt - durch dringendes auf-den-pott-rennen-müssen, die waren irgendwie nicht okay. Also doch lieber beim Klassiker bleiben. :-)

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