Sonntag, 11. Oktober 2026

Haferflocken-Pancakes mit Ananas

Letzten Sonntag war mir mal wieder nach Pancakes zum späten Frühstück. Da ich gerade Haferflocken gekauft hatte (normalerweise quetschen wir Hafer selbst), kam ich auf die Idee, statt normalem Weizen- oder Dinkelmehl grobes Hafermehl zu verwenden. 

Dafür habe ich die (groben) Haferflocken einfach in meinem kleinen Zerkleinerer geshreddert; das geht wunderbar. Ein wenig Crunch darf bei Pancakes sein, finde ich.   

Haferflocken-Pancakes mit gegrillter Ananas, Crunch und griechischem Joghurt
Mit Backpulver, Eiern und griechischem Joghurt wurde das zu einer schönen Masse, die sich gut ausbraten ließ. Damit die Masse fluffig wurde, hatte ich die Eier vorsichtshalber getrennt und das Eiweiß separat geschlagen. Das ist etwas Aufwand, war aber überschaubar.  

Da ich aufgrund meines Alters auf Protein achten muss, waren mir die Zutaten Hafer, Joghurt und Eier wichtig. Laut KI enthält die Häfte des Rezepts (also eine Portion) ca. 25,5 Gramm Eiweiß. 

Freitag, 9. Oktober 2026

Watermelon Margarita

Margaritas gehören zu den klassischen Cocktails, die sich wunderbar abwandeln lassen. Neben dem altbekannten Orignalrezept und typischen sowie kreativen Fruchtvarianten Varianten schmeckt das Ganze auch mit Wassermelone großartig. Eher im Sommer, aber auch jetzt im Herbst sehe ich beim Einkaufen noch große Melonen. Warum also nicht die Saison einfach ein bisschen verlängern und ins Glas holen?

In der klassischen Barszene wird hierbei zwischen zwei grundlegenden Rezepturen unterschieden: Die Watermelon Margarita No. 1 basiert auf frischem Wassermelonensaft oder püriertem Fruchtfleisch, kombiniert mit Tequila, Limettensaft und Orangenlikör. 

Watermelon Margarita No. 2

Da ich keine frische Melone hatte, aber noch einiges vom selbstgemachten Wassermelonen-Likör, fiel meine Wahl auf das Rezept für Watermelon Margarita No. 2. Bei dieser Variante wird der Orangenlikör komplett weggelassen und durch Wassermelonenlikör ersetzt. 

Mittwoch, 7. Oktober 2026

Gedämpfte Auberginen mit Sesam-Marinade

Die verschiedenen asiatischen Länderküchen haben es mir ja schon lange angetan. Gerne versuche ich mich auch an japanischen Rezepten. Als ich kürzlich auf das neue Buch MAKA Magic gestoßen bin, war meine Neugierde sofort geweckt. Netterweise hat der Brandstätter Verlag mir ein pdf zur Rezension überlassen. Danke dafür. 

Katrin Wondra und Max Hauf sind zwei leidenschaftliche Gastronomen aus Wien und Autoren des Buchs. Und die Entstehungsgeschichte ihres kulinarischen Projekts MAKA (das steht natürlich für Max und Katrin) ist herrlich sympathisch: Es begann als Lockdown-Experiment. Die beiden packten hausgemachte Ramen-Kits in Weckgläser und lieferten sie höchstpersönlich mit dem Fahrrad quer durch ganz Wien aus. Aus dem Geheimtipp wurden schnell Pop-Up-Aktionen und schließlich ein eigenes Ramen-Restaurant im 7. Bezirk, das anscheinend sehr erfolgreich läuft. Leider wusste ich das letztes Jahr nicht, als ich zweimal in Wien war; sonst hätte ich da mal vorbeigeschaut. 

Gedämpfte Auberginen mit Sesammarinade

Die beiden Autoren haben ihre gesammelten Wohlfühlgerichte nun in einem Buch verewigt. Es umfasst 208 Seiten und ist wie eine Einladung gestaltet, ihre Interpretation der japanischen Küche ganz unkompliziert zu Hause auszuprobieren. 

Inhaltlich schlägt es eine Brücke von japanisch inspirierten Tapas - kleine, feine und kreative Gerichte, die perfekt zum Teilen in geselliger Runde sind - hin zu Ramen-Suppen oder -Bowls, die glücklich machen sollen und bei denen die Tiefe der Brühe im Vordergrund steht. Den krönenden Abschluss bilden süße Wohlfühl-Desserts.  

Sonntag, 4. Oktober 2026

Spaghettikürbis, japanisch angehaucht

Heute bin ich wieder bei der Aktion Leckeres für jeden Tag dabei. Dabei trifft sich eine Runde von Bloggern einmal im Monat virtuell und kocht zu einem bestimmten Thema. Diesmal geht's um Kürbis -  saisonal auf den Punkt! Ich freue mich auf viele Rezepte, die heute zeitgleich online gehen. Die Links findet Ihr unten. 

Kürbis mag ich sehr und habe auch schon einige Rezepte auf dem Blog. Im Garten hatte ich dieses Jahr kein Glück damit, aber man kann ja welchen kaufen. So lachte mich kürzlich ein Spaghettikürbis an, den man unterschiedlich zubereiten kann. In der westlichen Küche wird er meist gebacken und dann als Low-Carb-Alternative mit einer kräftigen Bolognese oder ähnlichem serviert. 

Spaghettikürbis in Tosazu-Dressing

In Japan bereitet man ihn traditionell ebenfalls zu, aber anders: Vor allem im Sommer ist er als kalte, erfrischende Beilage beliebt. Auch wenn es langsam Herbst wird, habe ich ein Rezept ausprobiert, das die Kürbisfäden mit einem aromatischen, mit Bonitoflocken verfeinerten Reisessig-Dressing kombiniert.

Und wie oft in Japan, dieses Gericht brings eine geballte Ladung Umami auf den Teller. Das Geheimnis liegt im sog. Tosazu-Dressing. Tosa ist eine historische Region in Japan (heute Präfektur Kōchi, im Süden der Insel Shikoku), die weltberühmt für den Bonitofischfang ist. Wann immer ihr also über ein Gericht stolpert, das 'Tosa' im Namen trägt, spielen getrocknete Bonitoflocken (Katsuobushi) eine Hauptrolle. 

Zubereitung Spaghettikürbis in Tosazu-Dressing

Freitag, 2. Oktober 2026

Getrocknete Apfelringe 2.0

Vor über 18 Jahren hatte ich mal ein paar Ideen geteilt, wofür man einen Dörrautomaten verwenden kann, u.a. hatte ich Apfelringe aus Klaräpfeln gemacht. Den Dörrautomaten gibt's schon lange nicht mehr; irgendwie haben wir ihn doch selten genutzt und er brauchte viel Platz... 

Als ich dann vor einem Jahr den Airfryer kaufte, hatte ich im Hinterkopf, dass man ihn - ähnlich wie einen Umluftbackofen - auch verwenden kann, um das eine oder andere zu trocknen. Das funktioniert auch gut, allerdings hat man darin natürlich nicht so viel Platz wie im Dörrautomaten. 

Getrocknete Apfelringe (Airfryer)
Es klappt aber trotzdem - und dafür gibt's einen einfachen Trick! 

Dienstag, 29. September 2026

Blumen aus Quark-Öl-Teig

Die Zeit verfliegt; mir geht es gut, ich bin viel unterwegs und finde einfach wenig Zeit, meine Blogs mit Inhalt zu füttern. Da ich im Job fast ständig am PC sitze, bin ich ehrlich gesagt froh, wenn ich in meiner Freizeit etwas anderes als Bildschirme sehe. 

Zum Glück gibt es Blog-Events mit Deadlines - die motivieren mich nämlich immer wieder, mir Gedanken zu Themen zu machen, etwas zu kochen oder zu backen und dann auch darüber zu schreiben. Seit Juli habe ich mir das Blog von Kathrina genauer angeschaut. Sie schreibt unter Küchentraum & Purzelbaum seit 2018 über "die Welt von Mehl, Wasser und Salz". 

Blumen aus Quark-Öl-Teig
Anlass war die Aktion Koch mein Rezept, in der man von anderen Blogs nachkocht - oder nachbackt. Das Schöne an diesem Event ist ja nicht nur, dass man neue Inspirationen bekommt, sondern dass man auch auf Zeitreise gehen kann. Wer sich durch Kathrinas prall gefülltes Archiv aus wunderbaren Broten, Brötchen und feinen Kuchen klickt, spürt sofort: Hier wird Backhandwerk mit Herz, Verstand und viel Liebe gelebt.

Freitag, 28. August 2026

Blood and Sand

Letzten Sonntag gab's bei uns einen Blood and Sand. Dass ich genau an diesem Tag diesen Cocktail trinken wollte, hatte einen Grund: Der berühmte Stummfilmstar Rudolph Valentino starb am 23. August 1926, also vor 100 Jahren. 

Der Cocktail ist nach einem seiner berühmtesten Filme benannt. Blut und Sand, nach dem Roman Sangre y arena, handelt von einem Matador und viel Herzschmerz und war ein Kassenschlager; Valentino zählt als erstes Sexsymbol der Kinowelt. Die tiefrote Farbe des Kirschlikörs und des Wermuts symbolisieren das vergossene Blut, während der Orangensaft und der Whisky an den Sand der Arena erinnern sollen. Beides vermischt sich - beim Cocktail, indem man kräftig schüttelt.  

Blood and Sand
Die Kombination der Zutaten und Erinnerungen an Stierkämpfe in Spanien bringen irgendwie die dramatische und leidenschaftliche Atmosphäre des Ganzen rüber. Also der ideale Drink, um das Vermächtnis an eine so spezielle Persönlichkeit zu ehren.