Wir haben Anfang November. Die meisten Laubbäume haben ihre Blätter verloren, es ist so richtig herbstlich mit Nebel, Nachtfrost und nasskaltem Wetter. Um mich herum sind viele krank, und ich habe mich leider auch angesteckt. Die erste Woche habe ich noch versucht zu arbeiten, aber wie das immer so ist, wenn dann ein wichtiger Termin im Job erledigt ist und man das Wochenende etwas ruhiger angehen könnte, bricht die Krankheit aus. Die letzte Woche habe ich im Bett verbracht.
Ich hatte wenig Energie zum Kochen und habe eher von Tiefkühlzeugs und belegtem Brot gelebt. Rührei ist immer eine gute Idee, das geht fast immer. Und wie ich da so da lag und mich ärgerte, dass mit den Kopfschmerzen nicht mal Lesen funktionierte, war mir nach etwas Süßem...
Das passt ganz gut, Happy Food! ist nämlich das Thema des aktuellen Blog-Events auf Zorras Kochtopf. Simone von zimtkringel hat sich überlegt, dass es im Herbst auch etwas trübere Momente gibt, die ein wenig kulinarische Aufmunterung vertragen könnten.
Mir war nach so etwas richtig ungesunden extrem Süßem - und irgendwie kam ich auf Fudge. Bisher habe ich nur ein Rezept für ein Erdnussbutter-Fudge auf dem Blog. Die englisch-amerikanische Weichkaramell-Süßigkeit aus dem 19. Jahrhundert findet auch hierzulande immer mehr Anhänger. Klassischerweise werden Zucker, Butter und Milch zusammen verkocht. Seit es dank gesüßter dicker Kondensmilch und weißer Schokolade schnellere Rezepte gibt, sieht man Fudge auch hierzulande öfter.
Matcha Fudge als Seelentröster
Die normalen Rezepte verwenden eine Dose Kondensmilch (z.B. Milchmädchen; ich nutze immer eine aus dem Osteuropa-Regal im Supermarkt) auf ca. 400-600 Gramm weiße Schokolade - das ergibt eine große Menge. Das kann man auch machen, wenn man damit den Plätzchenteller auffüllen möchte oder Fudgewürfel verschenkt. Luftdicht verpackt hält sich Fudge etwa 1 bis 2 Wochen; im Kühlschrank etwas länger. Für mich alleine mit meinen paar Kilo zuviel ist so eine große Menge keine so gute Idee...
Aber... Wer hier öfter mitliest oder mich kennt, weiß, dass ich an Backformen nicht vorbeigehen kann. Kürzlich lachte mich eine kleine Silikon-Backform mit 4 Mulden an, die eigentlich für den Airfryer gedacht ist. Unter 1 Euro, ja, die wanderte in den Einkaufswagen.
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