Sonntag, 12. Januar 2020

Jahresrückblick: Foodblogbilanz 2019

Dieses Jahr sammeln Steffen und Sabrina von Feed me up before you go-go die Beiträge zur Foodblogger-Jahresbilanz. Es geht wie jedes Mal darum, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und zu überlegen, was uns bewegt hat, was gut lief, wie das Jahr essenstechnisch war.

Die ursprüngliche Idee kommt von Sabine von Schmeckt nach mehr und seit einigen Jahren reflektieren einige von uns Foodbloggern das Jahr bzw. Vorjahr. Meine früheren Beiträge findet Ihr hier: 2014, 2015, 2016, 2017 und 2018. Eigentlich postet man am 31.12., aber ich nehme mir gerne mehr Zeit, um mit dem alten Jahr in Ruhe abzuschließen und das neue anzufangen, also kommen meine Beiträge meist später. Die Rückblicke von anderen Foodbloggern findet man unter dem Hashtag #foodblogbilanz19.


Foodblogbilanz 2019


So, jetzt geht's los! Es sind die üblichen 8 Fragen an Foodblogger.

1. Was war 2019 dein erfolgreichster Blogartikel?


Das ist jedes Jahr eine Überraschung, da meist die Rezepte am ehesten in den Top 3 auftauchen, mit denen ich nie gerechnet hätte. Oft sind es auch relativ normale Rezepte - Menschen suchen im Internet einfach häufiger nach Apfelkuchen oder Kartoffelsalat als nach meinen Wortschöpfungen Auberginenschiffchen mexikanische Art mit Thymian-Mandel-Creme überbacken oder Kohlrabi-Carpaccio mit winterlich-gemüsigem Dressing.

Collage - Top 3 Rezepte 2019

Wenn man das bedenkt, verwundert es nicht, dass von den neu geposteten Rezepten ein Klassiker gern gelesen wurde: Bœuf à la Flamande heißt der flämische Rinderschmortopf, der mit Bier gekocht wird. Das war 2019 mein Rezept mit den meisten Klicks.

Viel wird auch nach Rezepten bekannter Köche gesucht; so erklärt sich wohl der Erfolg des Sellerie, im Ganzen gebacken nach Yotam Ottolenghi. Und Pizza geht immer, dieses Jahr als Tiefkühlpizza mit Variationen. Interessanterweise bekam auch die Foodblogbilanz 2018 viele Besucher; fast 2.000 Leser haben den Beitrag bisher angeklickt. Auch damit hätte ich nicht gerechnet.

Ich freue mich, dass auch sehr viele alte Rezepte angeklickt werden, und zwar saisonal. Das sieht man immer gut an der linken Seitenleiste mit der Überschrift Zurzeit besonders beliebt. Seit einigen Wochen schon ist der Apfelrotkohl nach Johann Lafer auf Platz 1.

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?


Auch 2019 habe ich weniger gebloggt als die Jahre zuvor und das Rezept, das ich selber am meisten gemacht habe, ist noch nicht veröffentlicht.

Spaß gemacht hat mir das Backen für den typisch englischen Afternoon Tea: Eine Scones-Variation, ein Drizzle Cake, schnelle Sandwiches und herzhafte Shortbreads. Das ging erstaunlich schnell und war eine kleine virtuelle Reise für mich.

Im Juni habe ich den 100. Geburtstag eines meiner liebsten Aperitifs gefeiert: Eine Woche lang gab's täglich eine Version des klassischen Negroni. Da hat das Mixen, Zusammenrühren und Trinken genauso viel Spaß gemacht wie das Recherchieren, wie es zu dem Drink kam und wer dieser Camillo Negroni war.

Collage - 3 wichtige Beiträge 2019

Dienstag, 31. Dezember 2019

Feldsalat mit Sahne-Dressing

Zum Jahresende gibt es noch auf die Schnelle ein Grundrezept für eine sahnige Salatsauce, die gut zu Feldsalat aber auch zu anderen grünen Blattsalaten passt.

Ich kippe meist je nach Lust und Laune und Gefühl die Zutaten in eine Schüssel und fertig. Da ich gefragt wurde, habe ich das Rezept jetzt aufgeschrieben.

Feldsalat mit Sahne-Dressing

Es ist eigentlich gar nicht so viel anders als das Grundrezept für Vinaigrette, nur dass die Sauce mit Sahne gestreckt wird. Wer es etwas leichter möchte, nimmt Joghurt (ähnlich wie hier).

Sonntag, 8. Dezember 2019

Grundrezept Ausstecherle (Schwäbische Butterplätzchen)

Wie viele andere auch, bin ich als Kind in der Adventszeit mit Tellern voller Plätzchen aufgewachsen.

Meine Mutter verbrachte viel Zeit damit, die im Schwäbischen "Gutsle" genannten Weihnachtsplätzchen auch optisch zu Kunstwerken zu gestalten. Selten habe ich so schöne Plätzchen gesehen. - Irgendwo muss es davon auch Fotos geben, aber ich finde gerade keine.

Grundrezept Ausstecherle (Schwäbische Butterplätzchen)

Geschmacklich wiederum hat sich die letzten Jahrzehnte etwas getan, auch von den Zutaten nutzt man heute mehr Gewürze oder verzichtet (außer bei veganen Rezepten) auf Margarine, die bei ihr in manchen Rezepten gefordert war.

Ich erinnere mich noch an Plätzchen und Rezepte von Großtanten, die aus der Nachkriegszeit stammten und außer Mehl, Wasser und Margarine nicht viel enthielten. Entsprechend schmeckten sie auch...

Zubereitung Ausstecherle (Schwäbische Butterplätzchen) - Mürbeteig

Heute können wir zum Glück aus dem Vollen schöpfen und überarbeiten gerne die alten Rezepte.

Eines dieser überlieferten Rezepte habe ich im Laufe der Jahre modifiziert, indem ich Zitronenschale und Puderzucker (statt feinstem Zucker) nehme. Mir schmeckt das so am besten.

Zubereitung Ausstecherle (Schwäbische Butterplätzchen) - Mürbeteig

Sonntag, 1. Dezember 2019

Süßkartoffel-Auflauf mit Tomaten und Feta

Dieses Jahr fordert mich doch etwas mehr als geplant, daher blieben einige Aufgaben und Projekte liegen. Steuererklärung, Aufräumen, Renovieren, mehr Sport, Bloggen... ;-)

Zum Glück gibt's ja regelmäßige Blog-Events, die mich dann doch wieder motivieren, mir etwas zu einem Thema auszudenken, das dann zu kochen und darüber zu schreiben. Aktuell war einigen Teilnehmern unserer Rettungstruppe aufgefallen, dass sich vorgekochte Gratins und Aufläufe in Supermärkten ausbreiten und fleißig gekauft werden.

Süßkartoffel-Auflauf mit Tomaten und Feta

Wir beweisen also heute auf verschiedenen Foodblogs, dass es ganz einfach geht, selbst einen Auflauf oder ein Gratin selbst zu machen. Bei mir auf der Spielwiese gibt's häufiger mal Gratins. Man braucht dafür einen Backofen, zum Überbacken, und natürlich die passenden Zutaten.

Wie definiert man Aufläufe und Gratins? 


Als Auflauf bezeichnet man normalerweise ein Gericht, das im Backofen gegart wird. Der Begriff ist nicht allzu eng gefasst; dazu gehören z.B. Nudelaufläufe, Soufflés oder auch Gratins. Man bereitet sie in feuerfesten Glas- oder Porzellanformen oder eisernen Töpfen zu.

Üblicherweise überkrustet man ein Gericht, das fast schon gar ist, mit geriebenem Käse oder gebutterten Bröseln und gibt dieses nochmal in den Ofen (oder in der Profiküche unter den Salamander). Das nennt man Gratin, und davon gibt's hier einige Rezepte. Schön knackig, knusprig, für Auge und Ohr und mit einer spannenden Konsistenz schafft man es so, z.B. Gemüse extra Pfiff zu geben. Ein Klassiker ist Kartoffelgratin, ich mag aber auch Topinamburgratin, Gratin mit gemischten Gemüsesorten oder Pastinakengratin mit Bröseln. Manchmal gibt man Ei und/oder Sahne dazu, bevor der Käse darüber kommt. Gratins gehen herzhaft oder süß.

Wir retten was zu retten ist

Sonntag, 15. September 2019

Etagere mit Gebäck zum Afternoon Tea

Gratulation! Zorra und ihr Kochtopf feiern Geburtstag: Am 17. September wird der Kochtopf 15 Jahre alt! Das ist wirklich Wahnsinn und klar feiern wir das mit einem großen Geburtstags-Blog-Event.

Da sie mit dem Sponsor Kenwood dieses Jahr eine typisch Englische Teeparty genießen durfte, wünscht sich Zorra köstliches englisches Gebäck zum Afternoon Tea zu ihrem Blog-Geburtstag.

Etagere mit Gebäck zum Afternoon Tea: Pimm's Scones, Gurken-Sandwiches, Shortbreads mit Salbei, Blauschimmelkäse und Walnüssen, Lemon Drizzle Teacake

Da habe ich lange überlegt - meine erste Erfahrung mit dieser britischen Tradition habe ich 1982 gemacht, als ich im Schüleraustausch in Devon war und den typischen Devon Cream Tea mit Scones kennen gelernt habe. Das Originalrezept für Scones ist natürlich schon seit Ewigkeiten auf dem Blog, inzwischen auch mit Variationen. Was ich von damals auch noch in Erinnerung habe, sind diese Toastscheiben mit Gurke. Das war für mich damals echt speziell...

Freitag, 13. September 2019

Gin Basil Smash

Ab und zu gibt's bei mir Freitags um 17 Uhr einen Drink - ganz nach der Tradition zum Einläuten des Wochenendes, rechtzeitig zum Feierabend. Lange dauert es nicht mehr, dann ist 17 Uhr auch die Zeit des Sundowners, die Tage werden wieder kürzer.

Genau wie bei Essen oder Kuchen bestimmen die Jahreszeiten, die saisonalen Zutaten und das Wetter auch meine Drinks. Bei Hitze mag ich es eher frisch-fruchtig; wenn es kalt wird darf es gerne auch gehaltvoll-cremiger werden. Bevor der Sommer sich endgültig verabschiedet, habe ich hier noch einen modernen Klassiker mit frischem Basilikum aus dem Garten.

Gin Basil Smash

Gin Basil Smash heißt der Drink, der in einem kurzen Glas serviert wird. Er entstand 2008 in Deutschland und hat von hier aus die Bars der Welt erobert. Er hat sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag.

Mittwoch, 11. September 2019

Ente mit Paprika und Zuckerschoten

Die letzten Wochen und Monate habe ich natürlich viel mehr gekocht als hier auf dem Blog ist. Vieles war ähnlich wie Rezepte, die schon auf dem Blog sind - und wegen ein paar Abwandlungen schreibe ich keinen Beitrag... ;-)

Manches habe ich gekocht, fotografiert aber dann doch nicht abgetippt und hier gepostet. Diesen Sommer kam wieder viel dazwischen und Bloggen kostet doch Zeit, außerdem sitze ich im normalen Leben schon genug. Oft werde ich aber nach Tipps gefragt, außerdem nutze ich meinen Foodblog ja selbst als Nachschlagewerk und vermisse Rezepte, die ich mal gekocht habe, aber nirgends finde.



Also gibt's jetzt ein Rezept, das ich vor Wochen schnell gemacht hatte, und nach dem mich eine Bekannte gefragt hat.

Der Lieblingsmensch hatte eine tiefgekühlte Barbarie-Entenbrust gekauft, und er wollte das chinesisch inspiriert und rote Paprika dazu. Für mich ist das keine typische Kombination und ich habe etwas herum geeiert und während des Kochens improvisiert.



So läuft das oft, dass mir etwas einfällt, wenn ich schon mitten drin bin. Oft fange ich ohne Plan einfach an und dabei entsteht oft etwas Gutes. Manchmal auch nicht. ;-)