Eigentlich habe ich das Gefühl, regelmäßig an der Kulinarischen Weltreise teilzunehmen. Ein Blick ins Archiv hat mich allerdings eines Besseren belehrt: Mein letzter Beitrag liegt schon mehr als zwei Jahre zurück. Irre, wie die Zeit vergeht! Dabei mag ich die Idee, sich einen Monat lang auf ein Land einzulassen und dessen typische Gerichte nachzukochen.
Bei mir funktioniert das besser, wenn ich das Land kenne und den Geschmack auf der Zunge habe. Das klappt nicht immer, aber diesmal habe ich auf den letzten Drücker doch noch losgelegt. Erstens betrifft es ein Land, zu dem ich eine spezielle Beziehung habe, zum zweiten konnte ich durch die Beschäftigung mit der norwegischen Küche und beim Stöbern in Büchern und online ein Geheimnis lösen, das mich schon seit längerem beschäftigt.
Für mich typisch norwegisch sind Skoleboller, Lapper (eine Art Pfannkuchen), Rømmegrøt med saft und natürlich der bekannte Fiskepudding. "Ein Norweger muss Fischpudding essen können" ist ein Ausspruch einer guten Freundin meiner Mutter, die als Schwedin nach Norwegen geheiratet hat und mit dieser Ansage versuchte, ihre Kinder zum Essen dieser etwas seltsamen Speise zu motivieren. Das muss in den 1970er gewesen sein, aber ich weiß es noch wie heute. Die Kinder sahen nicht glücklich aus...Gummiartig, geschmacklos, langweilig - das ist der Ruf von Fischpudding... Ich muss zugeben, dass ich schon oft in Norwegen war, aber noch nie welchen gegesssen habe (oder ich kann mich nicht daran erinnern - nur als Brotbelag...).
Fischpudding ist eine helle, fast weiße Masse aus püriertem Fisch, Milch und Gewürzen, die mit Stärke gestockt und klassischerweise im Wasserbad gegart wird - wie Pudding halt.
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