Sonntag, 30. Juni 2019

Negroni Sbagliato

Interessant wird's ja immer, wenn Fehler passieren, man etwas vergisst oder eine Zutat vertauscht. Salz gegen Zucker auszutauschen ist meist nich so toll, aber es gibt auch positive Beispiele, wie die vergessene Butter im Teig, die für die Erfindung des Blätterteigs verantwortlich sein soll.

Ein Versehen war es wohl auch, das in den 1920ern dazu führt, dass jemand statt Gin aus Versehen Spumante oder Prosecco in den Negroni kippte.

Negroni Sbagliato

Das Ergebnis ist ein leichterer Negroni, der erfrischt und prickelt.

Samstag, 29. Juni 2019

Boulevardier

Schon seit 1927 hat sich eine Version des Negroni durchgesetzt, die den Gin durch Whisky ersetzt. In den 1920ern begann auch die Zeit der Cocktails, viele wurden in Europa entwickelt, da in den USA Prohibition herrschte und deswegen einige Bartender in jener Zeit nach Europa zogen.

Der Boulevardier stammt auch aus dieser Zeit und wurde in Paris erfunden. Er wird Harry MacElhone zugeschrieben, der die Harry's New York Bar in Paris eröffnet hatte und einen seiner Stammkunden als Erfinder erwähnt. So richtig bekannt ist der Drink seitdem nicht geworden - was sich jetzt vielleicht ändert. ;-)

Boulevardier

Ich persönlich bin kein großer Fan von Whiskys (das ändert sich sicherlich, falls ich mal eine Distillerietour in Schottland mache...), mag diese Komposition aber ausgesprochen gerne.

Freitag, 28. Juni 2019

Frozen Negroni

Bei der Wärme, die wir die letzten Tage in Süddeutschland hatten, darf's auch bei Drinks etwas eisiger sein als normal.

Auch der Negroni schmeckt mit viel Eis und gemixt statt gerührt und bekommt daher einen Platz innerhalb meiner Negroniwoche.

Frozen Negroni

Der Frozen Negroni ist keine Erfindung von mir, den gibt's schon länger. Man nimmt quasi die normalen Zutaten für den Drink und gibt viel Eis dazu. Das kommt zusammen in den Mixer und bekommt dadurch die eisige Konsitenz.

Donnerstag, 27. Juni 2019

Fernet Negroni

Viele Varianten des Negroni ersetzen den Gin mit einer anderen Spirituose. Genauso gut kann man aber auch den Bitter ersetzen!

Statt Campari, der die schöne rote Farbe und den typischen Geschmack mit bringt, bieten sich andere bittere Zutaten an. Bitter heißt übrigens auf Italienisch Amaro.

Fernet Negroni

Ein klassischer italienischer Bitter ist Fernet-Branca, der ursprünglich als Magenmedizin hergestellt wurde und viele Kräuter enthält. Er kommt hier statt Campari in den Aperitif.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Holunderblüten Negroni

Als ich kürzlich für den Holunderblüten Gin & Tonic Holunderblüten in Gin angesetzt habe, habe ich gleich ein wenig mehr gemacht. Mir kam nämlich die Idee, dass sich Holunderblüten auch gut in Negroni machen könnten.

Vor ein paar Tagen habe ich das ausprobiert und finde diese Version als Variante des klassischen Drinks auch mal interessant. Mein Italienisch ist übel, evtl. könnte das als Negroni fiore di sambuco der neue heiße Trend in Italien werden - oder so... ;-)

Holunderblüten Negroni

Da der Gin durch die darin badenden Holunderblüten etwas bitter wurde, habe ich zum Ausgleich etwas selbstgemachten Holunderblütensirup hinzugefügt.

Dienstag, 25. Juni 2019

Milano-Torino (Mi-To)

Gestern habe ich schon darüber geschrieben, dass man früher, bevor der Negroni erfunden war, auf den Gin verzichtete und entweder Americano oder den sog. Milano-Torino trank.

Die letzten Jahre hat sich der Name Americano für den mit Soda verlängerten Drink durchgesetzt, früher nahm man nur Wermut und den Bitter, wenn ich es richtig recherchiert habe, und nannte das dann Mi-To oder Milano-Torino.

Milano-Torino (Mi-To)

Im 19. Jahrhundert scheint man in Italien gerne seinen Wermut mit einem Bitter gemischt zu haben. Der Name dieses beliebten Getränks kam daher, dass man die Herkunftsorte der beiden Zutaten kombiniert hat: Campari kommt aus Mailand und Cinzano kam früher aus Turin; ganz einfach. :-)

Montag, 24. Juni 2019

Grapefruit Negroni

Heute beginnt die Negroni-Woche, die seit einigen Jahren vom Hersteller einer der klassischen Hauptzutaten organisiert wird. Viele Bars auf der ganzen Welt beteiligen sich an der sog. Negroni Week, kredenzen das Original und Variationen und spenden einen Teil der Erlöse für wohltätige Zwecke.

Dieses Jahr wird der Klassiker 100 Jahre alt und da er einer meiner liebsten Aperitifs ist, schließe ich mich an und feiere ein wenig mit. Der Negroni wurde 1919 in Florenz erfunden, als Graf Camillo Negroni einen Americano bestellte, den er mit Gin statt Soda verstärken ließ. Oder bestellte er einen MiTo, den er verlängern ließ? So genau weiß man das doch nicht mehr... Zur Geschichte des Negroni liest man zurzeit viel, der Graf war wohl einige Jahre in den USA, lernte dort starke Drinks kennen und galt als Lebemann.

Grapefruit Negroni

Bei Ariane findet Ihr aktuell auch einen Artikel über den Negroni, den Italiener unter den Aperitivi und darüber, dass man diesen klassisch als Magenöffner trinkt. Den Ritus um den italienischen Aperitivo habe ich mit Ariane kennen gelernt und wie der Fotobeweis zeigt, natürlich mit einem Negroni, und zwar mitten in Rom. Für diese bitter-süße Verführung lasse ich jeden übersüßten Sprizz stehen. :-)

Da das Original schon lange bei mir auf dem Blog ist, fange ich gleich mit einer Negroni-Variation an, die mir sehr gut schmeckt, dem Grapefruit Negroni.