Freitags gibt's bei mir auf dem Blog ja häufig etwas zu trinken. Heute schon früher als 17 Uhr und ohne Alkohol.
Ich habe pünktlich zum Monatsthema der Kulinarischen Weltreise Usbekistan zufällig usbekische getrocknete Aprikosen im Supermarkt bekommen. Aus dem zentralasiatischen Land sieht man sonst ja eher wenig Waren bei uns. Usbekistan kämpft mit Wasserknappheit. Dass der Aralsee fast ausgetrocknet ist, hat sich glaube ich überall herumgesprochen.
Usbekistan ist einer er größten Aprikosenproduzenten der Welt. Man geht davon aus, dass die Früchte aus Zentralasien und China stammen (und irgendwann zu uns kamen, bekannt sind u.a. die Wachauer Marillen oder auch die aus Laas in Südtirol). In Usbekistan werden Aprikosen meist in der Sonne getrocknet. Mein Päckchen enthielt leider Schwefel, was ich eigentlich vermeide. Vielleicht hatte man beim Export nach Europa doch Angst, dass auf dem langen Weg etwas verdirbt oder dass wir Konsumenten hier keine bräunliche Ware kaufen...Getrocknete Aprikosen landen z.B. im Plov - oder man kocht sie in Wasser auf und nennt das Kompot. Nicht zu verwechseln mit unserem Kompott, ist das zentralasiatische Kompot ein Getränk. Beide Begriffe gehen auf das französische compote zurück. Eine Handvoll Obst wird mit viel Wasser aufgekocht, bis die Früchte schön weich sind. Dann trinkt man das Wasser - warm oder auch abgekühlt. Man kann Kompot auf dem Basar kaufen oder macht es selber. Eine große Karaffe Kompot steht normalerweise bei jedem Essen auf dem Tisch.
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