Mittwoch, 28. Oktober 2026

Behi dulma (Usbekische Quitten mit Walnuß)

Usbekistan ist das Oktober-Monatsthema der Kulinarischen Weltreise. Usbekistan und die Seidenstraße - klingt das nicht traumhaft?! Usbekistan ist für mich seit ich denken kann eins meiner Sehnsuchts-Länder, und das, obwohl ich bisher nur einmal kurz dort war. Aber immerhin habe ich meinen Geburtstag vor drei Jahren dort verbracht, bei schönstem Sommerwetter. Und ich habe mir Taschkent und Samarkand angeschaut. 

In Samarkand habe ich sogar mit Blick auf den Registan übernachtet. Hier ein Blick von der anderen Seite auf eines der prächtigsten architektonischen Ensembles der islamischen Welt. An dem "sandigen Platz" stehen diese drei monumentalen ehemaligen Medresen (Hochschulen), die man besichtigen kann. 

Registan-Platz, Samarkand - Juli 2023

Auch abends ist es traumhaft schön dort, es gibt eine Lichtshow mit Musik und man kommt mit Menschen ins Gespräch, die das einmalige Ambiente genießen.  

Ich habe mir viel angeschaut und es absolut genossen, obwohl es natürlich viel zu heiß war. Nach Usbekistan reist man am besten im Frühjahr oder Herbst. Im Winter ist es trocken-kalt und im Sommer viel zu heiß.

Klar habe ich in Usbekistan auch gegessen und getrunken! 

Kulinarisches Usbekisten Juli 2023
Ich habe mich durch Fladenbrote, Teigtaschen, Fleischspieße, Suppen und massenweise Gemüsegerichte und Salate probiert. Es gibt viel Fleisch, oft Rind oder Lamm, und ich habe unheimlich viele Tomaten gesehen, verschiedenste Sorten. Hier ein paar Impressionen - wie immer, die Fotos werden größer, wenn man drauf klickt. 

Und natürlich habe ich Obst gegessen - viel Obst! Im Sommer sind die Märkte und die Straßen voll mit Obst, vor allem mit Melonen und Pfirsichen, wie man links in der Collage erahnen kann. 

Behi dulma (Gefüllte Quitte mit Walnüssen)
Jetzt im Herbst sieht das sicherlich anders aus. Angeblich gibt es da viele Quitten. Und die bereitet man gerne zu, indem man sie in Wasserdampf gart. Ohne Zucker, aber mit einer süßen Füllung.

Freitag, 16. Oktober 2026

Brot aus roten Linsen

Banner World Bread Day, October 16, 2026

Vor 20 Jahren hat Zorra den World Bread Day in die Blogosphäre gebracht, der Backbegeisterte aus der ganzen Welt zusammenbringt, um die Vielfalt und Faszination des Brotbackens zu zelebieren. Dieses Jahr am 16. Oktober wird der Tag des Brotes also 21. Wow! 

Die ersten Jahr war ich ab und zu dabei, allerdings ist meine letzte Teilnahme acht Jahre her... Irre, wie die Zeit vergeht. 

Ich muss zugeben, dass ich die Brote meiner Mit-Blogger:innen bewundere, dann aber meist doch wieder zum lokalen Bäcker gehe und mein Brot dort kaufe. In Oberfranken gibt es zum Glück noch gutes Brot, auch wenn auch hier immer mehr Bäckereien schließen oder Convenience verbacken. 

Linsenbrot aus roten Linsen

Aber es gibt natürlich auch Brote, die kein heimischer Bäcker in der Auslage hat. Daher bin ich heute wieder dabei mit einem nicht ganz typischen Brot. Kein Sauerteig, keine Hefe, kein Getreide... 

Seit einigen Jahren sieht man auf diversen Social Media Plattformen vermehrt Brote aus Linsen. Sucht mal nach Viral Red Lentil Bread... Und ich habe mich endlich aufgerafft, das einmal auszuprobieren. 

Zubereitung  Linsenbrot aus roten Linsen
Die Idee, dass man Linsen einweicht, püriert und daraus etwas backt, hatte man in Indien schon vor Jahrtausenden. Aus den eher flachen Pfannkuchen (Dosa mag ich z.B. gerne) entstanden in den letzten Jahrzehnten höhere Brote, indem man Apfelessig und Natron zufügte. Erfahrene vegane, Paleo oder Keto-Bäcker- und Bloger:innen haben diese Rezepte weiter abgewandelt, und seit einigen Jahren sieht man viele Versionen mit Flohsamenschalen, die dafür sorgen, dass das Brot weniger krümelt. Bei Linsen fehlt logischerweise Gluten, das in Weizen und ähnlichem Getreide für Bindung sorgt.

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Doppeltes Haselnuss-Praliné

Manchmal schlummern in den Küchenschränken Schätze, die viel zu schade für das alltägliche Müsli sind. So ging es mir mit einer Packung guter Haselnüsse, die ich aus dem Italien-Urlaub mitgebracht hatte. Sie waren ein echter Urlaubsschatz, wurden im Alltag aber irgendwie zum Schrankhüter – und genau solche Geschichten sucht Regina von Bistroglobal. 

Das aktuelle Blog-Event Urlaubsschätze & Schrankhüter auf Zorras Kochtopf kam mir also wie gerufen. Neben den Nüssen wartete nämlich noch ein teurer heller Haselnussnougat in den Tiefen des Vorratsschranks. Und mit beiden zusammen kann man prima experimentieren. 

Doppeltes Haselnuss-Praliné

Manchmal darf es etwas Süßes sein und manchmal nehme ich mir die Zeit für Pralinen. Hier habe ich mit den Haselnüssen gespielt: Ein Teil der Nüsse blieb gröber, ein körniges Pulver ähnlich einem Pralin. Der andere Teil wurde so fein gemahlen, dass das austretende Öl eine cremige Masse ergibt. Das nennt man Praliné.  

Dienstag, 13. Oktober 2026

Rezepte mit Kürbis

Sobald die Tage kürzer werden, leuchten sie uns überall entgegen: Ob leuchtend orange als Hokkaido, elegant gemustert als Muskatkürbis, birnenförmig als Butternut oder wie auch immer; es gibt so viele Sorten - und gerade sehe ich überall Kürbisse!

Also wird es Zeit, die Kürbisrezepte hier auf dem Blog in einer Rezeptsammlung zusammen zu fassen. 

Kürbisse sind eng verwandt mit Zucchini, aber auch mit Gurken und Melonen. Sie gehören botanisch gesehen zu den Beerenfrüchten (genauer gesagt zu den Panzerbeeren) und kamen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika zu uns. Hierzulande haben sie von September bis weit in den Winter hinein Saison und lassen sich wunderbar lagern, wobei man darauf achten muss, dass sie keinen Frost abbekommen. Wer noch Kürbisse im Garten hat, sollte die Kürbisse ernten, bevor der erste Frost kommt. Wenn die Temperaturen unter ca. 5°C rutschen, stellen sie sowieso ihr Wachstum ein.  

Kürbsivielfalt am Straßenrand

Die Kürbisse, die man jetzt im Herbst erntet, nennt man auch Lagerkürbisse oder auf Englisch 'winter squash' (im Gegensatz zu 'summer squash' wie Zucchini, die schneller reifen und während des Sommers gegessen werden). Das englische Wort squash stammt übrigens vom Wort 'askutasquash' einer indogenen Sprache und bedeutet wohl "das grüne Ding, das man roh ist". 

Kürbisse sind gesund. Sie sind kalorienarm und sättigen (Stichwort Ballaststoffe), und sie sind vollgepackt mit Nährstoffen: Die gelbe oder orange Farbe stammt von Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A, ein Schutz für Zellen vor freien Radikalen und für unsere Augen. Es benötigt Fett, damit der Körper es aufnehmen kann. Außerdem enthalten Kürbisse Vitamin C, E und Zink - eine Kombination, die unsere Abwehr stärkt. Das ist gerade jetzt im Herbst in der Erkältungszeit wichtig - da schadet ein Immun-Booster nie. Kürbisse enthalten auch viel Kalium, das dazu beiträgt, den Blutdruck auf einem gesunden Niveau zu halten; außerdem sei es gut für Muskeln und Nerven. 

Im letzten Jahrhundert kannte man hierzulande fast nur süß-sauer eingelegte Kürbisse. Zum Glück hat sich das gewandelt und jedes Jahr kommen neue Ideen und Rezepte dazu. Sie sind absolute Allrounder, die von herzhaft-pikant bis zuckersüß alles mitmachen. 

Hier wie versprochen die Rezepte mit Kürbis. Einfach auf das Foto oder auf den Link im Text klicken, so kommt Ihr direkt zum Rezept:

Sonntag, 11. Oktober 2026

Haferflocken-Pancakes mit Ananas

Letzten Sonntag war mir mal wieder nach Pancakes zum späten Frühstück. Da ich gerade Haferflocken gekauft hatte (normalerweise quetschen wir Hafer selbst), kam ich auf die Idee, statt normalem Weizen- oder Dinkelmehl grobes Hafermehl zu verwenden. 

Dafür habe ich die (groben) Haferflocken einfach in meinem kleinen Zerkleinerer geshreddert; das geht wunderbar. Ein wenig Crunch darf bei Pancakes sein, finde ich.   

Haferflocken-Pancakes mit gegrillter Ananas, Crunch und griechischem Joghurt
Mit Backpulver, Eiern und griechischem Joghurt wurde das zu einer schönen Masse, die sich gut ausbraten ließ. Damit die Masse fluffig wurde, hatte ich die Eier vorsichtshalber getrennt und das Eiweiß separat geschlagen. Das ist etwas Aufwand, war aber überschaubar.  

Da ich aufgrund meines Alters auf Protein achten muss, waren mir die Zutaten Hafer, Joghurt und Eier wichtig. Laut KI enthält die Häfte des Rezepts (also eine Portion) ca. 25,5 Gramm Eiweiß. 

Freitag, 9. Oktober 2026

Watermelon Margarita

Margaritas gehören zu den klassischen Cocktails, die sich wunderbar abwandeln lassen. Neben dem altbekannten Orignalrezept und typischen sowie kreativen Fruchtvarianten Varianten schmeckt das Ganze auch mit Wassermelone großartig. Eher im Sommer, aber auch jetzt im Herbst sehe ich beim Einkaufen noch große Melonen. Warum also nicht die Saison einfach ein bisschen verlängern und ins Glas holen?

In der klassischen Barszene wird hierbei zwischen zwei grundlegenden Rezepturen unterschieden: Die Watermelon Margarita No. 1 basiert auf frischem Wassermelonensaft oder püriertem Fruchtfleisch, kombiniert mit Tequila, Limettensaft und Orangenlikör. 

Watermelon Margarita No. 2

Da ich keine frische Melone hatte, aber noch einiges vom selbstgemachten Wassermelonen-Likör, fiel meine Wahl auf das Rezept für Watermelon Margarita No. 2. Bei dieser Variante wird der Orangenlikör komplett weggelassen und durch Wassermelonenlikör ersetzt. 

Mittwoch, 7. Oktober 2026

Gedämpfte Auberginen mit Sesam-Marinade

Die verschiedenen asiatischen Länderküchen haben es mir ja schon lange angetan. Gerne versuche ich mich auch an japanischen Rezepten. Als ich kürzlich auf das neue Buch MAKA Magic gestoßen bin, war meine Neugierde sofort geweckt. Netterweise hat der Brandstätter Verlag mir ein pdf zur Rezension überlassen. Danke dafür. 

Katrin Wondra und Max Hauf sind zwei leidenschaftliche Gastronomen aus Wien und Autoren des Buchs. Und die Entstehungsgeschichte ihres kulinarischen Projekts MAKA (das steht natürlich für Max und Katrin) ist herrlich sympathisch: Es begann als Lockdown-Experiment. Die beiden packten hausgemachte Ramen-Kits in Weckgläser und lieferten sie höchstpersönlich mit dem Fahrrad quer durch ganz Wien aus. Aus dem Geheimtipp wurden schnell Pop-Up-Aktionen und schließlich ein eigenes Ramen-Restaurant im 7. Bezirk, das anscheinend sehr erfolgreich läuft. Leider wusste ich das letztes Jahr nicht, als ich zweimal in Wien war; sonst hätte ich da mal vorbeigeschaut. 

Gedämpfte Auberginen mit Sesammarinade

Die beiden Autoren haben ihre gesammelten Wohlfühlgerichte nun in einem Buch verewigt. Es umfasst 208 Seiten und ist wie eine Einladung gestaltet, ihre Interpretation der japanischen Küche ganz unkompliziert zu Hause auszuprobieren. 

Inhaltlich schlägt es eine Brücke von japanisch inspirierten Tapas - kleine, feine und kreative Gerichte, die perfekt zum Teilen in geselliger Runde sind - hin zu Ramen-Suppen oder -Bowls, die glücklich machen sollen und bei denen die Tiefe der Brühe im Vordergrund steht. Den krönenden Abschluss bilden süße Wohlfühl-Desserts.