Freitag, 31. Juli 2020

Sommerlicher Kräuterquark

Heute gibt's einen meiner sommerlichen Lieblings-Dips: Kräuterquark!

Anlass dafür, dass ich mein Rezept online stelle, ist die Aktion Wir retten was zu retten ist. Diesmal haben wir uns das Thema Pesto, Kräuterbutter & Co. ausgesucht. Und der Grund dafür, dass wir hier retten müssen, ist jedem, der die letzten Jahre einmal in einem Supermarkt war, klar: Die Lebensmittelindustrie bietet viele Produkte aus dieser Kategorie, die zum Kaufen verleiten, dabei ist es so einfach, das alles selber zu machen!

Sommerlicher Kräuterquark
Ich hatte lange überlegt, was ich bei diesem schönen Thema mache... Pesto hatten wir ja schon mal und ich habe ich bereits einige Pesto-Rezepte auf dem Blog. Kräuter-/Blüten und Knoblauchbutter mache ich auch gerne selber; und auch dafür gibt's schon Rezepte auf dem Blog (über die Suchleiste oder den Index findet man die).

Unter dem Co. verstehen wir Dips oder ähnliches mit viel frischem Grün. Dips gibt's hier auf der Spielwiese auch ein paar, aber keine so richtig typisch kräutrigen. Und als Kräuterquark habe nur ich eine Idee von 2007 sowie ein Rezept für Frühlingskräuterquark mit Veilchen.

Wir retten was zu retten istDa dieses Jahr sowohl der Garten als auch die wilde Natur durch den Regen massenweise Kräuter produziert, bietet es sich an, daraus einen Kräuterquark zu machen.

Mittwoch, 29. Juli 2020

Quarktteilchen mit Johannisbeeren

Wer gerne Blogs liest, hat sicherlich schon mitbekommen, dass es ein neues Blog-Event gibt.

Koch mein Rezept heißt es, und die Idee dahinter ist, dass es so viele tolle Foodblogs mit einem wahren Füllhorn an tollen Rezepten gibt, in denen jeder mal stöbert und sich Rezepte merkt, aber nachkochen oder nachbacken tut man doch selten. Daher ist die Aufgabe bei diesem Event, sich aus einem zugelosten Blog gezielt ein Rezept herauszusuchen und dieses nachzukochen oder nachzubacken.

Quarktteilchen mit Johannisbeeren

Man darf beim Nachkochen frei interpretieren, wobei das ursprüngliche Rezept erkennbar sein sollte. Und da man beim Stöbern eine Menge über den zugelosten Blog erfährt, schreibt man auch etwas über Blog und Blogger.

Die Idee ist nicht neu: Zwischen 2007 und 2012 gab's die Fremdkochen-Events in der Hüttenhilfe, als deren Ergebnis es sogar kleine Bücher gedruckt und als pdf gab. Das ist allerdings schon ewig her und die meisten der heutigen Blogs waren damals noch nicht aktiv. Daher finde ich es super, dass es so ein Event (mit alten und neuen Blogs) gibt und bin gerne mit dabei.

Spannend war bei der Aktion natürlich, welchen Blog man zugelost bekommt und wer aus dem eigenen Blog etwas nachkocht, die beiden Tauschblogs quasi. Julia, die ich auch persönlich kenne, hat sich hier eins meiner Rezepte herausgepickt. Und ich darf mir ein Rezept von Patrick Rosenthal aussuchen!

Patrick bloggt auch schon seit 2014 und am Anfang hieß sein Blog 'Ich machs mir einfach'. Irgendwann hat er ihn umbenannt in seinen eigenen Namen, der inzwischen auch eine Marke ist: Patrick Rosenthal. Patrick ist Profi, der mit Herzblut kocht, backt, fotografiert, schreibt und bloggt. Genau wie ich reist er gerne und viel und bringt auch diese Erfahrungen mit ein. Als professioneller Food-Fotograf und Food-Stylist arbeitet Patrick mit verschiedenen Werbeagenturen und internationalen Herstellern zusammen und schreibt auch Kochbücher. Sein erstes Buch steht schon lange bei mir im Schrank und hat auch die letzte Ausmist-Aktion überlebt, weil es mir einfach gut gefällt. Eines seiner Rezepte aus dem Buch habe ich nachgebacken und hier darüber geschrieben.

Freitag, 24. Juli 2020

Peach Iced Tea (Pfirsich-Eistee)

Inzwischen haben wir Sommer! Okay, es ist eher ein normaler deutscher Sommer, zwischendurch regnet es mal kurz und allzu heiß wird es nicht, aber man kommt zwischendurch ins Schwitzen.

Ich bin kein allzu großer Fan von großen Mengen an eiskalten Getränken, aber ab und zu mag ich sie ganz gerne. Ein Klassiker ist der gute alte Southern Peach Iced Tea, der typische Eistee der amerikanischen Südstaaten.

Peach Iced Tea (Pfirsich-Eistee)

Bei solchen Rezepten geht mein Kopfkino immer los, geprägt durch alte Filme, und ich stelle mir eine herzensgute füllige Köchin in einem dieser amerikanischen Herrenhäuser vor, die mich in ihre große Küche einlädt und mir ein Glas frischen Eistee einschenkt.

Die Pfirsiche dafür von der Sonne verwöhnt, stundenlang auf dem Herd gesimmert, und liebevoll mit Tee vermischt, über Eiswürfel gegossen und mit einem Lächeln angereicht - Erfrischung und Southern Living pur!

Dazu passt dieses Foto vom auch Feenhaar genannten Louisianamoos bzw. Spanish Moss in der Einfahrt zu einem dieser beeindruckenden Herrenhäuser aus vergangenen Zeiten. Das habe ich in Georgia fotografiert.

Spanish Moss vor einem Herrenhaus in Georgia, USA

Die Realität sieht dann doch anders aus...Was ich in den USA kennen gelernt habe, war meist Convenience und bestand vor allem aus Zucker und/oder Fruktose-Glukose-Sirup, Wasser und Zutaten aus dem Lebensmittelchemiebaukasten. Hierzulande bekommt man diese Ice Tea Pfirsich genannten extrem übersüßten Chemiebomben inzwischen auch überall.

Dabei geht's auch weniger eklig, weniger süß, mehr nach Tee und Pfirsich schmeckend!

Dienstag, 21. Juli 2020

Karotte mit Ei, chinesisch

Auch wenn ich zurzeit nicht nach China reisen kann, esse ich gerne chinesisch. Hier auf dem Blog gibt's eine Menge Rezepte, die ich entweder aus China mitgebracht habe oder die chinesisch inspiriert sind. Ich kann mich gut an bestimmte Geschmäcker erinnern und daraus entstehen oft meine Gerichte.

In China bestellt oder isst man ja üblicherweise zu einer Mahlzeit mehrere Gerichte, die sich von Farbe, Geschmack und Konsistenz unterscheiden und ergänzen. Die werden auf den Tisch gestellt und jeder bedient sich. So gut wie die Chinesen bin ich beim Kombinieren nicht, aber auch bei mir kommen, wenn ich chinesisch koche, mindestens drei Gerichte für zwei Personen auf den Tisch.

Karotte mit Ei, chinesisch

Oft fällt mir während des Kochens noch ein, dass ich ein weiteres Gericht möchte; dann schaue ich mich in der Küche um, welche Zutaten da sind und improvisiere damit. Am Sonntag waren knackige Karotten da, die ich gerne mag.

Freitag, 17. Juli 2020

Geschichteter Kaffee: Barraquito

Vor Monaten schon hat mich der Barraquito bei Petra angelacht, den ihr Sohn aus Teneriffa mitgebracht hat. Diese geschichtete Kaffeespezialität wird dort teilweise schon zum Frühstück, aber auch zwischendurch oder als Dessert serviert.

Zum Frühstück wäre mir das glaube ich doch zu heftig, aber als Dessert eignet sich dieses Getränk sehr gut, vor allem in meiner Version mit Sahne statt geschäumter Milch. Weitere Hauptzutaten dieser kanarischen Kalorienbombe sind dicke gesüßte Kondensmilch, Licor 43 und Espresso.

Barraquito

Layered Drinks heißen solche geschichteten bzw. gebauten Getränke. Wer schon länger in der Cocktail-Szene unterwegs ist, kennt sie auch unter dem Namen Pousse Café.

In Frankreich kam man wohl Ende des 19. Jahrhunderts auf die Idee, einen süßen geschichteten Cocktail zum Kaffee zu trinken. Man baute damals gerne mit verschiedenen Likören und Spirituosen und schaffte es oft, 6, 7 oder gar 10 Schichten in ein schlankes Glas zu bringen. Die einzelnen Bestandteile des Drinks werden beim Hinzufügen ins Glas vorsichtig über einen Barlöffel eingegossen, damit sie sich nicht vermischen.

Die Kunst dabei ist es, Spirituosen, Liköre, Säfte usw. von unterschiedlichem spezifischem Gewicht zu finden und die Schichten vorsichtig übereinander zu legen, die schwersten nach unten. Wichtig ist natürlich auch, dass die Farben sich unterscheiden, damit man die einzelnen Schichten gut erkennt.

Zubereitung Barraquito

Mittwoch, 15. Juli 2020

Beeren-Quark-Torte

Zu meinem Geburtstag ist es eigentlich Tradition, dass ich einen Himbeerkuchen bekomme oder mir selber backe. Das können auch Variationen sein, wie Baiser mit Himbeeren, Käsekuchen-Muffins mit Himbeeren, eine Biskuitrolle, ein Beeren-Marzipan-Kuchen, Himbeer-Eis oder auch mal Macarons.

Beeren und Früchte vertrage ich seit einigen Jahren nicht mehr so gut, aber in Ausnahmefällen ist mir das egal und es gibt trotzdem welche. So auch vor 10 Tagen, als ich eher spontan am Vorabend einen schnellen Biskuitboden zusammen rührte. Das Grundrezept für Biskuit ist schon lange auf dem Blog und klappt immer.

Zubereitung Beeren-Quark-Torte

Am nächsten Tag habe ich dann überlegt, womit ich den Boden belege. Da ich frische Erdbeeren und ein paar tiefgekühlte Beeren gekauft hatte, gab's eine Torte mit gemischten sommerlichen Beeren.

Man ist da ziemlich flexibel und bis auf Erdbeeren (die werden matschig) sind die gekauften Tiefkühlbeeren oft recht aromatisch und müssen bei mir herhalten, wenn der Garten zu wenig hergibt. Gerne mache ich eine ähnliche Torte mit einer Schmandcreme, aber diemal war mir nach Quark, und das funktioniert genauso gut.

Montag, 13. Juli 2020

Sommerlicher Brotsalat

Brotsalate sind ideal, um altbackenes Brot zu verwenden und stammen aus der Zeit, als das handwerklich gefertigte kostbare Lebensmittel zum Wegwerfen zu schade war. Auch heute gibt's zum Glück Brot, das so gut ist, dass ich es schade finde, Reste wegzuwerfen.

Der bekannteste Brotsalat ist Panzanella aus der Toskana. Eines meiner allerersten Rezepte auf dem Blog war ein Reste-Salat für sommerliche Tage, den ich Brotsalat Toskanische Art genannt hatte.

Bei jenem Rezept wird trockenes Brot in Wasser aufgeweicht und zu frischem Gemüse in eine Schüssel gekrümelt. Mein Toskanischer Brotsalat 2.0 heute ist natürlich auch nicht original, erinnert mich aber an ein Abendessen in der Toskana mit viel gutem Rotwein und einem einfachen Brotsalat vor vielen Jahren.

Sommerlicher Brotsalat, toskanisch angehaucht

Je nach Saison und Verfügbarkeit wird auch in der Toskana oder in anderen Regionen des Mittelmeers gerne variiert: Ich habe schon Rezepte mit Stangensellerie, Radicchio oder Spinat gesehen. Man nimmt idealerweise das, was man gerade frisch geernetet hat oder zumindest, was Saison hat. Immer drin sind Zwiebeln, Tomaten und Brot sowie Olivenöl.

Samstag, 11. Juli 2020

Erdbeer-Banane-Milchshake

So lange es noch frische Erdbeeren gibt, wird's Zeit, eines meiner schnellen Frühstücksrezepte zu posten. Erdbeermilch ist schnell gemacht und schmeckt gut - auch wenn man sonst morgens noch nicht viel runterkriegt... :-)

Die Kombination mit reifer Banane ist immer ganz dankbar, da Bananen Süße in den Shake bringen, so dass auch nicht allzu aromatische Erdbeeren an Geschmack gewinnen. Neben Fruchtzucker enthalten sie Kalium, Magnesium und Vitamin B6. Die Erdbeeren liefern kräftig Vitamin C dazu. Ich haue gerne noch etwas Kokosraspeln dazu, die reich an Selen sind.

Erdbeer-Banane-Milchshake

Mittwoch, 1. Juli 2020

Gebackene Aubergine mit Joghurt und Harissa

Bei dem schnellen Fisch-Rezept kürzlich habe ich über das papierlose BBC Good Food Magazin geschrieben, in dem ich mir einige Rezepte zum Nachkochen herausgesucht hatte. Wie das oft bei Rezeptsammlungen (Kochbüchern, Zeitschriften) so ist, man ist begeistert, vergisst es wieder und schaut dann zufällig wieder rein und findet wieder eine Menge, was man nachkochen möchte.

Bevor ich die Zeitschrift also wieder virtuell weg lege, wollte ich noch weitere Rezepte daraus probieren. Eins hat mich besonders angelacht und da es unkompliziert schien, habe ich es nachgekocht.

Gebackene Aubergine mit Joghurt und Harissa

In der Zeitschrift liest sich das Ganze nochmal anders als online, da man den Zusammenhang der Story nachlesen kann. In dem Artikel ging es um Harissa, diese nordafrikanische Würzpaste. Die Autorin hat sie in Frankreich kennengelernt, vergleicht sie mit Chilisaucen anderer Regionen und gibt u.a. den Tipp, dass man aus Harissa, Zitronensaft und Olivenöl eine schnelle Marinade oder aus Joghurt und Harissa eine Sauce zusammen rühren kann.