Mittwoch, 27. Februar 2013

Meine Kamera

Zorra hat das Event food-o-grafie wiederbelebt. Eine erste Auflage gab es ab 2008 und ich war mir total sicher, dass ich noch Fotos vom ersten Event irgendwo herumliegen haben müsste.

Ich erinnerte mich auch, dass ich es damals nicht geschafft hatte, wirklich mitzumachen, aber Fotos hatte ich geschossen. - Naja, es war jetzt ganz interessant, die diversen Fotos vom Herbst 2008 anzuschauen, aber die gesuchten habe ich nicht mehr gefunden. :-)

Barbara mit Mango-Dessert beim FotografierenAlso auf ein Neues: Inzwischen habe ich eine andere Kamera. Es ist eine kleine handliche Canon IXUS 80IS, mit der ich eigentlich sehr zufrieden bin. Ich habe sie gekauft, weil ich sie beruflich brauche, vor allem, um zu dokumentieren. Nebenbei mache ich damit Food- und inzwischen auch Urlaubsfotos.

Die Kamera wurde also nicht für Food-Fotografie zugelegt. Warum auch? Ich blogge ja nicht professionell, will auch keinen Bildband herausgeben und wozu sollte ich dafür extra Geld ausgeben? Also nutze ich, was ich habe.

Unübersehbarer Vorteil ist die Größe: Sie passt locker in jede Hosentasche und ich trage sie wirklich häufig mit mir herum. Die IXUS-Linie finde ich zudem vom Design her ansprechend, das war sicher auch ein Kaufgrund. Außerdem war sie nicht teuer.

Meine Kamera und ich im UrlaubSie hat einen 8,0-Megapixel-Sensor und ein 3fach optisches Zoomobjektiv mit Bildstabilisator. Neben Fotos macht sie kleine Videos, was ich auch sehr praktisch finde. Ich hänge sie entweder mit einem beigefügten Kabel an einen Computer oder ich entnehme die Speicherkarte und stecke diese in den Laptop, dann werden die Fotos heruntergeladen.

Früher hatte ich Spiegelreflexkameras mit verschiedenen Objektiven und meist nicht dasjenige dabei, das ich gerade brauchte. Oder es dauerte ewig, bis ich ausgepackt, umgeschraubt, usw. hatte und das Motiv war längst weg. Das 300er Tele war so schwer, dass freigehaltene Fotos meist verwackelten. Daher bin ich zu solch kleinen Digitalkameras übergeschwenkt.

Nachteil: Die Qualität ist natürlich eine ganz andere... Dass meine Fotos meist so hässlich authentisch aussehen, liegt aber natürlich vor allem daran, dass ich kurz draufhalte und fertig. Meine Blogs sind für mich praktisch überall verfügbare Tagebücher, also sollen die Fotos Dokumentation sein, mehr nicht. Ich habe schon lieb gemeinte Tipps und Hinweise und sogar als Rezensionsexemplar das Buch Foodfotografie von Peter Rees bekommen, was ich alles auch gerne gelesen habe - aber nichts hat mich bisher so motiviert, dass ich wirklich Lust bekam, mehr Energie in meine Fotos zu stecken... Das kann sich aber natürlich irgendwann noch ändern.

Macarons fotografiert von Barbara mit ihrer Canon Digital IXUS 80 IS Ein Originalfoto von heute Nachmittag. (Normalerweise würde ich zumindest den rechten Rand wegschneiden.) Motiv auf einen kleinen Tisch gestellt, Kamera eingeschaltet, manueller Modus (den habe ich drin, damit ich nicht aus Versehen blitze), scharfgestellt wird die Mitte des Fotos. Es war wohl ein 1/160stel, wenn ich die EXIF-Informationen richtig lese.

Die Farbe des Deckels links oben passt nicht - meine Augen sehen in Wirklichkeit mehr Rotanteil, auf dem Foto sieht der Karton fast lila aus. Keine Ahnung, woran das liegt.

Für Food-Fotos habe ich die Kamera so eingestellt, dass die Mitte des Bilds scharf gestellt wird, weil die Kamera bei meinen Spielwiesenfotos sonst oft etwas anderes scharf stellen möchte. Für andere Fotos stelle ich um; die Kamera hat eine sog. Face-Detection-Technologie, d.h. sie sucht sich Personen im Foto raus und stellt diese scharf. Lustig finde ich ja den Lächelerkenn-Modus mancher Kameras, die erkennen, wenn jemand lächelt und dann auslösen. Das kann meine nicht (brauche ich aber auch nicht).

Macarons fotografiert mit Makro (Canon IXUS 80 IS)
Hier noch ein Foto mit einem Feature, das ich manchmal ganz gerne nutze: Leicht auszuwählen stellt die Funktion Makro auch das scharf, was sehr nahe ist. Der Hintergrund ist dann etwas unscharf.

food-o-grafie 2013 - #1 Kamera Ausrüstung (Einsendeschluss 28.02.2013)Um Zorras Fragen noch zu beantworten: Die Kamera gibt es nicht mehr, ich würde mir heute eine mit einer etwas kleineren Brennweite kaufen, d.h. mehr Weitwinkel. Für Food-Fotos ist das wahrscheinlich gar nicht so gut, aber im normalen Leben kriegt man einfach mehr drauf.

Inzwischen ist meine liebe Kamera leider etwas verschlissen und ich werde mich bald von ihr trennen. Manchmal kommt halt Sand rein, dann geht sie nicht mehr zu oder lässt sich ein paar Monate lang nicht mehr richtig zoomen. Knirschen tut sie auch. Außerdem ist sie mir schon oft runtergefallen... Und inzwischen hat sie einen üblen Kratzer, den man vor allem sieht, wenn man 3fach zoomt. Ich werde mir also eine neue kaufen müssen.

Damit habe ich mich noch nicht wirklich beschäftigt. Daher ist das Event natürlich interessant.

Kommentare:

  1. Schrammen, Kratzer und Sand in Getriebe - meine Kamera fühlt sich gerade sehr angesprochen und lässt grüßen ;)

    Liebe Grüße auch von hinter der Kamera,
    Ina

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  2. Ich bin da auch mehr der praktische Typ. Eine Kamera soll in die Tasche passen und dokumentieren. Der Rest ist für die, die Fotografe interessiert und mit der Ausrüstung auch umgehen können.

    Liebe Grüße
    Anna

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  3. Gerade bei einem Blog steht für mich auch die Dokumentation im Vordergrund. Und Food-Fotos stehen bei mir nicht im Fokus. So kann ich deine Einstellung nur teilen. Hauptsache, das Gerät ist dabei und einsatzbereit!
    Liebe Grüße
    Ulrike.

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  4. @ Ina: Hihi, ich dachte mir doch, dass ich damit nicht die einzige bin! ;-)

    @ Anna Purna: Ich nutze nicht einmal alle Funktionen dieser Kamera. Es wäre sicher schön, sich mehr damit auszukennen oder eine größere Kamera auch nutzen zu können, aber dafür ist einfach gerade nicht die richtige Zeit, zumindest für mich.

    @ Ulrike: Genau. :-)

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  5. Ich könnte euch von meiner Kamera nichts erzählen. Die Fotos, nein, alle Fotos in meinem Leben machen bei mir alle anderen:) Man muss sich mit dieser Technik genauso auskennen, wie mit anderer. Mich interessiert es nicht so sehr. Da koche ich lieber was. Zum Glück habe ich genug Fotografen um mich herum, die es, so glaube ich wenigstens, ganz gut können.

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  6. Deswegen habe ich auch immer eine kleine Kamera dabei. Ich liebe an meiner neuen Großen, dass die Porträts von meinen Mädels viel schöner werden. Aber auch ich kenne mich mit den Funktionen der Kameras nicht wirklich gut aus. Ich mag Deine Fotos und die Art zu fotografieren. Es ist doch einer der Unterschiede zwischen Blogs und Kochbüchern. Wie ein Essen eben auf den Tisch kommt. Wie man anrichtet wenn man es danach noch essen möchte. Ich lese gerne Deine Spielwiese und möchte sie und Deine Art der Fotos nicht missen.

    Liebe Grüße
    rike

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  7. Das beruhigt mich immens, dass nicht nur ich so ein Fossil bin, dass mit einer kleinen Digi knipst. Ich werde mit meinen Fotos auch nie einen Preis gewinnen und kann durchaus damit leben. Danke für das Posting! Nun trau ich mich auch und werde mich in den nächsten Tagen outen. ;)

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  8. @ Magdi: Das ist natürlich praktisch!

    Aber ich habe schon immer fotografiert, mit den verschiedensten Kameras. Das ist manchmal praktisch, manchmal aber auch nervig. :-)

    @ Rike: Stimmt, für Portraits sind die großen Kameras schon deutlich besser. Ideal ist natürlich, wenn man zwei hat und entsprechend auswählen kann. Und, danke für das Kompliment. :-)

    @ Turbohausfrau: Es geht ja bei unseren Blogs nicht um Fotopreise. :-)

    Ich freu' mich auf Dein Outing!

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  9. Ich weiss noch als wir fürs Vorgängermodell in Tarifa auf Speicherkarte-Jagd gingen. ;-)

    Manchmal wünsche ich mir auch so eine Ritschratsch-Kamera. Meine hat inzwischen aber auch Teig und Mehl im Getriebe. ;-)

    Danke fürs Mitmachen.

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  10. @ Zorra: Daran kann ich mich auch noch sehr sehr gut erinnern! Und daran, wie grandios Deine Fotos waren im Gegensatz zu denen, die ich mit meiner Kamera fotografiert hatte...

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