Donnerstag, 6. Dezember 2007

Murks: Stollen-Muffins

Passend zur Jahreszeit habe ich mir für den Dezember-DKduW ein Buch herausgesucht, das "Advents-Muffins" heißt.

Es ist ein kleines, gebundenes Buch von Hanna Renz mit 19 schön fotografierten Muffin-Rezepten, die zum Teil schnell zuzubereiten sind, teils aber auch aufwändiger und in der Vorlage toll dekoriert sind. Auf zwei Seiten ist ausführlich dokumentiert, wie diese Verzierungen gemacht werden.

Ich habe das Buch vor einigen Jahren geschenkt bekommen, hatte auch gleich vor, etwas daraus zu machen, aber wie es halt immer so ist, man hat gerade keine Zeit, dann ist Advent vielleicht schon wieder vorbei und das Buch landet im Regal...

Das Rezept für die Landstollen-Muffins habe ich vor über 4 Jahren in meine Rezeptverwaltung aufgenommen, jetzt habe ich sie gebacken:
















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Landstollen-Muffins
Kategorien: Backen, Muffin, Advent
Menge: 1 Rezept

Zutaten

H TROCKENE ZUTATEN
100GrammMehl
150GrammMandeln, gehackt
60GrammOrangeat
60GrammZitronat
1Teel.Zimt
1/2Teel.Natron
2Teel.Backpulver
H FEUCHTE ZUTATEN
1Ei
100GrammZucker
120Gramm
Weiche Butter
125GrammRum-Rosinen
200GrammJoghurt
H ZUM VERZIEREN
80GrammButter
100GrammPuderzucker

Quelle

Hanna Renz: Advents-Muffins
ausprobiert, nichts geworden!
Erfasst *RK* 26.10.2003 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Backofen auf 180°C (Umluft 160°C) vorheizen. Muffinblech einfetten.

Mehl mit Mandeln, Orangeat, Zitronat, Zimt, Natron und Backpulver sorgfältig vermischen.

Das Ei in einer großen Schüssel leicht verquirlen. Zucker, weiche Butter, Rum-Rosinen und Joghurt gut unterrühren. Die Mehlmischung dazugeben und verrühren, bis die trockenen Zutaten feucht sind.

Teig in das Muffinblech füllen. In der Mitte des Backofens 20-25 Minuten backen. Die Muffins im Backblech 5 Minuten ruhen lassen, dann herauslösen und abkühren lassen.

Für die Glasur die Butter erwärmen und mit einem Pinsel dick auf die Muffins streichen. Puderzucker darüber streuen.

=====


Die Muffins sind nicht aufgegangen, total pampig und die Butter ist ausgelaufen. Die Glasur habe ich mir dann gespart. Wenigstens haben sie lecker gerochen!

Hier noch ein Foto der ungebackenen Muffins: Die Konsistenz passte schon nicht, die Masse war zu flüssig und nicht homogen. Ich hätte viel mehr Mehl genommen oder die Butter schaumig gerührt, dann Zucker und Ei rein und dann den Rest untergehoben. Das wäre dann zwar eine Art Rührteig gewesen, aber vom Ergebnis vielleicht besser...

Das kommt davon, wenn man sich an das Rezept hält... ;-)

Kommentare:

  1. Es ist irgendwie ja fast doppelt ärgerlich, finde ich, wenn man schon unterwegs merkt, dass da was nicht stimmen kann, und man sich sich trotzdem weiter ans Rezept hält. Ich lass mich bei solchen Gelegenheiten gern vom Foto überzeugen: Das sieht einwandfrei aus, also muss das Rezept doch stimmen. Dieses Urvertrauen sitzt tief. ;-)

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  2. da sieht man, was schönes Anrichten und Dekorieren vermag. Rezepte entstehen heute oft am Schreibtisch, nicht in der Küche. Fürs Probekochen haben die Autoren keine Zeit. Hin und wieder erkennt man das an Zutaten, die auf dem Bild sichtbar, im Rezept aber nicht erwähnt sind.

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  3. schade!
    hast du denn trotzdem einen probiert?
    vielleicht schmecken die muffins ja so lecker wie sie gerochen haben ;-))

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  4. @ Hedonistin: Normalerweise fange ich dann auch an zu improvisieren, irgendwie war es schon später Abend, da war ich wohl nicht mehr kreativ genug...

    @ Lamiacucina: Das Foto im Buch sieht ja auch super aus. Vielleicht ist auch nur ein Tippfehler bei der Menge des Mehls drin, 100 g statt 200 z.B. Wobei die feuchte Masse ja auch nicht homogen wurde, es war also an 2 Stellen der Wurm drin...

    Vielleicht haben sich viele Autoren schon an die typischen Buchkonsumenten angepasst: Anscheinend werden Kochbücher angeschaut und nichts mehr daraus nachgekocht...

    @ Sammelhamster: Sie schmecken nicht wirklich.

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  5. Wie ärgerlich. Aber danke dass Du es gebloggt hast. Ich ärgere mich auch immer über schlampig gemachte Kochbücher...

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  6. Es ist wirklich schade, wenn man sich an's Werk macht und durch unrichtige Rezeptangaben kein befriedigendes Ergebnis erhält. Ich habe aber auch bei korrekten Mengenangaben mit Muffins immer Schwierigkeiten. Da man die feuchten und nassen Zutaten nur kurz miteinander mischen soll, schmeckt bei mir Natron bzw. Backpulver meistens vor. Hast Du da vielleicht einen Trick ....? ;-)lavaterra

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  7. Habe auch oft das Gefühl, dass die die Rezepte gar nicht testen...Kommt oft vor! Ärgerlich.......

    Na ja, ich esse dennoch Deine Muffins!!!!! Muss man grosszügig drüber hinwegschauen....

    Weisste wo das besonders ärgerlich ist? Bei soufflées!!!

    LG

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  8. Wirklich schade. Aber sieh's positiv: Geruch hat keine Kalorien.:)

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  9. Ich habe das Buch auch ... Vielen Dank für die Warnung!

    So was ist wirklich ärgerlich!

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  10. na so ein Mist! das hätte mir gestern grad noch gefehlt! 5 Sorten Kekse gebacken, wenn da so was dabei gewesen wär, hätt ich wahrscheinlich sofort aufgehört. Zum Glück hab ich lauter "getestete" genommen.
    was probierst du als nächstes ?
    ich wünsch dir jedenfalls ein schönes Wochenend

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  11. @ foodfreak: Das ist die Kehrseite von DKduW - aber gehört irgendwie auch dazu... Manchmal ist es besser, wenn man sich nur die hübschen Fotos der Kochbücher anschaut und nichts daraus kocht! ;-)

    @ lavaterra: Ich bin ehrlich gesagt auch kein Muffin-Fan dieser Original-Muffins, bei denen trockene und feuchte Zutaten nur ganz kurz gemischt werden. Ich finde auch, dass man Natron/Backpulver durchschmeckt, außerdem muss man sie schnell essen, später sind sie irgendwie lasch. Mir schmecken sie nicht soo besonders.

    Meine Muffins sind meist normaler Rührteig, statt in einer großen Kuchenform in kleinen Portionen gebacken, das mag ich lieber. Das scheint sich auch als deutscher Muffin zu etablieren.

    @ Bolli: Soufflées sind natürlich die ganz hohe Schule der Koch- und Backkunst. Wenn ich da je mal eines mache, dann bestimmt eines von Deinem Blog mit einer Fotoanleitung! :-)

    @ Sivie: Das stimmt! ;-)

    @ Ulrike: Deshalb habe ich es auch gebloggt, vielleicht taugen die anderen Rezepte im Buch ja, aber dieses Rezept braucht nun keiner mehr unverändert nachzubacken.

    @ Heidi: "Geteste" Rezepte sind natürlich immer das beste. Eigentlich sollten die Autoren testen...

    Ich bin nur so neugierig und muss immer mal was neues ausprobieren. Normalerweise mache ich das, wenn Besuch kommt, so ohne Netz und doppelten Boden.

    Diesmal waren die Muffins für meine Kollegen gedacht, aber die kamen gut auch ohne klar. Das war also nicht so wild.

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  12. Ich habe ein anderes Muffin-Buch dieser Autorin - und da ist es genauso: Die Mehlmenge muss man entweder reichlich erhöhen oder die Flüssigkeitsmenge runterschrauben. Keine Ahnung, wer da die amerikanischen Cups in ddeutsche Gramm umgerechnet hat - aber irgendwas ist dabei schief gegangen!

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  13. @ Gabi: Danke, das beruhigt mich auch wieder, dass Du das auch kennst. Schon heftig...

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