Mittwoch, 30. Juli 2008

Schweizer Rüblitorte

Am 1. August 1291 wurde der bekannte Rütlischwur begangen, das Datum gilt zusammen mit dem Bundesbrief als Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft. Der Schweizer Bundesfeiertag ist daher der 1. August.

Zorra wünscht sich zur Bundesfeier und um ihr Heimweh abzumildern etwas Schweizerisches oder etwas rot-weißes. Den Gefallen tun wir ihr doch gerne. :-)

Für mich Süßschnabel am typischsten für die Schweiz ist die Aargauer Rüeblitorte, die ich schon als Kind gerne gegessen habe, wenn wir in der Schweiz waren. Ich habe sie auch schon oft selber gebacken, allerdings schon länger nicht mehr... Dabei geht es so einfach und die Torte hält sich locker einige Tage frisch. Der Event ist also ein guter Anlass, mal wieder solch einen Karottenkuchen zu backen.

Früher musste ich die Marzipanrübli aus der Schweiz importieren, inzwischen bekommt man sie hier in den besser sortierten Supermärkten oder auch beim Konditor.


















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Schweizer Rüblitorte
Kategorien:Backen, Kuchen, Biskuit, Karotte, Schweiz
Menge:12 Stücke

Zutaten

5Eier
150-200GrammZucker
300GrammMandeln oder Haselnüsse, frisch gemahlen
1/2Zitrone, Saft und abgeriebene Schale
1PriseGewürznelken, gemahlen (Nelkenpulver)
300GrammKarotten (Rübli), fein geraspelt
60GrammMehl
1Teel.Backpulver
1PriseSalz
1-2Essl.Kirschwasser
HGUSS UND DEKORATION
EtwasAprikosenkonfitüre; evtl.
120-180GrammPuderzucker
2-5Essl.Zitronensaft oder Kirschwasser
12klein.Marzipankarotten

Quelle


eigene Vorgehensweise nach verschiedenen Quellen
Erfasst *RK* 10.10.2003 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Eine Springform von 26 cm Durchmesser einfetten oder mit Backpapier auslegen.

Eigelb und Eiweiß trennen. Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat, dann Zitronenschale, Nelkenpulver, Mandeln, Karotten und Zitronensaft vorsichtig unterrühren. Mehl mit Salz und Backpulver (zusammen durchgesiebt) und zuletzt das Kirschwasser zugeben. Alles gut mischen.

Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterziehen. Sofort im auf 165°C vorgeheizten Backofen ca. 55 - 65 Minuten backen. Den Kuchen abkühlen lassen.

Nach Geschmack mit Aprikosenkonfitüre (erwärmt und durch ein Sieb gestrichen) überziehen. Aus Puderzucker und Zitronensaft einen Zuckerguß zubereiten, diesen auf den den Kuchen geben und mit den kleinen Marzipankarotten dekorieren.

Der Rüblikuchen schmeckt am besten, wenn er mindestens einen Tag durchgezogen hat. Er hält sich mehrere Tage frisch.

Statt des Zuckergusses schmeckt er auch nur mit Puderzucker bestäubt und mit den Marzipankaröttchen dekoriert.

=====


Mein Rezept ist sicher keine Original Aargauer Rüeblitorte oder "Rüeblichueche", wobei wahrscheinlich auch im Aargau jeder Bäckermeister sein eigenes Rezept hat...

Uns schmeckt dieses Rezept sehr gut.

Kommentare:

Eva hat gesagt…

Barbara, auch wenn die Torte für Zorra ist und ich sie ihr auch von Herzen gönne - bitte 1 Stück DIREKT zu mir = ich liebe Rüeblitorte!

Hedonistin hat gesagt…

Für mich als Nussverweigerin ist das ja nix - aber ich finde die Marzipanmöhrchen auf den Rüblitorten immer so niedlich. Dabei mag ich auch kein Marzipan eigentlich. Aber sobald es Möhrchenform annimmt, krieg ich glänzende Augen. Da muss irgendein irregeleitetes Kindchenschema bei mir wirken. :-)

reibeisen hat gesagt…

so ein feiner karottenkuchen! und von der zutatenliste her auch das ganze jahr über passend.

Kaffeebohne hat gesagt…

Hallo Barbara, das wäre auch meine Idee gewesen, aber wir haben nächste Einschulung und Kindergeburtstag und da habe ich es nicht geschafft.
Als Kind fand ich die Vorstellung furchtbar, dass sich im Kuchen Karotten befinden.
LG Katja

Food is just a 4-letter word hat gesagt…

Das ist genau mein Ding, sieht wirklich lecker aus!
Außerdem habe ich gerade den Fremdkochen-Banner hier entdeckt, das ist ja eine wirklich schöne Idee. :)

Barbara hat gesagt…

@ Eva: Du bekommst natürlich auch gerne ein Stück! ;-)

@ Hedonistin: Hattu Möhrchen? ;-) Wer weiß, was das für ein Kindheitstrauma ist... Vielleicht doch mithilfe von nussfreier Rüblitorte wegtherapieren? ;-)

@ Reibeisen: Stimmt, der schmeckt wirklich das ganze Jahr über. Im Sommer mag ich es normalerweise lieber fruchtig, aber eigentlich passt er jetzt auch.

@ Kaffeebohne: Schön, dass Du die gleiche Idee hattest - der Kuchen passt also zum Thema Schweiz. Ich war auch zu spät, aber Zorra macht eine Ausnahme und nimmt ihn netterweise noch mit auf.
Das mit den Karotten ging mir auch so, bevor ich den Kuchen dann probiert hatte... ;-)

@ fija4lw: Stimmt, schöne Idee mit dem Fremdkochen. Und freut mich, dass Dir die Rüblitorte auch gefällt. :-)

mipi hat gesagt…

Schweizer Rueblitorte ist ein weißer Fleck auf meiner kulinarischen Landkarte. Muss ich unbedingt ändern. Dein Rezept macht Lust darauf.

Bolli hat gesagt…

Schweizer Staatsbürgerschaft ist Dir auch sicher!!!!!!
Kann ja nie schaden.....

Habe ich noch nie in meinem Leben gegessen, sollte ich mal ândern!!!!

Yomugasuki hat gesagt…

Hallo Barbara, es ist ganz offensichtlich, Du bist nicht nur eine Eisspezialistin, sondern kannst auch leckere Kuchen backen. Ich bin bis jetzt immer um Rüblitorten-Rezepte herumgeschlichen, habe aber bis jetzt noch keinen Backversuch diesbezüglich unternommen. ... Das muss sich jetzt unbedingt ändern, denn Dein Kuchen animiert zum Nachbacken.

sammelhamster hat gesagt…

So hübsch dekoriert!
Marzipan mag ich ja eigentlich nicht, aber hier geht es mir wie der Hedonistin: bei dieset herzigen Form kriege ich sofort Hunger :-D

Barbara hat gesagt…

@ mipi: Unbedingt ändern! ;-)
Schmeckt auch lecker, wenn es wieder etwas kühler ist.

@ bolli: Stimmt, die schadet glaube ich nicht... Damit Du sie wirklich kriegst, solltest Du aber schon mal eine Rüeblitorte gegessen haben... ;-)

@ yomugasuki: Ertappt, Eis, Kuchen, Torten... ;-) Wenn Du auf der rechten Leiste auf die Kategorie Kuchen + Torten gehst, findest Du einiges.
Viel Spaß beim Nachbacken!

@ sammelhamster: Eigentlich hatte ich fast gar nicht dekoriert, auf den Zuckerguss hatte ich keine Lust und die Marzipanmöhrchen sind schnell draufgelegt. Sie schmecken übrigens gar nicht richtig nach Marzipan. Ich glaube, es gibt auch welche aus Fondant oder Zuckerguss o.ä.

Petra hat gesagt…

Oh, schön, die essen wir auch sehr gerne. Ich hatte als Kind auch Bedenken wegen der Karotten im Teig, aber meine Kinder denken sich da gar nichts mehr dabei. Vielleicht leiden sie doch unter meinen zahlreichen Versuchen???
Liebe Grüße

Schnuppschnuess hat gesagt…

Ich finde diese Torte auch toll - mache ich leider viel zu selten. Das muss anders werden! Dabei habe ich die Marzipan-Möhrchen schon lange im Keller gehortet...

Denver hat gesagt…

Ich kann mich den anderen nur anschließen: die Rüblitorte sieht einfach toll aus!

Sivie hat gesagt…

Lecker. Die wollte ich auch schon lange mal backen. Na, heute schaff ich's wohl nicht mehr.

Marcie hat gesagt…

Rüeblitorte. Hach... was soll ich noch mehr dazu sagen? :-)

lavaterra hat gesagt…

Super, sieht sie aus und ohne dicken Zuckerguss ist die Rüblitorte sicher noch mal so gut.

Barbara hat gesagt…

@ Petra: Ich bin mir sicher, dass Deine Kinder unter Deiner Kreativität nicht leiden, sondern kräftig profitieren, Karotten im Kuchen usw. - die wachsen mit der richtigen Einstellung auf! :-)

@ Jutta: Ich hatte die Marzipanmöhrchen auch schon ewig im Schrank... :-)

@ Denver: Willkommen hier! Freut mich, dass Dir die Torte gefällt - Dein Blog gefällt mir auch gut! :-)

@ Sivie: Heute nicht, aber irgendwann mal - oder Du kreierst ein leckeres Rübli-Nuss-Sivie-Spezialeis?! :-)

@ Marcie: Genau! :-)

@ lavaterra: Ich fand sie nur mit Puderzucker auch leichter und besser. Im Teig hatte ich nur 150 g Zucker, da passte der Puderzucker oben drauf noch gut.

Denver hat gesagt…

Danke :-)

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