Für den Likör benötigt man "grüne Nüsse", d.h. unreife Nüsse, die klassischerweise um Johanni herum vom Baum gepflückt werden. Es geht auch bis Anfang oder Mitte Juli, je nach Region.Diese werden etwas klein geschnitten und in ein geräumiges Gefäss gegeben, mit Gewürzen versehen und mit Alkohol aufgegossen. Nicht vergessen, die Hände zu waschen, nachdem man die Nüsse geschnitten und abgefüllt hat!
Jetzt braucht man Geduld - es dauert einige Monate, bis man die Flüssigkeit abgießen kann und mit Zucker vermischt, um den Nusslikör zu erhalten.

Interessant finde ich, dass die Nüsse und die Flüssigkeit sich im Laufe der Zeit richtig dunkelbraun verfärben. Man sollte übrigens darauf achten, dass das Gefäss dicht ist - braune Ränder von Holzarbeitsplatten lassen sich sehr schwer entfernen...
So sieht der Likör dann aus:

| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Barbaras Walnusslikör |
| Kategorien: | Getränke, Likör, Walnuß |
| Menge: | 1 Rezept |
Zutaten
| 8 | Grüne Walnüsse | ||
| 1 | Ltr. | Korn, Doppelkorn, Wodka o.ä | |
| 1 | Zimtstange | ||
| 2 | Sternanis | ||
| 1 | Vanilleschote | ||
| 5-8 | Gewürznelken | ||
| 2 | Kardamom | ||
| 1/8 | Teel. | Muskatnuß, gerieben | |
| H | SPÄTER | ||
| 300 | Gramm | Zucker | |
Quelle
| eigenes Rezept nach verschiedenen Quellen |
| Erfasst *RK* 08.07.2008 von | |
| Barbara Furthmüller |
Zubereitung
Die Walnüsse am besten Ende Juni ernten, sie sollen grün und weich sein. Der Überlieferung nach ist der 24. Juni der beste Tag, je nach Region geht es aber auch bis ca. 10. Juli.
Die Nüsse halbieren oder vierteln, mit Alkohol und Gewürzen in ein Einmachglas füllen und an einem sonnigen Platz 2-3 Monate ziehen lassen.
Während dieser Zeit wird der Inhalt dunkel.
Dann den Zucker in der Einlegeflüssigkeit auflösen, das Ganze durch ein feines Sieb seihen, wobei Nüsse und Gewürze entfernt werden.
Den Likör in Flaschen aufbewahren und als Digestif servieren.
Tipps:
Mit den Gewürzen kann man etwas variieren, manche geben noch etwas Zitronenschale dazu oder verzichten auf Kardamom - der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!
Auch mit der Menge Zucker kann man variieren, je nachdem, wie bitter oder süß man den Likör möchte.
Man kann auch hochprozentigen Alkohol aus der Apotheke verwenden, dann entsprechend Zuckersirup mit Wasser ansetzen, damit der Alkoholgehalt wieder gesenkt wird.
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Der Walnusslikör ist ein super Mitbringsel oder Geschenk - auch zu Weihnachten, wenn jemand schon so lange im voraus planen möchte.






















21 Kommentare:
Das ist ein tolles Rezept. Wenn ich jetzt noch einen Walnussbaum finde... muss mal die Augen aufhalten.
Walnüsse könnte ich schon bekommen, aber das Rezept gebe ich mal an meine Mutter weiter.
Also wirklich, immer wieder sehr extravagante Schmankerln an der Du uns teilhaben lässt. Dein Rezept gebe ich an einen Bekannten weiter der liebt nämlich so etwas. Merci.
Das ist ja toll. Ich bin fasziniert. Sobald ich einen Walnussbaum finde, muss ich das auch ausprobieren.
Vielen Dank für die Erinnerung: Mir fällt immer erst ein, dass ich Walnüsse grün ernten wollte, wenn sie reif sind...
Dieses Jahr kam die Erinnerung zur rechten Zeit!
Kein Baum - Kein Likör :-(
Heeeh, das wär doch mein Post gewesen. Aber meine Walnüsse können erst morgen oder übermorgen gepflückt werden, weil es hier seit Tagen aus allen Kübeln schüttet. Österreich wird grad von der Landkarte gespült. Es ist echt furchtbar hier.
Man kann nicht früh genug an Weihnachten denken :-))
Den Likör würd ich schon gerne mal probieren - das Selbermachen scheitert auch mangels Baum ;-)
Leider auch hier kein derartiger Baum in Sicht. Grüne Walnüsse können auch gekocht und dann mit Gewürzen und Honig eingelegt werden. Seeehr Leecker!
Aber wie schmeckt denn jetzt der Likör?
Danke für die Erinnerung, es ist ja schon Johanni vorbei, ohne Nussernte für den Nocino. Aber da die Vegetation hier etwas hinter Italien zurück liegt, wird es Ende Juni sogar besser sein :-)
Diesen Likör werde ich ganz sicher ausprobieren.
Liebe Grüße
Mary
Upps, schon so spät wieder :-) Gut, dass Du mich erinnerst und das Rezept gleich mitlieferst!! Da werde ich am Wochenende gleich mal Nüsse pfücken gehen! Liebe Grüsse Andrea
Liköre habe ich auch noch nie gemacht, sollte ich vielleicht auch mal nach holen.
@ Schnuppschnuess: Meist wachsen sie nicht wild, d.h. Du musst die Gartenbesitzer fragen oder schnell sein. ;-)
Ich würde Dir natürlich gerne welche abgeben - Du musst nur vorbeikommen... ;-)
@ Sivie: :-)
@ Johannes: Danke für das Kompliment. :-)
@ kochend-heiss: Schmeckt wirklich lecker.
@ Monika: Mir ging das auch immer so - deshalb habe ich diesen Post am 24. Juni gebloggt. :-)
Dieses Jahr bin ich ehrlich gesagt auch noch nicht dazu gekommen, welchen anzusetzen - die Fotos waren vom letzten Jahr.
@ lamiacucina: Schade. :-(
@ Buntköchin: Das mit den Überflutungen habe ich mitgekriegt - schlimm! Bei uns war's auch heftig, gerade bin ich etwas nördlich, 27 Grad und Sonne.
@ sammelhamster: Stimmt. ;-)
@ Eva: Hm, den haben wir... Du bist jederzeit herzlich zu einem Nusslikör-Test eingeladen!
@ kulinaria katastrophalia: Von den eingelegten Nüssen habe ich auch schon gehört - müsste man mal ausprobieren.
Der Likör schmeckt lecker - hat einen leicht nussigen Geschmack, etwas herb, aber doch süß und würzig. Eigen, aber super.
@ Houdini: Eben, ich denke auch, dass das noch ein paar Tage Zeit hat. Letztes Jahr hatte ich die Nüsse am 8. Juli geholt.
@ Mary: Willkommen hier und viel Spass beim Ausprobieren!
@ Andrea: Ja, die Zeit vergeht...
@ Andy: Das lohnt sich. :-)
Also Hände waschen beim Arbeiten mit Lebensmitteln ist ja klar. Aber warum sprichts du das direkt im Zusammenhang mit den Nüssen an? Was gibt es da zu beachten?
@ Dame vom Grill: Walnüsse färben fürchterlich - wenn man nicht aufpasst, hat man dann dunkelbraune Flecken an den Händen und überall. Das ist auch bei den grünen Nüssen so. Deshalb habe ich das so deutlich hingeschrieben.
Manche Leute färben sich ihre Haare mit einem Extrakt aus Walnüssen (wie das geht, weiß ich aber nicht).
Interessant, das mit den Nüssen kleinschneiden wusste ich noch nicht. Ich sollte wieder einmal so einen Likör ansetzen. Vom Geschmack her ist er ja wunderbar.
@ KochSinn: Ich wusste gar nicht, dass man ganze Nüsse nehmen kann - funktioniert das? Eigentlich auch eine gute Idee.
So einen Likör will ich seit Jahren machen, aber irgendwie soll es nicht sein. Mittlerweile habe ich auch keinen Walnussbaum mehr in greifbarer Nähe. Schade.
Viele Grüße
OH, OHHHHH, an diesem Likör sollte man ein Warnschild "Achtung bei zwei-drei Gläsern zuviel, lebenslanger Ekel" anbringen;-)))) Schlimme, sehr schlimme Erinnerungen, lassen mich noch heute vor der Herstellung zurückschrecken:-).
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