Mittwoch, 10. April 2013

Pizza backen auf dem Pizzastein

Pizza ist gefragt, ob italienisch, amerikanisch, deutsch - wie auch immer, Hauptsache, sie wird geteilt. Luna von Luna’s Philosophy hat Pizza als Thema für den aktuellen Blog-Event im Kochtopf gewählt und eine Menge Beiträge sind bereits eingetrudelt.

Auch auf der Spielwiese gibt's häuftig selbstgebackene Pizza. Das liegt zum einen daran, dass wir Pizza gerne essen und zum zweiten daran, dass wir noch keine richtig gute Pizzeria in unserer Nähe gefunden haben.

Leckere Pizza

Seit letztem Sommer habe ich einen Pizzastein, über den ich hier auch schon geschrieben hatte. Er stammt von Perfetta und Sebastian hat ihn mir netterweise als Produkttest kostenlos zur Verfügung gestellt.

Pizzastein - LieferungDer Pizzastein kam bereits im letzten August. Er war super verpackt und ist so ein richtig schwerer massiver Stein, also besser Bauch einziehen beim Heben (ist besser für den Rücken). Dazu kam eine Pizzaschaufel und ein kleines Heftchen mit Rezepten.

Damals war ich etwas im Stress. Jetzt brauchen sowohl Hefeteig als auch neue Küchengräte ja Zeit und Geduld und daran mangelte es...

Mein erster Versuch sah dann also nicht so wirklich toll aus und der Pizzastein hat seitdem etwas, hm, nennen wir es Patina. ;-)

Also habe ich ihn erst mal liegen lassen, während der Gärtner der Spielwiese ganz begeistert davon war. Während ich mich nämlich geschäftlich im Ausland getummelt habe, hat er zwar meine vorbereiteten und tiefgekühlten Hefeteige und Tomatensaucen ignoriert, dafür stattdessen fleißig gekaufte Tiefkühlpizza und Tiefkühlflammkuchen darauf gebacken - und war begeistert.

Da ich nie aufgebe, habe ich es natürlich nochmal probiert. Und siehe da, mit etwas mehr Geduld und Motorik funktioniert es inzwischen ganz gut - naja, einigermaßen. ;-)

Zubereitung Pizza auf dem PizzasteinAllerdings freue ich mich immer, wenn ich beim Teig-auf-Pizzastein-Jonglieren männliche Unterstützung bekomme, es ist ja noch kein Pizzabäcker vom Himmel gefallen. :-)


Das Glas Rotwein dazu habe ich mir verdient. ;-)

Da wir vom Belag her immer total improvisieren und darauf packen, wonach uns der Appetit steht oder was die Vorräte hergeben, gibt es von mir heute zwei Pizza-Grundrezepte. Beide aus dem Perfetta Rezeptbüchlein, eins für eine Tomatensauce und ein Grundrezept für Pizzateig, beide von Sante de Santis.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Pizzateig (Grundrezept von Sante de Santis)
Kategorien:Backen, Pizza, Hefeteig, Grundrezept, Italien
Menge:4 Große Pizzen oder 8-10 kleinere

Zutaten

25GrammFrische Hefe
200mlLauwarmes Wasser
10Essl.Olivenöl
1Essl.Salz
1kgMehl Type 405
175-250mlLauwarmes Wasser

Quelle

nach dem Rezept von Sante de Santis
aus dem Gebrauchsanweisungs-Booklet von perfetta
Pizzastein; etwas abgewandelt
Erfasst *RK* 30.09.2012 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Hefe zerbröseln, mit Wasser, Olivenöl und Salz in eine Schüssel geben und vermischen, so dass die Hefe sich auflöst.

Zwei Drittel des Mehls zufügen und alles zu einer bröseligen Masse kneten. Das geht mit dem Knethaken eines Rührgeräts oder von Hand. Die Zutaten so lange vermischen, bis sich die Flüssigkeit gut im Mehl verteilt hat; der Teig ist dann ziemlich trocken.

Nach und nach das restliche Mehl und von der zweiten Portion Wasser dazu geben, dabei zwischendurch immer weiter kneten, bis das Mehl aufgebraucht ist und so viel vom Wasser verwendet wurde, dass der Teig sich vom Schüsselboden löst. Nun knetet man weiter, das geht meiner Meinung nach besser von Hand auf einer Arbeitsfläche, bis der Teig schön glatt und leicht glänzend wird. In die Schüssel zurück geben, mit Frischhaltefolie bedecken und ca. 2 Stunden gehen lassen. Die Schüssel sollte dabei an einem warmen Ort stehen.

Aus dem aufgegangenen Teig 4-10 einigermaßen gleich große Teigkugeln formen, diese zugedeckt unter einem Küchentuch nochmal 15 Minuten gehen lassen.

Die Teigbällchen einzeln ausrollen, nach Geschmack belegen und backen. Wenn man einen Pizzastein benutzt, diesen auf den mittleren Rost des Backofens legen und mindestens 40 Minuten auf höchster Stufe (Ober-/Unterhitze bei mind. 250°C) vorheizen. Währenddessen die Pizza nach Wunsch belegen. Die Pizza mit der Pizzaschaufel auf den heißen Stein schieben und 5-7 Minuten backen. Der Pizzastein ist nach dem Backen noch einige Stunden warm und kühlt am besten im ausgeschalteten Backofen aus.

Anmerkung Barbara: Man kann die Teigportionen auch einzeln einfrieren und hat so immer die Basis für eine schnelle Pizza!
=====

Der Teig lässt sich wirklich super einfrieren, wie ich im Rezept vermerkt habe. Damit geht es dann ganz schnell, eine Pizza zu backen. Ich drücke den Teig im Tiefkühlbeutel schon ein wenig, so dass es keine Kugel sondern eher eine Scheibe ist. Er taut dann schneller auf.

Und hier die Tomatensauce:

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Die schnellste Tomatensauce der Welt (Sante de Santis)
Kategorien:Sauce, Tomate, Italien, Grundrezept
Menge:2 bis 3 Pizzen

Zutaten

1Knoblauchzehe
1klein.Bund Basilikum
400GrammTomaten aus der Dose
10Essl.Olivenöl
Salz, Pfeffer

Quelle

nach dem Rezept von Sante de Santis
aus dem Gebrauchsanweisungs-Booklet von perfetta
Pizzastein
Erfasst *RK* 30.09.2012 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Knoblauchzehe schälen und grob zerteilen. Das Basilikum von den Stängeln zupfen.

Alle Zutaten zusammen pürieren, mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig!
=====

Schmeckt besser als bei den Italienern in der Gegend.

Blog-Event LXXXVI - We ♥ Pizza (Einsendeschluss 15. April 2013)

Kommentare:

  1. Wow! Da verdienst Du dir ja nicht nur ein Gläschen. Sieht ja sehr lecker aus! Und so schön vollgepackt wie ich es gerne habe. Ich serviere sie auch immer am liebsten auf Holz. Vielleicht hat es ja nur den Anschein, aber die Pizzaschaufel kommt mir etwas filigran vor. Damit die vollbeladene Pizza in den Ofen bekommen, ist ja sicher das reinste Kunststück. Und dass Du Dir beim Rausholen die Finger nicht dabei verbrennst, das zweite Kunststück.

    Liebe Grüße
    Anna

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  2. Patina bringt erst den richtigen Geschmack ;-)
    Mir fällt es ohne Backpapier ja auch etwas schwer, die Pizza unversehrt auf den Stein zu bekommen....aber besser schmeckt es natürlich schon, hast recht.

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  3. Einen Pizzastein will ich mir eigentlich auch zulegen, aber ich bin so unendlich faul, Teig zu kneten. Ich geh dann immer doch in die Pizzeria oder rufe meinen Pizzaservice an. Jetzt, wo ich allerdings höre, dass man auch Fertigteig nehmen kann (warum auch nicht, wie blöd von mir, nie drüber nachgedacht zu haben), werde ich mich mal umschauen. :-)

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  4. @Anna: Wir haben den Eindruck, dass sie auf Holz nicht so schnell abkühlt. Bei der Kälte derzeit...

    Ich weiß gar nicht, ob es größere Pizzaschaufeln bzw. Brotbackschaufeln gibt. Meist klappt es inzwischen ja.

    @sammelhamster: Mit dem Backpapier hatte ich ja schlechte Erfahrungen gemacht, daher lasse ich das bleiben. Inzwischen klappt's meistens. Ich muss nur noch ein wenig mehr üben. :-)

    @Restaurant am Ende des Universums: Früher hat das Teig-Kneten meine Brotbackmaschine (Rezept hier!) übernommen, heute macht es die Küchenmaschine, das ist eigentlich kein Aufwand. Mein Mitkoch kauft sich die TK-Pizza, die schon fertig belegt ist (er haut dann noch mehr Belag drauf). Pizza-Fertigteig aus dem Kühlregal hatte ich einmal probiert, der war zu weich, um es mit der Schaufel auf den Pizzastein zu schaffen, lass' das lieber bleiben, das ging total schief!!! Außerdem sind die Zutaten so, dass man das lieber nicht essen will, wenn man liest, was da drin ist. Mach' gleich eine größere Menge Pizzateig-Grundrezept und friere ein paar Portionen ein. Dann hast Du das Teigkneten nur einmal und weißt, was drin ist! So mache ich es oft.

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  5. Ja, so eine Küchenmaschine habe ich auch in der Küche rumstehen. Ich sollte es tatsächlich mal probieren. Bin ja grundsätzlich auch kein Fan von Fertig-Teig, war nur bisher immer meine "Notlösung" bei Pizzawunsch. Ich denke da vielleicht auch noch viel zu sehr an früher, wo meine Mutter sich immer einen Wolf knetetete, um einen schönen Teig herzustellen. :-)

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  6. Das kenne ich - aber die heutigen Maschinen leisten eine ganze Menge. Ich brauche manchmal auch, bis ich mich aufraffe, und dann ärgere ich mich, dass ich nicht öfter solche Teige rühre, weil es doch ganz einfach ist. :-)

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  7. Ganz ehrlich, ich versteh auch nie wie man die rohe, labbrige Pizza in einem Wusch und ohne etwas zu zerknüddeln und zu ruinieren auf den Holzschieber bekommen soll. Und dann auch noch genau so roh und labbrig wieder runter.... In diesem Sinne: "Patina" olé!

    Liebe Grüße von der Luna

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  8. Ich hab auch so einen Pizzastein, und ungefähr die gleichen Erfahrungen....Patina und so. ich backe nur noch auf Backfolie. Schon auf dem Stein, aber eben die Pizza auf der Folie. Wird meines Erachtens genauso knusprig, genauso lecker und ist viel stressfreier.

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  9. @Luna: Wir bestäuben den Pizzaschieber mit Mehl, dann geht das eigentlich ganz gut. Der Teig darf nur nicht zu labbrig sein. Runter ist weniger das Problem, weil der Boden ja dann gebacken und kross ist.

    @pimpimella: Auf Folie wurde es bei mir so weich-labbrig, nicht knusprig. Deshalb nehme ich die nicht mehr. Je mehr ich übe, desto besser wird's. :-)

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  10. Ich habe mir neulich auch einen Pizzastein zugelegt. Damit das Handling besser gelingt, kann man statt des Mehls Gries auf die Schaufel tun. Außerdem sollte man die Pizza auf der Schaufel belegen (Tipp meiner Dokumentation). So hat es bei mir bereits beim ersten Anlauf geklappt. 2 Schaufeln sind dabei allerdings von Vorteil.

    Wem die Patina zuviel wird: In meiner Anleitung steht, dass der Stein Pyrolyse standhält.

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  11. Den Pizzastein will ich nicht mehr missen. Ist auch super für's Brotbacken! Den Schieber muss man unbedingt mehlen und die Pizza idealerweise auch ganz schnell auf dem Schieber belegen. Zum Runterschieben nehme ich dann immer noch einen Fischwender (großer Pfannenwender) zur Hilfe, um der Pizza den nötigen "Schubs" zu geben. Es hilft auch, wenn man die Pizza nicht zu dick belegt, weil sie sonst schwer und feucht wird und sich schlechter runterschieben lässt.

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  12. @Birgit: Grieß statt Mehl ist eine gute Idee, das probiere ich mal! Eine zweite Schaufel wäre gut, wir belegen nämlich auch meist auf der Schaufel, aber das ist schwer, wenn man die zum Rausholen der Pizza braucht. Wobei ich da manchmal auch einen Tortenheber aus Metall zum Rausholen verwende, irgendwie geht's schon. :-)

    @Julia: Brot habe ich noch keins damit gebacken, ein Ciabatta-Rezept war noch mit dabei. Das probiere ich mal aus, glaube ich Dir, dass das super wird.

    @all: Danke für Eure Tipps! Eigentlich geht's ja ganz gut, wenn man Mehl/Grieß auf die Schaufel packt, auf der Schaufel belegt, kein Backpapier verwendet (wird bei mir knatschig) und etwas Gefühl (daran hapert's bei mir) walten lässt. :-)

    Und der Geschmack der Pizza auf dem Pizzastein und die Knusprigkeit sind wirklich super, viel besser als sonst. :-)

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  13. Jaja, das mit dem Schieber bedarf etwas Übung... :-) Viel Mehl auf der Arbeitsfläche und dem Schieber hilft.

    Und: ich schiebe die Pizza nur mit Tomatensosse und Käse in den Ofen. Der Rest kommt hinterher drauf (Wurst z.B. nur die letzten 2min.). Hat den Vorteil, dass beim einschieben nicht so viel runterfallen kann und die guten Zutaten nicht unter dem Käse verschwinden oder gar verbrennen...

    Btw.: so richtig zufrieden bin ich erst mit dem für mich besten Pizzateig der Welt von perfekte-pizza.de (nur weniger Salz als dort angegeben).

    Aber ich probiere gerne neue Rezepte aus, daher: THX.

    Liebe Grüsse, Markus.

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  14. Hihihi, das mit dem Stein hätte auch mir passieren können!

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