Sonntag, 13. Januar 2019

Rinder-Schmortopf, flämisch angehaucht

Weiter geht's mit der Umsetzung meines Vorsatzes, dieses Jahr wieder mehr bei Blog-Events mitzumachen und Neues auszuprobieren. Steph vom Kleinen Kuriositätenladen hat mich eingeladen, mir etwas zum Thema Schmorgerichte auszudenken.

Schmoren gehört zu den Garmethoden, die ich äußerst selten anwende, dabei sind Schmorgerichte gerade im Winter sehr beliebt. Unter Schmoren versteht man das Garen durch Anbraten in heißem Fett und längeres Weitergaren mit etwas Flüssigkeit. Mir dauert das meist zu lange, aber gerade bei Fleisch hat das lange Köcheln den Vorteil, dass es sehr zart wird.

Flämischer Rinderschmortopf (Bœuf à la Flamande)

Und da ich Appetit auf Fleisch und Bier hatte, lag ein belgischer Klassiker nahe: Vlaamse stoofkarbonaden heißt das wohl; dafür gibt es unterschiedliche Rezepte, aber Rind und belgisches Bier sind immer mit im Spiel.

Die beste Übersetzung ins Deutsche ist wohl Flämische Karbonade oder Rinder-Schmortopf und bekannt sind auch die französischen Begriffe Carbonade flamande oder Bœuf à la Flamande.

Zubereitung Flämischer Rinderschmortopf (Bœuf à la Flamande)

Da das Ganze ja längere Zeit schmoren soll, habe ich mir helfen lassen und den Cook 4 me verwendet. Der köchelt durch seine Schnellkoch- und Dampffunktion Schmorgerichte ohne dass ich mich darum kümmern muss und ist schneller als wenn man in einem Topf schmoren würde. Die Zubereitung des im Rezeptheft enthaltenen flämischen Rindfleischeintopf habe ich etwas abgewandelt und optimiert.

Das Ergebnis hat uns gut geschmeckt. Wir hatten Backofen-Gemüse dazu (vor allem Kartoffeln, statt Pommes quasi, und Pastinaken und Karotten in etwas Olivenöl gebacken, am Schluss ein wenig Fleur de Sel drüber). Durch die viele Flüssigkeit kann ich mir auch Baguette o.ä. vorstellen, so dass man die leckere Sauce gut auftunken kann.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Flämischer Rinderschmortopf (Bœuf à la Flamande)
Kategorien: Fleisch, Rind, Geschmort, Belgien, Cook4me
Menge: 3 bis 4 Personen

Zutaten

1Teel.Öl
800GrammRindfleisch zum Schmoren; gewürfelt (z.B.
-- Gulasch, Rippenstück, Schwanzstück)
1-2Gemüsezwiebeln oder Zwiebeln; grob gewürfelt
1-2Knoblauchzehen; wer mag
15GrammZucker (weiß oder braun)
250mlDunkles belgisches Bier
Schwarzer Pfeffer; gemörsert
2Pimentkörner; gemörsert
EtwasSalz
150mlKalbs-Fond (ersatzweise Rinderfond oder
-- Gemüsebrühe)
1 1/2Essl.Speisestärke
Petersilie, Schnittlauch o.ä.

Quelle

diverse Quellen
Erfasst *RK* 12.01.2019 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Rindfleisch in grobe Würfel schneiden (bei Gulasch ist das nicht nötig, das passt so). Die Zwiebel schälen und würfeln, Knoblauch ebenso. Die anderen Zutaten bereitstellen.

Zubereitung mit dem Cook 4 me: Öl in den Topf geben, Gerät einschalten und aufheizen lassen. Nach Anleitung Fleisch, Zwiebeln, Knoblauch und Zucker zufügen und unter Rühren 4 Minuten anbraten. Dazu einen Kurzzeitwecker stellen. Bier und die Gewürze zufügen, Fond mit Speisestärke verrühren und ebenfalls dazu geben. Alles verrühren, den Deckel schlließen und das Programm weiter durchlaufen lassen; es kocht 35 Minuten lang. Etwas länger wird's noch zarter, also evtl. auf 40-45 Minuten erhöhen.

Zubereitung in einem normalen Topf: Den Topf erhitzen, Öl zufügen und erhitzen. Das gewürfelte Fleisch in den Topf geben und anbraten. Je nach Größe des Topfs kann man das Fleisch auch in zwei oder drei Portionen anbraten; es sollte rösten. Zwiebel- und Knoblauchwürfel zugeben und mit anrösten. Bier und Gewürze zufügen. Fond mit Stärke anrühren und dazu geben, alles gut verrühren. Den Deckel aufsetzen und alles zusammen schmoren lassen. Je länger das Fleisch köcheln darf, desto zarter wird es. Bei niedriger Hitze dauert es ca. 2 Stunden, dabei alle ca. 30 Minuten umrühren. Alternativ bei 150°C im Backofen garen.

Mit frischen Kräutern bestreut in Suppentellern servieren. Dazu passt Brot oder Pommes frites.
=====

Bei dem nasskalten Wetter fand ich es super, beim Betreten der Küche so einen aromatischen Geruch in die Nase zu bekommen. Meine Schmor-Aversion habe ich damit glaube ich überwunden. :-)

All you need is... Schmorgerichte! 


Heute gibt es auf deutschsprachigen Foodblogs eine Menge Schmorgerichte. Hier die Links zu den anderen Rezepten:

Kommentare:

  1. Prima, wenn man eine Gerätschaft hat, die einem die Arbeit abnimmt. Schönes Rezept

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  2. Das ist eines meiner absoluten Lieblingsrezepte, ganz wunderbar!

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    1. Stimmt, bei Dir hatte ich eine ähnliche Variante auch gesehen. Du bist ja eh die Königin der Schmorgerichte! :-)

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  3. Ich liebe solche Schmortöpfe. Wann kann ich denn mal zum Testen vorbei kommen????

    Liebe Grüße,
    Tina

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    1. Liebe Tina, Du hast es ja nicht weit und bist immer herzlich wilkommen! <3

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  4. Schmortöpfe mit Biersauce sind immer klasse! Viele Grüße Sylvia

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  5. Schmoren mit Bier? Kommt mir bekannt vor - bei mir wars Schweinebraten... Du hast recht: Gibt wirklich ne wunderbare Sauce!

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  6. Liebe Barbara,

    Dein Schmorgericht sieht ganz fantastisch aus und zusammen mit dem Bier ist das Fleisch bestimmt genau so zart wie es aussieht. Ein tolles Rezept!

    Liebe Grüsse,
    Sarah

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    1. Hallo Sarah,
      das freut mich, dass es Dir gefällt! Es war nicht das zarteste Fleisch, wahrscheinlich hätte ich es noch ein paar Minuten länger garen sollen, aber es war ganz gut so.
      Liebe Grüße
      Barbara

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  7. Klingt nach einem super tollen Rezept.
    Viele Grüße
    Tanja

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  8. Ohja, mit Bier, das kann ich mir auch gut vorstellen. Sonst nehme ich meistens Rotwein... (was praktisch ist, weil ich den auch lieber trinke, aber der Mann wäre sicher übers Bier glücklicher!).

    Liebe Grüße!

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    1. Ich bin auch ein Rotwein-Fan, aber an Bier kann man sich auch gewöhnen. ;-)

      Rotwein ist ja ein Klassiker für Schmorgerichte. Mir kam Bier dazu eher exotisch vor, aber beim Nachdenken fiel mir ein, dass es das hier in Franken oft auch gibt. Die klassische Biersauce. :-)

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  9. Liebe Barbara,
    ein leckeres Schmorgericht mit Rindfleisch und viel köstlicher Sauce, das passt immer. Gerade wir Pfälzer lieben viel Sauce.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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    1. Hallo Sigrid,
      danke! Ja, ich als gebürtiger Saucen-Schwabe bin auch ein Fan von großen Saucenmengen. Das kann nie genug sein. :-)
      Liebe Grüße
      Barbara

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  10. Wenn dunkles Bier drin ist kann es ja nur gut sein :-) Klingt wirklich sehr lecker!
    Liebe Grüße,
    Julia

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    1. Hallo Julia,
      eben, mit dunklem Bier kann man nichts falsch machen! :-)
      Liebe Grüße
      Barbara

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  11. Ich stelle mir gerade ein Stück weiches Baguette mit knusprigem Rand vor, dass ich genüsslich in die Sauce tunke... Eine herrliche Vorstellung!
    Ich erinnere mich dunkel an ein Malzbiergulasch und den wunderbaren Geschmack des Bieres in der Sauce. Ein tolles Rezept, liebe Barbara!


    Viele Grüße
    Maja

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    1. Hallo Maja,
      frisches Baguette und etwas mit viel Sauce zum Reintunken ist eh Genuss pur! :-)
      Liebe Grüße und danke für Deinen Kommentar
      Barbara

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