Donnerstag, 23. April 2009

Nachgekocht: Bärlauch-Knöpfle

Am Sonntag haben wir einen Waldspaziergang ganz im Norden Bayerns mit dem Sammeln von Bärlauch verbunden. Neben einem kleinen Bächlein im Laubwald fanden wir wahre Bärlauch-Wiesen.

Wenn man Bärlauch selbst erntet, sollte man sich sicher sein, was man tut: Eine gute Zusammenstellung von giftigen Doppelgängern findet sich aktuell im Pflanzenlust-Blog.

Wir haben daraus Bärlauchpaste, Bärlauchpesto und Bärlauchbutter gemacht und klein geschnittene Blätter aufs Brot gelegt. Alles sehr lecker.

Etwas Bärlauch habe ich verwendet, um ein Rezept nachzukochen, das laut Petra so gut ist, dass sie es bereits zwei Mal in ihrem Blog Brot und Rosen verewigt hat: Bärlauch-Knöpfle bzw. Bärlauch-Spätzle. Dies ist also ein Beitrag zum aktuellen Fremdkochen.

Ich habe erst versucht, den Teig laut Rezeptangabe mit dem Löffel herzustellen, das war mir aber zu mühsam, so dass ich doch auf die Küchenmaschine umgestiegen bin. Es war aber ein guter Zeitpunkt, den Kochlöffel einzuweihen, den mir Birte geschickt hat. Danke dafür! Birte hat wohl eine Ladung Löffel versandt (Jutta bekam auch einen), um das neue Portal von lecker zu promoten. Der Löffel ist schön stabil und hiermit eingeweiht, von der Zeitschrift hatte ich früher schon 2 Rezepte nachgekocht (hier und hier) und ich finde es gut, dass Verlage ihre Rezepte ins Internet stellen. Man kann dort doch besser suchen als in der Erinnerung (da war doch mal...) und irgendwann wirft man Kochzeitschriften ja auch weg.

Zurück zu den Bärlauchnudeln. Bei mir hat das Rezept irgendwie nicht hingehauen... Als Mehl habe ich 150 g Type 405, 100 g Spätzlemehl und 50 g frisch gemahlenen Dinkel gemischt verwendet. Die Eier als einzige Flüssigkeit waren mir hierfür viel zu wenig, ich habe etwas Wasser zugefügt, trotzdem war der Teig sehr fest und ließ sich nicht durch den Spätzlehobel drücken, ich habe es mit Sieb, Reibe, Schaben, usw. versucht und eine ziemliche Sauerei angestellt. Schließlich habe ich eine Menge Wasser untergerührt, bis die Masse flüssiger war.






















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Bärlauch-Knöpfle oder Bärlauch-Spätzle
Kategorien:Teigware, Nudel, Bärlauch, Frühling
Menge:2 Portionen als Hauptspeise, 4 als Beilage

Zutaten

1BundBärlauch
300GrammMehl*
4Eier
150-250mlWasser; Menge anpassen
1PriseSalz
Salzwasser zum Kochen
EtwasGeriebenen Emmentaler

Quelle

original nach ARD-Buffet, ergänzt

Erfasst *RK* 12.05.2006 von
Petra Kleineisel

Zubereitung

Den Bärlauch hacken* (s. Anmerkungen unten!) und mit dem Mehl in eine Schüssel geben. In der Mitte ein Loch freischieben und die Eier hinein klopfen. Alternativ Bärlauch mit Eiern pürieren und mit dem Mehl mischen. Salz hinzufügen. Alles mit einem großen Kochlöffel vermengen. Den Teig so lange rühren, (das kann auch mit der Rührmaschine geschehen) bis er völlig glatt ist. Je nach Mehl und Größe der Eier Wasser zugeben.

Die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und den Teig noch wenigstens eine halbe Stunde ruhen lassen. Danach einen großen Topf mit Wasser füllen, das Wasser kräftig mit Salz würzen und es zum Kochen bringen.

Den Teig durch ein sehr grobes Gemüsesieb oder ins kochende Wasser tropfen lassen. Die Teigfäden (Knöpfle) sind gar, wenn sie an die Oberfläche steigen. Mit einem Sieblöffel herausnehmen und auf den Teller geben.

Wer möchte, kann vor dem Anrichten die Bärlauch-Knöpfle mit geriebenem Emmentaler bestreuen und sie für ein, zwei Minuten bei 180 Grad im Ofen überbacken.*

Anmerkung pk: ich hacke den Bärlauch klein und püriere ihn mit den Eiern, dann gebe ich die restlichen Zutaten zu. Dadurch erhalten die Spätzle eine gleichmäßige Färbung und Strucktur. nur mit frisch geriebenen Parmesan überstreuen, mit Salat als Hauptgericht oder als Beilage.

Anmerkungen Barbara:

* Ich habe 150 g Weizenmehl Type 405, 100 g Spätzlemehl und 50 g frisch gemahlenen Dinkel verwendet.

* Genau wie Petra habe ich den Bärlauch mit den Eiern püriert. Gehackter Bärlauch würde gar nicht durch das Sieb gehen...

* Wenn man eine vorgewärmte Platte verwendet, muss man die Nudeln nicht im Ofen überbacken, mir schmecken Kässpätzle allgemein so besser, sie sind auch leichter verträglich.

=====


Die Bärlauch-Kässpätzle haben ganz gut geschmeckt, so begeistert wie Petra bin ich allerdings nicht. Vielleicht ist bei mir irgendetwas schief gelaufen, ich brauchte ja auch viel mehr Flüssigkeit.

Sie passen als Beilage z.B. zu Fleisch, Gemüse oder Salat zu einem schönen Sonntagsessen. Dafür lohnt sich dann auch der Aufwand.

Aufgewärmt schmecken sie übrigens auch gut.

Kommentare:

  1. Um die Bärlauchwiesen beneide ich dich richtig. Sowas habe ich bei uns leider noch nicht entdecken können.

    AntwortenLöschen
  2. Der Link zum Pflanzenblog ist gut, dankeschön!
    Die Spätzle wären mir wahrscheinlich zu viel Arbeit - aber essen würde ich sie schon :-D

    AntwortenLöschen
  3. dabei bist Du doch aus dem Schwabenland, da hat man das Spätzlemachen doch eh im Blut....

    Mir ist's zuviel Arbeit und zum Glück gibt's ja hier auch keine Bärlaucwiesen, hihi!!!!!!!!!!

    AntwortenLöschen
  4. Oh wie lecker! Aber jetzt muss ich mich ein weiteres Jahr gedulden...

    AntwortenLöschen
  5. Barbara, Deine Knöple sehen sehr lecker aus. Vielen Dank für die Teilnahme am Fremdkochen. So einen Kochlöffel habe ich auch bekommen. Wirklich eine nette Geste, aber ich bin noch garnicht dazu gekommen, mir Tassenblog oder Portal genauer anzuschauen. Wird nachgeholt!

    AntwortenLöschen
  6. @ Denver: Wir mussten bisher immer 40 Minuten fahren, die jetzige Stelle ist nur 20 Minuten entfernt. In manchen Gegenden wachsen die Wiesen überall, darauf bin ich auch neidisch. ;-)

    @ sammelhamster: Ich hatte echt unterschätzt, wie viel Arbeit das ist. Es war ganz lecker, aber das nächste Mal weiß ich, wie ich es angehe.

    @ Bolli: Dachte ich auch, aber irgendwie ist das Gen bei mir verloren gegangen... ;-)

    @ Rike: Gibt's bei Euch keinen Bärlauch mehr? Bei uns war noch viel da.

    @ Sebastian: Schön, dass sie Dir gefallen.

    AntwortenLöschen
  7. Die Knöpfle sehen aber trotz der Startschwierigkeiten gut aus.

    AntwortenLöschen
  8. Spitze sehen sie aus..deine Knöpfle!!

    AntwortenLöschen
  9. @ Sivie: Sie waren dann auch ganz lecker und haben wirklich hübsch ausgesehen. Meine Erwartungshaltung war nur falsch, irgendwie dachte ich, dass das ratzfatz ginge. ;-)

    @ Eva: Danke! :-)

    AntwortenLöschen
  10. Ach, es gibt spezielles Spätzlemehl? Das wär dann vielleicht auch was für meine gestrigen Gnocchis gewesen. Das wurde der Teig aus Dinkelmehl zwar nicht zu fest, aber der geschmeckt hats mir wirklich zu mehlig.

    AntwortenLöschen
  11. Sehr gute Idee mit dem Bärlauch, ich hab noch welchen eingefroren. Ich mach meine Knöpfle eigentlich nur noch mit Dinkelmehl, hat mehr Biss ohne zu vollkörnig zu sein. Lecker!!

    AntwortenLöschen
  12. Da hast du ja richtig in Bärlauch gebadet. Mir ging es ähnlich als ich endlich mal zu Bärlauch kam. Und jetzt kann ich keinen Bärlauch mehr sehen. Ein Jahr Erholung wird mir wahrscheinlich gut tun.

    AntwortenLöschen
  13. Deine grünen Spätzle sehen sehr lecker aus! Mit dem Spätzlehobel bin ich nie zurecht gekommen und habe auch immer eine mächtige Sauerei veranstaltet. ;-)

    AntwortenLöschen
  14. @ Schnick Schnack Schnuck: Ja, das gibt es. Details kenne ich nicht, bei uns bekommt man das im sehr gut sortierten Supermarkt.

    @ Rebecca: Das mit dem Dinkelmehl merke ich mir mal...

    @ Buntköchin: Gebadet ja, geerntet haben wir nicht so viel. Ich habe etwas Bärlauchpaste und -butter eingefroren, dann überfresse ich mich nicht.

    @ lavaterra: Das beruhigt mich! ;-)

    AntwortenLöschen
  15. Tit mir leid, dass es bei dir nicht so gut geklappt hat. Die Spätzle gab es wieder dieser tage, aber ein drittes Mal verblogge ich sie nicht. Ich komme mit den Mengen ganz gut, Wasser gebe ich allerdings nach Sicht/Teigkonsistenz zu. Ich vermute, dass dein frisch gemahlener Dinkel mehr Feuchtigkeit benötigt. Kann das sein? Ich nehme normales 405 Mehl oder Spätzlemehl, wenn ich welches greifbar habe. Und irgendwie ist das überhaupt kein Aufwand bei mir. Den Teig rühre ich mit dem Handrührgerät...
    Sorry, dass es bei dir schiefgelaufen ist.
    Viele Grüße und ich drücke die Daumen, dass es das nächste Mal besser klappt!

    AntwortenLöschen
  16. @ Petra: Das beruhigt mich, dass Du auch Wasser zugibst. Wenn man das ein, zweimal gemacht hat, hat man es im Gefühl, dann klappt das.

    Die kleine Menge Dinkel dürfte schon etwas Wasser, aber nicht diese Mengen brauchen. Aber wenn Du auch zugibst, dann ist das klar. Ich gebe das nächste Mal einfach gleich etwas Wasser dazu, dann wird das. :-)

    AntwortenLöschen

LinkWithin

Blog Widget by LinkWithin