Sonntag, 9. Oktober 2011

Nachgebacken: Evas Marmorkuchen

Seit langem hat sich der Gärtner der Spielwiese mal wieder Marmorkuchen gewünscht.

Marmorkuchen gibt's bei mir nicht allzu oft - ich esse ihn schon, aber mir sind fruchtige Kuchen oder Torten mit schokoladigen oder obstigen Cremes einfach lieber. Das Marmorkuchen-Rezept meiner Mutter habe ich schon öfter nachgebacken und auch schon verbloggt.

Mir geht's dabei ein wenig wie Eva: Alle mögen diese Mutter- und Omarezepte, aber ich selber mag feuchtere Kuchen mit mehr Pepp einfach lieber... Vor gut drei Jahren hat Eva ein neues Rezept gebloggt, mit geschmolzener Schokolade und Sahne, das seitdem im Ausprobieren-Ordner meiner Rezeptverwaltung schlummert.

Einige haben das Rezept schon nachgebacken, z.B. Ulrike, Heidi, Petra, Kathi, Ruby, Zorra, Evi, Dolce und sicher noch weitere. Also ein Blog-Klassiker! :-)

Dummerweise hatte ich nur vier Eier... Ich wollte mich nicht auf Experimente wie 1 EL Essig statt Ei oder mehr Backpulver und mehr Flüssigkeit oder so etwas einlassen und habe daher einfach das Quantum runtergerechnet; uns reicht ja ein kleinerer Kuchen.

Also geteilt durch 5 mal 4. Der Gärtner meinte, Menge:10 und dann *8 sei leichter zu rechnen... Egal, es hat irgendwie geklappt und das wichtigste ist eh, dass man die Mengen gleich dazu schreibt. Ich rechne oft um und wenn ich das nicht gleich notiere, vergesse ich es während des Teigrührens. ;-)

Auch sonst habe ich noch etwas improvisiert und Nutella sowie Rum in den dunklen Teig gerührt. Lecker. :-)

Groß genug für 2 Personen ist er. :-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Grosis Marmorkuchen nach Eva
Kategorien:Backen, Kuchen, Rührteig, Schokolade
Menge:1 Napfkuchenform

Zutaten

200GrammButter
150-200GrammZucker
1Essl.Vanillezucker
4Eier
120mlSahne
1-2PrisenSalz
240GrammMehl
2Teel.Backpulver; knapp
150GrammBlockschokolade (oder andere dunkle Schokolade)
1Essl.Nuss-Nougat-Creme
1Essl.Rum
Puderzucker; zum Bestäuben

Quelle

nach Arte Culinaria; etwas abgewandelt
in RK erfasst 29.08.2008 von Eva Ohrem*
Erfasst *RK* 09.10.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Butter und Eier aus dem Kühlschrank nehmen, sie sollen Zimmertemperatur haben, wenn gebacken wird. Eine Napfkuchen- oder Marmorkuchenform butten und mit Mehl bestäuben. Mehl und Backpulver mischen und durch ein Sieb in eine Schüssel geben und bereit stellen. Die Hälfte der Schokolade in kleine Würfel hacken. Die andere Hälfte der Schokolade im Wasserbad (kleinen Topf mit etwas Wasser füllen, Metallschale darauf stellen und darin die klein gehackte Schokolade geben) schmelzen lassen; Nuss-Nougat-Creme dazu geben und diese mit erwärmen.

Butter in die Küchenmaschine oder eine Rührschüssel geben und etwas verrühren. Zucker und Vanillezucker dazu geben und beides so lange zusammen schaumig rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat und eine weißlich-cremige Masse entstanden ist.

Eier nach und nach unterheben, so lange rühren, bis die Masse homogen und hell ist.

Jetzt ist es Zeit, den Backofen auf 190°C Umluft vorzuheizen.

Sahne und Salz zu der Butter-Zucker-Eier-Masse geben und gut verrühren. Das mit dem Backpulver gemischte und gesiebte Mehl vorsichtig in zwei bis drei Portionen unter die Masse rühren. Der Teig sollte von der Konsistenz so sein, dass er schwer reißend vom Rührlöffel fällt.

Die Hälfte des Teigs in die vorbereitete Backform geben und halbwegs glatt streichen.

Die Schokowürfelchen, den Rum und die geschmolzene Schoko-Nuss- Nougat-Mischung unter die zweite Hälfte des Teigs rühren. Diesen dunkeln Teig auf den hellen Teig in die Backform geben. Mit einer Gabel die beiden Teige kreis- oder kurvenförmig durchziehen, so dass eine Marmorierung entsteht.

Ein Backofengitter auf die 1. Einschubleiste von unten stellen, die Kuchenform darauf stellen und ca. 45-50 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe feststellen, ob der Kuchen fertig ist: Dafür einen Holzzahnstocher o.ä. in den Kuchen stecken; wenn kein Teig daran haften bleibt, ist er fertig. Aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen und vollends auskühlen lassen.

Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben und servieren.

* Das Rezept von Arte und Eva basiert auf 5 Eiern. Ich hatte nur 4 und habe die anderen Zutaten enstprechend verringert sowie etwas an Zucker gespart und dafür Rum und Nutella dazu genommen. So entstand ein schöner etwas kleinerer Marmorkuchen, der ideal für einen Sonntagskaffee passt. Man kann das Quantum aber natürlich wieder erhöhen.

=====


Und hier mein heutiges Lieblingsfoto:

Den Sahneklecks braucht's sowieso nicht, der Kuchen ist feucht genug. Als die Kleine dann die Sahne aufgeleckt hatte und anfangen wollte, am Kuchen zu futtern, habe ich doch schnell den Teller weggezogen! ;-)

Mir schmeckt der Marmorkuchen nämlich auch sehr gut. Danke, Eva!

Mein Beitrag für die Initiative sonntagssüß, diesmal wieder von Julie von mat & mi ausgerichtet. Die Fotos der Beiträge finden sich hier.

Kommentare:

  1. Dann wird dieser genau so nachgemacht! Danke und liebe Grüße aus Stuttgart :-)

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  2. Das mit dem Rum und Nutella muss ich auch bald mal ausprobieren. Das Foto gefällt mir auch, die freche Katze. ;-)

    Noch was zum Rechnen, ich habe immer einen (mehlierten) Rechner in der Küche, weil ich so ein Löcherhirn habe.

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  3. Schön, dass euch der Kuchen - leicht verändert - geschmeckt hat; ich muss ihn auch mal wieder backen, das letzte Mal ist Ewigkeiten her.

    Auch ich habe - wie Zorra - immer einen mehlierten Rechner in der Küche :-)

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  4. Blog- und Katzen-Tüv :)!
    Marmorkuchen habe ich gefühlt das letzte Mal mit Zahnspange gegessen. Und mit Nutella und Rum hört sich schön verrucht an. Den mache ich dir nach!

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  5. oh schön. ich finde es immer sehr fein, wenn klassiker neu interpretiert und abgewandelt werden .)

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  6. Marmorkuchen mit Nutella kenne ich bisher nur vom Hören-Sagen, ausprobiert habe ich es bisher selbst noch nie, bei Marmorkuchen war ich bisher immer "traditionsbewusst", aber Zeiten ändern sich ja glücklicherweise :) Für meine ersten "Gas-Backofen Testläufe mit Rührkuchen" werde ich sicher auf diesen Marmorkuchen zurückkommen. Allerdings brauche ich bei Rührkuchen, ob saftig oder nicht, IMMER Sahne dazu, die Miez hätte bei mir also keine Chance ;)

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  7. Sieht toll aus in der herbstlichen Stimmung.

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  8. Ich finde auch, dass Rechnen mit dem Taschenrechner noch einfacher ist. Aber wenn ich es im Kopf machen müsste, würde ich deine Variante wählen - mit 8 mulitiplizieren, das ist zuviel für mich ;-)

    Der Kuchen sieht super aus, muss ich auch mal aus den unendlichen Tiefen meiner Nachbackliste holen. Marmorkuchen mögen wir sehr gerne, auch in so einer Miniportion, die gerade mal für Zwei reicht *ggg* - und eine Katze.

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  9. Ich hätte jetzt gern ein Stück mit Sahne und Kätzchen!

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  10. Mmmhhh..... das hört sich lecker an! Danke für das tolle Rezept!
    Eine wunderschöne Woche wünscht Dir Yvonne

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  11. Der Kuchen wurde hier vor einiger Zeit auch schon mehrfach gebacken, ist wirklich klasse! Gut, dass du mich wieder daran erinnerst :-)

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  12. @ Hannes: Gerne. :-)

    @ zorra: Rum und Nutella ist natürlich an sich schon lecker, klar, dass der Kuchen schmeckt. ;-)

    Taschenrechner in der Küche - hm, auf die Idee kam ich noch gar nicht.

    @ Eva: Ja, irgendwie ändere ich meist was - aber original hätte er sicher auch geschmeckt!

    @ grain de sel: :-)

    Marmorkuchen hat schon was antiquiertes...

    @ Julie: Ja, das mag ich auch. :-)

    @ Lilly: In den Blogs hatte ich schon öfter davon gelesen, es war dann auch gut. Traditionen kann man ja auch selber neue machen! ;-)

    @ tobias: Danke!

    @ Schnuppschnuess: Wir kopfrechnen also gleich. ;-)

    @ Petra: :-)

    @ Yvonne: Danke. :-)

    @ Petra: Der hat's auch zum Blog-Klassiker verdient. :-)

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  13. Echte Schokolade im Marmorkuchen ist ein wirkliches muss!
    Nuss-Nougat-Creme klingt auch interessant. Werde ich mal probieren.
    Obwohl "unser" Rezept genau dem entspricht, was ich von einem Marmorkuchen erwarten würde.

    http://blog.nordbayern.de/netz/category/backen/

    Zu beachten ist das Geheimnis des frühen backens.
    Nach zwei Tagen schmeckt er viel besser als frisch!

    Gruß, Peter

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