Mittwoch, 28. Januar 2009

Marmorkuchen

Seit langem bereits hat sich mein Testesser einen Klassiker gewünscht: Marmorkuchen, so wie ihn meine Mutter macht.

Ehrlich gesagt ist das eine Herausforderung, bei ihr schmeckt er irgendwie besser...

Dabei geht Marmorkuchen ganz einfach: Man macht einen lockeren Rührteig, mischt einen Teil des Teigs mit Kakaopulver und Rum und marmoriert die zwei Teigschichten in der Form mit einer Gabel, so dass man das typische Marmorkuchenmuster erhält.

Mutters Originalrezept stammt aus einem Kochbuch, das ich schon lange nicht mehr in den Händen hatte und das ich daher gleich bei Foodfreak für den Event DKduW einreiche.

"Das neue große Kochbuch" wurde 1963 herausgegeben. Ich schätze, es war in den 1960ern in fast jedem deutschen Haushalt zu finden - ein klassisches Grundkochbuch.

Als Kind habe ich gerne darin geschmökert, jetzt hatte ich es schon lange nicht mehr verwendet. Mein Exemplar habe ich vor vielen Jahren von meiner Tante geschenkt bekommen.



















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Mamas Marmorkuchen
Kategorien:Backen, Kuchen, Rührteig, Kakao
Menge:1 Rezept

Zutaten

250Gramm
Butter oder Margarine
180-250GrammZucker
1Essl.Vanillezucker
4Eier
1/2Zitrone; abgeriebene Schale
500GrammMehl
1Pack.Backpulver
125mlMilch
4Essl.Kakao
3Essl.Brauner Rum
Puderzucker

Quelle

nach Roland Gööck: Das neue große Kochbuch von 1963
Erfasst *RK* 01.05.2002 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Eine große Napfkuchenform einfetten und mit Mehl oder Semmelbröseln bestreuen.

Butter oder Margarine schaumig rühren. Zucker, Vanillezucker, Eier und Zitronenschale nach und nach hineinrühren. Das mit Backpulver gemischte und gesiebte Mehl eßlöffelweise abwechselnd mit der Milch hinzufügen und verrühren.

Eine gefettete Napfkuchenform mit etwa der Hälfte des Teiges füllen.

Den restlichen Teig mit Kakao und Rum verrühren, auf den hellen Teig in die Form geben und mit einer Gabel so durch den Teig ziehen, daß sich heller und dunkler Teig an der Übergangsstelle zu Marmormustern vermischen.

Bei 175-200°C (160°C Umluft) ca. 55-70 Minuten backen. Nach dem Erkalten mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkung: Das Originalrezept ergibt 2/3 heller Teig, 1/3 dunkler und enthält jeweils 1 EL weniger Kakao und Rum, dafür 250 Gramm Zucker.

So wie hier - mit mehr Kakao und Rum und nicht ganz so süß - ist der Kuchen aber beliebter!

=====


Heute habe ich zum Backen Ober-/Unterhitze benutzt, dadurch trocknet der Kuchen weniger aus. Er schmeckt fast so gut wie bei meiner Mutter.

Kommentare:

  1. Marmorkuchen wie bei Muttern - da hätte ich jetzt auch mal wieder Lust drauf. Meine hat immer noch 1 EL Schokotropfen (oder grob gehackte Schokolade) in den Schokoladenanteil gemischt - zum Reinlegen!!

    AntwortenLöschen
  2. Ich vermute ja ein globales Mütterkomplott: Bei der Weitergabe von Rezepten wird immer irgendein kleiner, aber wesentlicher Punkt verschwiegen. Weshalb es bei der nächsten Generation eben immer nur fast so gut wie bei Muttern schmecken kann. :-)
    (Obs dereinst den Kindern foodbloggender Mütter besser geht?)

    AntwortenLöschen
  3. Marmorkuchen hat doch für uns alles was mit Kindheitserinnerungen zu tun...da verklärt sich auch manches! Aussehen tut deiner sehr lecker und ich würde das eine oder andere Stück davon jetzt nicht verschmähen!

    AntwortenLöschen
  4. Bei uns hat das Marmorkuchengen schon die zweite Generation ausgelassen: seit meiner Omi gibt es keinen anständigen Kuchen mehr, weder bei meiner Mama noch bei mir :-(

    Dann nehme ich ein Stück von deinem :-D

    AntwortenLöschen
  5. @ Rike: Gehackte Schokolade oder auch Nutella in der dunklen Masse schmecken super, gute Idee. :-)

    @ Hedonistin: Ja, genau - das wird es sein, ein Mütterkomplott. Das seltsame ist nur, dass ich oft zugeschaut und geholfen habe - nie konnte ich etwas geheimes entdecken. Ich nutze sogar den alten Backofen meiner Mutter und die Form meiner Schwiegeroma, daran kann es also auch nicht liegen.

    @ Deichrunner: Stimmt, das dachte ich auch - aber Blindverkostungen führen immer zum gleichen Ergebnis. Normalerweise bäckt meine Mutter den, aber wir waren schon lange nicht mehr zu Besuch.

    @ sammelhamster: Marmorkuchengen! ;-)
    Hm, Du kriegst gerne etwas von meinem ab - oder probierst es doch noch einmal selber?! :-)

    AntwortenLöschen
  6. ich denke, dass es doch nicht so einfach ist einen marmorkuchen zu backen und ich glaube auch daran, dass man da schon DAS rezept braucht. ;-) werde dieses mal abspeichern, denn der kuchen schaut zum anbeißen aus... vielleicht bist du viel zu selbstkritisch ;-))) schick mir mal ein stück rüber, dann beurteile ich hahahah!

    AntwortenLöschen
  7. Super lecker!!!!!!!!
    Muss ich unbedingt auch mal wieder machen, war übrigens der erste Kuchen den ich als Kind selber gemacht hatte....
    Ich gebe noch crème fraîche in den Teig und auch weisse und schwarze Schokolade, ich liebe matschige Kuchen....

    AntwortenLöschen
  8. Ich reihe mich ein: bei meiner Mama schmeckt es auch besser!
    Und das Kochbuch, das habe ich auch.

    AntwortenLöschen
  9. @ Nysa: Ein Stück ist unterwegs! ;-)

    @ Bolli: Mit dem Kuchen hat irgendwie jeder seine Erfahrugen gemacht... :-)
    Mit Crème fraîche ist das ja mal was neues, tolle Idee!

    @ Schnuppschnuess: :-)

    AntwortenLöschen
  10. Ich mag Mamorkuch nicht so, vielleicht bin ich bisher nur an trockene Exemlare geraten. Den Mamorkuchen von meiner Oma habe ich sogar als besonders scheußlich in Erinnerung :(

    AntwortenLöschen
  11. Der Kuchen sieht gut aus, könnte ich mal für die Kollegen machen. Ich glaube ja von Müttern gekochte/gebackene Sachen schmecken deswegen so gut und anders, weil sie es gemacht haben und man selbst nicht die Arbeit hatte. Merkte ich immer, wenn Frau Mama mal Unterwegsverpflegung für mich machte. Meine hat lange nicht so gut geschmeckt.

    AntwortenLöschen
  12. sagt Frau L. auch immer: wenn Du es machst, schmeckt es besser. Aber langsam durchschaue ich die Absicht :-) Wenn Du schon am Kuchen versenden bist, mir bitte auch ein Stück.

    AntwortenLöschen
  13. Mein liebstes Marmorkuchenrezept stammt nicht von meiner Mutter, sondern aus essen&trinken. Es ist ein Eischwerteig mit zusätzlich Mandeln im hellen und dunkler Schokolade + Kakao im dunklen Teig. Weil es viele Eier enthält, wird der Teig sehr saftig, aber nicht feucht. Dein Rezept ist für mich "typisch 60er Jahre" wo man noch Eier sparen musste (?) und lieber Milch in den Teig goss. Aber vielleicht ist das ja angesichts von Cholesterin- und Kalorien-Furcht wieder ganz aktuell?

    AntwortenLöschen
  14. Hey, der All Age Kuchen ... wahrlich ein Klassiker. Habe ich auch immer gerne gemacht.

    AntwortenLöschen
  15. Hallo Barbara,
    beim lesen des Rezeptes musste ich schmunzeln, denn es ist fast identisch mit dem Rezept, das ich schon als Kind aus dem Dr. Oetker Backbuch (die Originalversion) kannte und das ich liiiiiebe, obwohl ich inzwischen zahllose andere Guglhupfrezepte "gebastelt" habe.
    Der Marmorkuchen muss auch bei uns - für den besten meiner Söhne besonders - mehr Kakao als im Rezept vorgesehen haben und eine tüchtigen Schuss Rum im dunklen Teig, dann wird er noch feiner und der Kakaogeschmack dadurch noch intensiviert.

    Vielleicht hast Du auch mal Lust auf dieses Rezept zum Ausprobieren:

    http://www.bongusto.de/rezepte/rezept/lizchens-guglhupf-princess-isabella

    Liebe Grüße
    Liz

    AntwortenLöschen
  16. Schon lustig, auch bei mir war Omas Mamorkuchen unübertrefflich. Leider habe ich vergessen mir ihr Rezept aufschreiben zu lassen. Deiner schaut gut aus - wie saftig ist er denn? Meine Versuche waren bisher immer zu trocken / staubig ;-)

    AntwortenLöschen
  17. @ Sivie: Ich bin ehrlich gesagt auch kein großer Fan von Marmorkuchen, für mich gibt es viel bessere, saftigere, obstige oder nussige Kuchen.

    @ Anikó: Deine Kollegen werden gerade ganz schön verwöhnt! ;-)
    Die Theorie ist gut, aber ich mache gerne Kuchen, daran kann es kaum liegen.

    @ lamiacucina: Hihi, Absicht durchschaut. ;-)
    Leider sind inzwischen alle Stücke weg...

    @ Ute: Mit Mandeln und vielen Eiern klingt der Kuchen sehr lecker, da hast Du echt recht!!!
    Kürzlich stand irgendwo, dass Eigelb den Choleserinspiegel senken soll, das darf man alles nicht so eng sehen...

    @ Dandu: Ja, so ab und zu müssen die alten Klassiker wieder ran - obwohl ich modernere Kuchen ehrlich gesagt lieber mag.

    @ Liz: Mit diesen Klassikern hat wirklich jeder Erfahrung. Schön auch, dass bei Euch auch viel Rum in den Kakaoteil kommt.
    Danke für den Link: Ein tolles Rezept mit den Mandeln und Mozartkugeln. Schon beim Lesen klingt das so, wie wenn ich Dein Rezept unbedingt nachbacken muss - lecker!

    @ Kochbanause: Dieses Rezept ist nicht so trocken wie viele andere, die ich anderswo gegessen habe. Manche Rezepte sind mit Speisestärke, die stauben dann richtig.
    Aber mir persönlich ist es trotzdem zu trocken. Bei meiner Mutter wird er irgendwie feuchter, seltsam...

    AntwortenLöschen

LinkWithin

Blog Widget by LinkWithin