Samstag, 14. November 2015

Tomatencremesuppe

Heute gibt's wieder eine Aktion der Rettungstruppe. Unter dem Motto "wir retten was zu retten ist" versuchen einige Blogger, mehr oder weniger regelmäßig Gerichte selbst zu kochen oder backen, die heutzutage oft industriell gefertigt und gekauft werden. So haben wir z.B. schon Pudding oder Salate "gerettet".

Heute findet Ihr auf einigen Blogs (Links unten) wunderbare gebundene Suppen, Eintöpfe & Co., die gerade jetzt, wenn es wieder kälter wird, gut tun!

Mir war es bei dem schönen warmen Herbstwetter nicht nach Linseneintopf oder Kartoffelsuppe mit Würstchen, sondern nach etwas leichterem.

Tomatencremesuppe selber machen
So habe ich mich für einen absoluten Klassiker der Fertiggerichte entschieden: Sicher kennt jeder von Euch die auch von Andy Warhol künstlerisch umgesetzte Tomatensuppendosen?!

Tomatensuppe gibt es nicht nur in Dosen, sondern auch in Päckchen. Die gab's in meiner Kindheit relativ oft; damals waren Tomaten wahrscheinlich noch Mangelware... Päckchen aufreißen, mit Wasser vermischt aufkochen, Klümpchen glattrühren, fertig. Oder so ähnlich... ;-)

Ich habe so etwas noch nie gekauft. Irgendwann war ich mal bei einer Freundin zu Gast, die auf die schnelle aus einer Zwiebel, einer Dose Tomaten (nicht -suppe!) und einem Becher Sahne eine Suppe kochte. Ganz einfach. Allerdings etwas reichhaltig.

Leichter verträglich wird's mit dieser Version, bei der ein Esslöffel Mehl dafür sorgt, dass die Suppe trotzdem schön gebunden wird. Ein halber Becher Sahne reicht dann für die Cremigkeit. Und was die Gewürze angeht, kann man spielen, je nach Reife und Süße der Tomaten. Falls man frische hat, ist das super, sonst nehme ich dann doch Konserven (Blech oder besser Glas): Die im Süden beim optimalen Reifegrad geernteten Tomaten sind eine gute Alternative zu geschmacksloser Gewächshausware.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Tomatencremesuppe
Kategorien: Suppe, Creme, Tomate
Menge: 2 Personen

Zutaten

1Weiße Zwiebel
1-2Essl.Öl
1Essl.Mehl
4-5Reife aromatische Tomaten (oder 1 kleine Dose
-- Tomaten 400 g Füllmenge, 240 g Abtropfgewicht)
100mlSahne (s. Tipp)
Salz, schwarzer Pfeffer
1PriseZucker
1PriseChili; getrocknet und geshreddert, wer mag
1PriseZimt; wer mag
1PriseMuskat

Quelle

Standardrezept, meine Version
Erfasst *RK* 13.11.2015 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Öl in einer Kasserolle erhitzen, Zwiebelwürfel dazu geben und bei mittlerer Hitze goldgelb garen. Mehl darüber stäuben und unterrühren.

Tomaten waschen, Strunk entfernen und in große Stücke schneiden. Alternativ die Dose öffnen. Tomatenstücke (einschl. der Kerne und Flüssigkeit) mit in die Kasserolle geben. Den Großteil der Sahne zufügen und alles zusammen köcheln lassen. Würzen und abschmecken.

Entweder mit einem Pürierstab oder in einem Mixer fein pürieren. In Teller oder Suppentassen verteilen und die restlichen Sahne mit Hilfe eines Löffels schlierenmäßig reinrühren. Servieren.

Tipp: Wer es vegan mag, nimmt cremige Kokosmilch statt Sahne.
=====

Das Rezept geht so einfach, dass man weder Suppe aus der Dose noch aus dem Päckchen braucht. Außer man mag Kaliumchlorid, Monokaliumphosphat, Aroma, Farb- und Konservierungsstoffe.

Logo Wir retten was zu retten ist, Logo by Zorra Kochtopf

Und hier die Links zu den anderen Beiträgen:
Das zugehörige Pinterest-Board mit Fotos und Links aller bisherigen Aktionen von #wirrettenwaszurettenist findet Ihr hier.

Kommentare:

  1. Ahhhw, Tomatensuppe. Ich liebe Tomatensuppe, am allerbesten wird sie, wenn man noch abgeröstete Brotstücke dazu mampft. Eine tolle Idee, die ich direkt auf die Kochliste für die nächsten Wochen gepackt habe. Tomatensuppe geht einfach immer. Tolles Rezept!

    Jasmin

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    1. Ja, Tomatensuppe geht immer! :-)

      Croûtons dazu sind super, dann reicht das auch als komplette Mahlzeit. Und evtl. ein Basilikumblatt dazu für den grünen Farbtupfer. ;-)

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  2. Tomatensuppe und hier ein köstliches Rezept, da werden die restlichen Tomaten aus GWH schnell bei mir verarbeitet.
    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
    Ingrid

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    1. GWH heißt Gewächshaus? Das ist natürlich ideal!
      Danke, Dir auch ein schönes Wochenende!

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  3. Ein Klassiker- zumindest die kam bei uns nicht aus dem Päckchen.

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    1. Ich bin echt mit diesen Päckchen aufgewachsen, die waren bei meiner Mutter im Schrank, kleine weiße viereckige Kartons... ;-)

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    2. Spargelcremesuppe, an die kann ich mich auch erinnern, kartonmäßig! Aber vieles wurde auch selber gemacht.

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    3. Stimmt, Anna, an Spargelcremesuppe aus dem Karton erinnere ich mich auch. Manche Fertigsuppen gibt's schon lange...

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  4. Dein Rezept geht so ratz-fatz, da hat wirklich keiner mehr die Ausrede zur Dose zu greifen. Eine erfolgreiche Rettung würde ich sagen! :)

    Liebe Grüße,
    Katha

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    1. Eben, schneller geht's mit Päckchen auch nicht! :-)

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  5. Oh ha,
    da haben wir sie also! Die Tomatensuppe im November!
    Obwohl ich selber auch keine Probleme mit Tomaten aus der Dose habe, noch besser aber aus dem italienischen Glas.
    Wo einfach frisches Tomatensugo eingekocht ist. Ohne weiteren Zutaten.
    Tomaten die so schmecken, bekomme ich bei uns im ganzen Jahr nicht.
    Nicht mal aus den Gärten von Freunden.

    Ansonsten: Ich nehm die ganze Sahne. Nicht nur die Hälfte ;-)

    Mit leckerem Gruß,
    Peter

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    1. Ja, Peter, bei 18 Grad und Sonne und mit den letzten aromatischen Tomaten aus dem Hochbeet. :-)

      Du hast recht, Glas ist besser als Dose und davon habe ich auch gerne welche zuhause (habe das eben ergänzt). Zum Selbereinkochen von frischem Sugo bin ich bisher nicht gekommen, das stelle ich mir genial vor. Man könnte noch so viel machen... :-)

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    2. Eine Tomatensuppe!!! Barbara, du Rebellin!!! *lach :-)
      Wir haben in der vergangenen Woche auch noch die letzten Paprika geerntet. Aus dem Garten, im November... verrückt!
      Ansonsten kann ich nur sagen: LECKER! Und die Prise Zimt klingt spannend. Muss ich probieren!
      Liebste Grüße Janke

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    3. ;-)

      Zimt ist immer gut, passt auch zu Tomate.

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  6. Bei mir gab es nie die Kästchen, aber Tüten, damals entweder gelb oder grün. Dabei hatten wir einen Garten und regelmäßig Tomatenschwemme. Aber das wurde nie daraus. Meine Eltern kochen bis heute mit Tüten... Dabei sieht Deine Suppe zum Löffeln aus!

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    1. Die Tomaten wurden dann als Salat und roh gegessen? So kenne ich das jedenfalls von früher...

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  7. Bei uns gab es diesen Herbst auch schon oft Tomatensuppe, ein Lieblingsessen und ob der Tomatenschwemme dieses Jahr hat es sich angeboten.
    Herzliche Grüße, Kebo

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    1. Bei Euch in Südtirol dürften die Tomaten ja noch ein wenig mehr Sonne abbekommen haben. Meine waren etwas spät im Beet, daher hatte ich auch noch grüne, die nicht mehr gereift sind...

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  8. Nehm ich!
    Da fällt mir ein, ich hab öfter Tomatensuppe bzw. Paradeisersuppe gekocht schon, aber ich glaub erst einmal verbloggt. Dein Rezept gefällt mir und ich tät auch alles Obers nehmen...wer zählt denn Schon Kalorien? ggg
    lg. Sina

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    1. Mir fällt auch auf, dass ich vieles, was ich so nebenbei schnell koche, noch gar nicht auf dem Blog ist, so wie diese Suppe.
      Dabei werden auch die einfachen Rezepte gerne gelesen und motivieren vielleicht einige, mit Kochen anzufangen.

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  9. Mhhh! Eine Tomatensuppe mit Zimt, Chili und Muskat - das klingt ganz nach meinem Geschmack und nach Seelenbalsam pur! Das gefällt mir gut!

    Liebe Grüße,
    Marie-Louise

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    1. Mit den Gewürzen wird's dann doch Soulfood für den Herbst. :-)

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  10. Ich liebe Tomatensuppe. Und zwar das ganze Jahr. Und dann gerne auch mit hochwertigen San Marzano Tomaten aus Glas oder Dose... sieht super aus, Deine Variante!

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  11. Die Suppe aus dem Karton ! Oh, da schüttelt es mich richtig ! So eine selbst gemachte Tomatensuppe ist doch der Himmel auf Erden.

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