Sonntag, 17. Mai 2015

Rhabarber-Schmandkuchen

Vor einer Woche gab's bei mir ein schnelles Rezept, das sich auch für den heutigen Sonntag eignet für alle, die spontan sind und zufällig Blätterteig im Kühlschrank und Rhabarber im Garten haben!

Angelacht hat es mich im Buch Mara´s Sweet Goodies von Mara, die seit 2013 ihr Blog Life Is Full Of Goodies vor allem mit Süßem füllt. Sie backt mit Leidenschaft und ihre Kreationen sehen immer zum Anbeißen aus. Seit kurzem gibt's das Buch zum Blog und viele haben bereits daraus nachgebacken und darüber geschrieben.

Rhabarber-Schmandkuchen, Schneller Rhabarberkuchen, Rhabarber-Schmandkuchen nach Mara´s Sweet Goodies
Mich hat wie gesagt dieser Rhabarber Schmandkuchen angelacht, der sich beim Blättern im Buch irgendwie immer selber aufgeschlagen hat und so blieb. Ein Zeichen... "Ratz fatz gemacht, supercremig und verdammt köstlich" steht über dem Rezept. Das klingt ja schon mal verlockend.

Mara's Sweet Goodies, Hoffmann Verlag, Rezension Mara's Sweet Goodies

Ein schneller Kuchen ohne viel Aufwand also, das war für letzten Sonntag perfekt! Also habe ich am Vortag Blätterteig und die anderen Zutaten besorgt und am Sonntag frisch im Garten zwei schöne Stangen Rhabarber geerntet.

Zubereitung Rhabarber-Schmandkuchen

Da der Kuchen nur für zwei Personen gedacht war, habe ich die Menge halbiert. Beim Zusammenrühren der Zutaten fiel mir dann auf, dass sich 3 Eier schlecht teilen lassen (okay, man könnte eins zerschlagen und ungefähr die Hälfte davon nehmen und die andere Hälfte in Rührei o.ä. packen, aber das war mir zu kompliziert) also habe ich zwei genommen. Das Päckchen Vanillepuddingpulver habe ich durch Speisestärke und Vanillezucker ersetzt.

Zubereitung Rhabarber-Schmandkuchen

Der Kuchen ist wirklich schnell gemacht. Er ging beim Backen enorm auf, sank dann aber - wie bei Käsekuchen oft - wieder zusammen. In der Mitte war er ein wenig weich, das lag wahrscheinlich an meiner schiefen Umrechnung und meiner kleinen hohen Form. Ich finde, er sah trotzdem hübsch aus.

Und vom Geschmack her: Richtig lecker! Der leicht säuerliche Rhabarber in der supercremigen Schmandfüllung macht sich perfekt. Dazu das Knusprige vom Blättereig. Super.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Rhabarber-Schmandkuchen
Kategorien: Backen, Kuchen, Blätterteig, Rhabarber
Menge: 1 Form mit 18 cm Durchmesser

Zutaten
1Rolle Blätterteig (275 Gramm, Fertigprodukt)
150GrammSahne
300GrammSchmand
2Eier; Größe M oder S
20GrammSpeisestärke
25GrammVanillezucker*
40-50GrammZucker
150GrammRhabarber (1-2 Stangen)
2Teel.Brauner Zucker

Quelle

Buch Mara's Sweet Goodies von Mara Hörner; etwas
abgewandelt und für die kleine Form runtergerechnet
Erfasst *RK* 10.05.2015 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze, 180°C Umluft oder Gas Stufe 4 vorheizen.

Die Blätterteigplatte halbieren und übereinander in die runde Springform legen.

Sahne steif schlagen. Währenddessen Schmand, Eier, Stärke, Zucker und Vanillezucker mit einem Schneebesen verrühren. Die steif geschlagene Sahne vorsichtig unterrühren und diese Schmand-Sahne- Eier-Masse auf den Blätterteig gießen.

Den Rhabarber je nach Sorte schälen (meiner braucht das nicht) und in kleine Stücke schneiden. Auf der Schmandfüllung verteilen. Den braunen Zucker darüber streuen. Die Form in den Backofen geben und ca. 40-45 Minuten backen.

Der Kuchen muss gut auskühlen und fest werden, bevor man ihn anschneidet.

* Statt Vanillezucker kann man auch das Mark einer Vanilleschote verwenden.

Tipp: Im Original wird eine normal große Springform mit 26 cm Durchmesser verwendet, das doppelte der Zutaten, allerdings 3 Eier Größe M oder L) und 200 Gramm Rhabarber (da würde ich mehr nehmen). Die Backzeit bleibt ungefähr die gleiche.
=====

So sah mein Servierbrett dann auf dem Weg in den Garten aus. Etwas Kaffee dazu passt gut und ich hatte noch einen Rest Rhabarberkompott dazu.

Das erste Rezept aus dem Buch war also schon mal ein Volltreffer.


Das Buch selbst ist hochwertig gemacht, vom Format her groß genug, so dass auch ich mit meinen inzwischen etwas altersschwachen Augen darin ohne Brille lesen kann. Es ist auf gutem Papier gedruckt, so dass man es gerne in die Hand nimmt, schön gebunden mit einem Bändchen zum Markieren des aktuellen Rezepts. Insgesamt sind 84 Rezepte enthalten, immer mit ganzseitigem Foto, einem einleitenden Text, den Zutaten und verständlich geschriebenem Zubereitungstext.

Wichtig bei Koch- und Backbüchern (und bei Foodblogs!) ist für mich immer, dass nicht nur ein Rezept dargestellt ist, sondern etwas dabei steht. Was ist das für ein Rezept, wodurch zeichnet es sich aus, welche Erinnerungen verbindet die Autorin damit oder wie kam sie darauf. Diese Neugierde befriedigt Mara, durchweg interessante leicht zu lesende Texte, die Appetit machen oder auch mal kleine Anekdoten. Also ideal, um darin auf dem Sofa oder einer Liege im Garten zu schmökern.

Aufgeteilt ist es in fünf Kategorien, von Toppings und Cake Fillings (dabei dachte ich, dass zu viel Englisch schon wieder out ist, mir fällt auf Deutsch aber auch nichts wirklich besseres ein, quasi Basisrezepte, auch Konfitüren), gefolgt von süßen Frühstücksideen, Kuchen, süßen Teilchen und Eis. Man findet darin Klassiker wie Vanillesauce, Käsekuchen ohne Boden, Omas Rhabarberkuchen, Energieriegel, Clafoutis oder Mohn-Zwetschgen-Schnecken, immer mit einem besonderem Dreh dabei. Auch viel Amerikanisch inspiriertes ist zu finden, was bei Mara einen Grund hat und dazu beiträgt, dass die Rezepte breit gefächert und abwechslungsreich sind. Beim Durchschauen bekommt man Lust zum Ausprobieren. Sie wirken nicht overstyled, sondern nachback- und nachmachbar; auch das gefällt.

Ziel des Buches war nicht, einfach noch ein Kochbuch oder noch ein Backbuch zu machen, sondern eins, das einfach Spaß macht: Als Inspiration, zum Angucken oder weil man etwas daraus ausprobieren möchte. Das hat bei mir funktioniert. Ich danke dem Hoffmann Verlag für das Exemplar.

Den ganzen Mai über gibt es ein Rhabarber-Event im Gärtnerblog: Sus sammelt dort saisonale Rezepte mit Rhabarber.

Garten-Koch-Event Mai: Rhabarber [31.05.2015]

Bis zum 31. Mai habt Ihr Zeit, mit einem kreativen oder klassischen Rezept mitzumachen. Dieser Rhabarberkuchen ist mein (erster?) Beitrag.

Kommentare:

  1. Fein!!
    Das sieht wirklich zum Anbeißen aus.
    Und sag halt nächstes Mal einfach bescheid, wenn du doch die doppelte Menge backen möchtest :-D

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    1. Aber ja! Kommt doch einfach nächsten Sonntag vorbei, dann backe ich den Kuchen nochmal, und zwar in groß! :-)

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    2. So als kleinen Pfingstausflug meinst du....wäre zu überlegen ;-)

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    3. Bei dem Wetter hätte es keinen Spaß gemacht... ;-)

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  2. Sieht zum Anbeißen aus! Und wir haben gerade absolut keine Torte in Sicht (und natürlich auch keine Rhabarber). Wie gemein. ;-)
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Keine Torte bei Euch? Soll ich vorbeikommen? ;-)

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