Mittwoch, 31. Dezember 2025

Jahresrückblick: Foodblogbilanz 2025

Auch dieses Jahr ist wie im Flug vergangen. 2025 war wieder ereignisreich - langweilig wurde mir nie! Fürs Bloggen habe ich mir bewusst Zeit genommen, mal mehr, mal weniger. Ebenso habe ich wieder andere Blogs gelesen und dort kommentiert, um ein Hallo dazulassen, wenn ich sie besuche. Neben meinen beiden Blogs ist es mir auch gelungen, meine Social-Media-Kanäle einigermaßen am Leben zu erhalten. 

Heute ist Zeit für den traditionellen kulinarischen Foodblogger-Jahresrückblick. Das Blog-Event stammt ursprünglich von Sabine von Schmeckt nach mehr; sie hatte sich die Fragen ausgedacht. Seit einigen Jahren organisieren Steffen und Sabrina von Feed me up before you go-go die Aktion. Danke! Meine vergangenen Jahresbilanzen verlinke ich weiter unten.

1. Was war 2025 dein erfolgreichster Blogartikel?

Am meisten geklickt wurde dieses Jahr ein Cocktail! 

Ich teile ja seit einigen Jahren immer wieder mal Rezepte für Cocktails. Ein sehr spannendes Thema, das ich auch von der Historie her interessant finde - viele Drinks haben eine interessante Geschichte oder oft mehrere Geschichten dahinter. Außerdem kann man dabei wunderbar kreativ sein. Nicht immer muss Alkohol im Spiel sein, es geht gut auch ohne. Viele Cocktails sind saisonal; im Winter mag man es cremiger, im Sommer frischer. 

Tuxedo No. 2 - beliebtestes Rezept 2025

Offensichtlich zur Zeit der Krokusblüte habe ich den Tuxedo No. 2 gemixt und das Rezept im März veröffentlicht. Darin steht, warum der Smoking auf Englisch Tuxedo heißt - das könnte für manche so interessant sein, dass sie das Rezept anklicken? Wahrscheinlicher ist aber, dass der Beitrag einfach so oft geklickt wurde, weil danach zweieinhalb Monate Funkstille auf dem Blog war... 

Ich sage immer, Rezepte oder Anleitungen auf Foodblogs werden nicht alt - und entsprechend werden auch ältere Rezepte gefunden und fleißig geklickt. Nach fast 20 Jahren Bloggen gibt's da ja eine Menge.

Collage beliebte Beiträge 2025 aus dem Archiv

Dabei sind so Dauerbrenner wie Reis aus dem Schnellkochtopf, ein Rotkohlrezept von Johann Lafer, das ich veganisiert habe und die Himmelstorte mit Johannisbeeren. 

Ich kann nicht erklären, warum gerade diese Rezepte so häufig gesucht und gefunden werden. Wahrscheinlich sind es diese einfachen Suchbegriffe wie Reis kochen, Rotkohl oder Himmelstorte, die gerne in Suchmaschinen oder KI als Suche eingegeben werden. 

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Etwas gewundert hatte mich, dass eines der im Westen bekanntesten chinesischen Gerichte noch nicht online war: Schweinefleisch süß-sauer. Mich hatte ein Abend in London's Chinatown motiviert, es mal wieder zuzubereiten.  

Dienstag, 30. Dezember 2025

Rote-Bete-Feta-Türmchen mit Pistazien

In unserem Kühlschrank schlummern meist zwei bis drei Päckchen Feta. Der griechischstämmige Käse aus Schaf- und Ziegenmilch ist lange haltbar und lässt sich vielseitig einsetzen, auch wenn es schnell gehen muss. 

Sehr gerne mag ich Feta auch gemixt als Dip. Zu Grünkernpuffern mag ich nichts anderes. Er ist ja relativ salzig, daher ergänzt er gut süßliche, milde oder erdige Gemüsesorten wie Süßkartoffeln oder Auberginen. Auch zu Rote Bete passt Feta ideal.

Rote-Bete-Feta-Türmchen mit Pistazien
Als Türmchen geschichtete Rote Bete Scheiben mit Feta habe ich vor Jahren mal in Schweden in einem Restaurant bekommen. Dort nannte man meinen guten alten Feta-Dip 'Whipped Feta' - und diesen Begriff liest man inzwischen überall.

Montag, 29. Dezember 2025

Winterliches Müsli mit Kaki und Banane

Pünktlich zum Heiligen Abend hat es dieses Jahr ein wenig geflockt. Als Schnee konnte man es kaum bezeichnen, aber ein wenig der weißen Masse blieb auf dem kalten Boden liegen und die Spielwiese war überzuckert. 

Daher bot sie sich an als Hintergrund für dieses farbenfrohe winterliche Müsli. 

Winterliches Müsli mit Kaki und Banane
Basis sind wieder selbst geflockte Haferkörner; alternativ kann man natürlich auch grobe Haferflocken verwenden.

Freitag, 12. Dezember 2025

Mamas Wespennester

Mamas Wespennester - ein weiteres altes Gutslerezept meiner Mutter, das bei ihr irgendwie besser funktioniert hat als bei mir. Interessant sind ihre handschriftlichen Notizen. Die Plätzchen wurden jedes Jahr gebacken und den einen oder anderen Tipp hat sie sich dazu notiert, um im nächsten Jahr zu wissen, worauf sie achten muss. 

Mandel-Kakao-Baisers könnte man sie auch nennen. Damals suchte man glaube ich bildhaftere Namen für Rezepte. Das Rezept hat sie in den 1960ern aufgeschrieben, denke ich. Es stammt wohl von einem Kochkurs, den angehende Hausfrauen früher absolvierten. Ein ähnliches Rezept mit Zimt habe ich online gefunden; mir gefällt aber diese pure Variante mit Vanille am besten.  

Mamas Wespennester - Mandel-Kakao-Baisers
Eiweiß wird mit Zucker steif geschlagen, dazu kommen blanchierte Mandeln, die gestiftelt wurden, und Kakao. Letzterer muss stark entölt sein, damit das Baiser nicht zusammenfällt.

Donnerstag, 11. Dezember 2025

Feierliche Vorspeise: Avocado mit Grapefruit, Sellerie und Shrimps

Hier habe ich noch eine Idee für eine Vorspeise, die man gut an einem der Weihnachtstage servieren kann. Unkompliziert, frisch grün, schön frisch und hoffentlich gesund mit ein wenig Pfiff. 

Im Prinzip ist es ein Avocado-Salat, der ein klein wenig an Guacamole erinnert, allerdings durch Sellerie und Shrimps eine ganz andere Geschmackswelt erhält. 

Avocado mit Grapefruit, Sellerie und Shrimps
Dafür habe ich einige Zutaten und Gewürze zusammen in den Blitzhacker gehauen; am Schluss kam die Avocado dazu. Das Ganze habe ich so dekoriert, dass man erahnt, was da zerhackt wurde. 

Dienstag, 9. Dezember 2025

Kürbiskernkipferl

Irgendwie fehlt mir zurzeit die Lust zum Kochen und Backen und Bloggen, daher war es hier recht ruhig. Meine Elisenlebkuchen habe ich gebacken, mehr bisher nicht. 

Ein paar Rezepte für die Vorweihnachtszeit möchte ich dennoch teilen. Vielleicht sucht ja jemand noch Rezepte für schnelle unkomplizierte Plätzchen - hier ist eins! 

Mürbe Kürbiskernkipferl

Kipferl sind ja ein Klassiker. Bei mir findet Ihr ein normales Rezept für Vanillekipferl und eins mit Sesam und Sojasauce, das Susi als Gastbloggerin beigesteuert hatte.  

Wie hier, kann man viele Plätzchen- oder Keksrezepte wunderbar abwandeln. Statt Mandeln (oder Sesam) schmecken Kürbiskerne super, die außerdem sehr gesund sein sollen. 

Mir fällt dabei immer mein erstes Gartenbuch* ein, das ich mir Mitte der 1990er gekauft hatte, als wir ein Haus mit Garten mieteten. Darin steht über den Ölkürbis: "Das war der Clou des Jahres 1987, mit dem der Samenhandel den Hobbygärtner aus der Reserve zu locken suchte. Um die Kreation dieses recht unnützen, 3-4 kg schweren Gesellen zu rechtfertigen, wurde auf den gesundheitlichen Wert der Kerne hingewiesen, die bei Blasen- und Prostataleiden Linderung bringen sollen und außerdem reich an Proteinen, ungesättigten Fettsäuren [...] und Vitaminen sein sollen." Es wurde empfohlen, die Kerne aus dem Fruchtfleisch "herauszuklauben" und im Backofen geröstet zu essen.

Zubereitung Kürbis-Mürbeteig für Kürbiskernkipferl
Als ich dann um das Jahr 2000 herum das erste Mal in der Steiermark war, wurde mein Weltbild wieder gerade gerückt. Dort wächst der Kürbis bereits seit 150 Jahren und gilt als grünes Gold der Region. Inzwischen sind Öl und Kerne aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken.