Samstag, 5. November 2016

Gartenrundgang im Herbst

Seit dem letzten Gartenrundgang hat sich einiges getan. Gestern früh war das erste Mal Reif oder leichter Nachtfrost im Garten und die nächsten Tage soll es richtig kalt werden. Zeit also, ein paar Fotos rauszukramen, die ich heute vor einer Woche geschossen habe. Damals kam die Sonne raus und wir hatten einen traumhaften Herbsttag.

Letztes Mal hatte ich ja geschrieben, dass die Topinambur-Pflanzen erstmals über 2 Meter hoch wuchsen und Blütenansätze hatten. Daraus sind jetzt tatsächlich schöne gelbe Blüten geworden.

Blühender Topinambur

Interessant fand ich, dass sich auch unten etwas getan hat: Die Topinamburknollen wachsen nach oben und suchen Licht. Ich habe noch nicht gebuddelt, um zu sehen, wie viele Knollen da wirklich darauf warten, geerntet und verarbeitet zu werden.

Topinambur

Der Borretsch blüht auch schöner als den ganzen Sommer, da wollte er nicht wirklich wachsen.

Borretsch

Im Sommer hatte ich große Probleme mit den Minzepflanzen, so dass ich kaum welche verwenden konnte. Sie waren von ekligen neontürkisfarbenen Käfern besiedelt. Die sind jetzt weg und die Minze treibt noch einmal aus. Höchste Zeit also, Minze für Tee zu trocknen oder Minzsirup zu kochen!

Minze im Hochbeet

Kürbis- und Zucchinipflanzen scheinen sich nicht mit Rhabarber zu vertragen: Ich hatte in einem der Hochbeete noch eine Rhabarberpflanze, die ich eigentlich verschenken wollte, daneben habe ich Hokkaido- und Patissonkürbisse gesetzt. Beide tragen jeweils nur eine einzige Frucht. Das hat sich also nicht gelohnt.

Zum Glück gibt's die Hokkaidokürbisse auch in Bio-Qualität inzwischen überall zu kaufen, so dass ich nicht auf eigene Ernte angewiesen bin.

Patisson und Rhabarber

Einige der Himbeeren liefern auch dieses Jahr wieder eine zweite Ernte. Allerdings schmecken die Früchte sehr wässrig und sind nicht aromatisch.

Himbeeren - Herbsternte

Die Hochbeete, die unter dem Minipflaumenbaum stehen, bekamen dieses Jahr wenig Licht und wenig Wasser. Den Baum möchte ich zurückschneiden. Im Augenblick liefert er jedoch viel Laub, das als natürliche Mulschschicht auf den Beeten liegen bleiben darf. Mal sehen, wie kalt der Winter wird und ob diese Isolation reicht, das kleine Rosmarinpflänzchen vor dem Erfrieren zu schützen.

Hochbeet mit Laub

Sonne fehlte auch für die Tomaten und Chilis. Die Tomaten schmecken eher wässrig. Viele hängen noch da, sind teils aufgesprungen und teils grün. An die grünen Tomaten traue ich mich nicht wirklich in größeren Mengen ran, das Solanin darin soll schädlicher sein als bei Kartoffeln.

Hochbeet mit Tomaten

Durch die Kälte fallen die Nashibirnen auch vom Baum. Der Baum ist inzwischen so hoch, dass ich nicht hinkomme, um sie abzupflücken und für Leiter o.ä. bin ich zu faul. Sie landen meist sanft und sind zum Großteil (im Gegensatz zu den heruntergefallenen Äpfeln) unbeschädigt, wenn sie auf dem Boden landen. Man kann sie dann bequem aufheben.

Leider halten sie sich nicht lange, man sollte sie möglichst frisch verzehren oder verarbeiten.

Nashibaum - Nashibirnen

Die meisten Blätter der beiden Walnussbäume liegen bereits auf der Wiese. Walnussbaum-Laub hat so viel Gerbsäure, dass darunter nichts wächst, es lohnt sich also, es weg zu fahren und nicht unbedingt selbst zu kompostieren.

Walnuss-Laub

Im Herbst sind wir also recht lange beschäftigt, das Laub aufzurechen und weg zu bringen, auch wenn die Walnussernte, wie dieses Jahr, ausfällt. Laub gibt es ja auch, wenn es keine Nüsse gibt.

Heute nieselt es.

Kommentare:

  1. Der blühende Topinambur ist ja wirklich hübsch!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, das finde ich auch! Die Topinamburblüten sind allerdings sehr klein und sehr weit oben. Eigentlich gehen sie fast unter...

      Löschen
  2. Die Topinamburblüten eignen sich übrigens auch als Schnittblumen. In einer Vase halten sie sich etwa 5-8 Tage.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da wäre ich nie drauf gekommen (an so was denke ich irgendwie echt nie...) Danke für den Tipp!!!

      Löschen
  3. Das sind aber schöne Bilder aus einem herbstlichen Garten! =)
    Mein Topinambur blüht auch immer sehr, sehr spät! Es dürften Massen an Knollen zu ernten sein. Zumindest können wir uns als kaum retten davor. :-D

    Liebe Grüße,
    Sarah =)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich bin echt gespannt auf die Knollen. Erst will ich noch an die Kartoffeln ran, die vertragen ja die Kälte nicht, aber dann sind die Topinamburknollen dran.

      Löschen

LinkWithin

Blog Widget by LinkWithin