Freitag, 20. November 2020

B55 (und etwas zum Thema Pousse Café)

Heute ist mal wieder Zeit für einen Drink! Freitag um 17 Uhr gibt's bei mir hier auf dem Blog ja ab und zu einen Cocktail oder Longdrink, um das Wochenende einzuläuten. 

Auch bei Getränken merkt man dabei, wie sich das Wetter und die Jahreszeit auswirken: Im Sommer gerne fruchtig-spritzig, und jetzt bei dem nasskalen Wetter darf es gerne etwas cremiger, gehaltvoller und süßer sein. 

Ab und zu trinke ich gerne einen B52. Dieser wird auch B-52 geschrieben und ist ein Klassiker. Das Rezept dafür habe ich schon vor vielen Jahren hier aufgeschrieben. Benannt ist der Shooter nach dem Langstreckenbomber Boeing B-52, mit dem im Vietnamkrieg Brandbomben abgeworfen wurden. Da der Cocktail flambiert serviert wird und man beim Benennen von Drinks gerne kreativ ist, macht das Sinn. Der B52 hat im Laufe der Jahre eine Menge Variationen erhalten, indem einfach eine oder mehrere Spirituosen ausgetauscht werden. 

B55 (Kahlua, Baileys, Absinth)

Wer etwas mehr Alkohol möchte, um die Cremigkeit der unteren beiden Schichten auszugleichen, landet schnell beim B55. Die oberste, leichteste Schicht, ist Absinth. Von der Farbe her sieht der Drink natürlich gut aus.

Pousse Café 

Wichtig beim Bauen der Cocktails ist die Dichte der einzelnen Bestandteile, damit die horizontalen Schichten sich nicht vermischen. Diese Getränke nennt man Pousse Café oder layered drinks. Die erste Schicht kippt man einfach ins Glas, die zweite geht auch relativ gut, da der Baileys im Normalfall obenauf schwimmt. 

Etwas tricky wird die obere Schicht, hier muss man schon relativ vorsichtig, mit Geduld und einem umgedrehten Löffel oder mit einer Pipette arbeiten. Dafür wird man mit drei schön abgegrenzten Schichten belohnt. Und schmecken tut er auch - ein idealer Drink für einen Freitagabend. Schönes Wochenende!

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: B55
Kategorien: Getränke, Cocktail, Poussecafe, Shooter
Menge: 1 Drink

Zutaten

20ml Kahlúa
20ml Baileys Irish Cream
15-20ml Absinth

Quelle

 Variation des B52, irgendwo mal gesehen
 Erfasst *RK* 17.11.2020 von
 Barbara Furthmüller

Zubereitung

Man benötigt hierzu ein hohes kleines hohes Schnapsglas (ca. 7 ml Inhalt), einen Teelöffel oder eine Pipette und einen kleinen Messbecher oder ein Barmaß (Jigger), um den Drink zu bauen.

Als erstes den Kahlúa ins Glas gießen. Die zweite Schicht (Baileys) langsam über den Löffelrücken oder mit Hilfe einer Pipette ins Glas gießen, so dass die Schichten sich nicht vermischen. Dann kommt die dritte Schicht: Den Absinth sehr vorsichtig über den Löffelrücken dazu gießen.

Den Absinth anzünden und den B55 flambiert servieren.

Evtl. einen metallenen Strohhalm dazu reichen. Vor dem Trinken muss das Feuer mit Hilfe eines Bierdeckels o.ä. gelöscht werden!

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Pousse Cafés gibt es schon lange; sie waren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sehr beliebt. Man trank sie angeblich gerne in Frankreich zusammen mit einem Kaffee. Sie schwappten dann in die USA und wurden dort beliebt: Damals war es eine Kunst, möglichst viele Schichten in ein Glas zu bekommen. Ich glaube, manchmal war dann die Optik wichtiger als der Geschmack... 

Früher trank man aus hohen Gläsern mit Hilfe eines Strohhalms, und genoss sie Schicht für Schicht. Heute baut man selten Drinks mit mehr als drei Schichten und serviert meist in einem Shot- oder Shooter-Glas. Ich habe mir kürzlich erst diese Gläser besorgt und finde, damit sieht es hübscher aus als meine früheren Versionen. 

Wichtig bei pousse café oder layered drinks: Süße Liköre sind meist unten, während Hochprozentiges obenauf schwimmt. Wichtig ist natürlich auch, dass man von den Farben her eine Abwechslung rein bringt. Hell und dunkel sollte man auch mischen, so kann man z.B. eine farblose Schicht zwischen zwei dunkle Schichten packen. Wenn man etwas im Internet sucht, findet man Listen mit der Dichte und kann damit selbst kreativ werden.

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