Freitag, 27. November 2020

Waldpilz-Cremesuppe (ohne Tüte)

Heute ist unsere Rettungstruppe wieder am Werk. Wir schauen ja immer, welche Gerichte oder Rezepte es gibt, die man selbst machen kann, statt zu Convenience zu greifen. Als aktuelles Thema haben wir uns Suppen und Eintöpfe herausgesucht. Zum grauen nasskalten nebligen Herbstwetter passend.

Suppen sind ja ein Klassiker der Fertiggerichte! Es gibt Dosen, Tüten oder auch tiefgekühlte Packungen, manchmal gar nicht mal so übel, wenn man die Zutaten liest, aber zum Großteil schon so, dass ich das Lebensmittelchemielexikon bemühen müsste, um zu erfahren, was ich denn da esse.

Waldpilz-Cremesuppe ohne Tüte

Als wir über das Thema abgestimmt hatten, war ich gerade auf dem Weg zu einem Supermarkt und bin mit Absicht in den Gang gegangen, in dem es solche Tütensuppen gibt. Ich hätte jetzt mit ein paar Sorten gerechnet, aber nicht mit diesen laufenden drei Metern Regale voll mit verschiedensten Marken verschiedenster Suppen! Daneben dann noch ein paar Meter mit Dosensuppen.

Es war ein ländlicher Supermarkt, d.h. viele der Kunden haben einen eigenen Garten. Trotzdem scheint es genügend Nachfrage für diese Suppen zu geben. Ich habe mir die Sorten genauer angeschaut und blieb bei einer Waldpilz-Cremesuppe hängen. 

Wir retten was zu retten ist

Neben einer Menge Zutaten wie z.B. Palmöl oder Ascorbylpalmitat sind in der Tüte 2,7% Champignons, 1% Steinpilze, 0,4% Pfefferlingpulver und 1% Champignonsaftkonzentrat enthalten. 

Champignons sind für mich jetzt eher Wiesen- oder Zuchtpilze, aber da ich noch welche zuhause hatte, kamen die in meine selbstgekochte Waldpilzsuppe ebenfalls mit rein. Champignons sind im Gegensatz zu Waldpilzen etwas milder im Geschmack, d.h. die Suppe wird nicht ganz so intensiv.

Zubereitung Waldpilz-Cremesuppe (ohne Tüte)

Ansonsten habe ich selbstgesammelte Waldpilze mit etwas Frühlingszwiebeln angebraten und separat aus Zwiebeln, Karotte und Pilzen eine Suppe gekocht, diese mit Sahne püriert und abgeschmeckt. 

Statt Weißweinextrakt bekam meine Suppe einen Schuss Sherry. Wer keinen Alkohol möchte, kann den aber auch weg lassen. Hier meine Vorgehensweise: 

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Waldpilz-Cremesuppe
Kategorien: Suppe, Creme, Pilz
Menge: 2 Personen

Zutaten

2Handvoll Waldpilze (frisch, tiefgekühlt oder getrocknet*)
   Olivenöl
1  Frühlingszwiebel (oder 1/2 Stange Lauch)
1  Zwiebel
1  Karotte
2Handvoll Champignons, braun oder weiß (oder Waldpilze
   -- oder gemischt, je nach Gusto)
1Schuss Sherry; wer mag
400-500ml Wasser, Gemüsebrühe oder andere Brühe; ca.
   Salz, Pfeffer, Muskat, Chili, Paprika
50-80ml Sahne; ca.

Quelle

 improvisiert
 Erfasst *RK* 27.11.2020 von
 Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Pilze nach Bedarf in Scheiben schneiden und mit etwas Öl in einer Pfanne anbraten. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden, die Hälfte davon zu den Pilzen geben und mit anbrutzeln. Die Herdplatte ausschalten, die Pilze warm halten.

Die Zwiebel schälen und in Würfel oder Scheiben schneiden, die Karotte scheibeln, die Champignons bzw. Waldpilze bzw. Pilzmischung von Erde und Wald befreien und je nach Größe vierteln, halbieren oder ganz lassen. Alles zusammen mit dem Rest der Frühlingszwiebel mit etwas Öl in eine Kasserole geben. Alles zusammen anbraten, zwischendurch rühren, dann evtl. mit Sherry ablöschen und die Flüssigkeit dazu geben. Abdecken und ein paar Minuten köcheln lassen, bis die Gemüse durch sind. Gewürze und Sahne unterheben.

Die Gemüse-Champignons-Suppe in einen Standmixer geben oder mit dem Pürierstab pürieren. Nochmal abschmecken und in Suppenteller verteilen. Mit den angebratenen Waldpilzen und restlichen Frühlingszwiebelröllchen aus der Pfanne dekorieren.

Dazu schmeckt eine Scheibe Brot.

* Wer getrocknete Pilze verwendet, übergießt diese mit kochendem Wasser und lässt sie für 5-10 Minuten quellen. Das Einweichwasser dient nachher als Flüssigkeit/Brühe; es schmeckt aromatisch nach Pilzen.

=====

Britta und ihren Mann, die das Event am Leben halten.

Wir retten was zu retten ist

Hier die Links zu den anderen Beiträgen unserer heutigen Aktion "Wir retten Suppen und Eintöpfe": 

Kommentare:

  1. Die sieht einfach super aus!!
    LG Harald

    AntwortenLöschen
  2. Oh du bist ja gar nicht auf meiner Liste drauf. Muss ich morgen nachtragen. Pilzsuppen liebe ich sehr, die sieht genau richtig aus fuer mich!

    Lg Wilma /Pane-Bistecca

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. In Asien gibt's ja auch super Pilze, da habe ich auch schon gute Suppen gegessen.

      Löschen
    2. Ja richtig, die schmecken auch sehr gut!

      LG Wilma

      Löschen
  3. Ich erinnere mich jetzt, dass bei uns diese Fertigsuppe Champignoncremesuppe hieß und gar nicht so übel schmeckte. An die dubiosen Inhaltsstoffe dachte man nicht. Umso mehr gefällt mir deine Suppe, ich habe so eine lang nicht gegessen...
    lg

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, genau, an diese dubiosen Inhaltsstoffe dachte man früher nicht. Ich gehe immer mit Lesebrille in den Supermarkt, damit ich das Kleingedruckte lesen kann.

      Ein Rezept für eine schnelle Champignoncremesuppe - selbstgemacht - ist übrigens auch hier auf dem Blog. :-)

      Löschen
  4. Ich wünschte ich würde Waldpilze finden! Als Kind war ich immer mit Oma und Opa Schwammerlsuchen, die beiden haben Körbeweise Pilze und Schwammerl gefunden und ich immer hinterher. Trotzdem ist ihr Wissen einfach nicht auf mich übergegangen, ich finde gar nix... Vielleicht hört sich deine Suppe gerade deswegen unerreichbar köstlich an! Liebe Grüße, Julia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das sind so die Dinge, die einem erst auffallen, wenn man älter ist... Ich habe das damals auch nicht gelernt sondern erst vor einigen Jahren, als ich mit einem Freund im Wald spazieren war, habe ich nach und nach die Pilze gelernt. Ich kann aber nur Röhrenpilze. ;-)
      Inzwischen kenne ich einige Stellen - bei uns ist es nicht weit in den Wald.

      Löschen
  5. Hallo Barbara,
    da lobe ich mir doch deine selbstgemachte Pilzsuppe, hier finde ich wenigstens eine gute Menge Pilze drin.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Sigrid,
      man kann damit auch spielen, wie viel Pilze man reinpacken möchte. Aber wenn ich mir anschaue, wie wenig in der Tüte sind - das ist schon arg wenig... Für verhältnismäßig viel Geld!
      Liebe Grüße
      Barbara

      Löschen
  6. Liebe Barbara, deine Suppe schaut köstlich aus und man sieht ihr die schöne Cremigkeit sogar auf dem Foto an.

    AntwortenLöschen
  7. Deine Suppe klingt köstlich. Leider kenne ich mich mit wildwachsenden Pilzen nicht aus und mein GöGa mag sowieso am liebste nur Champignons. Die mit der dunklen Kappe sind wenigsten etwas kräftiger im Geschmack.

    LG Britta

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Britta,
      bei gekauften Champignons kann man ja nichts falsch machen und damit schmeckt die Suppe auch! Ich mag echt am liebsten die braunen; wie Du schreibst, die sind aromatischer.
      Liebe Grüße
      Barbara

      Löschen
  8. Die Suppe ist genau nach meinem Geschmack. Nun muss ich nur noch sehen, wann mein Mann endlich mal wieder einen Außentermin hat (aktuell fast keine...), da er praktisch keine Pilze mag. Aber so wie hier beschrieben hört sich das für mich einfach klasse an!
    Lieben Gruß Sylvia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das Rezept wird ja nicht schlecht, das hält sich auch bis nächstes Jahr. :-)

      Löschen
  9. Cremesuppen esse ich sehr gern! Und Pilze mag ich auch sehr gern. Das scheint also die perfekte Suppe für mich zu sein. :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sie ist sogar vegetarisch, allerdings nicht vegan. Aber die Sahne kann man ja auch austauschen oder weg lassen.

      Löschen
  10. Oh, wie lecker.
    Ich habe ja so gar keine Ahnung von Pilzen, aber ich habe noch getrocknete Steinpilze im Vorratsschrank...
    Liebe Grüße
    Katja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Katja,
      Steinpilze gibt's ja auch getrocknet und tiefgekühlt zu kaufen; man muss die nicht unbedingt selber sammeln.
      Gerade getrocknete finde ich sehr aromatisch. Und wenn man da etwas mehr rein gibt als 1% wie im Päckchen der Waldpilzssuppe, dann schmeckt das auch. :-)
      Liebe Grüße
      Barbara

      Löschen
  11. Hallo Barbara,
    mir geht es wie den anderen - ich bin, was Pilze selber sammeln betrifft, völlig unbegabt. Zumal es hier bei uns auch keinen Wald gibt, in dem man sammeln könnte. Aber es gibt ja so schöne TK-Mischungen mit Waldpilzen. Die kann man doch bestimmt auch verwenden.
    Liebe Grüße
    Andrea

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Andrea,
      ich bin vor vielen Jahren in die Nähe eines großen Waldgebiets gezogen, weil ich Wald so mag. :-)
      Aber Du hast recht, Waldpilze gibt's inzwischen auch alles tiefgekühlt oder getrocknet zu kaufen. Die kann man verwenden (ich hatte auch tiefgekühlte, aus dem eigenen Vorrat).
      Liebe Grüße
      Barbara

      Löschen
  12. fast wäre mir deine Suppe durch die Lappen gegangen, was doch sehr schade wäre! Wobei ich nie den Mt aufbrächte selbst Pilze zu sammeln...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich kenne ehrlich gesagt neben dem Fliegenpilz (den ich nicht sammle!) nur einige Röhrenpilze. Da kann man nicht viel falsch machen. :-)

      Löschen
  13. Hihi, Pilzcremesuppe ist ja tatsächlich auch so ein Klassiker unter den Packerlsuppen ... Ich mach sie auch gerne aus Parasol :-)
    Alles Liebe!

    AntwortenLöschen
  14. Hallo liebe Barbara,
    wie wenig Pilze sind denn bitte in der Fertigsuppe?! Das ist ja grauselig! Deine Suppe dagegen sieht so cremig und pilzig aus - das schmeckt sicher himmlisch!
    Liebe Grüße,
    Eva

    AntwortenLöschen
  15. Die Suppe sieht klasse aus. Genauso habe ich Pilze kennen gelernt. Doch ich traue mir selbst nicht, obwohl ich sie kenne. Ich lasse sie immer nochmals von einem älteren Pilzesammler durchsehen. Am schönsten ist es im Spessart. In die Waldgastschänke „Bayerische Schanz“, geht’s anschließend,Essen oder Kaffee mit köstlichem Kuchen, die sehen den Korb dann auch nochmal durch. Grüße aus Franken, Helga S.

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über Kommentare und einen freundlichen Austausch.

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. die IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu finden sich in der Datenschutzerklärung auf dem Blog und in der Datenschutzerklärung von Google.