Sonntag, 18. September 2022

Jostabeer-Haferflockenkuchen

Ein Rezept schulde ich noch, bzw. das Nachkochen eines Rezepts! Seit längerem gibt's ja die Aktion Koch mein Rezept, an der ich einige Male mitgemacht habe. Wie das manchmal so ist, überholt einen das Leben, etwas klappt nicht so wie man sich das vorstellt, und schwupps, ist mehr Zeit vergangen als man denkt.

Nachdem ich im Juni eins der beiden noch fehlenden Rezepte gepostet habe, kommt heute das zweite. Auch hier ein Blog, den ich seit Jahren unheimlich gerne lese. Susanne blogt auf Magentratzerl seit vielen Jahren regelmäßig neue Rezepte. Ein Highlight sind ihre Teigtaschen des Monats; aber auch zu Ideen zum Fermentieren oder für ihre schnelle Küche schaue ich gerne vorbei. Susanne habe ich vor Jahren auch persönlich getroffen und wir haben festgestellt, dass wir zeitgleich in Erlangen studiert und eine gemeinsame Freundin haben. Zu jener Zeit kam bei ihr das Interesse an internationaler Küche auf; diese Neugierde merkt man bei Susanne überall, auch wenn der Blogname typisch bayerisch ist. Vielleicht sind wir uns zu Studentenzeiten auch schon über den Weg gelaufen; als Blogger jedenfalls pflegen wir seit einigen Jahren einen regelmäßigen Austausch.

Jostabeer-Haferflockenkuchen

Die Auswahl fiel natürlich schwer bei der Vielzahl an Rezepten! Das, was ich eigentlich machen wollte, wurde irgendwie nichts; manchmal improvisiere ich zu wild oder bin abgelenkt; das passiert. Murks wollte ich natürlich nicht präsentieren, zumal der ja mein Problem ist. Also habe ich einige andere Rezepte bei Susanne angeschaut und ausprobiert. Mein Favorit war ein Rezept, das eigentlich mit Stachelbeeren gebacken wird. Susanne backt nämlich auch gerne, das merkt man. Sie hat das Rezept im Rahmen einer Rezension vorgestellt, einige Rezepte gekocht und schwärmte so sehr von dem Buch, dass ich es mir auch besorgt habe. 

Sour heißt das Buch, und dem Geschmack sauer sind die Rezepte gewidmet. Meine Jostabeeren sind jetzt nicht ganz so sauer wie Stachelbeeren, aber passten super zu dem Kuchen, dessen Teig viele Haferflocken enthält. 

Zubereitung Jostabeer-Haferflockenkuchen

Ähnlich wie mein früherer Haferflockenkuchen bröselte das Ergebnis ein wenig. Das scheint an den Haferflocken zu liegen und Susanne hatte gewarnt. Das stört aber überhaupt nicht. 

Mir hat der Kuchen sehr gut geschmeckt; er ist schnell gemacht und die Beeren bringen etwas Frische (und Säure!) an den milden haferflockigen Teig. Eignet sich auch zum Frühstück; wer mag, isst etwas griechischen Joghurt dazu, wie Susanne empfiehlt.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Jostabeer-Haferflockenkuchen
Kategorien: Backen, Kuchen, Rührteig, Jostabeere
Menge: 1 Springform mit 22-24 cm Durchmesser

Zutaten

100Gramm Haferflocken, plus etwas zum Bestreuen
85Gramm Mehl (Weizenmehl Type 405, Dinkelmehl Type 630
   -- oder beides gemischt), plus etwas zum
   -- Bestäuben
1 1/2Teel. Backpulver
2  Eier
1  Zitrone; die Schale
1  Vanilleschote; das Mark
175-200Gramm Zucker
150ml Milch
110Gramm Geschmolzene Butter, plus etwas für die Form
150-200Gramm Jostabeeren (frisch oder tiefgekühlt)
2Essl. Demerara-Zucker oder anderer brauner
   -- Rohrohrzucker

Quelle

 nach Mark Diacono: Sour: The Magical Element That Will
 Transform Your Cooking, gefunden bei Magentratzerl, s.u.
 Erfasst *RK* 09.07.2022 von
 Barbara Furthmüller

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze, 160°C Umluft oder Gas Stufe 2 vorheizen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen, die Seiten mit Butter einfetten.

Haferflocken im Mixer zu nicht allzu feinem Hafermehl mixen und im Mixer mit dem Mehl und Backpulver gut vermischen. Die Eier in eine Schüssel geben. Zitronenschale, Vanille und Zucker vermischen und dazu geben und alles mit den Quirlen des Handmixers oder in der Küchenmaschine weißlich-schaumig rühren. Nach und nach Milch und geschmolzene Butter einrühren, dann die Haferflocken-Mehl-Mischung unterheben.

Die Jostabeeren ggf. mit etwas Mehl bestäuben und gut die Hälfte davon zum Teig geben und unterheben. Den Teig in die Backform umfüllen und glatt streichen. Die restlichen Beeren auf dem Kuchen verteilen, dann mit dem Demerara-Zucker und mit ein paar mehr Haferflocken bestreuen. Im vorgeheizten Backofen ca. 45 min backen, bis ein hölzener Zahnstocher sauber aus dem Teig kommt, wenn man ihn reinsteckt.

Auf einem Kuchengitter in der Form mindestens 20 Minuten auskühlen lassen, bevor man ihn heraus holt. Der Kuchen schmeckt warm, lauwarm oder kalt.

Tipp: Das Originalrezept wird mit Stachelbeeren gebacken; das schmeckt sicher auch.

Link zum Rezept bei Susanne: https://magentratzerl.de/2020/08/13/ stachelbeer-hafer-kuchen/

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Mehr Rezepte der Aktion Koch mein Rezept hier auf dem Blog findet Ihr über die Suche. Dieses Rezept hätte zu Runde 6 März/April 2021 gehört. Damals hat Übersee-Mädchen Isabelle mein Rezept für die klassischen englischen Scones nachgebacken: Super simple Scones.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft
So, jetzt sind meine Schulden abgearbeitet. :-)

10 Kommentare:

  1. Saure Beeren und milder Haferflockenteig, das probiere ich aus!

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  2. Die Zubereitungsfotos finde ich gut. Danke Barbara.

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  3. Hallo Barbara,
    dieses Jahr hat es mit den Jostabeeren nicht geklappt, schade, denn Dein nachgebackener Kuchen klingt megalecker und wäre perfekt dafür geeignet gewesen.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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    1. Hallo Sigrid,
      ich denke, der schmeckt auch mit anderem säuerlichen Obst, z.B. mit Johannisbeeren.
      Liebe Grüße
      Barbara

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  4. Ah, der Kuchen ist toll, freut mich, dass er dir auch gefallen hat. Und Marc Diacono hat mich quasi erobert; ich habe wirklich genug Kochbücher, aber er liefert immer etwas Besonderes, finde ich.
    Danke für die lieben Worte - vielleicht treffen wir uns ja mal wieder :-).

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    1. Ja, der hat mir echt super gefallen! Das Buch ist cool, da ist viel dabei, was man nicht überall sieht. Als nächstes will ich die Mayo mit Kombucha ausprobieren... Oder was anderes! :-)

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  5. Liebe Barbara, vielen lieben Dank für Deine Empfehlung. Ich mag Haferflocken im Kuchen und gute Rezepte hat man nie genug :)
    Liebe Grüße
    Edyta

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  6. Dein Kuchen sieht richtig gut aus! Da würde ich mich doch glatt dazusetzen und ein Stück genießen! Von Magentratzerl durfte ich bei "Koch mein Rezept" auch schon mal was nachmachen :)
    Liebe Grüße, Bettina

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