Donnerstag, 29. Dezember 2022

Schlehen-Quitten-Gelee

Heute koche ich wieder von einem anderen Blog nach: In der aktuellen Ausgabe von Koch mein Rezept wurde mir Petra von Chili und Ciabatta zugelost. Petra kenne ich schon ewig, noch aus Zeiten, als wir über de.rec.mampf Rezepte ausgetauscht haben. Sie bloggt länger als ich und ich gehöre auch zu den vielen Foodbloggern, die von ihr inspiriert wurden, ein eigenes Blog zu starten. 

Im Gegensatz zu Petra schaffe ich es nicht, so regelmäßig und so viel und so hochwertig zu bloggen! Ihre Rezepte sind der Hammer, die Fotos ein Traum und die Texte dazu bringen auf den Punkt, was wichtig ist, einschließlich einer sympathischen persönlichen Note. Chili und Ciabatta ist zurecht einer der besten und bekanntesten Blogs im deutschsprachigen Raum.

Klar habe ich von Petra im Laufe der Jahrzehnte schon eine Menge nachgemacht. Spontan fallen mir ihre Mayonnaise, der Barraquito, oder der Zucchini-Schoko-Kastenkuchen ein oder natürlich die Hildabrötchen von Petras Großmutter - eins der leckersten Plätzchenrezepte, die ich kenne.

Schlehen-Quitten-Mandarinen-Gelee

Ich habe noch mehr nachgekocht und einiges von ihren Rezepten in meinem Ausprobieren-Ordner. Das geht ganz einfach, weil wir auch die gleiche Rezeptverwaltungssoftware nutzen und so problemlos Rezepte austauschen und teilen können.

Petra befasst sich auch intensiv mit internationaler Küche und probiert anhand von Büchern oder Videos neue Rezepte aus aller Herren Länder aus und hat auch schon von mir einiges nachgekocht, u.a. für diese Aktion chinesische Jiaozi. Ein weiteres Segment, was ich bei ihr bewundere, sind die vielen Grill- und Fleischrezepte. Damit kenne ich mich wenig aus und habe schon viel gelernt, z.B. schon vor Jahren, was Flank ist. Was ich damit gemacht habe, ist wie so vieles nicht auf dem Blog, hat aber super geschmeckt. Und die Rubrik Lowcal 5:2 wäre ein guter Vorsatz für 2023, um ein paar Pfunde  loszukriegen. ;-)

Diese Vielseitigkeit ist fast einmalig und ich habe länger überlegt, was ich mir aussuche. Entschieden habe ich mich für ein Thema, das auf Blogs oft untergeht: In der Kategorie Einmachen und Konservieren finden sich bei Petra viele Schätze zum Thema, u.a. einmalig aromatische Konfitüren. Bei einem Foodbloggertreffen hat sie mir mal ein Glas Johannisbeergelee mit Kaffeebohnen geschenkt. Und heute mache ich ihr Schlehengelee mit Quitten nach, wie so oft auch wieder ein wenig verändert.

Schlehenhecken im Fischbachtal nahe Kronach
Nach dem ersten Frost sind wir los, um ein paar Schlehen zu ernten. Hier eine Fotocollage von dem Spaziergang; wie üblich kurz vor der Dämmerung. Schlehen schmecken mir besser, wenn sie natürlichen Frost erhalten haben; die Variante mit dem Tiefkühlen kenne ich auch, finde aber, dass es geschmacklich einen Unterschied macht. 

Die Schlehen werden entsaftet; ich mache das in einem Schnellkochtopf. Das Originalrezept von Petra enthält Apfelsaft, den ich nicht so super vertrage. Den habe ich ersetzt durch frisch gepressten Mandarinensaft, was eine winterliche Note gibt und super dazu passt.

Zubereitung Schlehen-Quitten-Mandarinen-Gelee
Entscheidend fürs Aroma dieser Konfitüre bzw. dieses Fruchtgelees ist hier der kaltgepresste Quittensaft. Beim Foodbloggertreffen 2013 hat Petra von Sus den Tipp dazu bekommen und das gleich ausprobiert, während es bei mir drei Jahre dauerte. Unter meinen Artikel zum Quittensaft hat Petra kommentiert und ihr Rezept verlinkt - das passte und heute, nochmal 6 Jahre später, kommt der umgesetzte Tipp hier auf den Blog. Auch wenn's manchmal dauert - das macht Bloggen aus: Man tauscht Tipps und Ideen und Rezepte aus und lernt dabei Köstliches kennen! :-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Schlehen-Quitten-Mandarinen-Gelee
Kategorien: Aufstrich, Konfitüre, Schlehe
Menge: 3 Gläser ca.

Zutaten

400ml Schlehensaft; heiß entsaftet
400ml Quittensaft; kalt entsaftet
350ml Mandarinensaft; frisch gepresst
1/4Teel. Tonkabohne; frisch möglichst fein gerieben
400Gramm Gelierzucker 1:2
100-150Gramm Rohrzucker

Quelle

 etwas abgeändert nach dem Rezept Schlehe-Quitte-Apfel-
 Tonka von Petra Holzapfel, Link s.u.
 Erfasst *RK* 27.11.2022 von
 Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Säfte herstellen: Schlehen mit etwas Wasser aufkochen, weichkochen, etwas zerstampfen und durch ein Sieb laufen lassen; alternativ einen Dampfentsafter verwenden. Quitten in Stücke schneiden und mit Slow-Juicer oder Saftmaschine ohne weitere Wasserzugabe kalt entsaften. Die Mandarinen auspressen. Die Säfte jeweils durch ein feines Sieb oder ein Tuch geben, so dass man möglichst klaren Saft enthält. Ich habe etwas geschludert und hatte dadurch kein ganz durchsichtiges Gelee, aber es war immer noch okay und vom Geschmack her super.

Tonkabohne möglichst fein reiben. Die Säfte und die geriebene Tonkabohne in einen Topf geben und vermischen. Die beiden Zuckersorten dazugeben und entweder ein paar Stunden ziehen lassen oder sofort alles zum Kochen bringen. Mindestens 4 Minuten bzw. so lange bis die Mischung geliert sprudelnd kochen.

Gläser und Twist off-Deckel sterilisieren: In eine Edelstahlspülmulde o.ä. geben, mit kochend heißem Wasser füllen.

Das heiße Wasser aus den Marmeladengläsern kippen und das kochend heiße Gelee einfüllen. Mit den Deckeln verschließen und abkühlen lassen.

Geöffnete Gläser im Kühlschrank aufbewahren.

Quelle: https://chili-und-ciabatta.de/2013/11/2-x-schlehengelee-mitquitten/

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Aktionen, bei denen man von anderen Blogs nachkocht, finde ich super und bin gerne dabei, wenn die Zeit es zulässt. Weitere Beiträge dazu lassen sich über die Suchleiste oben links (Web- bzw. Desktop-Ansicht) oder über diesen Link finden.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

Die aktuelle Runde ging von Oktober bis Dezember - klar dass ich das wieder auf den letzten Drücker poste. Gekocht hatte ich die Konfitüre schon im November und zum Glück etwas später fotografiert, als Schnee lag. Das sieht viel besser aus als das trübe Wetter heute. :-)

Viel schneller war meine Tauschpartnerin Inga, deren Blog Jahreszeitenküche ich bisher noch gar nicht kannte. Das war ein Fehler, darin finden sich tolle vegetarische Rezepte. Inga hat bereits im Oktober eine tolle Karotten-Zucchini-Suppe mit Walnuss-Crunch gekocht, nachdem sie sich auf meinem Blog umgeschaut hatte und wir hatten auch einen wertvollen Austausch per Mail.

Ich bedanke mich bei Volker, der das alles immer super organisiert, und bin gespannt aufs nächste Los!

4 Kommentare:

  1. Liebe Barbara, ganz herzlichen Dank für deinen tollen Beitrag und die mehr als freundlichen Worte zu Chili und Ciabatta. Das Schlehengelee ist eine super Idee! Leider war es hier dieses Jahr nichts mit der Schlehenernte - es gibt kaum Früchte und die wenigen sind fast vertrocknet. Aber glücklicherweise steht hier noch etwas vom selbstgemachten Sloe Gin aus früherer Ernte :-) Euch wünsche ich einen guten Rutsch und ein gesundes und glückliches neues Jahr! Ich hoffe, du kannst wieder über viele Reisen berichten :-)

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    1. Hallo Petra,
      ich fand es spannend, dass Du in dem Beitrag damals auch geschrieben hattest, dass Du die Schlehen aus Franken hattest. Hier gibt's wirklich noch viele dieser typischen Heckenlandschaften mit viel Schwarzdorn. Die prägen die Landschaft. Dieses Jahr gab's viele Schlehen, ich habe leider auch nur einmal gesammelt. Einen Sloe Gin habe ich auch angesetzt. :-)
      Danke für die guten Wünsche. Euch auch ein gesundes glückliches 2023! Vielleicht treffen wir uns ja mal wieder persönlich.
      Liebe Grüße
      Barbara

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  2. Bei uns sieht es mit Schlehen ebenfalls mau aus. Wenn man welche findet, sind sie klein und schrumpelig. Natürlich habe ich das Rezept trotzdem gespeichert, die nächste Adventszeit kommt bestimmt. ;-) Wünsche dir einen guten Rutsch und wir lesen uns wieder im neuen Jahr! Ganz liebe Grüsse aus der Grenzregion, die morgen frühlingshafte 19 Grad erwartet...

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  3. Etwas mit Schlehen habe ich tatsächlich noch nie probiert! Aber es klingt sehr lecker! Muss ich demnächst unbedingt mal ausprobieren :-)

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