Freitag, 27. Juni 2008

Schwedische Kanelbullar

Eine zweite Hauptstadt eines Fußball-EM Teilnehmerlandes habe ich während der Zeit der EM noch besucht, direkt bevor wir Rom besichtigt haben: Stockholm.

Für mich eine der schönsten Städte überhaupt. Hier passt einfach alles: Wunderbare Lage am Wasser, interessante Architektur, Sehenswürdigkeiten, frische Meeresfrüchte, freundliche Menschen und ein entspannter Lebensstil.

Während Schweden gegen Griechenland gespielt hat, bin ich gemütlich durch Gamla Stan geschlendert und habe danach eine Bootsfahrt durch den Skärgården, die Stockholmer Schären, unternommen.

Auf dem kleinen Foto erkennt man im Hintergrund das Rathaus im Gegenlicht.
















Die Altstadt Gamla Stan in der Nähe des Schlosses finde ich sehr gemütlich mit ihren Gassen und Plätzen, den Kirchen, kleinen Häusern, Läden und Kneipen.

Schiffe und das Wasser entspannen: Der Wind bläst einem um die Nase, man hat schöne Ein- und Ausblicke, fährt bei dieser Tour zuerst an einigen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei, kommt an den Stadtrand und sieht schließlich lauter kleine Inselchen mit Felsen, Wald, Booten und schönen typisch schwedischen Sommerhäusern.

Auf dem Ausflugsboot musste man nicht hungern, im Gegenteil: Es gab "Räkor" - Garnelen satt:
















Vom Wetter her war es recht warm, so dass es sich anbot, zur Abkühlung in die Eisbar zu gehen.

Die komplette Bar, ein großer Raum mit Tresen, Tischen, Sitzmöglichkeiten usw. besteht aus Eis, das extra aus Lappland angekarrt wird.

Man bekommt einen warmen Umhang und Handschuhe. Zu trinken gibt es Wodka-Drinks, diese werden in "Gläsern" serviert, die aus Eis bestehen. Eiswürfel sind aber keine drin. ;-)

Obwohl ich Schweden sehr gerne mag, bin ich ehrlich gesagt kein allzu großer Fan der schwedischen Küche... Auch manche Nobelhotels haben in ihren Restaurants nicht viel mehr zu bieten als Fisch mit Kartoffeln... Thailändisch essen kann man in Schweden sehr gut - oder selber kochen, z.B. Älgskav.

In den Blogs wurde die letzten Wochen auch viel schwedisch gekocht und gebacken:
Für mich am typischsten sind die schwedischen Zimtschnecken Kanelbullar. Schon im Flugzeug oder auf der Fähre kann man welche bestellen, beim Hotelfrühstück essen, als Imbiss - eigentlich findet man sie überall.



















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Beda Anderssons Zimtwecken - Kanelbullar
Kategorien:Backen, Gebäck, Hefeteig, Kinder, Schweden
Menge:20 Stück

Zutaten

HFÜR DEN TEIG
400Gramm
Weizenmehl
1Pack.
Trockenhefe
125Gramm
Weiche Butter
2

Eier
50Gramm
Zucker
1Teel.
Gemahlener Kardamom
1/2Teel.
Salz
150ml
Lauwarme Milch
HFÜR DIE FÜLLUNG
3Essl.
Butter
3Essl.
Zucker
1Teel.
Zimt

Quelle


Kochen mit Pettersson und Findus

Erfasst *RK* 21.06.2007 von

Rosi

Zubereitung

In einer Rührschüssel das Mehl mit der Hefe vermischen, dann Butter, Eier, Zucker, Kardamom und Salz dazugeben und alles kurz vermengen.

Nach und nach die handwarme Milch hinzufügen und den Teig mit der Hand oder der Küchenmaschine kneten, bis er formbar geworden ist. Sollte er kleben, noch etwas Mehl hinzufügen, aber nicht zu viel, denn der Teig muss weich bleiben.

Den fertigen Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Wenn er sich sichtbar vergrössert hat, noch einmal gut durchkneten und dann auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 1 cm dick ausrollen.

Für die Füllung die weiche Butter mit Zucker und Zimt verrühren und auf den ausgerollten Teig streichen.

Die Teigplatte von einer Seite aufrollen, von der Rolle ca. 2 cm dicke Scheiben abschneiden und auf ein gefettetes Backblech setzen.

Die Zimtwecken bei 220° C ca. 10-15 Min. goldbraun backen.

Tipp: Pettersson stellt immer einen mit Wasser gefüllten Blechtopf in den Ofen, damit die Zimtwecken während des Backens nicht austrocknen.

Anmerkungen Barbara: Ich habe 125 g frisch gemahlenen Weizen und etwas weniger Zucker verwendet.

=====


Dieses Rezept nimmt nichts übel: Ich hatte aus Versehen erst nur das frisch gemahlene Mehl verwendet und mich gewundert, dass der Teig so flüssig ist, bis mir auffiel, dass 275 g Mehl fehlten... Das habe ich am Schluss untergerührt und der Teig ist trotzdem gut gelungen.

Die Bullar kann man größer oder kleiner machen, oft sieht man sie weniger "schneckig", d.h. weniger aufgerollt. Uns schmecken sie sehr gut - die meisten sind schon weg... ;-)



Nachtrag: Hier ein aktuelleres Foto eines Kanelbulle - das ist der Singular, wenn ich mich richtig an meinen Schwedisch-Kurs erinnere. :-)

Schöner werden die Kanelbullar nämlich, wenn man sie in einem Papierförmchen, das man sonst für Muffins verwendet, bäckt. In Schweden bekommt man sie meist mit etwas Hagelzucker bestreut, das knackt dann schön beim Zubeißen.

Kommentare:

  1. Schöne Bilder und ein sehr interessanter Bericht aus Stockholm. Diese leckeren Kanelbullar stehen auch schon so lange auf meiner Nachbackliste.

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  2. Schöne Bilder. In letzter Zeit haben einige Leute in meinem Bekanntenkreis von Stockholm geschwärmt. Vielleicht sollte ich einfach mal hinfahren.

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  3. Danke für den schönen Bericht und die Bilder....leider war ich auch noch nie in Stockholm; du machst einem Lust darauf!
    Deine Kanelbullar sehen lecker aus.

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  4. @ lavaterra: Freut mich, dass die Bilder und der Bericht etwas die Stimmung rüberbringen. Kanelbullar wollte ich auch schon ewig mal backen, dies hier war das erste Mal.

    @ mipi: Stockholm lohnt sich wirklich - einfach mal hinfahren! :-)

    @ eva: Vom Deich aus gesehen ist Stockholm gar nicht so weit... ;-)
    Die Bullar sind wirklich richtig lecker!

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  5. Die Eisbar ohne Eiswürfel würde ich auch gerne mal besuchen. Wird die das ganze Jahr über "kalt" gehalten?

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  6. @ dandu: Ja, die Eisbar gibt es das ganze Jahr über, eine professionelle Geschichte, die wird richtig runtergekühlt.
    Beim Trinken muss man darauf achten, dass man das Eisgefäß nicht schmilzt, sonst wird es schwierig, einen Refill unterzubringen... ;-)

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  7. Die Eisbar ist cool :-D
    Sogar mit gefrorenen Blumen!

    Und deine leckeren Kanelbullar kenne ich schon wieder nur aus dem Möbelhaus, es wird Zeit, nach Schweden zu fahren!

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  8. lecker, die esse ich auch immer in Schweden, ausser bei Dir, sage ich jetzt mal so, schmecken die nur in Schweden!!!!

    Erinnern mich immer so an die Astrid Lindgren Bücher!!

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  9. In Norwegen gibst es die in sehr ähnlicher Art glaube ich auch, oder? Irgendwie kommen die mir bekannt vor und in Schweden war ich noch nicht... Wir auf jeden Fall notiert :-).

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  10. @ sammelhamster: Cool war die Bar - mit der Zeit wurde es mir dann doch kalt... ;-)

    Bei dem Möbelhaus bin ich ja auch Stammgast... Aber Schweden lohnt auf jeden Fall, vor allem, wenn das Wetter mitspielt!

    @ bolli: Hihi, Du hast ja ein großes Vertrauen in meine Backkunst! ;-)

    Super, die Kanelbullar neben einem roten Holzhaus am See und so... :-)

    @ kochbanause: Ich schätze auch, dass es diese Zimtschnecken nicht nur in Schweden gibt.

    In Norwegen erinnere ich mich vor allem an die Skoleboller, die auch sehr lecker sind. Aber ich war auch schon lange nicht mehr dort...

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  11. Wird nachgebacken, allerdings erst wenn die Temperaturen wieder nach unten gehen. Dann kommt auch wieder die zimtlastige Zeit.

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  12. @ kochsinn: Zimt hat auch was bei Wärme, gerade in orientalischen Gerichten.

    Aber Du hast natürlich recht, die Bullar passten zu dem kühlen, trüben, wolkigen Wetter gestern und vorgestern bei uns... :-)

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  13. schon der name macht so richtig appetit auf Deine zimtschnecken. davon hätten wir jetzt gerne die eine oder andere!

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  14. Deine Kanelbullar sehen ja aus wie gemalt! Super schöne Bilder!

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  15. @ reibeisen: Der Name klingt putzig mit diesem "bullar", oder? Ähnlich wie die Skole"boller" kürzlich...

    Ich hätte auch gerne welche, sind aber leider schon weg...

    @ sandra: Freut mich, dass die die Fotos gefallen. :-)

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  16. Die Schnecken sehen lecker aus! Habe vor einiger Zeit auch mal welche gebacken, die sind echt empfehlenwert. Stockholm scheint ja eine Reise wert zu sein. Wir haben noch eine Städte-Reise offen dieses Jahr...

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  17. Immer wieder Fernweh und Lust auf leckeres Essen, wenn ich hier zu Besuch bin...herrlich!

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  18. @ rike: Stockholm lohnt wirklich, zwar nicht ganz billig, aber sehr schön und interessant. :-)

    @ schnuppschnuess: Fernweh und Essenslust sind immer gut! :-)

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