Sonntag, 4. Oktober 2009

Kräuter-Frischkäse-Gnocchi

Vor einiger Zeit, als die ersten Kürbisse reif waren, hatte ich Appetit auf leichte Gnocchi zu gebratenem Kürbis.

Da ich auf die Schnelle kein passendes Rezept fand, habe ich mit den Zutaten, die im Haus waren, improvisiert und aus Frischkäse, Dinkel und frischen Kräutern aus dem Garten kleine Klösschen geformt.

Das ging erstaunlich gut, sie ließen sich gut formen und sahen mit der klassischen Gabelmethode auch sehr hübsch aus.

Murks? Die Kräuter-Frischkäse-Gnocchi waren sehr lecker, hatten durch den Dinkel auch den entsprechenden Biss, waren nach ein paar Minuten aber nicht mehr ganz optimal: So ganz locker waren sie nämlich nicht mehr, dafür eher etwas kompakt. Ich mochte sie so, ein gewisser Touch Vollkorngefühl im Mund hat was, finde ich. Mein Mitesser hätte sie gerne etwas flaumiger gehabt. Das nächste Mal werde ich also ein bisschen anders improvisieren oder die Gnocchi alleine essen. ;-)

Dazu gab es einen unserer Klassiker: Ufo-Zucchini und Hokkaido-Kürbis in Scheiben schneiden, mit etwas Knoblauch und Olivenöl anbraten, würzen - fertig. Frisch aus dem Garten zergehen vor allem die Zucchinischeiben auf der Zunge.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Kräuter-Frischkäse-Gnocchi
Kategorien:Teigware, Knödel, Frischkäse, Kräuter
Menge:2 Personen

Zutaten

150GrammKörniger Frischkäse
1Ei
Salz, Pfeffer
3Essl.Kräuter, grob gehackt*
75GrammDinkel, frisch gemahlen
75GrammSemmelbrösel-Mehl-Mischung
Salzwasser
HDAZU Z.B. SALBEIBUTTER
1Essl.Butter
3-5Salbeiblätter
2-3Essl.Parmesan, frisch gehobelt
HODER TOMATENSAUCE
Tomatensauce
HODER KÜRBIS
1/2Hokkaidokürbis
1Ufo-Zucchini
1-2Knoblauchzehen
EtwasOlivenöl
3BlätterSalbei
EtwasMuskat
Pfeffer
Fleur de Sel

Quelle

eigene Improvisation nach verschiedenen Quellen
Erfasst *RK* 23.08.2009 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Den körnigen Frischkäse pürieren oder durch ein Sieb drücken. Mit Ei, den Gewürzen und den Kräutern vermischen. Die Semmelbrösel-Mehl- Mischung darunter mengen und alles gut durchkneten. Es sollte ein geschmeidiger Teig entstehen.

In Frischhaltefolie verpackt für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Salzwasser zum Kochen bringen. Währenddessen aus dem Teig mit Hilfe von etwas Mehl ca. 2-3 cm dicke Würste formen. Diese mit einem Messer in ca. 1,5 cm dicke Stücke schneiden. Wer mag, kann diese Stücke mit einer Gabel etwas platt drücken, so dass einige leichte Vertiefungen entstehen.

Die Gnocchi in das Salzwasser geben und bei schwacher Hitze garen. Wenn sie an die Oberfläche kommen und dort schwimmen, sind sie fertig. Abgießen und servieren.

Dazu passt z.B. Salbeibutter. Dazu einfach Butter etwas schmelzen, Salbeiblätter grob gehackt dazu geben. Über die Gnocchi geben und mit Parmesan bestreuen.

Gut passt auch eine Tomatensauce.

Oder man reicht angebratene Kürbisstücke dazu. Dafür in einer Pfanne Öl erhitzen, Kürbis und Zucchini in Scheiben schneiden und bei leichter Hitze anbraten, Salbei und Knoblauch dazu und immer mal wenden. Mit Muskat, Pfeffer und Fleur de Sel bestreuen und zu den Knödelchen servieren.

Anmerkung Barbara:

Die Knödelchen waren einigermaßen locker, als ich sie aus dem Wasser genommen habe, beim Essen hatten sie dann eine etwas kompaktere Konsistenz. An dem Rezept muss noch gefeilt werden!!!

* Ich habe eine Mischung aus Brennnesseln und Petersilie verwendet. Sehr gut eignen sich bestimmt auch Basilikum, Bärlauch, Giersch, Schafgarbe, Oregano u.a.

=====

Kommentare:

  1. Ach ja, die Erfahrung hab ich neulich auch gemacht: Wenn der Klößchenteig sich wunderbar bearbeiten lässt, haperts beim Endergebnis an der Flaumigkeit. Beides zusammen kann frau offenbar nicht haben. :-)

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  2. *lach* und ich habe grundsätzlich das umgekehrte Problem, dass meine Gnocchi zu flaumig sind und sich schon fast auflösen.

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  3. Mit dem Dinkel hört sich richtig lecker an

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  4. Also ich kenne auch nur das die-Gnocchi-sind-viiieel-zu-weich-Problem. Gnocchi machen ist leider noch nicht meine Spezialität. Deine sehen super aus.

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  5. Das macht dann wenigstens ordentlich satt!
    Mir gefallen deine Gnocchi, wird Zeit, dass ich mich da auch mal rantraue...

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  6. Die schauen super aus, deine Gnocchi. Die Idee, sie mit Kürbisgemüse zu servieren finde ich klasse.

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  7. Frischkäse anstelle von Ricotta ist eine gute Idee.

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  8. Ai was für ein schönes Rezept. Schöön Herbstlich, gefällt mir sehr gut!

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  9. Herrlich zubereitet, genau mein Ding!

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  10. Gute Idee und sieht sehr gut aus. Allzu weich dürfen Gnocchis auch nicht sein, finde ich.

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  11. @ Hedonistin: Danke, das beruhigt mich - dass es nicht nur mir so geht. :-)

    @ Milliways: ;-)

    @ Nyla: Ich mag Dinkel gerne, damit hatten die Gnocchi auch etwas Biss und Konsistenz.

    @ kochen-heiss: Bei mir war's der erste Versuch mit Gnocchis. Aber wir probieren es weiter. :-)

    @ sammelhamster: Genau - satt wird man. Probier' mal, bin gespannt auf Deine Ergebnisse.

    @ Isi: Klassisch ist ja Sauce - aber diese Kürbisse schmecken immer super, und sie haben erstaunlich gut dazu gepasst.

    @ lamiacucina: Ricotta bekommt man bei uns nirgends, sonst hätte ich gerne das Rezept von Nicky ausprobiert.. Hüttenkäse-Frischkäse ist immer im Kühlschrank.

    @ gourmet: Die Kürbisse bringen den Herbst mit ins Spiel - langsam ist es wirklich herbstlich.

    @ Hannes: Freut mich, danke! :-)

    @ mestolo: Die Kunst ist wirklich, eine Mischung aus formstabil und trotzdem fluffig hinzukriegen. Ich muss noch weiter üben... ;-)

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  12. Am besten mehrere Versuchsreihen starten! Auf die Dokumentation wird gerne gewartet

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  13. Gnocchi wären hier eigentlich auch mal wieder fällig, allerdings hab ich mit der mehligen Variante keine gute Erfahrung gemacht. Polentagrieß oder reine Kartoffel mit etwas Kartoffelstärke haben da schon eher die gewünschte Konsistenz hervorgebracht.

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  14. Dein Einfallsreichtum und Deine Unerschrockenheit, neue Wege zu gehen (Zutaten neu zu kombinieren) beeindrucken mich immer wieder.

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  15. @ kulinaria katastrophalia: Für Versuchsreihen ist hier leider keine Zeit...

    @ Schnick Schnack Schnuck: Mit Mehl bin ich auch etwas skeptisch - gute Idee, mit Grieß, Polenta, Kartoffel, etc. zu experimentieren.

    @ Susa: Danke - Dein Lob tut gut. Das Risiko hält sich bei mir in Grenzen: Ich selbst esse die Ergebnisse meist und mein Kritiker beschwert sich selten. So richtig schiefgehen tun die Experimente selten.

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  16. Ich glaube wir kochen deinem Mitessen flaumige und für uns beide dann die Vollkornversion ;-)
    - mag ich nämlich auch gerne.
    Viele Grüße

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  17. Petra, das ist eine super Idee, das machen wir! :-)

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