Montag, 17. November 2014

Topinambur-Chips

Die Quintessenz des Herbstes, das Wesentliche, das Wichtigste im Herbst - was ist das für mich? Cristina von LeBonVivant will das wissen und richtet zu diesem Thema ein Blog-Event in Zorras Kochtopf aus.

Dieses Jahr haben wir absolutes Glück, was den Herbst angeht: Dadurch, dass es immer noch nicht richtige Nachtfröste gab, haben die Bäume ihr Laub sehr langsam verloren und wir wurden verwöhnt von bunt verfärbten Wäldern, Bäumen und Sträuchern. Ein Traum!

Auch im Garten gibt es noch eine Menge zu ernten. Neben den winterharten Gemüsen genießen wir eine zweite Himbeerernte. Die Hochbeete haben sich bewährt, allerdings warte ich noch auf meinen Feldsalat, der irgendwie nicht so richtig will. Feldsalat ist für mich nämlich typisch für den Herbst. Vielleicht nehmen ihm ja die Topinamburknollen die Nährstoffe und den Platz weg? Die gedeihen nämlich prächtig.

Topinambur-ChipsUnd da man im Herbst etwas wärmendes braucht und ich es bei kühlerem Wetter mag, auch mal etwas in Fett zu garen, bietet sich an, Topinambur einfach zu frittieren, als Chips.

Das geht ganz einfach, ähnlich wie meine Gemüsechips. Ich habe die Knollen hauchdünn geschnitten und im Topf in heißem Fett frittiert.

Topinambur im Hochbeet

Ich hatte vor Jahren sehr wohlschmeckenden Topinambur im Bioladen gekauft und davon einige Knollen abgezweigt und im Garten eingepflanzt. Topinambur ist bekannt dafür, dass er wuchert und schön gelb blüht. Bei mir tat er bisher weder noch, dafür mögen ihn die Wühlmäuse.

Jetzt im Hochbeet mit der lockeren Erde und weit von Wühlmäusen entfernt scheint er sich wohler zu fühlen. Geblüht hat aber wieder nichts...


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Topinambur-Chips
Kategorien: Gemüse, Topinambur, Frittiert
Menge: 2 Personen als Beilage

Zutaten
4-6Topinamburknollen
300mlÖl zum Frittieren; ca.
Salz oder fleur de sel
Paprika, Cayennepfeffer oder Pimentón de la Vera

Quelle

Erfasst *RK* 16.11.2014 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Topinamburknollen waschen und je nach Lust und Laune entweder eventuelle unschöne Stellen und Wurzelhärchen abschneiden oder die Knollen komplett schälen. In hauchdünne Scheiben schneiden, entweder mit einem scharfen Messer oder einem Gemüsehobel.

Öl in einem Topf oder einer Fritteuse erhitzen. Die Topinamburscheiben darin frittieren. Dabei mit einem Holzlöffel umrühren und aufpassen, dass sie nicht aneinander kleben und gleichmäßig braun werden.

Aus dem Topf fischen und auf Küchenkrepp legen, so dass das Fett etwas aufgesogen wird.
Mit Gewürzen bestreut sofort servieren.
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Mein erster Beitrag für den herbstlichen Blog-Event.

Blog-Event CIII - Quintessenz des Herbsts (Einsendeschluss 25. November 2014)

Und da die Chips ohne tierisches auskommen, reiche ich sie nachträglich auch zum tierfreitag ein.

Freitag, 14. November 2014

Mandelmilch selber machen

Heute bringe ich ein Getränk, das ich schon einmal 2009 verbloggen wollte. Von damals habe ich Fotos und einen Entwurf gefunden, irgendwie hatte ich das dann vergessen...

Ich mag nämlich Mandeln. Und daraus kann man nicht nur Marzipan machen, sondern auch ein leckeres Getränk, das sich je nachdem Mandeldrink oder Mandelmilch nennt.

Mandelmilch selber machen

Man darf keine Kuhmilch erwarten, wenn man davon trinkt, aber diese Begriffe "Drink" usw. finde ich auch seltsam, also heißt sie bei mir Milch, genauso wie ich Erdnussbutter als Butter bezeichne, obwohl auch diese nicht aus Tiermilch stammt. Das ist wie gesagt Überzeugungssache.

Überzeugt werden vom leckeren Geschmack von Mandelmilch muss jedenfalls keiner: Sie schmeckt so angenehm cremig, leicht nussig, leicht süß und überzeugt mit ihrer sahnigen Konsistenz fast jeden.

Herstellung selbstgemachte MandelmilchDie Herstellung ist einfach und man braucht dafür auch nicht unbedingt einen Hochleistungsmixer wie den Vitamix, über den ich hier ausführlich geschrieben hatte. Ich habe sie früher mit dem Zauberstab gemacht, das ging genauso gut.

Wichtig ist, dass man die Mandeln über Nacht einweicht. Auf das Durchpressen durch ein Tuch kann man verzichten, wenn man sie sehr fein gemixt hat und es etwas gröber mag. Ich mach's mal so, mal so.

Als Alternative kann man die Mandeln auch kurz mit kochendem Wasser überbrühen und schälen, so erhält man weiße Mandelmilch.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Mandelmilch selber machen (Mandeldrink)
Kategorien: Getränke, Mandel, Grundrezept, Vitamix
Menge: 1 Flasche ca. 500-750 ml

Zutaten
H AM VORABEND
1TasseMandeln; ca. 150 Gramm
Einweichwasser
H ZUM MIXEN
2-2 1/2TassenWasser (400-600 ml ca.)
2Datteln*

Quelle

Tipp von Katharina, Standardrezept
Erfasst *RK* 09.11.2014 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Mandeln über Nacht in Wasser einweichen.

Am nächsten Morgen abtropfen lassen, das Einweichwasser weggießen. Die Mandeln mit frischem Wasser und den Datteln in einen Mixer geben und so lange gut durchmixen, bis die Mandeln püriert sind und sich eine milchige Flüssigkeit ergibt.

Man kann die Milch entweder so trinken oder sie sieben, so wird sie feiner.

Dazu ein Mulltuch, Leinensäckchen oder ganz feines Sieb in eine Schüssel geben und die Mandelmilch durchlaufen lassen. Dabei mit den Händen nachhelfen und die Flüssigkeit auspressen. Im Tuch oder Sieb sollten möglichst trockene Mandelreste übrig bleiben.

Die Mandelmilch in eine Flasche geben und im Kühlschrank aufbewahren. Sie hält ungefähr eine Woche.

Tipps:

*Man kann, was den Geschmack angeht auch variieren und statt Datteln mit Agavendicksaft süßen oder Gewürze wie beispielsweise Zimt oder Vanille zugeben.

Nach diesem Grundrezept kann man auch andere Sorten Nussmilch herstellen, z.B. mit Haselnüssen, Walnüssen, usw.
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Mandelmilch ist für mich kein Ersatzprodukt, sondern ein Getränk, das ich schon immer gerne getrunken habe, wenn es selbstgemacht ist.

Ich mag sie pur oder mit frischen Früchten als Shake. Diese Masse kann man dann in der Eismaschine einfrieren und hat ein leckeres Eis. Oder man gibt statt Mandelmus ein wenig in eine Sauce, um sie cremiger zu kriegen. Als Ersatz für Kuhmilch würde ich sie nicht unbedingt sehen, aber das kann jeder halten wie er mag.

Mandelmilch schmeckt cremig, leicht mandlig und einfach lecker und ist daher mein Beitrag für den heutigen Tierfreitag.tierfreitag

Mittwoch, 12. November 2014

Franken - Genussregion und Foodcamp

Da ich am Wochenende ja ein Loblied auf die fränkischen Kartoffelklöße gesungen habe, passt es ganz gut, dass ich meine Impressionen vom Foodcamp Franken mal endlich teile.

Eifrigen Blog-Lesern ist sicherlich schon aufgefallen, dass die letzten Wochen auf verschiedenen Blogs und Social Media Kanälen unter #fcfr14 über Franken und seine kulinarischen Schätze berichtet und geschwärmt wurde.

Mitten drin live vor Ort sah es dann so aus, wenn man einer Horde kulinarisch interessierter Blogger Schätze der Region zeigt. :-)

Fotosession mit Karpfen - Aischgrund
Veranstaltet von Bayern Tourismus Marketing und vor Ort perfekt organisiert u.a. von Florian und Torsten war der Besuch diverser Foodblogger und Influencer in Franken ein voller Erfolg.

Mir ist ja schon lange bekannt, dass die Bewohner Frankens gerne genießen (schließlich wohne ich hier!) und dass es in Franken handwerklich hergestellte Lebensmittel guter Qualität gibt. Hier gibt es z.B. noch zahlreiche Bäcker, die ihren Sauerteig hegen und Getreide aus ökologischem Anbau aus der Region verwenden; die Brote sind entsprechend gut. Fränkisches Bier ist eine Klasse für sich, die verschiedenen Würste sind weltbekannt, Frankenweine (ob im typischen Bocksbeutel oder nicht) ebenso. Um nur einiges zu nennen... Daneben gibt es viele versteckte Highlights, die man langsam im Laufe der Zeit kennen lernen kann, wenn man Zeit hier in Franken verbringt.

Die Franken genießen gerne selbst still und leise, daher war es für die teils von Reisen in andere Regionen verwöhnten Foodblogger eine Überraschung, hier so viel an kulinarischem Kulturgut zu finden. Man muss also nicht ins Ausland, auch hier in Deutschland kann man auf einer Kurzreise oder einem Urlaub richtig genießen!

Foodcamper beim Kochen in der mobilen Kochkunst, Nürnberg

Obwohl ich vieles hier in Franken kenne und schätze, durfte ich auch einen Tag teilnehmen. Übernachtet haben wir mitten in Nürnberg im SORAT Hotel Saxx Nürnberg. Nicht nur die zentrale Lage direkt am Hauptmarkt, auch das ganze Ambiente, die Zimmer und das freundliche Personal haben mich überzeugt: Mein neues Lieblingshotel in Nürnberg! Es hat eine eigene Tiefgarage, außerdem liegt eine öffentliche um die Ecke; Parken ist also auch kein Problem.

Genuss am Samstagabend

Samstag, 8. November 2014

Kartoffelklöße

Vor ein paar Wochen haben wir abgestimmt, was wir als nächstes retten wollen. Ihr erinnert Euch an die letzte Rettungsaktion, den Butterkuchen? Davor gab's Liptauer und diesmal haben wir uns für Knödel entschieden.

Knödel oder Klöße - das sind kugelförmige Speisen, die je nach Region unterschiedlich genannt werden. Früher bereitete man sie aus Fleisch, Fisch, Gemüse, Hülsenfrüchten oder Mehl zu; Kartoffeln kamen ja erst relativ spät nach Europa. Der früheste bekannte Kartoffelanbau hierzulande war um 1650, als in Pilgramsreuth in Oberfranken, nicht weit von mir, erstmals systematisch Kartoffeln auf Feldern ausgebracht wurden. Der Ort hat sogar ein Kartoffeldenkmal. Irgendwann kam man dann wohl auf die Idee, aus Kartoffeln auch Knödel oder Klöße zu machen, darüber gibt es einige Überlieferungen und Legenden. Die frühesten erhaltenen schriftlichen Kartoffelkloßrezepte stammen aus dem 19. Jahrhundert. Wohl von Coburg aus traten die Klöße nach 1850 ihren Siegeszug nach Franken an und wurden dann, als Coburg 1920 zu Bayern kam, als Knödel bayrisch.

Grüne Kartoffelklöße, Frankenwälder Art

Ich komme ja ursprünglich aus der Spätzleregion und fand es als Kind schon interessant, wenn wir mal nach Franken kamen und es dort riesige Kartoffelklöße gab. Nicht die kleinen, die meine Mutter mit Hilfe von Fertigpackungen ab und zu zu Hause gekocht hatte. Zum Studium zog ich dann nach Franken und stieß dort das erste Mal auf Kloßteig im Kühlregal. Einmal glaube ich habe ich den sogar gekauft. Convenience überall also... ;-)

In Franken sind Klöße ein Hauptnahrungsmittel, Kinder essen im Gasthaus Kloß mit Soß' als vollständige Mahlzeit. Beim Essen gehen bevorzugt man Gasthäuser, in denen die Kartoffelklöße von Hand hergestellt werden; davon gibt es noch viele, vor allem auf dem Land. Nicht weit sind Thüringen und das Vogtland, beide Regionen sind ja auch sehr bekannt für ihre Klöße.

Kartoffelklöße - drei Sorten auf einem Teller
Was die Zubereitung und Konsistenz angeht, finden sich viele Varianten, je nach Familie, Ort, Region - und jeder hat natürlich "das Originalrezept": Roh oder gekocht, halb-halb, mit oder ohne Stärke oder Mehl, baumwollne, halbseidene Klöße, weich oder etwas fester. In Bayern kann man mit Knödeln Fenster einschlagen, meint der Franke und freut sich an seinen weicheren Klößen, die die Sauce so gut aufnehmen.

Okay, so viel zur Theorie. Ich wollte lernen, wie man richtige Klöße macht und habe daher letzte Woche einen Kochkurs zum Thema besucht. In Kulmbach gibt es ein sog. museumspädagogisches Zentrum, kurz MUPÄZ, das vor einiger Zeit auf dem Gelände der alten Mönchshof-Brauerei neben dem Bayerischen Brauereimuseum und dem Bayerische Bäckereimuseum eröffnet hat.

Vorbereitungen für den Kloßkochkurs im MUPÄZDort fand ein Kurs mit der sympathischen Kerstin Rentsch statt, die regionale Rezepte wieder belebt und auch Kochbücher zum Thema veröffentlicht hat. Sie stammt aus dem nördlichen Frankenwald und zeigte den Kursteilnehmern, wie man verschiedene fränkische Klößvariationen herstellt.

Wir durften also Kartoffeln schälen, reiben, auspressen, kochen, Bröckala anbraten, Knödel formen und sieden lassen - und fragen, naschen, probieren und essen!

Zubereitung fränkischer Kartoffelkloß - Klöße selber machen

Auf die Fotos klicken, dann werden sie viel größer!

Am besten geschmeckt haben mir die Klöße, die zu zwei Dritteln aus rohen Klößen hergestellt werden und die es in Thüringen und im nördlichen Oberfranken, Coburg, Frankenwald gibt. Ich habe eine ganze Menge geformt, das ging eigentlich relativ einfach. Man hat schnell den Dreh raus und dann werden sie recht ansehnlich. Je nach Größe der Hände größer oder kleiner. :-)

Kartoffelkloß, frisch geformt

Es lohnt sich, gleich eine größere Portion Klöße zu machen. Die Reste lassen sich nämlich super verwerten - wie, zeige ich nächste Woche.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Grüne Kartoffelklöße, Frankenwälder Art
Kategorien: Kartoffel, Knödel, Franken
Menge: 4 Personen

Zutaten
10-12groß.Kartoffeln; am besten mehlig kochende
Kartoffelstärke; Menge nach Gefühl (z.B. 50
-- Gramm)
Salz
Wasser
H FÜR DIE BRÖCKALA
1-2Altbackene Semmeln, Weißbrot oder Toastbrot
Butter
H KOCHGERÄTE
Feine Reibe, am besten eine Messingreibe
Kartoffelsäckchen, Leinentuch o.ä
Holzquirl
Kartoffelpresse
Schüsseln
Große Kochtöpfe

Quelle

Kurs im MUPÄZ in Kulmbach, Rezept von Kerstin Rentsch
Erfasst *RK* 07.11.2014 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Eine Schüssel mit kaltem Wasser füllen. Kartoffeln schälen und in die Schüssel geben. Hier können sie auch länger gelagert werden, auch mal über Nacht, wenn es nötig ist.

Für die Bröckala Semmeln in Würfelchen schneiden und in einer Pfanne mit Butter und Geduld anbraten, so dass sie knusprig sind. Beiseite stellen.

Ein Drittel der Kartoffeln, am besten die kleineren, in grobe Würfel schneiden und in kochendem Wasser kochen lassen, bis sie sehr weich sind. Das dauert ca. 25-30 Minuten, je nach Größe der Kartoffelwürfel.

Zwei Drittel der Kartoffeln mit einer feinen Reibe in eine Schüssel reiben, in der genügend kaltes Wasser ist, so dass die geriebene Kartoffelmasse immer bedeckt ist. Dafür nimmt man am besten die größeren Kartoffeln, diese lassen sich leichter reiben; die Gefahr, Fingerkuppen anzureiben, ist geringer... ;-)

Diese geriebene rohe Kartoffelmasse in ein Kartoffelsäckchen, Leinentuch o.ä. geben und mit Muskelkraft und Geduld auspressen, bis die rohe Kartoffelmasse ziemlich trocken ist. Die herausgepresste Kartoffelflüssigkeit in eine Schüssel gießen und stehen lassen. Am Boden setzt sich dabei Kartoffelstärke ab.

Alternativ kann man diese zwei Drittel der Kartoffeln auch mit einem Entsafter roh entsaften. So bekommt man ebenfalls Kartoffelsaft und eine trockene geriebene Masse!

Die weichgekochten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken, reichlich Kartoffelkochwasser zufügen und umrühren, so dass ein dünnflüssiger Brei entsteht. Diesen Kartoffelbrei in einem möglichst großen Topf mit einem Deckel abgedeckt nochmal richtig blubbernd kochen lassen.
Wasser oder Salzwasser in einen weiteren großen Topf geben und zum Kochen bringen.
Die rohe trockene Kartoffelmasse, die Kartoffelstärke vom Boden der Schüssel und Salz mischt man in einer großen Schüssel. Jetzt ist Erfahrung gefragt, um die Konsistenz einschätzen zu können. Je nach Stärkegehalt der Kartoffeln benötigt man noch weitere Speisestärke.

Jetzt wird es etwas gefährlich, der blubbernde Kartoffelbrei gibt üble Verbrennungen, falls man etwas davon auf die Haut bekommt. Also vorsichtig die Hälfte des kochenden Kartoffelbreis in die Schüssel mit der rohen gesalzenen Kartoffelnmasse geben und kräftig durchrühren. Dafür verwendet man am besten einen speziellen Holzquirl.

Sobald die Masse sich gut verbunden hat, kommt der Rest des Kartoffelbreis dazu und wird ebenfalls kräftig eingequirlt und gerührt, bis der Kloßteig sich vom Schüsselrand löst und abbindet. Der heiße Kartoffelbrei brüht so quasi die rohen Kartoffeln.

Den Deckel des Topfs mit kochendem Wasser abnehmen und den Herd ausschalten. Das Wasser sollte sieden, aber darf auf keinen Fall mehr weiterkochen.

Eine kleine Schüssel mit kaltem Wasser füllen, um die Hände anzufeuchten. Mit nassen Händen aus dem heißen Kloßteig Klöße formen. Dabei erst eine Art dickere Scheiben formen, diese mit je 2-3 Bröckala füllen, dann einen runden Kloß formen.

Der Trick dabei ist, den Kloß so zu verschließen, dass er beim Garen nicht auf geht. Dazu etwas mehr als nötig an Kloßmasse nehmen, füllen, rund formen, zusammendrehen und das zusammengedrehte Übrige (auf Fränkisch "Schnörpfala") abdrehen und zum restlichen Kloßteig in die Schüssel zurück geben.

Die fertig geformten Klöße ins siedende Wasser geben. Nach und nach aus dem gesamten Kloßteig Klöße formen und ins Wasser gleiten lassen. Die Klöße sind fertig, sobald sie an der Wasseroberfläche schwimmen. Man kann sie auch einige Zeit in dem heißen Wasser lassen, das schadet nicht.
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Wie man am Rezept sieht, ist es schon ein wenig aufwändig, Kartoffelklöße selber zu machen. Man braucht neben Zeit und dem Rezept auch etwas Gefühl und Erfahrung. Das Ergebnis lohnt aber die Mühen und ich kann jedem nur empfehlen, es einmal auszuprobieren. Sie schmecken wirklich super!

Ein paar gute Fotos Schritt für Schritt finden sich auf der Internetseite der Klößerei, von der wir auch gerne Klöße holen.

Klar wie Kloßbrühe: Wir retten Knödel und Kloß! :-)

Und da Foodfreak gerade nach Kartoffelrezepten fragt, dürfen meine Klöße dort natürlich nicht fehlen!

Wir retten was zu retten ist / Logo von Zorra

Der Knödel wird heute natürlich auch an anderen Stellen gekocht und gerettet! Weitere Knödel und Klöße haben meine virtuellen Mitretterinnen für Euch, hier die Links:
...und passend zur Aktion hat Rike Semmelknödel gemacht.
Die Fotos der Rettungsaktionen werden hier bei Pinterest gesammelt.


Freitag, 7. November 2014

Baba Ghanoush

Auberginen gehören zu meinen absoluten Lieblingsgemüsesorten. Ich mag sie in fast allen Variationen und probiere gerne auch neues damit aus. Ein paar Rezepte auf dem Blog findet Ihr, wenn Ihr in eines der Suchfelder Aubergine eingebt oder einfach hier klickt.

Gewundert hat mich, dass ich bisher eines meiner Lieblingsgerichte aus der orientalischen Küche noch nicht verbloggt habe. Baba Ghanoush (arabisch ‏بابا غنوج ‎) ist im gesamten arabischen und nordafrikanischen Raum verbreitet. Und ich kann das in wirklich großen Mengen essen!

Rezept Baba Ghanoush (Auberginenpüree)

Man kann Baba Ghanoush einfach selbst herstellen.

Dafür braucht man neben Auberginen, Zitronensaft und Gewürzen noch Sesampaste oder einen kräftigen Mixer, der Sesam fein shreddert. Mir ging mein Glas Tahini nämlich aus und reichte nicht ganz. Zum Glück habe ich immer Sesam im Vorrat. :-)

Zubereitung Baba Ghanoush (Auberginenpüree)

Ich mag Baba Ghanoush auch einfach mal so, quasi als Brotaufstrich zu Fladenbrot oder esse es pur mit einem Löffel.

Mittwoch, 5. November 2014

Thermomix-Lunch in München

Es ist irre, wie zurzeit die Zeit vergeht... Die Tage und das ganze Jahr gehen 'rum wie nichts, die Nächte werden länger, meine Beiträge auf der Spielwiese kürzer, dabei habe ich sehr viel erlebt die letzten Wochen und Monate, von dem noch vieles als Foto auf der Festplatte und als Erinnerung im Hirn gespeichert ist.

Ende September habe ich einen spannenden Tag in München verbracht. Von mir im Norden Bayerns ist das ja nicht allzu weit und obwohl ich zugeben muss, dass ich die letzten Jahre zwar oft am Flughafen, aber selten in der Stadt war, genieße ich München-Besuche dann meistens doch.

Gruppenfoto Thermomix-Blogger-Event München 2014 /Foto: Thermomix
(Zur Erinnerung: Draufklicken, dann werden die Fotos größer!)

Anlass für den Besuch meiner Landeshauptstadt war die Einladung zu einem Event, das ich sehr interessant fand: Der neue Thermomix, über den so viel gesprochen worden war, lud ausgewählte Blogger zu einem sog. exklusiven Willkommens-Lunch. Die Einladung war, wie ich es von der PR-Agentur Ketchum Pleon gewohnt bin, professionell, freundlich und mit Aussage: "Wir möchten Ihnen nicht nur persönlich zeigen, welche Innovationen im neuen Multitalent von Vorwerk stecken, sondern Ihnen auch die Möglichkeit geben, gemeinsam mit anderen Food-Bloggern den neuen Thermomix® im Kochstudio des Sternekochs Holger Stromberg kennenzulernen und leckere Gerichte selbst zuzubereiten."

Der neue Thermomix /Foto: ThermomixThermomix, tja, was womit verbinde ich das...? Ein multifunktionales Küchengerät,das von meist weiblichen Anhängerinnen gerne wie ein Familienmitglied als "mein Thermi" oder "Wunderkessel" bezeichnet und in höchsten Tönen gelobt wird. Für mich hat das bei manchen schon etwas sektiererisches, wenn Nicht-Besitzer dieser Küchenmaschine abschätzig gemustert werden, oder wenn ich mit nach oben gezogenen Augenbrauen gefragt werde: "Was, Du hast keinen Thermomix?". Nein, habe ich nicht. Mein Mitkoch wollte sich das Teil immer mal anschauen, ich habe mich nie dafür interessiert.

Montag, 3. November 2014

Karotten-Stangensellerie-Salat

Gestern habe ich einen schnellen Salat improvisiert, der dermaßen einfach zuzubereiten und so lecker war, dass er unbedingt auf den Blog muss. Die Kombination aus frisch geriebenen Karotten und knackiger Stangensellerie war nämlich bombastisch!

Karotten-Stangensellerie-Salat

Gut finde ich bei solchen frischen Salaten immer ein Bad aus Zitronensaft und Olivenöl. Der frische Zitronensaft bringt eine leichte Fruchtigkeit und halt diese Frische rein, die Essig nicht kann.

Um eine leichte Süße reinzukriegen, verwende ich Honig-Senf, man kann aber auch normalen Senf und etwas Zucker, Agavendicksaft o.ä. verwenden.

Zubereitung Karotten-Stangensellerie-Salat mit Zitronensaft-Vinaigrette

Ich hatte bunte Karotten, daher die gelben Raspeln. Das bringt mehr Farbe in den Salat.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Karotten-Stangensellerie-Salat
Kategorien: Salat, Kalt, Karotte, Sellerie
Menge: 2 Personen

Zutaten
3-4Karotten; am besten bunte
2Stangensellerie
H SCHNELLE ZITRONEN-VINAIGRETTE
2Essl.Zitronensaft; frisch gepresst
1Teel.Honig-Senf
Salz, Pfeffer
4Essl.Olivenöl
2Essl.Gemüsebrühe

Quelle

Standardrezept
Erfasst *RK* 03.11.2014 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Zitronensaft, Senf, Salz und Pfeffer in einer kleinen Schüssel gut verrühren. Gemüsebrühe und Öl unterrühren.

Karotten und Stangensellerie waschen. Karotten raspeln, Sellerie in kleine Scheiben schneiden. Zu der Vinaigrette geben und gut vermischen; das geht mit Salatbesteck oder auch mit den Händen.
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