Montag, 27. August 2007

Kräuter-Karneval

Vorhin habe ich entdeckt, dass im Kräuter-Zauber-Blog Herbaversum ein Kräuter Karneval Erntezauber stattfindet.

Vom 25. August bis zum 30. September 2007 können Blogger kreative Kräuter- und Ernteideen vorstellen: Rezepte, Dekorationsvorschläge, Bastelanleitungen von und mit Kräutern und anderem Erntezauber werden gewünscht.

Mein heutiges schnelles Mittagessen sah ziemlich nach Kräuter-Karneval aus und verdient daher eine Nominierung, denke ich...

Es gab (etwas zu sehr) angebratene Scheiben einer gelben Ufo-Zucchini mit Wachtel-Spiegeleiern und einem karnevalmäßigen Gemisch aus Bulgur, roten Linsen, getrockneten Tomaten, eingelegten Chilpotles-Chilis, etwas Ziegenkäse und massig frischen Kräutern quer durch den Garten. Auch wenn es nicht so aussieht:
Es hat geschmeckt! :-)


















Hier ein Foto der Kräutermischung, schon grob gehackt: Thymian, Lavendel, Rosmarin, Borretsch, Giersch, Brennnessel, Sauerampfer, Spitzwegerich, Johanniskraut, Zitronenmelisse, Majoran, Löwenzahn, Schafgarbe und Schnittlauch.

Pilzsuche

Gestern waren wir im Wald - auf der Jagd nach Pilzen. Das macht etwas mehr Spaß, als nur einen "normalen" Waldspaziergang zu unternehmen... Das Wetter war angenehm, die frische Waldluft war besonders gut, es war erholsam und wir haben auch ein paar Pilze gefunden, die wir kennen und von denen wir wissen, dass man sie gefahrlos essen kann.


















Besonders schön finde ich das frische Grün des Waldes in allen Schattierungen. Hier ein bemooster Waldweg mit einigen Pilzen am Wegesrand:










Beim Auftreten muss man aufpassen, zum einen übersieht man natürlich leicht kleine Pilze, aber ich wäre heute fast auf etwas anderes getreten: Eine Blindschleiche (denke ich zumindest...?!) schlängelte sich direkt vor mir über den Waldboden. Als sie mich entdeckte, hielt sie ganz still, so dass ich ein paar Fotos machen konnte. Die Tiere sind sehr selten, ich hatte schon lange keine mehr gesehen.










Hier ein Bild unserer Ernte: u.a. Pfifferlinge, Steinpilze, Maronen, ein Hexenröhrling und viele Rotfußröhrlinge.










Mit Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl und Butter angebraten, Sahne und Gewürze dazu, Vollkorn-Spätzle, die die Sauce gut aufnehmen, unterheben und Parmesan darüber reiben - ein leckerer Abschluss einer Pilzsuche!

Sonntag, 26. August 2007

Fisch mit Kartoffeln und Gemüse

Wenn man seit langem nicht mehr einkaufen war und trotzdem Hunger hat, wird es schwer...

Also war Suchen und Kreativität gefragt: In der Speisekammer fanden sich Kartoffeln und ein paar Cocktailtomaten, in der Tiefkühltruhe Rotbarschfilets und im Garten Rosmarin, Zucchini und Zuckerschoten, ein paar vergessene dabei, deren Schoten nicht mehr so besonders aussahen, aber die schöne süß schmeckende Erbsen ausgebildet hatten, daneben auch ein paar junge Zuckerschoten.

Das Ergebnis war wieder ein Beweis dafür, dass sich auch mit wenig Zutaten und wenig Planung spontan etwas unkompliziertes und trotzdem leckeres zaubern lässt!


















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Rotbarsch mit Rosmarinkartoffeln und Sommergemüse
Kategorien:Fisch, Salzwasser, Kartoffel, Gemüse, August
Menge:2 Personen

Zutaten

HROSMARINKARTOFFELN
4groß.Kartoffeln
1/2-1HandvollRosmarin

Olivenöl

Salz, Pfeffer
HSOMMERGEMÜSE
1Schalotte
1Zucchini
1StückEiner gelben Ufo-Zucchini
10-15Zuckerschoten
Olivenöl
Knoblauchöl
Salz, Pfeffer, Chili
6-8Cocktailtomaten
HFISCH
2-4Rotbarschfilets
EtwasMehl
Butterschmalz
Salz, Pfeffer, Chili
2Limettenscheiben

Quelle


eigenes Rezept
Erfasst *RK* 26.08.2007 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und mit Rosmarin und Olivenöl vermischt in eine hohe Backform geben. Im Backofen bei 200 Grad ca. 20-30 Minuten backen, dabei ab und zu umrühren. Evtl. am Ende kurz übergrillen, damit sie etwas Farbe nehmen. Erst ganz am Ende der Garzeit (besser noch: erst auf dem Teller!) salzen und pfeffern.

Für das Sommergemüse Schalotte würfeln, mit Zucchinistücken und Zuckerschoten (bei jüngeren die ganzen Schoten halbieren, bei älteren die Erbsen herauslösen) in Olivenöl leicht anschwitzen lassen. Cocktailtomaten halbieren oder vierteln, dazugeben. Mit Knoblauchöl und Gewürzen abschmecken.

Rotbarschfilets mehlieren und in etwas Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne anbraten. Würzen.

Alles zusammen auf Tellern anrichten, mit Limettenscheiben dekorieren.

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Dienstag, 21. August 2007

DKduW: Rosmarinplätzchen

Es gibt einen neuen monatlichen Blog-Event: DKduW - Dein Kochbuch das unbekannte Wesen. Die Idee finde ich klasse:

Man nimmt sich ein Kochbuch, das man seit Jahren nicht aus dem Bücherregal geholt hat oder aus dem man noch nie etwas gekocht hat und macht etwas daraus. Dieses Rezept verbloggt man, schreibt evtl. noch etwas über das Kochbuch, woher man es hat, warum man es gekauft hat, wie man es heute findet, o.ä. - fertig.

Etwas in der Art gibt es bei Sara, allerdings ist die Weekend Cookbook Challenge auf englisch und es gibt es inzwischen so viele deutschsprachige Blogger, dass ein
deutschsprachiger Blog-Event mit solch einem ergiebigen Thema eine super Sache ist.

Auch ich habe eine Menge Koch- und Backbücher, die zum Teil viele Jahre unbenutzt herumliegen oder auch neue und nicht so neue, die ich irgendwann einmal gekauft oder geschenkt bekommen, aber aus denen ich noch nie etwas gekocht oder gebacken habe. Eigentlich schade! Manche Bücher habe ich schon verschenkt (Bibliotheken sind gute Abnehmer), aber ein weiterer Durchgang "Ausmisten" steht wieder an.

Für heute habe ich ein Buch aus dem Regal gefischt, das Backen heißt. Es ist von einer Fiona Black, ich schätze, ein englisches Buch (dafür spricht die häufige Verwendung von Crème double, dafür kommt Sahne selten vor) ins Deutsche übersetzt. Im Buchladen haben mich sicherlich die 800 Farbfotos angesprochen, so dass ich es irgendwann einmal gekauft habe.

Die Fotos machen wirklich richtig Appetit, es macht Spaß, das Buch durchzublättern. Es ist ein gebundenes Buch und wenn man es aufklappt, klingt es noch richtig neu... Besonders angelacht haben mich die Rosmarinplätzchen, die ich heute gebacken habe.


















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Rosmarinplätzchen
Kategorien:Backen, Keks, Mürbeteig, Kräuter
Menge:25 Stück

Zutaten

50GrammWeiche Butter
4Essl.Feiner Zucker
1Zitrone; die abgeriebene Schale
4Essl.Zitronensaft
1Ei, getrennt
2Teel.Frischer Rosmarin, fein gehackt
200GrammMehl, gesiebt
Zucker, zum Bestreuen (nach Belieben)

Quelle

Backen - Buch von Fiona Black, Parragon
Erfasst *RK* 23.07.2007 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

2 Backbleche leicht einfetten.

Butter und Zucker in einer großen Schüssel schaumig rühren.

Erst Zitronenschale und -saft, dann das Eigelb zugeben. Alles gründlich verquirlen. Dann den Rosmarin einrühren.

Mehl zugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Den Teig auf einer leicht mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Etwa 25 runde Plätzchen (6 cm Durchmesser) ausstechen und auf die vorbereiteten Backbleche legen.

Das Eiweiß in einer Schüssel leicht verschlagen und vorsichtig auf die Plätzchen streichen. Nach Belieben etwas Zucker darüber streuen.

Die Plätzchen in einem vorgeheizten Backofen bei 180 °C etwa 15 Minuten backen.

Die Plätzchen auf ein Kuchengitter legen und vor dem Servieren auskühlen lassen.

Tipp:

Die Plätzchen können Sie in einem luftdichten Behälter bis zu 7 Tagen aufbewahren.

Variation:

Der frische Rosmarin kann durch 11/2 Teelöffel getrockneten Rosmarin ersetzt werden.

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Die Kekse sind ganz lecker, sie schmecken schön zitronig, der Rosmarin schmeckt weniger raus.

Das nächste Mal würde ich etwas frisch gemahlenen Dinkel unter das Mehl mischen, ich denke, dass die Plätzchen mit etwas mehr Biss noch besser schmecken.

Schnelle Gnocchi mit Zucchini

Hier ein Foto unseres heutigen schnellen Mittagessens:


Massig Zucchini und viel Knoblauch mit Olivenöl angebraten, frische Kräuter aus dem Garten und Bärlauchpesto dazu, etwas Sahne zum Verdünnen, (gekaufte) Gnocchi darunter gehoben - fertig und lecker!

Montag, 20. August 2007

Melonen-Eis

Kürzlich gab es fruchtiges Eis aus einer Netzmelone. Ich bin eigentlich kein großer Freund von Melonen, aber das Eis wurde sehr lecker und sah auch hübsch orange aus.

Wichtig ist, dass man eine reife, aromatische Frucht bekommt. Das Rezept ist einfach zuzubereiten, nur ein bisschen Zeit für das Abkühlen der Masse vor dem Gefrieren sollte man einplanen.



















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Sommerliches Meloneneis
Kategorien:Süßspeise, Eis, Melone
Menge:1 Rezept

Zutaten

400GrammFruchtfleisch einer Netzmelone, püriert
400mlMilch
200mlSahne
80GrammZucker
20GrammHonig

Quelle

Nach Fernanda Gosetti: Köstliches Eis
Südwest Verlag München 1987

Erfasst *RK* 11.08.2007 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Sahne und Milch in einen Topf gießen und auf dem Herd langsam zum Kochen bringen. Zucker und Honig in einer Schüssel mischen. Unter stetem Umrühren die kochende Milch-Sahne-Mischung zugießen. Das Melonenpüree unterrühren.

Wenn alles gut vermischt ist, die Masse zurück in den Topf gießen und unter stetem Rühren zwei Minuten erhitzen. Dabei darf die Masse nicht aufkochen! Die Masse in eine Schüssel gießen und einige Minuten schlagen.

Gut abkühlen lassen.

Bevor die Masse in die Eismaschine gegeben wird, nochmals einige Minuten schlagen, damit eine glatte Creme entsteht.

In der Eismaschine gefrieren.

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Lisa hat das frische Meloneneis zusammen mit Klarapfel-Eis und Sahne hübsch angerichtet - die Kombination aus grün und orange hatte durchaus etwas! :-)

Sonntag, 19. August 2007

Chinesischer Tee

Wir haben beschlossen, bald einmal wieder nach China zu fahren, weil sich unsere Dose mit Drachenbrunnentee, von einer lieben Freundin aus Hangzhou (杭州) mitgebracht, langsam dem Ende neigt... Naja, es gibt auch andere Gründe! ;-)















Dieser Tee ist jedenfalls einer der bekanntesten chinesischen Grüntees. Inzwischen wird ein ziemlicher Kommerz darum gemacht, Touristen werden in Massen in die Dörfer zu den Teebauern gekarrt, Teeproben werden veranstaltet und die Preise für den Tee sind entsprechend. Er schmeckt aber wirklich auch sehr gut.

Tee kommt ursprünglich aus China. Dort heißt er 茶 „chá“. In China trinkt man viel grünen Tee, der sehr gesund sein soll. Grünen Tee gießt man mit ca. 80°C heißem Wasser auf. Für die Chinesen ist die Blattgröße ein Qualitätsmerkmal: Je größer die einzelnen Blätter, desto wertvoller der Tee. In China gibt man im allgemeinen die Teeblätter in ein Gefäß, übergießt sie mit heißem Wasser, das es überall gibt, deckt das Gefäß ab und wartet, bis sich die Blätter etwas setzen. Man benutzt also kein Sieb, keinen Filter o.ä. Die Teeblätter, die sich beim Teetrinken im Mund verirren, werden häufig einfach ausgespuckt.

Etwas eleganter sind diese chinesischen Teetassen aus Jingdezhen-Porzellan
: Mit dem Deckel kann man beim Trinken die Teeblätter zurückhalten. Vom Drachenbrunnentee kann man 2 bis 3 Aufgüsse trinken, danach schmeckt er nicht mehr.