Sonntag, 14. März 2021

Salzig-süße Törtchen mit Karamell

Herzhaft & süß lautet das Thema von Blog-Event CLXXII im Kochtopf. Unter dem Motto 'Gegensätze ziehen sich an' werden entweder herzhafte Speisen mit süßer Komponente oder eine Süßspeise mit einem pikanten Twist gesucht. 

Die tolle Idee kommt von Britta von Brittas Kochbuch, die diesmal zusammen mit Zorra das Event ausrichtet. Spannend, was man da alles ausprobieren kann! Manches mag ich nicht so, vor allem die Kombination von Fleisch mit Obst ist nicht so meins... Kurz hatte ich trotzdem überlegt, ob ich Birnen, Bohnen und Speck ausprobiere, aber das schnell verworfen.

Salzig-süße Mini-Törtchen mit Karamell

Dafür fiel mir ein Rezept ein, das ich schon seit Monaten ausprobieren wollte! Es stammt aus einem Backbuch von Ruth Moschner und heißt dort Schwangere Brezel, weil die Kombination der Zutaten ungewöhnlich sei: Salzbrezeln, Karamell, Schokolade.

Karamell und Meersalz sind ja seit ein paar Jahren überall beliebt, aber diese Kombination mit den laugigen Salzbrezeln kannte ich noch nicht, also war jetzt endlich der Anlass dafür. 

Jetzt wo ich das schreibe und kurz gegoogelt habe, ob das schon mal jemand gemacht hat, fällt mir ein Beitrag von Janke von 2014 auf; den hätte ich zuvor lesen sollen... Ich hatte nämlich genau die gleichen Probleme mit diesem Rezept, obwohl im Buch steht "Die Herstellung ist kinderleicht." Nein, ist sie nicht. 

Zubereitung Salzig-süße Törtchen mit Karamell; Zubereitung Schwangere Brezel von Ruth Moschner

Aus Brezeln und Butter macht man einen Krümelboden, wie man ihn auch von amerikanischen Rezepten kennt. Der krümelte trotz mehr Butter so sehr, dass ich noch Schokolade untergerührt habe, damit er etwas mehr Konsistenz bekommt. Die Karamellmasse schmeckt saulecker, ist allerdings zu fest und ließ sich nicht auf den Boden streichen. Die Kuvertüre dazu passt gut, war aber wie bei Janke zu wenig. 

Schwangere Brezel nach Ruth Moschner - Salzig-süßes Mini-Törtchen mit Karamell
Der Salzbrezel-Bröselboden mildert die Süße des Karamells ab, wäre mir aber ohne die Extra-Schokolade zu pikant gewesen. Kompletter Murks war es also nicht, aber doch wieder ein Beweis dafür, dass manche Koch- und Backbücher (und manche Blogs) nicht sorgfältig arbeiten. 

Ich habe das Rezept nun ziemlich überarbeitet und so aufgeschrieben, dass man es wirklich nachmachen kann. 

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Salzig-süße Mini-Törtchen mit Karamell
Kategorien: Backen, Gebäck, No-bake, Karamell
Menge: 5 bis 8 Kleine Törtchen

Zutaten

H KRÜMELBODEN
80-100Gramm Butter
1-2Essl. Schokolade oder Nussnougatcreme
125Gramm Kleine Salzbrezeln
3Essl. Nussnougatcreme; evtl. zum Bestreichen der Böden
H KARAMELLFÜLLUNG
200Gramm Dicke gezuckerte Kondensmilch (1/2 Dose)
70-80Gramm Butter
3Essl. Puderzucker
H DEKORATION
200Gramm Kuvertüre (Zartbitter oder Bitter; wer mag auch
   -- Vollmilch)
 Einige Kleine Salzbrezeln

Quelle

 Idee aus dem Buch von Ruth Moschner: Backen für
 Angeberinnen; etwas verändert und optimiert
 Erfasst *RK* 08.03.2021 von
 Barbara Furthmüller

Zubereitung

Förmchen (Durchmesser 5-8 cm) mit Frischhaltefolie auskleiden.

Einige Salzbrezeln für die Deko zur Seite legen und den Rest im Mixer oder Mörser zerbröseln. Die Butter in einem Topf schmelzen. Schokalade bzw. Nussnougatcreme und die Brösel unterrühren. Aus dem Topf nehmen und zu einem Teig verkneten.

Den Teig in die vorbereiteten Förmchen geben und gleichmäßig mit den Fingern festdrücken. Dabei versuchen, einen ca. 1 Zentimeter hohen Rand zu formen. Die Formen für 10 Minuten kalt stellen. Wer mag, streicht etwas Nussnougatcreme auf den Boden, damit das Karamell besser darauf haftet.

Für die Karammellschicht die Kondensmilch zusammen mit der Butter und dem Puderzucker in einen Topf oder eine Kasserole geben und unter ständigem Rühren erhitzen. Alles aufkochen lassen, bis sich die Farbe langsam verändert und die Creme dickflüssiger wird - das dauert 5 bis 10 Minuten. Nicht zu lange rühren, bei mir wurde die Masse zu fest; da hätten 5 Minuten gereicht. Das Karamell auf die Törtchen verteilen und wieder kühl stellen.

Die Kuvertüre mit einem großen Messer in Stücke hacken. Zwei Drittel der Kuvertüre über einem Wasserbad schmelzen, dann vom Herd nehmen und das letzte Drittel gut unterrühren. Die Schüssel wieder ins Wasserbad hängen, bis die Kuvertüre wärmer wird und schön glänzt. Je nach Sorte liegt die ideale Temperatur bei ca. 30°C - 32°C, dann ist sie richtig temperiert und glänzt später.

Die warme Kuvertüre auf die Küchlein verteilen, mit Salzbrezelchen dekorieren und nochmal abkühlen lassen.

Von der Frischhaltefolie befreien und genießen.

=====

Mein Beitrag ist also eine laugige Erweiterung der klassischen Salz-Karamell-Kombination, die durchaus interessant schmeckte.

Blog-Event CLXXII - herzhaft & süß (Einsendeschluss 15. März 2021)

Kommentare:

  1. also, dein Rezept und nicht das mit den vielen Hürden, probiere ich gern aus :-))
    Salzig mit Karamell mag ich ganz gern, lg

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    1. Die leichte Lauge dazu war mal eine interessante Abwechslung - aber normalen Salz-Karamell mag ich lieber. :-)

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  2. Schön, dass es Blogs gibt, die sich die Mühe machen und solche Rezepte gerderücken. Karamell und Salz ist ja so eine Kombination, an der ich nur sehr schlecht vorübergehen kann, also werde ich mich an dein Rezept halten.

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    1. Ja, ich habe länger überlegt, ob ich das Rezept versenken soll, aber irgendwie fand ich es ganz lustig und werde Teile davon wiedermachen. Die Karamellfüllung mit der gesüßten Kondensmilch war superlecker, die darf bleiben. :-)

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  3. Hallo Barbara,
    es wäre schade gewesen, wenn du das Rezept versenkt hättest. Jetzt haben wir wenigstens ein gut funktionierendes Rezept, das zudem noch oberlecker ist.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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    1. Hallo Sigrid,
      ja, das dachte ich mir auch, nachdem mein Ärger verrauscht war. ;-)
      Liebe Grüße
      Barbara

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  4. Ich habe ja für solche Rezepte die Kategorie "Irrungen und Wirrungen". Danke, liebe Barbara, dass Du die Mühe gemacht hast, das Rezept für alle nackbackbar zu machen.

    Liebe Grüße
    Britta

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    1. Hallo Britta,
      wenn's ganz übel wird, heißt das bei mir Murks. :-)
      Liebe Grüße
      Barbara

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