Mittwoch, 31. Dezember 2014

Jahresrückblick: Foodblogbilanz 2014

Ich neige ja nicht dazu, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, wobei das ja nicht schaden kann. Meist hat man eine Menge erlebt, schönes und weniger schönes, und kann das leichter abschließen, wenn man noch einmal darüber schaut.

Sabine von Schmeckt nach mehr - Vom Essen und von den Gefühlen hat damit angefangen und meint, dass sie furchtbar gerne Jahresrückblick-Fragebögen liest, die als Blogstöckchen von verschiedenen Blogs aufgegriffen werden. Sie hat sich Fragen ausgedacht und heute bloggen mit dem Hashtag ‪#‎foodblogbilanz14‬ eine ganze Menge Foodblogger und beantworten ihre Fragen. Da bin ich gerne mit dabei. :-)

1. Was war 2014 dein erfolgreichster Blogartikel?

Renner sind bei mir (Suchmaschinen sei Dank) auch ganz alte Rezepte, die schon seit Jahren auf dem Blog sind. Seit Herbst wird wieder verstärkt der Zwiebel-Honig-Sirup gegen Husten angeklickt, den ich einfach mal als Tipp reingestellt hatte. Kein wirkliches Rezept, aber so etwas einfaches ist beliebter als die aufwändigen Kreationen. Das finde ich zwar schade, aber anderen Foodbloggern geht es genauso.

Der Zwiebelsirup ist aber von 2013. Aktuell aus diesem Jahr wird seltsamerweise ein grüner Smoothie am meisten angeklickt, der bis heute kein einziges Mal kommentiert wurde. Verstehe einer diese Statistiken... ;-)

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Das ist eine schwere Frage! Für mich ist die Spielwiese seit Jahren ein schönes Archiv, in dem ich gerne stöbere. Manchmal steht auch etwas zwischen den Zeilen, das nur für mich oder Freunde lesbar ist, das hilft beim Erinnern. Es sind eine Menge gute Rezepte dabei, die ich immer mal wieder mache. Aber was hat mir dieses Jahr besonders viel bedeutet?

Collage Jahresrückblick 2014

Da ist zum einen ein Artikel mit Impressionen eines abendlichen Spaziergangs durch den Shilin Nachtmarkt in Taipei, den ich sehr genossen habe. Ich war das erste Mal in Taiwan und fand es so wunderbar interessant, schön und entspannend dort. Genauso war auch der Nachtmarkt mit lauter gut gelaunten Menschen, die es genossen, dort zu sein, gemütlich über den Markt zu schlendern, die Stände zu begutachten, ab und zu eine Kleinigkeit zu essen und Spaß zu haben - so wie ich. Ich habe in Taiwan auch eine liebe Freundin wieder getroffen und hoffe, dass ich bald einmal wieder hinfahren kann. Das Land ist absolut eine längere Reise wert!

Pasta selbermachen ist eigentlich total einfach und schmeckt so genial, dass ich mich immer frage, warum ich das nicht öfter tue... Im April gab's Ravioli mit Bärlauch-Spargel-Füllung und confierten Tomaten, die waren ein Traum. Ich habe ganz viele Zubereitungsfotos hochgeladen, damit ich mich daran erinnern kann und bald mal wieder was in der Art mache. Hm, ein Dreivierteljahr ohne selbstgemachte Ravioli ist rum... Also nächstes Jahr wieder! (1. Vorsatz für 2015.)

Viel bedeutet mir auch die Erkenntnis, dass ich in einer genussreichen Region lebe. Das ist mir zwar eigentlich bewusst, aber es war schön zu sehen, dass Foodblogger-Touristen meine Wahlheimat Franken genauso zu schätzen wissen. Es macht Spaß, um die halbe Welt zu reisen und es macht Spaß, die nähere Umgebung auszukundschaften, regionale Produkte zu essen und zu trinken. Über das Foodcamp Franken habe ich hier geschrieben.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Je nach Zeit und Lust und Laune stöbere ich mehr oder weniger in Blogs und kommentiere auch gerne, um zu zeigen, dass ich da war. Ich bin einer dieser "alten Blogger", die auch verlinken und Quellen angeben, der Transparenz und des Zusammengehörigkeitsgefühls wegen. Inspirieren tun mich eine Menge Blogs, schon immer und immer noch. Also ist auch dies nur eine Auswahl.

Gerne lese bei Ariane auf Tra dolce ed amaro mit, die oft original italienische Gerichte kocht, die ich noch nicht kenne. Wir haben uns letztes Jahr auch mal persönlich getroffen, als ich mit dem Gärtner der Spielwiese in Rom war. Mein Sommerdrink 2014 zum Wachwerden war der Caffè Shakerato nach Arianes Rezept. Schwer zu empfehlen!

Mir ging es so wie vielen, dass ich Kathas Versuchsreihe Wie schmeckt vegan? verfolgt habe. Daraus ist u.a. der Tierfreitag entstanden, an dem ich mich auch oft beteilige. Ich selbst teste seit September intensiv, wie ich mit veganem Essen zurecht komme und irgendwie war mir von Anfang an klar, dass es zum selben Ergebnis kommen würde: Ganz ohne tierisches will ich nicht leben, aber gedankenlos Wurst aus Massentierhaltung in mich reinfuttern will ich auch nicht. Also, wie früher auch, vielleicht noch bewusster, genau auswählen, was man essen will, auf Qualität achten und einen Schwerpunkt auf tierfreies legen. So verfahre ich inzwischen, ganz vegan ist für mich (nicht nur unterwegs) nicht praktikabel und nicht machbar. Ich halte es für wichtig, sich mehr und mehr ohne tierische Produkte zu ernähren und mehr ohne tierische Produkte zu leben, allerdings geht das, wie Katha schreibt, nur miteinander und nicht gegeneinander. Und mit Phantasie und Kreativität und Austausch. Bei mir sind inzwischen über 100 vegane Rezepte auf dem Blog.

Bei der Turbohausfrau Susi, die auf Prostmahlzeit schreibt, habe ich im März einen Beitrag gelesen, Rettet den Liptauer. Daraus ist inzwischen eine größere Runde entstanden, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Gerichte zu retten, die inzwischen oft in Supermärkten gekauft und nicht mehr selbst hergestellt werden. "Wir retten was zu retten ist" ist der Name der Aktion, ich verlinke hier mal auf das Pinterest-Board. Bei der Butterkuchen- und der Knödel-Rettungsaktion war ich auch dabei, und nächstes Jahr geht's sicher weiter.

Collage Jahresrückblick 2014 - Foodblogs

4. Welches der Rezepte, die du 2014 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Das ist einfach, die Caponata. Im Juni habe ich dieses sizilianische Sommergericht aus Auberginen, Tomaten, Pinienkernen und Kapern das erste Mal gemacht und verbloggt.

Ich mag diese Kombination aus frisch, süß, sauer, würzig, weich, knackig, sommerlich. Sie ist zudem gut auf Vorrat zu machen, so dass man ein paar Tage lang davon essen kann. Perfekt!

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2014 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Ich habe angefangen, sehr viel Veganes in meinen Speiseplan aufzunehmen - und das war komplizierter als ich gedacht hatte und hat mich daher am meisten beschäftigt. Vegetarisch ist einfach, aber was macht man, wenn man auch auf Käse, Milch, Eier verzichten möchte?

Anfang 2013 hatte ich schon einmal angefangen, mich mit dem Thema Veganismus zu beschäftigen und das schnell wieder aufgegeben. Leichter geht es jetzt mit dem Vitamix, der nicht nur Smoothies zaubert, sondern auch bei der Herstellung von Nuss-Musen, milchartigen Drinks und allen möglichen Pasten (z.B. Hummus) große Dienste leistet. Damit habe ich dieses Jahr viel experimentiert. Ich habe inzwischen ein größeres Repertoire und einiges an Erfahrung gewonnen.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Schwierig... Mandelmus. Ich verwende es gerne statt Sahne in Saucen oder Suppen, oder auch in Desserts. Man kann damit super andicken und bekommt eine milde Cremigkeit hin, ganz ohne tierische Produkte. Gekannt hatte ich es früher schon, aber richtig ausgetestet erst dieses Jahr. Inzwischen mache ich es selber; das könnte ich auch mal dokumentieren und einen Beitrag dazu schreiben (2. Vorsatz für 2015). ;-)

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Ich sollte mich echt mal mehr mit Statistiktools beschäftigen... Meine Statistik gibt das auch nicht her, sondern zeigt nur die letzten paar Suchbegriffe. Kürzlich bin ich auf Sophia Loren Rouladen gestoßen, davon habe ich keinen einzigen Begriff im Blog. Heute hat jemand nach süße Pfläumchen gesucht. Das könnte schlüpfrig gemeint sein... Jedenfalls finde ich es lustig.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2015?

Dass ich weiterhin Freude daran habe, meine Küchenerlebnisse mit anderen zu teilen.

So, das war's! :-)

Und hier die Links zu den anderen Jahresrückblicken:
Ich wünsche all meinen Lesern einen guten Rutsch und ein gesundes, glückliches und genussvolles Neues Jahr 2015!

Dienstag, 30. Dezember 2014

Grüner Smoothie mit Rucola, Orange und Banane

Wahrscheinlich geht es mir wie vielen: Ich hatte die letzten Tage zu wenig Bewegung und zu viel zu essen. Das gesunde Hungergefühl kam irgendwie abhanden; Appetit habe ich auch keinen mehr.

Daher als Anregung, um dem Körper schnell und unkompliziert Nahrhaftes zu bieten, das Rezept eines Smoothies, der uns sehr gut geschmeckt hat.

Grüner Smoothie mit Rucola, Orange und Banane

Basis waren knackiger Rucola und winterliches Obst. Die Orange muss man nicht sauber schälen; das Weiße ist laut chinesischer traditioneller Medizin gut gegen Husten, was bei dem derzeitigen Wetter mit eisigem Wind und Schnee ja nicht schaden kann.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Pull-apart-Bread mit Bratapfel-Konfitüre (Zupfbrot) bei herzelieb

So kurz vor Weihnachten ist es bei uns stürmisch und nasskalt, am zweiten Feiertag soll es schneien. Also ist es besonders wichtig, sich ein wenig zu verwöhnen, finde ich. Und das geht gut mit frischem Hefegebäck! :-)

Dieses weihnachtliche Pull-apart-Bread mit Bratapfel-Füllung habe ich für Michaela von herzelieb gebacken, virtuell meine ich. Damit bin ich nämlich auf ihrem Blog zu Gast. Dort findet Ihr auch das Rezept mit ausführlicher Foto-Anleitung!

Pull-apart-Bread mit Bratapfel-Konfitüre (Zupfbrot)

Michaela habe ich im August kennen gelernt, als ich beim Bloggertreffen in Hamburg war. Wir sind ungefähr im gleichen Alter und ticken in vielem ähnlich. Da Michaela nach einer Operation weniger in der Küche stehen kann als sie möchte, haben ein paar befreundete Blogger Rezepte für die Vorweihnachtszeit beigesteuert.

Ich freue mich, dass ich auch dabei sein darf und liefere eine Variante des gefüllten Hefezopfs als Gastgeschenk. Wunderbar fluffig, vorweihnachtlich durch die Bratapfelkomponente (dafür habe ich die Bratapfelkonfitüre von kürzlich verwendet). Das Zupfbrot tut bei dem nasskalten Wetter auch der Seele gut. Ich wünsche Dir weiterhin gute Genesung!

Und jetzt noch mein Tipp: Schaut bei herzelieb vorbei und stöbert ein wenig in den ganzen wunderbaren Rezepten, Geschichten und Fotos. Es lohnt sich!

Montag, 22. Dezember 2014

Leichte Karottensuppe mit Croûtons

Für all diejenigen, denen die ganzen Plätzchen, Stollen und weihnachtlichen Süßigkeiten schon zu den Ohren raushängen, habe ich statt Essiggurken eine andere Alternative.

Mit dieser leichten Karottensuppe aus dampfgegartem Gemüse mit knackigen Croûtons kriegt man wieder einen anderen Geschmack in den Mund und kann dann hoffentlich die nächsten Tage wieder richtig zuschlagen. ;-)

Leichte Karottensuppe mit Croûtons

Ich hab's ja nicht so mit Karpfen, Gans oder ähnlichem, könnte mir aber sogar vorstellen, dass diese Suppe vorneweg zu einem Weihnachtsmenü auch geht.

Sie ist eher zufällig entstanden, da sowohl der Mitkoch als auch ich Karotten gekauft hatten. Dabei lagerten im Gemüsefach des Kühlschranks noch welche... Wir wollten Kartoffeln im Schnellkochtopf zubereiten und haben einfach ein paar Karotten darüber gelegt und sie mit garen lassen und danach püriert.

Die Suppe war erstaunlich lecker und sah auch so orange farbenfroh aus, dass ich sie echt empfehlen kann.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Leichte Karottensuppe mit Croûtons
Kategorien: Suppe, Creme, Karotte, Winter
Menge: 2 bis 4 Portionen

Zutaten
8-10Karotten
1Kartoffel
1Knoblauchzehe
1StückIngwer
1-2Teel.Mandelmus
Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Chili
H CROÛTONS
1-2ScheibenSauerteigbrot
Öl
2Knoblauchzehen
1-2Essl.Kürbiskerne
1Teel.Agavendicksaft

Quelle

improvisiert
Erfasst *RK* 22.12.2014 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Karotten säubern und zusammen mit der Kartoffel und der Knoblauchzehe im Schnellkochtopf garen (bei uns Stufe 1,5, dann 12 Minuten und etwas warten).

Währenddessen Brot in Würfel schneiden und in einer beschichteten Pfanne knusprig braten, immer mal wenden. Herausnehmen. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Ein paar der Kürbiskerne hacken, den Rest ganz lassen. Öl in die Pfanne geben und Knoblauch sowie Kürbiskerne anrösten. Agavendicksaft zufügen und nochmal rühren, so dass alles karamellisiert. Brotwürfel dazu geben und unterheben.

Deckel des Schnellkochtopfs öffnen, Gemüse etwas abdampfen lassen. Kartoffel und Knoblauch schälen, Karotten im Ganzen in einen Standmixer geben. Ingwer, Gewürze, Mandelmus und Gemüsebrühe zufügen und alles zusammen gut pürieren. Alternativ in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab pürieren.

Die Suppe in Teller verteilen und mit den Croûtons bestreut servieren.
=====

Den Rest haben wir eingefroren. So hat man immer eine schnelle Suppe. Während sie auftaut, kann man dann frische Croûtons machen.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Weihnachtliche Pralinen

Ich freue mich sehr, dass ich dieses Jahr ein Türchen im Kulinarischen Adventskalender des Kochtopfs befüllen darf. Bereits zum 10. Mal veranstaltet Zorra diese Aktion und mir geht es wie so vielen: Ich freue mich jeden einzelnen Tag auf die liebevoll gefüllten Türchen, die sich dahinter verbergen.

Tolle Rezepte, süßes und herzhafte Gerichte, interessante Geschichten und viele spannende Einblicke hinter die Kulissen von 25 verschiedenen Foodblogs laden ein, erkundet zu werden. Auch dieses Jahr gibt es wieder viele tolle Preise zu gewinnen!

Kulinarischer Adventskalender 2014 - Türchen 18Verfolgt die Türchen des Adventskalenders, die von insgesamt 25 Bloggern befüllt wurden, und wartet auf Zorras Fragen. Die Beantwortung ist ganz leicht, wenn man die Beiträge der einzelnen Tagen aufmerksam gelesen hat. Nun nur noch mitmachen und auf das Losglück hoffen! :-)

Es ist beeindruckend, welche Preise Zorras Kooperationpartner Kenwood, Braun, De'Longhi, AEG, Bosch, JURA, kalifornische Walnüsse, KAHLA, Kuhn Rikon, La Chinata, Schweizer Käse, Dumont Verlag, Südwest Verlag und André Lorenz Medien für die Leser zur Verfügung gestellt haben.

Die Fragen für die letzte Verlosung gibt es traditionell am 24. Dezember. Von da an habt ihr bis zum 6. Januar 2015 Zeit zur Beantwortung.

Vielen Dank, liebe Zorra für die zeitaufwändige aber wunderbare Organisation dieser Institution in der Foodbloggerwelt!

Weihnachtliche PralinenIch gehöre ja zu den Menschen, die nicht so gerne kochen, dafür umso lieber backen und Süßes zubereiten. In meiner Jugend hatte ich den festen Vorsatz, Pâtissière zu werden. Eine klassische Konditorenlehre hatte ich mir vorgestellt und zur Vertiefung ein Aufenthalt in einer französischen Confiserie. Danach wäre ich Spezialistin für Torten, Kuchen, Pralinés, Petit Fours, Macarons, Speiseeis und was es sonst noch gibt in der großen Welt der Pâtisserie. Und ich würde ein Café eröffnen. So der Plan.

Abschreckend war nur der Gedanke, dass man früh aufstehen muss (typisch für Bäckereien, da hatte ich wohl was verwechselt) und ich hatte Angst, dass ich nicht genug in der Welt herumkommen würde. Also habe ich etwas anderes gemacht. Wenn ich damals schon gewusst hätte, dass man als deutscher Konditor leitende Positionen in Luxushotels oder -schiffen auf der ganzen Welt bekleiden kann, wäre ich wohl doch Konditorin geworden...

So ist es ein Hobby geblieben und speziell für Zorra und die Leser des Kulinarischen Adventkalenders habe ich mich mal wieder komplett mit Schokolade eingesaut und vier Sorten weihnachtliche Pralinen gezaubert!

Dienstag, 16. Dezember 2014

Weißer Gewürz-Tee

Im Handel finden sich ja eine Menge vorgemischte Teemischungen, in verschiedensten Qualitäten. Oft sind sie in farbenfrohen, exotisch anmutenden Verpackungen und haben klangvolle Namens.

Ich lese mir immer gerne die Zutatenliste durch und stocke spätestens, sobald das Wort Aroma auftaucht. Der Preis schreckt mich auch oft ab; für etwas Tee ungewisser Herkunft vermischt mit Aroma und Farbstoffen so viel Geld ausgeben? Da mische ich mir meine Teemischungen doch lieber selber!

Weißer Gewürz-Tee
An kalten regnerischen Tagen wie heute tun Gewürze gut und so habe ich mal wieder mit Zimt und Kardamom gespielt. Da mir das zu langweilig war, kamen Chili, Ingwer und Koriander dazu.

Zutaten Weißer Gewürz-Tee

Die Mischung ist kräftig und selbst ich etwas nachgesüßt, obwohl ich sonst meinen Tee ungesüßt trinke.

Die selbsgemachte Teemischung hat mir sehr gut geschmeckt. Durchaus aromatisch und mal was anderes. Probiert's mal aus!


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Weißer Gewürz-Tee
Kategorien: Getränke, Warm, Tee, Gewürze, Winter
Menge: 1 Liter

Zutaten

1Ltr.Wasser
1-2Teel.Weißer Tee
2-3ScheibenIngwer
2Kardamomkapseln
EinigeKorianderkörner
1Messersp.Zimt oder etwas Zimtstange
1Chilischote; getrocknet
Agavensirup, Honig, Zucker, o.ä.

Quelle

improvisiert
Erfasst *RK* 16.12.2014 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Wasser zum Kochen bringen.

Kardamom, Koriander und Chili zusammen mörsern. Wer statt Zimtpulver einen Teil einer Zimtstange verwendet, diese ebenfalls mörsern.

Tee, Ingwer und Gewürze in eine Teekanne geben. Mit sprudelndem Wasser übergießen, abdecken und ca. 4 Minuten ziehen lassen.

Durch ein Sieb in eine Teetasse oder ein Teeglas gießen und süßen.
=====

Samstag, 13. Dezember 2014

Chinesischer Spargelsalat - wosun

Eines meiner chinesischen Lieblingsgemüse ist 莴笋 (Pinyin: wōsŭn), von dem ich mir nicht ganz sicher bin, wie es auf deutsch oder botanisch heißt. China-Lattich, Lactuca angustana meint mein altes Lexikon, auf Englisch wird es oft als Celtuce bezeichnet.

Als Samentütchen kann man es als Spargelsalat oder chinesische Keule kaufen und dieses Jahr wuchsen einige Pflanzen in meinen Hochbeeten. Leider hatte ich eine Sorte erwischt, die nicht ganz so dicke Stängel produziert und die Blätter mag ich nicht so.

Chinesischer Spargelsalat (Wosun) - Anbau, Ernte und Zubereitung

Aber was soll's, für ein gutes Essen hat es gereicht und bei einem Gartenrundgang gestern ist mir aufgefallen, dass das Gemüse sogar frosthart ist. Ein Rest steht nämlich noch aufrecht und knackig im Beet!

Zubereitung Chinesischer Spargelsalat (Wosun)

Zubereitet habe ich die Stangen und ein wenig des Grüns ganz einfach standardmäßig chinesisch, mit etwas Knoblauch, Ingwer und Sojasauce unter Rühren gebraten.

Chinesischer Spargelsalat aus dem Wok (Wosun)

Ich hätte mich reinlegen können, so einfach, so unkompliziert, so knackig, so zart, so grün, so lecker! :-)

Chinesischer Spargelsalat aus dem Wok (Wosun)

Nächstes Jahr werde ich mehr davon anbauen; wenn's geht die Sorte mit den dickeren Stängeln.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Chinesischer Spargelsalat (Wosun)
Kategorien: Gemüse, Wosun, Wok, China
Menge: 1 Gericht

Zutaten

4-5StangenChinesischer Spargelsalat (Wosun); ca.
2-3Knoblauchzehen; gehackt
1Teel.Ingwer; gehackt
2Essl.Erdnussöl
1-2Essl.Helle Sojasauce; ca.
EtwasGemüsebrühe
EtwasChili; wer mag
EtwasSalz; wer mag
1SpritzerSesamöl; wer mag

Quelle

Standardrezept
Erfasst *RK* 03.11.2014 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Das Gemüse waschen und welke Blätter entfernen. Den Großteil der grünen Blätter anderweitig verwenden, ein paar für dieses Gericht in Streifen schneiden und bereit stellen. Die Stängel schälen und schräge in dünne Scheiben schneiden.

Erdnussöl im Wok oder einer hohen Pfanne erhitzen, Knoblauch, Ingwer und die Scheiben des Spargelsalats hineingeben und unter Rühren braten. Die Scheiben sollten etwas garen, aber noch Biss behalten. Die streifig geschnittenen Blätter unterheben und nochmal unter Rühren aufkochen lassen. Sojasauce und Brühe zufügen und kurz köcheln lassen. Mit Chili, Salz und Sesamöl würzen.

Zusammen mit Reis (oder zur Abwechslung auch mit Hirse oder Hirse und rote Linsen gemischt) und möglichst ein paar anderen chinesischen Gerichten servieren.
=====

Statt Reis hatte ich Appetit auf Hirse, die ich mit etwas roten Linsen zusammen habe quellen lassen. Dazu gab's ein weiteres Gericht, bei dem ich bunt und würflig Gemüse und Pilze zusammen gepackt und mit Sauce nicht gespart hatte.

Das Essen ist schon ein Weilchen her, da schien noch die herbstliche Sonne und man konnte draußen essen.

Das Mischgemüse-Pilz-Gericht war ziemlich rot durch Stiele von roter Bete, die ich auch frisch vom Beet hatte. Leider habe ich nicht aufgeschrieben, wie ich es zubereitet hatte... ;-)

Chinesischer Spargelsalat: Garten- und Zubereitungstipps


Es handelt sich beim chinesischen Spargelsalat um ein Stängelgemüse, von dem sich die überirdisch wachsenden grünen Teile essen lassen.

Ich habe die Samen im Frühjahr vorgezogen und dann die kleinen Pflänzlinge in Hochbeete verpflanzt. Es dauerte ca. 5 Monate, bis sie so weit waren, dass ich sie ernten konnte. Zwischendurch wurden die Blätter von kleinen Mückchen malträtiert, das gab sich aber mit der Zeit.

Die grünen Blätter kann man wie Salat verwenden und auch kochen. Man kann sie ständig ernten, so lange man den Strunk nicht verletzt und dieser weiter wachsen kann. Den Stängel erntet man, sobald er eine gewisse Dicke hat oder man Appetit darauf bekommt. Er wird geschält und dann roh gegessen, gedünstet oder gekocht. Die Stangen halten sich auch ein paar Tage im Kühlschrank.

Dieses schnell gewokte Gemüse kommt ganz ohne tierische Zutaten aus und ist von Natur aus vegan. Daher ein Beitrag für den gestrigen Tierfreitag.
tierfreitag