Dienstag, 9. Juni 2026

Spargelsalat mit Schinken und Ei

Die Spargelsaison dauert noch an; bei uns zumindest bekommt man gute lokale Ware und ich habe schon einige Lieblingsrezepte mit Spargel zubereitet. Von der letzten Portion blieb einiges übrig. In Stücke geschnitten warteten die Gemüsereste auf ihre Verarbeitung. 

Beim Überlegen, was ich damit zaubern möchte, kam mir ein Rezept aus dem Buch Österreich express in den Sinn, das mir bereits beim ersten Durchlesen ins Auge gefallen war. 

Spargelsalat mit Schinken und Ei
Katharina Seiser schildert darin so sympathisch, wie sie früher als Studentin in Salzburg oft einen Spargelsalat mit Schinken und Ei in einem kleinen Feinkostgeschäft gekauft hat. "Schaut nicht viel gleich, schmeckt aber köstlich". 

Ich finde, der Spargelsalat sieht frühlingshaft-elegant aus. Ob er auch köstlich schmeckt, wollte ich ausprobieren.

Wie so oft, musste ich doch ein wenig improvisieren. 

Zubereitung Spargelsalat mit Schinken und Ei


Der gekochte Schinken, den ich eingeplant hatte, war aus dem Kühlschrank verschwunden, als ich Zeit für meine Mittagspause fand. Zum Glück waren noch zwei Scheiben Serranoschinken da, die meiner Meinung nach sehr gut gepasst haben. Statt Kresse habe ich frische Kräuter aus dem Garten geholt.  

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Spargelsalat mit Schinken und Ei
Kategorien: Salat, Kalt, Spargel
Menge: 1 Person zum Mittagessen

Zutaten

1-2  Eier (alternativ hartgekochte Eier)
250Gramm Weißer Spargel, gekocht (vom Vortag); ca.
2Scheiben Luftgetrockneter Schinken oder Milder
   -- Beinschinken
20Gramm Mayonnaise
40Gramm Griechisches Joghurt
1Teel. Estragonsenf
1-2Essl. Sud aus einem Essiggurkenglas
   Salz, Pfeffer (ideal: weißer)
1Essl. Kräuter, z.B. Kresse, grobe Petersilie,
   -- Pimpinelle, Estragon, gerne gemischt

Quelle

 nach Katharina Seiser: Österreich express; etwas
 abgewandelt
 Erfasst *RK* 03.06.2026 von
 Barbara Furthmüller

Zubereitung

Als erstes die Eier in 8-10 Minuten hart kochen. Das geht entweder wie üblich im kleinen Topf mit kochendem Wasser, vorher einstechen. Alternativ kann man den Airfryer verwenden und gibt die Eier bei 180°C für 10 Minuten in den Korb (einstechen nicht nötig).

Währenddessen den gekochten Spargel in 4-5 cm lange Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Den Schinken in 1 cm breite Streifen schneiden. Aus Mayonnaise, Joghurt und Senf eine Creme rühren, diese mit dem Essigwasser verdünnen, würzen, gut verrühren und abschmecken. Je nach Salzgehalt des Schinkens mehr oder weniger Salz verwenden. Die Spargel und das Dressing vermengen, die Schinkenstreifen sowie den Großteil der Kräuter zufügen und vorsichtig unterheben.

Die Eier abschrecken, etwas abkühlen lassen und schälen. Halbieren und vierteln (bei großen Eiern ggf. sechsteln). Die Eier auf dem Teller verteilen. Den Spargel-Schinken-Salat darüber verteilen. Den Rest der Kräuter darüber streuen und servieren.

Wer mag, serviert eine Scheibe Weißbrot oder ein Bauernbrot dazu.

Tipp der Autorin: Ohne Eier und Kräuter hält der Salat im Kühlschrank 2-3 Tage.

=====

Und ja, der Spargelsalat ist köstlich! Das Mayo-Joghurt-Dressing mit dem Gurkenwasser ist eine Wucht, das passt einfach perfekt. - Dieser Spargelsalat kommt ins feste Repertoire. 

Überhaupt finde ich das Buch lesens- und nachkochenswert. 2023 erschienen und mir netterweise vom Verlag als pdf zur Verfügung gestellt, hatte ich schon beim ersten Durchblättern Lust, sofort in die Küche zu gehen. So viele aus Österreich vertraute Gerichte springen einen regelrecht an. In dem Buch geht es um österreichische Klassiker und Lieblingsrezepte, die alltagstauglich sind und - daher das "express" - meist in etwa einer halben Stunde auf dem Tisch stehen. 

Österreich express / Foto: Brandstätter Verlag
Katharina Seiser, die unter den Foodbloggern keine Fremde ist und die ich auch schon persönlich getroffen habe (siehe hier), beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit gutem Essen, Zutatenqualität und schafft es so unvergleichlich präzise, ihre Rezepte zu formulieren. Das begeistert mich jedes Mal und auch in diesem Buch ist das so. Als Österreicherin bringt sie ihre Erfahrung und Liebe zur heimischen Küche ein.  Das Ergebnis ist eine Sammlung von Rezepten, die vertraut wirken, so wie dieses Rezept des Salzburger Feinkostladens. Ein bisschen wie Essen bei österreichischen Großmüttern oder in einer einfachen Pension, die aber gleichzeitig einen modernen Twist bekommen haben und die gut umsetzbar sind, was mir wichtig ist. 

Die Rezepte sind wie immer bei Katharina so aufbereitet, dass auch weniger erfahrene Köchinnen und Köche gut damit zurechtkommen. Gut gefällt mir, dass auch genügend Spielraum bleibt, um eigene Varianten auszuprobieren. Die Mischung im Buch ist breit - von einfachen kalten Jausengerichten über wame Imbisse, Klassiker wie Grenadiermarsch oder Paprikahendl bis hin zu Mehlspeisen - also genau das, was man in Österreich gerne ist und was man im Alltag mit wenig Zeit nachkochen möchte. 

Fazit: Ein richtig schönes Kochbuch für alle, die österreichische Küche mögen und dabei Wert auf gute Zutaten, klare Rezepte und Alltagstauglichkeit legen. Bei mir hat es definitiv Lust aufs Nachkochen geweckt. Ich weiß gar nicht, warum es so lange gedauert hat, bis ich das erste Rezept daraus ausprobiert habe. Wahrscheinlich geht so ein pdf doch eher unter als ein richtiges Buch, das im Regal steht.

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