Heute bin ich wieder bei der Aktion Leckeres für jeden Tag dabei. Dabei trifft sich eine Runde von Bloggern einmal im Monat virtuell und kocht zu einem bestimmten Thema. Diesmal geht's um Kürbis - saisonal auf den Punkt! Ich freue mich auf viele Rezepte, die heute zeitgleich online gehen. Die Links findet Ihr unten.
Kürbis mag ich sehr und habe auch schon einige Rezepte auf dem Blog. Im Garten hatte ich dieses Jahr kein Glück damit, aber man kann ja welchen kaufen. So lachte mich kürzlich ein Spaghettikürbis an, den man unterschiedlich zubereiten kann. In der westlichen Küche wird er meist gebacken und dann als Low-Carb-Alternative mit einer kräftigen Bolognese oder ähnlichem serviert.
In Japan bereitet man ihn traditionell ebenfalls zu, aber anders: Vor allem im Sommer ist er als kalte, erfrischende Beilage beliebt. Auch wenn es langsam Herbst wird, habe ich ein Rezept ausprobiert, das die Kürbisfäden mit einem aromatischen, mit Bonitoflocken verfeinerten Reisessig-Dressing kombiniert.
Und wie oft in Japan, dieses Gericht brings eine geballte Ladung Umami auf den Teller. Das Geheimnis liegt im sog. Tosazu-Dressing. Tosa ist eine historische Region in Japan (heute Präfektur Kōchi, im Süden der Insel Shikoku), die weltberühmt für den Bonitofischfang ist. Wann immer ihr also über ein Gericht stolpert, das 'Tosa' im Namen trägt, spielen getrocknete Bonitoflocken (Katsuobushi) eine Hauptrolle.
Für das Dressing wird milder Reisessig mit etwas süßem Mirin und Sojasauce aufgekocht. Die Bonitoflocken dürfen darin ziehen und geben ihr tiefes, rauchig-würziges Aroma ab, bevor sie abgesiebt werden.
Ich habe das klassische Rezept ein wenig an meinen Geschmack angepasst, auch weil ich keine fertige Dashi hatte. Hier meine Vorgehensweise:
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Spaghettikürbis in Tosazu-Dressing |
| Kategorien: | Gemüse, Kalt, Kürbis, Salat, Japan |
| Menge: | 1-2 Portionen |
Zutaten
| GEMÜSE | |||
| 2 | Scheiben | Spaghettikürbis; je ca. 3 cm dick | |
| 1 | TL | Ingwer | |
| 1 | Stück | Frühlingszwiebel | |
| TOSAZU-DRESSING | |||
| 2 | TL | Reisessig | |
| 1 | EL | Mirin (süßer Reiswein) | |
| 1 | TL | Japanische Sojasauce (möglichst hell) | |
| 1/2 | TL | Ponzu | |
| 1-2 | Shiitake-Pilze; getrocknet | ||
| 1 | EL | Katsuobushi (getrocknete Bonitoflocken) | |
| 1 | TL | Algen; getrocknet | |
| 2-3 | EL | Heißes Wasser |
Quelle
| verschiedene Quellen (Internet und Zettelwirtschaft) |
| Erfasst *RK* 02.10.2026 von | |
| Barbara Furthmüller |
Zubereitung
Einen großen Topf mit Wasser erhitzen.
Für das Dressing Reisessig, Mirin, Sojasauce, Ponzu und das heiße Wasser in einem kleinen Topf miteinander vermischen und erhitzen, bis die Mischung kocht. Den Topf vom Herd nehmen. Die Bonitoflocken, Algen und getrockneten Shiitake-Pilze in die noch heiße Essigmischung geben, abdecken und ziehen lassen. Anschließend vollständig abkühlen lassen.
Vom Spaghettikürbis zwei ca. 3 cm dicke Scheiben abschneiden und die Kerne aus der Mitte entfernen. Die Frühlingszwiebel schräg in feine Scheiben schneiden (dabei das obere Grüne separat als Deko zurückbehalten). Den Ingwer schälen und in dünne Stifte schneiden.
Die Kürbisscheiben in dem Topf mit kochendem Wasser ca. 12 bis 15 Minuten garen, bis das Fruchtfleisch weich ist und bei Berührung leicht zerfällt. Die Ingwerstifte und die hellen Frühlingszwiebelscheiben für die letzten 2 bis 3 Minuten mit in den Topf geben.
Die Kürbisscheiben aus dem kochenden Wasser nehmen und sofort in sehr kaltem Wasser oder Eiswasser abschrecken, damit der Garprozess gestoppt wird. Den Ingwer und die Frühlingszwiebeln durch ein Sieb abgießen und beiseitelegen.
Das Fruchtfleisch der Kürbisscheiben vorsichtig mit den Händen aus der äußeren Schale lösen und in Fäden zerteilen. Die Schale entsorgen. In einem Sieb sehr gründlich abtropfen lassen und das restliche Wasser gut auspressen.
Die Kürbisfäden in eine Schüssel geben. Das abgekühlte Tosazu-Dressing durch ein feines Sieb gießen und zum Kürbis geben (die festen Rückstände im Sieb kann man naschen). Ingwer und helle Frühlingszwiebeln ebenfalls zufügen und alles gut miteinander vermengen.
Den marinierten Spaghettikürbis in einem kleinen Schälchen anrichten und zum Servieren mit dem beiseitegelegten Frühlingszwiebelgrün garnieren.
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Mir hat der kühle Spaghettikürbis sehr gut geschmeckt. Schön leicht und wunderbar aromatisch - umami. Klasse, das gibt's jetzt öfters.
Und hier wie versprochen die Links zu den heutigen Kürbisrezepten:
Jetzt kann der Herbst kommen - zumindest für die Kürbiszeit sind wir gerüstet!




Liebe Barbara, Spaghettikürbis ist ohnehin eine spannende Kürbissorte, aber deine japanisch angehauchte Variante macht mich besonders neugierig! 🧡 Ich mag solche Rezepte, die vertraute Herbstzutaten mit neuen Geschmacksideen verbinden.
AntwortenLöschenHallo Caroline,
Löschenfreut mich, dass Dir das Rezept gefällt - ich war auch neugierig, und dann begeistert, wie gut es schmeckt.
Liebe Grüße
Barbara
Liebe Barbara, Wie genial ist das denn bitte?! Spaghettikürbis mal ganz anders und fernab der üblichen Bolognese-Variante. Das Tosazu-Dressing mit den Bonitoflocken bringt eine fantastische Umami-Note hinein, die perfekt zum herberen Kürbis passt. Wird auf jeden Fall ausprobiert! Herzliche Grüße Daniela
AntwortenLöschenHallo Daniela,
Löschenich bin ja immer für so etwas spezielle Sachen zu haben - und da ich noch Bonitoflocken hatte, bot sich das an.
Liebe Grüße
Barbara
Liebe Barbara, dein Rezept "tanzt" aus der Reihe und macht mich sehr neugierig. Da muss ich wohl bald zum "Asia-Laden". Schönen Sonntag, Regina
AntwortenLöschenHallo Regina,
Löschenich tanze ja oft aus der Reihe... und fühle mich da ganz wohl. Ehrlich gesagt finde ich, dass wir mit dieser Kürbisaktion eine enorme Bandbreite zeigen konnten - dass Kürbis so vielseitig ist, wusste ich nicht!
Danke, Dir auch einen schönen Sonntag!
Liebe Grüße
Barbara
Ich muss gestehen, dass Spaghettikürbis nicht gerade mein Liebling ist - ich mag die Konsistenz nicht so und finde ich an sich recht ... neutral. Womöglich sollte ich ihm mit deinem tollen Dressing nochmal eine Chance geben :-).
AntwortenLöschenIch glaube, wenn man nicht weiß, dass da Spaghettikürbis dahintersteckt - dann errät man das kaum. Die Konsistenz wird durch die Kälte nochmal anders.
LöschenLiebe Barbara, das Rezept macht mich neugierig. Ich überlege gerade schon, ob ich dieses Jahr auf unserem Markt schon irgendwo Spaghettikürbis gesehen habe und ob ich den auf dem Montagsmarkt kaufen gehe. Allein schon, weil mir das japanische Dressing so gut gefällt.
AntwortenLöschenHerzlichen Dank für die tolle Anregung.
Simone
Hallo Simone,
Löschenja, ich war auch neugierig - so was probiere ich dann immer gerne aus.
Bei uns gab's Spaghettikürbis. Früher bekam ich den nur in Frankreich oder Japan (Sämereien), inzwischen scheinen unsere heimischen Bauern ganz begeistert davon zu sein.
Liebe Grüße
Barbara
Ein sehr spannendes Rezept! Wunderbar! Liebste Grüße von Martina
AntwortenLöschenHallo Martina,
Löschendanke. Spannend ist immer gut. :-)
Liebe Grüße
Barbara
Liebe Barbara, das ist ja mal etwas ganz anderes. Finde ich total spannend, zumal ich Spaghetti-Kürbis auch noch nicht oft zubereitet habe. Danke für die tolle Idee!
AntwortenLöschenHerzliche Grüße, Tina
Hallo Tina,
LöschenSpaghettikürbis ist glaube ich auch eher einer, den man nicht so oft macht - Hokkaido ist bei den meisten der absolute Liebling. Ich mag den Spaghettikürbis gerne, der schmeckt nochmal etwas anders, weniger mehlig-kürbissig, eher ein wenig neutraler-frischer, so in die Zucchini-Richtung.
Liebe Grüße
Barbara
Ich finde es ja immer wieder spannend bei unserer Foodblogparty was für tolle Rezepte bei unseren Themen rauskommen. Vielen Dank für dein tolles Rezept, dass klingt sehr interessant und lecker.
AntwortenLöschenHallo Britta,
Löschenich bin diesmal auch platt - diese Vielfalt, wie wenn wir uns abgesprochen hätten. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, verschiedenste Kürbissorten, süß, herzhaft, usw. - die ganze Bandbreite!
Liebe Grüße
Barbara
Ich oute mich dann auch mal als Spaghetti-Kürbis-Neuling (und als Japanische-Küche-Neuling gleich noch dazu). Aber das klingt wirklich seeehr lecker und nach viel Umami!
AntwortenLöschenHallo Gabi,
Löschender Kürbis schmeckt relativ neutral, der verträgt so eine geniale Sauce. :-)
Liebe Grüße
Barbara
Das liest sich spannend. Wird das durch die Fischflocken nicht auch etwas fischig? Oder "verläuft" sich das durch die anderen Umami-Komponenten? Ich würde auf jeden Fall mal ein kleines Schüsselchen zum Probieren nehmen. :-)
AntwortenLöschenViele Grüße Sylvia
Hallo Sylvia,
Löschennein, die Bonitoflocken schmecken nicht hervor; die ergänzen sich mit den anderen Zutaten ideal. Da kommt eher so eine getrocknete/rauchige Komponente und dieses herzhafte Umami rüber; den Fisch schmecke ich nicht raus.
Liebe Grüße
Barbara
Ohhhh, das klingt auch nach einem Rezept genau nach meinem Geschmack. Spaghettikürbis zählt auch zu meinen Lieblingen.
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