Sonntag, 31. Dezember 2023

Jahresrückblick: Foodblogbilanz 2023

Das Jahr neigt sich dem Ende zu; es wird Zeit für den traditionellen kulinarischen Foodblogger-Jahresrückblick!

Seit 2014 bin ich dabei und nehme mir Zeit, das Jahr kulinarisch und blogtechnisch Revue passieren zu lassen. Die vergangenen Foodblogbilanzen verlinke ich weiter unten. Das Blog-Event stammt ursprünglich von Sabine von Schmeckt nach mehr; sie hatte sich die Fragen vor 10 Jahren ausgedacht. Seit einigen Jahren organisieren Steffen und Sabrina von Feed me up before you go-go die Aktion - und viele Blogger machen mit. Danke dafür!

Mein Jahr 2023 war ziemlich herausfordernd, in vielerlei Bereichen, und überschattet von Todesfällen im Freundeskreis. Mir fehlte oft die Zeit und Energie, meine beiden Blogs mit Leben zu füllen. Dennoch konnte ich mich nicht dazu entschließen, sie ganz einschlafen zu lassen; dazu mag ich es zu gerne, selbst in alten Artikeln zu wühlen, Rezepte wieder zu entdecken und mich mit anderen Foodbloggern auszutauschen. 

1. Was war 2023 dein erfolgreichster Blogartikel?

Auch dieses Jahr ist es so, dass ältere Artikel gerne geklickt werden. Auf der linken Seitenleiste lasse ich immer Artikel anzeigen, die aktuell am beliebtesten sind. Dort führt mein veganisierter Apfelrotkohl nach Johann Lafer aus dem Jahr 2015.  

Ingwer-Zitrus-Drink für den Vorrat

Der erfolgreichste Artikel aus 2023 ist der Ingwer-Zitrus-Drink für den Vorrat vom Januar. Davon habe ich letzte Woche erst wieder eine Portion gemacht und eingefroren. Auch wenn das eher ein Tipp und weniger ein Rezept ist: Schön, dass andere das auch so sehen und der Blogbeitrag so oft aufgerufen wird.

Donnerstag, 28. Dezember 2023

Kleine Neujahrsbrezeln

Ja, ich weiß - zum einen ist noch nicht Neujahr, zum zweiten müssen Neujahrsbrezeln so groß wie möglich sein. Die Größe war früher ein Zeichen von Wertschätzung, außerdem sollte das Gebäck im Neuen Jahr Glück bringen - kein kleines sondern großes.

Als ich Kind war, wurde eine große Brezel beim Bäcker vorbestellt und an Silvester abgeholt. Ich habe diese hübsch geflochtenen weißen Gebildebrote, die es am Neujahrsmorgen zum Frühstück gab, als recht trocken in Erinnerung. Hefeteig schmeckt am besten frisch, und daher backen wir sie besser selbst! 

Kleine Neujahrsbrezel

Da ich keine 20 Leute verköstigen möchte, reicht mir ein kleines Rezept und eine kleine Brezel. Ich habe zwei gebacken und eine verschenkt. Und - wer mich kennt weiß das... - ich hab's zum letzten Jahreswechsel natürlich nicht geschafft, sie an Silvester oder früh morgens an Neujahr zu backen, sondern erst am Dreikönigstag. Das ist auch okay: Die Brezeln wurden früher nicht nur am Neujahrstag gegessen, sondern waren als Geschenk für das beginnende Jahr beliebt; es gab sie als Glücksbringer durchaus auch ein paar Tage später. Trotzdem veröffentliche ich das Rezept jetzt, dann könnt Ihr es in Ruhe backen, wann immer Ihr wollt.

Kleine Neujahrsbrezeln - Zubereitung Hefeteig

Basis der Neujahrsbrezeln ist ein süßer Hefeteig. Hier kann man frische Hefe verwenden oder so wie ich diesmal auch Trockenhefe. Beide Versionen stehen im Rezept.

Samstag, 23. Dezember 2023

Biscotti al Limone (Italienische Zitronenplätzchen)

Jetzt wird's Zeit, mein Rezept der Aktion Koch mein Rezept vorzustellen. Diesmal hat das Los für mich Vive la réduction! gezogen. Auch ein Blog, das ich zu selten aber sehr gerne lese.  

Manuela bloggt seit 15 Jahren nicht nur verschiedenste Rezepte, sondern auch über andere Themen. Da gibt's Berichte über das Bauen (damit ist sie gestartet), den Garten, allgemeine Beobachtungen und Gedanken, Rezepte, Bücher sowie Reisen mit vielen Fotos. Also eine Art Tagebuchbloggen, wie ich das ja auch mache und wie ich das mag. Die Themen und Rezepte aus dem Archiv findet man einfach über Kalendermonate oder Schlagwörter sowie über einen Rezeptindex. Auch hier wieder klar, es ist ein Blog und kein Journal. 

Biscotti al Limone (Italienische Zitronenplätzchen)

Bei Manuela kann man nicht nur urlaubsmäßig, sondern auch rezepttechnisch um die ganze Welt reisen. Sie probiert vieles aus und schreibt darüber - egal ob mediterran, asiatisch, nordafrikanisch. Alles ist leicht zu finden im Index. Aufgefallen sind mir traumhaft schöne Pastakreationen, von denen ich eigentlich eine ausprobieren wollte. Neben Grundrezepten gibt's Pastagebastel, z.B. mit Sepia oder Petersilie eingefärbten Teig, aus dem interessante Muster entstehen.

Samstag, 30. September 2023

Süßkartoffel-Shakshuka mit Srirachabutter und gepickelten Zwiebeln

Es ist Ende September und damit höchste Zeit für eine neue Runde der Aktion Koch mein Rezept, die Volker regelmäßig ausrichtet. Jedes Quartal bekommt man einen Tauschblog zugelost, kocht ein Rezept daraus und schreibt darüber. 

Diesmal wurde mir mit dem Nimmersatt Blog ein relativ neues Blog zugelost: Ole hat seinen Foodblog 2021 gestartet, also zu einer Zeit, als mehr und mehr Blogs sich zum Journal wandelten oder neue Foodbegeisterte gleich nur auf Social Media Plattformen gestartet sind. Mit seiner Art zu bloggen und mit seinem Elan hat er die Foodblogger-Szene aufgeweckt, aufgemischt. Er war schnell mit anderen vernetzt und auf eine sympathische Art sofort mittendrin. Warum? Ich habe etwas geforscht und dann gefunden, warum Ole mir bekannt vorkam: Nimmersatt ist nicht sein erstes Blog! 

Süßkartoffel-Shakshuka mit Sriracha-Butter und gepickelten roten Zwiebeln
Seit 2004 gab's die Nachrichten aus Absurdistan auf Blogspot - Ole ist also eigentlich ein alter Hase unter den Bloggern! Und als Untertitel steht da 'Eine experimentelle Spielwiese' - der Ansatz ist also ähnlich gewählt wie bei mir, wobei ich schnell bei Food gelandet bin, während Ole ein buntes Sammelsurium an Beiträgen zusammen getragen hat. Beim Stöbern hat man damals schon herauslesen können, dass da ein Profi am Werk ist. Als Journalist schafft er es, den "kreativen Unsinn" in wunderbare Sätze zu verpacken, an denen man sich nicht sattlesen kann. Auch heute steht da als Untertitel  'Kochen, reisen, Leben und anderer Unfug'. Kulinarischer Geschichtenerzähler wird Ole heute auch genannt, und das ist sicherlich ein Erfolgsrezept, warum so viele so gerne bei ihm vorbeischauen.

Freitag, 22. September 2023

Campari Amalfi (Amalfi Spritz)

Geht's Euch auch so?! Ich komme gerade zu nichts... Die Zeit vergeht, Job und Privatleben kosten viel Zeit und Energie, für Hobbies bleibt wenig, für Faulenzen zum Glück ein wenig mehr.
Meist bin ich abends froh, wenn ich keinen Bildschirm mehr sehen muss, daher setzt sich der Trend der letzten Jahre fort: Ich bereite mehr zu, als ich verbloggen kann. Das ist schade, weil leckere Sachen dabei sind, die ich nicht vergessen möchte - und die ich gnadenlos vergesse, wenn sie nicht auf dem Blog landen! ;-)

Da ich vor kurzem einen leicht bitteren Aperitif suchte und Lust auf Grapefruit hatte, fiel mir auf, dass dieser geniale Sommerdrink noch nicht auf dem Blog zu finden ist.

Campari Amalfi

Der Campari Amalfi ist nichts, was ich erfunden habe, sondern ein moderner Klassiker, den man seit vielen Jahren kennt.

Freitag, 8. September 2023

Zucchini-Brombeer-Kuchen

Schnell vor dem Wochenende stelle ich noch ein Rezept online, das ich letzten Sonntag gebacken habe. 

Lieber Besuch hatte sich angekündigt und ich wollte auf die Schnelle einen Kuchen backen. Ohne großen Plan bin ich durch den Garten marschiert und meine Augen blieben bei den Zucchinipflanzen hängen, die nach einer Pause wieder schöne grüne Zucchini produzieren. Auf dem Weg habe ich ein paar Brombeeren genascht.

Zucchini-Brombeer-Kuchen

Mir fiel ein, dass ich vor Ewigkeiten mal ein Rezept gesehen hatte, das beide Gartenschätze vereinte und habe gewühlt. Aus den verschiedenen Rezepten habe ich dann doch wieder mein eigenes gemacht, wie das immer so ist...

Statt Mandeln habe ich viele Walnüsse, wenig Haselnüsse und einige Mandeln gemischt verwendet. Das zusammen gemahlen war eine gute Kombination.

Zubereitung Zucchini-Brombeer-Kuchen
Statt weißem Zucker habe ich weißen und braunen vermischt und ein paar Gewürze dazu gegeben.

Freitag, 1. September 2023

Salbei-Likör (Elixir of sage)

Der echte Salbei ist eine der ältesten europäischen Heilpflanzen. Lateinisch 'salvare' steht für 'heilen', alternativ 'salvus' für 'gesund'. Bei uns blüht er von Juni bis Juli, und die Blätter erntet man am besten zwischen Mai und August. Sie sind grau-grünlich und zurzeit eine Modefarbe: Von Kleidung, Lidschatten und Küchenfronten bis hin zu Autos sieht man salbeigrün.

In der Naturheilkunde verwendet man Salbei schon seit langem bei Erkältungen, für den Hals und die Stimme oder auch bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Gut bekannt ist Salbeitee, wofür man frische oder getrocknete Blätter mit kochendem Wasser aufgießt und schluckweise trinkt oder auch nur damit gurgelt und wieder ausspuckt. Man sollte Salbeitee allerdings - wie die meisten Hausmittel - nicht über längere Zeit anwenden.

Salbei-Likör (Elixir of sage)

Ich habe einen alten Strauch im Garten, den Klassiker Salvia officinalis, der auch in unseren Breiten winterhart ist. Mein Vater hat ihn mir einmal als Ableger geschenkt; daher erinnert mich der Strauch an ihn. Ich nutze die Pflanze gerne, daher gibt es viele Rezepte mit Salbei auf dem Blog.

Viel Sonne und ein relativ magerer Boden, so fühlt sich Salbei wohl. Vorletztes Jahr haben wir die kleine Samenkörner, die sich nach der Blüte entwickeln, gesammelt und in einen Topf mit Erde gegeben. Das hat erstaunlich gut geklappt, wir haben nun an anderer Stelle auch Salbei. Sonst kann man Salbei gut über Stecklinge vermehren.