Samstag, 30. Juni 2007

documenta

Die documenta 12 findet vom 16. Juni bis zum 23. September 2007 in Kassel statt. An mehreren Ausstellungsorten werden über 500 Arbeiten von mehr als 100 Künstlern aus aller Welt gezeigt. Sehr interessant! - Vom kulinarischen Aspekt allerdings weniger:

Kochkunst ist zwar ein Thema und Ferran Adrià ist Teil der documenta 12, allerdings nicht in Kassel. Sein Restaurant elBulli an der spanischen Costa Brava wurde zum documenta-Standort erklärt. Die jeweils aktuelle Speisekarte (auf spanisch) ist in Kassel ausgehängt. Einen Shuttle-Bus nach Spanien, um Adriàs Kochkünste persönlich zu testen, habe ich leider nicht gefunden... ;-)

An einer anderen Stelle bin ich auch auf Essbares gestossen: Mladen Stilinović nutzt in seinem Werk "The Exploitation of the Death" u.a. Kuchenstücke als Exponate. Nur durch Fliegen, die auf einem der Kuchenstücke saßen, bin ich darauf gekommen, dass sie echt sind:





















Schön fand ich auch die 1001 chinesischen Stühle aus der Qing-Dynastie (1644-1911), von Ai Weiwei installiert, auf denen man zwischendrin gut ausruhen kann - manche sind allerdings sehr unbequem!

Dienstag, 26. Juni 2007

Wildkräuter-Karotten-Kuchen

Wildkräuter sind das aktuelle Thema beim Garten-Koch-Event im Gärtnerblog. Ein tolles Thema: Wildkräuter werden unterschätzt, man kann soooo viel damit anstellen!

Besonders im frühen Frühjahr, wenn der "angelegte" Garten noch nichts hergibt, findet man bereits wilde Kräuter, die gut schmecken und zudem gesund sind: Viele Wildkräuter gehören zu den Heilpflanzen und versorgen den wintermüden Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralien. Das ganze Jahr hindurch bereichern Wildkräuter den Speisezettel.

Gemischte "Unkräuter" geben einen guten Kompost, verbessern als Mulchdecke zwischen Kulturpflanzen den Boden und informieren den aufmerksamen Gärtner alleine durch ihre Anwesenheit über die jeweilige Bodenbeschaffenheit, Brennnesseln wachsen z.B. auf nährstoffreichem Boden mit hohem Stickstoffgehalt und die tiefen Wurzeln von Löwenzahn lockern festen Boden.

Ein paar Rezepte mit Wildkräutern und Infos darüber habe ich bereits in diesem Blog veröffentlicht. Wer stöbern möchte:Meine Lieblinge - und im Garten in rauen Mengen vorhanden! - sind Brennnesseln und Giersch. Damit habe ich einen pikanten Kuchen gezaubert - mein Beitrag für den Garten-Koch-Event:


























==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Brennnessel-Giersch-Karotten-Kuchen
Kategorien:Backen, Pikant, Vollwert, Wildkräuter
Menge:1 Kuchen

Zutaten

HTEIG
250GrammGetreide, fein geschrotet
250GrammMagerquark
125GrammButter
HBELAG
200GrammBrennnesseln und Giersch
200GrammKarotten
2Knoblauchzehen
EtwasIngwer (nach Belieben)
3Essl.Olivenöl
200mlSahne
1Ei (evtl. 2)
Salz, Pfeffer
Muskat

Chili (nach Belieben)
100-150GrammKäse, gerieben

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 25.06.2007 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Den Backofen auf ca. 200 Grad vorheizen.

Das feingeschrotete Getreide mit dem Quark und der Butter zerkneten (das geht auch mit den Händen) und in eine Auflaufform hineindrücken, dabei auch den Rand mit Teig belegen. Den Teig 10 Minuten vorbacken.

Währenddessen Knoblauch und Ingwer hacken. Die Karotten waschen, in Stücke schneiden (oder raspeln) und mit Knoblauch und Ingwer in dem Olivenöl kurz andünsten. Die Wildkräuter grob hacken und dazugeben. Weiter dünsten, bis die Wildkräuter zusammenfallen.

Das Gemüse auf dem Teig verteilen. Sahne mit Ei und Gewürzen verrühren und darübergießen. Den Käse darauf geben.

Den Kuchen ca. 25-30 Minuten backen.

Anmerkungen: Als Getreide kann man z.B. 6-Korn-Mischung und Weizen mischen. Statt Sahne schmeckt auch Joghurt und Sahne gemischt.

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Wer es nicht ganz so gesund mag: Mit Blätterteig schmeckt es sicherlich auch.

Wichtig ist, dass man junge Pflanzenteile nimmt, die Brennnesseln sollten noch nicht blühen. Im Frühjahr ist das kein Problem, aber auch jetzt Ende Juni klappt es mit einem kleinen Trick: Einfach jäten und ein paar Tage warten - die jungen Triebe wachsen nach und man kann sie ernten!

Wir haben zu zweit fast den ganzen Kuchen verdrückt - so gut war er! :-)

Montag, 25. Juni 2007

Himbeer-Schokolade-Muffins

Himbeeren gehören zu meinen Lieblingsfrüchten. Normalerweise muss man bis Juli warten, bis sie reif sind, dieses Jahr ist alles früher dran und die Erntezeit der Himbeeren ist bereits in vollem Gange.

Himbeeren haben sich ihren Charakter als Waldpflanze erhalten und lieben leichten Schatten, wenig Wind und möglichst lehmhaltige Erde. Ich habe sie an einem einfachen Drahtgestell und an einer Hecke entlang gepflanzt.

Praktisch ist Rindenmulch, es sorgt für Waldbodenflair und hält Beikräuter wie Brennnesseln in Schach. Junge Himbeerruten treiben im Sommer aus und tragen im folgenden Jahr Früchte, danach sterben sie ab. Diese alten Zweige schneidet man nach der Ernte dicht über dem Boden ab, ebenso alle schwachen Jungtriebe.

Vermehren kann man Himbeeren ganz einfach, indem man Wurzelausläufer ausgräbt und diese an anderer Stelle wieder eingräbt. Ich finde, dass Himbeeren sehr anspruchslos sind und ohne viel Pflege gut gedeihen und fleißig Früchte tragen. Ein ideales Obst für den Garten!

Himbeeren sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Am liebsten mag ich die Früchte an einem sonnigen Tag im Garten frisch vom Strauch. Sie eignen sich auch sehr gut zum Einfrieren, so dass man das ganze Jahr davon hat. Himbeeren schmecken super als Dessert, Marmelade, Milchshake, Kuchen und in traumhaften Torten. Verbloggt habe ich bisher ein Dessert im Glas und den Bunten Beeren-Becher-Kuchen.

Schnell gemacht - und sehr lecker - sind diese Muffins mit weißer Schokolade:



















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Himbeer-Schokolade-Muffins
Kategorien:Backen, Muffin, Schokolade, Himbeere
Menge:1 Rezept für 12 Muffins

Zutaten

HFÜR DEN TEIG
1 1/2TassenHimbeeren (frisch oder TK); ca. 250 g
2Tassen
Mehl (275 g)
2 1/2Teel.Backpulver
1/2Teel.Natron
1/2TasseWeiße Schokolade, in Stücke gehackt (70 g)
1Ei
3/4TasseBrauner oder weißer Zucker (125 g)
1Pack.Vanillezucker
1/3TassePflanzenöl (80 ml) oder
-- 1/2 Tasse weiche Butter (125 g)
1TasseButtermilch oder Milch (250 ml)
HFÜR DIE GLASUR
1TasseWeiße Kuvertüre, in Stücke gehackt (150 g)

Quelle

Jutta Renz: Muffins mit Flex-Formen
Weltbild-Verlag
Erfasst *RK* 03.07.2005 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Backofen auf 200 Grad (Umluft 180) vorheizen.

Nach Belieben 12 schöne Himbeeren für die Verzierung beiseite legen.

In einer mittelgroßen Schüssel die trockenen Zutaten, d.h. Mehl, Backpulver, Natron, Schokolade, sorgfältig mischen.

In einer weiteren großen Schüssel das Ei aufschlagen und leicht verquirlen. Zucker, Vanillezucker, Öl oder Butter und Buttermilch oder Milch hinzugeben und kurz verrühren.

Die trockenen Zutaten hinzufügen und vorsichtig unterheben. Nur so lange rühren, bis die trockenen Zutaten feucht sind. Am Schluß die Beeren vorsichtig unterheben.

Den Teig in die Form-Vertiefungen einfüllen. Im heißen Backofen bei 180 Grad (Umluft 160) auf der mittleren Schiene 20-25 Minuten backen.

Muffins im Backblech 5-10 Minuten ruhen lassen, dann aus den Förmchen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Für die Glasur die Kuvertüre nach Packungsanweißung im heißen Wasserbad schmelzen. Muffins mit der Oberseite einzeln eintauchen, abtropfen und leicht antrocknen lassen. Nach Belieben mit je 1 Himbeere verzieren.

Anmerkungen Barbara: Etwas weniger Zucker genommen, ist süß genug. In einer normalen Muffinform gebacken, die Muffins waren nach 20 Minuten fertig.

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Hier noch ein Foto vom Innenleben der Muffins.

Bread with Rosemary and Lavender

There's a new monthly foodblog-event: breadbakingday. Thanks, Zorra, for this nice idea!

Well, actually, I am not that much into bread baking... I just started to bake my own bread and I use a bread machine and yeast, so this is level 1, I suppose! ;-)

Anyway, I like the results and the more I read about baking bread the more I think I should go for it and test some more recipes.

I love French breads: It's like summer in the south of France, a "pain au romarin" with fresh "chèvre"
and the wonderful pure air of the Provence. Here's my "French Bread with Rosemary and Lavender" - à la Provençale!
























-=========REZKONV-Recipe - RezkonvSuite v1.4
Title:French Bread with Rosemary and Lavender
Categories:Baking, Bread, Bread machine, France, Herbs
Yield:2 Loaves

Ingredients

1 1/4cupsLukewarm water
500gramsFlour
2teasp.Salt
1 1/2tablesp.Sugar
1/2cubeYeast
1tablesp.Rosemary, chopped
1/2teasp.
Lavender, chopped
Edited *RK* 06/25/2007 by
Barbara Furthmüller

Directions

Pour lukewarm water into the bowl of a bread machine. Add flour, salt, sugar and yeast. Start the machine (program: dough) and let it knead the dough. After some time (depending on the machine) add the herbs.

The dough is quite soft and sticky. Put it onto a table, take a bit of flour and shape the dough into 2 long loaves. Make a few longish cuts with a sharp knife. Let the loaves rest for 20 minutes.

Heat oven to 200°C and bake for 20 minutes. Enjoy!

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Samstag, 23. Juni 2007

Kräuterquark

Das könnte eigentlich auch ein Beitrag für den Wildkräuter-Event werden, aber dafür habe ich noch eine andere Idee... Gestern mittag gab es Pellkartoffeln mit Kräuterquark, dazu noch Matjes.

Für den Kräuterquark habe ich mich im Garten bedient:

Neben den angepflanzten Kräutern Schnittlauch, Petersilie, Salbei, Oregano, Zitronenmelisse, Estragon, Lavendel und Rosmarin gab es noch, was ich im Garten als essbare Wildkräuter erkenne: Gundermann (wenig, da etwas bitter), Spitzwegerich, Löwenzahn, Sauerampfer, Giersch und Gänseblümchen. Nur auf Brennnesseln habe ich verzichtet, da ich die ungern roh verwende.

Ein Rezept braucht man nicht: Einfach Magerquark mit etwas warmer Sahne, Gewürzen (Pfeffer, Salz, Paprika edelsüß, Chili) und einem Schuss Kürbiskernöl (oder Leinöl) cremig rühren. Dann kleingehackte Kräuter unterheben, so viel man mag. Dazu Pellkartoffeln, eigentlich reicht das schon. Ich hatte noch Appetit auf einen Matjes dazu. Und fertig ist ein einfaches, leckeres, preiswertes und gesundes Mittagessen.

Montag, 18. Juni 2007

Himbeer-Biskuit-Leckerei

Da noch etwas trockener Biskuit und leckere tschechische Sahne da waren und die Himbeeren im Garten reif sind, habe ich heute dieses Dessert improvisiert.

Schnell gemacht, sieht hübsch aus und schmeckt sehr lecker! :-)


















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Kleine Himbeer-Biskuit-Leckerei
Kategorien:Süßspeise, Kalt, Biskuit, Himbeere
Menge:4 Personen

Zutaten

Biskuitreste
2Essl.Himbeergeist
1/2Zitrone; den Saft
1/2BecherSaure Sahne oder Schmand
1Essl.Vanillezucker
0,2Ltr.Sahne
150GrammHimbeeren
HALS DEKO
Ein paarFrische Himbeeren
Zitronenmelisse oder Pfefferminze oder Basilikum

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 18.06.2007 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Hälfte des Zitronensafts unter den Himbeergeist mischen.

Saure Sahne oder Schmand, Zucker und die Hälfte des Zitronensafts verrühren. Sahne steif schlagen. Beide Massen vorsichtig verrühren und die Himbeeren unterheben.

Die Hälfte der Biskuitreste in Gefäße verteilen und die Hälfte des Zitronen-Himbeergeists darüberträufeln. Mit der Hälfte der Himbeercreme bedecken. Dann wieder eine Schicht Biskuit hineingeben, die Tränke darüberträufeln und mit Himbeerencreme abdecken. Im Kühlschrank etwas durchziehen lassen.

Vor dem Servieren mit Himbeeren und etwas Zitronenmelisse dekorieren.

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Biskuit

Ich wollte ja noch mein Rezept für Biskuit veröffentlichen!

Aus Biskuit kann man leichte, lockere Torten machen oder auch einfache Obstkuchen mit frischen Früchten. Es gibt unendliche viele Verwendungsmöglichkeiten.

Grundrezept BiskuitIn meiner Jugend habe ich bestimmt 10-20 verschiedene Rezepte für Biskuit ausprobiert, die alle nicht so waren, wie ich mir das vorgestellt hatte. Entweder dauerte das Rezept ewig, war umständlich oder schmeckte nicht.

Irgendwann bin ich auf dieses Rezept gestoßen, das ich seitdem meist verwende und allen empfehlen kann (auf die Fotos klicken, dann werden sie größer und man kann den Text zu den Schritt-für-Schritt-Fotos lesen):

Zubereitung Biskuit - Grundrezept Schritt-für-Schritt-Anleitung











==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Biskuitboden für Obstkuchen oder Torte
Kategorien:Grundrezept, Teig, Biskuit
Menge:1 Rezept (26er Backform)

Zutaten

4Eier, getrennt
3Essl.Kaltes Wasser
170GrammZucker
80GrammMehl
80GrammSpeisestärke
1Teel.Backpulver

Quelle


erprobtes Standardrezept von Barbara Furthmüller
Erfasst *RK* 03.07.1994 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Den Boden einer Springform mit Papier auslegen. (Auf keinen Fall den Boden oder den Rand der Springform einfetten, da der Teig sonst beim Backen abrutscht!)

Eiweiß und das kalte Wasser mit den Quirlen des Handrührgerätes zu sehr steifem Schnee schlagen. Er soll luftig und zugleich fest genug sein, so dass ein Messerschnitt darin sichtbar bleibt. Dann den Zucker unter ständigem Weiterschlagen langsam einrieseln lassen und weiterrühren, bis es nicht mehr knirscht.
Eigelb auf niedrigster Stufe unterziehen, bis vom Eigelb nichts mehr zu sehen ist. (Bei zu langem Rühren entweicht sonst zu viel Luft aus der schaumigen Masse.)

Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und sieben, zur Eimasse geben und mit einem großen Schneebesen kurz unterheben. Dabei nicht rühren, sondern den Schneebesen durch beide Schichten ziehen, über der Handkante abschlagen und neu ansetzen.

Die Masse sofort in die Springform füllen und glattstreichen.

Form in den Backofen schieben, auf 180°C Ober-/Unterhitze, 160°C Umluft oder Gas Stufe 2 schalten und etwa 35-40 Minuten backen. Nach 35 Minuten ein Holzstäbchen in die Kuchenmitte stechen und herausziehen. Bleibt kein Teig daran haften, ist der Boden fertig, sonst noch etwa 5 Minuten backen.

Tortenboden mit einem Messer vorsichtig vom Formrand lösen. Springformrand vorsichtig entfernen und den Tortenboden auf ein Kuchengitter stürzen. Papier abziehen (falls das schwer geht, etwas kaltes Wasser darauf träufeln und dann abziehen) und den Tortenboden gut auskühlen lassen.

Den Boden kann man in der Mitte durchschneiden (geht einfach mit einem Faden oder einem speziellen Tortenbodenschneider), er reicht für zwei Obstkuchen oder ergibt drei Böden für eine Torte.
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Dass ich gerne Teig nasche, habe ich glaube ich schon geschrieben. Biskuitteig ist besonders lecker. - Erwischt... ;-)