Dienstag, 31. Dezember 2024

Jahresrückblick: Foodblogbilanz 2024

Heute ist Silvester - Zeit für den traditionellen kulinarischen Foodblogger-Jahresrückblick!

Seit 2007 blogge ich, seit 2014 nehme ich mir Zeit, das Jahr kulinarisch und blogtechnisch Revue passieren zu lassen. Die vergangenen Foodblogbilanzen verlinke ich weiter unten. Das Blog-Event stammt ursprünglich von Sabine von Schmeckt nach mehr; sie hatte sich die Fragen ausgedacht. Seit einigen Jahren organisieren Steffen und Sabrina von Feed me up before you go-go die Aktion. Danke!

Collage - Barbaras Spielwiese 2024

Mein Jahr 2024 ging gefühlt schnell vorbei und war wieder - hm, wie soll ich sagen - nicht gerade langweilig... Das merkt man auch hier. Viel Arbeit, viel fremdbestimmte Zeit, ein paar private Themen, das Gefühl, aus allen Richtungen zerrt jemand und will meine Zeit und Energie und ich habe keine Zeit für mich selbst, um mal durchzuschnaufen und vielleicht mal gar nichts zu machen. 

Und globaler betrachtet: Die Situation in der Welt ist nicht gerade rosig. Ich versuche zwischendurch, das Posistive zu sehen und freue mich, dass es nach vielen Jahren bei mir gesundheitlich bergauf geht. Und  Blogs schreiben und lesen helfen dabei, zwischendurch abzuschalten sowie tolle Tipps und Anregungen zu kriegen!

1. Was war 2024 dein erfolgreichster Blogartikel?

Auch dieses Jahr ist es so, dass ältere Artikel gerne geklickt werden. Neben ein paar Dauerbrennern haben dieses Jahr die Ausstecherle und mein geliebtes Quittengelee aufgeholt.  

Bunte Klebreisbällchen in Ingwersirup

Der erfolgreichste Artikel aus 2024 sind die bunten Klebreisbällchen, die ich im Februar gemacht habe, als es nach einer langwierigen Lungenentzündung gesundheitlich langsam bergauf ging. Zusammen mit anderen Bloggern wollte ich Gastfreundschaft und Offenheit demonstrieren: Wir haben online für eine wehrhafte Demokratie und gegen rechte Pöbeleien und Stimmungsmache protestiert. 

Erst im Nachhinein fiel mir auf, dass ich im Farbenwahn auch blaue Bällchen gemacht hatte. - Tja, das hat wohl was symbolisches, wenn man so nah an Thüringen und Sachsen wohnt. Wir versuchen, die auch einzufangen und umzudrehen. Das Braun unter dem Bambusbrett ist nämlich so hässlich, dagegen müssen wir laut sein! 

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Dieses Jahr habe ich wieder deutlich mehr gebloggt als in 2023. Daher fällt die Auswahl schwerer. Ein Kandidat ist sicher der ukrainisch-osteuropäisch-zentralasiatischer Karottensalat koreanischer Art. Mit diesem Namen ist klar, dass er eine spannende Geschichte hat, die ich recherchiert und aufgeschrieben habe. Das mag ich am Bloggen - ich kann mich hier austoben. Außerdem schmeckt er superlecker!

Die Fotos auf dem Blog werden übrigens größer, wenn man draufklickt. 

Collage - drei bedeutsame Blogartikel 2024


Zu einem normalen Kräuterquark hatte ich Smashed Potatoes serviert. Ich bin ja kein großer Kartoffelfan, aber so mag ich sie. Resistente Stärke durchs Abkühlen und wieder Aufwärmen soll zudem gesund sein. Solche einfachen Rezepte und Tipps verdienen eine Plattform.

Samstag, 28. Dezember 2024

Klassische Neujahrsbrezel

Vor einem Jahr hatte ich das Rezept für kleine Neujahrsbrezeln veröffentlicht, die mit Orange und Kardamom abgeschmeckt waren. Aber: Klassisch sind natürlich größere Gebildebrote! 

Über die Tradition der Neujahrsbrote im süddeutschen Raum hatte ich damals ein wenig geschrieben; üblicherweise waren sie sehr groß und machten viele Menschen satt.

Neujahrsbrezel
Meine diesjährige Version hat die ideale Größe für drei bis vier Personen, macht aber auch 6-8 satt.

Mittwoch, 25. Dezember 2024

Maple Bourbon Eggnog Cheesecake

Letzten Freitag hatte ich das Rezept für Maple Bourbon Eggnog vorgestellt, dieses amerikanische Traditionsgetränk. Wer etwas übrig hat, macht am besten einen winterlichen Cheesecake daraus. 

Auch dieses Rezept habe ich im Buch gefunden und den Tipp, dass man den Alkohol weglassen und Sahne verwenden könnte. Ich finde, durch den Whisky und die Gewürze schmeckt der Cheesecake richtig gut.

Maple Bourbon Eggnog Cheesecake
Basis ist einer dieser typischen amerikanischen Keksböden. Hier wird Spekulatius verwendet, was ich ich im Herbst und Winter sehr mag. Mein Pumpkin Cheesecake verwendet die auch. 

Montag, 23. Dezember 2024

Feldsalat mit Pilzen und Radieschen

Diese Woche habe ich mich weniger bewegt als geplant; stattdessen gab's viel Arbeit am PC. Und draußen Schneeregen. Teils hat es etwas von Aprilwetter, obwohl wir im Dezember sind. 

Gefährlich sind die vielen Süßigkeiten, die man überall bekommt. Bei mir gibt's eigentlich nur Lebkuchen, aber auch die sind sehr gehaltvoll.

Feldsalat mit Pilzen und Radieschen
Wenn ich dann gar keinen Appetit habe, geht zumindest ein wenig Salat!

Freitag, 20. Dezember 2024

Maple Bourbon Eggnog

Auch wenn es bei mir noch ein paar Tage dauern wird, bis ich Zeit finde und mich weihnachtlich fühle, gibt's hier auf dem Blog ein wenig festliche Stimmung! 

Während man hierzulande in der Adventszeit gerne Glühwein trinkt, mögen die Amerikaner lieber Eggnog. Woher ich das weiß? Von Gabi!

Maple Bourbon Eggnog

Vom Christian Verlag hatte ich ein pdf ihres Buchs American Christmas bekommen. Danke dafür. Das war damals bereits nach Weihnachten und daher lagerte die Datei erst einmal eine Weile, bis ich dann letztes Jahr (zugegeben auch erst nach Weihnachten...) dazu kam, das eine oder andere auszuprobieren. Zum Beispiel die Gingerbread Men.

Mein zweiter Versuch aus dem Buch war das Rezept für Eggnog. Früher hatte ich diesen amerikanischen Longdrink-Batch mal probiert und war ziemlich enttäuscht. Batch bedeutet in der Barsprache, dass man ein Getränk in großen Gebinden vorproduziert. Hier ist das nötig, weil der Eggnog ein paar Tage reifen muss, bevor er gut schmeckt.

Rezension Buch American Christmas
Wahrscheinlich braucht man nur das richtige Rezept! Hier ist neben Eiern und Sahne eine Menge Ahornsirup und natürlich hochwertiger Whisky drin. Der Eggnog schmeckt auch dank der im Buch aufgeführten Gewürze und dem entscheidenden Tipp richtig gut. 

Mittwoch, 18. Dezember 2024

Nadjas Schweizer Hefezopf

Für das Blog-Event Koch mein Rezept wurde mir diesmal mit Little Kitchen and More ein Blog zugelost, das ich noch nicht gut kannte. Nadja wohnt mit ihrer Familie in der Schweiz und bloggt seit November 2021, also seit gut drei Jahren.

Nadja war als Kind schon fasziniert vom Backen, hat später beim Dorfbäcker geschnuppert und eine Ausbildung als Bäckerin und Konditorin gemacht. Beim Durchblättern durch die tollen Rezepte wurde mir schnell klar: Sie ist die Queen des Hefezopfs! Das schreibe nicht nur ich, sondern auch das Brot-Magazin. Dort ist sie als Zopf-Königin präsent und demonstriert den hohen Stellenwert der Hefezöpfe in der Schweiz. Nicht so süß wie hierzulande, wird am Freitag ein Zopf geflochten und gebacken. Der schmeckt am Wochenende zum Frühstück. Eine schöne Tradition! 

Nadjas Schweizer Hefezopf
Beeindruckt bin ich von dem Handwerk, das Nadja zeigt. Ihre Zöpfe sind Meisterwerke und sie teilt gerne ihr Wissen. Dafür gibt's neben dem Blog einen Instagram-Account mit Namen zopfhandwerk, und dort sieht man in kurzen Videos, wie sie diese herrlichen Zöpfe flechtet. 

Ich habe lange überlegt, was ich nachkochen oder nachbacken will und bin dann bei der logischsten Lösung geblieben: Ich backe Nadjas Lieblings-Hefezopf! Der wird aus 5 Strängen hoch geflochten. Klar war mir natürlich, dass er bei meinem ersten Versuch nicht so gut aussehen wird wie von einer gelernten Bäckerin, die jahrelange Erfahrung hat.

Zubereitung Nadjas Schweizer Hefezopf

Ich habe mir also am Samstag die gut abgelagerte Frischhefe aus dem Kühlschrank geholt, vorsichtshalber ein wenig mehr genommen, dann aus zwei Mehlsorten und den weiteren Zutaten einen Teig geknetet und gewartet. Zum Glück ging der Teig gut auf, obwohl meine Küche nur 17°C hatte. Ich habe den Teig in den zugluftfreien Backofen mit etwas Restwärme zum Aufgehen gepackt.

Sonntag, 15. Dezember 2024

Quittenplätzchen

Letztes Jahr hatte ich auf die Schnelle ein paar Plätzchen mit Quittengelee gebacken. Das war am 26. Dezember und zeigt damit recht gut, wie bei mir typische Jahresenden aussehen... Ich habe gearbeitet bis zum Schluss und war froh, über Weihnachten etwas Zeit zum Ausruhen zu finden. 

Basis des Rezepts ist ein normaler Mürbeteig, wie ich ihn auch für Ausstecherle oder Terrassenbrödle verwende. Man kann auch hier experimentieren: Diese Variante enthält Orangenschale. 

Quittenplätzchen

Erst hatte ich ein paar der Plätzchen mit Johannisbeergelee gefüllt, dann kam ich auf die Idee, etwas vom selbstgekochten Quittengelee zu verwenden. Mir schmeckte das deutlich besser!