Freitag, 28. September 2007

Linsen-Brotaufstrich

Im Gärtner-Blog gibt es wieder ein tolles Thema: Linsen. Linsen und Hülsenfrüchte allgemein waren früher sehr verbreitet und sind die letzten Jahrzehnte etwas in Vergessenheit geraten: Zu sehr haftet Linsen noch der Ruf eines Arme-Leute-Essens an. Bei manchen sind Linsen inzwischen in die Schublade "gesund" gewandert, was oft mit phantasielos und schlecht schmeckend gleichgesetzt wird...

Dabei kann man mit Linsen wunderbare Gerichte zaubern! Eines der schwäbischen Nationalgerichte sind Linsen mit Spätzle und Saitenwürstchen - mhmm, lecker! In Frankreich gilt die z.B. grüne Puy-Linse als ausgesprochene Delikatesse für Gourmets. Und wenn man in Richtung Osten marschiert: In der Türkei werden z.B. leckere Suppen aus roten Linsen gezaubert und weiter im Osten ist für mich das Linsen-Mekka schlechthin: Indien.

Indisch angehaucht ist auch das folgende Gericht, mein Beitrag für den Garten-Koch-Event:

Ein Brotaufstrich, der aus roten Linsen und Zucchini besteht und den ich je nach Lust und Laune mediterran oder indisch abgeschmeckt zubereite.

Heute war mir nach indisch.




















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Rote Linsen-Zucchini-Brotaufstrich
Kategorien:Aufstrich, Linse, Vegetarisch
Menge:4 Personen

Zutaten

100GrammRote Linsen
150mlWasser
1klein.Zwiebel
75GrammZucchini oder Kürbis
50mlGemüsebrühe
1Essl.Olivenöl
1Essl.Gehackte Korianderblätter oder glatte Petersilie,
-- s.u.
1Teel.Gewürze (s.u.)
Pfeffer, Salz

Quelle

Standardrezept
Erfasst *RK* 28.09.2007 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Linsen waschen, im Wasser ca. 10 Minuten köcheln lassen. Dann gehackte Zwiebel und Zucchini oder Kürbis sowie Gemüsebrühe, Olivenöl und Gewürze dazugeben und ca. 10 Minuten weiterköcheln lassen, bis die Linsen breiig sind und das Gemüse durch ist.

Pürieren und abkühlen lassen. Fertig!

Eignet sich als Brotaufstrich oder auch als Dip.

Als Gewürze eignen sich z.B.

* für die indisch angehauchte Variante: Curry, Kreuzkümmel, Garam Masala, Kümmel, Chili, Safran, Muskatblüte, Kardamom, evtl. Ingwer am besten alles frisch gemörsert. Dazu die Korianderblätter.

* für die mediterran angehauchte Variante: Knoblauch, getrocknete Tomate, Kräuter der Provence oder Rosmarin, Oregano, Lavendel, Salbei, o.ä. Dazu die Petersilie.

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Ein schöneres Orange bekommt der Brotaufstrich, wenn man Kürbis statt Zucchini verwendet. Für das Foto habe ich noch etwas Paprikapulver darübergestreut.

Dazu gibt es jetzt selbst gebackenes Baguette.

Noch ein Tipp: Ein Magen-Darm-Trakt, der Weißbrot, Fastfood und wenig Ballaststoffe gewohnt ist, tut sich anfangs schwer mit Linsen: Gewürze und Gewöhnung wirken dabei Wunder. Also: Einfach häufiger essen! Ich denke, bis alle Rezepte aus dem Blog-Event Lentils - Linsen nachgekocht sind, müsste sich jeder Magen daran gewöhnt haben... :-)

Apfel-Dinkel-Mandel-Muffins

Zorra wurde "von einem Motivationsschub überrollt" und hat - angeregt vom Schweizer Tag des Apfels - kurzfristig den Apple Day ins Leben gerufen.

Nachdem mich die letzten Tage auf langen Autobahnfahrten (nein: nach Gdańsk bin ich geflogen!) und ohne richtige Mahlzeiten ein paar Äpfel mehrmals wirklich gerettet haben, finde ich einmal mehr, dass der Apfel es verdient hat, gewürdigt zu werden!

Wir haben einen Baum mit leckeren Äpfeln und daraus habe ich heute wieder einmal Muffins gemacht. Es sind keine klassischen Muffins, sondern kleine Rührteigküchlein, die uns immer sehr gut schmecken.
















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Apfel-Dinkel-Mandel-Muffins
Kategorien:Backen, Muffin, Apfel, Vollwert, Herbst
Menge:12 Stück

Zutaten

100GrammButter
80GrammVollrohrzucker
1PriseMeersalz
2Eier
135GrammDinkel, fein gemahlen
1gestr. TLWeinstein-Backpulver
60GrammMandeln, blanchiert, geschält, grob gehackt
2Säuerliche Äpfel
2Essl.Zitronensaft

Quelle


Standardrezept
Erfasst *RK* 28.09.2007 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Butter schaumig rühren, den Rohrzucker und das Meersalz dazugeben und weiter rühren. Nach und nach ein Ei nach dem anderen unterschlagen. Den gemahlenen Dinkel mit dem Backpulver mischen und darunterrühren. Die Mandeln in einer Pfanne goldbraun rösten, die Hälfte der Mandeln unter den Teig rühren. Die Äpfel grob raspeln, mit dem Zitronensaft beträufeln und sofort unter den Teig mischen.

Kleine Papierförmchen in ein Muffinblech legen, den Teig in die Förmchen verteilen, die restlichen Mandeln darüberstreuen.

Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad oder Umluft 160 Grad ca. 25-30 Minuten backen.

Variante: Mit einer Prise Zimt im Teig passen die Küchlein in die Vorweihnachtszeit.

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Dienstag, 25. September 2007

Stippvisite Gdańsk

Ich hatte die Möglichkeit, 2 Tage in der alten Handels- und Hansestadt Danzig zu verbringen und dabei einen allerersten Eindruck der Stadt und der Gegend zu erhalten. Beeindruckt hat mich die schöne Innenstadt mit verschiedensten, meist schön renovierten Gebäuden und natürlich das viele Wasser.


















Die Fotos sind nicht so besonders, ich hatte keine Kamera mit und das Handy liefert doch eine andere Qualität...

Wer nach Danzig fährt, sollte sich eine Bootsfahrt nicht entgehen lassen: Man bekommt ganz andere Eindrücke als nur zu Fuß und kann auch einen Blick auf die Danziger Werften, auf die Westerplatte, auf das Seebad Sopot mit seiner Promenade und den schönen Stränden und weiter nördlich auf die Hafenstadt Gdynia werfen.

Zum Glück hat das Wetter mitgespielt und die Bootsfahrt war toll. Ich war übrigens auf dem Segelboot vom Foto - wer gute Augen hat, kann mich vielleicht erkennen? ;-)

Als Imbiss auf dem Boot gab's u.a. polnische Salzgurken - hmm, nun ja, hmm: nicht so meins...

Nach der 5-stündigen Segelschifffahrt war ich dann hungrig...

Im "Lachs zu Danzig", früher eine Spirituosenbrennerei und Likörfabrik mit einem Lachs an der Fassade (statt Hausnummern benutzte man Tierbilder zur Kennzeichnung der Häuser), bekamen wir Danziger Goldwasser - das wurde früher dort hergestellt. Der Gewürz-Kräuter-Likör enthält echtes, natürlich hauchdünnes 22-karätiges Blattgold.

Heute befindet sich in dem nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebauten Haus das bekannte Restaurant "Pod Łososiem" (deutsch: "Zum Lachs"). Dort gab es ein polnisches Menü.

Beeindruckt hat mich vor allem die Suppe, eine Art Würstcheneintopf in einem gebackenen Brot. Gesehen hatte ich so etwas ja schön öfter, aber gegessen noch nie. Ich fand es sehr lecker und es hat mich doch etwas gewundert, dass das Brötchen nicht allzu sehr durchgeweicht ist.

Danach gab es ein Fischgericht und als Nachspeise zum Glück nichts schweres, sondern eine mit Nüssen und Rosinen gefüllte heiße Birne, schön mit wenig Sahne und ein paar Beeren angerichtet.

Sonntag, 23. September 2007

Nachgemacht: Kürbisquiche

Ilkas Kürbisquiche hat mich zu unserem heutigen Mittagessen inspiriert:

Mit dem Rest Hokkaidokürbis, der von Süppchen und Salat übrig blieb und nicht geraspelt, sondern in Stücke geschnitten wurde, Fertig-Blätterteig sowie einem Rest Feta, dafür ohne Petersilie, mit Saurer Sahne statt Schmand und mit zusätzlich Muskat und Chili gab's eine Improvisation von Ilkas leckerer Kürbisquiche.

Dazu ein knackiger Salat. Sieht nicht so schön aus wie bei Ilka, dafür konnte ich bei dem schönen Wetter wieder auf der Spielwiese essen und fotografieren.

Die Kürbisquiche war sehr sehr lecker! Danke, Ilka! :-)

Den Rest vom Blätterteig habe ich um Apfelwürfelchen gehüllt, das gab einen leckeren Nachtisch, zusammen mit einem frischen Espresso-Parfait.

Kürbissiger Feldsalat

Ein einfacher herbstlicher Salat:

Gewürfelten Speck mit (Hokkaido-) Kürbiswürfeln (und wer mag: Zwiebeln) anbraten, eine Vinaigrette aus Balsamicoessig, Honigsenf, Salz, Pfeffer, Muskat, Oliven- und Kürbiskernöl anrühren, alles über eine Portion Feldsalat schütten und durchmischen.

Eine Scheibe Brot dazu - fertig!

Schmeckt alternativ auch mit Schafkäse oder gerösteten Walnüssen.

Samstag, 22. September 2007

Kürbishügel

Ganz am Rand unseres Grundstücks (die Scheune rechts gehört einem Nachbarn) war früher ein großer Komposthaufen. Wir haben ihn zu einem Hügel umfunktioniert und darauf Kürbisse und Zucchini angebaut.

Alte Kompostplätze eignen sich besonders gut für den Anbau von Kürbissen und Zucchini, da diese sog. Starkzehrer sind und sich über viel Nahrung aus dem Boden freuen. Auf einen aktiven Komposthaufen sollte man sie allerdings nicht pflanzen, da sie dem Kompost unnötig viele Nährstoffe entziehen.

Die Pflanzen sind auch sehr gut gewachsen und die Früchte (laut Wikipedia sind es Beeren) schaffen es gut, sich gegenüber Schnecken, Brennnesseln und weiteren Wildkräutern zu behaupten. Das Foto habe ich zum Glück bereits vor ein paar Tagen gemacht: Inzwischen hatten wir den ersten Nachtfrost und die großen Blätter hängen etwas und sind nicht mehr so schön...

Auf dem Foto links sieht man einen Hokkaidokürbis, zwei Ufo-Zucchini und ein paar grüne Zucchini, die dieses Jahr buttrig weich und zart sind wie noch nie.

Auf die Schnelle gibt es bei uns häufig Zucchini- oder Kürbissuppe oder auch Zucchini als Kombination zu Pasta oder Gnocchi oder als Bestandteil von Mischgemüse. Ein paar Beispiele:
Besonders gerne mag ich Ufo-Zucchini. Die Sunburst F1 aus dem Samentütchen sind dieses Jahr etwas bastardiert und ziemlich länglich geworden. Umso besser, ich mag die Scheiben ganz einfach mit Knoblauch in der Pfanne angebraten nämlich sehr gerne - und da sie so länglich sind, gibt es viele Scheiben! ;-)

Links ist ein Spaghettikürbis, aber ich habe keine Ahnung, was der rechte große, sattgrüne Bursche sein könnte. Weiß das jemand?

Muskatkürbisse (Muscat de Provence) hatte ich noch gesät, von der Form passt das, aber die Farbe müsste doch orange sein?

Für Tipps wäre ich dankbar. :-)

Nachtrag: Danke, Zorra und Petra: Es sind wohl wirklich die Muskatkürbissse, die sich erst noch orange verfärben müssen. Ehrlich gesagt glaube ich, dass sie das dieses Jahr nicht mehr tun bei diesem Wetter... aber mal abwarten!

Kürbissüppchen

Der monatliche Blog-Event DKduW - Dein Kochbuch das unbekannte Wesen geht in die zweite Runde. Aus diesem Anlass möchte ich wieder ein Buch vorstellen, das schon länger in meinem Bücherregal steht und aus dem ich bisher noch nichts gekocht hatte:

Das Conran Kochbuch von Caroline Conran, Terence Conran und Simon Hopkinson.

Ich bin begeistert von Conrans Büchern zu den Themen Wohnen und Garten. Deshalb war ich neugierig darauf, was der bekannte Designer und Gastronom zum Thema Essen zu sagen hat.

Es handelt sich um ein dickes, gebundenes Buch, das in drei Teile gegliedert ist:

1. Einkauf und Zubereitung
2. Küchenausstattung
3. Rezepte

Sehr schön finde ich den ersten Teil, eine umfangreiche Warenkunde mit wahrscheinlich so ziemlich allem, was man über Zutaten wissen muss... Beim Anschauen fasziniert mich die Fülle an gut recherchierter Information, deshalb hatte ich es wohl auch gekauft: Ich werde das Buch (oder zumindest diesen Teil) in Zukunft öfter nutzen!

Dieser erste Teil ist wie ein Lexikon
aufgebaut, mit Querverweisen zu den Rezepten. Der zweite Teil ist kurz und nach dem gleichen Schema, auch mit schönen Fotos und Informationen.

Die meisten Rezepte im dritten Teil sind ohne Foto, was ich schade finde, zumal in den anderen Teilen des Buchs mit Fotos
nicht gespart wurde. Man muss sich also etwas Zeit nehmen, um anhand der Rezepttitel, -zutaten und -zubereitung festzustellen, ob einem ein Rezept zusagt oder nicht. Beim Durchlesen ist mir dann doch einiges aufgefallen, das sehr gut klingt. Vielleicht koche ich jetzt öfter mal etwas daraus. :-)

Zum Ausprobieren habe ich mir für gestern abend ein Rezept für eine K
ürbissuppe ausgesucht.


Beim Nachkochen ist mir wieder aufgefallen, dass ich mich fast nie an Kochrezepte halte... Ich habe wieder wild improvisiert: Hokkaido- statt Gartenkürbis, Gemüse- statt Hühnerbrühe, Lauch hatte ich keinen da, also taten es auch Schalotten und Schnittlauch, die Mengen habe ich nicht abgewogen oder abge
messen, das Püree nicht in einen sauberen Topf umgefüllt, ... - also ist das Ergebnis sicherlich nicht das Original...

Was soll's: Lecker hat es geschmeckt! Das Süppchen ist angenehm mild (ich würze Kürbissuppe häufig asiatisch und mit Chili, so dass der Kürbisgeschmack etwas unter geht...), der Muskat und der Basilikum geben eine schön weiche, abgerundete Note und betonen den sehr guten Geschmack des Kürbisses.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Kürbissuppe mit Basilikum
Kategorien:Suppe, Püriert, Kürbis, Herbst
Menge:6 bis 8 Personen

Zutaten

1Gartenkürbis bzw. ein Stück davon, etwa 450 g
2StangenLauch
EtwasWasser
300-450mlMilch
1,2Ltr.Hühnerbrühe
2ZweigeFrisches Basilikum, gehackt
1PriseMuskat
Salz und Pfeffer
30GrammButter
2-3Essl.Sahne

Quelle

Das Conran Kochbuch
von Caroline Conran, Terence Conran und Simon Hopkinson
Erfasst *RK* 22.09.2007 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Den Kürbis entkernen, das Fruchtfleisch von der Schale lösen und in Würfel schneiden. Den grünen Teil der Lauchstangen abschneiden und beiseite legen, den weißen Teil in dünne Scheiben schneiden. Diese mit den Kürbiswürfeln und ein paar Esslöffeln Wasser - gerade so viel, dass der Boden bedeckt ist - in einen Topf geben. Den Topfdeckel schließen und das Gemüse bei mäßiger Hitze köcheln lassen, bis es breiig wird. Ab und zu umrühren, damit es nicht anbrennt. Anschließend pürieren.

Das Püree in einen sauberen Topf schütten und Milch, Brühe, Basilikum, Muskat, Salz und Pfeffer dazugeben. Das Ganze langsam erhitzen.

Währenddessen den grünen Teil der Lauchstangen in feine Streifen schneiden. Die Butter in einem kleinen Topf erhitzen und den grünen Lauch darin anschwitzen, bis er zart ist. Den Lauch und die Sahne unter die Suppe rühren und sofort servieren.

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