Vor einigen Wochen bekamen eine Menge Blogger eine Mail von einer österreichischen PR-Agentur, die für die Traditionsfirma
Riess deren aktuelle Linie
Riess Edition Sarah Wiener designed by
dottings promotet.
So hübsche Emaille-Kuchenformen lassen das Herz jeder Hobbybäckerin hochschlagen. :-)
Man wurde gefragt, ob man eine Gugelhupfform haben will und was man darin backen würde. Ehrlich gesagt hatte ich das gar nicht so genau gelesen oder recherchiert, mir gefiel die Farbe und die Form und ich schrieb kurz und knackig zurück, dass ich mich über eine Backform freuen und als erstes einen klassischen elsässischen Gugelhupf backen würde, so wie
hier, nur in groß.
Als dann einige Zeit später ein Paket ankam, staunte ich nicht schlecht, als da ein kleines Förmchen drin war: 12 cm Durchmesser. Ja, und total hübsch und süß! :-)
Die Form war sehr gut verpackt und kam heil hier an.
Die österreichische Firma
Riess kannte ich bisher noch nicht. Ich finde es sehr gut und wichtig, dass es Firmen gibt, die sich auf langlebige Qualitätsprodukte konzentrieren. Die Form ist schön verarbeitet, liegt gut in der Hand und gefällt mir. Produziert wird in Niederösterreich, seit Generationen fühlt man sich Qualität, sozialer Verantwortung und Ökologie verpflichtet und arbeitet mit Ökostrom aus eigenen emissionsfreien Wasserkraftwerken. So steht es jedenfalls auf der Website (ich bin nicht hingefahren, um mich davon zu überzeugen, macht mir aber alles einen soliden Eindruck).
Die
Sarah Wiener Edition zeichnet sich dadurch aus, dass die Formen für sie in Sahne, Schokolade, Vanille, Pistazie, Zwetschge und Pfirsich "getaucht" wurden, d.h. diese Farben wurden für die Glasur verwendet. Alles sei echte Handarbeit, jedes Stück ein Unikat. Die kleine Gugelhupf-Form vereint Schokolade und Pistazie.
Also war für mich klar, was ich als erstes backen wollte: Ein kleiner Schoko-Pistazien-Gugelhupf sollte es werden!
Ein Rezept dafür hatte ich natürlich nicht... Also habe ich ein wenig improvisiert und mich an meinem
Nusskuchen orientiert. Das Quantum habe ich ungefähr halbiert (ein wenig zum Naschen blieb natürlich!), ein gutes Drittel des Teigs mit frisch gemahlenen Pistazien grün gefärbt, den Rest mit Kakaopulver dunkel schokoladig.
Mir war schon klar, dass das Grün der Pistazien nicht so grün wie die Form werden würde. Wer es beim Nachbacken grüner haben möchte, sollte also noch etwas mit Lebensmittelfarbe nachhelfen.
Hier ist mein Rezept:
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Kleiner Schoko-Pistazien-Napfkuchen |
| Kategorien: | Backen, Kuchen, Rührteig, Haselnuss, Grundezept |
| Menge: | 1 Kleiner Kuchen (Gugelhupfform 12 cm Ø) |
Zutaten
| H | ZUM EINFETTEN DER FORM |
| Etwas | | Butter |
| Etwas | | Mehl; evtl. |
| H | KUCHEN |
| 100 | Gramm | | Butter (oder Margarine), zimmerwarm |
| 60-70 | Gramm | | Zucker |
| 1 | Essl. | | Vanillezucker |
| 1 | groß. | | Ei |
| 2-3 | Essl. | | Milch |
| 2-3 | Essl. | | Rum |
| 100 | Gramm | | Mehl |
| 25 | Gramm | | Speisestärke |
| 1 | Teel. | | Backpulver |
| 30 | Gramm | | Pistazien, frisch gemahlen |
| 1-2 | Essl. | | Kakaopulver |
| H | SCHOKOGUSS (WER MAG) |
| 80-100 | Gramm | | Schokoladenkuvertüre zartbitter; ca. |
Quelle
| Erfasst *RK* 09.03.2013 von |
| Barbara Furthmüller |
Zubereitung
Eine Gugelhupf- oder Napfkuchenform (12 cm Ø) mit etwas Butter einfetten. Wer mag, kann sie mit etwas Mehl bestäuben.
Den Backofen vorheizen (Ober/Unterhitze 180°C, Umluft 160°C, Gas Stufe 3).
Butter schaumig rühren. Zucker und Vanillezucker dazu geben und die Masse so lange rühren, bis sie weiß-schaumig-cremig ist und der Zucker nicht mehr knirscht. Nun das Ei unterrühren, bis die Masse sich verbunden hat.
Mehl mit Speisestärke und Backpulver mischen, sieben und vorsichtig abwechselnd mit der Milch und dem Großteil des Rums unter die Teigmasse heben. Der Teig sollte von der Konsistenz her so sein, dass er schwer reißend vom Löffel fällt, also nicht zu fest und nicht zu locker. Evtl. mit mehr Flüssigkeit nachjustieren.
Den Teig teilen, ca. ein Drittel mit den gemahlenen Pistazien verrühren. Den Rest des Teigs mit Kakaopulver und dem Rest des Rums verrühren.
Erst den Pistazienteig in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen. Dann den Schokoteig darauf geben und einigermaßen glatt streichen. In der Mitte des Backofens ca. 20 Minuten backen. Je nach Backofen unterscheidet sich das etwas - nach 20 Minuten mal schauen, mit einem Holzstäbchen (Zahnstocher) reinpieksen, wenn kein Teig daran haftet, ist der Kuchen fertig, sonst noch ein paar Minuten im Backofen lassen. Falls der Kuchen zu dunkel werden sollte, mit Alufolie abdecken.
Die Form aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten stehen lassen, dann auf einen Gitterrost stürzen und dort abkühlen lassen.
Wer mag, kann den Kuchen noch mit einem Schokoguss verzieren. Dazu die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und über den Kuchen gießen.
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Der Kuchen ist sehr lecker und locker und schokoladig-pistazig geworden.

Als ich ihn angeschnitten hatte, kam der Gärtner noch auf die Idee, dass ich ja noch einen Schokoguss aufbringen könnte. Das schmeckt natürlich auch.
Email oder Emaille ist übrigens ein Überzug aus Glas und Stahl. Kratzfest, aromaneutral, spülmaschinenfest, gefriergeeignet. Mir persönlich sympathisch. Man muss generell nur etwas aufpassen, dass man Teile aus Emaille nicht anstößt oder runterwirft, sonst splittert schon mal etwas ab. Die Backergebnisse sind im Normalfall besser als die billigerer Weißblechformen. Mir gefällt die Form sehr gut. Emaille hat sonst oft so einen altbackenen Touch - mit diesem Design ist das Material fit für die Zukunft.
Danke an Riess für die schöne Backform! Ich überlege gerade, ob ich mir nicht zu Ostern oder so noch die
Guglhupfform mit 22 cm Durchmesser gönne. Ich glaube, die beiden würden sich gut verstehen. :-)