
Bei uns war am Dienstag Feiertag. Hier in
Oberfranken ist es Brauch, sich zum Dreikönigsfest
Stärke anzutrinken. Dafür wird in den Brauereien extra Bockbier gebraut und am Vorabend getrunken. Den Feiertag braucht man dann zum Ausnüchtern. ;-)
Den Brauch eines
Dreikönigskuchens kenne ich nicht. Aber die Idee finde ich schön, und die süßen
Frösche, die Zorra letztes Jahr gebacken hat, haben mich überzeugt, mir auch etwas zu überlegen.
Etwas mit Mandeln musste sein, aber auf Hefegebäck hatte ich keinen Appetit. Einen ganzen Kuchen wollte ich auch nicht machen, mir war eher nach Kleingebäck. Aber so schöne
Frösche kann ich nicht... Nach kurzem Überlegen kam ich auf die Idee, aus Quark-Öl-Teig normale Schnecken zu formen und diese mit einer Füllung aus Mandeln und Rosinen zu füllen.

Die Mandeln habe ich gehackt. Wer mag, kann natürlich eine ganze Mandel drin lassen und warten, bis sie einer findet. Ich habe den Brauch etwas an meine Vorstellungen angepasst: Jeder, der eine Rosine findet, hat dieses Jahr Glück! :-)

Gebäck aus Quark-Öl-Teig schmeckt mir fast besser als Hefegebäck. Die Schnecken sind innen schön saftig, auch einen Tag später schmecken sie noch. Außerdem ist dieser Teig schnell zusammengerührt und kann ohne Wartezeit gebacken werden.
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Rosinen-Schnecken aus Quark-Öl-Teig |
| Kategorien: | Backen, Gebäck, Quark-Öl-Teig |
| Menge: | 15 bis 20 Stück |
Zutaten
| H | ROSINEN-MANDEL-FÜLLUNG |
| 100-150 | Gramm | | Rosinen |
| 50 | ml | | Rum |
| 100 | Gramm | | Mandeln |
| 100 | ml | | Sahne |
| 1-2 | Teel. | | Brauner Zucker |
| H | QUARK-ÖL-TEIG |
| 250 | Gramm | | Mehl |
| 3 | Teel. | | Backpulver |
| 40 | Gramm | | Zucker |
| 1 | Essl. | | Vanillezucker |
| 125 | Gramm | | Magerquark |
| 50 | ml | | Öl (z.B. Sonnenblumenöl oder Erdnussöl) |
| 1/2-1 | | | Unbehandelte Zitrone; die Schale |
| 75 | ml | | Milch |
| H | GLASUR |
| 75 | Gramm | | Puderzucker |
| | | | Zitronensaft oder Rum |
| H | AUSSERDEM |
| | | | Backpapier |
| | Etwas | | Mehl zum Ausrollen |
Quelle
| | Erfasst *RK* 06.01.2009 von |
| | Barbara Furthmüller |
Zubereitung
Die Rosinen in heißem Rum einweichen.
Die Backbleche mit Backpapier belegen und bereit stellen. Backofen vorheizen auf 160°C Umluft oder 180°C Ober-/Unterhitze.
Für die Füllung die Mandeln hacken und mit der Sahne und dem Zucker in einem Topf zum Kochen bringen, kurz rühren, so dass eine Art Brei entsteht.
Mehl und Backpulver in eine Rührschüssel sieben. Die anderen Zutaten dazu geben und alles mit den Knethaken erst auf niedriger, dann auf hoher Stufe kurz verarbeiten, so dass ein glatter Teig entsteht. Eventuell die Hände dazu nehmen. Nicht zu lange kneten, da der Teig sonst klebt.
Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig zu einem Rechteck (ca. 35 x 45 cm) ausrollen. Die Rosinen mit der Mandelmasse verrühren und gleichmäßig auf den Teig geben. Dabei auf den beiden langen Seiten ca. 1 cm Rand frei lassen.
Das Rechteck von einer langen Seite her aufrollen. Die Rolle vorsichtig mit einem scharfen Messer (am besten funktioniert das mit einem Messer mit Wellenschliff und sägende Bewegungen) in Scheiben schneiden. Diese Schnecken auf die Backbleche legen und in den Backofen schieben und ca. 20-25 Minuten backen.
Die Schnecken auf einem Kuchenrost erkalten lassen.
Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit etwas Zitronensaft oder Rum verrühren, so dass ein dickflüssiger Guss entsteht. Die Schnecken mit dem Guss bestreichen.
=====
Meine Exemplare sind etwas dunkel geworden, ich hatte mich mit der Temperatur vertan. Das Rezept habe ich entsprechend angepasst.

Hier noch ein Foto, auf dem man mit etwas Phantasie erkennen kann, wie hoch der Schnee auf der Spielwiese steht.