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Sonntag, 31. Dezember 2023

Jahresrückblick: Foodblogbilanz 2023

Das Jahr neigt sich dem Ende zu; es wird Zeit für den traditionellen kulinarischen Foodblogger-Jahresrückblick!

Seit 2014 bin ich dabei und nehme mir Zeit, das Jahr kulinarisch und blogtechnisch Revue passieren zu lassen. Die vergangenen Foodblogbilanzen verlinke ich weiter unten. Das Blog-Event stammt ursprünglich von Sabine von Schmeckt nach mehr; sie hatte sich die Fragen vor 10 Jahren ausgedacht. Seit einigen Jahren organisieren Steffen und Sabrina von Feed me up before you go-go die Aktion - und viele Blogger machen mit. Danke dafür!

Mein Jahr 2023 war ziemlich herausfordernd, in vielerlei Bereichen, und überschattet von Todesfällen im Freundeskreis. Mir fehlte oft die Zeit und Energie, meine beiden Blogs mit Leben zu füllen. Dennoch konnte ich mich nicht dazu entschließen, sie ganz einschlafen zu lassen; dazu mag ich es zu gerne, selbst in alten Artikeln zu wühlen, Rezepte wieder zu entdecken und mich mit anderen Foodbloggern auszutauschen. 

1. Was war 2023 dein erfolgreichster Blogartikel?

Auch dieses Jahr ist es so, dass ältere Artikel gerne geklickt werden. Auf der linken Seitenleiste lasse ich immer Artikel anzeigen, die aktuell am beliebtesten sind. Dort führt mein veganisierter Apfelrotkohl nach Johann Lafer aus dem Jahr 2015.  

Ingwer-Zitrus-Drink für den Vorrat

Der erfolgreichste Artikel aus 2023 ist der Ingwer-Zitrus-Drink für den Vorrat vom Januar. Davon habe ich letzte Woche erst wieder eine Portion gemacht und eingefroren. Auch wenn das eher ein Tipp und weniger ein Rezept ist: Schön, dass andere das auch so sehen und der Blogbeitrag so oft aufgerufen wird.

Donnerstag, 29. Dezember 2022

Schlehen-Quitten-Gelee

Heute koche ich wieder von einem anderen Blog nach: In der aktuellen Ausgabe von Koch mein Rezept wurde mir Petra von Chili und Ciabatta zugelost. Petra kenne ich schon ewig, noch aus Zeiten, als wir über de.rec.mampf Rezepte ausgetauscht haben. Sie bloggt länger als ich und ich gehöre auch zu den vielen Foodbloggern, die von ihr inspiriert wurden, ein eigenes Blog zu starten. 

Im Gegensatz zu Petra schaffe ich es nicht, so regelmäßig und so viel und so hochwertig zu bloggen! Ihre Rezepte sind der Hammer, die Fotos ein Traum und die Texte dazu bringen auf den Punkt, was wichtig ist, einschließlich einer sympathischen persönlichen Note. Chili und Ciabatta ist zurecht einer der besten und bekanntesten Blogs im deutschsprachigen Raum.

Klar habe ich von Petra im Laufe der Jahrzehnte schon eine Menge nachgemacht. Spontan fallen mir ihre Mayonnaise, der Barraquito, oder der Zucchini-Schoko-Kastenkuchen ein oder natürlich die Hildabrötchen von Petras Großmutter - eins der leckersten Plätzchenrezepte, die ich kenne.

Schlehen-Quitten-Mandarinen-Gelee

Ich habe noch mehr nachgekocht und einiges von ihren Rezepten in meinem Ausprobieren-Ordner. Das geht ganz einfach, weil wir auch die gleiche Rezeptverwaltungssoftware nutzen und so problemlos Rezepte austauschen und teilen können.

Samstag, 11. Juni 2022

Rhabarber-Schnecken mit Marzipan und Walnüssen

Langsam wird es Zeit, meine Schulden abzuarbeiten... Blog-Schulden gibt's nämlich auch! Das passiert schnell, wenn man etwas zugesagt hat und es dann doch nicht schafft, rechtzeitig etwas zu liefern. 

So ging's mir mit Koch mein Rezept, einem tollen Event von Volker, bei dem man Rezepte von anderen Blogs nachkocht. Das mache ich sowieso schon ewig, und auch gerne fürs Event, aber letztes Jahr kam dann doch wieder etwas dazwischen und ich hab's nicht geschafft, von zwei Blogs, die ich unheimlich gerne lese und von denen ich früher schon nachgekocht hatte, etwas neues nach zu bauen und zu verbloggen. Teils klappte auch was nicht, wurde anders als ich mir das vorstellte, die Fotos wurden nix, irgendwie verlor ich dann die Lust - und jetzt mache ich einfach was Neues!

Rhabarber-Schnecken mit Marzipan und Walnüssen

Ehrlich gesagt habe ich das schon Anfang Mai gemacht, aber irgendwie klappt das mit dem Bloggen zurzeit nicht so... 

Da es aber noch Rhabarber gibt und ich nicht noch ein Jahr warten möchte, gibt's heute also Rhabarberschnecken nach Sus!

Sus vom Corumblog kenne ich schon ewig (wir haben sogar mal Blog-Events zusammen ausgerichtet) und persönlich. Ich mag sie sehr gerne und tausche mich mit ihr nicht nur über Essen aus; wir sind auch sonst auf einer Wellenlänge. Sie gärtnert gerne, kocht saisonal und hat immer klasse Tipps auf Lager. Ohne das Bloggen hätten wir uns wahrscheinlich nie kennengelernt und ich bin froh, dass ich mit ihr eine Freundin habe, mit der ich mich ungeschminkt austauschen kann und die mich oft inspiriert. Übrigens nicht nur kulinarisch; auch für meine Reise nach Seoul habe ich bei Sus eine Menge Tipps bekommen.

Zubereitung Rhabarber-Schnecken mit Marzipan und Walnüssen
Bei der Fülle an Rezepten auf dem Corumblog, die Sus gekocht oder gebacken hat, fällt die Auswahl sehr schwer. Da ich aber nach neuen Rezepten für den im Garten explodierenden Rhabarber suchte, blieb ich bei einem Rezept für Rhabarber-Zimt-Schnecken hängen.

Mittwoch, 17. November 2021

Kombucha

Ich überlege gerade, ob ich mir mal wieder einen Kombuchapilz besorgen soll. Immer nur Wasser trinken ist langweilig und Fermentiertes soll ja gesund sein. ;-)

Ich hatte schon ein paar davon, meist für einige Monate oder Jahre, bis ich irgendwann genug von dem Getränk hatte und ihn verschenkt oder entsorgt habe. Mein letztes Exemplar habe ich vor einigen Jahren von Sus geschenkt bekommen; und das ist auch die typische Art, wie man an solch einen Pilz kommt: Man kennt jemanden im Bekanntenkreis, dessen Pilz groß genug zum Teilen ist. Man kann die Pilze aber auch übers Internet bestellen. 

Kombucha selber machen

Es ist eigentlich auch kein Pilz, auch wenn man so sagt, sondern eine Kultur aus Bakterien und Hefen. Im Englischen heißt das "symbiotic culture of bacteria and yeast" und wird daher als SCOBY abgekürzt - so nennen viele ihren Teepilz.

Die fürs Fermentieren notwendige Menge Zucker im Tee wird durch den Scoby zu Kohlenstoffdioxid und Ethanol abgebaut, wir haben also eine alkoholische Gärung. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 0,5 und 3%, was für die meisten Erwachsene kein Problem ist. So viel davon trinkt man ja nicht.

Sonntag, 21. Februar 2021

Mapo Doufu aus selbstgemachtem Tofu

Bei der kulinarischen Weltreise von volkermampft gibt es im Februar ein Spezialthema: Comfort Food für die kalten Tage ist gefragt und man darf Rezepte aus der ganzen Welt einreichen. Normalerweise wird pro Monat ein Land vorgegeben. 

So ein Sonderthema ist super für Einsteiger, die bisher noch nicht dabei waren, so wie ich. Volkers Event gibt es ja schon lange, und viele der Länder, aus denen gekocht wurde, kenne ich und koche gerne deren Gerichte. Irgendwie habe ich es bisher aber noch nicht geschafft, innerhalb des vorgegebenen Monates etwas Landestypisches zu kochen... Dies ist also meine Premiere.

Als ich das Thema Soulfood bzw. Comfort Food für die kalten Tage las, fiel mir sofort eines meiner liebsten Gerichte ein, das solche winterlich nasskalten triste und trostlose Tage aufhellt und aufschärft: 麻婆豆腐, Mápó Dòufǔ bzw. auch Mapo Tofu, wenn man das japanische Wort für Bohnenquark nimmt. Tja, das Thema Tofu klingt kompliziert, ist es aber nicht. :-)

Mapo Doufu (Mapo-Tofu aus Sichuan)

Ich bin ja Sinologin und habe 1990/91 in China studiert. Damals nannte sich das feste weißliche Produkt aus Sojabohnen hierzulande noch Bohnenquark, auf Englisch bean curd. Irgendwann hat sich dann weltweit das japanische Tofu durchgesetzt, das ich meist auch verwende. In der Kombination mit mapo verwende ich aber das chinesische Wort, nur so passt das imho zusammen: Mapo Doufu. 

Dieser scharfe Tofu ist einer der Klassiker der Sichuan-Küche, den man überall in China und auch anderswo in Asien bekommt und mein Rezept für Mapo Doufu ist seit 12 Jahren auf dem Blog. In dem damaligen Beitrag habe ich auch geschrieben, warum ich Mapo Dofu oft esse und warum das Gericht so heißt. 

Die Provinz Sichuan (四川, 4 Flüsse) hat übrigens ähnlich viele Einwohner wie Deutschland, ist um ca. ein Drittel größer und liegt im Südwesen Chinas. Man bekommt dort viele scharfe Gerichte mit Chili und Sichuanpfeffer (den man hierzulande früher auch Blütenpfeffer nannte).

Ich esse und koche das Rezept also seit über 30 Jahren und denke nicht viel darüber nach. Tofu, scharfe Sauce mit Chilis, Bohne, Sichuanpfeffer, fertig. Ab und zu bekomme ich gute Chili-Bohnen-Saucen im Asienladen oder bringe mir welche von meinen Reisen mit, manchmal improvisiere ich. Entscheidend für diesen Seelenwärmer ist die Qualität des Tofus.

Tofu selbermachen

Im Asienladen kriege ich manchmal ganz guten Tofu, aber in Pandemiezeiten komme ich kaum hin. Die Ware aus Bioläden oder Supermarkt meide ich; ich glaube, die Tofusorten dafür werden produziert, damit veganes Essen übel schmeckt... ;-)

Also habe ich mir letzten Herbst überlegt, Tofu selber zu machen. Im Prinzip braucht man dafür Sojamilch (bzw. offiziell Sojadrink) und etwas, das die Sojamilch gerinnen lässt. 

Sojamilch selbermachen 

Die Sojadrinks, die man hierzulande kaufen kann, mag ich nicht, also habe ich welche selber gemacht. Ich habe mir Sojabohnen aus bayerischem Bio-Anbau bestellt (sie wachsen hierzulande, vielleicht baue ich dieses Jahr welche an) und damit gewerkelt.

Sojamilch selbermachen

Um Sojamilch herzustellen, gibt es mehrere Methoden. Wichtig ist, dass man die getrockneten Bohnen wässert. In der Collage links sieht man unten die getrockneten Bohnen und darüber gequollene; sie werden deutlich größer. Entweder man mixt sie dann und drückt sie durch ein Tuch oder man hat einen dieser sog. Slow Juicer. Ich hatte das große Glück, bei Zorras letztjährigem Geburtstags-Event einen Slow Juicer von Panasonic zu gewinnen und bin begeistert, wie einfach es damit geht, die eingeweichten Sojabohnen in Flüssigkeit und trockenen Rest zu trennen.

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Jahresrückblick: Foodblogbilanz 2020

Verdienen besch* ...eidene Jahre überhaupt eine Bilanz? Ich glaube ja. So weit muss man gar nicht zurück, um zu merken, dass es in der Geschichte der Menschheit noch viel heftigere Jahre gab, auch wenn wir uns persönlich vielleicht nicht daran erinnern können. Auch dieses Jahr hatte gute Seiten und auch dieses Jahr gibt es eine Foodblogger-Jahresbilanz. Ich bin das 7. Mal dabei und ich schaue mir diese Jahresrückblicke auch später gerne an. 

Diesmal sammeln wieder Steffen und Sabrina von Feed me up before you go-go die Beiträge. Die Idee dahinter ist, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und in Ruhe zu reflektieren, was uns bewegt hat und vor allem natürlich wie das Jahr essenstechnisch für uns war. Die Aktion stammt ursprünglich von Sabine von Schmeckt nach mehr; sie hat sich die Fragen ausgedacht. Die diesjährigen Rückblicke findet Ihr auch unter dem Hashtag #Foodblogbilanz2020.

Foodblogbilanz 2020

So, jetzt geht's los! Der Tradition folgend gibt es auch in diesem unüblichen Jahr die üblichen 8 Fragen. 

1. Was war 2020 dein erfolgreichster Blogartikel?

Am meisten geklickt wurde das Rezept für ein ganz einfaches chinesisches Rezept: Sojasbohnenprossen und Karotten aus dem Wok. Das ist ein ganz einfaches, schnelles und veganes Gemüsegericht, das es bei mir in der Art öfter gibt. 

In dem Beitrag hatte ich geschrieben "Gestern war Chinesisch Neujahr, das in Asien im Normalfall groß gefeiert wird. Derzeit kämpft man in einzelnen Regionen der VR China ja mit einem Virus; dort fielen die Feiern kleiner aus." – Das passt doch gleich zum Thema des Jahres 2020...

Meistgeklicktes Rezept 2020: Sojasbohnenprossen und Karotten aus dem Wok

Die Auswirkungen von SARS-CoV-2 hatte ich mir damals beim Schreiben ähnlich vorgestellt wie die der anderen Viren, die ich aus China und Asien kenne, die dort eine Weile wüteten (ich erinnere mich gut an das Fiebermessen beim Einreisen) und die dann wieder verschwinden. Das hat diesmal leider nicht geklappt und die Stadt Wuhan (hier ein kurzer Bericht über Wuhan auf meinem Reiseblog), die ich mehrmals besucht und in guter Erinnerung habe (die gefüllten Lotoswurzeln aus Wuhan sind eines meiner liebsten Gerichte) kennt inzwischen jeder.

Auf Platz 2 und 3 der meistgeklickten Rezepte 2020 landeten übrigens der Maulwurfkuchen und meine Experimente mit Klopapier (die ja auch zum Jahresthema passen).

Top 3 Rezepte 2020

Der Apfelrotkohl nach Johann Lafer hat sich dieses Jahr auf Platz 1 der Blogartikel insgesamt geschoben, vor dem Holunderblütensirup und der Idee, Reis im Schnellkochtopf zu kochen.

Top 1 und 3 stammen von 2012, das Rezept für den Sirup habe ich 2015 veröffentlicht. Daran sieht man, dass Rezepte nicht alt werden und die Suchmaschinen dieser Welt mir offensichtlich verzeihen, dass ich auch dieses Jahr wieder wenig gebloggt habe.

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Am letzten Satz sieht man schon, dass ich auch 2020 unregelmäßig und nicht allzu viel gebloggt habe. Magere 57 Artikel werden es sein, wenn ich diesen hier veröffentliche. 

Wichtig fand ich den Zusammenhalt der Foodbloggerwelt und das von Peggy inittierte Solidaritäts- bzw. #trostkochen. Dazu habe ich ein paar Rezepte aus dem Archiv beigesteuert und hier darüber geschrieben. Los ging es mit Italien.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Quittensaft auf zwei Arten

Während um mich herum das (Vor-)Weihnachtsfieber ausgebrochen ist, überlege ich noch, was ich alles mit der Herbsternte anstelle... Äpfel, Nashibirnen, Quitten lagern noch in einem kühlen Raum. Letztere halten sich zum Glück gut und bringen etwas Abwechslung in den Speiseplan der nächsten Wochen.

Richtig gut finde ich inzwischen frisch gepressten Quittensaft! Die Idee habe ich von Sus, wir hatten uns auf dem Foodblogger-Jahrestreffen darüber unterhalten. A propos, über das Treffen und die Entwicklung von Foodblogs steht ganz aktuell was in der Mainpost (klick!).

Quittensaft auf zwei Arten

Mir war zuvor gar nicht bewusst, dass Quitten genug Saft für eine Saftmaschine haben, aber es geht. Heraus kommt eine trübe Flüssigkeit, die hocharomatisch schmeckt.

Sonntag, 13. November 2016

Foodblogger-Jahrestreffen in Würzburg

Vor zwei Wochen, an dem sonnigen Herbst-Samstag, an dem ich auch die Fotos für den Gartenrundgang geschossen habe, bin ich am Nachmittag ins schöne Würzburg gefahren. Anlass war das große Jahrestreffen einiger befreundeter Genussblogger, die zu diesem Anlass zusammen kommen und sich gut unterhalten, die Stadt anschauen und natürlich essen und trinken.

Am Anfang gab's eine Besichtigung der sehenswerten Residenz; ich kam erst zum zweiten Treffpunkt in einem Café dazu und genoss auf dem Weg dort hin das traumhafte Wetter.

Würzburger Innenstadt - Impressionen

In Würzburg waren Marktstände aufgebaut, die Allerheiligenmesse (Häfelesmesse) war in vollem Gange und es war schwer, einen Parkplatz in einem der vielen Parkhäuser zu finden.

Sonntag, 31. Juli 2016

Schwarzer Johannisbeerlikör (Cassis)

Cassis kenne ich schon ewig, die typische Flasche Crème de Cassis stand bei meinen Eltern im Alkoholfach und erinnerte an einen Urlaub im Burgund. Der fruchtige Likör stammt aus der Gegend von Dijon und ist dem Rest der Republik spätestens seit der Fernsehserie Kir Royal bekannt.

Kir besteht aus trockenem Weißwein und Crème de Cassis; royal wird der Aperitif, wenn man statt Weißwein Champagner verwendet. Ich mag ihn auch gerne mit Crémant de Bourgogne. Der Name Kir geht angeblich auf Félix Kir zurück, der ein bei den Weinbauern beliebtes Getränk namens Blanc-Cassis gerne ausschenkte, als er Bürgermeister von Dijon war.

Schwarzer Johannisbeerlikör (Cassis) - selbstgemachter Cassis

Hergestellt wird Cassis, in dem man frisch geerntete schwarze Johannisbeeren mehrere Wochen in Alkohol mazerieren lässt. Dafür braucht man also viel Zeit. Am Schluss gibt man Zucker hinzu und füllt wenig später den fertigen Likör ab.

Samstag, 30. Juli 2016

Clafoutis mit Johannisbeeren

Unsere Johannisbeeren gedeihen zurzeit nicht so besonders gut; ein großer Busch mit schwarzen aromatischen Beeren ging letzten Sommer - wohl durch die lange Trockenheit - kaputt und hat sich nicht mehr erholt. Ein roter Hochstamm hat ebenfalls nicht überlebt, und die anderen fühlen sich an ihrem Standort nicht so wohl, denke ich. Der Herbst ist die richtige Zeit, um sie umzusetzen.

Am verlässlichsten trägt noch ein roter Busch, den wir eigentlich als weiße Versailler gekauft hatten: Da hatte wohl ein Scherzkeks im Gartencenter die Schilder vertauscht und damit Geld gespart, da die roten einfachen Beeren, die noch nicht mal richtige Trauben bilden, wohl die billigere Version waren. Es ist eine einfache Sorte, die sich bei uns im Garten seit einigen Jahren aber ganz wohl fühlt und als letzte trägt.

Clafoutis mit Johannisbeeren

Dienstag, 31. Mai 2016

Hafergrütze mit gebratenen Radieschen

Mittags muss es bei mir schnell gehen; oft koche ich für mich allein, ich mag es gesund, farbenfroh und unkompliziert. Allzu schwer darf mein Essen nicht sein, sonst verfalle ich in ein Mittagsloch und werde müde.

Da ich nicht planen kann, stehe ich oft spontan in der Küche und überlege, was ich kochen will. So war es auch letzten Montag, als ich Appetit auf das frische Liebstöckel-Pesto hatte und die gekauften Radieschen (meine im Garten eingesäten sind noch lang nicht erntereif) anfingen, sich hängen zu lassen. Irgendetwas getreidemäßiges wollte ich dazu... Da fiel mir die Hafergrütze aus dem Päckchen von der Kampagne Hafer Die Alleskörner ein.

Hafergrütze mit Liebstöckel-Pesto und gebratenen Radieschen

Samstag, 30. April 2016

Stippvisite Seoul

Vor zwei Wochen war ich kurz übers Wochenende in Seoul. Dank guter Flugverbindung geht das recht gut, man fliegt Freitagabend hin und nimmt sich den Montag frei für den 11stündigen Rückflug. Netto bleiben 2 Tage, um die südkorenische Hauptstadt zu erkunden.

Das ist nicht viel, aber besser als nichts und für mich perfekt als ersten Einstieg in ein Land, das ich bisher noch nicht kannte. Eingelesen hatte ich mich mit einem Reiseführer und den Berichten von Sus, die vor anderthalb Jahren am Ende einer Geschäftsreise kurz in Seoul war und darüber ausführlich berichtet.

Seoul - Gyeongbokgung


Donnerstag, 28. April 2016

Quarkwaffeln mit Granatapfelkernen und Schokolade

Bisher habe ich ja jeden Monat verpasst, dabei gibt es den Calendar of ingredients Event bereits seit Anfang des Jahres. Drei Zutaten werden monatlich vorgegeben, mit denen man dann ein Gericht kreieren, fotografieren und teilen kann. Die Gastgeberin im April ist Yushka.

Ehrlich hätte ich auch diesmal nicht drangedacht... Als ich kürzlich mit Sus chattete und darüber schrieb, dass ich zwei schöne Granatäpfel gekauft hätte, erinnerte sie mich daran. Thema im April sind nämlich Granatäpfel, zusätzlich zu Quark und weißer Schokolade. Granatäpfel sind ja eher im Winter zu bekommen, in Madeira waren sie im Dezember reif, da habe ich die Früchte und Bäume bewundert. Also hatte ich wohl Glück, dass ich welche bekam.

Quarkwaffeln mit Granatapfelkernen und weißer Schokolade

Und da mir heute nach Soulfood war und Waffeln da so super geeignet sind, habe ich Quarkwaffeln gebacken.

Donnerstag, 31. März 2016

Süß-sauer marinierter Lauch

Die letzten Tage hatte ich irgendwie Appetit auf Lauch und habe mir zwei große Stangen mitgenommen, als ich das letzte Mal einkaufen war. Während ich noch überlegte, was ich damit anstellen könnte, fiel mir beim Durchblättern der aktuellen slowly veggie ein Rezept von Yotam Ottolenghi auf, das dort abgedruckt war.

Süß-saurer Lauch mit Ziegenquark und Korinthen. Es sah lecker aus und las sich zwar aufwändig, aber spannend. Ich habe also losgelegt.        

Süß-sauer marinierter Lauch mit Ziegenkäse und Cranberries

Na ja, so gut es halt ging... Außer Lauch hatte ich nicht allzu viel von dem, was ich für das Rezept gebraucht hätte, und meine Lauchstangen waren auch viel größer als die im Rezept. Ich habe also kräftig improvisiert.

Davon abgesehen ist die Zubereitung nicht schwierig, aber zeitaufwändig. Man gart Lauch in einem Sud aus Wasser, Weißwein und Öl, den man später reduziert und der Bestandteil der Vinaigrette wird. Am Schluss werden die gekochten Lauchstangen in einer Pfanne mit etwas Öl angebraten, bis sie goldbraun angeröstet werden.

Süß-sauer marinierter Lauch mit Ziegenkäse und Cranberries

Das Ganze ergibt eine interessante Kombination. Etwas cremige Würze vom Ziegenkäse dazu, ein wenig Grün von frischen Kräutern zur Abrundung, fertig.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Süß-sauer marinierter Lauch mit Ziegenkäse und Cranberries
Kategorien: Salat, Kalt, Lauch, Käse, Winter
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

2-3Lauchstangen
2-3Lorbeerblätter
2Knoblauchzehen
250mlWasser; ca
200mlTrockener Weißwein
3Essl.Olivenöl
3/4Teel.Salz
EtwasSchwarzer Pfeffer
20GrammCranberries, Rosinen, Korinthen oder eine
-- Mischung davon
1Schalotte oder kleine (rote) Zwiebel
1Essl.Weißweinessig oder Apfelessig
2Teel.Zucker
1PriseSalz und schwarzer Pfeffer
2Essl.Rapsöl oder Sonnenblumenöl
75GrammZiegenkäse, -frischkäse oder -quark
1Essl.Petersilie oder Kerbel

Quelle

ziemlich abgeändert nach einem Rezept von Yotam
Ottolenghi aus dem Buch Vegetarische Köstlichkeiten
Erfasst *RK* 31.03.2016 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Man verwendet das Weiße der Lauchstangen, evtl. einen Ansatz vom Grün. Die Lauchstangen werden der Länge nach halbiert und in 10 cm lange Hälfen oder Viertel geschnitten. Ottolenghi nimmt 8 kleine Lauchstangen, ich hatte nur große dicke; je nachdem halbieren oder vierteln. Die Lauchstücke auf den Boden eines großen Topfes geben, gut verteilen, dann die Lorbeerblätter dazufügen. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden; ebenfalls dazu geben. Wasser, Weißwein und Olivenöl darüber gießen; die Lauchstücke sollten ungefähr zur Hälfte in der Flüssigkeit liegen. Salz und Pfeffer zugeben und bei mittlerer Hitze ca. 20-30 Minuten garen, bis kein Widerstand mehr zu spüren ist, wenn man den Lauch mit einer Messerspitze einsticht. Die Lauchstücke ein- oder zweimal wenden, damit sie gleichmäßig garen.

Den Lauch mit Hilfe eines Schaumlöffels aus dem Topf heben und auf einem Teller beiseite stellen Die Garflüssigkeit bei hoher Hitze auf 3 Essl. einkochen; das dauert ca. 12-15 Minuten.

Währenddessen die Schalotte oder Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Die getrockneten Beeren nach Bedarf klein schneiden und zusammen mit den Zwiebelwürfeln, dem Essig, Zucker, Salz und Pfeffer vermischen. Den konzentrierten Garsud dazu geben und verrühren.

In einer großen Pfanne das Öl erhitzen, mittlere bis hohe Temperatur. Die Lauchstücke vorsichtig dazu geben und auf jeder Seite ca. 2 Minuten anbraten, bis sie leicht Farbe nehmen. Bei mir sind meine Lauchviertel auseinander gefallen, ich habe sie öfter gewendet, so dass sie überall ein wenig Farbe nehmen konnten.

Auf einen Teller drapieren und, wer mag, abkühlen lassen. Das Ganze schmeckt aber auch lauwarm. Den Ziegenkäse in Würfel schneiden und auf dem Lauch vereilen; alternativ Kleckse darauf verteilen. Alles mit dem Zwiebel-Cranberry-Dressing beträufeln und mit Petersilie- oder Kerbelblättchen bestreuen.

Dazu passt Brot.
=====

Mir hat es gut geschmeckt, so schön süßsauer mariniert.

Süß-sauer marinierter Lauch mit Ziegenkäse und CranberriesAuf dem Originalfoto sind die Lauchstangen halbiert und haben irgendwie zusammen gehalten, während meine zerfleddert sind. Das ergibt natürlich eine andere Konsistenz, aber das konnte ich heute nicht ändern. Mit jungen schlanken Lauchstangen kann ich es mir auch gut vorstellen.

Die erste Portion habe ich noch ganz leicht warm gegessen, was super war, vor allem bei diesem durchwachsenen Wetter mit Nieselregen. Aber auch kalt und noch etwas länger durchgezogen schmeckt der Lauch hier besonders aromatisch und gut.

Der süß-saure Lauch ganz frei nach Ottolenghi ist also mein zweites Rezept für den Lauch-Event im Gärtner-Blog, den Sus diesen Monat dort ausrichtet.

Garten-Koch-Event März: Lauch [31.03.2016]

Dienstag, 15. März 2016

Gemüsekuchen mit Wurzelgemüse und Lauch

Ich mag ja diese bunten Karotten (oder Möhren), die man immer öfter kaufen kann. Statt immer nur orange gibt es sie auch in gelb und violett, auch der Geschmack ist ein wenig anders. Daneben hat mich eine schöne große dicke Lauchstange und eine kleine Steckrübe angelacht.

Mein Mitkoch kam auf die Idee, dass wir endlich mal wieder Sammelhamsters Gemüsekuchen backen könnten. Das Rezept habe ich vor Jahren von Noémi gemopst: Im Prinzip wird Gemüse klein geschnitten, mit Mehl und Backpulver bzw. Natron vermischt und, damit das ganze etwas Halt und Feuchtigkeit bekommt, Eier und saure Sahne untergerührt.

Sammelhamsters Gemüsekuchen mit Wurzelgemüse und Lauch

Was die Gemüsesorten angeht, ist man sehr flexibel. Die verschiedenen Wurzelgemüse passten super dazu, auch von der Konsistenz.

Der Clou war der Lauch dazu, der schmeckte doch ganz anders als Zwiebeln, was ich sonst ohne viel nachzudenken gerne verwende.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Sammelhamsters Gemüsekuchen mit Wurzelgemüse und Lauch
Kategorien: Backen, Pikant, Gemüse
Menge: 1 Tarteform für 3-6 Personen (je nach Hunger)

Zutaten
EtwasButter zum Einfetten der Form
200GrammDinkel- oder Weizenmehl*
2Teel.Backpulver und/oder Natron
400GrammWurzelgemüse nach Wunsch, z.B. Karotten,
-- Steckrübe, Pastinake u.ä.; kleingeschnitten
 1StangeLauch; in Ringe geschnitten
1-2Knoblauchzehen; grob gehackt, wer mag
2Eier
200GrammSaure Sahne (Sauerrahm)
50-100GrammMilch oder Sahne
100GrammHartkäse, z.B. Appenzeller; gewürfelt oder gerieben
Salz, Pfeffer, Chili, Muskat
H ZUM ÜBERBACKEN
1HandvollHartkäse; gewürfelt oder gerieben
1-2HandvollSonnenblumenkerne
1HandvollKürbiskerne; ganz oder grob gehackt

Quelle

SAMMELHAMSTER - genussaffines Sammelblog
Erfasst *RK* 12.03.2016 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Tarte- oder Quicheform mit etwas Butter einfetten.

Mehl und Backpulver bzw. Natron vermischen. Das Gemüse klein schneiden und mit der Mehlmischung vermischen. Eier mit Saurer Sahne, Käse und den Gewürzen verquirlen und darunter rühren.

Die Masse in die Tarteform geben. Mit Käse und Sonnenblumenkernen bedecken.

Im 180 Grad heißen Backofen (Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3) für ca. 40 Minuten backen.

Der Gemüsekuchen schmeckt warm pur oder zu einem Salat. Er lässt sich auch gut am nächsten Tag kalt oder aufgewärmt genießen.

* Ich mische dafür gerne 150 Gramm Weizenmehl Type 405 mit 50 Gramm frisch gemahlener 6-Korn- Getreidemischung.
=====

Ich habe diesmal einige Kürbiskerne verwendet, was gut gepasst hat.

Hier sieht man den Kuchen etwas genauer. Er ist schön locker, angenehm bunt und schmeckt klasse!

Gemüsekuchen mit Wurzelgemüse und Lauch im Detail

Mein (erster?) Beitrag für den aktuellen Lauch-Event im Gärtner-Blog, den Sus organisiert. Bis zum Ende des Monats habt Ihr Zeit, Rezepte mit Lauch auszuprobieren und zu bloggen.

Garten-Koch-Event März: Lauch [31.03.2016]

Dienstag, 8. März 2016

Köln und der halve Hahn

Unter den Foodbloggen gibt's ja nette Menschen, die man immer gerne trifft und mit denen man auch zwischendurch Kontakt hält. Dafür gibt es verschiedene Medien und irgendwie schafft man es, sich zusammen zu trommeln, wenn es passt.

Bei einem Chat kürzlich kamen NoémiSus und ich auf die Idee, dass wir doch einmal gemeinsam nach Köln fahren könnten, um Nata zu besuchen. Warum warten, wenn man so eine Idee auch kurzfristig umsetzen kann?! Am letzten Februarwochenende gab's also ein relativ kurzfristiges Sammelhamster-Corumblog-Pastasciutta-Spielwiesen-Foodblogger-Treffen. :-)

Halve Hahn nicht ganz original
Und als Erinnerung daran habe ich heute Mittag improvisierten halven Hahn gegessen!

Eigentlich wird der halve Hahn mit einem Röggelchen gemacht. Das kölsche Roggenbrötchen wird halbiert, mit Butter bestrichen und dann mit mittelaltem Gouda, Beemster o.ä. belegt. So pur auf einem Teller habe ich es schon in Brauhäusern in Köln gekriegt. Etwas nobler bekommt man das typische Gericht auch mit Essiggurke, Zwiebelringen, Paprikapulver und/oder etwas Senf dekoriert. Wer auf ein halbes Hähnchen wartet, hat also Pech.

Sonntag, 31. Januar 2016

Getreidemüsli mit Haselnüssen und Karotte

Für das in den Januar hinein verlängerte Haselnuss-Event auf dem Gärtner-Blog, das Sus ausrichtet, hatte ich eine Menge Ideen.

Mit Nüssen lässt sich nämlich super backen; von Streusel über diverse Nusskuchen bis hin zu den Nüssen als Füllung. Haselnüsse gehen auch herzhaft, z.B. als Nussbutter über Pasta oder im Salat. Und mit Schoko geshreddert als Aufstrich sind Haselnüsse auch genial lecker. Irgendwie lief mir dann doch die Zeit davon...

Getreidemüsli mit Obst, Karotten und Haselnüssen

Ich war mal wieder unterwegs, auch viel in Hotels, habe in Restaurants gegessen oder auch mal gar nicht oder mir Fastfood und Süßigkeiten gekauft. Da ist es schön, zuhause wieder selbst fürs Essen sorgen zu können.

Müsli aus frisch gemahlenem Getreide schmeckt mir klasse, es gibt Power und gehört zu den Dingen, die man unterwegs nicht kriegt.

Zubereitung Getreidemüsli mit Obst, Karotten und Haselnüssen

Gestern habe ich eine Karotte und viele Haselnüsse in die Masse gemixt, die ich unter den Getreidebrei gerührt habe.

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Jahresrückblick: Foodblogbilanz 2015

Vor einem Jahr hatte ich schon einen Rückblick geschrieben und meine Antworten auf die Fragen von Sabine aufgeschrieben (hier mein Beitrag von 2014).

Die Giftigeblonde Sina hat dieses Jahr mehr Zeit als Sabine und hatte die Idee, das Thema wieder aufzugreifen und vielleicht eine Art Tradition daraus zu machen, das vergangene Foodbloggerjahr Revue passieren zu lassen. Sie hat zur #foodblogbilanz2015 aufgerufen.

Hier sind meine Antworten.

1. Was war 2015 dein erfolgreichster Blogartikel?

Ich hatte erst keine Ahnung, aber zum Glück gibt es ja Statistiken, die manchmal doch erstaunen. Oft sind die einfachsten die meistgeklickten Rezepte.

Das war 2015 der Vanillepudding mit Sojamilch und der Überlegung, wie man die Farbe gelb in einen eigentlich weißen Vanillepudding rein kriegt und warum bzw. ob es die überhaupt braucht.

Veganere Vanillepudding aus Sojamilch

Pudding selber kochen geht ganz einfach, das hatten wir mit der Aktion wir retten was zu retten ist wieder bewiesen. Statt Sojamilch kann man natürlich auch Kuhmilch nehmen... ;-)

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Das ist dieses Jahr noch schwerer als letztes Jahr...
  1. Senfgrün wächst im Frühjahr verbreitet, und keiner isst es. Damit habe ich Senfgrün aus dem Wok gewokt, das war schön frühlingshaft-kräftig-grün und lecker. 
  2. Die Gin-Tonic-Macarons haben mich motiviert, nach langer Zeit mal wieder Macarons selber zu machen. Das geht einfacher als man denkt und man kann so super mit verschiedenen Aromen improvisieren. 
  3. Der Flotte Dreier war ein herausforderndes Thema bei den diesjährigen Blog-Events. Ich habe zusammen mit Sus vom Corumblog und Sammelhamster Noémi ein einmaliges Pizza-Menü gezaubert, für das ich das Dessert Pizzaeistorte beisteuerte. 
3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Da muss ich dieses Jahr passen. Letztes Jahr hatte ich darauf noch eine Antwort, dieses Jahr tue ich mich schwer, es sind eigentlich meist meine altbekannten Blogs und ein paar neue, die auch auf der Linkliste rechts stehen. Ich lande immer mal bei neuen Blogs, die mir gefallen, aber da ich mein Leben nicht mit Blogs-Lesen verbringen kann, verliere ich viele auch wieder schnell aus den Augen. Eher bleibe ich bei den Blogs am Ball, die hier kommentieren.

Sehr viele Blogger bringen mir persönlich zu viel Werbung, jede paar Tage wird ein anderes Produkt in den Himmel gelobt und dann schnell wieder vergessen. Ich verstehe ja, dass einige vom Bloggen leben müssen oder wollen und daher auf viele solcher sponsored posts angewiesen sind, aber mir geht es da zu sehr ums schnelle Geld, zu plump um Klickzahlen und Kommerz, zu wenig um Qualität und Nachhaltigkeit. Da werden Rezepte auch mal geklaut, schön fotografiert, schnell hier und da eingereicht und auf allen Social Media Kanälen gehypt. Ich probiere ja immer gerne Rezepte von Blogs aus und wurde da in letzter Zeit leider häufiger enttäuscht, da sie nicht funktionierten oder fad schmeckten. Da halte ich mich lieber an die große Zahl altbekannter Blogs, die aus Spaß an der Freude bloggen und bei denen die Rezepte funktionieren und einfach gut schmecken, mit Pfiff. So etwas inspiriert mich mehr.

4. Welches der Rezepte, die du 2015 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Das war der Kidneybohnen-Räuchertofu-Aufstrich, den ich letzten Winter optimiert hatte. Er geistert auch als vegane Leberwurst durchs Netz und schmeckt auf knusprigem fränkischen Landbrot genial lecker. Davon abgesehen kommt es selten vor, dass ich Rezepte öfter koche...

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2015 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Seit mein Reiskocher kaputt ist und mein Mitkocher meinte, ich könne auch ohne auskommen, probiere ich mit Schnellkochtopf oder Induktionsplatte, normalen Reis wie in China zu kochen. Das klappt schon mal, aber meistens nicht... Nachdem ich vorgestern mal wieder einen Topf dermaßen verkokelt habe und der Reis richtig geräuchert schmeckte, werde ich mir doch wieder einen Reiskocher kaufen. Damit löse ich das Problem. :-)

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Ich fand die Slowcooker-Session spannend, die ich beim FoodBloggerCamp in Berlin mitgemacht hatte. Was Gabi und Ulrike da erzählt und präsentiert haben, war für mich eine neue Welt.

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Richtig lustige sind mir diesmal kaum aufgefallen, dafür wirklich praktische: Viele suchen konkret nach Rezeptenamen, also z.B. Flachswickel, Chili con Carne oder Quittenmus und werden damit auch fündig.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2016?

Mir wünsche ich weiterhin gute Laune und gute Gesundheit sowie wieder ein paar interessante Events, bei denen ich alte und neue Blogger-Freunde kennen lernen bzw. wieder treffen kann. Meinem Blog wünsche ich weiter die Leser, die er hat, die besten, die die nicht mit jeder Mode mitgehen sondern mögen, was ich ausprobiere, teste, fotografiere und aufschreibe, und die auch ab und zu kommentieren. Danke dafür, das freut mich immer, ich mag diesen Austausch.

So, das war's. :-)

Ich wünsche Euch allen ein gutes gesundes möglichst friedliches Neues Jahr 2016! 

Bei der Menge Bilanzen, die zurzeit reintrudeln, verliere ich den Überblick. Schaut bitte bei Sina rein, sie sammelt hier die Links.

Donnerstag, 20. August 2015

Huhn mit Minipflaumen und Sojasauce

Kürzlich habe ich mir das Buch Drei gute Dinge auf dem Teller vom Engländer mit dem schwierigen Namen Hugh Fearnley-Whittingstall gegönnt. 180 genial einfache Rezepte aus dem River Cottage lautet der Untertitel und das "genial einfach" bzw. im Vorwort "lächerlich einfach" liest sich ja schon mal sehr verlockend... :-)

Der Autor ist in England als Fernsehkoch und Buchautor bekannt und steht für nachhaltige Ernährung. Ihm fiel auf, dass sehr viele Gerichte aus drei Hauptzutaten bestehen, daraus hat er ein magisches Muster herausgearbeitet. Wichtig ist, dass es drei gute Dinge sind, klar, die Qualität der Zutaten ist beim Kochen und für das Ergebnis entscheidend.

Rezension Drei gute Dinge auf dem Teller von Hugh Fearnley-WhittingstallJakobsmuscheln, Speck und Erbsenpüree; Spargel, Ziegenkäse und Olivenöl; Reis, Safran, Tomaten; Speck, Radicchio, Schalotten; Eiscreme, Karamell, Nüsse oder auch ganz einfache Dinge wie Spaghetti, Knoblauch, Olivenöl oder Lauch, Käse, Brot - überall findet man drei passende Dinge, die kombiniert auf dem Teller landen. Teils bekannte, teils überraschend neue Kombinationen - es gibt also viel zu entdecken.

Das Buch hat über 400 Seiten, liegt gut in der Hand und übersteht auch das Hinlegen auf der Küchenarbeitsplatte. Aufgeteilt ist das Buch in verschiedene Kapitel, vom Anfang eines Menüs bis zum Ende, also von Salat, Vorspeisen und Suppen, Snacks und Beilagen, Fisch, Fleisch, Pasta, Desserts und natürlich auch Gemüse-Trios; der Mann ist bekannt für kreative vegetarische Gerichte. Die Aufmachung gefällt mir, relativ schlicht, als Einleitung zu jedem Kapitel Text, der gut lesbar formuliert wurde, zu jedem Rezept ein ganzseitiges Foto, einen einleitenden Text und dann das Rezept, aufgeteilt nach Zutaten und Zubereitung. Übersichtlich, ohne zu viel Schnickschnack, so wie es für ein Kochbuch passt, gut. Oft werden noch Tipps zu den Rezepten geliefert wie "plus eins", "Variation" oder "mal ganz anders", die zeigen, wie die Gerichte variiert werden können, indem man z.B. eine vierte Zutat zufügt oder etwas austauscht.

Ganz so einfach ist es natürlich doch nicht; mit nur drei Zutaten kommen die Rezepte nicht aus; es sind immer einige mehr, Gewürze, usw. Trotzdem lesen sich die meisten der Rezepte einfach und gehen schnell. - Eine gut geschriebene Rezension findet sich übrigens hier bei Valentinas Kochbuch. Überhaupt lohnen sich regelmäßige Besuche dort; unabhängig, kompetent, charmant wird bei der sympathischen (wir haben uns schon einmal persönlich getroffen) Katharina Höhnk über Kochbücher geschrieben, Rezepte, Inspiration, Neues.

Huhn, Minipflaumen, Soja nach Hugh Fearnley-WhittingstallDa ich ein paar der reifen Minipfläumchen verarbeiten wollte, blieb ich beim Durchblättern bei einem Rezept für Hähnchen, Pflaume und Sojasauce hängen - einer Kombination, die mich an China erinnert.

Ich habe mir also Hühnerbeine besorgt, den Rest hatte ich im Vorrat bzw. im Garten. Der Koriander war ist inzwischen schon etwas struppig und produziert fleißig Samen, die man aber, weich wie sie sind, auch mitessen kann.

Zubereitung Huhn, Minipflaumen, Soja, Zubereitung Huhn mit Minipflaumen und Sojasauce

Das meiste erledigt der Backofen, ein wenig Schnibbeln und zwischendurch etwas Wenden und Nachlegen weiterer Zutaten. Einfach ist es, ja.

Vom Geschmack her hat mich das Gericht nicht vom Hocker gerissen, es war schon gut, aber nicht genial lecker. Vielleicht lag's ja an meinen Abwandlungen... ;-)


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Huhn, Minipflaumen, Soja
Kategorien: Geflügel, Hähnchen, Pflaume
Menge: 3 Personen ca.

Zutaten
6Hähnchenschenkel oder Hühnerbeine mit Haut und Knochen
1Essl.Rapsöl oder Sonnenblumenöl
Salz, schwarzer Pfeffer
1Rote Spitzpaprika; in Stücke geschnitten
EtwasChili
4Knoblauchzehen; geschält und gescheibelt
2Teel.Ingwer; gehackt oder gescheibelt
2-3HandvollMinipflaumen; entkernt
3Essl.Sojasauce
1HandvollKorianderblätter; gehackt

Quelle

abgewandelt nach Hugh Fearnley-Whittingstall:
Drei gute Dinge auf dem Teller
Erfasst *RK* 10.08.2015 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze, 180°C Umluft oder Gas Stufe 4 vorheizen.

Die Hühnerbeine in eine feuerfeste Form oder einen Bräter legen, mit Öl beträufeln und großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. Im Ofen ca. 30 Minuten garen lassen, dabei zweimal wenden.

Rote Paprika, Chili, Knoblauch und Ingwer in den Bräter geben, gut verteilen. Die Hühnerteile nochmal wenden, die Gewürze und Zutaten sollten mit dem Fleisch in Kontakt sein. Im Ofen weitere 10 Minuten braten.

Inzwischen die Minipflaumen halbieren und entsteinen; das geht gut mit einem Messer und den Fingern oder auch mit einem Kirschentsteiner. Die Pflaumenhälften mit der geschnittenen Seite nach oben in den Bräter geben, dabei einfach zwischen den Hühnchenteilen verteilen. Alles mit der Sojasauce beträufeln. Evtl. etwas Wasser zufügen, falls das Ganze zu trocken aussieht. Für weitere 10-15 Minuten in den Backofen schieben, bis die Pflaumen Saft abgeben.

Hühnerteile und Pflaumen mit dem entstandenen Bratensaft übergießen und an einem warmen Ort 10 Minuten ruhen lassen. Mit Koriander bestreuen.

Bei mir gab's weißen ohne Salz gekochten Reis und Wosun (chin. Spargelsalat) dazu.
=====

Ich hatte Reis und gewokten chinesischen Spargelsalat (Wosun) dazu.

Huhn, Minipflaumen, Soja - der Rest

Mein (erster?) Beitrag für den aktuellen Blog-Event im Gärtner-Blog. Diesen Monat sucht Sus Rezepte mit Koriander. Ich liebe ja vor allem das grüne Kraut, das so schön aromatisch schmeckt.

Früher kannte man hierzulande ja nur die getrockneten Samen, die vor allem als Brotgewürz verbreitet sind. Ich habe frischen grünen Koriander in China kennen gelernt, darüber habe ich hier schon geschrieben. Der chinesische Begriff ist 香菜 (xiāngcài, 香 heißt wohlriechend, aromatisch, duftend und 菜 bedeutet Gemüse, also quasi aromatisches Gemüse), während eines Urlaubs in Mexiko lernte ich Cilantro kennen und mochte das Kraut eigentlich überall. Bis ich kapiert habe, dass es sich um Koriander handelt, dauerte echt... ;-)

Inzwischen gibt es Koriander in asiatischen Lebensmittelgeschäften und manchmal sogar bei uns in Supermärkten zu kaufen. Bei dem diesjährigen trockenen heißen Wetter ohne Regen hat es mit dem Anbau im Hochbeet endlich mal geklappt. Leider bildet die Sorte, die ich hatte, sehr schnell Samen, so dass nicht allzu viel Grünes dran ist. Aber das reicht, es ist besser als nichts und die langen Jahre ohne frischen Koriander sind zum Glück vorbei!

Garten-Koch-Event August: Koriander [31.08.2015]

Donnerstag, 30. Juli 2015

Stachelbeer-Käsekuchen

Mit der relativ reichen Stachelbeer-Ernte dieses Jahr wollte ich einen Kuchen backen. Nicht den klassischen, den ich nie mache mit Baiser und Nüssen, sondern einen Käsekuchen.

Also habe ich etwas im Internet gesucht und doch nichts wirklich passendes gefunden. Da ich von einer Eisaktion (geduldet Euch bis morgen!) noch eine halbe Dose gezuckerte Kondensmilch übrig hatte, wollte ich die verbacken. Bei Petra fand ich ein Rezept, das in die Richtung ging, allerdings mit aufgelöstem Karamell und zu viel Masse nicht so überzeugend klang.

Kleiner Stachelbeer-Käsekuche

Also habe ich mir das Käsekuchen-Rezept meiner Tante angeschaut, von dem ich ja auch mal eine kleine Portion gebacken hatte. Das wiederum kam auch nicht in Frage, weil ich nicht so viel Quark und keine Milch hatte.

Also wurde es eine ziemliche Eigenkomposition, die zum Glück gelungen ist. Sie hätte ja auch zu fest oder zu flüssig werden können...  ;-)

Meine Version war mir nur einen Hauch zu wenig süß, der Testesser fand es aber genau richtig so. Ich habe von-bis Angaben im Rezept angegeben; probiert einfach aus, wie es Euch schmeckt!

Zubereitung Mürbeteig