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Mittwoch, 6. Februar 2008

Chinese Jiaozi







Foodfreak has invited us to celebrate Chinese New Year. For this occasion, she asks us to prepare a typical Chinese dish.

So I prepared Jiaozi, my favorite dish for this holiday. Jiaozi (饺子and Pinyin: jiǎozi) are usually prepared on the last evening of the Old Year and you eat them during that evening or on the first day of the New Year.

It is fun to prepare Jiaozi together with friends or family, so this is also a dish you can make when you have nice guests who visit you.

Jiaozi can be eaten as a wonderful snack as well, kind of healthy and cheap fast food. You can buy it almost everywhere in China as popular street food, though Jiaozi originally were more popular in the northern part of China where wheat and noodles are common.

When I arrive in China, I always try to get some Jiaozi as soon as possible. They are just delicious!

Actually, I first got to know Jiaozi in Germany: We celebrated Chinese New Year with Chinese students who taught us how to make Jiaozi - and we had a lot of fun!

When I went to China for my studies, I made Jiaozi with friends and their families. So I learned how to prepare them without a recipe, and also found out about some variations of the filling. Back at home in Germany, I also prepared Jiaozi quite often.

But somehow, years passed, and I must admit that I have not made Jiaozi for many many years. So I am glad that Foodfreak announced this wonderful event that helped me to remember Jiaozi and to prepare them again ! Thanks to Foodfreak for this good idea and for organizing the event.

So I looked up an old recipe that I had written down many years ago and tried to make Jiaozi again. After a little disaster with wrong flour I finally did it "the Barbara way" and just mixed flour and water the way I thought it could work out - and it did.

My Jiaozi don't look perfect but they tasted very good.

Believe me, the more you practice the better they look like. And I will soon go on practicing! ;-)



















-=========REZKONV-Recipe - RezkonvSuite v1.4
Title:Chinese Jiaozi (boiled dumplings)
Categories:Dumplings, Pork, China
Yield:1 Recipe

Ingredients

HDOUGH
500gramsFlour
200-250mlWasser; approx
HFILLING
300gramsGround meat made of pork, lamb or mutton
100-200gramsScallion, Chinese cabbage and/or garlic chives
2teasp.Sesame oil
1teasp.Salt
HDIP
1/2cupSoy sauce
2-3tablesp.Dark Chinese rice vinegar
5-10clovesGarlic
1tablesp.Ginger

Source


a typical Chinese recipe
Edited *RK* 02/06/2008 by
Barbara Furthmüller

Directions

Mix together flour and water and make a dough. You can use cold or lukewarm water. Knead thoroughly until smooth. The dough should not be too soft. Let the dough rest for half an hour while you prepare the filling.

Chop vegetables into very small pieces. Mix all the ingredients for the filling.

Chop garlic and ginger and mix all the ingredients for the dip. Put the dip into small bowls and put them onto your table. Adjust the ingredients to your taste, if necessary.

Divide the dough into 4 portions and roll into long rolls. Cut each roll into 25 pieces. Roll each piece separately into a 5-7 cm (2-3 inch) circle. They are perfect if they are a bit thicker in the middle of the circle and a bit thinner on the outside.

Place a portion of the filling into the center of each wrapper and fold the dough over it, making a pouch. Pinch the edges together to seal the Jiaozi. Go on and make as many Jiaozi as you like.

Boil water in a big pot. Add Jiaozi (amount depending on the size of your pot) and stir them around gently with your chopsticks so they will not stick together. Let the water return to a boil. Add a cup of cold water and let the water return to a boil again. Repeat this 2 times, then the Jiaozi will be done and they kind of flow to the surface. Remove them, drain well, and serve together with the dip.

=====


After you have cooked the Jiaozi you take your chopsticks, pick a Jiaozi and dip it into the typical sauce. That's the most important part: The dip consists of soy sauce, Chinese vinegar, garlic and ginger. Yummy!


















Try to get real Chinese vinegar and soy sauce to get the original flavor. And then: Enjoy! :-)

恭喜发财(gōngxǐ fācái) and 新年快乐 (xīnnián kuàilè)!

Jiaozi







Foodfreak lädt zum Chinesischen Neujahrsfest ein und bittet uns, dafür chinesische Gerichte zu kochen.

Am Abend des letzten Tages vor Neujahr werden in China traditionell gefüllte Teigtaschen zubereitet. Diese nennt man Jiaozi (饺子 und auf Pinyin: jiǎozi). Manchmal werden sie noch abends oder nachts gegessen, oft aber erst am Neujahrsmorgen.

Jiaozi werden nicht nur an Neujahr zubereitet, sondern auch einfach so oder wenn Gäste kommen: Es macht großen Spaß, gemeinsam mit der Familie oder mit Freunden Jiaozi zuzubereiten, beim Füllen der Teigtäschchen kann man sich sehr gut unterhalten.

Jiaozi sind auch ein wunderbarer Imbiss, den es vor allem in Nordchina überall und sehr preisgünstig zu kaufen gibt. Jiaozi sind (wenn es geht!) das erste, was ich esse, wenn ich chinesischen Boden betrete.

Ich habe Jiaozi bereits in Deutschland kennengelernt: Während des Studiums haben wir mit chinesischen Studenten zusammen Chinesisch Neujahr gefeiert und dafür gemeinsam Jiaozi zubereitet.

Auch während meines Studiums in China gab es bei Freunden und deren Familien Jiaozi, da durfte ich natürlich auch helfen. Seitdem haben wir sie auch oft zuhause zubereitet.

Jetzt muss ich aber zugeben, dass ich schon seit Jahren keine mehr selber gemacht hatte! In China gegessen, klar, immer wieder, aber selbst gemacht... Das war fast schon 15 Jahre her... Also kam der Aufruf von Foodfreak gerade recht! An dieser Stelle vielen Dank für diese schöne Idee und das Organisieren des Events!

Ich habe mein altes Rezept rausgekramt und kam dann auf die dumme Idee, mit Spätzlemehl (weil auf der Packung stand, dass das Mehl perfekt für Nudeln und Maultaschen geeignet sei) einen Teig zu machen...

Das wurde gar nichts, ich musste den Teig wegwerfen und habe ihn dann doch schnell nach der Barbara-Methode gemacht: pi mal Daumen mit normalem Mehl und so viel Wasser, bis ein Nudelteig entstand.

Zeit, um etwas zu ruhen, hatte der Teig dann nicht mehr; der Hunger war groß und die Jiaozi wurden sofort gekocht.

Vom Aussehen her sind sie nicht so toll gelungen, aber geschmeckt haben sie phantastisch!!!


















========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Chinesische Jiaozi
Kategorien:Teigware, Teigtasche, Hackfleisch, China
Menge:1 Rezept

Zutaten


H TEIG
500GrammMehl
200-250mlLauwarmes Wasser; ca
HFÜLLUNG
300GrammSchweinehackfleisch (oder Lamm- oder
-- Hammelhackfleisch)
100-200 GrammFrühlingszwiebeln, Schnittknoblauch und/oder
-- Chinakohl
2Teel.Sesamöl
1Teel.Salz
HTUNKE
1/2TasseSojasauce
2-3Essl.Dunkler Essig
5-10Knoblauchzehen
1Essl.Ingwer

Quelle

Rezept aus China

Erfasst *RK* 06.02.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Mehl und Wasser am besten mit den Händen zu einem Teig kneten. (Wer mag, kann auch ein Ei dazugeben, in China habe ich das allerdings noch nicht gesehen.) Eine halbe Stunde ruhen lassen.

Das Gemüse fein hacken. Mit dem Hackfleisch, dem Sesamöl und dem Salz vermischen.

Für die Tunke sämtliche Zutaten mischen und in kleinen Schüsselchen auf den Eßtisch stellen. Eventuell anderes Mengenverhältnis wählen, je nach Geschmack.

Den Teig in 4 Portionen teilen. Jede Portion zu einer langen wurstförmigen Rolle formen und diese in 25 Stücke schneiden. Oder einfach kleine Portionskügelchen abreißen.

Mit einem kleinen Nudelholz jeweils runde Kreise von etwa 5-7 cm Durchmesser ausrollen. Oder: Den Teig dünn ausrollen und die Kreise mit einem Glas ausstechen. Die erste Methode ist besser, weil so der Rand etwas dünner ausgewellt werden kann, was für das Formen der Jiaozi von Vorteil ist.

Jetzt jeweils einen Teigkreis auf eine Handfläche nehmen und etwas von der zubereiteten Füllung in die Mitte legen. Mit Daumen und Zeigefinger der anderen Hand die Teigscheibe zur Hälfte falten und die Ränder gut zusammendrücken. Die Jiaozi auf ein Brett oder eine Bambusmatte setzen.

Einige Liter Wasser in einem großen Topf erhitzen und sprudelnd kochen lassen. Soviele Jiaozi in den Topf legen, daß sie noch genügend Platz haben. Die Jiaozi einmal umdrehen, damit sie nicht aneinanderkleben. Das Wasser wieder aufkochen lassen und eine Tasse kaltes Wasser zugeben. Diesen Vorgang noch zweimal wiederholen, dann sind die Jiaozi gar und werden sofort serviert.

Zum Essen die Jiaozi mit den Stäbchen aufnehmen, kurz in die vorbereitete Tunke tauchen und genießen!

Aus den Jiaozi werden "Guotie", wenn man sie nicht kocht, sondern in eine flache Pfanne legt, diese auf 100°C erhitzt und mit Wasser bis etwas über der Unterseite der Jiaozi auffüllt. Bei geschlossenem Deckel bei großer Hitze aufkochen lassen, bis das Wasser aufgesogen ist. Sofort eine Tasse dünnes Mehlwasser zugießen und die Pfanne wieder zudecken. Bei schwacher Hitze aufkochen lassen. Wenn das Mehlwasser aufgesogen ist und sich die Unterseiten der Jiaozi goldgelb färben, etwas Sesamöl hinzufügen und bei geschlossener Pfanne noch eine Weile braten. In manchen Regionen werden die Guotie auch mit Öl in der Pfanne angebraten, bevor das Wasser dazugegossen wird.

=====


Das wichtigste an Jiaozi ist meiner Meinung die Sauce, in die die Jiaozi getunkt werden. Die Kombination aus gefüllten Teigtaschen mit Sojasauce-Essig-Knoblauch-Ingwer-Tunke ist einfach göttlich!


















Ich finde, es ist hier entscheidend, einen dunklen chinesischen Reisessig zu verwenden, den gibt es billig in Asienläden. Die Bio-Sojasauce habe ich auch im Schrank gelassen, mit der klassischen chinesischen schmeckt es einfach mehr nach China...

恭喜发财(gōngxǐ fācái) bzw. 新年快乐 (xīnnián kuàilè)!

Montag, 23. Mai 2011

Jiaozi mit Frühlingszwiebeln und Shrimps

Diesen Monat will Sus Rezepte mit Frühlingszwiebeln sehen. Dieses Gemüse habe ich eigentlich immer daheim, weil man damit wunderbar flexibel ist.

Ich bin kein großer Fan von normalen Zwiebeln, daher verwende ich oft Frühlingszwiebeln stattdessen. Im Garten angebaut habe ich Frülingszwiebeln jedoch noch nie. Lauch hatte ich mal versucht, der kam nicht mal an die Größe von Frühlingszwiebeln ran. ;-)

Für den Event wollte ich etwas besonders machen und habe lange überlegt, bis mir einfiel, dass ich chinesische Teigtaschen machen könnte. Dafür nutzt man gerne Frühlingszwiebeln. Und irgendwie passen Shrimps dazu - da waren noch welche im Tiefkühlgerät.

Also, gesagt getan. Nach dem Grundrezept für Jiaozi einen Teig angerührt, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer gehackt, Shrimps und Sojasauce dazu, sieden lassen - fertig. :-)

Da ich die Jiaozi nur für mich gemacht habe, habe ich mir nicht allzu viel Mühe gemacht; sie sehen nicht besonders hübsch aus. Man hätte den Teig auch etwas dünner auswellen können, aber ich mag sie so.

Als Jiaozi-Wellholz haben wir vor vielen Jahren übrigens mal einen Kochlöffel oder ein anderes Holzküchengerät abgesägt.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Jiaozi mit Frühlingszwiebeln und Shrimps
Kategorien:Teigware, Teigtasche, Meeresfrüchte, China
Menge:1-2 Personen

Zutaten

HTEIG
150GrammMehl
75mlLauwarmes Wasser; ca.
HFÜLLUNG
1/2BundFrühlingszwiebeln
1HandvollShrimps
2Essl.Dunkle Sojasauce
1Teel.Geröstetes chinesisches Sesamöl
Chili oder Sambal Oelek
1Knoblauchzehe; gehackt
1/2Teel.Ingwer; gehackt
HTUNKE
1-2Essl.Sojasauce
1-2Essl.Dunkler chinesischer Essig
1Knoblauchzehen; gehackt
1/2Teel.Ingwer; gehackt

Quelle

spontan improvisiert, evtl. in China mal so ähnlich
gegessen (?)
Erfasst *RK* 20.05.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Mehl und Wasser am besten mit den Händen zu einem Teig kneten. Etwas ruhen lassen.

Währenddessen die Füllung zubereiten. Shrimps je nach Größe hacken oder ganz lassen, mit Sojasauce übergießen und etwas ziehen lassen. Knoblauch und Ingwer hacken. Frühlingszwiebeln rüsten und klein schneiden. Alle Zutaten für die Füllung gut vermischen.

Für die Tunke sämtliche Zutaten mischen und beiseite stellen. Hier kann man nach Geschmack auch improvisieren, anderes Mengenverhältnis, etwas weglassen oder zufügen.

Einen großen Topf mit Wasser füllen und aufkochen lassen.

Die Zeit, bis das Wasser kocht, nutzt man, um die Jiaozi zubereiten: Den Teig nochmal kurz durchkneten und zu einer langen wurstförmigen Rolle formen, diese in gleichgroße Stücke schneiden - oder einfach kleine Portionskügelchen abreißen.

Mit einem kleinen Nudelholz runde Kreise von etwa 5-7 cm Durchmesser ausrollen. Jeweils einen Teigkreis auf eine Handfläche nehmen und etwas von der zubereiteten Füllung in die Mitte legen. Mit Daumen und Zeigefinger die Teigscheibe zur Hälfte falten und die Ränder mit beiden Händen gut zusammendrücken. Den Jiaozi einen Schubs geben, so dass sie die typische Form bekommen und "sitzen". Die fertigen Jiaozi auf ein Brett oder eine Bambusmatte setzen.

Die Teigtaschen portionsweise kochen: Soviele Jiaozi in den Topf legen, dass sie noch genügend Platz haben. Die Jiaozi einmal umrühren, damit sie nicht aneinanderkleben. Das Wasser wieder aufkochen lassen und eine Tasse kaltes Wasser zugeben. Diesen Vorgang noch zweimal wiederholen, dann sind die Jiaozi gar und werden sofort serviert.

Zum Essen die Jiaozi mit den Stäbchen aufnehmen, kurz in die vorbereitete Tunke tauchen und genießen!

=====


Im Blog gibt es übrigens 37 weitere Rezepte mit Frühlingszwiebeln als Zutat. Aber nicht als Hauptzutat. :-)

Also ein perfekter Beitrag für den aktuellen Event, den Sus vom Corumblog diesen Monat im Gärtner-Blog ausrichtet. Bis Ende des Monats habt Ihr noch Zeit für Beiträge mit Frühlingszwiebeln.

Auch wer kein eigenes Blog, aber ein Rezept (möglichst mit Foto) beisteuern möchte, kann teilnehmen. Dafür haben wir noch dieses Blog, in das Sus dann die Beiträge einstellt.

Garten-Koch-Event Mai 2011:  Frühlingszwiebel [31.05.2011]

Dienstag, 9. Oktober 2012

Asiatische Spielwiesen

Heute blogge ich mal nicht, was ich selber koche, sondern was ich woanders esse. Der Grund dafür ist ganz einfach die reine Not, ich habe nämlich gerade wenig Zeit zum Kochen und außerdem nur diese Küche zur Verfügung:

Küche in meinem Hotelzimmer
Da lässt sich nicht viel kochen... ;-)

Das Foto ist übrigens fast live, es ist hier kurz vor Mitternacht und schon seit vielen Stunden dunkel.

Manche haben es mitgekriegt, ich bin zurzeit zum Arbeiten in China und blogge gerade über eine VPN-Verbindung via USA (fb kriege ich damit auch nicht) aus Shanghai.

Vegetarisches Abendessen bei Qatar Airways
Los gehen solche Reisen ja immer mit Flugzeugessen. Ich bin kein großer Fan von Chicken, Beef oder weicher Pasta und hatte mir vorneweg bereits ein asiatisch-vegetarisches Menü bestellt, das indisch angehaucht war. Das war auch ganz lecker, allerdings gab's drei Mal fast das gleiche, einschl. Frühstück, so dass ich dann doch froh war, als ich mal wieder in Shanghai gelandet bin.

Ich war schon oft in dieser Stadt, das erste Mal 1990, das nächste Mal 2000 und die Unterschiede hätten größer nicht sein können. Seitdem war ich öfter hier und freue mich, dass diesmal auch das Wetter mitspielt, tagsüber 25°C und kein Smog, sondern richtig angenehm.

Eine Küche brauche ich hier natürlich nicht, schließlich gibt es überall etwas zu essen. Die Chinesen essen nämlich total gerne!

Frühstück in meinem Hotel
Hier oben das Hotelfrühstück von heute morgen. Ich habe mich für hundertjährige Eier oben rechts entschieden, die sehr lecker schmecken. Im Uhrzeigersinn weiter sind Gurken, dann ein Stück Seitan, unten etwas salzig-knackiges (da werde ich vielleicht mal nachfragen...), dann eine süße Sesamkleinigkeit und schließlich zwei meiner geliebten Baozi.

Drachenfrucht
Obst gibt's auch, neben leckeren Mandarinen (die schmecken hier ganz anders, super aromatisch) bekam ich eine Drachenfrucht ins Hotelzimmer. Ich bin schon seit Samstag hier, die ist inzwischen natürlich schon längst weg.

Nachdem ich das extra für uns ausländische Experten besorgte Mittagessen in der Fabrik gestern nicht wirklich mochte (amerikanisches Fastfood schmeckt mir hier noch weniger als anderswo) durfte ich heute mit in die Kantine und habe das hier verspeist:

Essen in der Kantine
Besonders lecker war oben rechts ein Gericht mit Stangensellerie, Tofu und hauchdünn geschnittenem Hühnerfleisch. Auch sonst fand ich's echt gut.

Jiaozi
Heute Abend hatte ich dann keinen großen Hunger mehr und bin mit einem Kollegen nur ein paar Häuser weiter zu einem kleinen Restaurant, wo wir Jiaozi und Bier bestellt haben. Die Jiaozi waren richtig gut, das Bier erfrischte. Das Ganze kostete übrigens insgesamt weniger als 2 Euro.

Man kann hier in Shanghai aber auch deutlich teurer als in Deutschland essen und deutlich schlechter auch, oft sogar beides zusammen...

Nudelsuppe aus handgezogenen Nudeln
Und hier noch das einzige Foto, das es bisher von mir gibt: Am Sonntag Abend in einem dieser kleinen vollen Restaurants, in denen sie die Nudeln von Hand ziehen. 拉面 lāmiàn nennt sich das (die Zeichen heißen einzeln ziehen und Nudel, also gezogene Nudeln).

Der Koch konnte das gut, es ist immer wieder faszinierend, dabei zuzusehen.

Lamian

Die Nudelspezialisten kommen meist aus dem Westen Chinas, oft aus Lanzhou, der Hauptstadt der Provinz Gansu, und gehören der muslimischen Hui-Minderheit an. Ich hatte die Version mit Hammelfleisch. Frischer Koriander war auch dabei. Da könnte ich mich reinlegen. :-)

Ihr seht, für mich geht es auch gut ohne eigene Küche. Zumindest in China. 

Und wer mehr zu Shanghai sehen und lesen möchte: Hier geht's zu Reisetipps für Shanghai und Erlebnisse auf meinem Reiseblog.

Sonntag, 26. Januar 2020

Frisch gebratenes Gemüse aus dem Wok: Sojasbohnenprossen und Karotten

Gestern war Chinesisch Neujahr, das in Asien im Normalfall groß gefeiert wird. Derzeit kämpft man in einzelnen Regionen der VR China ja mit einem Virus; dort fielen die Feiern kleiner aus. Fotos von Freunden aus Singapur, die ich gestern in meiner Timeline hatte, zeigen aber, dass man auch dort zu feiern versteht.

In Nordchina beendet man das alte Jahr klassischerweise, indem man zusammen Jiaozi zubereitet, die man dann nach Mitternacht isst. Das Rezept ist seit 12 Jahren auf dem Blog; außerdem gibt's hier eine weitere Jiaozi-Version. Inzwischen kann man diese oft auch hierzulande Dumplings genannten gefüllten Teigtaschen tiefgkühlt als Fertigware kaufen.

Frisch gebratenes Gemüse aus dem Wok: Sojasbohnenprossen und Karotten aus dem Wok

Und das bringt mich zum Thema: Uns fiel auf, dass es hierzulande immer mehr chinesisches und asiatisches Fertigzeugs zu kaufen gibt. Das geht los mit diesen Nudeln zum Aufgießen mit kochendem Wasser, die es schon vor 30 Jahren gab (in China heißen sie 方便面 fāngbiàn miàn - bequeme Nudeln). Daneben gibt's Dosen und Tiefkühlzeugs, oft mit Zutaten, die ich nicht unbedingt essen möchte.

Total grauslich finde ich Gläser mit Sojabohnensprossen (manchmal auch korrekt als Mungbohnenkeimlinge im Handel, und ab und zu als Fertiggericht mit Karotten und Glutamat). Und das brachte mich auf die Idee, nochmal zu zeigen, wie einfach es ist, frisches Gemüse in den Wok zu werfen und zuzubereiten. Unser aktuelles Thema der Aktion Wir retten was zu retten ist sind nämlich Asia-Fertiggerichte. Die Links zu den anderen Rezepten findet Ihr unten.

Wir retten was zu retten ist - Asia Fertiggerichte anlässlich des Chinesischen Jahrs der Metall-Ratte

Dienstag, 14. Februar 2012

Gemüsesticks mit Joghurt-Kräuter-Dip

Fast ist er schon wieder vorbei, der aktuelle Blog-Event in Zorras Kochtopf: Diesmal durfte Heike das Thema wählen und sie hat sich für Tunken entschieden.

Zu Tunken, Saucen, Dips, Salsa, usw. habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Ich mag es überhaupt nicht, Croissants in Kaffee oder gebutterte Laugenbrezeln in heiße Milch zu ditschen, oder ähnliches. Da schüttelt's mich richtig. Auf der anderen Seite darf bei mir alles in Saucen schwimmen (bei mir gibt's Sauce mit Pasta, nicht andersrum) und ich liebe es, Jiaozi in Sojasauce-Essig-Knoblauch-Ingwer-Tunke zu tauchen, Gemüse zu dippen oder Gemüse- oder Getreidepuffer mit Dips zu ertränken.

Mit dem Thema Tunken ist Heike bei mir also an der richtigen Adresse. :-)

Besonders für unterwegs, als kleiner Snack zwischendurch oder auch als leichtes gesundes Mittagessen mag ich gerne Gemüsesticks mit Dip. Dabei ist man wunderbar flexibel und kann verwenden, was man gerade frisch bekommt.

Bei meinem heutigen Rezept kommt der Clou durch frisch geriebene Zitronenschale. Das bringt Frische rein und riecht wunderbar.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Zitroniger Joghurt-Kräuter-Dip zu knackigen Gemüsesticks
Kategorien:Snack, Pikant, Sauce, Gemüse
Menge:1 bis 2 Personen

Zutaten

HGEMÜSESTICKS
2Karotten
1/4Knollensellerie
1/2Grüne und gelbe Paprika
HJOGHURT-KRÄUTER-DIP
100-150GrammJoghurt
50-100GrammSchmand
1-2Getrocknete Tomaten; grob gehackt
1-2Essl.Frische oder TK-Kräuter, z.B. Petersilie,
-- Basilikum, Schnittlauch, Selleriegrün,
-- Borretsch, Dill, o.ä.
Salz, Pfeffer, Chili
1/2Teel.Zitronenzeste; frisch von einer unbehandelten
-- Zitrone gerieben

Quelle

Bewährtes Standardrezept
Erfasst *RK* 14.02.2012 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Gemüse waschen, bei Bedarf schälen und in Sticks schneiden.

Die Zutaten für den Dip zusammen in einen Blitzhacker geben und pürieren oder mit dem Pürierstab kurz durchmixen. Alternativ kann man die Kräuter und die getrocknete Tomate mit einem Messer sehr fein hacken und mit den anderen Zutaten in einer Schüssel verrühren.

Abschmecken und zusammen servieren.

Tipp: Der Dip lässt sich auch gut transportieren, z.B. in einem Schraubglas oder einem Plastikgefäß. Das Gemüse separat dazu packen und beides zusammen unterwegs als Snack genießen.

Variationen: Hier kann man wunderbar variieren, sowohl bei den Gemüsesorten als auch beim Dip. Es eignen sich Stangensellerie, Gurke, Kohlrabi, Radieschen oder auch Mairüben. Der Dip lässt sich mit Frischkäse, Quark, Pesto und verschiedenen Gewürzen variieren.

=====


Wenn der Dip schön sahnig ist, findet er auf der schneebedeckten Spielwiese schnell eine weitere Interessentin. :-)

Mein Beitrag für das aktuelle Event. Den Banner finde ich übrigens wieder super gelungen; großes Lob dafür an Zorra!

Blog-Event LXXIV - Tunken (Einsendeschluss 15. Februar 2012)

Bis morgen habt Ihr noch Zeit, Euch zu dem Thema Gedanken zu machen und darüber zu bloggen.

Dienstag, 12. August 2008

Flachswickel

Jutta hat das Thema für den XXXVII. Blog-Event im Kochtopf gewählt und sich für Erinnerungen an fast vergessene Gerichte und persönliche Erlebnisse entschieden. Ein interessantes Thema, das schon einige Teilnehmer veranlasst hat, in Erinnerungen zu schwelgen. Das Lesen der Beiträge macht echt Spaß. :-)

Schwäbische Flachswickel nach dem Rezept meiner Großmutter

Ich war auch lange am Überlegen, was denn typisch für früher ist und womit ich Erinnerungen verbinde. Da ist der Reissalat meiner Mutter, der bei keiner Geburtstagsfeier fehlen darf - seit den 1960ern schätze ich. Es gab auch gefüllte Eier und ich erinnere mich, dass ich auch einmal diesen Eier-Fliegenpilz, den Zorra als Banner gewählt hat, fabriziert habe. Mit Urlaub, Jugendfreizeiten und Schüleraustauschen verbinde ich noch einige Gerichte und Erinnerungen: Die Skoleboller und Chocolate Chip Cookies z.B. habe ich schon verbloggt. Meine Auslandssemester in China sind auch schon lange her, an das gemütliche Zusammensitzen mit Freunden und gemeinsames Jiaozi-Basteln erinnere ich mich gerne.

Blog-Event XXXVII - Sentimental journey - Essen angestaubt

Aber ich denke, Jutta will weiter zurück - in die Kindheit... Hm, Rosenkohl und Rhabarber fand ich damals eklig, beides esse ich inzwischen. Das ist also langweilig. Schön sind aber die Erinnerungen an manche Nachmittage, die man bei den Großmüttern verbringen durfte. Dabei wurde oft gekocht oder gebacken. Jede Oma hatte ihre Spezialitäten, die eine machte wunderbares Chaudeau und Fasnetsküchle, die andere Torten und Kuchen, u.a. ihre berühmte Schwarzwälder Kirschtorte.

Im Großraum Stuttgart, wo ich aufgewachsen bin, gibt es ein besonders leckeres Kleingebäck aus einem ganz einfach zuzubereitenden Hefeteig: Flachswickel. Wenn meine Oma welche gebacken hat, durfte ich natürlich beim Formen der kleinen Teigschlaufen helfen und den allerersten Flachswickel frisch vom Blech naschen. :-)

Zubereitung Omas FlachswickelAlso habe ich seit langem wieder einmal Omas Flachswickel gebacken!

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Omas Flachswickel
Kategorien:Backen, Gebäck, Hefeteig, Schwaben
Menge:2 Bleche, insg. ca. 30-35 Stück

Zutaten

HHEFETEIG
500GrammMehl
200GrammButter oder Margarine
1/2WürfelHefe
4-5Essl.Lauwarme Milch
3Eier
2PrisenSalz
HUND
Hagelzucker
Backpapier

Quelle


Rezept von Oma Anna
Erfasst *RK* 04.07.2004 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Dann aus allen Teigzutaten einen geschmeidigen Hefeteig zubereiten. Den Teig schlagen, bis er Blasen hat.

Den Teig zugedeckt ca. 20 Minuten gehen lassen.

Dann die Flachswickel formen und in Hagelzucker wälzen. Auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche geben und noch einmal ca. 20-30 Minuten gehen lassen.

Im vorgeheizten Backofen bei 210°C (Umluft 180°C) für 15-20 Minuten backen. Nach dem Backen auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen.

Flachswickel schmecken gut lauwarm zu einer Tasse Kaffee.
=====

Zubereitung Omas FlachswickelHier noch einmal das Formen der Flachswickel in Einzelschritten. Wenn man auf das Foto klickt, sieht man es genauer.

Sie eignen sich übrigens auch gut zum Einfrieren.

Die Flachswickel sind wunderschön locker geworden und schmecken mir noch genauso gut wie früher.

Donnerstag, 29. Dezember 2022

Schlehen-Quitten-Gelee

Heute koche ich wieder von einem anderen Blog nach: In der aktuellen Ausgabe von Koch mein Rezept wurde mir Petra von Chili und Ciabatta zugelost. Petra kenne ich schon ewig, noch aus Zeiten, als wir über de.rec.mampf Rezepte ausgetauscht haben. Sie bloggt länger als ich und ich gehöre auch zu den vielen Foodbloggern, die von ihr inspiriert wurden, ein eigenes Blog zu starten. 

Im Gegensatz zu Petra schaffe ich es nicht, so regelmäßig und so viel und so hochwertig zu bloggen! Ihre Rezepte sind der Hammer, die Fotos ein Traum und die Texte dazu bringen auf den Punkt, was wichtig ist, einschließlich einer sympathischen persönlichen Note. Chili und Ciabatta ist zurecht einer der besten und bekanntesten Blogs im deutschsprachigen Raum.

Klar habe ich von Petra im Laufe der Jahrzehnte schon eine Menge nachgemacht. Spontan fallen mir ihre Mayonnaise, der Barraquito, oder der Zucchini-Schoko-Kastenkuchen ein oder natürlich die Hildabrötchen von Petras Großmutter - eins der leckersten Plätzchenrezepte, die ich kenne.

Schlehen-Quitten-Mandarinen-Gelee

Ich habe noch mehr nachgekocht und einiges von ihren Rezepten in meinem Ausprobieren-Ordner. Das geht ganz einfach, weil wir auch die gleiche Rezeptverwaltungssoftware nutzen und so problemlos Rezepte austauschen und teilen können.

Sonntag, 18. Februar 2024

Bunte Klebreisbällchen in Ingwersirup

Heute bin ich bei einem Blogevent dabei, das sich für eine bunte, vielfältige, inklusive Gesellschaft einsetzt und deutlich gegen rechts steht. Nachdem die öffentliche Meinung die letzen Jahre immer mehr gekippt ist, gehen seit einigen Wochen die Menschen auf die Straße - für eine wehrhafte Demokratie und gegen rechte Pöbeleien und Stimmungsmache. Wir sind mehr!

Das haben über 3 Millionen Menschen bei Demos gezeigt, und auch online erheben mehr und mehr Menschen ihre Stimme. Janke von Jankes Seelenschmaus hat mich eingeladen, beim von Jana initiierten Blog-Event Wir sind bunt dabei zu sein. Es ist Teil der Boom-Events, die sich monatlich einem bestimmten Thema widmen. Aus aktuellem Anlass ist das Thema diesmal bunt.

Bunte Klebreisbällchen in Ingwersirup

Ich hatte länger überlegt, was ich dafür machen möchte. Leider bin ich noch nicht so fit, daher musste es etwas einfaches und schnelles sein. Auf den ersten Blick schon mit dem Foto wollte ich transportieren, dass ein fröhliches Bunt viel besser als eintöniges rückschrittliches Braun ist. Das sieht man hier auf der winterlich-matschig-braunen Spielwiese auf einen Blick.

Meine asiatischen Klebreisbällchen sind nicht nur von der Farbe her bunt, sondern zeigen auch, dass unser Leben durch andere Kulturen und internationale Rezepte so wunderbar vielseitig geworden ist.

Samstag, 9. Februar 2008

Schneller Fisch mit Gemüse

Dieses Reste-Abendessen gab's schon vor ein paar Tagen - jetzt wurde ich gebeten, es doch zu verbloggen, damit es nicht in Vergessenheit gerät. ;-)

Es waren wenig frische Zutaten im Haus - und irgendwann war der Hunger da... Also habe ich aus dem Rest Chinakohl, der von den Jiaozi übrig war, Karotten und etwas Dosenmais ein Gemüse zusammengerührt, das erstaunlich gut schmeckte. Dazu gab es Fischfilet aus der Tiefkühltruhe. Damit der Fisch knusprig wird, habe ich ihn, angeregt durch diese Panade, in gemörserten Cornflakes gewälzt und in der Pfanne gebraten.

Abgerundet wurde die Improvisation durch Nudelreste vom Vortag mit roten Paprikastücken und geriebenem Käse. Schnell, unkompliziert und - auch wenn es nicht so aussieht - echt lecker. :-)



















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Mit Cornflakes panierter Fisch und gemischtes Gemüse
Kategorien:Fisch, Salzwasser, Paniert, Gemüse, Winter
Menge:2 Personen

Zutaten

HFISCH
2TK-Rotbarschfilets
EtwasZitronensaft; evtl.
Salz, Pfeffer, Chili
2-3HandvollCornflakes

EtwasDoppelgriffiges Mehl
Speisestärke
1Eiweiß
Olivenöl

Butterschmalz
HGEMÜSE
1/3Chinakohl
1Knoblauchzehe
2Karotten
EtwasGemüsemais
Salz, Pfeffer, Chili
Öl

Quelle


eigenes Rezept
Erfasst *RK* 09.02.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Karotten in Stücke, Chinakohl in Streifen schneiden. Knoblauch hacken. Etwas Öl in einer Pfanne oder einem Wok erhitzen, Karotten dazu geben, rühren, etwas Farbe nehmen lassen. Knoblauch und Chinakohl dazugeben, zusammen brutzeln. Mais und Gewürze dazugeben und weiter unter Rühren braten, das Gemüse sollte noch Biss haben.

Cornflakes am besten in einem Mörser klein mörsern und mit etwas doppelgriffigem Mehl mischen. Den Fisch nach Bedarf mit etwas Zitronensaft abtupfen, dann würzen. Mit Speisestärke benetzen, dann durch das leicht durchgequirlte Eiweiß ziehen, dann durch die Cornflakes-Masse. In einer Pfanne mit Olivenöl und Butteschmalz bei mittlerer Hitze braten.

=====


Mit Resten und TK-Fisch habe ich übrigens vor einem halben Jahr schon einmal improvisiert - das Ergebnis war damals etwas sommerlicher.

Sonntag, 4. November 2012

Mitbringsel aus Shanghai

Ich gehöre ja auch zu denen, die überall Märkte, Läden und Supermärkte stürmen, um zu sehen, was es in anderen Gegenden oder Ländern so zu finden gibt.

Bei Reisen nach Italien oder Frankreich sind große Autos von Nachteil, die werden nämlich auch gefüllt, bis oben hin... Flugreisen oder Bahnfahren haben den Vorteil, dass man nicht viel mitnehmen kann. Fässer oder Kanister mit Wein fallen so schon mal weg. :-)

In Shanghai kürzlich habe ich auch wenig gekauft, da mein Koffer eh schon ziemlich schwer und voll war. Hier ein Blick auf das, was ich zuhause in meinem Koffer gefunden und fotografiert habe:

Mitbringsel aus Shanghai
Links ist eine Plastiktüte, darauf eine Tüte mit Erdnüssen, die in Teig gehüllt und gebacken sind, also ein kleiner Snack. Im Uhrzeigersinn weiter kleine Walnüsse, über die ich weiter unten schreibe, eine blaue Teedose, eine Teetasse mit integriertem Teesieb, ein kleines Sieb für die Küche, unten ein Sammelsurium an (teils gewöhnungsbedürftigen) chinesischen Süßigkeiten, dann das im grün beschrifteten Tütchen mittig flache gebackene herzhafte Kekse, die mit einer Flasche Bier auch mal als kleines Abendessen durchgehen, und unten links getrocknete Früchte, die chinesisch-salzig-süß-sauer schmecken.

TeetasseDie Teetasse ist ziemlich kitschig. ;-)

Ich habe sie nach der Teeprobe zusammen mit dem Tee gekauft. Wenn heißes Wasser rein kommt, wechselt das Motiv. Ich habe übrigens den berühmten 龙井茶 (Drachenbrunnentee) gekauft, über den ich vor 5 Jahren schon mal geschrieben hatte. Ein schöner grüner Tee, den ich ab und zu sehr gerne trinke. An die Tasse muss ich mich erst noch gewöhnen.

Was mir neu war, sind die kleinen Walnüsse, die ein Mitarbeiter der Firma, bei der ich dort arbeite, von seinem Heimatort mitgebracht hat. Sie kommen auch aus der Region um den Westsee bei Hangzhou und werden als regionale Spezialität verehrt. Die kleinen Nüsse werden gekocht und gebacken, sie schmecken süßlich und haben eine braune Farbe. Man nascht sie einfach so.

Kleine WalnüsseZum Größenvergleich habe ich links eine Walnuss aus unserem Garten dazu gelegt.

Sehr lecker, allerdings sind sie etwas kompliziert zu essen, vor allem, wenn man keinen Nussknacker dabei hat. Manche Chinesen schaffen es angeblich, die angeknackte Nuss in den Mund zu nehmen, sie mit Zunge, Zähnen, fragtmichnicht zu schälen und auszuhöhlen, die Nuss zu essen und die Schalen wieder auszuspucken. Das ähnelt der Art, wie die Leute dort Shrimps essen, daher glaube ich das. Ich kann das nicht.

Chinesische Mehle
Hier ein Blick auf ein Supermarktregal mit Mehl. Links das Mehl für Mantous, diese geschmacksarmen Brötchen, in der Mitte Jiaozi-Mehl, rechts Mehl für Baozi.

Hier noch ein paar weitere Fotos aus einem kleinen Supermarkt:

Supermarkt Shanghai

Links irgendwelche Dosen, schön bunt, in der Mitte Hühnerfüße und rechts eine Menge an Snacks und Naschereien.

Auf dem Rückflug habe ich beim Zwischenstop in Doha noch ein paar Datteln gekauft. Sie stammen aus Saudi-Arabien und schmecken sehr lecker.

Datteln

Sus vom Corumblog fotografiert übrigens auch gerne, was sie so mitbringt. Ich schaue mir das immer gerne an. Danke für die Anregung, meine Einkäufe auch mal wieder festzuhalten. :-)

Sonntag, 29. November 2020

Nachgebacken: Gugelhupf mit Walnuss-Schoko-Swirl

Heute geht mein Beitrag für die aktuelle Runde von Koch mein Rezept online. Es ist jedes Mal spannend, da die Blogs, aus denen man nachkocht, von Volker ausgelost werden. Dieses Mal war es wieder eine frohe Überraschung, da ich beide Bloggerinnen sehr gut kenne! 

Petra von Chili und Ciabatta und ich haben im letzten Jahrtausend bereits in Newsgroups Rezepte ausgetauscht. Wir kennen uns auch persönlich, und sie hat mich (wie viele andere) zum Bloggen motiviert. Petra hat sich für das Blog-Event chinesische Jiaozi ausgesucht und sie mit einem Trick sogar noch effektiver gemacht.

Meine Tauschpartnerin, von deren Blog ich mir diesmal etwas aussuchen und nachkochen bzw. nachbacken darf, ist Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf, die sicherlich auch jeder Foodblogger kennt. Auch Zorra bloggt schon länger als ich und auch wir kennen uns persönlich: Wir haben uns bereits ein paar Mal getroffen; das erste Mal im Sommer 2008 in Spanien und dort einen wunderschönen Tag miteinander verbracht. Damals haben wir gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge ticken (unsere Mitgenießer übrigens ebenso) und seitdem haben sich unsere Wege das eine oder andere Mal gekreuzt.

Gugelhupf mit Walnuss-Schoko-Swirl

Zorra ist in vielem ähnlich wie ich: Sie legt oft einfach los, hat eine Idee, probiert neues aus, ist unkompliziert. Nicht alles ist durchgestylt (obwohl ihre Fotos deutlich besser sind als meine, und das liegt nicht nur am andalusischen Licht!), nicht alles ist perfekt, sondern so, wie es einfach passiert - also so, wie Bloggen eigentlich sein sollte!

Mittwoch, 26. November 2008

Chinakohl mit Milch

Langsam wird es Zeit für meinen Beitrag zum aktuellen Garten-Koch-Event im Gärtnerblog. Diesmal darf ich den Event wieder ausrichten, Thema ist ein jahreszeitliches Gemüse, der Chinakohl. Bis Ende des Monats kann man noch Beiträge einreichen.

Chinakohl gibt es seit langem auch in unseren Breiten, aber ich verbinde damit meine zweite Heimat, die ihm hierzulande auch den Namen gegeben hat. Dort heißt er 白菜 (Pinyin: báicài), wörtlich übersetzt wäre das "weißes Gemüse" oder "weißes Lebensmittel". Lebensmittel trifft es irgendwie ganz gut - im Winter gab es fast nichts anderes!

Ich habe 1990-91 in China studiert, damals war das Land noch in einer völlig anderen Situation als heute. Dass es damals schwer war, an Brot zu kommen, habe ich früher schon einmal geschrieben. Für uns ausländische Studenten gab es auch in Nordchina etwas Abwechslung auf dem Teller (außerdem konnte man in den Süden reisen!), aber die chinesischen Kommilitonen und die einfache Bevölkerung hat viel Chinakohl gegessen.

Ich habe noch gut in Erinnerung, dass die Treppenhäuser dieser klassischen sozialistischen Mehrfamilienhäuser mit sechs Etagen von unten bis oben mit Chinakohl angefüllt waren, der dort lagerte und im Laufe des Winters gegessen wurde.

Links ein Foto von mir aus jener Zeit. Es entstand damals in einer Restaurantküche in Tianjin.

Tianjin (天津), die Stadt, in der ich studiert habe, ist vom kulinarischen Gesichtspunkt vor allem bekannt für Baozi. Daneben gibt es Teigkringel namens Mahua, die häufig als Souvenir durch das Land gekarrt wurden, und Chinakohl mit Milch - ein normales Gericht, das in Familien gekocht wird. Dazu muss ich noch etwas zum Thema Milch erzählen:

Damals war Milch rationiert und nur auf Bezugsschein erhältlich, Familien mit kleinen Kindern bekamen welche. Wenn ich Appetit auf Milchprodukte hatte, musste ich mir gesüßten Joghurt kaufen. Das war's. So wurde dann der Appetit auf Milch und Milchprodukte im Laufe der Monate immer heftiger...

Eines Tages besuchte ich eine chinesische Freundin, die gerne kochte. An jenem Tag - wahrscheinlich ähnlich trostloses Wetter wie heute - kochte sie für uns beide dieses Gericht. Erst wurde das Innere des Chinakohls gekocht. Dann holte sie ein Plastiksäckchen Milch aus dem Kühlschrank. Ich bekam schon richtig große Augen und Vorfreude auf frische Milch!

Und dann: Bevor ich aufschreien und einschreiten konnte, war die Packung geöffnet und die Milch verschwand im Chinakohlgericht! Sie wurde mit dem Kohl geköchelt und als typische Spezialität Tianjins serviert... Auch lecker, als höflicher Mensch lobt man natürlich diese Möglichkeit, etwas typisches essen zu dürfen. Aber im Ernst: Ein Glas ganz normale kalte Milch und normaler Chinakohl mit Sojasauce wären mir an jenem Tag deutlich lieber gewesen! ;-)


















Heute habe ich dieses Gericht wieder gekocht. Es schmeckt fein, ganz anders als normale angebratene Gemüsegerichte mit Chinakohl aus dem Wok. Heute, mit genügend frischer Milch im Kühlschrank, schmeckt mir das Gericht richtig gut. :-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Chinakohl mit Milch (Rezept aus Tianjin)
Kategorien:Gemüse, Chinakohl, China
Menge:2 Portionen

Zutaten

1Chinakohl; die inneren Blätter (das Herz)
200mlGemüsebrühe (oder Fleischbrühe)
1SchussErdnussöl
1-2Essl.Frühlingszwiebeln; in kleine Röllchen geschnitten
2Teel.Reiswein
1PriseSalz
EtwasPfeffer
150mlMilch
2Teel.Speisestärke
1-1 1/2Essl.Wasser
1SchussSesamöl; evtl

Quelle


aus China mitgebracht
Erfasst *RK* 26.11.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Den Chinakohl halbieren, die jeweils inneren Blätter (ungefähr das innere Drittel), das sog. Herz herausnehmen. Bei Bedarf waschen. In ca. 1 cm breite Streifen schneiden.

Gemüsebrühe in einem Wok zum Sieden bringen. Die Gemüsestreifen hineingeben und einige Minuten köcheln lassen. Das Gemüse herausnehmen und abtropfen lassen. Die Brühe beiseite stellen.

Den Wok wieder auf die Flamme stellen, die Frühlingszwiebelstücke darin kurz anbraten. Mit Reiswein und der Brühe ablöschen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Flüssigkeit aufkochen lassen, den Kohl hineingeben und kurz köcheln. Milch hinzufügen und etwas köcheln lassen.

Währenddessen die Stärke mit Wasser anrühren und über das Gemüse gießen, umrühren bis die Sauce dicklich wird. Wer mag, kann noch Sesamöl als weitere Würze dazugeben.

Sofort servieren zu weiteren Gerichten und Reis.

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Bei mir gab's heute gemischtes Gemüse und Reis dazu.

Für das gemischte Gemüse habe ich einfach verschiedene Gemüse (Karotten, Broccoli, Erbsen, Rosenkohl) und eingeweichte Pilze mit Knoblauch, Ingwer und einer Chilischote in Erdnussöl unter Rühren gebraten und mit etwas Sojasauce abgeschmeckt.

Ein Tipp für alle, die gerne chinesisches Essen mit Chinakohl mögen: Die Jiaozi mit Chinakohl-Füllung schmecken auch super.