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Donnerstag, 4. November 2010

Rosenkohl mit Feta

Nein, bei uns liegt noch kein Schnee! Aber so langsam geht es wieder los mit der winterlichen Rosenkohlzeit. Rosenkohl ist schön knackig grün und lässt sich vielseitig zubereiten. Hier auf dem Blog habe ich schon einige Rezepte mit Rosenkohl vorgestellt.

Weil es so schön winterlich ist, von diesem Rezept ein Foto von letztem März:

Gebratener Rosenkohl mit roter Zwiebel und Feta

Ich mag Rosenkohl gerne in Scheiben geschnitten und angebraten. Mit roten Zwiebeln und Feta zusammen zu Nudeln gab's ihn letzten Winter bei Kochfrosch. Kathi hatte die Idee von Anne, dort gab's den Rosenkohl ohne Nudeln, und Juliane fand die Kombination als Pastasauce ein bisschen trocken.

Zubereitung Gebratener Rosenkohl mit roter Zwiebel und Feta

Mittwoch, 31. Januar 2018

Gebackener Rosenkohl mit Gorgonzola und Walnüssen

Heute um 8 Uhr erscheinen zeitgleich eine Menge Rezepte mit Kohl in deutschsprachigen Foodblogs. Auch diesmal steckt wieder die Aktion Wir retten was zu retten ist dahinter. Heute geht es um ein saisonales Gemüse, das es in vielen Ausprägungen gibt: Kohl!

Die Idee kam uns eigentlich von Grünkohl und dem Hintergedanken, dass man ihn nicht nur totgekocht zu Pinkel, sondern auch schön frisch und knackig servieren kann. Gute Rezepte findet man oft nur unter dem amerikanischen Begriff kale und auch bei mir gab's superleckere Grünkoch-Chips auf dem Blog, sogar in zwei Variationen.

Dieses Jahr habe ich hier in Süddeutschland aber noch keinen Grünkohl gefunden, daher musste ich mir etwas anderes überlegen.

Gebackener Rosenkohl mit Gorgonzola und Walnüssen

Gelandet bin ich schließlich bei Rosenkohl. Den kriegt man im Winter überall; er schmeckt auch am besten, wenn er den ersten Frost hinter sich hat.

Rosenkohl stammt wie die anderen Kohlarten vom Wildkohl ab und zählt zur grossen Familie der Kreuzblütengewächse. Er heißt wegen seiner Herkunft auch Brüsseler Kohl (im englischen Sprachraum Brussels sprouts, in Frankreich chou de Bruxelles) und in Österreich Kohlsprossen oder Sprossenkohl.

Ich habe mal versucht, welchen im Garten anzubauen, allerdings wurde er (wie alle anderen Kohlsorten) nicht wirklich was. Trotzdem sollte man die Pflanze mal anschauen, sie bildet einen hochwüchsigen Stängel aus, an dem sich eine Art Knospen bilden, die in den Blattachseln wachsen. Diese werden geerntet.

Gebackener Rosenkohl mit Gorgonzola und karamellisierten Walnüssen - Zubereitung

Mittwoch, 30. Januar 2008

Nudeln mit Pute und Rosenkohl-Gorgonzolasauce

Rosenkohl habe ich als Kind gehasst! Den gab's zu jenen Zeiten schön weichgekocht - und das war mir definitiv zu "schlonzig". ;-)

Inzwischen mag ich ihn sehr gerne, in verschiedensten Variationen. Vorgestern ganz einfach in eine Gorgonzolasauce gemischt zu Bandnudeln, das ganze abgerundet mit Putenschnitzelchen und ein paar gerösteten Walnüssen. Dazu ein Weißweinschorle. Lecker!




















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Putenschnitzelchen an Bandnudeln mit Gorgonzola-Rosenkohl und Walnüssen
Kategorien:Geflügel, Pute, Nudel, Rosenkohl, Winter
Menge:2 Personen

Zutaten

200GrammBärlauch-Tagliatelle oder andere Bandnudeln
2-3Ltr.Salzwasser
2HandvollRosenkohl

EtwasKümmel; wer mag
WenigWasser
100-200mlSahne und/oder Milch
100GrammGorgonzola; ca
Salz, Pfeffer, Chili
1HandvollWalnüsse
1-2Putenschnitzel
1Essl.Olivenöl

Quelle


eigenes Rezept
Erfasst *RK* 30.01.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Wasser kochen, Salz dazu geben und die Nudeln bissfest darin garen.

Von den Rosenkohlröschen die äußeren Blätter entfernen, den Strunk abschneiden und am Strunk ein kleines Kreuzchen mit dem Messer einritzen. Oder die Röschen halbieren. In wenig Wasser mit etwas Kümmel (wer mag: hilft bei manchen, Kohl besser zu vertragen) köcheln, bis sie so weich sind, wie man sie mag.

Sahne und/oder Milch in einem Topf erwärmen, Gorgonzola klein schneiden und darin schmelzen lassen. Die aufgeführten Mengen für die Sauce sind geschätzt - einfach ausprobieren, der eine mag mehr Sauce, der andere weniger, einer mag sie dicker, einer flüssiger... Mit Pfeffer und Chili abschmecken, evtl. Salz dazu geben. Den Rosenkohl in die Sauce geben und unterheben.

Walnüsse hacken, in einer Pfanne ohne Fett anrösten.

Putenschnitzel in kleinere Stücke schneiden, in einer beschichteten Pfanne mit etwas Olivenöl von beiden Seiten anbraten, salzen, pfeffern.

Die Nudeln abgießen, zu der Rosenkohl-Gorgonzolasauce geben, gut mischen, auf vorgewärmten Pastatellern servieren und mit den Walnüssen und Putenschnitzelchen versehen servieren.

=====


Die Nudeln schmecken als vegetarische Variante auch sehr gut, wenn man das Fleisch einfach weglässt. ;-)

Als Dessert haben wir übrig gebliebene geröstete Walnüsse mit Honig und Kumquat zu griechischem Joghurt gegessen, lecker!

So ähnlich genießt Claudia von Fool for Food ihr Frühstück - zum Nachmachen empfohlen!

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Maroni-Rosenkohl-Risotto

Hier habe ich nochmal ein Rezept, das ich im letzten Winter gemacht hatte. Da schlummern noch einige Fotos und halbfertige Rezepte auf der Festplatte; ich kam Anfang des Jahres kaum zum Bloggen. 

Dieses einfache herbstliche Risotto gehört zu den Rezepten, die ich mal wieder machen möchte, daher kommt es jetzt auf den Blog. Rosenkohl mag ich im Herbst und Winter gerne, und die Kombination mit Maroni ist immer wieder gut.

Maroni-Rosenkohl-Risotto

Ich habe mich gewundert, dass ich damit noch kein Rezept online habe; ich mische diese beiden Zutaten nämlich gerne miteinander. Meist mit etwas Wild oder Geflügel. 

Dienstag, 16. Dezember 2008

Rosenkohlsuppe

Im Winter mag ich gerne Suppen, die so schön aufwärmen und sich zudem gut als mittäglicher Imbiss eignen.

Eigentlich verfahre ich dabei meist nach einem ähnlichen Grundrezept: Ich brate Knoblauch und manchmal Zwiebeln in etwas Fett an, gebe kleingeschnittenes Gemüse dazu, lasse dies mit braten und lösche das Gemüse mit Wasser oder Brühe ab. Etwas köcheln lassen, bis die Gemüse weich sind und pürieren. Dann noch abschmecken, etwas Sahne, saure Sahne, Schmand o.ä. dazu - fertig. Wenn es eine Hauptmahlzeit sein soll, entweder Brot dazu essen oder schnell Croûtons machen.

Diese Rosenkohlsuppe ist schnell gemacht und so heiß, dass sie auch eine Foto-Session draußen verkraftet. ;-)

















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Rosenkohlsuppe mit Speck-Croûtons
Kategorien:Suppe, Creme, Rosenkohl, Winter
Menge:2 Personen

Zutaten

1Schalotte
1Knoblauchzehe
1SchussOlivenöl
2HandvollRosenkohl
1HandvollKartoffeln; evtl
1/2HandvollTK-Erbsen; evtl.
1SchussSherry oder Portwein
2StückeBärlauchbutter
-- oder
1Essl.Kräuterbutter
Wasser oder Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Chili
Muskatnuss
50GrammSahne
HCROUTONS
1Essl.Olivenöl
1Knoblauchzehe
1-2Essl.Schinkenspeck
1-2ScheibenBrot

Quelle


eigenes Rezept
Erfasst *RK* 16.12.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Schalotte und Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. In dem Olivenöl andünsten. Rosenkohlköpfchen waschen, putzen und vierteln. Kartoffeln in kleine Stücke schneiden. Gemüse dazu geben und mit andünsten, bis alles etwas Farbe bzw. Röststoffe bekommt. Mit Wasser oder Gemüsebrühe ablöschen, Sherry oder Portwein sowie Bärlauchbutter bzw. Kräuterbutter dazu geben und ca. 5-10 Minuten köcheln lassen, bis der Rosenkohl bissfest-weich, aber noch nicht total zerkocht ist.

Währenddessen Brot, Knoblauch und Speck würfeln und in etwas Olivenöl separat in einer beschichteten Pfanne anbraten.

Die Suppe pürieren, je nach Geschmack feiner oder ein paar Stücke drin lassen. Würzen und die Sahne unterrühren.

Die Rosenkohlsuppe in vorgewärmten Tellern anrichten, mit Speck- Croûtons dekorieren.

Tipps: Vegetarisch wird die Suppe, wenn man den Speck weg lässt. Sie schmeckt dann genauso gut. Evtl. Walnüsse zu den Brot-Croûtons geben.

=====

Samstag, 15. November 2008

Karotten mit Ahornsirup

Der aktuelle Blog-Event im Kochtopf wird vom Blog Rants of a Female Nerd ausgerichtet. Femnerd wünscht sich Gerichte, die auf eine Thanksgiving-Tafel passen.

Da ich Thanksgiving noch nie selbst in den USA erlebt habe, fehlt mir der Bezug dazu... Klar kennt man Filme, Fernsehserien und Erzählungen von Freunden, aber das ist nicht dasselbe. Für mich war daher der Wikipedia-Artikel recht aufschlussreich.

Und natürlich Gabis Informationen auf USA kulinarisch mit passenden Menüvorschlägen. Hier bin ich auch fündig geworden und liefere eine leckere, gemüsige Beilage für unsere Thanksgiving-Tafel: Die Maple Butter Carrots schmecken wunderbar leicht süßlich nach Ahornsirup und sehr gut.




















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Maple Butter Carrots (Karotten mit Ahornsirup)
Kategorien:Gemüse, Karotte, USA
Menge:12 Portionen

Zutaten

12groß.Möhren (Karotten)
2Essl.Ahornsirup
2Essl.Butter
Salz, Peffer
1PriseMuskat*
EtwasPetersilie, gehackt*
-- oder
EtwasSalbei*

Quelle


nach www.usa-kulinarisch.de
Erfasst *RK* 15.11.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Möhren schälen, längs vierteln und dann in etwa 3 cm lange Stifte schneiden. In Salzwasser weichkochen und sehr gut abgießen. Ahornsirup und Butter darübergeben und gut mischen. Mit Salz und Pfeffer, evtl. mit Petersilie garnieren.

Variante - etwas edler: Dünsten Sie die Möhren bei sanfter Hitze in Butter und Ahornsirup weich.

* Anmerkungen Barbara:

Für 12 Portionen reicht es, wenn das Gericht als Beilage zu einem Thanksgiving-Menü serviert wird. Weitere Ideen für das Menü: http://www.usa-kulinarisch.de/cgi-bin/rezepte.cgi?TypNr=31.

Ich habe die Karotten erst kurz in Salzwasser geköchelt und dann wie in der edleren Variante gedünstet. Mit einem Hauch Muskat haben sie mir gut geschmeckt. Die Petersilie habe ich weggelassen und dafür etwas Salbei verwendet.

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Bei mir gab's heute keinen Truthahn dazu, dafür Hirse und Rosenkohl mit Esskastanien.

Die Hirse habe ich mit Wasser im Reiskocher quellen lassen. Der Rosenkohl wurde mit Kümmel in etwas Wasser gedünstet, kurz vor Ende der Garzeit ein paar Maroni (vorgekochte aus dem Vakuum-Pack) dazu, Wasser abgießen, etwas Olivenöl, Thymian und Oregano darüber, kurz brutzeln lassen und mit Salz, Pfeffer und Chili würzen.

Da Femnerd neugierig ist, interessiert sie auch, wofür wir im fast schon vergangenen Jahr dankbar sind. Wenn ich richtig gelesen habe, gehört das zu Thanksgiving dazu. Ohne zu privat zu werden, ich bin ganz allgemein dankbar für dieses wunderschöne Leben, für viele Menschen, die ich kenne und mag und konkret bin ich dankbar für vieles, u.a. dafür, dass meine Bandscheiben-OP so gut verlaufen ist.

Vielen Dank an Femnerd und Zorra fürs Ausrichten des Events!

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Gebratene Nudeln

Als schneller Mittagsimbiss bieten sich Nudeln an. Bekannt ist die italienische Variante, aber auch die Asiaten machen tolle Nudelgerichte und so gibt es bei mir manchmal asiatisch angehauchte Nudelgerichte.

Gern mag ich dickere Nudeln, die man als Udon-Nudeln abgepackt in Asienläden bekommt, oder Reisnudeln. Damit hatte ich schon einmal eine asiatische Nudelsuppe mit Gemüse und Fisch gekocht. Leicht angebraten mit Gemüse und ein paar Gewürzen schmecken diese Nudeln aber auch sehr gut.

Dafür brate ich eigentlich nur Gemüse mit Knoblauch und Ingwer an, gebe die Nudeln dazu, lasse diese mehr oder weniger lange anbraten und schmecke nach Lust und Laune ab.

Hier etwas ausführlicher:

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Gebratene Nudeln mit Gemüse asiatisch angehaucht
Kategorien:Teigware, Nudel, Gemüse, Grundrezept, Asien
Menge:1 bis 2 Personen

Zutaten

2-3Knoblauchzehen
1StückIngwer; ca. walnussgroß
1Karotte
1HandvollRosenkohl
1/2-1Rote Paprika
1HandvollKürbisfleisch
EtwasÖl (am besten Erdnussöl)
1-2PortionenUdon-Nudeln (à 230 Gramm)
Wasser
HZUM WÜRZEN JE NACH LUST UND LAUNE
1SchussReiswein
2-3Essl.Sojasauce
1Teel.Chili oder Sambal Oelek; Menge nach Geschmack
1Teel.Grüne Currypaste
1SchussThailändische Fischsauce
1SchussDunkles Sesamöl (geröstetes Sesamöl zum Würzen)

Quelle


eigenes Rezept
Erfasst *RK* 17.12.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Knoblauch und Ingwer schälen und hacken. Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden.

Erdnussöl in einem Wok oder einer großen Pfanne erhitzen, Rosenkohl, Karotten und Kürbis dazu geben und unter Rühren braten. Evtl. etwas Wasser dazu geben.

Währenddessen Nudeln in kochendem Wasser nach Packungsanweisung aufkochen und abgießen. Beiseite stellen.

Knoblauch, Ingwer und Paprika in den Wok zu dem anderen Gemüse geben und weiter brutzeln lassen, dabei häufig rühren. Das Gemüse sollte noch Biss haben. Gemüse im Wok an den Rand schieben. Nudeln in die Mitte des Woks geben und etwas anbraten lassen.

Zum Würzen die Würzmittel nehmen, die man mag. Mit Reiswein, Sojasauce und Sesamöl wird es chinesischer, mit Currypaste und Fischsauce bekommt es einen thailändischen Touch.

Als Gemüse eignen sich verschiedene Gemüse der Saison.

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Sonntag, 22. November 2009

Hirsch mit Selleriepüree

Eines meiner Lieblingsgerichte im Herbst schmeckt zwar richtig lecker, sieht aber immer furchtbar aus...

Ich mag die Kombination von Wild mit Rosmarin und einer Rotweinsauce sowie selbst gemachten Püree aus Sellerie und Kartoffeln, in dem noch Stückchen sein dürfen...

Ein Rezept dafür habe ich nicht, es wird improvisiert:

Im Prinzip werden Sellerie und Kartoffeln weich gekocht, mit Sahne und Gewürzen püriert.

Der Hirsch wandert mit Knoblauch, Schalotten und Rosmarin in die Pfanne, darf wieder raus, der Bratensatz wird mit Rotwein abgelöscht, mit Butterflöckchen aufmontiert, Fleisch dazu. Fertig.

Dazu noch irgendein Gemüse - und man hat ein unkompliziertes herbstliches Gericht.

Da ich meine Sauce gerne flüssig mag und der Weg auf die Spielwiese weit ist, sieht es entsprechend aus... ;-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Hirsch mit Sellerie-Kartoffel-Püree und zwiebeliger Rotweinsauce
Kategorien:Fleisch, Wild, Püriert, Sauce, Herbst
Menge:2 bis 3 Personen

Zutaten

HFÜR DAS SELLERIE-KARTOFFEL-PÜREE
1/2Sellerieknolle
3-4Weichkochende Kartoffeln
Wasser oder Brühe
Salz, weißer Pfeffer
EtwasMuskatnuss
EtwasSahne
HFÜR DAS FLEISCH UND DIE SAUCE
EtwasÖl
EtwasButterschmalz
300-500GrammHirsch (Gulasch, Fleischstücke, o.ä.)
1Knoblauchzehe
1Rosmarinzweig
2-3Schalotten
100-200mlRotwein; ca.
EtwasKalte Butter
HFÜR DAS GEMÜSE
EtwasÖl
2Karotten
1Knoblauchzehe
EtwasLauch
1HandvollMangold
Salz, Pfeffer, Chili

Quelle

so ähnlich mal irgendwo gegessen
Erfasst *RK* 21.11.2009 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Für das Püree Sellerie und Kartoffeln in Würfel schneiden. Mit etwas Wasser oder Brühe in einem Topf köcheln, bis alles ziemlich weich ist. Gewürze und Sahne dazu, umrühren. Mit dem Pürierstab pürieren.

Während Sellerie und Kartoffeln kochen, bereitet man den Hirschen zu: Etwas Fett in eine Pfanne geben, Rosmarin, gehackten Knoblauch und gewürfelte Schalotten dazu geben und die Hirschstücke hineinlegen. Brutzeln lassen, so dass der Hirsch eine Kruste bekommt und etwas gart. Fleisch entfernen und warm stellen.

Rotwein (Menge nach Geschmack wer mag kann auch einen Teil Rotwein, einen Teil Wildfond o.ä. nehmen) in die Pfanne geben und die Sauce reduzieren lassen. Butter in Flöckchen unterrühren, so dass die Sauce etwas an Konsistenz gewinnt. Hirsch wieder dazu geben.

Für das Gemüse alles in mundgerechte Stücke schneiden. Karotten, Knoblauch und Lauch in Öl anbraten, Mangold dazugeben, kurz weiterbraten. Würzen.

Das Püree auf einen Teller geben, Fleisch dazu, alles mit Sauce bedecken, etwas frischen Rosmarin als Dekoration dazu legen. Das Gemüse dazu servieren.

Alternativ schmecken auch andere herbstliche Gemüse, z.B. Wirsing, Rosenkohl, Broccoli, o.ä.

=====

Donnerstag, 18. März 2021

Knödelchen mit Broccoli-Gorgonzola-Sauce und Pute

Mich hat gerade wieder die alljährliche dicke Erkältung erwischt. Zum Glück ist es nichts Ernsteres und nach einer Woche Bettruhe war mir heute nach etwas Werkeln in der Küche und einem nahrhaften Mittagessen, das auch etwas Grün enthält. 

Wahrscheinlich ist das so ein Frauen-Dings, aber ich mag einfach die Farbe grün auf dem Teller. Gemüse gab's die letzten Tage auch, aber wenn ich selber koche, ist das Verhältnis von frischem Gemüse zu anderen Zutaten doch etwas anders.

Knödelchen mit Broccoli-Gorgonzola-Sauce und Pute

Trotzdem kam die Idee fürs Mittagessen vom Gärtner der Spielwiese, der viele Lieblingsgerichte hat. Eins ist Pasta mit Gorgonzolasauce. Das Gericht ist in einigen Variationen schon auf dem Blog, u.a. hier, hier, hier oder hier. Manchmal haue ich Fleisch oder Geflügel dazu, z.B. hier oder hier, oder es gibt Gnocchi statt Nudeln. 

Da seit einiger Zeit Mini-Knödel bzw. Klöße von verschiedenen Herstellern  in den Supermarkt-Kühlregalen zu finden sind, die von den Zutaten her okay sind und viel Arbeit sparen, wanderte gestern ein Pack in den Einkaufswagen und heute auf den Teller. Knödel eignen sich gut für viel Sauce, finde ich, und die Kombination mit Gorgonzola gefällt uns auch mit diesen Kartoffelklößchen.

Zubereitung Knödelchen mit Broccoli-Gorgonzola-Sauce und Pute

Dienstag, 19. November 2024

Pasta mit aromatischer Schwarzkohl-Creme

Inzwischen gibt's sogar bei uns in Süddeutschland Grünkohl. Den mag ich zwar nicht totgekocht, aber sehr gerne als sog. Kale Chips zum gesunden Knabbern. Manchmal wird direkt daneben Schwarzkohl angeboten. Auch der ist relativ neu hier auf dem Land. 

Auf dem Bauernmarkt heißt er bei uns Palmkohl, im Gemüseladen toskanischer Schwarzkohl oder Cavolo nero. Ich mag ihn gerne und überlege, ob ich ihn kommendes Jahr auch mal im Garten anbaue. Das scheint in unseren Breiten zu funktionieren, allerdings mag er im Gegensatz zu Grünkohl keine zu kalten Nächte. Er ist entsprechend feiner, zarter und schmeckt milder als sein norddeutscher Verwandter. 

Zubereitung Pasta mit aromatischer Schwarzkohl-Creme

Ich mag ihn gerne, u.a. in einer Ribollita oder einfach in der Pfanne mit Knoblauch angebraten. Ab sofort habe ich ein neues Lieblingsgericht mit diesem schönen dunklen Kohl: 

Das Rezept habe ich in einem Buch von Joshua McFadden gefunden. Es gibt davon auch eine deutsche Übersetzung, die ich nach kurzer Zeit weiterverschenkt habe... Wie so oft bei Kochbüchern, fielen mir Ungenauigkeiten bei der Übersetzung auf und ich nehme lieber das Original zur Hand. Sein Buch heißt Sechs Jahreszeiten oder Six Seasons. Dabei teilt er Gemüse nach Saison ein und erweitert den Sommer zu Früh-, Hoch- und Spätsommer. Im Herbst gibt's u.a. Bete, Rosenkohl, Mangold und Grünkohl.

Pasta mit aromatischer Schwarzkohl-Creme
Der Kohl wird mit Knoblauchöl gemixt und zur Pasta gegeben; eine gute Portion Parmesan rundet das Geschmackserlebnis ab. Uns hat es ausgesprochen gut geschmeckt. Eigentlich... Die Menge (man sieht das gut auf dem Teller) wurde uns dann doch zu eintönig.

Dienstag, 12. August 2008

Flachswickel

Jutta hat das Thema für den XXXVII. Blog-Event im Kochtopf gewählt und sich für Erinnerungen an fast vergessene Gerichte und persönliche Erlebnisse entschieden. Ein interessantes Thema, das schon einige Teilnehmer veranlasst hat, in Erinnerungen zu schwelgen. Das Lesen der Beiträge macht echt Spaß. :-)

Schwäbische Flachswickel nach dem Rezept meiner Großmutter

Ich war auch lange am Überlegen, was denn typisch für früher ist und womit ich Erinnerungen verbinde. Da ist der Reissalat meiner Mutter, der bei keiner Geburtstagsfeier fehlen darf - seit den 1960ern schätze ich. Es gab auch gefüllte Eier und ich erinnere mich, dass ich auch einmal diesen Eier-Fliegenpilz, den Zorra als Banner gewählt hat, fabriziert habe. Mit Urlaub, Jugendfreizeiten und Schüleraustauschen verbinde ich noch einige Gerichte und Erinnerungen: Die Skoleboller und Chocolate Chip Cookies z.B. habe ich schon verbloggt. Meine Auslandssemester in China sind auch schon lange her, an das gemütliche Zusammensitzen mit Freunden und gemeinsames Jiaozi-Basteln erinnere ich mich gerne.

Blog-Event XXXVII - Sentimental journey - Essen angestaubt

Aber ich denke, Jutta will weiter zurück - in die Kindheit... Hm, Rosenkohl und Rhabarber fand ich damals eklig, beides esse ich inzwischen. Das ist also langweilig. Schön sind aber die Erinnerungen an manche Nachmittage, die man bei den Großmüttern verbringen durfte. Dabei wurde oft gekocht oder gebacken. Jede Oma hatte ihre Spezialitäten, die eine machte wunderbares Chaudeau und Fasnetsküchle, die andere Torten und Kuchen, u.a. ihre berühmte Schwarzwälder Kirschtorte.

Im Großraum Stuttgart, wo ich aufgewachsen bin, gibt es ein besonders leckeres Kleingebäck aus einem ganz einfach zuzubereitenden Hefeteig: Flachswickel. Wenn meine Oma welche gebacken hat, durfte ich natürlich beim Formen der kleinen Teigschlaufen helfen und den allerersten Flachswickel frisch vom Blech naschen. :-)

Zubereitung Omas FlachswickelAlso habe ich seit langem wieder einmal Omas Flachswickel gebacken!

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Omas Flachswickel
Kategorien:Backen, Gebäck, Hefeteig, Schwaben
Menge:2 Bleche, insg. ca. 30-35 Stück

Zutaten

HHEFETEIG
500GrammMehl
200GrammButter oder Margarine
1/2WürfelHefe
4-5Essl.Lauwarme Milch
3Eier
2PrisenSalz
HUND
Hagelzucker
Backpapier

Quelle


Rezept von Oma Anna
Erfasst *RK* 04.07.2004 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Dann aus allen Teigzutaten einen geschmeidigen Hefeteig zubereiten. Den Teig schlagen, bis er Blasen hat.

Den Teig zugedeckt ca. 20 Minuten gehen lassen.

Dann die Flachswickel formen und in Hagelzucker wälzen. Auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche geben und noch einmal ca. 20-30 Minuten gehen lassen.

Im vorgeheizten Backofen bei 210°C (Umluft 180°C) für 15-20 Minuten backen. Nach dem Backen auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen.

Flachswickel schmecken gut lauwarm zu einer Tasse Kaffee.
=====

Zubereitung Omas FlachswickelHier noch einmal das Formen der Flachswickel in Einzelschritten. Wenn man auf das Foto klickt, sieht man es genauer.

Sie eignen sich übrigens auch gut zum Einfrieren.

Die Flachswickel sind wunderschön locker geworden und schmecken mir noch genauso gut wie früher.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Schnelles Rührei

Heute gab's ein schnelles Rührei zu gebuttertem Vollkornbrot.

Rote Paprika und Topinambur waren noch da, ebenfalls Eier und ein Rest Ziegenkäse. Gewürzt mit Salz, Pfeffer, Muskat und Chili. Ein paar Blätter Basilikum dazu - fertig.

Schmeckt auch mal lecker! :-)

Gefallen hat mir, wie gut Topinambur auch dazu passt!

Ich hatte inzwischen Topinambur als Gratin, als Salat, einfach so zum Naschen zwischendurch wie Karotten, als Salat, auf der Pizza, im Mischgemüse mit Karotten, Petersilienwurzel, Sellerie und Rosenkohl zu Raclette mit Kartoffeln. Vielseitig einsetzbar.

Sonntag, 13. Mai 2012

Murks: Rhabarber-Waldmeister-Pampe

Heute ist irgendwie nicht so ganz mein Tag... Nach einer interessanten, aber doch auch anstrengenden Woche bin ich gestern Abend ziemlich übermüdet heim gekommen und habe heute erst mal richtig ausgeschlafen. Von dem heißen Wetter hier bekam ich nichts mit, aber ich kann sehen, dass die Natur wieder einen ziemlichen Sprung gemacht hat. Auch die Katzen verlieren ihr Winterfell, es ist also eindeutig Frühling. :-)

Rhabarber
Der Rhabarber ist richtig explodiert, die Pflanze ist fast so hoch wie ich! Und er blüht dieses Jahr sogar an mehreren Stellen.

Als Kind habe ich Rhabarber genau wie Heike roh mit Zucker gegessen, gekocht habe ich ihn gehasst. Das hat sich genauso wie die Abneigung zu Rosenkohl mit dem Alter verwachsen, inzwischen mag ich Rhabarber sehr gerne und freue mich an der großen Pflanze im Garten, die ich vor vielen Jahren selbst gepflanzt habe.

Da der Gärtner der Spielwiese keinen Rhabarberkuchen wollte, mir aber trotzdem nach etwas süßem war, sind mir die drei übrig gebliebenen Törtchenböden wieder eingefallen, die noch im Kälteschlaf lagen. Darauf eine Creme...

Zubereitung Rhabarber-Waldmeister-CremeKürzlich wurden im CharlottenBlog nämlich traumhafte Rhabarber-Quark-Törtchen mit Waldmeister serviert. Die Kombination Rhabarber-Waldmeister wollte ich unbedingt einmal ausprobieren.

Ich habe aus beidem erst einmal ein Kompott gekocht, das ich mit Gelatine andicken wollte. Tja, wieder was gelernt: Damit das fest wird, braucht man einen Kühlschrank. Logisch. Der ist leider gerade kaputt und daher wurde die Masse nicht fest. Ja, ich weiß, ich hätte sie in die Tiefkühltruhe stellen können... Aber ich war ungeduldig, und überhaupt, heute war nicht mein Tag!

Rhabarber-Waldmeister-CremeGeplant hatte ich, ein Drittel des Kompotts pur und zwei Drittel mit Sahne-Schmand-Creme vermischt jeweils als Schicht auf die Törtchen zu geben. Da ich nur einen Ring in der passenden Größe habe, dachte ich, dass ich die Masse (war eh mehr als ich für die drei Mini-Törtchen benötigt hätte) in einen Backrahmen geben und diesen dann einfrieren könnte. Leider ist mir der Backrahmen auf dem Weg zur Tiefkühltruhe auseinander gerutscht und es gab eine ziemliche Sauerei. Deshalb hört die Foto-Dokumentation oben auch an dieser Stelle auf. ;-)

Was dann kam, war Fußboden- sowie Klamotten-Putzen und Improvisation: Einen Teil der Rhabarber-Waldmeister-Pampe habe ich einfach als Dessert angerichtet. Der Waldmeister schmeckt ein wenig raus, die Kombination schmeckt ganz okay. Einen Rest habe ich doch noch mit dem Ring ausgestochen, soweit es ging, auf einen der Böden verfrachtet, eingefroren und fotografiert. Lecker ist's ja trotzdem. :-)

Rhabarber-Waldmeister-Cremetörtchen
Trotzdem Murks. Wie gesagt, heute ist nicht mein Tag.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Rhabarber-Waldmeister-Creme
Kategorien:Süßspeise, Kalt, Rhabarber, Wildkräuter, Frühling
Menge:4 bis 6 Personen als Dessert

Zutaten

HRHABARBER-WALDMEISTER-KOMPOTT
1StangeRhabarber
1HandvollWaldmeister
1Essl.Vanillezucker
1Essl.Grenadine-Sirup
1/2Zitrone; den Saft
HCREME-KOMPONENTE
200GrammSahne
1Essl.Vanillezucker
1Pack.Sahnesteif o.ä.; wer mag
200GrammSchmand
1Teel.Zitronensaft
HWER'S ANGEDICKT ODER ALS TÖRTCHEN MAG
1Pack.Gelatinepulver (entspricht 6 Blättern)

Quelle

Erfasst *RK* 13.05.2012 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Waldmeister ein paar Minuten welken lassen. Rhabarber waschen und in kleine Stücke schneiden. Beides zusammen mit dem Vanillezucker, Sirup und Zitronensaft in einen Topf geben, Deckel drauf. Den Herd anschalten und das Kompott ein paar Minuten köcheln lassen. Abkühlen lassen. Wer mag, kann danach die Waldmeisterblätter rausfieseln.

Sahne mit Vanillezucker (und wer mag, Sahnesteif) steif schlagen. Schmand und Zitronensaft unterrühren.
Die Creme und das Kompott mischen, kühl stellen und servieren. Wer mag, gibt noch dünne Rhabarberscheiben und ein paar Blättchen Waldmeister als Deko dazu.

Alternative: Gelatine mit Wasser nach Packungsanweisung einweichen und zu dem noch sehr heißen Kompott geben, unterrühren und abkühlen lassen. Die Masse kann man dann in den Kühlschrank stellen, bis sie (hoffentlich) fest wird. Auf Törtchenböden ausstechen und irgendwie dekorieren.
=====

Dafür gibt's noch ein paar Impressionen dieser Woche. Ich war an der eigentlich schönen schwedischen Westküste. Leider war es recht regnerisch und kühl. Da ich zum Arbeiten dort war, war das nicht allzu schlimm, trotzdem hätte ich lieber ein paar Sonnenstrahlen mehr gehabt.

Das Essen war sehr gut, aber ich habe fast nichts fotografiert.

Links mein Frühstück am ersten Tag, in einem Kaffee in Strömstad, nahe des Hafens. Diese skandinavischen Puddingplunderteilchen sind immer wieder klasse. Und ich konnte nicht wiederstehen, mir eine zweite Portion Süßkram zu holen: Eine Art Meringue-Nuss-Rolle, gefüllt mit Sahne und Dosenmandarinen. Es war kein Biskuit, sondern wirklich nur Eiweiß und etwas Nussiges. Sehr sehr leicht und lecker. Dahinter versteckt sich noch ein Sarah-Bernhardt-Portionstörtchen. Das dritte Foto zeigt schwedische Austern aus Grebbestad. Sehr gut, anscheinend wachsen die in dem kalten Wasser so langsam und sind deshalb so aromatisch. Rechts die Vorspeise des Gala-Dinners, 1/2 Hummer gefüllt mit Hummersalat.

Strömstad
Am ersten Tag war noch blauer Himmel. Der Blick aufs Meer und die vielen Boote ist wirklich beeindruckend.

Und hier ein Foto aus meinem Hotelzimmer mit Regen:

Strömstad Marina bei Regen

Meine Rhabarber-Waldmeister-Aktion darf trotz des Murks-Faktors bei der Initiative Sonntagssüß mitmachen. Gastgeberin ist diesmal ist Julie von mat&mi.

Und habt Ihr gesehen, dass die Hedonistin den Kleine-Kuchen-Event wieder belebt?

Mein ziemlich misslungenes Törtchen passt zum Frühlingswetter und zu dem etwas seltsamen Tag heute, das reiche ich da auch gleich ein. :-)

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Murks: Maroni-Muffins

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Esskastanien, Edelkastanien, Maroni, Marroni, Maronen - egal, wie man sie nennt: Ich mag sie gerne. Deshalb fand ich es schön, dass Sus Maronen als Thema für den Dezember-Event im Gärtnerblog gewählt hat.

Leider wachsen diese Bäume bei uns nicht, hier ist es zu kalt. Kennengelernt habe ich sie als Kind im Elsass. Damals haben wir sie auf Spaziergängen selbst gesammelt und uns dann erkundigt, wie man sie zubereitet. Das Schälen war Arbeit, daran erinnere ich mich gut. Mit Butter und Zucker karamellisiert haben wir sie damals gegessen. Heute kaufe ich sie lieber geschält im Vakuumpack.

Daneben gibt es die Früchte natürlich klassischerweise auf Weihnachtsmärkten, aus dem Feuer. So mag ich sie auch fast am liebsten, warm, als Fingerfood.

Sonst finde ich an Maroni faszinierend, dass man sie sowohl herzhaft-pikant als auch süß zubereiten kann. Fast schon klassisch ist die Kombination mit Rosenkohl. Sehr gerne mag ich auch die typisch schweizerischen Vermicelles, die bei Robert als Montebianco so perfekt serviert werden.

Ich wollte auch etwas süßes, also habe ich Bücher gewälzt und Internetseiten durchsucht. Dort bin ich auch fündig geworden, bei einer anderen Schweizer Adresse gab es Baileys-Marroni-Muffins. Das Rezept klang gut, also habe ich losgelegt.

Am Anfang werden 12 Maroni mit etwas Wasser und Zucker karamellisiert. Man lässt sie 10 Minuten kochen - nach 8 Minuten fiel mir auf, dass es in der Küche etwas angebrannt roch... Entweder schloss mein Topfdeckel so schlecht oder ich habe zu oft nachgeschaut, wie auch immer: Das Karamell-Wasser war total weggekocht und die Maronen verkohlt.

Zum Glück hatte ich gestern noch 2 Packungen Maroni gekauft. Die erste war leider total verschimmelt. Beim Öffnen der zweiten (31.12. nach 17 Uhr, d.h. alle Läden geschlossen!) war ich dann doch nervös angespannt: Wenn dieser Pack auch verschimmelt wäre, dann hätte ich ein Problem! Zum Glück war dieser Pack in Ordnung und ich hatte wieder Maroni für den nächsten Versuch. Den habe ich dann analog zu meinen karamellisierten Walnüssen einfach in einer Pfanne mit karamellisiertem Zucker fabriziert.

Als nächstes ging es an den Teig. Der wollte auch nicht so wie ich... Das Rühren der Eier mit Zucker funktionierte wunderbar, allerdings gerann die ganze Masse, als ich die Butter und den Likör unterrührte. Eigentlich war alles schon lange Zeit im selben Raum, müsste also die gleiche Temperatur gehabt haben. Ich habe die Schüssel kurz nach draußen (deutliche Minusgrade) gestellt, um die Temperatur anzugleichen (eine Alternative wäre ein warmes Wasserbad), aber das brachte nicht wirklich etwas, weil ich keine Lust hatte, lange zu warten.

Egal, ich war genervt und habe beschlossen, ohne Rücksicht auf Verluste weiterzumachen. Also habe ich die trockenen Zutaten untergehoben und den Teig in die Muffinförmchen gefüllt. Dabei kommt erst die Hälfte des Teigs (je ca. 1 Esslöffel) in die Förmchen, dann eine karamelliserte Kastanie rein und danach der restliche Teig oben drauf. Dann wird gebacken.


Das Ergebnis war dann zum Glück wieder ganz okay. Etwas Fett ist wie zu erwarten ausgetreten, aber die Muffins selbst sind schön aufgegangen und schmecken locker-leicht, allerdings mehr nach Baileys und Schokolade als nach Maroni.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Maroni-Baileys-Muffins
Kategorien:Backen, Muffin, Maroni, Whisky
Menge:12 Muffins

Zutaten

HKARAMELLISIERTE MARONI
3Essl.Zucker
1 1/2Essl.Wasser
100mlWasser
12Esskastanien (Maroni)
HODER ALTERNATIV
3-5Essl.Zucker
2-3Essl.Wasser
12Maroni
HMUFFINS
60-80GrammZucker
1Essl.Vanillezucker
1PriseSalz
2Eier
175GrammButter, weich
150mlBaileys oder anderer Whisky-Sahne-Likör
50GrammMaroni, fein gehackt
50GrammSchokolade, in kleine Stücke geschnitten
150Gramm
Mehl*
1 1/2Teel.Backpulver
172Teel.Natron
HDEKORATION
100GrammPuderzucker
2 1/2Essl.Baileys

Quelle

nach Telescoop-Sendung vom 27.10.2005 www.coop.ch
Erfasst *RK* 31.12.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Karamellisierte Esskastanien:

Im Original wird Zucker mit Wasser in einer weiten Pfanne ohne Rühren aufgekocht, die Hitze reduziert, unter gelegentlichem Hin und her Bewegen der Pfanne geköchelt, bis ein brauner Karamell entsteht. Pfanne von der Platte nehmen. Wasser dazugiessen, aufkochen, zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Maroni (bei coop.ch werden aufgetaute TK-Marroni verwendet) beigeben, mischen, zugedeckt ca.10 Min. köcheln, restliche Flüssigkeit offen einkochen. Pfanne von der Platte nehmen, Maroni auskühlen.

Bei mir hat das nicht funktioniert, die Maroni waren nach 8 Minuten verkohlt, die Flüssigkeit komplett verdampft. Ich habe daher einfach Zucker mit etwas Wasser in einer Pfanne zu Karamell kochen lassen, die Maroni hineingegeben, umhüllt und auf einen leicht eingeölten Teller zum Abkühlen gegeben.

Muffins:

Zucker, Vanillezucker, Salz und Eier in einer Schüssel schaumig rühren, bis die Masse hell ist. Butter und Baileys darunterrühren, Maroni und Schokolade daruntermischen. Mehl, Backpulver und Natron mischen, sorgfaltig unter die Masse mischen.

Alternativ einen Rührteig zubereiten: Weiche Butter schaumig rühren, bis sie cremig-weiß ist. Zucker, Vanillezucker, Salz und Eier nacheinander dazu geben. Mehl, Backpulver und Natron mischen. Maroni und Schokolade darunterheben, die Mehlmasse nach und nach vorsichtig in den Teig rühren, dabei den Baileys mit dazu geben und verrühren.

Die Hälfte der Masse mit einem Esslöffel in die Vertiefungen des vorbereiteten Muffinblechs geben, je eine karamellisierte Edelkastanie in die Mitte legen, restliche Masse darauf verteilen.

Backen: ca. 20 Min. in der Mitte des auf 180 Grad (Umluft 160°C) vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, abkühlen, aus dem Blech nehmen, auf einem Gitter auskühlen.

Deko-Tipp: Puderzucker mit Baileys verrühren, Teller damit verzieren.

* Ich habe 50 g frisch gemahlenen Weizen mit 100 g Mehl Type 405 gemischt verwendet.

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Und hier noch 2 wichtige Tipps zum Rezept:
  • Verkohlte Töpfe bekommt man sauber, indem man etwas Wasser und Backpulver oder Natron hineingibt und dies gut aufkocht.
  • Teller mit angebackenem Karamell kriegt man mit sehr heißem Wasser wieder sauber.
;-)

Allen Lesern meines Blogs und überhaupt allen wünsche ich ein wunderbares Neues Jahr!

Freitag, 29. Mai 2015

Bavette mit Auberginen und Kapern

Janke von Jankes Soulfood feiert ihren ersten Blog-Geburtstag. Auch hier hätte ich gedacht, dass es das Blog schon länger gibt, so präsent ist Janke für mich. Gratulation!

Spannend finde ich ja, dass sie während der letzten 365 Tage so vielseitig und abwechslungsreich wie noch nie zuvor gegessen hat. Das kommt sicher auch vom Bloggen; ich höre oft, dass man so viele interessante Rezepte liest, die man nachmachen möchte, man probiert neues aus und möchte seinen Lesern auch immer wieder etwas neues bieten. Und man kommt auf Ideen, auf die man selber nie gekommen wäre und probiert die aus. Nicht immer das Althergebrachte, sondern mal eine andere Kombination von Zutaten, die man nie kombiniert hätte, regionale Küche aus Regionen, die man nicht kennt - das ist es auch, was mir am Bloggen auch nach über acht Jahren noch Spaß macht.

Janke hat sich ein Thema ausgedacht, das dazu passt: Was fand man früher "bäh" und heute "yeah"?

Pasta mit Auberginen, Mangold, Tomaten und Kapern

Bei mir ist das recht langweilig, dachte ich erst. Wie so viele mochte ich als Kind keinen Rhabarber und keinen Rosenkohl. Darüber habe ich im Laufe der Jahre schon geschrieben, das wäre nichts neues. Also hatte ich das Thema erst mal ad acta gelegt.

Bis mir vor ein paar Tagen noch etwas auffiel, das ich früher gehasst habe: Kapern!

Damit bin ich nicht alleine: Ich kenne viele, die keine Kapern mögen oder sie früher nicht mochten. Seit der Antike werden die Früchte des echten Kapernstrauchs im Mittelmeerraum als pikante Kochzutat verwendet und sollen auch als Heilmittel und natürliches Aphrodisiakum taugen. Aber egal wie gesund etwas ist, der Geschmack war mir zu penetrant und ich habe alles ausgespuckt, was Kapern enthielt.

Foto Kapern, Kapern in Salz, Kapern in Lake

Irgendwann habe ich mich überwunden und doch mal wieder welche probiert. Und siehe da, inzwischen schmecken sie mir! Auch da stimme ich Janke zu, der Geschmack ändert sich, im Laufe der Jahre mag man immer mehr! Also, probiert, was das Zeug hält und lasst Euch überraschen!!!

Kapern lassen sich vielseitig einsetzen, man kann sie vom Löffel naschen oder besser mit anderen Zutaten vermischt zubereiten. Dieses einfache Nudelgericht, das es bei mir vor ein paar Tagen mittags gab, bekommt seinen Pepp durch die Kapern.

Auf der Spielwiese finden sich 10 Rezepte, die Kapern enthalten, u.a. die superleckere Caponata.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Pasta mit Auberginen, Mangold, Tomaten und Kapern
Kategorien: Teigware, Nudel, Aubergine, Schnell
Menge: 2 Personen

Zutaten
250-300GrammNudeln (z.B. Bavette oder Spaghetti)
3Ltr.Salzwasser
1Aubergine
Öl
2Knoblauchzehen
1Essl.Tomatenmark
1SchussAgavendicksaft
1Essl.Marsala, Sherry, Rotwein oder Wasser
Salz, Pfeffer, Chili
5-6StieleMangold
1DoseTomaten; ganz oder stückig
Rosmarin
Thymian
Oregano
1-2Essl.Kapern (in Lake, abgetropft, oder gesalzene,
-- abgewaschen)

Quelle

improvisiert
Erfasst *RK* 26.05.2015 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Auberginen waschen, Ansatz entfernen, in Scheiben und dann in Würfel schneiden. Mit Öl in einer Pfanne langsam anbraten, dabei immer mal wenden, bis sie weich werden und Farbe angenommen haben.

Währenddessen Wasser in einem großen Topf erhitzen. Sobald es kocht, Salz dazugeben und die Nudeln nach Packungsanweisung darin al dente kochen lassen.

Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Mangold waschen und in Streifen schneiden. Tomatenmark in die Pfanne zu den angebratenen Auberginen geben, kurz anrösten, Agavendicksaft zufügen und leicht karamellisieren lassen. Mit Marsala ablöschen. Knoblauch und das Weiße des Mangolds zufügen, umrühren und brutzeln lassen. Rosmarin und Thymian zufügen. Mit Tomaten ablöschen, bei ganzen Tomaten diese klein hacken, würzen. Die Pfanne mit einem Deckel bedecken und kurz aufköcheln lassen. Die grünen Mangoldstreifen und den Oregano zufügen und alles verrühren. Die Pfanne vom Herd nehmen, Kapern unterrühren und nochmal abschmecken.

Die Nudeln abgießen und in die Pfanne geben. Pasta und Sauce vermischen und auf Teller verteilen. Servieren.
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Die kapern-dominierte Sauce zu Pasta ist also mein Beitrag für Dein Event, liebe Janke.

Geschmackswandel

Und da dieses schnelle Mittagessen wie so oft aus Versehen komplett ohne tierische Produkte auskam, kommt es mit auf die Liste der tierfreien Rezepte beim #tierfreitag.

tierfreitag