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Mittwoch, 7. Oktober 2026

Gedämpfte Auberginen mit Sesam-Marinade

Die verschiedenen asiatischen Länderküchen haben es mir ja schon lange angetan. Gerne versuche ich mich auch an japanischen Rezepten. Als ich kürzlich auf das neue Buch MAKA Magic gestoßen bin, war meine Neugierde sofort geweckt. Netterweise hat der Brandstätter Verlag mir ein pdf zur Rezension überlassen. Danke dafür. 

Katrin Wondra und Max Hauf sind zwei leidenschaftliche Gastronomen aus Wien und Autoren des Buchs. Und die Entstehungsgeschichte ihres kulinarischen Projekts MAKA (das steht natürlich für Max und Katrin) ist herrlich sympathisch: Es begann als Lockdown-Experiment. Die beiden packten hausgemachte Ramen-Kits in Weckgläser und lieferten sie höchstpersönlich mit dem Fahrrad quer durch ganz Wien aus. Aus dem Geheimtipp wurden schnell Pop-Up-Aktionen und schließlich ein eigenes Ramen-Restaurant im 7. Bezirk, das anscheinend sehr erfolgreich läuft. Leider wusste ich das letztes Jahr nicht, als ich zweimal in Wien war; sonst hätte ich da mal vorbeigeschaut. 

Gedämpfte Auberginen mit Sesammarinade

Die beiden Autoren haben ihre gesammelten Wohlfühlgerichte nun in einem Buch verewigt. Es umfasst 208 Seiten und ist wie eine Einladung gestaltet, ihre Interpretation der japanischen Küche ganz unkompliziert zu Hause auszuprobieren. 

Inhaltlich schlägt es eine Brücke von japanisch inspirierten Tapas - kleine, feine und kreative Gerichte, die perfekt zum Teilen in geselliger Runde sind - hin zu Ramen-Suppen oder -Bowls, die glücklich machen sollen und bei denen die Tiefe der Brühe im Vordergrund steht. Den krönenden Abschluss bilden süße Wohlfühl-Desserts.  

Dienstag, 19. Mai 2026

Auberginen-Gemüse-Curry mit Garnelen auf Hirse-Linsen

Bei mir entstehen die meisten Gerichte ganz spontan aus dem, was gerade da ist und wenn ich Hunger habe, so wie dieses Auberginen-Gemüse-Curry heute Mittag. 

Eine Aubergine war noch da, eigentlich auch eine Zucchini, die allerdings so bitter war, dass sie auf den Kompost wanderte. Der Kühlschrank war relativ leer, aber im Tiefkühlschrank fand ich ein Paket Bio-Garnelen und eine TK-Gemüsemischung für Tage, an denen es schnell gehen muss.

Auberginen-Gemüse-Curry mit Garnelen auf Hirse-Linsen
Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebeln sind eigentlich immer im Vorrat. Damit lässt sich leicht etwas zaubern. Diesmal ein wenig asiatisch angehaucht mit rotem Curry und Kokosmilch.  

Statt klassischem Reis mag ich eine Mischung aus Hirse und roten Linsen. Das ist etwas nussiger, gesünder, sättigend, aber trotzdem leicht, und nimmt die Sauce wunderbar auf. 

Mittwoch, 6. August 2025

Gemüse-Hirse mit Ente, Orange und Spinat

Jetzt komme ich endlich dazu, ein superleckeres Gericht zu posten, das es schon im Juni gab. Im Tiefkühler schlummerte noch eine Ente, außerdem waren noch eine Aubergine, eine Orange und etwas Babyspinat da. Und ich hatte Lust auf viele Gewürze. 

Ente à l'orange war mir zu langweilig und mir kam die Idee eines marokkanischen Couscous, den wir früher oft zubereitet hatten. Statt Couscous sollte es gesünder werden, also gab es Hirse als Basis. Von der Ferne sieht das ähnlich aus, schmeckt mir aber besser und eignet sich perfekt, um viel Gemüse unterzubringen. 

Gemüse-Hirse mit Ente, Orange und Spinat
Für die gemüsige Hirse habe ich verschiedene Gemüse klein gewürfelt und in etwas Olivenöl angebraten.

Dienstag, 15. Juli 2025

Auberginen-Dip, ägyptisch angehaucht

Auberginen sind so vielseitig! Sehr gerne mag ich sie auch gebacken und dann mit verschiedenen Zutaten püriert als Dip. Vor einem Jahr habe ich eine sommerliche Variante gepostet, die aus Armenien stammt, ein Auberginen-Tomaten-Dip. 

Ungefähr zeitgleich hat Claudia einen cremigen Auberginen-Dip aus Ägypten veröffentlicht, der sich auch gut las. Sie kam bei einem Besuch in Kairo ins Philosophieren, welche kulinarischen Erinnerungen von Reisen bleiben. 

Auberginen-Dip, ägyptisch angehaucht

Ich bringe auch von jeder Reise etwas mit, oft nur eine Erinnerung, meist auch ein paar typischen Zutaten und Rezepte.

Dips mit Auberginen bekommt man fast überall, aber immer mit einem besonderen Touch. Hier sind die Gewürze und Kräuter sowie die Kombination mit Joghurt einmalig.

Mittwoch, 15. Januar 2025

Aubergine mit Feta-Blutorange-Dip

Im Januar gibt's oft schon Blutorangen. Ich mag die sehr gerne und schlage zu, wenn ich welche bekomme. Ein paar Tage oder Wochen dann gibt's bei mir Blutorangen zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten. Rezepte mit Blutorangen findet Ihr hier.

Als ich einen Dip improvisiert habe, der zu gebackener Aubergine passen sollte, habe ich damit improvisiert. Etwas Orangenschale, die ein super Aroma gibt, und natürlich Saft kamen in die Masse.

Zubereitung Gebackene Aubergine mit Feta-Blutorange-Dip
Solche Dips sind schnell gemacht, vor allem, wenn man sie mixt. 

Mittwoch, 27. November 2024

Miso-Auberginen mit süß-saurem Schwarzkohl

Kürzlich hatte ich Meera Sodha's Buch Dinner schon erwähnt. Sie liefert ein weiteres Rezept mit Schwarzkohl, das ich ausprobiert habe. Es kombiniert den Kohl mit Miso-Auberginen, die ich sowieso sehr gerne esse.

Die Kombination war schön gemüselastig, ideal als gesundes unkompliziertes und schnelles Mittagessen.

Miso-Auberginen mit süß-saurem Schwarzkohl
Ganz schnell geht es natürlich nicht, da die Auberginen im Backofen garen müssen. Aber während sie das tun, kann man gemütlich alle anderen Zutaten schnibbeln, so dass die Zubereitung stressfrei vonstatten geht. 

Die Auberginen werden schräg eingeschnitten und gegart. Nach 20 Minuten gibt man die Miso-Butter darüber und gart nochmal 15 Minuten. 

Zubereitung Miso-Auberginen
Die Auberginen werden wunderbar cremig und aromatisch.

Donnerstag, 8. August 2024

Fusion-Tsatsiki

Zurzeit bin ich auf dem Dip-Trip... Ich mache gerne Saucen oder Dips, die man zu Gemüse servieren kann oder die man sich auch als Aufstrich aufs Brot schmiert.

Vorgestern gab's etwas marokkanisches mit Aubergine, heute wird es griechisch: Tsatsiki. Das klassische Rezept für Tsatsiki ist seit 2012 auf dem Blog.

Tsatsiki mit japanischem Touch nach Tim Raue
Beim Stöbern in Kochbüchern (Quelle unten im Rezept) bin ich auf eine Tsatsiki-Variation von Tim Raue gestoßen, die er zwar mit Kreta verbindet, die aber doch wieder ganz anders ist. 

Dienstag, 6. August 2024

Zaalouk (Marokkanischer Auberginen-Dip)

Auberginen sind so vielseitig! Kürzlich hatte ich welche aus der Region gesehen und gleich vier Stück davon gekauft... Aus dreien habe ich einen Dip hergestellt, den ich in Marokko ähnlich mal gegessen hatte.

Das Rezept hatte ich damals nicht bekommen, aber beim Stöbern in Kochbüchern bin ich auf ein Rezept gestoßen, das gut klang. 

Zaalouk (Marokkanischer Auberginen-Dip)
Neben gegrillter oder (in meinem Fall) gebackener Aubergine sind Gewürze, Tomatenmark und Zitrone drin. 

Dienstag, 4. Juni 2024

Armenischer Auberginen-Tomaten-Dip

Rezepte für Auberginen findet man bei mir eine ganze Menge. Ich mag das Gemüse in allen möglichen Formen und Zubereitungsarten. Gerne auch im Backofen gebacken und weiter verarbeitet. Eins meiner liebsten und unkompliziertesten Rezepte sind die Auberginen mit Joghurt und Harissa. 

Wenn man eh etwas im Backofen hat, lohnt es sich, eine Aubergine mit dazu zu packen.

Auberginen-Tomaten-Dip, armenisch angehaucht

So funktioniert auch dieses Gericht, das gebackenes Auberginen-Inneres mit Tomate, Knoblauch und Kräutern mischt. Das wandert alles zusammen in einen Blitzhacker o.ä. und wird abgeschmeckt. Fertig. 

Sonntag, 18. Februar 2024

Bunte Klebreisbällchen in Ingwersirup

Heute bin ich bei einem Blogevent dabei, das sich für eine bunte, vielfältige, inklusive Gesellschaft einsetzt und deutlich gegen rechts steht. Nachdem die öffentliche Meinung die letzen Jahre immer mehr gekippt ist, gehen seit einigen Wochen die Menschen auf die Straße - für eine wehrhafte Demokratie und gegen rechte Pöbeleien und Stimmungsmache. Wir sind mehr!

Das haben über 3 Millionen Menschen bei Demos gezeigt, und auch online erheben mehr und mehr Menschen ihre Stimme. Janke von Jankes Seelenschmaus hat mich eingeladen, beim von Jana initiierten Blog-Event Wir sind bunt dabei zu sein. Es ist Teil der Boom-Events, die sich monatlich einem bestimmten Thema widmen. Aus aktuellem Anlass ist das Thema diesmal bunt.

Bunte Klebreisbällchen in Ingwersirup

Ich hatte länger überlegt, was ich dafür machen möchte. Leider bin ich noch nicht so fit, daher musste es etwas einfaches und schnelles sein. Auf den ersten Blick schon mit dem Foto wollte ich transportieren, dass ein fröhliches Bunt viel besser als eintöniges rückschrittliches Braun ist. Das sieht man hier auf der winterlich-matschig-braunen Spielwiese auf einen Blick.

Meine asiatischen Klebreisbällchen sind nicht nur von der Farbe her bunt, sondern zeigen auch, dass unser Leben durch andere Kulturen und internationale Rezepte so wunderbar vielseitig geworden ist.

Freitag, 30. Juli 2021

Klassisches Wiener Schnitzel nach Johann Lafer

Unser Blogger-Team, das sich unter der Maxime Wir retten was zu retten ist vorgenommen hat, Alternativen zu typischen Fertiggerichten vorzustellen, kümmert sich diesmal um Paniertes. 

Panierte Gerichte sind ja ein Klassiker: In fast allen Restaurants findet man paniertes Schnitzel auf der Speisekarte. Außerdem lässt sich alles mögliche panieren, nicht nur Fleisch oder Fisch sondern auch Gemüse wie Auberginen oder Kohlrabi und auch Käse wie hier.

Klassisches Wiener Schnitzel (nach Johann Lafer)

Ich bin mit einem panierten Klassiker dabei, dem Wiener Schnitzel. Die Supermarkt-Kühltheken bieten eine große Auswahl, wobei ich mich frage, was Zucker (Glukosesirup, Dextrose) und alle möglichen E-Nummern (ich habe bei einer Packung 7 E-Nummern gezählt!) in der Panierung zu suchen haben. 

Was mich auch stört, ist die Qualität des Fleischs. Nur Wiener Schnitzel muss vom Kalb sein, daneben gibt es paniertes Schnitzel aus Schwein, Huhn oder Pute, wobei alles seine Berechtung hat. Nicht schön finde ich, dass das Fleisch dieser fertig angebotenen Produkte meist aus Massentierhaltung stammt. Wie Tiere heute gehalten werden, wird in den Medien ja zum Glück immer wieder thematisiert. Und wenn man weniger als 1 € für 100 Gramm Fleisch bezahlt, hatte das Tier kein schönes Leben. 

Zubereitung Klassisches Wiener Schnitzel nach Johann Lafer

Der erste Schritt ist also, sich ein gutes Stück Fleisch zu besorgen, von einer Quelle, der man vertraut. Dann geht es weiter: Fürs Panieren benötigt man klassischerweise Mehl, dann eine Eimasse (entweder pur oder mit Sahne vermischt) und Semmelbrösel, in denen das zu panierende Teil nacheinander gebadet wird.

Samstag, 19. Juni 2021

Auberginenhappen mit Tomaten und Feta

Die Kulinarische Weltreise, die von Volker organisiert und von Britta unterstützt wird, verweilt diesen Monat in Griechenland. Vor allem in diesem Jahr ist das schöne und historisch interessante südosteuropäische Land als Reiseziel beliebt, da man zwar wieder reisen darf, aber noch nicht überall hin.

Ich mag Griechenland, seit ich 1987 das erste Mal dort war. Damals fuhren wir mit einem umgebauten VW-Bus durch Griechenland und weiter in die Türkei. Solche langen Touren mag ich gerne, da man auf der Fahrt eine Menge erlebt; Roadtrip nennt sich das heute. Eine lange Zeit war ich nicht mehr in Griechenland, aber die letzten Jahre habe ich es dreimal geschafft. Auch diesen Monat war ich schon dort, so dass meine Erinnerungen ganz frisch sind.

Auberginenhappen mit Tomaten und Feta

Corona-bedingt war es diesmal eine unübliche Reise: Als es hieß, dass man in den Pfingstferien plötzlich wieder reisen durfte, ich urlaubsreif war, im Mai zuhause Regen und max. 7°C herrschten, habe ich spontan eine Woche auf der Mein Schiff 5 gebucht. Mit einem Charterflug nach Kreta, mit wenig Landausflügen und einem überzeugenden Corona-Konzept war das für die derzeitige Situation eine erholsame Auszeit in der Wärme und mit Blick aufs Mittelmeer und die griechische Inselwelt.

Santorin vom Schiff aus

Der griechische Kapitän wollte uns neben den drei Landgängen (Rhodos, Athen, Kreta) noch mehr von seinem schönen Land zeigen, so dass wir an einem Tag morgens an Milos entlang und nachmittags zum Sonnenuntergang durch Santorin gekreuzt sind. Davon stammt dieses Foto. Als wir 1987 das erste Mal auf dieser Insel waren, gab es schon mehrere Kreuzfahrtschiffe, die in der Caldera ankerten. Diesmal waren wir das einzige Schiff. 

Auf meinem Reiseblog habe ich mehr über die Reise und zu den Ausflügen geschrieben: Eine Woche Griechische Inseln: Blaue Reise zu Corona-Zeiten mit Mein Schiff 5.

Zu essen gab's vor allem deutsche und internationale Küche, weniger original griechisches. Bei einem organisierten Landausflug (anders durfte man wg. Corona nicht vom Schiff) saßen wir dann unter Sonnenschirmen mit tollem Fernblick und genossen wenigstens ein Mal landestypische Küche. Es gab verschiedene Vorspeisen und als Hauptgang Hühnchen mit Kartoffeln. Atmosphäre, Katzen, Essen - es war perfekt und ein absolutes Highlight des Urlaubs.

Griechische Vorspeisen auf Kreta
Sehr lecker waren auch die eingelegten gefüllten Weinblätter. Wer die mal von Hand zubereitet gegessen hat, lässt die Ware aus der Dose (die hierzulande gerne in Restaurants serviert wird) links liegen. Weinblätter habe ich keine, aber für unsere Weltreise habe ich ein paar Gerichte herausgefischt und koche nun, so lange mir der Geschmack noch auf der Zunge liegt, wieder mehr griechisch angehauchtes Essen.

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Jahresrückblick: Foodblogbilanz 2020

Verdienen besch* ...eidene Jahre überhaupt eine Bilanz? Ich glaube ja. So weit muss man gar nicht zurück, um zu merken, dass es in der Geschichte der Menschheit noch viel heftigere Jahre gab, auch wenn wir uns persönlich vielleicht nicht daran erinnern können. Auch dieses Jahr hatte gute Seiten und auch dieses Jahr gibt es eine Foodblogger-Jahresbilanz. Ich bin das 7. Mal dabei und ich schaue mir diese Jahresrückblicke auch später gerne an. 

Diesmal sammeln wieder Steffen und Sabrina von Feed me up before you go-go die Beiträge. Die Idee dahinter ist, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und in Ruhe zu reflektieren, was uns bewegt hat und vor allem natürlich wie das Jahr essenstechnisch für uns war. Die Aktion stammt ursprünglich von Sabine von Schmeckt nach mehr; sie hat sich die Fragen ausgedacht. Die diesjährigen Rückblicke findet Ihr auch unter dem Hashtag #Foodblogbilanz2020.

Foodblogbilanz 2020

So, jetzt geht's los! Der Tradition folgend gibt es auch in diesem unüblichen Jahr die üblichen 8 Fragen. 

1. Was war 2020 dein erfolgreichster Blogartikel?

Am meisten geklickt wurde das Rezept für ein ganz einfaches chinesisches Rezept: Sojasbohnenprossen und Karotten aus dem Wok. Das ist ein ganz einfaches, schnelles und veganes Gemüsegericht, das es bei mir in der Art öfter gibt. 

In dem Beitrag hatte ich geschrieben "Gestern war Chinesisch Neujahr, das in Asien im Normalfall groß gefeiert wird. Derzeit kämpft man in einzelnen Regionen der VR China ja mit einem Virus; dort fielen die Feiern kleiner aus." – Das passt doch gleich zum Thema des Jahres 2020...

Meistgeklicktes Rezept 2020: Sojasbohnenprossen und Karotten aus dem Wok

Die Auswirkungen von SARS-CoV-2 hatte ich mir damals beim Schreiben ähnlich vorgestellt wie die der anderen Viren, die ich aus China und Asien kenne, die dort eine Weile wüteten (ich erinnere mich gut an das Fiebermessen beim Einreisen) und die dann wieder verschwinden. Das hat diesmal leider nicht geklappt und die Stadt Wuhan (hier ein kurzer Bericht über Wuhan auf meinem Reiseblog), die ich mehrmals besucht und in guter Erinnerung habe (die gefüllten Lotoswurzeln aus Wuhan sind eines meiner liebsten Gerichte) kennt inzwischen jeder.

Auf Platz 2 und 3 der meistgeklickten Rezepte 2020 landeten übrigens der Maulwurfkuchen und meine Experimente mit Klopapier (die ja auch zum Jahresthema passen).

Top 3 Rezepte 2020

Der Apfelrotkohl nach Johann Lafer hat sich dieses Jahr auf Platz 1 der Blogartikel insgesamt geschoben, vor dem Holunderblütensirup und der Idee, Reis im Schnellkochtopf zu kochen.

Top 1 und 3 stammen von 2012, das Rezept für den Sirup habe ich 2015 veröffentlicht. Daran sieht man, dass Rezepte nicht alt werden und die Suchmaschinen dieser Welt mir offensichtlich verzeihen, dass ich auch dieses Jahr wieder wenig gebloggt habe.

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Am letzten Satz sieht man schon, dass ich auch 2020 unregelmäßig und nicht allzu viel gebloggt habe. Magere 57 Artikel werden es sein, wenn ich diesen hier veröffentliche. 

Wichtig fand ich den Zusammenhalt der Foodbloggerwelt und das von Peggy inittierte Solidaritäts- bzw. #trostkochen. Dazu habe ich ein paar Rezepte aus dem Archiv beigesteuert und hier darüber geschrieben. Los ging es mit Italien.

Mittwoch, 1. Juli 2020

Gebackene Aubergine mit Joghurt und Harissa

Bei dem schnellen Fisch-Rezept kürzlich habe ich über das papierlose BBC Good Food Magazin geschrieben, in dem ich mir einige Rezepte zum Nachkochen herausgesucht hatte. Wie das oft bei Rezeptsammlungen (Kochbüchern, Zeitschriften) so ist, man ist begeistert, vergisst es wieder und schaut dann zufällig wieder rein und findet wieder eine Menge, was man nachkochen möchte.

Bevor ich die Zeitschrift also wieder virtuell weg lege, wollte ich noch weitere Rezepte daraus probieren. Eins hat mich besonders angelacht und da es unkompliziert schien, habe ich es nachgekocht.

Gebackene Aubergine mit Joghurt und Harissa

In der Zeitschrift liest sich das Ganze nochmal anders als online, da man den Zusammenhang der Story nachlesen kann. In dem Artikel ging es um Harissa, diese nordafrikanische Würzpaste. Die Autorin hat sie in Frankreich kennengelernt, vergleicht sie mit Chilisaucen anderer Regionen und gibt u.a. den Tipp, dass man aus Harissa, Zitronensaft und Olivenöl eine schnelle Marinade oder aus Joghurt und Harissa eine Sauce zusammen rühren kann.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Klassische Ratatouille nach Johann Lafer

Zurzeit bekommt man noch schön aromatische Sommergemüse in guter Qualität, außerdem gibt der Garten noch ein wenig her, zumindest frische Kräuter. Also ist es höchste Zeit, etwas Sommer in den Topf und später in die Tiefkühltruhe zu packen!

Ich mag Ratatouille total gerne. Meist mache ich allerdings die schnelle Ratatouille, indem ich einfach alle Gemüse nacheinander in den Topf haue. Etwas eleganter ist die Vorgehensweise, erst die einzelnen Gemüsesorten separat anzubraten und sie am Schluss zusammen zu bringen und noch ein wenig schmoren zu lassen.

Klassische Ratatouille; Rezept für Ratatouille; Johann Lafer Ratatouille

Diesmal habe ich diese etwas langwierigere aber klassische Version gekocht, nach einem Rezept von Johann Lafer.

Donnerstag, 3. August 2017

Wir retten den Sommer!

Heute früh gingen ganz viele sommerliche Rezepte auf diversen Foodblogs online! Hintergrund ist wieder die Aktion Wir retten was zu retten ist. Wir wollen damit zeigen, dass man keine Fertiggerichte aus dem Supermarkt braucht, um sommerliche Rezepte wie Pasta, Eis, Flammkuchen, Drinks, Gazpacho, Grillgut oder ähnliches zuzubereiten.

Die meisten Gerichte gehen ganz schnell, sind unkompliziert und man weiß beim Selbermachen einfach, was drin ist!

Wir retten was zu retten ist

Donnerstag, 17. September 2015

Penne mit fruchtigen Auberginen

Bei uns gibt es oft Pasta, meist relativ einfache Sachen mit frischem Gemüse, ein paar Kräutern, fertig. Sehr gerne auch mit Auberginen, meist recht schlicht mit Knoblauch und manchmal mit Tomaten.

Da ich kürzlich so viel von georgischen Rezepten gelesen hatte und ich nicht so viel Öl zum Anbraten der Aubergine verwenden wollte, kam ich auf die Idee, etwas Wasser und Grenadine, also Granatapfelsirup, zu den Auberginen zu geben und das Gemüse darin zu garen.

Auberginen mit Grenadine

Außerdem war noch Gorgonzola im Haus, und natürlich Walnüsse, letztere auch typisch für die georgische Küche. Als Farbkleckser gab's noch Tomatenschnitze und Kräuter dazu.

Penne mit fruchtigen Auberginen und Gorgonzola

Zum Servieren musste ich die Auberginen dann doch zerkleinern, sonst wären sie zu groß auf dem Teller gewesen. Das Ergebnis war erstaunlich lecker! Diese fruchtige Süße hatte was, dazu dann die vertraute Salzigkeit des Gorgonzolas, außerdem der Crunch von Walnüssen. Klasse!

Mein Testesser wünschte sich, dass ich das Rezept aufschreibe, damit es nicht in Vergessenheit gerät. Hier ist es:


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Penne mit fruchtigen Auberginen und Gorgonzola
Kategorien: Teigware, Nudel, Aubergine
Menge: 2 Personen

Zutaten
250GrammPenne rigate o.ä
2-3Ltr.Salzwasser
1Aubergine
3-4Knoblauchzehen
1-2Essl.Öl
1Essl.Grenadine (Granatapfelsirup)
1HandvollWalnüsse; gehackt
5-6klein.Tomaten
150GrammGorgonzola, ca.
Schwarzer Pfeffer
1-2Essl.Frische Kräuter; gehackt

Quelle

improvisiert
Erfasst *RK* 13.08.2015 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Wasser in einem großen Topf aufkochen, salzen und Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen.

Währenddessen die Aubergine in dünne Streifen schneiden und mit etwas Wasser in einer Pfanne mit Deckel drauf garen lassen. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Knoblauch und Öl zu den Auberginen geben und bei geöffnetem Deckel anbrutzeln. Grenadine dazu geben.

Walnüsse in Stücke hacken, Tomaten in Stücke schneiden, Gorgonzola ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden. Alles zusammen zu den Auberginen geben. Mit Pfeffer würzen und mit den Kräutern bestreuen. Alles unterrühren.

Pasta abgießen und zu den Auberginen in die Pfanne geben. Unterheben und servieren.
=====

Montag, 31. August 2015

Tqemali (georgisches Ketchup)

Vor ein paar Tagen habe ich gesehen, dass es auf Tomateninsel.de diesen Monat um vegetarische georgische Rezepte geht. Und, so seltsam das manchmal ist, seitdem sehe ich überall georgische Rezepte...

Ich war zwar schon im US-Staat Georgia (das nach einem englischen König benannt wurde), aber noch nicht in Georgien, obwohl das ja viel näher wäre... Fasziniert hat mich das Land am Kaukasus aber schon, seit ich denken kann. Auch die abwechslungsreiche Küche hat einen bekannten Ruf und ist mit ein Grund, das Land einmal zu besuchen.

Tqemali (eine Art georgisches Ketchup), TkemaliDort gibt es sehr viele Rezepte mit Walnüssen und Aubergine - beides welcher meiner Lieblingszutaten. Und man macht eine Sauce aus kleinen Pflaumen, von denen wir dieses Jahr eine ganze Menge haben. Also bin ich immer auf der Suche nach neuen Rezepten.

Nach etwas Stöbern stieß ich auf Rezepte für ტყემალი, das entweder Tqemali oder Tkemali transkribiert wird. Diese georgische scharf-saure Sauce wird kalt serviert, gerne zu Kartoffeln, Fleisch- oder Fischgerichten.

Zubereitung Tqemali, Zubereitung Tkemali (eine Art georgisches Ketchup)

Rezepte gab's im Internet eine ganze Menge, allerdings sehr unterschiedlich. Ich habe einfach meine eigene ganz sicher unauthentische Version gebastelt.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Tqemali (eine Art georgisches Ketchup)
Kategorien: Sauce, Pflaume, Gewürze, Einmachen, Georgien
Menge: 2 Kleine Flaschen

Zutaten

400-500Gramm
Minipflaumen (Kirschpflaumen o.ä.)

Etwas
Wasser; wer mag
3

Knoblauchzehzen
1

Sternanis
1/2Teel.
Bockshornklee
1/2Teel.
Koriandersamen

Ein paar
Fenchelsamen



Chili; Menge nach Geschmack
1/2Teel.
Salz; ca.
1-2Zweige
Frischer Koriander
1-2Zweige
Minze

Etwas
Zucker; nach Geschmack

Quelle


verschiedene Quellen im Internet

Erfasst *RK* 10.08.2015 von

Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Minipflaumen waschen und entsteinen; das geht mit Hand, Messer und Finger oder mit einem Kirschkernentsteiner. Früchte und herausgelaufenen Saft (und etwas Wasser, wer mag) in einen Topf geben. Den Knoblauch durch eine Presse drücken, die Gewürze mörsern. Beides zu den Minipflaumen geben. Alles zusammen aufkochen und eine Weile köcheln lassen, bis die Früchte etwas zerfallen.

Die frischen Kräuter dazu geben und in einem Mixer zerhacken. Wer mag, schmeckt mit etwas Zucker ab. Nochmal aufkochen.

Die Flaschen mit kochendem Wasser auskochen und sie mit der kochendheißen Sauce füllen. Sofort verschließen; so sollte sie sich einige Zeit halten. Angebrochene Flasche im Kühlschrank aufbewahren.

Tqemali schmeckt frisch als Würzsauce oder eine Art Ketchup zu verschiedenen Gerichten, z.B. zu Fisch, Fleisch, Geflügel, Kartoffeln oder Gemüse.
=====

Wir haben die Sauce auch schon zu Scholle und Gemüse serviert, das war super.

Peggy hat mit einer gelblichen Mirabellensorte auch schon mal Tkemali hergestellt und zeitgleich mit mir hat Susi diese georgische Kriecherlsauce gemacht. Ich habe mir nur etwas mehr Zeit mit Bloggen gelassen...

Gerade noch rechtzeitig zum Georgien-Event. :-)
Vegetarische Weltreise - Georgien - Blog und Event sind leider nicht mehr online, ich entferne die Links.

Und da hier Koriander als Grün und die Samen vorkommen, passt das doch auch super zum aktuellen Gärtnerblog-Event. Auch hier ist der letzte Tag. 

Auch das Blog gibt es nicht mehr, aber das Logo hatte ich noch. Links sind entfernt. 

Freitag, 29. Mai 2015

Bavette mit Auberginen und Kapern

Janke von Jankes Soulfood feiert ihren ersten Blog-Geburtstag. Auch hier hätte ich gedacht, dass es das Blog schon länger gibt, so präsent ist Janke für mich. Gratulation!

Spannend finde ich ja, dass sie während der letzten 365 Tage so vielseitig und abwechslungsreich wie noch nie zuvor gegessen hat. Das kommt sicher auch vom Bloggen; ich höre oft, dass man so viele interessante Rezepte liest, die man nachmachen möchte, man probiert neues aus und möchte seinen Lesern auch immer wieder etwas neues bieten. Und man kommt auf Ideen, auf die man selber nie gekommen wäre und probiert die aus. Nicht immer das Althergebrachte, sondern mal eine andere Kombination von Zutaten, die man nie kombiniert hätte, regionale Küche aus Regionen, die man nicht kennt - das ist es auch, was mir am Bloggen auch nach über acht Jahren noch Spaß macht.

Janke hat sich ein Thema ausgedacht, das dazu passt: Was fand man früher "bäh" und heute "yeah"?

Pasta mit Auberginen, Mangold, Tomaten und Kapern

Bei mir ist das recht langweilig, dachte ich erst. Wie so viele mochte ich als Kind keinen Rhabarber und keinen Rosenkohl. Darüber habe ich im Laufe der Jahre schon geschrieben, das wäre nichts neues. Also hatte ich das Thema erst mal ad acta gelegt.

Bis mir vor ein paar Tagen noch etwas auffiel, das ich früher gehasst habe: Kapern!

Damit bin ich nicht alleine: Ich kenne viele, die keine Kapern mögen oder sie früher nicht mochten. Seit der Antike werden die Früchte des echten Kapernstrauchs im Mittelmeerraum als pikante Kochzutat verwendet und sollen auch als Heilmittel und natürliches Aphrodisiakum taugen. Aber egal wie gesund etwas ist, der Geschmack war mir zu penetrant und ich habe alles ausgespuckt, was Kapern enthielt.

Foto Kapern, Kapern in Salz, Kapern in Lake

Irgendwann habe ich mich überwunden und doch mal wieder welche probiert. Und siehe da, inzwischen schmecken sie mir! Auch da stimme ich Janke zu, der Geschmack ändert sich, im Laufe der Jahre mag man immer mehr! Also, probiert, was das Zeug hält und lasst Euch überraschen!!!

Kapern lassen sich vielseitig einsetzen, man kann sie vom Löffel naschen oder besser mit anderen Zutaten vermischt zubereiten. Dieses einfache Nudelgericht, das es bei mir vor ein paar Tagen mittags gab, bekommt seinen Pepp durch die Kapern.

Auf der Spielwiese finden sich 10 Rezepte, die Kapern enthalten, u.a. die superleckere Caponata.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Pasta mit Auberginen, Mangold, Tomaten und Kapern
Kategorien: Teigware, Nudel, Aubergine, Schnell
Menge: 2 Personen

Zutaten
250-300GrammNudeln (z.B. Bavette oder Spaghetti)
3Ltr.Salzwasser
1Aubergine
Öl
2Knoblauchzehen
1Essl.Tomatenmark
1SchussAgavendicksaft
1Essl.Marsala, Sherry, Rotwein oder Wasser
Salz, Pfeffer, Chili
5-6StieleMangold
1DoseTomaten; ganz oder stückig
Rosmarin
Thymian
Oregano
1-2Essl.Kapern (in Lake, abgetropft, oder gesalzene,
-- abgewaschen)

Quelle

improvisiert
Erfasst *RK* 26.05.2015 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Auberginen waschen, Ansatz entfernen, in Scheiben und dann in Würfel schneiden. Mit Öl in einer Pfanne langsam anbraten, dabei immer mal wenden, bis sie weich werden und Farbe angenommen haben.

Währenddessen Wasser in einem großen Topf erhitzen. Sobald es kocht, Salz dazugeben und die Nudeln nach Packungsanweisung darin al dente kochen lassen.

Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Mangold waschen und in Streifen schneiden. Tomatenmark in die Pfanne zu den angebratenen Auberginen geben, kurz anrösten, Agavendicksaft zufügen und leicht karamellisieren lassen. Mit Marsala ablöschen. Knoblauch und das Weiße des Mangolds zufügen, umrühren und brutzeln lassen. Rosmarin und Thymian zufügen. Mit Tomaten ablöschen, bei ganzen Tomaten diese klein hacken, würzen. Die Pfanne mit einem Deckel bedecken und kurz aufköcheln lassen. Die grünen Mangoldstreifen und den Oregano zufügen und alles verrühren. Die Pfanne vom Herd nehmen, Kapern unterrühren und nochmal abschmecken.

Die Nudeln abgießen und in die Pfanne geben. Pasta und Sauce vermischen und auf Teller verteilen. Servieren.
=====

Die kapern-dominierte Sauce zu Pasta ist also mein Beitrag für Dein Event, liebe Janke.

Geschmackswandel

Und da dieses schnelle Mittagessen wie so oft aus Versehen komplett ohne tierische Produkte auskam, kommt es mit auf die Liste der tierfreien Rezepte beim #tierfreitag.

tierfreitag

Freitag, 7. November 2014

Baba Ghanoush

Auberginen gehören zu meinen absoluten Lieblingsgemüsesorten. Ich mag sie in fast allen Variationen und probiere gerne auch neues damit aus. Ein paar Rezepte auf dem Blog findet Ihr, wenn Ihr in eines der Suchfelder Aubergine eingebt oder einfach hier klickt.

Gewundert hat mich, dass ich bisher eines meiner Lieblingsgerichte aus der orientalischen Küche noch nicht verbloggt habe. Baba Ghanoush (arabisch ‏بابا غنوج ‎) ist im gesamten arabischen und nordafrikanischen Raum verbreitet. Und ich kann das in wirklich großen Mengen essen!

Rezept Baba Ghanoush (Auberginenpüree)

Man kann Baba Ghanoush einfach selbst herstellen.

Dafür braucht man neben Auberginen, Zitronensaft und Gewürzen noch Sesampaste oder einen kräftigen Mixer, der Sesam fein shreddert. Mir ging mein Glas Tahini nämlich aus und reichte nicht ganz. Zum Glück habe ich immer Sesam im Vorrat. :-)

Zubereitung Baba Ghanoush (Auberginenpüree)

Ich mag Baba Ghanoush auch einfach mal so, quasi als Brotaufstrich zu Fladenbrot oder esse es pur mit einem Löffel.