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Dienstag, 11. Dezember 2018

Schichtdessert mit Quitte, Quark und Spekulatius

Weihnachten naht mit großen Schritten! Wie jedes Jahr kommt es für mich ziemlich überraschend, aber irgendwann die nächsten Tage werde ich mir überlegen, was ich verschenken und was ich essen möchte.

Aufgewachsen mit Kartoffelsalat und Würstchen an Heiligabend und einem großen Truthahn bei Oma am 1. Weihnachtsfeiertag ist mir heute eher nach Ruhe und etwas einfachem, weil ich an Weihnachten oft keine große Lust zu kochen habe. Ich bin da offensichtlich nicht alleine, wenn ich mir das Angebot in den Supermärkten derzeit anschaue. Fertiggerichte und Convience wohin das Auge reicht. Die Verpackungen machen auf edel, das Wort Gourmet erhöht den Preis, das Angebot ist riesig. Auch fertige Weihnachtsdesserts werden verkauft.

Weihnachtliches Schichtdessert mit Quitte, Quark und Spekulatius; Wir retten was zu retten ist

Höchste Zeit also wieder für unsere Rettungstruppe, um rechtzeitig vor Weihnachten zur Planung und Rettung der selbstgemachten Weihnachtsdesserts einzuschreiten! ;-)

Wer sich nicht erinnert, es gibt eine Aktion namens "Wir retten was zu retten ist", in der einige Foodblogger zeitgleich Rezepte posten, die ein bestimmtes Thema haben und die zeigen, dass man nicht alles fertig kaufen muss, sondern vieles ganz einfach selber machen kann. Dafür geben wir Anregungen. Wichtig ist uns, dass es schmeckt (meist besser als das gekaufte, finde ich) und wir auf dubiose Zutaten verzichten. Wer sonst diesmal dabei ist und welche Rezepte für Weihnachtsdesserts Ihr heute online findet, steht weiter unten.

Wir retten was zu retten ist

Mir fiel beim Stöbern im Kühl- und Gefrierregal der Supermärkte die letzten Tage auf, dass es sehr viele weihnachtliche Desserts gibt. Die Zutaten haben mich größtenteils abgeschreckt, neben vielen E-Nummern war fast überall Maissirup drin. Über diese seit kurzem auch in der EU zugelassene billige Industriesüße, die oft als Fructose-Glucose-Sirup in der Zutatenliste auftaucht, hatte ich im Sommer schon mal ausführlich geschrieben. Es ist sehr schwer, Maissirup zu vermeiden, wenn man Fertiggerichte kauft.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Veganer Vanillepudding

Ich soll mehr Sojamilch trinken. Sojamilch sei gut für mich, meinen alle meine chinesischen Freundinnen und werden nicht müde zu wiederholen, wie gut Soja und vor allem Sojamilch für Frauen meines Alters sei...

Zugegeben, wenn Sojamilch frisch gemacht und noch warm ist, schmeckt sie richtig lecker. Dafür gibt es in China spezielle Küchengeräte und am Wochenende nehmen sich viele Chinesinnen die Zeit, zuhause selbst Sojamilch herzustellen. Gekühlt hält sie ja ein paar Tage und ist vielseitig einsetzbar. Auch ein Frühstück mit Youtiao und warmer Sojamilch irgendwo am Straßenrand in China mag ich gerne.

Seit einigen Jahren erhält man Sojadrink, wie Sojamilch hierzulande offiziell heißen muss, auch in Deutschland fast überall und auch in Bio-Qualität. Ich habe meist ein, zwei Packungen im Haus, da sich Sojamilch lange hält.

Veganer Vanillepudding aus Sojamilch

Diesmal habe ich einen Klassiker mit Soja- statt Kuhmilch hergestellt. Wir retten nämlich wieder. :-)

Erinnert Ihr Euch an die "Wir retten was zu retten ist" Aktion? In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen ein paar Blogger Rezepte von Gerichten, die man eigentlich gut selber machen kann, die aber oft aus Bequemlichkeit im Supermarkt gekauft werden. Angefangen hatte die Aktion mit dem Liptauer und heute ist der Pudding dran!

Wir retten was zu retten ist

Da sich die Schar der Retter und Retterinnen immer vergrößert, denke ich, dass jemand meiner Mitstreiter einen klassischen Pudding mit Kuhmilch, Stärke und vielleicht auch Eiern herstellt.

Pudding nennt man umgangssprachlich das, was früher Flammeri hieß, während Pudding in einer speziellen Form im Wasserbad gestockt wurde. Dadurch dass sich seit den 1950er Jahren Puddingpulver verschiedener Geschmacksrichtungen durchsetzten, die im Prinzip Milch mit Stärke andicken und mit Zucker sowie Farb- und Aromazusätzen versetzen, ist das, was es hier heute gibt, ein typischer Pudding. Außer dass er nicht mit Kuh- sondern mit Sojadrink gemacht wurde. Und ich ältere Frau (hihi) soll ja mehr Sojamilch zu mir nehmen und überhaupt (siehe oben...).

Zubereitung Vanillepudding Schritt für Schritt, Vanillepudding selbst gemacht, veganer Vanillepudding

Die Zubereitung von Pudding ist total einfach und ich frage mich, warum ich früher zu Studentenzeiten auch Puddingpulver gekauft habe. Speisestärke habe ich eh im Haus und mit Gewürzen, Zucker und anderen Geschmäckern wie z.B. Schokolade oder Beeren kann man viel besser variieren als mit den fertigen Päckchen, bei denen man ja auch noch etwas anrühren muss.

Das Preis-Leistungsverhältnis ist beim Selbermachen natürlich auch besser, weil kein Konzern mehr dran verdient, das Zusammenrühren und in Päckchen packen und versenden, verteilen usw. zu übernehmen. Und man weiß, was drin ist. Also, wir retten den Pudding und rühren einfach selber zusammen, was uns schmeckt.

Zubereitung Vanillepudding Schritt für Schritt, Vanillepudding selbst gemacht, veganer Vanillepudding

Ich habe mir diesmal den Spaß erlaubt, einen Hauch Kurkuma für die gelbe Farbe zuzugeben. Sojamilch ist an sich schon gelber als Kuhmilch. Kuhmilchpudding mit Vanille wird nämlich nicht gelb, auch wenn die Lebensmittelindustrie uns das seit Jahrzehnten weismachen möchte. ;-)


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Vanillepudding aus Sojamilch
Kategorien: Süßspeise, Kalt, Grundrezept, Vegan
Menge: 4 Puddingförmchen à 125 ml

Zutaten
500mlSojamilch (Sojadrink)
1Vanilleschote
1-2Essl.Zucker
1Essl.Vanillezucker
1PriseSalz
1PriseKurkumapulver; nur wer mag
40GrammSpeisestärke

Quelle

Standardrezept
Erfasst *RK* 03.05.2015 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Vanilleschote der Länge nach halbieren und das Mark herausschaben. 400 ml der Sojamilch zusammen mit der Vanilleschote, dem Vanillemark, dem Zucker, dem Vanillezucker, Salz und (für die gelbe Farbe) Kurkuma in einem Topf oder einer Kasserolle unter Rühren erhitzen. Evtl. durch ein Sieb gießen (um die Reste der Vanilleschote herauszufiltern) und zum Kochen bringen.

Die restlichen 100 ml der Sojamilch mit der Speisestärke verrühren.

Den Topf vom Herd nehmen und die angerührte Sojamilch-Speisestärke- Mischung mit Hilfe eines Schneebesens unter die Vanillemilch rühren. Zurück auf den Herd stellen und nochmal zum Kochen bringen, so dass alles schön blubbert. Dabei ständig rühren, damit unten nichts anbrennt. Durch das Kochen bindet die Speisestärke und der Pudding wird fest.

In mit kaltem Wasser ausgespülte Förmchen oder Schüsselchen füllen, diese verschließen und einige Stunden abkühlen lassen, erst im Zimmer oder draußen, dann im Kühlschrank. Zum Servieren auf einen Dessertteller stürzen.

Der Pudding schmeckt auch warm, lauwarm und abgekühlt wie hier beschrieben. Er passt super zu Kompott oder zu Schokoladensauce.

Info: Eigentlich ist dies kein Pudding, sondern ein Flammeri. Umgangssprachlich hat sich der Begriff Pudding durchgesetzt.

Tipp: Mit Kuhmilch, Mandelmilch oder Hafermilch funktioniert es genauso. Ebenso kann man variieren und z.B. Tonkabohne statt Vanille nehmen oder mit anderen Gewürzen, Kräutern, Kakaopulver o.ä. variieren.
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Wie man sieht, stimmte die Konsistenz. Der Pudding war fest genug, dass man ihn löffelweise mampfen kann.

Vanillepudding aus Sojamilch

Wir hatten frisch gekochtes Rhabarberkompott dazu, was gut gepasst hat. Das Rezept für das Rhabarberkompott gibt es gleich mit dazu:


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Rhabarber-Kompott
Kategorien: Süßspeise, Warm, Rhabarber, Grundrezept, Mai
Menge: 2 Personen

Zutaten
3StangenRhabarber
1-2Essl.Zucker; je nach Geschmack und Süße des Rhabarbers
1Teel.Vanillezucker
EtwasWasser

Quelle

Standardrezept
Erfasst *RK* 04.05.2015 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Den Rhabarber wenn nötig schälen. In ca. 3 cm lange Stücke schneiden, falls er recht dick ist, auch der Länge nach halbieren. Zusammen mit dem Zucker in einen kleinen Topf oder eine Kasserolle geben.

Aufkochen lassen und je nach persönlicher Vorliebe 3-7 Minuten köcheln lassen, bis das Kompott die Konsistenz hat, die man mag.
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Noch ein paar Informationen zu Sojamilch: Wie überall gehen auch zum Thema Soja die Meinungen auseinander. Sojabohnen sind reich an ungesättigten Fettsäuren und dabei cholesterinfrei, das Herzinfarktrisiko bei Frauen sei geringer, wenn sie viele Sojaprodukte (dazu gehört auch Tofu) zu sich nehmen. Sog. Phytohormone sorgen angeblich dafür, dass das Bindegewebe straff bleibt und man jünger aussieht, zudem wirken sie sich wohl positiv auf den Östrogenhaushalt aus und lindern Menopausesymptome. Ca. 150 Gramm Tofu oder 1/2 Liter Sojamilch täglich soll gegen Reizbarkeit, Hitzeschübe und Schlafstörungen helfen. Auch Rheumaschüben soll Soja vorbeugen. Das Lecitin schützt die Leber und soll gut fürs Hirn und das Gedächtnis sein. Das darin enthaltene Protein und Kalzium soll Osteoporose vorbeugen.

Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen hohem Sojakonsum und verringertem Krebsrisiko, vor allem Brustkrebs, nachgewiesen haben. Sicher gibt es auch Studien, die das Gegenteil beweisen wollen und wie immer macht es wohl die Menge und die Qualität.

Mir ist wichtig, dass es schmeckt und das tut dieser Pudding. Er kam auch bei meinem männlichen Testesser sehr gut an!

Wir retten was zu retten ist

Hier die Links zu den anderen Rettern und Retterinnen unserer Aktion "Wir retten was zu retten ist". Wir zeigen Euch, wie einfach es ist, ohne Tüte Pudding zu rühren. Schaut mal rein, es lohnt sich!
Die Fotos der Rettungsaktionen werden später auch hier bei Pinterest gesammelt.

Freitag, 17. März 2017

Geburtstags-Brunch: Bananen-Zimt-Waffeln

Heute feiert die Aktion Wir retten was zu retten ist ihren dritten Geburtstag. Gestartet wurde mit dem Liptauer, weiter ging es dann mit vielen Themen und Rezepten, die wir vor der Industrie und Kommerzialisierung retten wollen. Statt mit E-Nummern und ähnlich dubiosen Zutaten kommen unsere Rezepte eher traditionell daher, meist modernisiert, mit Pfiff und mit guten, meist regionalen saisonalen Zutaten.

Den dritten Geburtstag feiern wir mit einem Brunch, zu dem jeder etwas mitbringen kann. Ich habe mich für einen Dauerbrenner entschieden, Waffeln!

Bananen-Zimt-Waffeln

Da noch Bananen herum lagen und ich die nächsten Tage unterwegs war, wollte ich die verwenden. Also habe ich nach Rezepten für Bananen-Waffeln gesucht. Da gibt es online oder in Büchern eine Menge, die sich doch ziemlich unterscheiden.

Donnerstag, 14. September 2017

Zucchini, sauer eingelegt

Mit dem Thema sauer eingelegtes Gemüse tue ich mich schwer - zu anhaltend sind die Erinnerungen an wabblige rote Bete oder muffige Essiggurken. Ein Thema für sich sind auch diese seltsam eingelegten Kürbisse, die schuld dran sind, dass ganze Generationen keine Kürbisse mögen und erst müham mit leckeren Kürbisrezepten überzeugt werden müssen, dass das Gemüse eigentlich sehr gut schmeckt.

Also war ich ein wenig skeptisch, als meine Mitblogger/-innen von Wir retten was zu retten ist auf die Idee kamen, Gemüse sauer einzulegen.

Wir retten was zu retten ist

Sauer einlegen ist eine Möglichkeit, Gemüse haltbar zu machen. Auch heute geht das noch; Zucchini z.B. schmecken tiefgekühlt nicht wirklich, sie verlieren ihre Konsistenz, man kann eigentlich nur das Püree einfrieren und damit später Suppen oder Saucen machen. Da bietet es sich an, sie einzukochen oder sauer einzulegen.

Zucchini, sauer eingelegt

Mittwoch, 24. August 2016

Pfefferminzsirup

Die Rettungstruppe der Aktion Wir retten was zu retten ist, ist heute wieder aktiv. Um 8 Uhr früh findet man auf deutschsprachigen Foodblogs eine große Anzahl Rezepte für selbstgemachte Liköre und Sirups. Der Hashtag #wirrettenwaszurettenist hilft bei der Suche, außerdem habe ich unten alle Beiträge verlinkt.

Wir überlegen ja immer gemeinsam, welche Produkte trotz bedenklicher Inhaltsstoffe oft gekauft werden, obwohl man sie einfach selber herstellen könnte. Bei Likören ist es schwierig zu erfahren, was man kauft, da die Zutaten nicht auf der Flasche stehen müssen. Bei Sirups findet man im Kleingedruckten Zutaten, die man ohne Nachschlagen oder Lebensmittelchemiestudium nicht versteht. Dabei braucht es dafür eigentlich nur Wasser, Zucker und die Zutat, nach der der Sirup schmecken soll - mehr nicht! :-)

Selbstgemachter Pfefferminzsirup

Donnerstag, 23. August 2018

Blondies mit Johannisbeeren

Die relativ bekannten Brownies gibt's bei mir öfter, vor allem im Herbst und Winter, da sie ja doch etwas gehaltvoll sind und mit Walnüssen oder angeschärft super schmecken. Was ich bisher noch nicht auf dem Blog hatte, waren die hellen Schwestern der Brownies, die Blondies.

Diese hellen Kuchenstücke aus den USA sind hierzulande auch schon bekannt, sie heißen auch blonde brownies, und ich mag sie vor allem im Sommer und mit weißer Schokolade gerne. Sie schmecken mit Mandeln oder Macadamianüssen, aber auch mit frischen Beeren sehr gut. Am liebsten mag ich sie mit roten Johannisbeeren; das sieht optisch gut aus und vom Geschmack her passt die leichte Säure sehr gut zur milden Cremigkeit der weißen Schokolade.

Blondies mit Johannisbeeren

Mit den letzten roten Johannisbeeren des Jahres habe ich damit am vergangenen Wochenende eine Fuhre white chocolate and red currant blondies gebacken. Brownies und Blondies bäckt man auf dem Blech oder in einer großen rechteckigen Form, und da wir heute wieder eine Aktion unserer bekannten Truppe von "Wir retten was zu retten ist" mit dem Thema Blechkuchen haben, passen meine frisch gebackenen weißen Brownies super dazu.

Wir retten was zu retten ist

Wer sonst diesmal dabei ist und welche Rezepte für Blechkuchen Ihr heute online findet, steht weiter unten.

Freitag, 31. Juli 2020

Sommerlicher Kräuterquark

Heute gibt's einen meiner sommerlichen Lieblings-Dips: Kräuterquark!

Anlass dafür, dass ich mein Rezept online stelle, ist die Aktion Wir retten was zu retten ist. Diesmal haben wir uns das Thema Pesto, Kräuterbutter & Co. ausgesucht. Und der Grund dafür, dass wir hier retten müssen, ist jedem, der die letzten Jahre einmal in einem Supermarkt war, klar: Die Lebensmittelindustrie bietet viele Produkte aus dieser Kategorie, die zum Kaufen verleiten, dabei ist es so einfach, das alles selber zu machen!

Sommerlicher Kräuterquark
Ich hatte lange überlegt, was ich bei diesem schönen Thema mache... Pesto hatten wir ja schon mal und ich habe ich bereits einige Pesto-Rezepte auf dem Blog. Kräuter-/Blüten und Knoblauchbutter mache ich auch gerne selber; und auch dafür gibt's schon Rezepte auf dem Blog (über die Suchleiste oder den Index findet man die).

Unter dem Co. verstehen wir Dips oder ähnliches mit viel frischem Grün. Dips gibt's hier auf der Spielwiese auch ein paar, aber keine so richtig typisch kräutrigen. Und als Kräuterquark habe nur ich eine Idee von 2007 sowie ein Rezept für Frühlingskräuterquark mit Veilchen.

Wir retten was zu retten istDa dieses Jahr sowohl der Garten als auch die wilde Natur durch den Regen massenweise Kräuter produziert, bietet es sich an, daraus einen Kräuterquark zu machen.

Mittwoch, 31. Januar 2018

Gebackener Rosenkohl mit Gorgonzola und Walnüssen

Heute um 8 Uhr erscheinen zeitgleich eine Menge Rezepte mit Kohl in deutschsprachigen Foodblogs. Auch diesmal steckt wieder die Aktion Wir retten was zu retten ist dahinter. Heute geht es um ein saisonales Gemüse, das es in vielen Ausprägungen gibt: Kohl!

Die Idee kam uns eigentlich von Grünkohl und dem Hintergedanken, dass man ihn nicht nur totgekocht zu Pinkel, sondern auch schön frisch und knackig servieren kann. Gute Rezepte findet man oft nur unter dem amerikanischen Begriff kale und auch bei mir gab's superleckere Grünkoch-Chips auf dem Blog, sogar in zwei Variationen.

Dieses Jahr habe ich hier in Süddeutschland aber noch keinen Grünkohl gefunden, daher musste ich mir etwas anderes überlegen.

Gebackener Rosenkohl mit Gorgonzola und Walnüssen

Gelandet bin ich schließlich bei Rosenkohl. Den kriegt man im Winter überall; er schmeckt auch am besten, wenn er den ersten Frost hinter sich hat.

Rosenkohl stammt wie die anderen Kohlarten vom Wildkohl ab und zählt zur grossen Familie der Kreuzblütengewächse. Er heißt wegen seiner Herkunft auch Brüsseler Kohl (im englischen Sprachraum Brussels sprouts, in Frankreich chou de Bruxelles) und in Österreich Kohlsprossen oder Sprossenkohl.

Ich habe mal versucht, welchen im Garten anzubauen, allerdings wurde er (wie alle anderen Kohlsorten) nicht wirklich was. Trotzdem sollte man die Pflanze mal anschauen, sie bildet einen hochwüchsigen Stängel aus, an dem sich eine Art Knospen bilden, die in den Blattachseln wachsen. Diese werden geerntet.

Gebackener Rosenkohl mit Gorgonzola und karamellisierten Walnüssen - Zubereitung

Freitag, 1. August 2014

Johannisbeer-Butterkuchen

Nachdem mir die erste Aktion mit dem Liptauer damals so gut gefallen hatte, hat mich Turbohausfrau Susi gefragt, ob ich nicht mitmachen möchte bei der Rettung.

Wir retten was zu retten ist"Wir retten was zu retten ist" ist das Motto, und ein paar engagierte Bloggerinnen kochen oder backen oder rühren zusammen (wie beim Liptauer) in unregelmäßigem Abstand, was es wert ist, gerettet zu werden.

Diesmal gab es eine Abstimmung und ich habe wie die meisten für den Butterkuchen gestimmt. Vielleicht auch deshalb, weil ich selbst noch nie, noch gar nie, einen Butterkuchen gebacken habe. Und ich mag ja neue Herausforderungen... ;-)

Also, kurz recherchiert: Butterkuchen wird auch Zuckerkuchen genannt und hat natürlich einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Demnach handelt es sich um einen Blechkuchen aus Hefeteig mit einer Auflage aus Butterstückchen und Zucker. Typisch sind die Kuhlen, die durch viele dicke Butterflocken gebildet werden. Oft wird Butterkuchen mit Mandelblättchen verziert, gelegentlich hat er auch Creme- oder Fruchtfüllungen.

Johannisbeer-Marzipan-Butterkuchen

Ich kenne diesen Kuchen von diversen Kaffeetafeln, auch bei vielen Bäckern liegt er in der Auslage.

Für mich hat die ursprüngliche Version, die mit ganz viel Butter und Zucker, etwas von 1950er Jahre: Das war die Zeit, als es wieder genügend zu essen gab und sich jeder wieder mit Butter und Zucker eindecken konnte. Meine Großmütter und Großtanten haben sich in jener Zeit ein paar Kilos zu viel angefuttert, um die harte Zeiten der Kriegs- und der Nachkriegsjahre zu vergessen. Denke ich. Dafür war so ein Kuchen ideal. Gemeinsamer Kaffeeklatsch, dazu ein leckerer lockerer Hefeteig, darauf viel viel gute Butter und bitte auch am Zucker nicht sparen. Mmhmmmm! ;-)

Seitdem ist einiges an Zeit vergangen und wir leben hier in einer Überflussgesellschaft, es gibt eher zu viel Butter und Zucker. Daher möchte ich den Butterkuchen gerne retten, aber auf meine Art - so wie ich finde, wie er in der heutigen Zeit seine Berechtigung hat. Gutes überlebt, wenn es sich anpassen kann. :-)

Zubereitung Hefeteig

Als ich noch überlegte, wie ich den guten alten Butterkuchen aufpeppen kann, wühlte ich mich durch eine alte Zeitschrift, die seit 2003 bei mir überlebt hatte. Warum die Zeitschrift so lange hatte bleiben dürfen, wurde mir klar, als ich Seite 82 aufschlug: "Make-up für den Butterkuchen" hieß es da, eine Version mit einer Creme aus Marzipan und Butter und mit frischen Johannisbeeren, die sich bei living at home inzwischen auch online findet.

Das wollte ich also seit 11 Jahren ausprobieren... Perfekt! :-)

Zubereitung Marzipancreme und Ernte Johannisbeeren

Ich habe also losgelegt und das Rezept statt auf einem Blech in einer großen rechteckigen Form gebacken, die ich gerne für Blechkuchen verwende. Die Mengen waren dann ein wenig zu viel, im Rezept unten habe ich das angepasst.

Im Prinzip wird ein normaler Hefeteig hergestellt, der bei mir relativ lange brauchte, bis er ging, weil das Wetter so unstabil gewittrig war. Man bringt ihn aufs Blech und drückt mit dem Daumen Dellen in den Teig. In diese wird eine Creme aus Marzipan und Butter (es ist ja ein Butterkuchen!) gespritzt.

Zubereitung Johannisbeer-Marzipan-Butterkuchen

Die Creme habe ich abweichend vom Rezept noch mit etwas Amaretto parfümiert, was mir gut schmeckte. Darauf kommen die Johannisbeeren und noch ein paar Mandelblättchen. Dann wird gebacken.

Das Rezept ist zwar einfach, aber schon ein wenig zeitaufwändig.

Johannisbeer-Marzipan-Butterkuchen
Das Ergebnis entschädigt jedoch: Ein wunderbar lockerer Kuchen mit fruchtiger und mandelig-marzipaniger Komponente, die super zu den etwas säuerlichen Beeren passt.

Der Butterkuchen in dieser modernen Variante hat uns sehr gut geschmeckt. So aufgepeppt mit ein paar Früchten rette ich den Butterkuchen gerne.

Den gibt's jetzt öfter. :-)


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Johannisbeer-Marzipan-Butterkuchen
Kategorien: Backen, Blechkuchen, Hefeteig, Marzipan, Johannisbeere
Menge: 1 Rechteckige Backform 30x40 cm

Zutaten
H HEFETEIG
400GrammMehl
1Pack.Trockenhefe à 7 g
60-70GrammZucker
2Eier (Größe M)
70GrammWeiche Butter
200mlMilch
H BELAG
400GrammRote Johannisbeeren
180GrammWeiche Butter
160GrammMarzipan-Rohmasse
1Teel.Amaretto; wer mag
40GrammMandelblättchen
30-40GrammZucker
H AUSSERDEM
Butter für die Form
Mehl zum Auswellen
1Essl.Puderzucker zum Bestäuben

Quelle

nach Living at Home Ausgabe 7/2003, abgewandelt
Erfasst *RK* 28.07.2014 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Mehl und Trockenhefe in der Rührschüssel mischen. Zucker, Salz, Eier und Butter dazu geben. Milch vorsichtig erhitzen, sie sollte lauwarm sein, ca. 35°C. Milch dazugeben. Alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder eines Handrührgeräts zu einem glatten Teig kneten lassen. Das geht evtl. als Sportprogramm auch mit den Händen. Der Teig ist relativ weich.

Den Teig abdecken (mit Handtuch oder Frischhaltefolie) und an einem warmen Ort gehen lassen, ca. eine Stunde, bis er sich ungefähr verdoppelt hat.

Währenddessen Johannisbeeren pflücken und von den Rispen streifen. Das geht je nach Johannisbeersorte gut mit den Fingern oder mit Hilfe einer Gabel.

Weiche Butter in eine Rührschüssel geben. Marzipan-Rohmasse mit einer Reibe darüber raffeln oder mit den Händen darüber krümeln. Beides lange rühren, bis die Masse glatt und cremig wird. Nach einiger Zeit, wer mag, den Amaretto dazu geben und weiter rühren. In einen Spritzbeutel füllen, Tülle mit großer runder Öffnung aufsetzen (oder ohne Tülle verwenden). Alternativ funktioniert das auch mit einem (Gefrier-)Beutel, von dem man eine Ecke abschneidet.

Die Backform mit Butter einfetten.

Etwas Mehl auf die Arbeitsplatte geben. Den aufgegangenen Teig auf ungefähr die Größe der Form auswellen. Mit bemehlten Händen in die Form geben und leicht in die Form drücken, so dass der Teig die Form einigermaßen gleichmäßig ausfüllt. Weitere 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Währenddessen den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze, 180°C Umluft oder Gas Stufe 4 vorheizen.

Mit dem Daumen dicht an dicht Löcher in den Teig drücken. Die Butter- Marzipan-Masse in die Löcher spritzen. Johannisbeeren und Mandelblättchen auf den Kuchen geben und Zucker darüberstreuen.

Im Backofen bei 200 Grad auf der 2. Schiene von unten ca. 25 Minuten backen.

Etwas abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren. Der Kuchen schmeckt lauwarm oder kalt.
=====

Der Butterkuchen wird heute auch an anderen Stellen gerettet. Weitere Varianten des Butterkuchens gebacken haben:
Sandra war so nett und hat eine Collage erstellt mit allen geretteten Butterkuchen-Versionen. Schaut mal rein, es lohnt sich!

Wir retten was zu retten ist: Butterkuchen - Collage von Sandra fromsnuggskitchen


Wir retten was zu retten ist

Freitag, 25. September 2020

Gebackene Kartoffel- und Zucchiniwürfel mit Hähnchen

Heute früh um 8 Uhr gibt's eine Menge Gerichte mit Kartoffeln auf deutschsprachigen Foodblogs. Hintergrund ist der, dass sich die Mitglieder unserer Aktion Wir retten was zu retten ist überlegt haben, dass die Kartoffel mal wieder gerettet werden muss.

Vor viereinhalb Jahren hatten wir schon mal eine Aktion mit Kartoffeln (damals gab's bei mir Kartoffelpuffer), aber inzwischen kamen eine Menge neue Convenienceprodukte mit Kartoffeln dazu, und wir haben neue Foodblogs, die damals noch nicht dabei waren. Also gibt's eine Wiederholung mit neuen Kartoffelgerichten.

Gebackene Kartoffel- und Zucchiniwürfel mit Hähnchen

Hintergrund der Aktion ist ja immer, dass wir zeigen, wie einfach man Gerichte selber machen kann, die  im Supermarkt als Fertigware angeboten werden. - Und ich war ehrlich gesagt sehr erstaunt, als mir jemand kürzlich erzählte, dass er tiefgekühlte Kartoffelwürfel kaufe, die dann in der Pfanne ca. 10 Minuten nachgebraten werden.

Ich dachte immer, dass sich Kartoffeln nicht zum Tiefkühlen eignen, aber die Industrie schafft es wohl doch, dass das klappt. Man spart sich damit also das Schälen und Würfeln und Würzen...

Wir retten was zu retten ist

Ich finde, Kartoffelwürfel kann man auch selber machen!!! Kartoffeln lassen sich auch gut lagern, wenn man keinen dunklen Keller hat. Sie halten dann nicht wie bei unseren Großeltern den ganzen Winter durch, aber ein paar Wochen geht das auch im normalen Haushalt.

Mittwoch, 27. Juli 2016

Apfel-Lavendel-Gelee

Heute retten wir Marmeladen und Chutneys und alles, was grob in diese Kategorie fällt! Ihr erinnert Euch, die Truppe der Blogger, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, Rezepte selbst zu machen, manches, das man so häufig im Supermarkt aber nicht mehr in den Küchen findet, wieder ins Gedächtnis zu bringen und darüber zu schreiben, wie einfach es doch meist geht, leckere Gerichte und Rezepte selber zu machen. #wirrettenwaszurettenist

Marmeladen und Chutneys also, wobei wir diesmal unter Marmeladen ausnahmsweise nicht nur die Zitrusfrüchte-Aufstriche verstehen, die laut einer EU-Regelung so heißen dürfen (laut Onkel Wiki gibt's da für Österreich eine Ausnahme), sondern alle Fruchtaufstriche, Konfitüren, Gelees.

Da ich mich derzeit an dem betörenden Duft der Lavendelblüten erfreue, fiel mir ein Rezept ein, das ich schon seit Ewigkeiten einmal ausprobieren wollte: Apfel-Lavendel-Gelee.

Apfel-Lavendel-Gelee

Bisher ist das immer daran gehapert, dass der Lavendel im Garten einfach deutlich früher blüht als die Äpfel reif sind...

Freitag, 1. Dezember 2017

Quitten-Chutney

Auch wenn's wieder überraschend kommt, Weihnachten naht mit großen Schritten! Heute wird das erste Türchen im Adventskalender geöffnet und bald stehen wir um den Baum herum, singen Lieder und verbringen Zeit mit Familie und/oder Freunden. Damit keiner ohne Mitbringsel da steht, gibt es heute zeitgleich auf vielen Blogs ein paar Ideen zum Thema "Geschenke aus der Küche".

Organisiert haben das wieder Susi und Sina, die seit längerer Zeit die Aktion Wir retten was zu retten ist betreuen. Ich bin ja nicht so der Weihnachtsfan, aber kulinarisch hat sich die letzten Jahre unter der Kategorie Advent und Weihnachten doch einiges angesammelt!

Quitten-Chutney

Ich bringe gerne Kleinigkeiten mit, wenn ich Freunde oder Familie besuche. Am liebsten Selbstgemachtes! Als Geschenk eignen sich Gläser mit Sirup, Likör, Konfitüren oder Eingemachtem sehr gut, finde ich. Und da unser kleiner Quittenbaum, den ich vor Jahren selbst ausgesucht und gepflanzt habe, dieses Jahr wieder so fleißig war, gibt's von mir ein Quitten-Chutney.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Liebstöckel-Pesto

Es gibt so Pflanzen im Garten, die man klassisch einfach hat, die aber viel Platz brauchen und von denen man eigentlich nicht weiß, was man damit anfangen soll. Mit Liebstöckel ging es mir so: Ein paar Blättchen zum Naschen, in Kräutermischungen oder in Suppe, das war's. Kürzlich habe ich eine Nachbarin gefragt, was sie mit ihrem macht, die Antwort war "regelmäßig abschneiden" und auf den Kompost... ;-)

Da es also nicht nur mir so geht und ich mich dunkel an meinen Blog-Event bei Zorra erinnerte und daran, dass Liebstöckel früher als Aphrodisiakum bekannt war (allein der Name sagt doch alles - auf Englisch übrigens lovage) begann ich am Wochenende doch mal zu recherchieren...

Liebstöckel-Pesto

Freitag, 27. November 2020

Waldpilz-Cremesuppe (ohne Tüte)

Heute ist unsere Rettungstruppe wieder am Werk. Wir schauen ja immer, welche Gerichte oder Rezepte es gibt, die man selbst machen kann, statt zu Convenience zu greifen. Als aktuelles Thema haben wir uns Suppen und Eintöpfe herausgesucht. Zum grauen nasskalten nebligen Herbstwetter passend.

Suppen sind ja ein Klassiker der Fertiggerichte! Es gibt Dosen, Tüten oder auch tiefgekühlte Packungen, manchmal gar nicht mal so übel, wenn man die Zutaten liest, aber zum Großteil schon so, dass ich das Lebensmittelchemielexikon bemühen müsste, um zu erfahren, was ich denn da esse.

Waldpilz-Cremesuppe ohne Tüte

Als wir über das Thema abgestimmt hatten, war ich gerade auf dem Weg zu einem Supermarkt und bin mit Absicht in den Gang gegangen, in dem es solche Tütensuppen gibt. Ich hätte jetzt mit ein paar Sorten gerechnet, aber nicht mit diesen laufenden drei Metern Regale voll mit verschiedensten Marken verschiedenster Suppen! Daneben dann noch ein paar Meter mit Dosensuppen.

Es war ein ländlicher Supermarkt, d.h. viele der Kunden haben einen eigenen Garten. Trotzdem scheint es genügend Nachfrage für diese Suppen zu geben. Ich habe mir die Sorten genauer angeschaut und blieb bei einer Waldpilz-Cremesuppe hängen. 

Wir retten was zu retten ist

Sonntag, 1. Dezember 2019

Süßkartoffel-Auflauf mit Tomaten und Feta

Dieses Jahr fordert mich doch etwas mehr als geplant, daher blieben einige Aufgaben und Projekte liegen. Steuererklärung, Aufräumen, Renovieren, mehr Sport, Bloggen... ;-)

Zum Glück gibt's ja regelmäßige Blog-Events, die mich dann doch wieder motivieren, mir etwas zu einem Thema auszudenken, das dann zu kochen und darüber zu schreiben. Aktuell war einigen Teilnehmern unserer Rettungstruppe aufgefallen, dass sich vorgekochte Gratins und Aufläufe in Supermärkten ausbreiten und fleißig gekauft werden.

Süßkartoffel-Auflauf mit Tomaten und Feta

Wir beweisen also heute auf verschiedenen Foodblogs, dass es ganz einfach geht, selbst einen Auflauf oder ein Gratin selbst zu machen. Bei mir auf der Spielwiese gibt's häufiger mal Gratins. Man braucht dafür einen Backofen, zum Überbacken, und natürlich die passenden Zutaten.

Wie definiert man Aufläufe und Gratins? 


Als Auflauf bezeichnet man normalerweise ein Gericht, das im Backofen gegart wird. Der Begriff ist nicht allzu eng gefasst; dazu gehören z.B. Nudelaufläufe, Soufflés oder auch Gratins. Man bereitet sie in feuerfesten Glas- oder Porzellanformen oder eisernen Töpfen zu.

Üblicherweise überkrustet man ein Gericht, das fast schon gar ist, mit geriebenem Käse oder gebutterten Bröseln und gibt dieses nochmal in den Ofen (oder in der Profiküche unter den Salamander). Das nennt man Gratin, und davon gibt's hier einige Rezepte. Schön knackig, knusprig, für Auge und Ohr und mit einer spannenden Konsistenz schafft man es so, z.B. Gemüse extra Pfiff zu geben. Ein Klassiker ist Kartoffelgratin, ich mag aber auch Topinamburgratin, Gratin mit gemischten Gemüsesorten oder Pastinakengratin mit Bröseln. Manchmal gibt man Ei und/oder Sahne dazu, bevor der Käse darüber kommt. Gratins gehen herzhaft oder süß.

Wir retten was zu retten ist

Sonntag, 26. Januar 2020

Frisch gebratenes Gemüse aus dem Wok: Sojasbohnenprossen und Karotten

Gestern war Chinesisch Neujahr, das in Asien im Normalfall groß gefeiert wird. Derzeit kämpft man in einzelnen Regionen der VR China ja mit einem Virus; dort fielen die Feiern kleiner aus. Fotos von Freunden aus Singapur, die ich gestern in meiner Timeline hatte, zeigen aber, dass man auch dort zu feiern versteht.

In Nordchina beendet man das alte Jahr klassischerweise, indem man zusammen Jiaozi zubereitet, die man dann nach Mitternacht isst. Das Rezept ist seit 12 Jahren auf dem Blog; außerdem gibt's hier eine weitere Jiaozi-Version. Inzwischen kann man diese oft auch hierzulande Dumplings genannten gefüllten Teigtaschen tiefgkühlt als Fertigware kaufen.

Frisch gebratenes Gemüse aus dem Wok: Sojasbohnenprossen und Karotten aus dem Wok

Und das bringt mich zum Thema: Uns fiel auf, dass es hierzulande immer mehr chinesisches und asiatisches Fertigzeugs zu kaufen gibt. Das geht los mit diesen Nudeln zum Aufgießen mit kochendem Wasser, die es schon vor 30 Jahren gab (in China heißen sie 方便面 fāngbiàn miàn - bequeme Nudeln). Daneben gibt's Dosen und Tiefkühlzeugs, oft mit Zutaten, die ich nicht unbedingt essen möchte.

Total grauslich finde ich Gläser mit Sojabohnensprossen (manchmal auch korrekt als Mungbohnenkeimlinge im Handel, und ab und zu als Fertiggericht mit Karotten und Glutamat). Und das brachte mich auf die Idee, nochmal zu zeigen, wie einfach es ist, frisches Gemüse in den Wok zu werfen und zuzubereiten. Unser aktuelles Thema der Aktion Wir retten was zu retten ist sind nämlich Asia-Fertiggerichte. Die Links zu den anderen Rezepten findet Ihr unten.

Wir retten was zu retten ist - Asia Fertiggerichte anlässlich des Chinesischen Jahrs der Metall-Ratte

Donnerstag, 3. August 2017

Wir retten den Sommer!

Heute früh gingen ganz viele sommerliche Rezepte auf diversen Foodblogs online! Hintergrund ist wieder die Aktion Wir retten was zu retten ist. Wir wollen damit zeigen, dass man keine Fertiggerichte aus dem Supermarkt braucht, um sommerliche Rezepte wie Pasta, Eis, Flammkuchen, Drinks, Gazpacho, Grillgut oder ähnliches zuzubereiten.

Die meisten Gerichte gehen ganz schnell, sind unkompliziert und man weiß beim Selbermachen einfach, was drin ist!

Wir retten was zu retten ist

Mittwoch, 24. Juni 2015

Eiersalat

Leider hört es ja nicht so schnell auf mit den Produkten, die wir den Fängen der Nahrungsmittelindustrie entreißen und wieder selber machen können und wollen...

Wenn ich durch Supermärkte schlendere, fällt mir vieles auf, bei dem man sich wundert, dass so etwas überhaupt angeboten wird. Wie Pudding kürzlich, den man übersüßt und mit teils dubiosen Zutaten für teures Geld im Kühlregal findet oder einfach selber machen kann. Diesmal war es Janke, die beim Blick auf die Wochenangebote eines Discounters über Kraut- und Kartoffelsalate stolperte. Salate also!

Eiersalat mit Radieschen und Schnittlauch

Ich gebe zu, dass ich mir so jede gefühlt 5-8 Jahre auch einen Fertigsalat kaufe. Und zwar Eiersalat, ab und zu lacht der mich im Kühlregal an und ich greife zu.

Meist wenn ich unterwegs bin: Ein Brötchen dazu, fertig ist ein improvisiertes Abendessen im Hotelzimmer. Meist schmecken die Brötchen außerhalb Frankens eh nicht und der Eiersalat ist pappig... Irgendwie bleibt das schale Gefühl, dass der Magen zwar voll ist, aber der Körper nicht wirklich etwas sinnvolles gekriegt hat. Wahrscheinlich ist das Bier dazu das gesündeste an so einem Abendessen...

Zubereitung Eiersalat mit Radieschen und Schnittlauch, Eiersalat mit Schnittlauch selber machen

Also wollte ich mir selbst beweisen, dass Eiersalat selbstgemacht besser schmeckt und einfach und schnell selber gemacht ist!

Ich habe Eier hart gekocht (im Rezept steht, wie das geht) und zusammen mit Radieschen und Schnittlauch aus dem Garten zerkleinert und in eine Schüssel gegeben. Dazu habe ich ein Senf-Curry-Dressing gerührt. Darin ist keine Mayonnaise, sondern ein wenig saure Sahne, was das ganze sommerlich frisch macht. Superlecker!


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Eiersalat mit Radieschen und Schnittlauch
Kategorien: Salat, Kalt, Aufstrich, Eier
Menge: 2 Personen

Zutaten
4Eier
3-4Radieschen
1/2Gewürzgurke
10Schnittlauchrohre; ca.
H DRESSING
2-3Essl.Gewürzgurken-Einweich-Essig; aus dem Gurkenglas
1 1/2Teel.Mittelscharfer Senf oder Dijonsenf; grob oder
-- fein
1Messersp.Meerrettich; wer mag
Weißer Pfeffer; grob gemahlen
1-2Messersp.Currypulver
1HauchKurkumapulver; wer mag
2-3Essl.Öl, z.B. Rapsöl
2-3Essl.Saure Sahne

Quelle

Standardrezept, etwas improvisiert
Erfasst *RK* 22.06.2015 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Am besten am Vortag einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Die Eier anpieksen und im kochenden Wasser 9-10 Minuten hart kochen lassen. Das Wasser abgießen, Eier mit kaltem Wasser abschrecken und für einige Stunden abkühlen lassen.

Die Eier pellen und in Würfel oder Stücke schneiden. Das geht mit dem Messer oder mit einem Eier- oder Kartoffelschneider. So ganz genau muss es nicht sein, da sich nachher eh alles vermischt. Radieschen putzen und in kleine Würfel schneiden, Gewürzgurke ebenfalls würfeln. Alles zusammen in eine Schüssel geben. Schnittlauch in Röllchen schneiden und den Großteil ebenfalls zufügen.

Für das Dressing Essig bzw. Einweichwasser aus dem Gurkenglas, Senf, Pfeffer, Curry und Kurkuma mischen. Saure Sahne und Öl unterziehen, dabei gut mischen, damit eine einigermaßen homogene Masse entsteht.

Das Dressing auf Ei und Gemüse kippen und alles kurz und vorsichtig unterheben. Mit den zurückbehaltenen Schnittlauchröllchen dekorieren.

Der Eiersalat schmeckt pur als Salat oder als Brotaufstrich.
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Unter #wirrettenwaszurettenist findet Ihr heute ungefähr zeitgleich eine Menge Salate, die man kaufen könnte, aber auch selber machen kann. Gerade im Sommer beim Grillen greifen viele zu Fertigsalaten, weil es schnell gehen muss. Dabei ist ein Salat mal locker zusammen gestellt, während der Grill anheizt.

Also, wir retten Salate! Das geht einfach auch für Kochanfänger, ist meist billiger als gekauft, man weiß was drin ist und sie schmecken hausgemacht einfach am besten!

Logo Wir retten was zu retten ist, Logo by Zorra Kochtopf

Hier die Links zu den anderen Rettern und Retterinnen unserer Aktion "Wir retten was zu retten ist".
Klickt Euch durch, da sind auch diesmal wieder super Rezepte dabei! Viel Spaß damit.

    Dienstag, 17. März 2015

    Geburtstagskuchen

    Ein ganzes Jahr ist sie schon alt, die "Wir retten was zu retten ist" Aktion. Glückwunsch!

    Heute vor einem Jahr wurde der Liptauer gerettet; ein wenig über die Hintergründe findet Ihr hier. Ich war erst bei der zweiten Aktion dabei, da ging es um die Rettung des Butterkuchens und seitdem gibt's immer mal in loser Folge und ohne Zwang Aktionen von Bloggern mit dem Hintergedanken, traditionelle Gerichte nicht der Industrie zu überlassen, sondern zu zeigen, wie einfach man sie selber machen kann.

    Wir retten was zu retten ist - GeburtstagskuchenPassend zum Geburtstag retten wir heute die Geburtstagstorte und den Geburtstagskuchen!

    Beim Einkaufen oder online fällt nicht nur mir auf, dass viele Menschen zu Backmischungen greifen. Einmal habe ich sogar gesehen, wie zum Kindergeburtstag überzuckerte Fertigmuffins in Eistüten gesteckt, mit süßem Kuchenguß und Zuckerstreusel überzogen als Geburtstagsüberraschung für Kindergartenkinder serviert wurden. Bei so viel Zucker und anderen dubiosen Zutaten auf der einen Seite und dem steigenden Übergewicht und Diabetes sowie anderen gesundheitlichen Einschränkungen bei Kindern auf der anderen Seite denke nicht nur ich, dass es an der Zeit ist zu zeigen, wie einfach es ist, selber einen Kuchen oder auch eine Torte zu backen. Da braucht wirklich keiner Fertigkuchen aus dem Supermarkt oder Backmischungen!

    Walnuss-Rührkuchen

    Von selbstgebackenen Kuchen oder Torten sollte man sich natürlich auch nicht ständig ernähren. Aber dafür die Feste feiern wie sie fallen! Für unsere heutige Geburtstagstafel steuere ich daher einen einfachen Rührkuchen mit Walnüssen bei.

    Neben klassischen Torten und Obstkuchen muss es nämlich auch etwas mit Nüssen sein, finde ich. Und erinnere mich dabei an meine Kindheit und die Geburtstagsfeiern bei meiner Großmutter mit ihrer großen Familie. Neben vier Kindern mit Enkeln waren auch ihre vielen Geschwister teils auch mit Anhang eingeladen und die Gäste sowie die Kuchen und Torten verteilten sich auf mehrere Tische. Meist gab es ihre berühmte Schwarzwälder Kirschtorte oder einen Frankfurter Kranz, daneben mehrere Obstkuchen, meist mit Himbeeren oder gemischtem Obst, Käsekuchen, gedeckter Apfelkuchen, Marmorkuchen und Nusskuchen, manche auch in doppelter Ausführung, damit alle satt werden.

    Walnuss-Rührkuchen, Zubereitung Rührteig Schritt für Schritt

    So groß wird heute selten gefeiert, aber eine Torte und ein, zwei Kuchen oder auch ein paar Muffins oder Portionstörtchen dürfen es schon sein, finde ich.

    Ich habe also einen einfachen Rührteig mit Walnüssen gemacht. Stattdessen kann man auch Mandeln oder Haselnüsse nehmen oder Nüsse mischen. Wie man mag. Wenn Kinder dabei sind, würde ich den Rum im Rezept durch Milch oder Apfelsaft ersetzen.

    Walnuss-Rührkuchen, Zubereitung Rührteig Schritt für Schritt

    Auch mit der Menge an Zucker kann man nach persönlichem Geschmack variieren. Walnüsse sind ja etwas bitterer als beispielsweise Mandeln, manche mögen daher vielleicht mehr Süße als Ausgleich. Ich mochte den Kuchen so.

    Walnusskuchen, Stürzen Rührkuchen aus der Form

    Wenn man die Form gut einfettet und mit Bröseln bestreut, lässt sich der Kuchen nach ein paar Minuten Ruhezeit gut stürzen. Das funktioniert sogar mit meiner alten Weißblechform tadellos.

    Ich habe den Kuchen schon am Sonntag gemacht, da kam der Winter nochmal durch und die Krokusse auf dem oberen Foto waren schüchtern. Hier sieht man, dass die Schneeglöckchen schon weiter sind. Meine zwei Stücke vom Anschnitt waren mit einem Klecks Sahne superlecker und schön locker, so wie Rührteig sein sollte. Das kann man glaube ich auch am Foto erkennen.

    Walnuss-Rührkuchen

    Ein perfekter Geburtstagskuchen also. Heute passt das sowieso, da hätte noch jemand anders Geburtstag gehabt... Du fehlst.


    ==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
    Titel: Walnuss-Rührkuchen
    Kategorien: Backen, Kuchen, Rührteig, Walnuss
    Menge: 1 Kleine Napfkuchenform ca. 20 cm Durchmesser

    Zutaten

    H ZUM EINFETTEN DER FORM
    1Essl.Butter; ca.
    1Essl.Semmelbrösel oder Mehl; ca.
    H WALNUSSKUCHEN
    200GrammButter; zimmerwarm
    125-150GrammZucker
    1Essl.Vanillezucker
    3Eier (Größe M)
    200GrammMehl
    50GrammSpeisestärke
    2Teel.Backpulver
    100GrammWalnüsse; frisch gemahlen
    2-3Essl.Brauner Rum
    H PUDERZUCKER
    EtwasPuderzucker

    Quelle

    Standardrezept
    Erfasst *RK* 14.03.2015 von
    Barbara Furthmüller

    Zubereitung

    Butter und Eier einige Stunden bei Zimmertemperatur lagern, so dass sie die gleiche Temperatur haben. Die Form mit Butter sorgfältig einfetten und mit Semmelbröseln oder Mehl bestäuben. Den Backofen vorheizen (Ober/Unterhitze 180°C, Umluft 160°C, Gas Stufe 3).

    Butter in der Küchenmaschine oder mit den Schneebesen eines Handrührgeräts schaumig rühren. Zucker und Vanillezucker mischen, dazu geben und die Masse so lange rühren, bis sie weißschaumigcremig ist und der Zucker nicht mehr knirscht. Nun die Eier eins nach dem anderen unterrühren, dabei jeweils ca. 20-30 Sekunden rühren, bis sich die Masse gut verbunden hat.

    Mehl mit Speisestärke und Backpulver mischen, sieben und vorsichtig unter die Teigmasse heben. Rum und die gemahlenen Nüsse auf den Teig geben und kurz verrühren, so dass alles gut vermischt ist. Der Teig sollte von der Konsistenz her so sein, dass er schwer reißend vom Löffel fällt, also nicht zu fest und nicht zu locker. Evtl. mit mehr Rum nachjustieren.

    Den Teig in die vorbereitete Form füllen und in der Mitte des Backofens ca. 50-60 Minuten backen. Je nach Backofen unterscheidet sich das etwas, also am besten nach ca. 50 Minuten eine Stäbchenprobe machen, d.h. mit einem Holzstäbchen (Zahnstocher) reinpieksen: Wenn kein Teig daran haftet, ist der Kuchen fertig, sonst noch ein paar Minuten im Backofen lassen. Falls der Kuchen je zu dunkel werden sollte, mit Alufolie abdecken.

    Die Form aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten stehen lassen, dann auf einen Gitterrost stürzen und dort abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestreut servieren.

    Tipp: Der Kuchen lässt sich auch einfrieren.

    Variante: Mit Schokoguss statt Puderzucker schmeckt er auch gut.
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    Wir retten was zu retten ist
    Hier die Links zu den Geburtstagskuchen und Geburtstagstorten meiner fleißigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern:
    Danke an Zorra für das schöne Logo! Die Rezepte werden später auch auf das Pinterest-Board der Aktion hochgeladen.